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Ich leide unter ihren aggressiven Ausbruchen, Kontrollwahn und Eifersucht

30. März 2006 um 20:29

Liebe zusammen,

Ich bin seit einem Jahr mit meiner Freundin zusammen und wir wohnen auch schon seit 8 Monaten zusammen. Von Anfang an war mir bewusst dass Sie hoechst impulsiv ist und sehr oft mit sehr aggressivem Ton antwortet, und dies nicht nur mir gegenueber sondern auch mit Freunden und bekannten. Dies mischt sich mit einem besitzerischem Verhalten in der Beziehung und starker Eifersucht.

Als Folge leide ich nicht nur unter ihren taeglichen Wutausbruechen und verbalen Attacken. Auch habe ich daher auch jegliche Freiheit verloren da sie mich jederzeit kontrolliert und Forderungen stellt und vieles verbietet. Leider hat Sie auch einen so grossen Stolz dass Sie sich nie fuer Ihre Wut und Eifersuchtsanfaelle entschuldigt, geschweige denn Versoehung sucht. So bin ich es der immmer wieder fuer Harmonie schauen muss. Vielleicht ist es auch meine Schwaeche da ich Konflikte scheue und lieber nachgebe als noch ganze Tage und Naechte in Disharmonie zu leben.

Aber trotzdem habe ich bisher an Sie gehalten dank starker Liebe und grossem Optimismus da ich glaube dass etwas wertvolles in ihr steckt. Auch habe ich staendig versucht Ihr klar zu machen dass Sie das irgendwie in den Griff bekommen muss, sei es durch mentales Training oder Therapie.

Leider wiederum wegen ihrem Stolz kann sie es sich nicht eingestehen und wird wuetend wenn ich davon rede. Jetzt habe ich auch erfahren dass ihre vorherige Beziehung in Brueche ging wegen ihrem exzessiven Verhalten, obwohl sie mir immer gesagt hat dass Ihr Ex die alleinige Schuld traegt.

Leider bin ich jetzt langsam an die Grenze gekommen wo ich keine Kraefte mehr habe. Auch bin ich total frustriert da ich nicht das Leben lebe das ich moechte und nicht mich selber sein kann. Trotzdem moechte ich Ihr helfen koennen, ob ich mit Ihr zusammen bleibe oder nicht.

Nun die Fragen:


Denkt Ihr dass es fuer mich moeglich ist Ihr zu helfen? Wenn nicht was soll ich machen?

Wie kann ich Ihr helfen? Was sind die Loesungen?

Welche Therapie ist am besten fuer dieses Problem?

Wie kann ich ihren Stolz und Uneinsichtigkeit brechen?

Ich schaetze sehr Eure Ratschlaege, Vielen Dank im voraus.

Kashi4

Ps: die Frage hatte ich schon einmal gepostet und ein paar wervolle Antworten bekommen. Moechte aber noch mehr gute Tips von Euch allen bekommen. Vielen Dank.

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30. März 2006 um 22:16

Hi Kashi
Sie ist wütend und du sorgst für Harmonie, das geht doch irgendwie auf...

Ich denke, irgendwer von euch sollte dieses Muster durchbrechen, damit es eben einfach nicht mehr aufgeht. Weil dich das so belastet, müsstest wohl du es versuchen.

Lass dich nicht mehr attackieren, lass Disharmonie zu, tu nichts um des lieben Friedens willen. Katapultiere euch gewissermassen aus dem üblichen Lauf der Dinge raus. Damit meine ich nicht, dass du zurückschreien sollst, sondern dass du nicht alles hinzunehmen und auf ein Gespräch in normalem Tonfall pochen solltest. Gut wäre eine Art der Kommunikation auf gleicher Augenhöhe, will heissen: dass nicht sie von vornherein *die Kranke* und *Therapiebedürftige* wäre (und du der Normale), ein Gespräch, bei dem es kein unten und oben gibt also.

Alles Gute, Wassertropfen

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31. März 2006 um 0:04

Viel geduld und liebe..
hat bei mir damals geholfen.mein freund hat mich nie aufgegeben,und das war auch immer so ein punkt wo ich dachtter hält das sicher nie mit mir aus, meine gefühlsausbrüche werden es wiedermal zum scheitern bring.

aber er gab mir soviel zuwendung,hat mit mir gelitten,mich getsreichelt,mir nie einen vorwurf dadür gemacht.ich habe viel durch (liebesentzug der mutter seit meiner jugend,scheidung später von meinem mann,3jahre alleinerziehend,eltern fremd gegangen mich als auslöser und vertuscher benutzt).was zu einem umzug von 500 km führte und völliger kontaktabbruch zu familie. meine agression sah anders aus,ich zerkratzte mir arme und beine,heulkrämpfe,und wutausprüche.

durch ihn und mit ihm konnte ich der ursache nachgehen.

ich denke das bei deiner freundin auch dinge im leben gab,die in so momenten hochkommen(und nicht anders zum ausdruck bringen kann.im prinzip müßte da viel aufgarbeitet werden-gesprächstherapie.
erklär ihr das im allem ernst,aber überlass ihr den zeitpunkt.bis dahin liebe sie,und gib ihr zu verstehen das sie es ganz für sich brauch.du bist immer für sie da.

ich hatte das damals in der ehe auch ,und sie ging kaputt-aber nicht nur allein deswegen.nur dieser grund hat mir gesagt,sowas darf mir nir wieder passieren.
nur wie und wann wußte ich nicht.
meine jetzige beziehung hatte mir durch die extremen vorfälle die augen geöffnet das ich das problem habe und nicht die anderen,und genau deswegen machte ich eine therapie.
denn der mann an meiner seite ist einmalig,und hat soviel durcherlebt mit mir,und das ist nicht mein wille und recht.
geb ihr zuneigung wenn streit ist.mein freund ist auch der jenige immer zu mir kommt,aber genau das zeigt mir wie sehr er mich liebt und er eine zukunft mit mir wünscht.
ich bin mir total sicher,das sie es genau weiß,und leidet,aber eingestehn kann.

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31. März 2006 um 11:31

ein paar gedanken
hallo kashi,

ich kann mich leider nur zum teil in eure situation hineinversetzen. eigentlich schreibe ich auch nur, weil es mich so verwundert, dass du dich im letzten teil deines beitrags so *rausziehst* und ihr verhalten ganz isoliert (von deinem) betrachtest. so als wärst du rädchen und würdest dich über das system erheben, in dem du doch mittendrin steckst.

und dann: stolz und uneinsichtigkeit *brechen*? ich versteh ja, dass du von ihr gewalt erfährst und dazu nicht länger bereit bist. dass du offene wunden hast. und hier frag ich mich, wieso du dich nicht erst einmal um dich selbst kümmerst, dich dir wieder zuwendest: du schreibst, du seist am ende deiner kräfte, frustriert und ein schatten deiner selbst. wie willst du in diesem zustand einem anderen menschen beiseite stehen können? wo bist du denn? so, wie sich das liest, hast du dich in ein gespenst verwandelt. ich schätze deine märtyrer-rolle mindestens genauso ungesund für eure beziehung ein wie die rolle, die deine freundin einnimmt.

du nimmst dich zurück, ganz selbstlos, erträgst, leidest. fühlst dich als opfer - ich werde den verdacht nicht los, dass diese haltung nicht weniger aggressiv wirkt. zwar subtiler und schwerer zu greifen, aber nicht minder wirksam. du hast jegliche freiheit verloren, weil sie dir vieles verbietet, schreibst du. merkst du was?

wozu nimmt man die opfer-rolle ein? weil sie auch macht gibt. sie entlastet, schützt vor selbstverantwortung.

wenn man sich selbst erniedrigt, gibt es einem paradoxerweise auch die möglichkeit, sich über andere zu stellen, sich zu erheben.
warum hält man diesen zustand aus, wenn man nicht auch einen persönlichen gewinn daraus zieht?

und zuletzt der gedanke, was ihr die disharmonie bringt. wozu sucht sie die? was verbindet sie damit? was meint sie, nicht anders erreichen zu können?

du schreibst, dass du konflikten ausweichst. könnte es damit zusammenhängen? sucht sie *dich* in den auseinandersetzungen? vermisst sie deine substanz, deine position? wenn man jedes aneinander-reiben im keim erstickt und sogleich nachgibt, zieht man sich ein stück weit raus, verschwindet, wird gespenst, schafft distanz.

liebe grüße

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