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Ich liebe ihn,aber es macht mich unglücklich

1. Januar 2004 um 20:43

Ich bin mit meinem Freund jetzt seit gut 9 Monaten zusammen. Ich liebe ihn von ganzen Herzen,aber ich merke immer mehr, wie unterschiedlich wir beide sind. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, dem auch öfter mal die Tränen kommen und der an manchen Tagen sehr melancholisch sein kann. Er dagegen ist ein absoluter Kopfmensch, manchmal habe ich das Gefühl, das ihn nichts wirklich trifft und er macht sich kaum Gedanken um emotionale Dinge. Wir führen eine Fernbeziehung, so dass das Kennenlernen des Anderen bei uns auch dementsprechend länger gedauert hat, bis man den Charakter des Partners wirlich kennt, vergeht mehr Zeit als bei einer "normalen" Beziehung, weil man einfach weniger Zeit miteinander verbringen kann.
Ich liebe ihn von ganzem Herzen, aber ich bin so oft unglücklich. Sage ich ihm z.B wie sehr ich ihn vermisse und wie schwer das Leben für mich Tag für Tag ohne ihn ist, so fühlt er sich dadurch fast angegriffen und wird beinahe sauer. Das wiederum trifft mich natürlich, weil ich ihn doch nicht angreifen wollte, ein kleines " Du fehlst mir auch Schatz" oder sowas hätte mir total genügt. Wenn ich dann bei ihm bin, dann kriegen wir uns total oft wegen blöden Sachen in die Haare, weil er mich mit Aussagen verletzt, die er keineswegs als irgendwie schlimm ansieht. Das ist für uns beide sehr schwer.
Ich kann Euch ja mal ein kleines Beispiel nennen: Wenn ich nach einem wunderschönem Wochenende wieder fahren muß, dann bin ich sehr traurig, weil ich nicht weg möchte von ihm und weiß, das es jetzt wieder eine ganze Woche dauern wird, bis ich ihn wieder in meinem Armen halten kann. Er reagiert darauf mit absolutem Unverständnis, fragt mich zum Beispiel wenn ich weine, was bloß in meinem Kopf vorgeht, es wäre doch alles in bester Ordnung. Das tut mir dann noch mehr weh, weil ich denke, dass es ihm überhaupt nichts ausmacht, mich so lange nicht zu sehen und zu spüren.
Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll, ich liebe ihn von Herzen, und ich denke das auch er mich wirklich liebt, aber hat eine Beziehung, wo zwei Partner gerade was die Gefühlsebene angeht so verschieden sind auf Dauer eine Zukunft, oder macht man sich das Leben damit nur immer schwerer ? Lernt man mit der Zeit immer besser miteinander umzugehen, oder wird es eher schlimmer ?
Ich wäre Euch total dankbar, wenn ihr mir dazu vielleicht Eure Erfahrungen oder einen Rat mitteilen könntet.

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Top 3 Antworten

1. Januar 2004 um 22:49

Ich wünsche mir ...
..., daß ich mal so eine Freundin wie dich bekomme! Ganz ehrlich! Ein Frau, die mich so sehr liebt, daß alle Gemeinheiten, die ich von mir gebe, einfach als ein Laune abgetan werden. Sie mich aber dennoch von ganzem Herzen liebt.
1) "Wenn ich das von deinem Freund so lese, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken! Was ist denn das für ein gefühlloser kalter Eisklotz. Oder verbirgt er nur seine Gefühle hinter einem Gitter aus kalten Gedanken? Vielleicht hat er Angst davor zuzugeben, daß er dich genau so vermissen wird, wie du ihn. Denn wenn er das zugibt, dann wird eine mögliche Trennung um so schmerzhafter für ihn. Er hält sich auf Distanz und schaut sich das ganze von weitem an. Er nimmt an der Beziehung nicht teil. Solltest du ihn jemals verlassen, dann macht ihm das nichts aus, weil er ja nichts damit zu tun hat.

Leider riskiert er mit seinem Verhalten tatsächlich die Beziehung, was aber überhaupt gar nicht sein Absicht ist. Er will sich schützen. Wurde vielleicht schon mal sehr böse verletzt. Wer weiß??" (ENDE 1))

Oder er ist wirklich der kalte, erbarmungslos harte und uneinnehmbare Mensch? Aber auf Dauer kann so was nicht gut gehen. Lies ihm mal vor, was ich geschrieben habe (Abschnitt 1)). Aber er soll nicht gleich drauf antworten, denn die schnelle Antwort wäre wieder eine sich schützende Antwort. Er soll sich Gedanken machen. Sag ihm, er solle sich dir öffnen und daß du ihn nicht verletzen willst. Nimm ihm die Angst vor einer Trennung. Erzähl ihm, wie sehr du ihn magst und daß er keine Angst zu haben braucht.

Dann gib ihm ein paar Stunden Zeit nachzudenken. Vielleicht eine Nacht zum drüber schlafen. Wenn er dann immer noch so kalt und herzlos reagiert, dann stimmt was nicht mit ihm und ich gebe eurer Beziehung eine Chance von ca. 15-20%; wenn überhaupt. Sollte er sich dir aber öffnen und sein Herz ausschütten (er muß es ja nicht gleich übertreiben), dann stehen die Chancen gut für euch.

Fazit:

Wenn dir das gefällt, was ich geschrieben habe, dann versuchs. Wenn nicht, dann vergiss es wieder. So würde ich es machen. Reden, reden und nochmal reden. Anders kommt man an solche Personen nicht ran. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber mann kann ihm klar machen, daß es so was wie "Glück" gibt!

Dein Daniel!

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15. Januar 2004 um 10:16

Seine Sicht der Dinge
Hallo kleine Elfe,

vielleicht kann ich Dir ein bisschen die Sichtweise Deines Freundes verständlicher machen.

Deinem nick entnehme ich, dass Du etwa Mitte 20 bist und ich vermute jetzt einfach mal, dass Dein Freund ähnlich alt ist.

Wie könnte er die Beziehung zu Dir sehen und empfinden? Er freut sich auf die Wochenenden und die Zeit mit Dir, hat im Gegensatz zu Dir aber nicht das Gefühl, dass die Zeit ohne Dich wertlos oder unnütz sei, sondern geht optimistisch damit um. Für ihn ist 'nach dem Wochende' = 'vor dem Wochenende'. Du siehst die 5 Tage OHNE ihn und er sieht die nächsten 2 Tage MIT Dir.

Vermutlich hat er seine Woche mit Dingen wie Job oder Studium, Hobbies, Freunden und und und gut ausgefüllt ... und dann als highlight sozusagen das Wochenende mit Dir.
Doch am Ende des Wochenendes stehst Du vor ihm und weinst. Für ihn ist das Leben so ok und er fragt sich 'was hab ich verbockt, dass sie jetzt weint? Ich hab doch gar nix schlimmes getan' und reagiert unwirsch. Du kannst ihm vielleicht mangelnde Empathie vorwerfen, aber frag Dich doch auch mal, ob Du Dir nicht etwas von seiner Sichtweise abschauen könntest. Soll heissen, ob man wirklich 5 Tage in der Woche totschlagen soll, um dann 2 Tage zu leben ?

So kommt es nämlich aus Deiner Schilderung rüber und dadurch fühlt er sich unter Druck gesetzt. Du vermisst ihn und das Leben für Dich ohne ihn ist Tag für Tag schwer. Welche Botschaft kommt bei ihm an? 'Ich verursache, dass es ihr schlecht geht, weil ich nicht jeden Tag für sie da bin.' Er reflektiert nicht und erkennt deshalb nicht, dass Du ja vielleicht was ganz anderes ausdrücken möchtest. Versuchs doch mal mit 'ich verbringe unheimlich gerne Zeit mit Dir und würde, wenn ich wählen könnte, immer Tage mit Dir statt Tage ohne Dich nehmen und deshalb freu ich mich wieder aufs nächste Wochenende'. Vielleicht bekommst Du dann ja die Resonanz, die Du so gerne haben möchtest. Vielleicht kommt dann ein 'Und ich freu mich auf Dich' von ihm.

Es macht ihm bestimmt was aus, Dich 5 Tage nicht zu sehen, aber es ist immer das gleiche Spiel. Glas halbvoll oder halbleer? Was nützt das Trauern darum? Er findet sich mit den 5 Tagen ab und schaut nach vorne und deshalb ist für ihn alles in bester Ordnung und er fühlt sich durch Deine 'halbleer'-Mentalität bedrängt. Er versteht nicht, warum die 5 Tage Trennung das Übergewicht haben sollen und nicht die 2 Tage Zusammensein.

Und vielleicht wirst Du irgendwann mal, wenn Ihr in einer Nahbeziehung lebt und Euch der Alltag einholt, mal wieder die kribbelnde Spannung vor einem Wochenende wünschen, so wie Du es jetzt hast.

Alle Dinge haben zwei Seiten, es ist nur die Frage, mit welcher Seite man sich hauptsächlich beschäftigen möchte.

Und dann noch was, was Dir vielleicht Hoffnung macht: im Lauf der Jahre lernen manchmal auch Männer in puncto Reflektion und Empathie hinzu

Ich könnte auch dieser junge Mann Mitte 20 gewesen sein und heute würde ich trotzdem manchmal ein 'Schatz, Du fehlst mir auch' raus lassen, wenn ich spüre, dass meine Freundin das gerne hören möchte und es ihr gut tut, aber fühlen tu ich eigentlich diesen optimistischen Ansatz 'Ich freu mich, wenn Du wieder da bist'.

Einen lieben Gruß

Larsen

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1. Januar 2004 um 22:49

Ich wünsche mir ...
..., daß ich mal so eine Freundin wie dich bekomme! Ganz ehrlich! Ein Frau, die mich so sehr liebt, daß alle Gemeinheiten, die ich von mir gebe, einfach als ein Laune abgetan werden. Sie mich aber dennoch von ganzem Herzen liebt.
1) "Wenn ich das von deinem Freund so lese, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken! Was ist denn das für ein gefühlloser kalter Eisklotz. Oder verbirgt er nur seine Gefühle hinter einem Gitter aus kalten Gedanken? Vielleicht hat er Angst davor zuzugeben, daß er dich genau so vermissen wird, wie du ihn. Denn wenn er das zugibt, dann wird eine mögliche Trennung um so schmerzhafter für ihn. Er hält sich auf Distanz und schaut sich das ganze von weitem an. Er nimmt an der Beziehung nicht teil. Solltest du ihn jemals verlassen, dann macht ihm das nichts aus, weil er ja nichts damit zu tun hat.

Leider riskiert er mit seinem Verhalten tatsächlich die Beziehung, was aber überhaupt gar nicht sein Absicht ist. Er will sich schützen. Wurde vielleicht schon mal sehr böse verletzt. Wer weiß??" (ENDE 1))

Oder er ist wirklich der kalte, erbarmungslos harte und uneinnehmbare Mensch? Aber auf Dauer kann so was nicht gut gehen. Lies ihm mal vor, was ich geschrieben habe (Abschnitt 1)). Aber er soll nicht gleich drauf antworten, denn die schnelle Antwort wäre wieder eine sich schützende Antwort. Er soll sich Gedanken machen. Sag ihm, er solle sich dir öffnen und daß du ihn nicht verletzen willst. Nimm ihm die Angst vor einer Trennung. Erzähl ihm, wie sehr du ihn magst und daß er keine Angst zu haben braucht.

Dann gib ihm ein paar Stunden Zeit nachzudenken. Vielleicht eine Nacht zum drüber schlafen. Wenn er dann immer noch so kalt und herzlos reagiert, dann stimmt was nicht mit ihm und ich gebe eurer Beziehung eine Chance von ca. 15-20%; wenn überhaupt. Sollte er sich dir aber öffnen und sein Herz ausschütten (er muß es ja nicht gleich übertreiben), dann stehen die Chancen gut für euch.

Fazit:

Wenn dir das gefällt, was ich geschrieben habe, dann versuchs. Wenn nicht, dann vergiss es wieder. So würde ich es machen. Reden, reden und nochmal reden. Anders kommt man an solche Personen nicht ran. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber mann kann ihm klar machen, daß es so was wie "Glück" gibt!

Dein Daniel!

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2. Januar 2004 um 3:12
In Antwort auf aufnummersicher

Ich wünsche mir ...
..., daß ich mal so eine Freundin wie dich bekomme! Ganz ehrlich! Ein Frau, die mich so sehr liebt, daß alle Gemeinheiten, die ich von mir gebe, einfach als ein Laune abgetan werden. Sie mich aber dennoch von ganzem Herzen liebt.
1) "Wenn ich das von deinem Freund so lese, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken! Was ist denn das für ein gefühlloser kalter Eisklotz. Oder verbirgt er nur seine Gefühle hinter einem Gitter aus kalten Gedanken? Vielleicht hat er Angst davor zuzugeben, daß er dich genau so vermissen wird, wie du ihn. Denn wenn er das zugibt, dann wird eine mögliche Trennung um so schmerzhafter für ihn. Er hält sich auf Distanz und schaut sich das ganze von weitem an. Er nimmt an der Beziehung nicht teil. Solltest du ihn jemals verlassen, dann macht ihm das nichts aus, weil er ja nichts damit zu tun hat.

Leider riskiert er mit seinem Verhalten tatsächlich die Beziehung, was aber überhaupt gar nicht sein Absicht ist. Er will sich schützen. Wurde vielleicht schon mal sehr böse verletzt. Wer weiß??" (ENDE 1))

Oder er ist wirklich der kalte, erbarmungslos harte und uneinnehmbare Mensch? Aber auf Dauer kann so was nicht gut gehen. Lies ihm mal vor, was ich geschrieben habe (Abschnitt 1)). Aber er soll nicht gleich drauf antworten, denn die schnelle Antwort wäre wieder eine sich schützende Antwort. Er soll sich Gedanken machen. Sag ihm, er solle sich dir öffnen und daß du ihn nicht verletzen willst. Nimm ihm die Angst vor einer Trennung. Erzähl ihm, wie sehr du ihn magst und daß er keine Angst zu haben braucht.

Dann gib ihm ein paar Stunden Zeit nachzudenken. Vielleicht eine Nacht zum drüber schlafen. Wenn er dann immer noch so kalt und herzlos reagiert, dann stimmt was nicht mit ihm und ich gebe eurer Beziehung eine Chance von ca. 15-20%; wenn überhaupt. Sollte er sich dir aber öffnen und sein Herz ausschütten (er muß es ja nicht gleich übertreiben), dann stehen die Chancen gut für euch.

Fazit:

Wenn dir das gefällt, was ich geschrieben habe, dann versuchs. Wenn nicht, dann vergiss es wieder. So würde ich es machen. Reden, reden und nochmal reden. Anders kommt man an solche Personen nicht ran. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber mann kann ihm klar machen, daß es so was wie "Glück" gibt!

Dein Daniel!

Hi Daniel,
ich schliesse mich Deiner Meinung an, Du hast das genial zusammengefasst,was Sache ist oder sein könnte

Ja,den Eindruck hatte ich auch,dass er die Distanz möchte und die emotionale Ebene nicht schnallt, dass eine Frau das anders empfinden kann,häufige Trennungen....

Distanzbeziehungen brauchen ein anderes Muster, und man muss das wirklich verkraften,sonst wird das nichts für länger,wenn einer sich verzehrt und so einfach nicht auf Dauer leben kann,auch wenn es für den Anderen voll ok ist.

LG euch beiden
B.

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2. Januar 2004 um 3:56
In Antwort auf aufnummersicher

Ich wünsche mir ...
..., daß ich mal so eine Freundin wie dich bekomme! Ganz ehrlich! Ein Frau, die mich so sehr liebt, daß alle Gemeinheiten, die ich von mir gebe, einfach als ein Laune abgetan werden. Sie mich aber dennoch von ganzem Herzen liebt.
1) "Wenn ich das von deinem Freund so lese, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken! Was ist denn das für ein gefühlloser kalter Eisklotz. Oder verbirgt er nur seine Gefühle hinter einem Gitter aus kalten Gedanken? Vielleicht hat er Angst davor zuzugeben, daß er dich genau so vermissen wird, wie du ihn. Denn wenn er das zugibt, dann wird eine mögliche Trennung um so schmerzhafter für ihn. Er hält sich auf Distanz und schaut sich das ganze von weitem an. Er nimmt an der Beziehung nicht teil. Solltest du ihn jemals verlassen, dann macht ihm das nichts aus, weil er ja nichts damit zu tun hat.

Leider riskiert er mit seinem Verhalten tatsächlich die Beziehung, was aber überhaupt gar nicht sein Absicht ist. Er will sich schützen. Wurde vielleicht schon mal sehr böse verletzt. Wer weiß??" (ENDE 1))

Oder er ist wirklich der kalte, erbarmungslos harte und uneinnehmbare Mensch? Aber auf Dauer kann so was nicht gut gehen. Lies ihm mal vor, was ich geschrieben habe (Abschnitt 1)). Aber er soll nicht gleich drauf antworten, denn die schnelle Antwort wäre wieder eine sich schützende Antwort. Er soll sich Gedanken machen. Sag ihm, er solle sich dir öffnen und daß du ihn nicht verletzen willst. Nimm ihm die Angst vor einer Trennung. Erzähl ihm, wie sehr du ihn magst und daß er keine Angst zu haben braucht.

Dann gib ihm ein paar Stunden Zeit nachzudenken. Vielleicht eine Nacht zum drüber schlafen. Wenn er dann immer noch so kalt und herzlos reagiert, dann stimmt was nicht mit ihm und ich gebe eurer Beziehung eine Chance von ca. 15-20%; wenn überhaupt. Sollte er sich dir aber öffnen und sein Herz ausschütten (er muß es ja nicht gleich übertreiben), dann stehen die Chancen gut für euch.

Fazit:

Wenn dir das gefällt, was ich geschrieben habe, dann versuchs. Wenn nicht, dann vergiss es wieder. So würde ich es machen. Reden, reden und nochmal reden. Anders kommt man an solche Personen nicht ran. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber mann kann ihm klar machen, daß es so was wie "Glück" gibt!

Dein Daniel!

Hallo Daniel
deinen Beitrag hab ich mit Staunen gelesen, du hast das sehr einfühlsam ausgedrückt. Respekt...

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2. Januar 2004 um 17:37
In Antwort auf aufnummersicher

Ich wünsche mir ...
..., daß ich mal so eine Freundin wie dich bekomme! Ganz ehrlich! Ein Frau, die mich so sehr liebt, daß alle Gemeinheiten, die ich von mir gebe, einfach als ein Laune abgetan werden. Sie mich aber dennoch von ganzem Herzen liebt.
1) "Wenn ich das von deinem Freund so lese, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken! Was ist denn das für ein gefühlloser kalter Eisklotz. Oder verbirgt er nur seine Gefühle hinter einem Gitter aus kalten Gedanken? Vielleicht hat er Angst davor zuzugeben, daß er dich genau so vermissen wird, wie du ihn. Denn wenn er das zugibt, dann wird eine mögliche Trennung um so schmerzhafter für ihn. Er hält sich auf Distanz und schaut sich das ganze von weitem an. Er nimmt an der Beziehung nicht teil. Solltest du ihn jemals verlassen, dann macht ihm das nichts aus, weil er ja nichts damit zu tun hat.

Leider riskiert er mit seinem Verhalten tatsächlich die Beziehung, was aber überhaupt gar nicht sein Absicht ist. Er will sich schützen. Wurde vielleicht schon mal sehr böse verletzt. Wer weiß??" (ENDE 1))

Oder er ist wirklich der kalte, erbarmungslos harte und uneinnehmbare Mensch? Aber auf Dauer kann so was nicht gut gehen. Lies ihm mal vor, was ich geschrieben habe (Abschnitt 1)). Aber er soll nicht gleich drauf antworten, denn die schnelle Antwort wäre wieder eine sich schützende Antwort. Er soll sich Gedanken machen. Sag ihm, er solle sich dir öffnen und daß du ihn nicht verletzen willst. Nimm ihm die Angst vor einer Trennung. Erzähl ihm, wie sehr du ihn magst und daß er keine Angst zu haben braucht.

Dann gib ihm ein paar Stunden Zeit nachzudenken. Vielleicht eine Nacht zum drüber schlafen. Wenn er dann immer noch so kalt und herzlos reagiert, dann stimmt was nicht mit ihm und ich gebe eurer Beziehung eine Chance von ca. 15-20%; wenn überhaupt. Sollte er sich dir aber öffnen und sein Herz ausschütten (er muß es ja nicht gleich übertreiben), dann stehen die Chancen gut für euch.

Fazit:

Wenn dir das gefällt, was ich geschrieben habe, dann versuchs. Wenn nicht, dann vergiss es wieder. So würde ich es machen. Reden, reden und nochmal reden. Anders kommt man an solche Personen nicht ran. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber mann kann ihm klar machen, daß es so was wie "Glück" gibt!

Dein Daniel!

Gut ausgedrückt
ich glaube: viele nehmen eigentlich an ihrer Beziehung wenig Teil. Männer und Frauen. Schade.
was tut man dagegen?

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14. Januar 2004 um 19:18

... das kenne ich...
Hallöchen, als ich Deinen Beitrag las, kam es mir fast so vor, als hätte ich ihn geschrieben. Ich bin auch ein absoluter Gefühlsmensch, mache mir auch oft negative Gedanken. Ich führe seit 7 Monaten eine Fernbeziehung. Kennengelernt haben wir uns über einen Chat. Wir sehen uns auch nur am Wochenende. Das komische bei ihm ist, dass er kurz nach einem Treffen, mir superliebe SMS schickt usw. Wenn wir uns dann aber wegen seinem Studium mal zwei Wochen nicht sehen können, dann schickt er mir manchmal gar keine SMS. Oder wenn ich ihm eine superliebe SMS schicke und schreibe, dass ich ihn lieb habe, dann kommt irgendwas anderes zurück, aber nicht, dass er mich auch lieb hat. Das verunsichert mich ganz oft. Ich denke, dann ob er bei sich zu Hause ne Andere hat und lauter so Sachen. Wenn ich liebe, dann richtig. Ich will nicht jede Sekunde hören oder lesen, wie sehr er mich liebt, aber ab und an wäre schon nicht schlecht. Aber vielleicht gibt es Männer, die sind einfach so. Und wir sind eben so. Das macht die Sache natürlich nicht einfach. Ich kenn das nur zu gut. Habe dann immer ein richtig schlechtes Gefühl im Bauch..
Liebe Grüße, Svenja

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15. Januar 2004 um 10:16

Seine Sicht der Dinge
Hallo kleine Elfe,

vielleicht kann ich Dir ein bisschen die Sichtweise Deines Freundes verständlicher machen.

Deinem nick entnehme ich, dass Du etwa Mitte 20 bist und ich vermute jetzt einfach mal, dass Dein Freund ähnlich alt ist.

Wie könnte er die Beziehung zu Dir sehen und empfinden? Er freut sich auf die Wochenenden und die Zeit mit Dir, hat im Gegensatz zu Dir aber nicht das Gefühl, dass die Zeit ohne Dich wertlos oder unnütz sei, sondern geht optimistisch damit um. Für ihn ist 'nach dem Wochende' = 'vor dem Wochenende'. Du siehst die 5 Tage OHNE ihn und er sieht die nächsten 2 Tage MIT Dir.

Vermutlich hat er seine Woche mit Dingen wie Job oder Studium, Hobbies, Freunden und und und gut ausgefüllt ... und dann als highlight sozusagen das Wochenende mit Dir.
Doch am Ende des Wochenendes stehst Du vor ihm und weinst. Für ihn ist das Leben so ok und er fragt sich 'was hab ich verbockt, dass sie jetzt weint? Ich hab doch gar nix schlimmes getan' und reagiert unwirsch. Du kannst ihm vielleicht mangelnde Empathie vorwerfen, aber frag Dich doch auch mal, ob Du Dir nicht etwas von seiner Sichtweise abschauen könntest. Soll heissen, ob man wirklich 5 Tage in der Woche totschlagen soll, um dann 2 Tage zu leben ?

So kommt es nämlich aus Deiner Schilderung rüber und dadurch fühlt er sich unter Druck gesetzt. Du vermisst ihn und das Leben für Dich ohne ihn ist Tag für Tag schwer. Welche Botschaft kommt bei ihm an? 'Ich verursache, dass es ihr schlecht geht, weil ich nicht jeden Tag für sie da bin.' Er reflektiert nicht und erkennt deshalb nicht, dass Du ja vielleicht was ganz anderes ausdrücken möchtest. Versuchs doch mal mit 'ich verbringe unheimlich gerne Zeit mit Dir und würde, wenn ich wählen könnte, immer Tage mit Dir statt Tage ohne Dich nehmen und deshalb freu ich mich wieder aufs nächste Wochenende'. Vielleicht bekommst Du dann ja die Resonanz, die Du so gerne haben möchtest. Vielleicht kommt dann ein 'Und ich freu mich auf Dich' von ihm.

Es macht ihm bestimmt was aus, Dich 5 Tage nicht zu sehen, aber es ist immer das gleiche Spiel. Glas halbvoll oder halbleer? Was nützt das Trauern darum? Er findet sich mit den 5 Tagen ab und schaut nach vorne und deshalb ist für ihn alles in bester Ordnung und er fühlt sich durch Deine 'halbleer'-Mentalität bedrängt. Er versteht nicht, warum die 5 Tage Trennung das Übergewicht haben sollen und nicht die 2 Tage Zusammensein.

Und vielleicht wirst Du irgendwann mal, wenn Ihr in einer Nahbeziehung lebt und Euch der Alltag einholt, mal wieder die kribbelnde Spannung vor einem Wochenende wünschen, so wie Du es jetzt hast.

Alle Dinge haben zwei Seiten, es ist nur die Frage, mit welcher Seite man sich hauptsächlich beschäftigen möchte.

Und dann noch was, was Dir vielleicht Hoffnung macht: im Lauf der Jahre lernen manchmal auch Männer in puncto Reflektion und Empathie hinzu

Ich könnte auch dieser junge Mann Mitte 20 gewesen sein und heute würde ich trotzdem manchmal ein 'Schatz, Du fehlst mir auch' raus lassen, wenn ich spüre, dass meine Freundin das gerne hören möchte und es ihr gut tut, aber fühlen tu ich eigentlich diesen optimistischen Ansatz 'Ich freu mich, wenn Du wieder da bist'.

Einen lieben Gruß

Larsen

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15. Januar 2004 um 10:27
In Antwort auf larsen

Seine Sicht der Dinge
Hallo kleine Elfe,

vielleicht kann ich Dir ein bisschen die Sichtweise Deines Freundes verständlicher machen.

Deinem nick entnehme ich, dass Du etwa Mitte 20 bist und ich vermute jetzt einfach mal, dass Dein Freund ähnlich alt ist.

Wie könnte er die Beziehung zu Dir sehen und empfinden? Er freut sich auf die Wochenenden und die Zeit mit Dir, hat im Gegensatz zu Dir aber nicht das Gefühl, dass die Zeit ohne Dich wertlos oder unnütz sei, sondern geht optimistisch damit um. Für ihn ist 'nach dem Wochende' = 'vor dem Wochenende'. Du siehst die 5 Tage OHNE ihn und er sieht die nächsten 2 Tage MIT Dir.

Vermutlich hat er seine Woche mit Dingen wie Job oder Studium, Hobbies, Freunden und und und gut ausgefüllt ... und dann als highlight sozusagen das Wochenende mit Dir.
Doch am Ende des Wochenendes stehst Du vor ihm und weinst. Für ihn ist das Leben so ok und er fragt sich 'was hab ich verbockt, dass sie jetzt weint? Ich hab doch gar nix schlimmes getan' und reagiert unwirsch. Du kannst ihm vielleicht mangelnde Empathie vorwerfen, aber frag Dich doch auch mal, ob Du Dir nicht etwas von seiner Sichtweise abschauen könntest. Soll heissen, ob man wirklich 5 Tage in der Woche totschlagen soll, um dann 2 Tage zu leben ?

So kommt es nämlich aus Deiner Schilderung rüber und dadurch fühlt er sich unter Druck gesetzt. Du vermisst ihn und das Leben für Dich ohne ihn ist Tag für Tag schwer. Welche Botschaft kommt bei ihm an? 'Ich verursache, dass es ihr schlecht geht, weil ich nicht jeden Tag für sie da bin.' Er reflektiert nicht und erkennt deshalb nicht, dass Du ja vielleicht was ganz anderes ausdrücken möchtest. Versuchs doch mal mit 'ich verbringe unheimlich gerne Zeit mit Dir und würde, wenn ich wählen könnte, immer Tage mit Dir statt Tage ohne Dich nehmen und deshalb freu ich mich wieder aufs nächste Wochenende'. Vielleicht bekommst Du dann ja die Resonanz, die Du so gerne haben möchtest. Vielleicht kommt dann ein 'Und ich freu mich auf Dich' von ihm.

Es macht ihm bestimmt was aus, Dich 5 Tage nicht zu sehen, aber es ist immer das gleiche Spiel. Glas halbvoll oder halbleer? Was nützt das Trauern darum? Er findet sich mit den 5 Tagen ab und schaut nach vorne und deshalb ist für ihn alles in bester Ordnung und er fühlt sich durch Deine 'halbleer'-Mentalität bedrängt. Er versteht nicht, warum die 5 Tage Trennung das Übergewicht haben sollen und nicht die 2 Tage Zusammensein.

Und vielleicht wirst Du irgendwann mal, wenn Ihr in einer Nahbeziehung lebt und Euch der Alltag einholt, mal wieder die kribbelnde Spannung vor einem Wochenende wünschen, so wie Du es jetzt hast.

Alle Dinge haben zwei Seiten, es ist nur die Frage, mit welcher Seite man sich hauptsächlich beschäftigen möchte.

Und dann noch was, was Dir vielleicht Hoffnung macht: im Lauf der Jahre lernen manchmal auch Männer in puncto Reflektion und Empathie hinzu

Ich könnte auch dieser junge Mann Mitte 20 gewesen sein und heute würde ich trotzdem manchmal ein 'Schatz, Du fehlst mir auch' raus lassen, wenn ich spüre, dass meine Freundin das gerne hören möchte und es ihr gut tut, aber fühlen tu ich eigentlich diesen optimistischen Ansatz 'Ich freu mich, wenn Du wieder da bist'.

Einen lieben Gruß

Larsen

Das
hast du aber sehr schön beschrieben! Dem gibt es nichts hinzuzufügen!

Dir einen schönen Tag!

LG
duschka

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15. Januar 2004 um 10:34
In Antwort auf aufnummersicher

Ich wünsche mir ...
..., daß ich mal so eine Freundin wie dich bekomme! Ganz ehrlich! Ein Frau, die mich so sehr liebt, daß alle Gemeinheiten, die ich von mir gebe, einfach als ein Laune abgetan werden. Sie mich aber dennoch von ganzem Herzen liebt.
1) "Wenn ich das von deinem Freund so lese, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken! Was ist denn das für ein gefühlloser kalter Eisklotz. Oder verbirgt er nur seine Gefühle hinter einem Gitter aus kalten Gedanken? Vielleicht hat er Angst davor zuzugeben, daß er dich genau so vermissen wird, wie du ihn. Denn wenn er das zugibt, dann wird eine mögliche Trennung um so schmerzhafter für ihn. Er hält sich auf Distanz und schaut sich das ganze von weitem an. Er nimmt an der Beziehung nicht teil. Solltest du ihn jemals verlassen, dann macht ihm das nichts aus, weil er ja nichts damit zu tun hat.

Leider riskiert er mit seinem Verhalten tatsächlich die Beziehung, was aber überhaupt gar nicht sein Absicht ist. Er will sich schützen. Wurde vielleicht schon mal sehr böse verletzt. Wer weiß??" (ENDE 1))

Oder er ist wirklich der kalte, erbarmungslos harte und uneinnehmbare Mensch? Aber auf Dauer kann so was nicht gut gehen. Lies ihm mal vor, was ich geschrieben habe (Abschnitt 1)). Aber er soll nicht gleich drauf antworten, denn die schnelle Antwort wäre wieder eine sich schützende Antwort. Er soll sich Gedanken machen. Sag ihm, er solle sich dir öffnen und daß du ihn nicht verletzen willst. Nimm ihm die Angst vor einer Trennung. Erzähl ihm, wie sehr du ihn magst und daß er keine Angst zu haben braucht.

Dann gib ihm ein paar Stunden Zeit nachzudenken. Vielleicht eine Nacht zum drüber schlafen. Wenn er dann immer noch so kalt und herzlos reagiert, dann stimmt was nicht mit ihm und ich gebe eurer Beziehung eine Chance von ca. 15-20%; wenn überhaupt. Sollte er sich dir aber öffnen und sein Herz ausschütten (er muß es ja nicht gleich übertreiben), dann stehen die Chancen gut für euch.

Fazit:

Wenn dir das gefällt, was ich geschrieben habe, dann versuchs. Wenn nicht, dann vergiss es wieder. So würde ich es machen. Reden, reden und nochmal reden. Anders kommt man an solche Personen nicht ran. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber mann kann ihm klar machen, daß es so was wie "Glück" gibt!

Dein Daniel!

Na ja!
Ist ein bißchen übertrieben, meine ich! Natürlich könnte es eine gute Erklärung sein für sein Verhalten. ABER: nur weil er seine Gefühle nicht so gut rüberbringen kann wie manch anderer, muss er nicht unbedingt kalt und herzlos sein oder sich vor irgendetwas schützen. Es gibt Menschen, die sind einfach so, wie sie sind! Es ist nicht einfach mit solchen Menschen, aber vielleicht kann man lernen mit denen umzugehen!

LG
duschka

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15. Januar 2004 um 11:57

Geht mir auch so!
Hallo Kleineelfe!

Mein Freund verhält sich fast genauso wie deiner. Wir sind jetzt etwas über ein Jahr zusammen. Mittlerweile weiß ich, dass er das was er sagt oder tut ganz und gar nicht böse meint. Er ist halt einfach so, auch wenn sich das blöd anhört. Ich bin auch ein absoluter Gefühlsmensch und wir kriegen uns regelmäßig wegen irgendwelchen Kleinigkeiten in die Haare. Für ihn ist es z. B. völlig normal auch mal ohne Abschiedskuss auszukommen, für mich ist das aber ganz wichtig.

Jedesmal wenn es zu so einer Situation kommt, versuche ich ganz ruhig zu bleiben und überlege kurz warum er sich so verhält. Führe ich das dann darauf zurück, dass er einfach so ist, ist alles mehr oder weniger gut. Wenn er sich dann wirklich mal mies verhält, ist auch nach ner Minute oder so noch genügend Zeit "in die Luft zu gehen".

Ich liebe meinen Freund auch über alles und könnte jedesmal echt losheulen wenn er sich aus meiner Sicht so eiskalt gibt. Mit meiner Methode einfach mal kurz nachzudenken warum er sich so verhält, fahre ich ganz gut. Auch wenn es trotzdem noch nicht einfach mit ihm ist, ist es so auf jeden Fall besser. Denn in meinen Augen ist alles besser als sich zu streiten. Trotzdem musst du dir klar werden ob du damit leben kannst, mit seinem Verhalten meine ich. Denn das kannst du ja nunmal (leider) nicht ändern. Ich für mich weiß, dass ich meinen Freund so sehr liebe, dass ich mit seiner Art klarkommen will.

Ich hoffe ich kann dir damit ein wenig helfen!
Alles gute!
LG, Anastasia

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15. Januar 2004 um 12:51
In Antwort auf aufnummersicher

Ich wünsche mir ...
..., daß ich mal so eine Freundin wie dich bekomme! Ganz ehrlich! Ein Frau, die mich so sehr liebt, daß alle Gemeinheiten, die ich von mir gebe, einfach als ein Laune abgetan werden. Sie mich aber dennoch von ganzem Herzen liebt.
1) "Wenn ich das von deinem Freund so lese, dann läuft mir ein Schauer über den Rücken! Was ist denn das für ein gefühlloser kalter Eisklotz. Oder verbirgt er nur seine Gefühle hinter einem Gitter aus kalten Gedanken? Vielleicht hat er Angst davor zuzugeben, daß er dich genau so vermissen wird, wie du ihn. Denn wenn er das zugibt, dann wird eine mögliche Trennung um so schmerzhafter für ihn. Er hält sich auf Distanz und schaut sich das ganze von weitem an. Er nimmt an der Beziehung nicht teil. Solltest du ihn jemals verlassen, dann macht ihm das nichts aus, weil er ja nichts damit zu tun hat.

Leider riskiert er mit seinem Verhalten tatsächlich die Beziehung, was aber überhaupt gar nicht sein Absicht ist. Er will sich schützen. Wurde vielleicht schon mal sehr böse verletzt. Wer weiß??" (ENDE 1))

Oder er ist wirklich der kalte, erbarmungslos harte und uneinnehmbare Mensch? Aber auf Dauer kann so was nicht gut gehen. Lies ihm mal vor, was ich geschrieben habe (Abschnitt 1)). Aber er soll nicht gleich drauf antworten, denn die schnelle Antwort wäre wieder eine sich schützende Antwort. Er soll sich Gedanken machen. Sag ihm, er solle sich dir öffnen und daß du ihn nicht verletzen willst. Nimm ihm die Angst vor einer Trennung. Erzähl ihm, wie sehr du ihn magst und daß er keine Angst zu haben braucht.

Dann gib ihm ein paar Stunden Zeit nachzudenken. Vielleicht eine Nacht zum drüber schlafen. Wenn er dann immer noch so kalt und herzlos reagiert, dann stimmt was nicht mit ihm und ich gebe eurer Beziehung eine Chance von ca. 15-20%; wenn überhaupt. Sollte er sich dir aber öffnen und sein Herz ausschütten (er muß es ja nicht gleich übertreiben), dann stehen die Chancen gut für euch.

Fazit:

Wenn dir das gefällt, was ich geschrieben habe, dann versuchs. Wenn nicht, dann vergiss es wieder. So würde ich es machen. Reden, reden und nochmal reden. Anders kommt man an solche Personen nicht ran. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber mann kann ihm klar machen, daß es so was wie "Glück" gibt!

Dein Daniel!

Ich bin so...
hallo daniel,

also diese geschichte von elfe ist auch meine geschichte, nur dass ich wohl eher wie ihr freund reagiere.

und in einem punkt muss ich dir widersprechen, nur weil jemand nicht gleich in weinkrämpfe ausbricht, heißt das noch lange nicht, dass man gefühlskalt oder ein harter mensch ist. ich bitte dich... ganz ehrlich, solche gefühlsausbrüche hatte ich 15 oder 16 und jetzt mit 26 nicht mehr. es ist schwer auf jemanden zu verzichten, den man liebt, aber hey, die welt geht davon nicht unter. soll man sich jetzt 5 tage lang hängen lassen und trauern???

"sag ihm, er solle sich dir öffnen"... toller tipp, das kommt einer kritik an ihm gleich. was wenn er so ist? soll er jetzt grundlegend ändern? diese aufforderung kann auch ganz schön in die hose gehen! vielleicht fühlt er sich davon angegriffen und unter druck gesetzt. überleg mal, da soll jemand absolute gefühle zeigen, obwohl es nicht seine art ist. ist er schauspieler? also ich bekomme bei sowas die krise. ich sage zu meinem freund, dass ich ihn liebe, wenn ICH DAS WILL und WENN MIR DAS GEFÜHL danach ist, nicht wenn er es will oder wenn er sich besser fühlen würde, wenn ich es sage... denn so verlieren für mich die worte einfach die bedeutung, wenn ich es immer einfach so sagen würde... das ist meine meinung.

aber trotzdem noch was nettes von mir in einem punkt könntest du sogar recht haben, nämlich darin, dass er vielleicht einfach angst hat. aber die gründe dafür können unterschiedlich sein. schlechte erfahrungen in beziehungen, ein nicht so herzliches elternhaus... dafür gibt es so viele gründe und das macht es auch so schwierig von dem alten verhaltensmuster abzuweichen. du kannst jemanden seine macken abgewöhnen, aber angst zu haben abgewöhnen? ich bezweifle das das geht! von daher halte ich die methode "red mit ihm und lass ihn ein paar stunden zeit" für nicht sehr angebracht. sowas braucht länger, aber ob angst wirklich für immer ausgeräumt werden kann?!?!? ich weiß nicht.

jetzt an elfe: auf kurz oder lang wirst du merken, ob du damit umgehen kannst oder nicht. reden solltest du vielleicht schon mal mit ihm, aber forder ihn nicht. sag ihm nicht, was ER tun soll oder wie ER sich ändern soll, sondern vielleicht einfach nur, wie DU dich fühlst. er wird sich gedanken machen, nur ob er sich ändern kann, das weiß ich nicht.

ich wünsch dir auf jeden fall viel glück und eins möchte ich dir noch mitgeben: wenn er aufhört "neutral" zu dir zu sein, und anfängt fiese sprüche zu roppen, dann lass dir das nicht gefallen. denn sowas hat damit nix zu tun und ist unter aller ... geh immer nur so weit, wie es verträglich für dich ist, du musst dir ja nicht auf dauer selbst weh tun!

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15. Januar 2004 um 14:14

Ich auch
hallo elfe,
auch ich ziehe solche männer an. ich habe ein gefühlsmuster in mir das heißt: zurückhaltung ist liebe!
mein jahrelanger ehemann hat nicht einmal im leben zu mir gesagt oder geschrieben: ich liebe dich! erst als ich ihn verlassen habe, da hat er es immer wieder aufgeschrieben. er konnte nicht wirklich liebevoll sein.

mein letzter freund, hats zwar gesagt und wir hatten auch eine ganz gute zeit, aber ich habe dann mehrmals versucht mich von ihm zu trennen, weil er auch so ein typ ist wie dein freund. aber er kam immer wieder an, weil er ohne mich krank geworden ist.

mein letzter versuch, mich von ihm zu trennen, war nun von erfolg gekrönt. es ist mir auch nicht leicht gefallen. ich liebte ihn sehr, aber diese wochenend- oder zwischendurch-geschichten (er ist pilot) haben mir soviele Nerven gekostet. ich war im letzten jahr fast nur traurig. ein psychologe hat mir dann den weg gewiesen, wie ich wieder zu einem glücklichen menschen werde: traurig hat mich gemacht, dass ich die wahrheit über unsere beziehung erkannt habe, ich könnte nie wirklich glücklich werden mit ihm, denn wenn die reisedistanz nicht ist, schafft er sich auf andere weise distanz. er will diese wirkliche nähe, die ich brauche überhaupt nicht. er will das nur ab und zu und auch dann nur für ein paar stunden. dann zieht er sich wieder zurück. ich habe jahrelang darunter gelitten. letztes jahr bin ich förmlich verzweifelt deswegen.

fakt ist, dass ich das auch von meinen eltern so kenne und solches verhalten fälschlicherweise als liebe interpretierte oder als normales verhalten.

aber mal ganz ehrlich, wenn mir jemand sagt, er liebe mich und sich so verhält, dass es mich immer wieder unglücklich und traurig macht, muss ich dass jahrelang mitmachen?

ich weiss jetzt, dass auch aus angst, allein zu sein und weil mir durch das unglücklichsein die energie fehlte, habe ich es nicht geschafft, die konsequenzen zu ziehen. Doch jetzt bin ich wie befreit und lebe auch während der woche. es ist wieder freude in meinem leben und hoffnung auf bessere zeiten und ich habe energie ohne ende...

ich weiß nicht, ob das auf dich auch so zutrifft, aber bei mir ist jetzt schluss mit solchen männern. ich bleibe lieber allein, als von meinem partner gefühlsmäßig auf sparflamme gehalten zu werden.
liebe grüße k.

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16. Januar 2004 um 11:05
In Antwort auf larsen

Seine Sicht der Dinge
Hallo kleine Elfe,

vielleicht kann ich Dir ein bisschen die Sichtweise Deines Freundes verständlicher machen.

Deinem nick entnehme ich, dass Du etwa Mitte 20 bist und ich vermute jetzt einfach mal, dass Dein Freund ähnlich alt ist.

Wie könnte er die Beziehung zu Dir sehen und empfinden? Er freut sich auf die Wochenenden und die Zeit mit Dir, hat im Gegensatz zu Dir aber nicht das Gefühl, dass die Zeit ohne Dich wertlos oder unnütz sei, sondern geht optimistisch damit um. Für ihn ist 'nach dem Wochende' = 'vor dem Wochenende'. Du siehst die 5 Tage OHNE ihn und er sieht die nächsten 2 Tage MIT Dir.

Vermutlich hat er seine Woche mit Dingen wie Job oder Studium, Hobbies, Freunden und und und gut ausgefüllt ... und dann als highlight sozusagen das Wochenende mit Dir.
Doch am Ende des Wochenendes stehst Du vor ihm und weinst. Für ihn ist das Leben so ok und er fragt sich 'was hab ich verbockt, dass sie jetzt weint? Ich hab doch gar nix schlimmes getan' und reagiert unwirsch. Du kannst ihm vielleicht mangelnde Empathie vorwerfen, aber frag Dich doch auch mal, ob Du Dir nicht etwas von seiner Sichtweise abschauen könntest. Soll heissen, ob man wirklich 5 Tage in der Woche totschlagen soll, um dann 2 Tage zu leben ?

So kommt es nämlich aus Deiner Schilderung rüber und dadurch fühlt er sich unter Druck gesetzt. Du vermisst ihn und das Leben für Dich ohne ihn ist Tag für Tag schwer. Welche Botschaft kommt bei ihm an? 'Ich verursache, dass es ihr schlecht geht, weil ich nicht jeden Tag für sie da bin.' Er reflektiert nicht und erkennt deshalb nicht, dass Du ja vielleicht was ganz anderes ausdrücken möchtest. Versuchs doch mal mit 'ich verbringe unheimlich gerne Zeit mit Dir und würde, wenn ich wählen könnte, immer Tage mit Dir statt Tage ohne Dich nehmen und deshalb freu ich mich wieder aufs nächste Wochenende'. Vielleicht bekommst Du dann ja die Resonanz, die Du so gerne haben möchtest. Vielleicht kommt dann ein 'Und ich freu mich auf Dich' von ihm.

Es macht ihm bestimmt was aus, Dich 5 Tage nicht zu sehen, aber es ist immer das gleiche Spiel. Glas halbvoll oder halbleer? Was nützt das Trauern darum? Er findet sich mit den 5 Tagen ab und schaut nach vorne und deshalb ist für ihn alles in bester Ordnung und er fühlt sich durch Deine 'halbleer'-Mentalität bedrängt. Er versteht nicht, warum die 5 Tage Trennung das Übergewicht haben sollen und nicht die 2 Tage Zusammensein.

Und vielleicht wirst Du irgendwann mal, wenn Ihr in einer Nahbeziehung lebt und Euch der Alltag einholt, mal wieder die kribbelnde Spannung vor einem Wochenende wünschen, so wie Du es jetzt hast.

Alle Dinge haben zwei Seiten, es ist nur die Frage, mit welcher Seite man sich hauptsächlich beschäftigen möchte.

Und dann noch was, was Dir vielleicht Hoffnung macht: im Lauf der Jahre lernen manchmal auch Männer in puncto Reflektion und Empathie hinzu

Ich könnte auch dieser junge Mann Mitte 20 gewesen sein und heute würde ich trotzdem manchmal ein 'Schatz, Du fehlst mir auch' raus lassen, wenn ich spüre, dass meine Freundin das gerne hören möchte und es ihr gut tut, aber fühlen tu ich eigentlich diesen optimistischen Ansatz 'Ich freu mich, wenn Du wieder da bist'.

Einen lieben Gruß

Larsen

@Larsen und Elfe....
Hallo mich hat diese Seite auch total interessiert und ich finde es unwahrscheinlich hilfreich, was Du *Larsen* da geschrieben hast.Ich denke, genau so ist es!Wir Frauen sind leider im Liebesleben immer ein wenig *weinerlicher* als die Männer.....so der UnterschiedImmer wieder wollen wir hörenh Schatz, Du fehlst mir so!Ich brauche Dich!Ich vermisse Dich! und so weiter...wir hören es eben gern, aber ich denke, die Männer sind genervt davon!!!Männer sind ja nicht unbedingt kalt, aber sie leben, lieben und denken anders.Die Lücken/Pausen füllen wir Damen wohl recht schlecht, denn wenn wir die Zeit ohne IHM besser und sinnvoller nutzen würden, dann würden auch wir das Treffen genießen können!!!Eben die Zeit, wo man dann zusammen ist.Leider schaue ich auch immer ziemlich blöd aus der Wäsche, wenn meine SMSe oder Emails nicht immer schnell genug beantwortet werden*grrrrr*
Immer wieder drohe ich an, mich von ihm zu trennen, natürlich mit dem Hintergedanken, dass er kommt und vor mir auf dem Boden liegt und mich anfleht*grins*Ich habe die 40 schon überschritten und benehme mich wie eine Dumpfbacke!!!Also Mädels: wir sollten an uns arbeiten!!!

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16. Januar 2004 um 14:08

Ich kenne das
Hallo, kleine Elfe!
Das was Du da beschreibst, klingt genau wie die Beziehung, die ich mit meinem Exfreund hatte. Er war so ein Kopfmensch wie Dein Freund einer ist. Wie hatten aucheine Fernbeziehung und jeden Abend, wenn ich ihm gesagt habe, wie gerne ich doch jetzt bei ihm wäre, hatte ich das Gefühl, daß es ihn total angenervt hat. Er hatte auch bis spät abends immer Freundinnen bei sich sitzen, obwohl ich darunter wegen meiner Eifersucht furchtbar gelitten haben. Wenn ich an diese Beziehung zurückdenke, frage ich mich, wieso ich es zugelassen habe, daß mi jemand all die Jahre so wehtun konnte. Es war ihm nicht wirklich egal, daß ich gelitten habe, aber er wollte weder sein Verhalten ändern, noch konnte er verstehen, wieso diese Dinge für mich so fuchtbar waren. Wenn ich dann aber einen emotionalen Ausbruch wegen ihm hatte, wurde er auf einmal auch ganz gefühlsbetont.. da hat er mir nämlich vorgeworfen, ich wollte ihn fertigmachen. Er war ein Egoist und hat mich dann irgendwann verlassen, weil er es nicht ausgehalten hat, daß ich doch tatsächlich geweint habe, weil ich seine Kälte nicht vertragen konnte. Mittlerweile habe ich einen neuen Partner gefunden: Der ist ein Engel und genauso gefühlsbetont wie ich. Eine Trennung mag schwer sein, aber sie öffnet auch immer eine neue Tür.

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16. Januar 2004 um 14:14
In Antwort auf larsen

Seine Sicht der Dinge
Hallo kleine Elfe,

vielleicht kann ich Dir ein bisschen die Sichtweise Deines Freundes verständlicher machen.

Deinem nick entnehme ich, dass Du etwa Mitte 20 bist und ich vermute jetzt einfach mal, dass Dein Freund ähnlich alt ist.

Wie könnte er die Beziehung zu Dir sehen und empfinden? Er freut sich auf die Wochenenden und die Zeit mit Dir, hat im Gegensatz zu Dir aber nicht das Gefühl, dass die Zeit ohne Dich wertlos oder unnütz sei, sondern geht optimistisch damit um. Für ihn ist 'nach dem Wochende' = 'vor dem Wochenende'. Du siehst die 5 Tage OHNE ihn und er sieht die nächsten 2 Tage MIT Dir.

Vermutlich hat er seine Woche mit Dingen wie Job oder Studium, Hobbies, Freunden und und und gut ausgefüllt ... und dann als highlight sozusagen das Wochenende mit Dir.
Doch am Ende des Wochenendes stehst Du vor ihm und weinst. Für ihn ist das Leben so ok und er fragt sich 'was hab ich verbockt, dass sie jetzt weint? Ich hab doch gar nix schlimmes getan' und reagiert unwirsch. Du kannst ihm vielleicht mangelnde Empathie vorwerfen, aber frag Dich doch auch mal, ob Du Dir nicht etwas von seiner Sichtweise abschauen könntest. Soll heissen, ob man wirklich 5 Tage in der Woche totschlagen soll, um dann 2 Tage zu leben ?

So kommt es nämlich aus Deiner Schilderung rüber und dadurch fühlt er sich unter Druck gesetzt. Du vermisst ihn und das Leben für Dich ohne ihn ist Tag für Tag schwer. Welche Botschaft kommt bei ihm an? 'Ich verursache, dass es ihr schlecht geht, weil ich nicht jeden Tag für sie da bin.' Er reflektiert nicht und erkennt deshalb nicht, dass Du ja vielleicht was ganz anderes ausdrücken möchtest. Versuchs doch mal mit 'ich verbringe unheimlich gerne Zeit mit Dir und würde, wenn ich wählen könnte, immer Tage mit Dir statt Tage ohne Dich nehmen und deshalb freu ich mich wieder aufs nächste Wochenende'. Vielleicht bekommst Du dann ja die Resonanz, die Du so gerne haben möchtest. Vielleicht kommt dann ein 'Und ich freu mich auf Dich' von ihm.

Es macht ihm bestimmt was aus, Dich 5 Tage nicht zu sehen, aber es ist immer das gleiche Spiel. Glas halbvoll oder halbleer? Was nützt das Trauern darum? Er findet sich mit den 5 Tagen ab und schaut nach vorne und deshalb ist für ihn alles in bester Ordnung und er fühlt sich durch Deine 'halbleer'-Mentalität bedrängt. Er versteht nicht, warum die 5 Tage Trennung das Übergewicht haben sollen und nicht die 2 Tage Zusammensein.

Und vielleicht wirst Du irgendwann mal, wenn Ihr in einer Nahbeziehung lebt und Euch der Alltag einholt, mal wieder die kribbelnde Spannung vor einem Wochenende wünschen, so wie Du es jetzt hast.

Alle Dinge haben zwei Seiten, es ist nur die Frage, mit welcher Seite man sich hauptsächlich beschäftigen möchte.

Und dann noch was, was Dir vielleicht Hoffnung macht: im Lauf der Jahre lernen manchmal auch Männer in puncto Reflektion und Empathie hinzu

Ich könnte auch dieser junge Mann Mitte 20 gewesen sein und heute würde ich trotzdem manchmal ein 'Schatz, Du fehlst mir auch' raus lassen, wenn ich spüre, dass meine Freundin das gerne hören möchte und es ihr gut tut, aber fühlen tu ich eigentlich diesen optimistischen Ansatz 'Ich freu mich, wenn Du wieder da bist'.

Einen lieben Gruß

Larsen

Naja...
Es gibt auch Frauen, die Trampel sind. Die können sich ja dann solche Grobklötze von Männern schnappen. Ich habe einen Freund, der genauso sensibel ist wie ich und dem nicht die Zunge abbricht, bloß weil er seinen Gefühlen Worte verleiht. Nun sag mir, wieso nur eine Frau, die so sanfte Antennen hat wie kleine Elfe, sich mit einem Menschen abgeben soll, der nicht einmal über die Verstandesebene in der Lage ist, nachzuvollziehen, was ihr fehlt?

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18. Januar 2004 um 2:29

Erfahrungsbericht
Hallo kleine Elfe!

Als ich grad deinen Text gelesen hab, hab ich mich fast erschrocken, weil er wirklich von mir hätte sein können. Mein Ex war genauso!

Ich war ständig unglücklich, weil er ständig Dinge gesagt hatte, von dem er nicht mal ansatzweise dachte, dass es mich verletzte, er hat mich ständig wegen jeder Kleinigkeit kritisiert(Es steigerte sich nach den ersten paar Wochen). Im Sommer war er in den Semesterferien 3 Monate weg ( ca 350km)und immer, wenn ich sagte oder schrieb, dass er mir fehlt, hat er es als Angriff aufgefasst und als Versuch meinerseits, ihm ein schlechtes Gewissen zu machen.

Ich habe sein Verhalten toleriert, dachte, es gehört zu seiner Art, läge an seiner Ex, die ihn scheisse behandelt hat. Und ja, es war eine Art Schutzfunktion, er hat sich nicht grad in seine Liebesgefühle reingesteigert.

Ich hab so gelitten, war so unglücklich, weil ich genauso ein sensibler Mensch bin, wie du, aber ich habe gemerkt, dass er mich zu einem wahren Trauerkloß und Sensibelchen gemacht hatte. Tja, eines Tages, nach 8 Monaten, machte ER dann Schluss, mit der Begründung, dass wir zu verschieden seien und dass eine Freundschaft für uns besser sei.

Ich fühlte mich so gedemütigt, ich hatte mich so bemüht, mich ständig für ihn verbogen und er hatte sich nicht grad viel Mühe gegeben, mich zu verstehen und an unserer Beziehung zu arbeiten. Ich hatte nämlich vorher trotz starken Gefühlen dran gedacht, Schluss zu machen. Leider kam er mir zuvor, aber eins hab ich draus gelern: Keine Liebe ist es wert, dafür zu leiden und unglücklich zu sein.
Man darf sich nicht immer alles gefallen lassen, und wenn zwei Menschen einfach zu verschieden sind, sollten sie sich nicht dem Stress aussetzen und sich ständig verbiegen und irgendwelche Kompromoisse eingehen, sondern in der großen Welt nach jemandem suchen, der besser zu ihnen passt. Sonst streiten sie sich nur und fragen sich ständig, ob eine Beziehung so sein muss.

Am Anfang war es für mich sehr hart, aber im Nachhinein frag ich mich auch, wieso ich all die Zeichen nicht gesehen habe. Und mir ging es nach den ersten Tagen richtig gut, ich musste mir keine Gedanken mehr machen, was er nun schon wieder denkt oder womit er mich als nächstes verletzt, sondern genoß einfach das Leben und die Zeit mit meinen Freunden. Ich war das erste Mal seit langem wieder glücklich. Er dagegen hat sich ziemlich schnell in eine neue Beziehung gestürzt, mit einer, die ihm sehr ähnlich ist, und ich glaube es läuft ganz gut.

Also überleg dir, ob seine Gefühle wirklich ernst sind und ob du es dir wert bist, ständig unglücklich zu sein. Ich glaube nicht, dass eine Beziehung zwischen einem Kopf-und einem Gefühlsmensch auf Dauer klappen kann.

Alles Gute, Daria

p.s. kann es sein, dass bei euch ein Krebs und ein Widder aufeinandergestoßen sind?

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18. Januar 2004 um 14:21

Rat
Hallo kleine Elfe,

zuerst einmal: was ich erst mal akzeptieren musste, ist, dass Männer in vieler Hinsicht wirklich anders sind als wir: wenn sie wissen, eine Bez.stimmt u. Gefühle sind da, dann kann man zur Tagesordnung übergehen, es ist ja alles geklärt!!!
Wir jedoch wollen Liebesbeweise, wollen, wie Du schon geschrieben hast hören: ich vermisse Dich.

Ich hatte auch einen Kopfmenschen bin jetzt von dem getrennt, weil es klick im Kopf gemacht hat.

Habe jetzt einen, der etwas emotionaler ist, der schon mal (auch Fernbez.) mailt: vermisse Dich.

Musst Du entscheiden, ob u.wie lange Du es mit ihm aushältst. Es gibt Männer, die etwas emotionaler sind, ist aber alles schwer, ich weiß, wenn man liebt...

Alles Liebe für Dich

leonie

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18. Januar 2004 um 14:24
In Antwort auf Daria19

Erfahrungsbericht
Hallo kleine Elfe!

Als ich grad deinen Text gelesen hab, hab ich mich fast erschrocken, weil er wirklich von mir hätte sein können. Mein Ex war genauso!

Ich war ständig unglücklich, weil er ständig Dinge gesagt hatte, von dem er nicht mal ansatzweise dachte, dass es mich verletzte, er hat mich ständig wegen jeder Kleinigkeit kritisiert(Es steigerte sich nach den ersten paar Wochen). Im Sommer war er in den Semesterferien 3 Monate weg ( ca 350km)und immer, wenn ich sagte oder schrieb, dass er mir fehlt, hat er es als Angriff aufgefasst und als Versuch meinerseits, ihm ein schlechtes Gewissen zu machen.

Ich habe sein Verhalten toleriert, dachte, es gehört zu seiner Art, läge an seiner Ex, die ihn scheisse behandelt hat. Und ja, es war eine Art Schutzfunktion, er hat sich nicht grad in seine Liebesgefühle reingesteigert.

Ich hab so gelitten, war so unglücklich, weil ich genauso ein sensibler Mensch bin, wie du, aber ich habe gemerkt, dass er mich zu einem wahren Trauerkloß und Sensibelchen gemacht hatte. Tja, eines Tages, nach 8 Monaten, machte ER dann Schluss, mit der Begründung, dass wir zu verschieden seien und dass eine Freundschaft für uns besser sei.

Ich fühlte mich so gedemütigt, ich hatte mich so bemüht, mich ständig für ihn verbogen und er hatte sich nicht grad viel Mühe gegeben, mich zu verstehen und an unserer Beziehung zu arbeiten. Ich hatte nämlich vorher trotz starken Gefühlen dran gedacht, Schluss zu machen. Leider kam er mir zuvor, aber eins hab ich draus gelern: Keine Liebe ist es wert, dafür zu leiden und unglücklich zu sein.
Man darf sich nicht immer alles gefallen lassen, und wenn zwei Menschen einfach zu verschieden sind, sollten sie sich nicht dem Stress aussetzen und sich ständig verbiegen und irgendwelche Kompromoisse eingehen, sondern in der großen Welt nach jemandem suchen, der besser zu ihnen passt. Sonst streiten sie sich nur und fragen sich ständig, ob eine Beziehung so sein muss.

Am Anfang war es für mich sehr hart, aber im Nachhinein frag ich mich auch, wieso ich all die Zeichen nicht gesehen habe. Und mir ging es nach den ersten Tagen richtig gut, ich musste mir keine Gedanken mehr machen, was er nun schon wieder denkt oder womit er mich als nächstes verletzt, sondern genoß einfach das Leben und die Zeit mit meinen Freunden. Ich war das erste Mal seit langem wieder glücklich. Er dagegen hat sich ziemlich schnell in eine neue Beziehung gestürzt, mit einer, die ihm sehr ähnlich ist, und ich glaube es läuft ganz gut.

Also überleg dir, ob seine Gefühle wirklich ernst sind und ob du es dir wert bist, ständig unglücklich zu sein. Ich glaube nicht, dass eine Beziehung zwischen einem Kopf-und einem Gefühlsmensch auf Dauer klappen kann.

Alles Gute, Daria

p.s. kann es sein, dass bei euch ein Krebs und ein Widder aufeinandergestoßen sind?

Bewunderung
Hallo Daria,

staune, dass Du es geschafft hast, alles so schnell zu überwinden.

Gratulation!!!

lg leonie

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18. Januar 2004 um 15:17
In Antwort auf leonie7

Rat
Hallo kleine Elfe,

zuerst einmal: was ich erst mal akzeptieren musste, ist, dass Männer in vieler Hinsicht wirklich anders sind als wir: wenn sie wissen, eine Bez.stimmt u. Gefühle sind da, dann kann man zur Tagesordnung übergehen, es ist ja alles geklärt!!!
Wir jedoch wollen Liebesbeweise, wollen, wie Du schon geschrieben hast hören: ich vermisse Dich.

Ich hatte auch einen Kopfmenschen bin jetzt von dem getrennt, weil es klick im Kopf gemacht hat.

Habe jetzt einen, der etwas emotionaler ist, der schon mal (auch Fernbez.) mailt: vermisse Dich.

Musst Du entscheiden, ob u.wie lange Du es mit ihm aushältst. Es gibt Männer, die etwas emotionaler sind, ist aber alles schwer, ich weiß, wenn man liebt...

Alles Liebe für Dich

leonie

Es ist nicht einfach
denn es gibt auch Männer, die das wissen was eine Frau gerne "hören will", und dies auch oft sagen.....ohne es ernst zu meinen.

Man muß eben versuchen, gegenseitig seine Bedürfnisse mitzuteilen, und vielleicht kommt der Eine dem Anderen dann auch ab und an mal entgegen, wenn er weiß, wie wichtig es einem ist.

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19. Januar 2004 um 10:23
In Antwort auf renanakishon

Naja...
Es gibt auch Frauen, die Trampel sind. Die können sich ja dann solche Grobklötze von Männern schnappen. Ich habe einen Freund, der genauso sensibel ist wie ich und dem nicht die Zunge abbricht, bloß weil er seinen Gefühlen Worte verleiht. Nun sag mir, wieso nur eine Frau, die so sanfte Antennen hat wie kleine Elfe, sich mit einem Menschen abgeben soll, der nicht einmal über die Verstandesebene in der Lage ist, nachzuvollziehen, was ihr fehlt?

Nun ja,
sicherlich ist kleine Elfe sehr gefühlsbetont, aber sanfte Antennen kann ich nicht erkennen, denn sie spürt ja gerade NICHT, was ihren Freund umtreibt und was ihn so reagieren läßt.

Damit sie versteht wie es in ihm aussehen könnte, hab ich versucht, eine mögliche Sichtweise zu schildern. Wie es wirklich in ihm aussieht, könnte sie ja versuchen durch Gespräche herauszufinden.

Und dieses Verstehen geht ihrem Freund genauso ab, denn sonst würde er sich zumindest nicht genervt zeigen, wenn kleine Elfe ihre Bedürfnisse und Empfindungen äußert, sondern entsprechend reagieren.

Er ist über die Verstandesebene nicht in der Lage nachzuvollziehen, was ihr fehlt und sie ist nicht in der Lage nachzuvollziehen, was ihm NICHT fehlt.

Und ich denke, dass Du sein Verhalten auch nicht verstehst und Du bewertest derartiges Verhalten entsprechend (Verbindung von Trampeln und Grobklötzen). Ist ja auch Dein gutes Recht und hast Dir jemanden gesucht, der Dir ähnlich ist. Könntest damit auch Glück gehabt haben, denn - auch heute noch - gewöhnt man es Jungs vielfach ab, ihren Gefühlen einfach Ausdruck zu verleihen.

Natürlich hab ich zu dem Thema auch meine Einstellung, aber ich würde es gar nicht bewerten, sondern einfach nur feststellen, dass es Menschen gibt, die einer Partnerschaft einen unterschiedlichen Stellenwert einräumen. Bei den einen nehmen die Gedanken an eine Partnerschaft einen sehr großen Raum ein und bei den anderen haben andere Dinge daneben noch sehr viel Platz. Was ist falsch und was ist richtig?
Findet doch jeder für sich selbst heraus und lebt entsprechend.

Wenn der andere jetzt genauso tickt wie man selbst, ist es simpel und man versteht, was passiert.

Die Kunst ist nur, zu verstehen, was einem selbst fremd ist, d.h. Einstellungen und Motive für bestimmte Verhaltensweisen zu erkennen und zu begreifen.

Und dann läßt sich entscheiden:
'OK, das mag ich, damit komm ich klar, das will ich so'
oder auch:
'damit komme ich nicht klar und akzeptiere es auch nicht und zieh daraus die Konsequenzen'

Über Gespräche lassen sich kleine Dinge korrigieren (klar könnte er in der Woche auch mal ne sms schicken 'Du fehlst mir', um zu zeigen, dass er an sie denkt) aber der Kern wird unverändert bleiben.
'Change it' dürfte da nicht funktionieren, also 'Take it' or 'Leave it'.

Warum sollte also kleine Elfe sich mit so einem Menschen abgeben?

Ich glaube, da gibt es 1.000 Dinge, die dafür sprechen könnten - auch wenn man einer Partnerschaft unterschiedlichen Stellenwert einräumt.

Einen lieben Gruß

Larsen


P.S.: Ich find's im übrigen eigenartig, wenn kleine Elfe hier einen Beitrag ins Forum stellt über ein Thema, das sie vermutlich doch stärker beschäftigt und sich dann gar nicht mehr dazu meldet

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