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Ich liebe einen Beziehungsphobiker

7. Oktober 2008 um 20:14

Hallo alle zusammen!

Ich (21) habe inzwischen schon seit längerer Zeit ein großes Problem und versuche nun auf diesem Wege mal die Meinung und den Rat von Außenstehenden einzuholen. Weiß einfach nicht mehr weiter...

Es wäre toll, wenn sich jemand die Zeit nimmt, sich meine Geschichte durchzulesen!

Also: Besagten Mann kenne ich schon seit ich 12 war. Er ist 9 Jahre älter als ich und war damals in der gleichen Abiklasse wie meine Schwester, weshalb ich ihn immer mal wieder zu Gesicht bekommen habe. Als ich dann um die 15 war entwickelte sich eine kleine Schwärmerei für ihn, wobei nie mehr daraus wurde, schon alleine wegen des Altersunterschieds war er einfach unerreichbar für mich. Irgendwann ergaben sich bei mir dann andere "Männergeschichten", wobei ich sagen muss, dass ich mich nicht gerade schnell verliebe und auch erst eine wirkliche Beziehung hatte.

Vor einigen Jahren schon fing es an, dass meine Schwester mich immer wieder fragte, ob ich denn nicht zufällig Interesse an ihm habe. Er war damals schon seit ein paar Jahren Single und alle Freunde, die uns beide kannten, waren der festen Überzeugung, wir würden das perfekte Paar abgeben. Ich tat das Ganze immer nur mit einem Lächeln ab.

Seit etwa 2 Jahren aber hat sich zwischen ihm und mir eine sehr tiefe Freundschaft entwickelt, die bei mir in Null komma nix erst in Schwärmerei, dann in Verliebtheit und inzwischen nach einem gemeinsamen Urlaub auch in Liebe umschlug. Nach besagtem Urlaub merkte ich auch, dass er mir Gefühle entgegen brachte. Wir telefonierten andauernd, trafen uns häufig und entdeckten immer mehr Gemeinsamkeiten. Gleichzeitig erfuhr ich von Freunden, dass er ihnen gegenüber von mir geschwärmt hatte. Trotzdem aber passierte nie mehr als zaghaftes Geschmuse zwischen uns, und das über ein 3/4 Jahr lang.

Eines abends dann habe ich mir einfach gedacht: "Scheiß drauf, so kanns nicht ewig weiter gehen!", mir ein Herz gefasst und ihn, als wir wiedermal schmusend auf der Couch lagen, geküsst. Zuerst hat er das auch erwiedert, aber dann zog er sich zurück, wurde so merkwürdig still und ich bin dann auch bald nach Hause gefahren.

Dann meldete er sich zunächst mal 2 Wochen lang nicht. Super.

Schließlich schrieb ich ihm eine SMS mit dem Inhalt, wenn er schon nicht mehr sein wolle, und seinem Verhalten nach zu urteilen schien das ja der Fall zu sein, solle er doch wenigstens mein Freund sein und mit mir reden. Daraufhin wollte er sich mit mir treffen.

Wir unterhielten uns lange, bewegten uns dabei aber immer nur im Kreis: Ich sei "ziemlich perfekt" und da wären starke Gefühle, aber er habe "Kriegsverletzungen" aus seiner letzten Beziehung (vor 8[!!!!] Jahren) zurückbehalten. Ich bat ihn darum, mir ein klares Nein zu geben, wenn ich mir keine Hoffnungen machen könnte. Das tat er nicht. Druckste nur rum, und schließlich konnte ich nicht mehr und bin gegangen.

Das war vor einem Jahr. Seit dem kommt es immer wieder zu Annäherungen, und sobald ihm die Sache zu "heiß" wird, stößt er mich wieder von sich. Wir haben so schöne Zeiten zusammen, aber das scheint ihn trotzdem nicht aus der Reserve zu locken. Sexuell ist bei uns nach wie vor abgesehen von schlüpfrigen SMS und Telefongesprächen nie was gelaufen (weil ich das nie zugelassen habe- und glaubt mir, das ist mir nicht leicht gefallen!).

Alles in Allem eine recht komplizierte, lange Geschichte, und ich kann hier längst nicht alles erzählen. Man sollte doch meinen, dass ich irgendwann schlau werde und ihn einfach ziehen lasse. Aber ich liebe ihn und kann nicht loslassen. Weiß aber nicht, ob ich ihm aus seiner Angst überhaupt heraus helfen kann. Und ich frage mich langsam auch, ob er wirklich Gefühle für mich hat oder einfach nur von Zeit zu Zeit seine Hormone verrückt spielen. Weiß gar nix mehr...

Hilfe.

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7. Oktober 2008 um 22:03


"wenn du was nicht kriegst glaubst du das du es liebst"

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7. Oktober 2008 um 22:06

Lösungsversuche
Erst mal vielen Dank für deinen Rat! Glaube auch, dass ich was das angeht stark bleiben sollte. Schon allein, weils mich umhauen wird, wenn er dann einen Tag später wieder Angst vor der eigenen Courage kriegt und mich von sich weist. Und das wäre in der jetzigen Situation mit Sicherheit der Fall.

Das Problem ist eben dass wir jetzt schon so lange rum eiern. Er sagt ja auch immer sowas wie, dass jede Frau früher oder später die Schnauze voll von seinem Dachschaden hätte und verschwinden würde. Ich dachte immer, mit der Zeit würde er schon merken, dass er mir so viel bedeutet, dass ich eben nicht in das gleiche Schema verfalle. Aber das scheint ja nicht zu fruchten...

Habe schon darüber nachgedacht, ob ich ihm nicht (freundlich, aber bestimmt) sagen soll, dass ich ihm verdammt nochmal diese Entscheidung nicht abnehmen werde. Dass er sie treffen muss, wenn er mir nicht weiter weh tun will.

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7. Oktober 2008 um 22:09
In Antwort auf pembe_12635562

Lösungsversuche
Erst mal vielen Dank für deinen Rat! Glaube auch, dass ich was das angeht stark bleiben sollte. Schon allein, weils mich umhauen wird, wenn er dann einen Tag später wieder Angst vor der eigenen Courage kriegt und mich von sich weist. Und das wäre in der jetzigen Situation mit Sicherheit der Fall.

Das Problem ist eben dass wir jetzt schon so lange rum eiern. Er sagt ja auch immer sowas wie, dass jede Frau früher oder später die Schnauze voll von seinem Dachschaden hätte und verschwinden würde. Ich dachte immer, mit der Zeit würde er schon merken, dass er mir so viel bedeutet, dass ich eben nicht in das gleiche Schema verfalle. Aber das scheint ja nicht zu fruchten...

Habe schon darüber nachgedacht, ob ich ihm nicht (freundlich, aber bestimmt) sagen soll, dass ich ihm verdammt nochmal diese Entscheidung nicht abnehmen werde. Dass er sie treffen muss, wenn er mir nicht weiter weh tun will.

Sorry,
hatte lulas Beitrag übersehen! Glaube aber, mich selbst in der Hinsicht schon einschätzen zu können... Besonders nach all der Zeit. Kann aber auch ein Trugschluss sein. Glaub ich aber nicht.

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