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Ich kann nicht mehr...

22. August 2008 um 9:58

Hallo alle zusammen!
Ich bin 28 Jahre alt, mein Mann drei Jahre junger. Wir sind seit vier Jahren verheiratet. Ich habe meinen Mann mit dem Wissen geheiratet, dass er ein Alkoholiker ist. Ich habe mir damals es nie so schlim vorgestellt. Er hat eine Therapie gemacht, aber die hat nicht geholfen. Er trinkt aber seit der Therapie nicht mehr so viel. Trotzdem Schlimm. Er war in seinen Exsessen sehr Agressiv und war mir gegenüber auch paar mal gewalttätig geworden. Ich bin auch schon einige male weggegangen, habe mich aber immer weder von ihm einlullen lassen. Mit Verstrechungen, die nach zwei Wochen wieder gebrochen wurden. Mein Mann ist ein Adoptivkind und wurde gleich nach seiner Geburt seinen "Eltern" überreicht. Er hat nie gelernt wie man richtig Gefühle zeigt und wie man sich entschuldigt. Er lebt neben mir und nicht mit mir.
Vor einem Jahr, habe ich mich von ihm überreden lassen "wie immer", nach Norwegen auszuwandern. Er ist Mauerer von Beruf und die Arbeitschancen waren in Deutschalnd nicht gerade rosig gewesen. Hier in Norwegen ist es sehr schön und ich bin gerne hier. Wir haben auch eine gemeinsame Tochter. Mein Engel. Sie ist jetzt zwei und hat ihre dritte Woche im Kindergarten hinter sich.
Auch hier trinkt mein Mann ständig und hatte schon des öffteren Wutausbrüche. Der letzte ist drei Wochen her. Richtig schilmm. Er hat aus Frust getrunken und ich bin richitg sauer geworden. Er wurde wieder Agressiv und schlug auch zu. Ich hatte etliche blaue Flecken. Ich hatte schon alle im Kopf vorbereitet. Den Flug nach Deutschland und den Aufenthalt bei meinen Eltern. Habe eine Nacht bei Freunden geschalfen und nächsten Tag wieder nach hause gefahren. Mein Mann hat sich in der Nacht per SMS bei mir entschuldigt. Es war eine sehr schöne SMS. So schön, dass ich geglaubt habe, sie sei von jemand anders.
Er war zu hause und hat sich gar nicht gefreut, dass wir wieder da sind. Es kam keine Entschuldigung, gar nichts. Nach einem Tag habe ich ihn darauf angesprochen und wir haben geredet. Er trinkt jetzt nicht mehr set dem Vorfall. Das ist jetzt die dritte Woche. Aber ich habe gemerkt, dass er jegliche Liebe mit dem letzten mal bei mir erloschen hat.Ich weiss nicht was ich jetzt machen soll. Ich kann so nicht weiter machen. Ich rege mich nur auf und habe seit zwei tagen Migräne. Wenn ich mit ihm reden will, dann blockt er. Wenn ich ihn frage ob er mich noch liebt, dann sagt er ja. Das kann doch keine Liebe sein, habe ich ihm heute morgen gesagt. Er behandel mich nicht gerade lieb und mit respekt. Schnauzt mich ständig an und ist nie hilfsbereit. Ich kann mit niemandem über dieses Problemm reden, denn ale denken bei uns ist alles in ordnung.

Ich muss mit jemandem darüber reden, der mir vieleicht in irgendeiner Form weiterhelfen kann.

Ich danke euch und hoffe ich habe relativ verständlich geschrieben.
Lili

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22. August 2008 um 10:09

...
Hallo Lili!

Ich hatte auch einen Alkoholiker in der Familie und kann Dich daher sehr gut verstehen. Fühl Dich zunächst mal aus der Ferne gedrückt.

Meine Erfahrung ist folgende:
Egal was ein Alkoholiker auch beteuert, Du kannst darauf nichts geben. Sobald wieder Alkohol im Blut ist und das Gehirn vernebelt wird, kommt eine andere Person zum Vorschein, die zumeist nur aggressiv ist. Das ist wie bei Dr. Jekyll und Mr. Hyde....

Meiner Meinung nach hast Du ihm genügend Halt und genügend Chancen gegeben. Aber er will diesen Halt gar nicht - er will den Halt des Alkohols.
Mach Dir bewußt, dass Du ihn nicht therapieren und auch nicht heilen kannst - das kann er nur selber, aber das will er gar nicht!

Trenn Dich von ihm und fang ein neues Leben an. Auch zum Wohle Deiner Tochter, denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich seine Agression irgendwann auch gegen sie richten wird. Vielleicht nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht in ein paar Jahren. Willst Du dann hilflos daneben stehen?

Du hast ein besseres Leben verdient - mach Dir das klar! Du hast alles versucht und hast Dir NICHTS vorzuwerfen. Geh und lass ihn mit seinem Alkohol alleine - mehr braucht er im Grunde auch nicht....

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22. August 2008 um 10:26

Also ich
will hier ja nichts falsches sagen, aber...

wenn jemand mit einem Suchtkranken zusammen ist, der auch noch gewaltätig einem selbst gegenüber ist, braucht dieser jemand mindestens genauso viel psychische Unterstützung wie der Suchtkranke selbst.

Was ich damit sagen will ist, fragst du dich gar nicht, warum DU dich von einem Mann jahrelang misshandeln lässt? Was bei dir die Ursache für DEIN Verhalten ist? Deine Gedanken befassen sich eigentlich, in dem was du geschrieben hast, nur um die Probleme deines Mannes und was sie bei dir auslösen.

Aber nicht damit, WARUM es überhaupt möglich ist, dass er sowas mit dir machen kann!

So wie du es schilderst, klingt es für mich so, als sei seine Krankheit sozusagen in den Alltag integriert und gehört eben dazu. Sie ist zwar nicht in Ordnung, aber zur Gewohnheit geworden.

Ich finde, du solltest mal nicht darüber nachdenken, ob dieser Mann dich liebt oder wie du mit ihm reden oder ihm helfen kannst, sondern dir erstmal klar werden, dass es auch um DICH und deine Tochter geht!

Oder willst du darauf warten, dass er irgendwann mal total ausrastet und dich ins Krankenhaus prügelt? Wer kümmert sich dann um euer Kind? Verzeihst du ihm dann auch, wenn er mit einem Blumenstrauss an dein Krankenbett tritt und dich mit Kulleraugen anschaut?

Du solltest dir professionelle Hilfe in Form eines Psychologen holen. Oder eine Beratungsstelle für Suchtkranke aufsuchen, die können dir als Angehöriger bestimmt auch weiterhelfen.

Alles gute
bijou

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22. August 2008 um 10:41
In Antwort auf vijaya_12725968

Also ich
will hier ja nichts falsches sagen, aber...

wenn jemand mit einem Suchtkranken zusammen ist, der auch noch gewaltätig einem selbst gegenüber ist, braucht dieser jemand mindestens genauso viel psychische Unterstützung wie der Suchtkranke selbst.

Was ich damit sagen will ist, fragst du dich gar nicht, warum DU dich von einem Mann jahrelang misshandeln lässt? Was bei dir die Ursache für DEIN Verhalten ist? Deine Gedanken befassen sich eigentlich, in dem was du geschrieben hast, nur um die Probleme deines Mannes und was sie bei dir auslösen.

Aber nicht damit, WARUM es überhaupt möglich ist, dass er sowas mit dir machen kann!

So wie du es schilderst, klingt es für mich so, als sei seine Krankheit sozusagen in den Alltag integriert und gehört eben dazu. Sie ist zwar nicht in Ordnung, aber zur Gewohnheit geworden.

Ich finde, du solltest mal nicht darüber nachdenken, ob dieser Mann dich liebt oder wie du mit ihm reden oder ihm helfen kannst, sondern dir erstmal klar werden, dass es auch um DICH und deine Tochter geht!

Oder willst du darauf warten, dass er irgendwann mal total ausrastet und dich ins Krankenhaus prügelt? Wer kümmert sich dann um euer Kind? Verzeihst du ihm dann auch, wenn er mit einem Blumenstrauss an dein Krankenbett tritt und dich mit Kulleraugen anschaut?

Du solltest dir professionelle Hilfe in Form eines Psychologen holen. Oder eine Beratungsstelle für Suchtkranke aufsuchen, die können dir als Angehöriger bestimmt auch weiterhelfen.

Alles gute
bijou

Ich kann nicht mehr...
Hallo bijou!

Ich weiß das du recht hast und ich versuche immer noch einen klaren Kopf zu behalten.Aber ich denke ich habe schon längst keinen klaren Gedanken mehr.
Ich hatte auch mal in Deutschland eine Therapie begonnen und die tat mir richitg gut. Aber dadurch, das wir jetzt in Norwegen wohnen, geht das wegen der Sprache nicht.

Ich weiß auch, das jede andere frau schon längst gegangen währe. Ich war mal Selbstbewuster und stärker, jetzt binn ich es nicht mehr. Ich sage schon meine Meinung, aber manchmal stimme ich ihm zu, damit es keinen Streit gibt. Da fängt auch das an, dass ich ihm hörig bin.
Ich möchte geliebt werden und total verwöhnt werden. Ich bin eine Romantische Frau und lebe auch ganz oft in Gedanken. Träume von anderen Männern aber nicht von meinem. Ich denke ich kann auch sagen, das meine Liebe zu ihm, nie richtige Liebe war. Vieleicht am anfang, ja. Aber nicht mehr jetzt. Jetzt bin ich mehr abhängig und möchte nicht alleine sein. Aber das ist kein Leben, das weiß ich. Deswegen bin ich auch hier.

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22. August 2008 um 11:27
In Antwort auf graga_12274844

Ich kann nicht mehr...
Hallo bijou!

Ich weiß das du recht hast und ich versuche immer noch einen klaren Kopf zu behalten.Aber ich denke ich habe schon längst keinen klaren Gedanken mehr.
Ich hatte auch mal in Deutschland eine Therapie begonnen und die tat mir richitg gut. Aber dadurch, das wir jetzt in Norwegen wohnen, geht das wegen der Sprache nicht.

Ich weiß auch, das jede andere frau schon längst gegangen währe. Ich war mal Selbstbewuster und stärker, jetzt binn ich es nicht mehr. Ich sage schon meine Meinung, aber manchmal stimme ich ihm zu, damit es keinen Streit gibt. Da fängt auch das an, dass ich ihm hörig bin.
Ich möchte geliebt werden und total verwöhnt werden. Ich bin eine Romantische Frau und lebe auch ganz oft in Gedanken. Träume von anderen Männern aber nicht von meinem. Ich denke ich kann auch sagen, das meine Liebe zu ihm, nie richtige Liebe war. Vieleicht am anfang, ja. Aber nicht mehr jetzt. Jetzt bin ich mehr abhängig und möchte nicht alleine sein. Aber das ist kein Leben, das weiß ich. Deswegen bin ich auch hier.

Deinem Mann
kannst du nicht helfen, das kann er nur selbst tun. Doch ich denke deine Erfahrung hat dir gezeigt, dass daraus nichts werden wird.

Also lautet die Devise, denk an dich und deine Tochter und helf dir selbst!

Irgendwie haltet ihr immer noch euren halbswegs geregelten Alltag aufrecht (auch nach Außen), so dass er ja noch umso weniger Anlass hat, wirklich ernsthaft an sich zu arbeiten.

Manchmal verwechselt man auch Liebe mit dem Gefühl gebraucht zu werden und jemand anderem helfen zu wollen. Das wird dich selbst aufzeren und dich kaputt machen.

Meinst du, er ist der richtige Mann, bei dem du Liebe suchen solltest? Sein Leben wird von seiner Sucht bestimmt. Du trägst daran keine Schuld. Am Anfang denkt man vielleicht noch "wenn ich nur stark genug bin, kann ich ihm helfen". Doch das ist wohl ein Trugschluss.

Ich denke mal, dein Verstand sagt dir genau, was du eigentlich tun möchtest! Und dein Bauch sicherlich auch. Überlege dir ob du so weiterleben willst.
Und ziehe die notwendigen Schlüsse daraus und handle danach. Er ist nicht konsequent, dann sei du es!

Würde dir gerne ein wenig Stärke rüberschicken! Aber verwende sie für dich selbst
und deine Tochter und nicht für ihn!

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