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Ich liebe ihn und/aber es ist kompliziert

28. Januar 2014 um 16:28

Hallo zusammen,

Nachdem ich ein Jahr lang mit vielen aufs und abs gelebt habe und alles quasi nur mit mir ausgemacht habe, habe mich heute entschlossen Hilfe von außer zu suchen weil es schon ziemlich kompliziert ist...

Es ist ein sehr schwieriges Thema denn es geht nicht nur um Beziehung sondern auch um Krankheit und Altlasten:

Ich bin nun etwa 1 Jahr mit meinen Freund zusammen und wir verstehen uns eigentlich wunderbar. Ich liebe ihn und kann mit ihn viel unternehmen und auch viel und über alles reden.

Leider ist es so dass mein Freund in seiner früheren Beziehung (die mehr als 6 Jahre gehalten hat) viel leiden müsse da seine ex damals Brustkrebs hatte und die beiden 3 Jahre lang viel mit der Krankheit kämpfen mussten bis er selber psychisch am Ende war..
Als sie gesund geworden ist wollte sie, verständlicherweise, das Leben wieder voll genießen und konnte sich durch seine Krankheit nicht mehr bremsen lassen und hat sich dann (auch wegen anderen Gründen) von ihm getrennt.
Natürlich hat ihn das Ganze, nachdem er so lange stark war, dann doch komplett unter einen Schockzustand gesetzt wo er seitdem ganz oft unter Panikattacken leidet..

Bis zum Ende seine früheren Beziehung kannte ich ihn schon mehrere Monate als Kollegin, wusste nichts von seinen Problemen und war einfach nur eine Kollegen. Mehr nicht.

Wie sich das Schicksal Manchmal ergibt, hatte ich zu der Zeit einen neuen Job und war weg von der Firma. Wir hatten aber flüchtig Kontakt und einige Wochen nach seiner Trennung sind wir zusammen gekommen..
Ich hatte keine Ahnung von seinen Psycho-Themen und konnte nicht wissen dass er eigentlich nicht bereit ist eine neue Beziehung einzugehen. Ich habe also mein bestes getan um ihn aus seinen loch raus zu holen und als ich begriffen habe dass er Zeit braucht, wollte dann irgendwann ihn die Chance geben zu sich zu finden und wollte gehen..
Er empfand aber auch sehr viel für mich und hat mich davon abgehalten...

Nun war es aber so dass wir mit den Panikattacken die verschiedene Ausprägungen hatten "leben" mussten was sehr sehr schwierig war und bis heute noch ist weil er dann oft mit Selbstmord droht..
Ich habe alles gemacht um ihn zu helfen und tue das bis heute noch was mich viele nerven und auch teilweise meine Gesundheit gekostet hat..
Dazu kam, dass er sehr oft immer noch Kontakt mit seiner ex hatte, die ihn immer wieder, aus alten Gewohnheiten und weil sie gerne die Arbeit von anderen machen lässt, um Hilfe gebeten hat (das ging von Lampe anbringen bis zu Steuererklärung machen). Des Weiteren, hat sie sich Monate lang (weil sie nicht weit von seiner Wohnung umgezogen ist) in der Nähe von seiner Wohnung "rumtrieben" was ihn oft genervt hat und ihn auch sehr belastet hat.
Ich hatte mit ihr nie einen Problem, ich kenne sie nicht persönlich und möchte das auch nicht einfach weil es nicht sein muss. Es wäre für mich auch ok gewesen wenn die ab und zu, nach einer gewissen kontakt-Pause, austausch bezüglich gesundheits-Themen hätten aber es war nicht so: Es gab keine Pause und es ging nicht um Gesundheit daher tat es mich auch irgendwann richtig weh zumal ich ihn trösten musste wenn er wegen Neuigkeiten von ihn am Ende war (was er immer nicht direkt gesagt hat sodass ich den Ursprung zuerst seiner Trauer in dem Moment nicht kannte).
Ich habe ihn darauf angesprochen und versucht ihn meine Gefühle nahe zu bringen.. Trotzdem gibt es bis heute, obwohl sie bereits in einer anderen Stadt ist, immer wieder Kontakt mit ihr.
Ein anderer Punkt ist auch dass ich in den letzten Monaten wegen den Panikattacken fast nichts für mich machen durfte/ konnte: keine shoppingtouren mit Freundinnen, reduzierter familienbesuch, kein ausgehen auch wenn mal harmlos ins kino oder so. Alles nur in seiner Begleitung damit ja keine Panik ausbricht.
Ich weiß dass die viel durchgemacht haben. Ich mache seit über einen Jahr (was mich sogar fast meinen Job und meine Gesundheit gekostet hat) auch viel mit ihn durch. Ich halte trotzdem zu ihn weil ich ihn liebe und ich weiß auch dass er mich liebt. Er ist manchmal einfach zu Hilfsbereit auch wenn er seine schlimmen Phasen hat..
Heute versuche ich wieder stark zu sein und weiter zu kämpfen. Ich möchte die Beziehung immer noch mit ihm.
Ich weiß dass es für mich nicht auf Dauer machbar ist. Manchmal habe ich Hoffnung dass sich was ändert und manchmal nicht so wirklich.
Es ist so kompliziert dass ich kaum mit jemanden darüber reden kann und wenn ich es versuche, sagen meine engsten Freunde dass das ganze mich auf Dauer kaputt machen wird.
Warum ich heute schreibe ist folgendes: Ich weiß nicht mehr ob mein Kampf sich lohnt wenn er mein Empfinden gegenüber der Geschichte mit der ex nicht richtig nachgeht und wenigstens mit ihr für eine Zeit lang mal den Kontakt komplett weg lässt.
Findet ihr das normal dass die öfters noch Kontakt haben? Muss ich das einfach so hinnehmen / akzeptieren?
Danke für eure Hilfe und für eure Meinungen
LG

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28. Januar 2014 um 16:40

Hm
das ist schwierig. Die Frage ob sich der Kampf lohnt, kann hier sowieso niemand beantworten, das kann keiner.

Hast du ihm die Sachen auch mal so geschildert wie du es hier geschrieben hast ? Das mit dem Kontakt halten und das er ihr in verschiedenen Dingen hilft ist verständlicher Weise verletzend für dich, das würde ich ihm auch sagen.

Wenn ihr euch liebt, musst du dir ganz alleine die Frage stellen wie lange du das mit machen kannst.

Je nach dem, wäre auch eine Paartherapie evtl sinnvoll, denn ist immer gut eine neutrale Person zu haben, die einem das Verhalten des anderen erklären kann. Das könnte dir helfen die Handlungen deines Freundes zu verstehen und auf der anderen Seite könnte es deinem Freund helfen, besser zu sehen was dir dabei zu schaffen macht.

Gruß

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28. Januar 2014 um 17:25

Eure Meinung ist mir wichtig... Danke
Hallo,
vielen Dank für eure Nachrichten. Einige Punkten bringen mich wirklich einige Sachen aus einen anderen Blickwinkel zu sehen. Das ist genau was ich brauchen: einfach mal eine Außensicht um die Situation besser einschätzen zu können.

@coleen41: Eine Auszeit war auch mal im Gespräch aber wir konnten es nicht als Lösung betrachten da es uns wahrscheinlich am ende aus einander bringen würde. 2 Dinge könnten passieren: Die Panikattacken würden ihn so fertig machen dass er sich und mich aufgeben müsste ODER er würde diese nach einer gewissen Zeit meistern und dann sich besser fühlen dann aus angst die Attacken wieder zu bekommen doch nicht die Beziehung wieder eingehen können. Die 2 Situationen wäre auch kombiniert mit dem Gefühl seinerseits mit einer angst dass ich mich während der Auszeit so amüsieren könnte (seine Sicht) dass aus der Auszeit eh ein Ende wird.

Irgendwie habe ich auch erst nach einen Gespräch mit einer guten bekannten begriffen dass ich in der Rolle einer Therapeutin zugleich Partnerin und Trösterin gerutscht bin. Ich war / bin die Partnerin die für ihn da ist und diejenige die alles abbekommt (mit den Auswirkung der Panikattacken)... Seitdem, versuche ich mich aus Analysen ein wenig rauszuhalten und nur Partnerin zu sein. Ich versuche zu unterscheiden wann es ok ist ihn zu trösten und wann nicht. Ich bin von natur aus sehr hilfsbereit und das wurde mir bei der Geschichte zum Verhängnis (das ist ihn auch bewusste und das möchte er auch nicht) und deswegen muss ich bei jeder schwierigen Situation unterscheiden ob es ok ist zu helfen oder ob ich Abstand von der Situation nehmen muss damit er das alleine regelt. Als Partnerin kann /muss ich trotzdem da sein.

@slevin12:
Ich habe ihn alles mehr als einmal so geschildert. Er hat auch Verständnis dafür weil er das umgekehrt auch nicht haben wollen würde aber er ist irgendwie nicht konsequent genug was das angeht und kann nicht komplett los lassen. Hierzu hat er mir auch versichert dass die 2 nie wieder zusammen sein werden weil es einfach vorbei ist. Trotzdem, ist das Thema für mich einfach nur störend. Ich wills einfach nicht. Zumindest wünsche ich mir, für meine innerliche ruhe, eine Kontaktpause bei den Beiden damit ich und vorallem er endlich mal nach über ein Jahr Beziehungsende Abstand vom alten. Das ist nie erfolgt bis jetzt.


@cefeu
Er kämpft auch: Einmal um Gesundheit und einmal um die Beziehung und als erste Stelle aber um die Gesundheit weil ohne diese gibt es irgendwann keine Beziehung...

Ich wusste nicht dass er am ende war. Er hat immer als er mich gesehen hat nur gestrahlt und meine nähe gesucht.
Irgendwann dann am Anfang von unsere Beziehung hing er ab und zu durch. Da dachte ich dass es eine kleine Depression ist oder so. Erst dann mit den Ereignissen habe ich gemerkt dass er wirklich am ende und auch krank ist. Ich hab auch mit den Monaten überhaupt verstanden was Panikattacken sind und dass es so schwer sein kann weiß ich nun nach über 1 Jahr sehr gut.


Das ganze hat sich irgendwie so ergeben und entwickelt. Keiner von uns: nicht er und nicht ich konnten ahnen dass es so schwierig sein würde. Das was wir beide wissen, ist dass wir, wenn wir es schaffen würden, glücklich sein könnte weil es einfach, wenn man die Probleme ausblendet, passt!
Ich schwanke momentan aufgrund der nicht endenden Themen ein bisschen zwischen weiter aushalten mit der Hoffnung das es was wird (ohne Garantie) oder irgendwann los lassen, wie ceufeu, geschrieben hat und vielleicht den richtigen verlieren..
Ehrlich gesagt: würde es das Thema ex nicht geben, würde ich auch jetzt noch ein bisschen kraft haben ihn weiterhin zu unterstützen.. Das ist aber irgendwie der schatten der mir mittlerweile oft im Nacken steht.
Mit dem wissen dass es immer Kontakt geben könnte, kann ich nicht richtig wie bisher alles geben und ich würde in der Zukunft auch nicht 100% aufblühen können.


Vielen Dank euch für eure Sicht. Das ist sehr hilfreich!
Liebe Grüße

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28. Januar 2014 um 17:28

Die Behandlung läuft
Hallo Mialyah,
danke für deine Nachricht.
Er war 6 wochen in einer Therapie und hat seitdem (schon ein paar Monate) einen wöchentlichen Therapie Termin.
lg

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