Home / Forum / Liebe & Beziehung / Ich kenne mich selbst nicht mehr

Ich kenne mich selbst nicht mehr

23. Januar 2013 um 20:28

Hallo bin seit heute in diesem Forum und hab das Bedürfnis mir einmal alles von der Seele zu reden.
Ich bin 45 Jahre alt seit 22 Jahren mit meinem Mann zusammen und 15 davon verheiratet. Unsere Beziehung war nie sonderlich einfach aber wir haben es immer geschafft jede Schwierigkeit zu überwinden. Wir haben 2 Kinder die beide schon erwachsen sind und jetzt hätten wir endlich die Zeit die wir nie für einander hatten. Doch von Treue hat er eigentlich noch nie viel gehalten. Er hat mich schon mehrmals betrogen und belogen. Ich hab es immer irgenwie rausbekomen und dann war natürlich wieder Wochen lang das große Schweigen angesagt. Er ging sogar soweit das er mir gesagt hat das es meine Schuld sei weil ich ihn nicht genügend Bestätigung gab. nicht genügend Sex oder was auch immer. Dann hat er mich jedesmal verlassen und nach Tagen oder Wochen kam er dann zurück. Ich hab das immer mitgemacht und war eigentlich froh das er wieder da war. Dann vor fast 3 Jahren war es wieder mal soweit. Es gab wieder eine andere und ich hab es rausgefunden. Doch diesmal war vieles anders. Ich wollte mir nicht mehr die Schuld dafür geben lassen und habe mich gewehrt. Er war aber doch stärker als ich und ich habe resigniert aufgegeben. Hab mich in Schlaftabletten geflüchtet und das war nicht besonders klug von mir. Es kam wie es kommen musste, ich wurde süchtig. Ich hab das lange nicht wahrhaben wollen und dachte das "ich das schon im Griff hab". Als die ersten Entzugserscheinungen kamen ging ich zum Arzt und der meinte dann nur das ich wohl schon süchtig sein könnte. Er schickte mich mit einer Packung Antidepresiva heim und es nahm seinen Lauf. Am 19.12.2011 nahm ich die letzte Tablette und wenn ich gewußt hätte was da auf mich zukam hätte ich es bestimmt anders gemacht. Es kommt noch dazu das mein Mann und ich zu Weihnachten immer streiten weil seine Eltern und ich uns nicht leiden können die aber immer verlangen das wir uns treffen und ich will das nicht. Er hat sich da, wie in vielen Dingen immer duchgesetzt und ich hab nachgegeben. Diesmal aber nicht es es war echt dicke Luft bei uns. Am 27.12. kam es dann zum Höhepunkt, ich war auf Entzug und vollgepumpt mit Anitdepresiva. Mir fehlt fast der ganze Tag, alles was ich weiß habe ich aus Erzählungen meiner Tochter und meines Sohns. Die erste Erinnerung ist als 5 Sanitäter und 2 Polizisten bei uns im Haus waren. Mein Mann war nicht zuhaus sondern mit seinem Vater und seiner Schwester beim Essen und als er heim kam muß ich dann voll ausgetickt sein. Ich bin mir nicht sicher wer die Polizei und die Sanis gerufen hat, war es mein Mann, keine Ahnung. Bis heute nicht. Danach ist mein Mann wie immer davongelaufen und hat mich und seinen 17jährigen Sohn allein gelassen. Mein armer Sohn, ich glaub ich kann nie wieder gut machen was er in dieser Zeit mit mir durchgemacht hat. Nun ja es hat zumindest mich wachgerüttelt. Bin dann gleich ein paar Tage später in eine Klinik und danach auf Therapie. Mein Mann hat sich wie immer von mir getrennt und kam zurück. Es wurde immer schlimmer und die Schläge wurden auch immer heftiger. Ja er hat mich auch in der Vergangenheit schon mal geschlagen und auch damit nicht aufgehört. Ich habe mich immer dafür geschämt und nie darüber gesprochen. Ich kann das erst jetzt. Ich habe mir über all die Jahre immer für alles selbst die Schuld gegeben und geben lassen für die Schläge und dafür das er mich betrogen hat. Am 11.11.12 hat er mich das letzte mal geschlagen und eine Woche darauf hat er mich wieder verlassen. Ich laufe täglich Gefahr mir wieder die Schuld dafür zu geben und ja ich wünsche mir auch schon mal das er zurück kommen möge. Inzwischen haben wir Anwälte eingeschaltet und seinen Zorn bekomm ich jetzt in voller Härte zu spüren. Er will mir jede Grundlage für ein neues Leben nehmen und mich finanziell ruinieren. Er weiß das ich es mir nicht leisten kann das alles lang durchzustehen und Geld sehe ich von ihm auch nicht. Noch wohn ich im Haus und er versucht das alles in die Länge zu ziehen bis mir die Luft ausgeht. Ich frag mich auch wie wir das Haus verkaufen sollen wenn ich nur daran denke wie hier so einiges aussieht. Türen die eingetreten wurden weil ich mich aus Angst eingeperrt hatte, Löcher in den Wänden weil er dagegen schlug oder Gegenstände oder mich dagegen geschmissen hat. Ich hab das bisher beim Anwalt nicht gegen ihn verwendet und ich hab auch Skrupel das zu tun da meine Kinder die das teilweise miterlebt haben dann gegen ihn vlt. auch noch aussagen müssten. Sie würden es tun aber ich will es ihnen nicht zumuten.
Nun ja lange Rede kurzer Sinn, ich sitz jetzt hier in diesem verdammten Haus das ich gar nicht will und fühle mich sehr einsam. Ich hab keine Freunde mehr und meine beste Freundin wohnt 800km weit weg. Ich habe Angst vor der Zukunft und allem was da auf mich zukommen wird.
Gut da ich mal alles rauslassen kann.

Mehr lesen

24. Januar 2013 um 13:17

Sofort Hilfe holen
in jeder Stadt gibt es die Diakonie oder Caritas-
die Telefonnr. stehen im Telefonbuch, oder man bekommt sie auf dem Landratsamt!
Mach das gleich heute noch!
Man fühlt sich seltsam dort anzurufen und das alles zu erzählen, aber diese (meist) Frauen kennen NUR solche Geschichten- oder schlimmeres!
Und dränge darauf, dass es DRINGEND ist! Die können dir WIRKLICH helfen!
Am besten machst du Termine bei zwei oder drei Stellen aus!
Hauptsache SOFORT raus aus deiner Isolation!
Könntest du zu deiner besten Freundin für ein paar Tage fahren? Hat dein Sohn Verwandte oder Freunde zu denen er für ein paar Tage kann?
Ein Tapetenwechsel wirkt MEIST Wunder!!!

Alles, alles Gute für dich!!!

Gefällt mir

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Geschenkbox

Teilen

Das könnte dir auch gefallen