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Ich komme über den Verlust der Freundschaft nicht hinweg

9. Juli 2010 um 8:48

Hallo!

Es gibt da einen Menschen der mir sehr sehr viel bedeutet.

Ich hab mir ihre Freundschaft aber verscherzt weil ich einen emotionalen Amoklauf hingelegt hab und es ihrer Souveränität, ihrer Güte und ihrem überlegten Handeln zu verdanken ist, dass sich alles wieder stabilisiert hat.

Heute bin ich soweit, dass ich mich so verhalten kann, dass die Harmonie funktioniert. Also dass sie sich darauf verlassen kann, dass ich die gemeinsame Basis die da ist, mit trage und stütze und nicht versuche, die Basis breiter zu machen oder mehr herauszuschlagen als möglich ist und damit wieder alles instabil mache.

Tief in mir drin fühle ich immer noch mehr für sie als ich sollte, aber das hab ich mittlerweile im Griff. Was mir fehlt ist der Verlust der Freundschaft. Ich finde die Aussicht schrecklich, nie wieder ein nettes Wort mit ihr zu wechseln, nie wieder gemeinsam etwas zum Lachen zu haben und auch dass man sich nie wieder gegenseitig unterstützen kann bei Problemen usw.

Ich weiß dass nicht ich derjenige sein darf der es schon wieder versucht. Ich muss stillhalten, wenn es sein muss, bis ich im Grab liege, weil der Respekt es gebietet, das ist die Lektion die ich gelernt habe. Ich find es ja selber komisch, dass nach vielen Monaten (!) das Negative verarbeitet ist und hauptsächlich Positives zurückbleibt. Und zwar so, dass da immer noch der Wunsch nach Verbindung ist - im Rahmen des Möglichen.

Ich will mich mit dem Verlust nicht abfinden. Ich akzeptiere und respektiere es. Ich will ja gar nicht mehr haben als mir zusteht. Ich bin stabil und vernünftig und fest in der richtigen Überzeugung. Aber es fällt mir so schwer zu glauben, das war's jetzt Du hast verschissen bis in die Steinzeit. Denn normalerweise kommt irgendwann Ernüchterung, Irgendwann lässt die Bedeutung nach und man sieht nach vorne. Das ist aber in diesem Fall nicht so. Ich sehe immer nur zurück.

Ich werde so weiter machen wie bisher. Abstand halten und akzeptieren, das ist der richtige Weg. Aber es wühlt die ganze Zeit in mir und hört nicht auf. Ich hoffe es hört irgendwann auf. Auf der anderen Seite will ich nicht, dass sie mir jemals gleichgültig wird.

Ich denke mal es hilft schon ein großes Stück, sich das von der Seele zu schreiben.

Vielleicht habt ihr ja auch Erfahrung damit, solche Verluste akzeptieren zu lernen. Die Lücke wird immer bleiben. Aber ich lerne, mit dieser Lücke weiter zu leben und geradeaus zu schauen. Bloß bleibt diese Lücke für immer reserviert. Da kommt niemand anders jemals rein!

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9. Juli 2010 um 10:18

Hallo Plombenzieher
Ja Du hast Recht. Und es ist ja nicht so, dass sie mir nicht die Chance gegeben hätte nach dem "GAU" der passiert ist, eine Freundschaft zu führen. Die Großzügigkeit dazu hatte sie ja.

Frauen haben einen sensiblen Riecher für die Botschaften die bei ihnen ankommen und sie hat sicher gespürt, dass bei mir die richtigen Verhältnisse nicht schnell genug "einrasten". Freundschaften sind auch eng usw., laufen aber nunmal in anderen Bahnen als Liebesbeziehungen.

Sie und ich wir haben unsere eigene Geschichte. Von jetzt auf nachher zwanglos rumblödeln ist auch noch gar nicht drin, wenn es überhaupt jemals wieder zum Kontakt kommt. Die Grenzen sind da und sie wirken auch. Ich versuche nicht mehr, sie umzustoßen.

Das mit dem Rumblödeln kommt vielleicht irgendwann mal, möglich wär es von meiner Seite her schon, aber noch nicht jetzt. Jetzt müsste die Kontaktaufnahme von ihr kommen und wir würden scheu und respektvoll miteinander umgehen und warten, bis das stabile Gefühl kommt, dass alles richtig sitzt.

Ich weiß, dass ich sie als Partnerin ncht haben kann, aber sie als Mensch komplett und für immer zu verlieren.. oh je. Was mir dann bleibt sind meine Erinnerungen die für immer bleiben werden. Aber schöner wär es eben doch wenn man zum Geburtstag gratulieren dürfte und alle Nase lang mal miteinander telefonieren.

Es geht mir um den Menschen. Den ganz zu verlieren das wär halt so schade. Aber ich hab es verschuldet und ich darf nichts erwarten. Meine Lektion gelernt hab ich jedenfalls. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, ich bin gereift durch all das was war.

Wenn der Herrgott es will, wird es wieder einen Kontakt geben und der wird sich in der richtigen Balance einpendeln. Und wenn nicht, dann werde ich durch mein Akzeptieren auch meinen Respekt vor ihrer Entscheidung zeigen.

Danke für Deine Worte. Es ist immer gut zu wissen man ist nicht der Einzige auf der Welt der Mist baut.

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9. Juli 2010 um 11:19

"Ich will ja gar nicht mehr haben als mir zusteht."
Was steht dir denn zu?

Irgendwann muss man auch loslassen können.
Das gilt für viele Situationen im Leben.

Auch wenn's manchmal traurig ist... das gehört einfach dazu.

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9. Juli 2010 um 13:28
In Antwort auf cyrano_12691203

Hallo Plombenzieher
Ja Du hast Recht. Und es ist ja nicht so, dass sie mir nicht die Chance gegeben hätte nach dem "GAU" der passiert ist, eine Freundschaft zu führen. Die Großzügigkeit dazu hatte sie ja.

Frauen haben einen sensiblen Riecher für die Botschaften die bei ihnen ankommen und sie hat sicher gespürt, dass bei mir die richtigen Verhältnisse nicht schnell genug "einrasten". Freundschaften sind auch eng usw., laufen aber nunmal in anderen Bahnen als Liebesbeziehungen.

Sie und ich wir haben unsere eigene Geschichte. Von jetzt auf nachher zwanglos rumblödeln ist auch noch gar nicht drin, wenn es überhaupt jemals wieder zum Kontakt kommt. Die Grenzen sind da und sie wirken auch. Ich versuche nicht mehr, sie umzustoßen.

Das mit dem Rumblödeln kommt vielleicht irgendwann mal, möglich wär es von meiner Seite her schon, aber noch nicht jetzt. Jetzt müsste die Kontaktaufnahme von ihr kommen und wir würden scheu und respektvoll miteinander umgehen und warten, bis das stabile Gefühl kommt, dass alles richtig sitzt.

Ich weiß, dass ich sie als Partnerin ncht haben kann, aber sie als Mensch komplett und für immer zu verlieren.. oh je. Was mir dann bleibt sind meine Erinnerungen die für immer bleiben werden. Aber schöner wär es eben doch wenn man zum Geburtstag gratulieren dürfte und alle Nase lang mal miteinander telefonieren.

Es geht mir um den Menschen. Den ganz zu verlieren das wär halt so schade. Aber ich hab es verschuldet und ich darf nichts erwarten. Meine Lektion gelernt hab ich jedenfalls. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, ich bin gereift durch all das was war.

Wenn der Herrgott es will, wird es wieder einen Kontakt geben und der wird sich in der richtigen Balance einpendeln. Und wenn nicht, dann werde ich durch mein Akzeptieren auch meinen Respekt vor ihrer Entscheidung zeigen.

Danke für Deine Worte. Es ist immer gut zu wissen man ist nicht der Einzige auf der Welt der Mist baut.

wenn ich dich
so lese, könnte ich fast meinen du wärst derjenige, den ich vor einigen wochen auf den mond geschossen habe.

ich kann dir nur aus meiner sicht sagen, manchmal geht man einfach zu weit und manchmal hat man dann auch alle türen zugeschlagen. alle...

den respekt den du vor der entscheidung zeigst, ist das einzige was dir bleibt.

wenn es so ist, wie ich es verstehe, dann lass sie in ruhe. das hat sie zumindest verdient.

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9. Juli 2010 um 13:59

...
@ spaxx

Was mir zugestanden hätte wenn ich es nicht verkackt hätte wäre eine Freundschaft gewesen. Nicht mehr und nicht weniger.

@ engelsflug

Ich glaube nicht dass wir uns kennen. Trotzdem Danke für den Hinweis.

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9. Juli 2010 um 14:08

Wobei "Zustehen" das falsche Wort ist
Ich hätte die Freundschaft geschenkt bekommen wenn ich sie nicht verspielt hätte.

Aber gut. Eigentlich sind das alles ja Luxusprobleme. Ich hab genug zu essen, Arbeit und ein Dach überm Kopf und trotzdem ist es ein großer Verlust der mich mitnimmt und wo ich mich frag wann hört der Verlustschmerz endlich auf und das Bedauern über eine für immer verlorene Chance?

Auf der anderen Seite lehrt die Erfahrung, dass alles irgendwann vorbeigeht. Es ist nur der Moment, der wehtut und scheinbar nicht aufhören will. Aber irgendwann hört auch das auf.

Eure Anmerkungen helfen mir sehr, vielen Dank.

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9. Juli 2010 um 14:12

Freundschaften
tja, ich denke freundschaften sind etwas ganz besonderes.
gerade heutzutage wo so vieles oberflächlich abgeht.

ich persönlich habe nicht sehr viele echte freunde, aber die die es mir wert sind habe ich schon sehr lange.

wenn ich eine freundschaft aufkündige dann muss schon etwas erhebliches vorgefallen sein.
so wenn du diese freundschaft aufgekündigt hast wäre es auch an dir den ersten schritt zu tun, nicht an ihr.

aber mit solchen dingen muss man einfach leben. das leben ist nun mal kein ponyhof.

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9. Juli 2010 um 14:16
In Antwort auf mai_11959300

Freundschaften
tja, ich denke freundschaften sind etwas ganz besonderes.
gerade heutzutage wo so vieles oberflächlich abgeht.

ich persönlich habe nicht sehr viele echte freunde, aber die die es mir wert sind habe ich schon sehr lange.

wenn ich eine freundschaft aufkündige dann muss schon etwas erhebliches vorgefallen sein.
so wenn du diese freundschaft aufgekündigt hast wäre es auch an dir den ersten schritt zu tun, nicht an ihr.

aber mit solchen dingen muss man einfach leben. das leben ist nun mal kein ponyhof.

Der fall war ein bisschen anders
ich hab die freundschaft nicht aufgekündigt, sondern ich hab sie durch "kopf durch die wand"-denken, jugendliche unreife und unkontrollierte gefühle zerstört.

heute weiß ich dass mein benehmen völlig unmöglich war. aber sowas weiß man ja hinterher immer am besten. und man bezahlt auch immer einen preis.

das gute ist, dass man es sich von der seele schreiben kann und auch neutrale meinungen von außen einholen kann, damit man seinen eigenen kurs ggf. korrigieren kann.

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9. Juli 2010 um 14:29

Details.......
geb doch mal ein paar details....
seid ihr beide ungebunden und von daher alles easy? oder doch einer gebunden...?

oder ne sache auf der arbeit? kann auch problematisch sein....

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9. Juli 2010 um 14:37
In Antwort auf mai_11959300

Details.......
geb doch mal ein paar details....
seid ihr beide ungebunden und von daher alles easy? oder doch einer gebunden...?

oder ne sache auf der arbeit? kann auch problematisch sein....

Danke für die Nachfrage..
..aber ich mag keine Details mehr rausrücken. Durch die allgemeine Formulierung liest es sich wie ein Fall von vielen und das ist auch gut so.

Was wenn sie diese Zeilen liest und auf sich bezieht?! Geht gar nicht! Sie soll ihre Ruhe vor mir haben und selber entscheiden ob ich auf dem Mond bleiben soll wo sie mich hingeschossen hat oder ob sie mich wieder auf die Erde lässt und eben das erforderliche Vertrauen in meine geistige und emotionale Zurechnungsfähigkeit investiert.

Sie soll nicht genervt werden durch meine selbstverschuldeten Verlustwehen. Ich wollte es mir von der Seele schreiben und Meinungen von außen einholen und das allein hat mir schon sehr geholfen.

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12. Juli 2010 um 22:04

Na
haben die neutralen meinungen dir geholfen? um über deinen emotionalen amoklauf drüber weg zu kommen?

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13. Juli 2010 um 8:59

Danke der Nachfrage, mir geht's besser jetzt
Sie verschwindet nicht aus meinem Herzen. Da bleibt sie auch für immer.

Aber richtig umgehen kann ich denk ich schon damit mittlerweile. Das Leben geht ja weiter. Ich kann heute mit Sicherheit verhindern, dass wieder irgendwas in mir überquillt und ich schon wieder das Unmögliche will.

Das passiert mir nicht mehr und genau darauf kommt es ja auch an.

Diese innere Stabilität und Vernunft zu erreichen ist wichtig ohne dass es einem das eigene Selbstwertgefühl zerstört.

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12. August 2010 um 19:23

Hi firefox33
Hey, ich wollte dir nur sagen. dass es mir glaube ich genauso geht wie dir.. ich weiß auch nicht wie ich über alles hinweg kommen soll.. es wurden viele Fehler gemacht, aber die haben einen auch weiter gebracht, nun wo man so vieles verstanden hat! Ich denke du siehst das auch so. Nur das die Zuneigung von anderen Seite verloren geht ist nicht zu verkraften. Ich hätte nie gedacht das mal eine Person sone Macht über mich haben könnte!

Würde mich freuen wenn du mir mal schreibst. Es ist nicht so leicht jemanden zu finden der das gleiche durchgemacht hat bzw. immernoch durchmacht!

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