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Ich liebe Dich!

3. November 2013 um 3:19 Letzte Antwort: 3. November 2013 um 8:55

Hallo liebe Leser.

Ich schreibe folgenden Beitrag, weil ich hoffe von Euch eine Entscheidungshilfe bekommen zu können,
die für mich eine große Herzensangelegenheit ist.

Zu mir:
Ich bin männlich, 31 Jahre jung und bin liebes-technisch schon ziemlich geschädigt...

Zur Vorgeschichte:
Aufgrund gewisser Vor-Erlebnisse, die mich in Sachen Vertrauen stark verändert haben, bin ich seit Jahren nicht in der Lage gewesen wirklich zu lieben. Zwar war ich bis Ende 2012 fünf Jahre lang in einer Wochenendbeziehung, aber in dieser wollte es mir nicht gelingen, meiner damaligen Freundin auch nur einmal zu sagen, dass ich sie liebe.
Nachdem es dann zu Ende ging, fing ich erst einmal an mich mit mir selbst zu beschäftigen und in mir zu forschen. Vor allem mich selbst besser kennen zu lernen. Mir selbst hat es ein wenig geholfen, aber dennoch musste ich mir zugestehen, dass ich eine Art von Beziehungsangst entwickelt hatte. Ich lerne Frauen kennen, ließ Gefühle anfangs zu und klammerte mich stark an diese. - Bis ein bestimmter Punkt erreicht war.
Wenn ich dann mit bekam, dass die Frau mit der ich mich umgab zu viele Gefühle in mich hinein steckte und sich mir zu sehr genährt hat, verflogen schlagartig sämtliche Emotionen für diesen Menschen und ich ergriff die flucht nach hinten.
Diese Zyklen überdauerten meist keinen Monat. Auch stellte ich fest, dass das Interesse an anderen Frauen nicht komplett verflogen war. Also nicht, dass ich während dieser Zeit anderen Frauen nachgegangen bin, aber ich stellte mir dennoch ab und an vor ob es nicht andere Menschen gäbe, die vielleicht besser zu mir passen könnten.

Die aktuelle Situation:
Im August diesen Jahres lerne ich eine Frau kennen und wir verliebten uns in einander.
Ich war von Anfang an ehrlich zu ihr. Teilte ihr mit, dass wenn sie mir zu nahe kommt, sie damit Rechnen muss, dass ich vor den Gefühlen, einer möglichen Verpflichtung zueinander oder der Verantwortung fliehen könnte. Bisweilen sind 2 Monate vergangen und seit dem 21. September ist sie für 4 Wochen mit einer Freundin ins Ausland geflogen um via Couchsurfing das Land kennen zu lernen. Es soll das Erlebnis ihres Lebens sein.
Schon einige Tage vor ihrer Abreise fühlte ich, dass es sehr schwer für mich werden würde, diese Zeit durch zu stehen.
Als ich sie dann in den Bus zum Flughafen steigen ließ, überwältigten mich meine Gefühle und ich fing bitterlich an zuweinen. Seither kämpfe ich täglich mit mir, mit der aktuellen Situation umzugehen.
Habe Herzrasen, tiefe Trauer, Angst und das Gefühl der inneren Beklemmtheit.
Wenn ich mich nicht mit Arbeit beschäftigen kann, wo ich mich zwingen muss zu funktionieren, so gelingt es mir nur schwer in meiner Freizeit eine funktionierende Ablenkung zu finden, die mich die Zeit zwischen unserem Wiedersehen vergessen lässt.
Ich sitze, wenn ich Zeit habe, öfter an jenem Bahngleis an dem sie am 18. Oktober wieder nach Hause in die Heimat kommen wird. Mir kommen die Tränen und ich leide wirklich sehr unter der Situation.
Die einzige Möglichkeit zu kommunizieren ist für uns momentan Skype, insofern es technisch und zeitlich möglich ist. Zwischen uns liegt ein Zeitunterschied von 6 Stunden, muss man dazu erwähnen.
Zusammen gefasst kann ich behaupten zum ersten Mal in meinem Leben so starke Gefühle für einen Menschen entwickelt zu haben und ich stehe auch zu diesen. Wir sprechen offen miteinander und haben das was wir gemeinsam ausleben auch klar als Beziehung definiert. Es macht mir diesmal auch keine Angst und ich habe nicht das Gefühl davor fliehen zu müssen.
Als wir neulich geskyped haben, haben wir auch über das Thema gesprochen wie es mit Gefühlsoffenbarungen aussieht. Zum Beispiel die 3 magischen Worte zu sagen und wir sind uns einig, dass eine Konversation über diese Entfernung nicht der geeignete Zeitpunkt ist um um Liebesgeständnisse dieser Art zu offenbaren. Auch erfuhr ich anhand dieses Gesprächs, dass sie sich schon vor der Reise Gedanken darüber gemacht hat, ob sie mir die Worte sagen sollte, hat sich aber nicht getraut, aus Angst mich zu verlieren, da ich aufgrund dessen die Flucht antreten könnte.

Zu meiner Entscheidung:
Aus eben dieser Vorgeschichte habe ich mir überlegt, etwas ganz Besonderes tun, um ihr meine Liebe zu zeigen.
Ich nahm ihr die Möglichkeit mir ihre Gefühle in vollem Umfang mitzuteilen und möchte deswegen etwas außergewöhnliches Wagen, woran sie noch lange Zehren und unsere Liebe noch stärker festigt.

Ich habe heute mit dem Betreiber ihres Lieblingskinos gesprochen (ein kleines Kino, nicht im UCI oder Maxdome-Format) und er gab grünes Licht dafür, dass er in meinem Auftrag für sie während des Werbeblocks ein Video von mir einspielen kann. Ich habe mir gedacht dort in Form von Text und Bild eine kleine Videobotschaft abspielen zu lassen, in der ich ihr meine Liebe gestehe. Meinen Dank dafür ausspreche, dass es sie gibt und sie für mich da ist.
Da sie nicht all zu gerne im Mittelpunkt steht, würde ich wahrscheinlich auch darauf verzichten, mich oder sie in Form von Video-oder Bildmaterial kenntlich zu machen. Lediglich unsere Vornamen würde ich im Text einfließen lassen. Da ihr Vorname so stark verbreitet ist, ist die Chance gering, dass noch Jemand anderes mit selbigen Namen anwesend sein wird.

Die Entscheidung:
Nun stelle ich mir die Frage, ob ich dieses Vorhaben wirklich in die Tat umsetzen sollte, da ich Angst habe, dass es "too much" sein könnte. Ich will sie nicht überfordern und ggf. in die Enge treiben.
Auf der anderen Seite möchte ich ihr zeigen wie viel sie mir Wert ist und weiß aufgrund unserer Gespräche, dass sie mich auch wirklich liebt und auch zu mir steht. Auch habe ich eingeräumt, dass ich ggf. etwas besonderes vor haben könnte, was meine Gefühle zu ihr ausdrücken soll und das ich sie damit nicht überrollen möchte. Sie meinte zwar (natürlich unendlich neugierig), dass nichts dergleichen etwas an Ihren Gefühlen zu mir ändern würde, aber betonte auch, dass sie nicht möchte, dass es zu einer Situation kommt, wo am Ende jegliche Aufmerksamkeit auf uns gelenkt werden könnte.
Solange es nicht gleich ein Heiratsantrag ist, sei es OK meinte sie.
Da niemand der anderen Kinobesucher erkennen würde wie wir aussehen und ich lediglich unsere Namen verwende; es im Kino dunkel sein wird und es auch ein relativ kleines Kino ist, hoffe ich, dass dieses Vorhaben diesen Kriterien standhalten würde.

Ihr seid gefragt:
An dieser Stelle möchte ich Euch nach Eurer Meinung zu alle dem Fragen. Wie würdet ihr an meiner Stelle entscheiden. Haltet ihr es für Sinnvoll (insofern man bei Liebe von einem rationalen Sinn sprechen kann.^^) oder würdet Ihr mir davon abraten?

Ich hoffe auf rege Beteiligung an diesem Thema.

Vielen Dank!


~ blacksoul ~

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3. November 2013 um 8:55

Die Idee
als solches, finde ich toll. Wenn sie wirklich einen weit verbreiteten Vornamen hat, dann geht das ohne Weiteres, ob ich allerdings so weit gehen würde, dannauch noch meinen Namen zu benutzen, weiss ich nicht. In der Kombination, kann mann schon mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ableiten, wer gemeint ist und diese Pseudoanonymität geht verloren. Wenn Du ohne Namen und Bilder auskämst, wäre das sicher besser.
Gibt es Orte oder Dinge, die eine besondere Bedeutung für Euch haben und Euch auszeichenen?

Ansonsten, gerade in Eurer Situation, halte ich das Ganze aber doch für ein bischen viel. Ich glaube, das aussagekräftigste Szenario wäre vermutlich das klassische, romatisches Essen bei Kerzenschein, ihre Hände ergreifen und die drei Worte sagen. Diese Kinoidee sieht für mich schon wieder ein wenig nach Vermeidung aus, Du lässt das Kino die drei worte sagen, Du sagst sie nicht selber.

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