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Ich kann mich nicht entspannen.

7. August 2008 um 10:04

Ich wurde, wie viele auch, schon öfter betrogen UND belogen.
Ich hab das noch nie niedergeschrieben, aber jetzt muss ich es einfach. Ich geh kaputt, nach so vielen Jahren!

Es ist länger her und war mit meinem ersten Freund. Ich 14, er 16. Ich war über Silvester 1999/2000 mit meiner Familie im Skiurlaub. Er hatte in der Zeit wohl seinen Spaß zu Hause. Ich kam nach zwei Wochen heim. Er sagte: "Wir müssen reden." Ich bin völlig aufgelöst zu ihm gelaufen (wohnten in einem Dorf) und wusste was kommen sollte. Er sagte: "Es tut mir leid, ich habe mit xxx geknutscht! Ich war völlig betrunken und als ich an die frische Lufz ging, war es wie ein Brett vor dem Kopf und ich wusste nicht mehr, was ich tue! Es tut mir leid, ich liebe dich doch."

Dumm und naiv glaubte ich seinen Tränen. Ich war 14 mein Gott. Wir blieben zusammen.

Oma sagte mir einen Tag später: "Hase, wer einmal fremdgeht, tut es immer wieder, glaube mir."

Und recht hatte sie. Ein halbes Jahr später - er auf Ibiza - lernte Mädchen kennen und er kam mit Telefonnummern zurück. Eine schrieb ihm ein paar Tage später: "Ich vermisse dich. Gib doch mal ein Lebenszeichen von dir. Miri." Ich fragte natürlich, wer das sei. "Die muss sich vertippt haben, die Nummer kenn ich nicht." (Total blöd, oder?)
Ich fing später an, sein Zimmer zu durchsuchen und fand die Nummern!!!

Wieder verzieh ich diese Lüge. Ich war 15 und immernoch naiv. Ich bildete mir ein, diesen Typen zu lieben.

Ein Jahr später - er auf Klassenfahrt - kam gleich mit ner neuen Beziehung wieder zurück. Mehr muss ich nicht sagen.

Heute bin ich 23 Jahre alt, habe seit 4 Jahren einen Job und eine eigene Wohnung und schaffe ich es nicht, meinem aktuellen Freund Vertrauen zuzubringen.

Dieser belog und betrog seine Ex auch! Mehrmals!
Nach vielem hin und her bin ich mit ihm seit ein bisschen mehr als einem Jahr zusammen. Es ist noch nichts derartiges bei uns vorgefallen, dennoch kann ich mich nicht entspannen.

Am 09.08.2008 geht er zum Kumpel-Geburtstag und die sind alle "gut bei Flasche". Wieder Alkohol, wieder alleine. Ich kann das von damals nicht vergessen, und mein "Neuer" ist ja auch so "gewesen".

Ich muss nun nicht schreiben, dass er sagt, er würde mir nie weh tun, er liebe mich mehr als... naja ihr kennt das.

Aber ich hab jetzt schon wieder Bangel vor dem Wochenende. Wie komme ich da nur raus?

Ich hab Angst, wieder belogen zu werden, ich kann ihn doch nicht kontrollieren. Ich muss vertrauen, sonst geht es nicht, ich weiß. Ich kann dennoch nicht ruhig schlafen, wenn Alkohol den Mann bestimmt.

Danke fürs lesen.

Stein-im-Magen-Madlen

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7. August 2008 um 10:09

Ich kenne
solche Situationen aus meiner Jugend auch.
Inzwischen bin ich 49, immer noch lebenslustig und ständig unterwegs.
Ich habe festgestellt, dass dieses Verhalten einfach zum Leben gehört (um Kritiken vorzugreifen, es gibt sicher Ausnahmen). Ich habe festgestellt, dass die meisten Menschen (Mann oder Frau) nicht ganz treu sind, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Und ich kann mich inzwischen ein Stück weit damit abfinden. Das wichtigste ist die Liebe.
Auch wenn sich das widersprüchlich anhört.
Siehe meine Antwort auf den Beitrag "fremdgehen". Liebe schließt Fremdgehen nicht aus.
Andersrum aber heißt das auch, dass Fremdgehen nicht bedeutet, ich werde von meinem Partner nicht geliebt.

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7. August 2008 um 10:35
In Antwort auf sauberfrau

Ich kenne
solche Situationen aus meiner Jugend auch.
Inzwischen bin ich 49, immer noch lebenslustig und ständig unterwegs.
Ich habe festgestellt, dass dieses Verhalten einfach zum Leben gehört (um Kritiken vorzugreifen, es gibt sicher Ausnahmen). Ich habe festgestellt, dass die meisten Menschen (Mann oder Frau) nicht ganz treu sind, wenn sich die Gelegenheit ergibt.
Und ich kann mich inzwischen ein Stück weit damit abfinden. Das wichtigste ist die Liebe.
Auch wenn sich das widersprüchlich anhört.
Siehe meine Antwort auf den Beitrag "fremdgehen". Liebe schließt Fremdgehen nicht aus.
Andersrum aber heißt das auch, dass Fremdgehen nicht bedeutet, ich werde von meinem Partner nicht geliebt.

Nun ja,
bisher war ich der Annahme, dass man eben NICHT fremdgeht, wenn man seinen Partner liebt. Jeder weiß, dass danach alles kaputt geht - früher oder später. Und die Liebe dann ja eigentlich keine ist, wenn man bereit ist, die "Liebe" zu riskieren...

Wie definieren Menschen "Liebe", die sagen, dass Liebe nichts mit fremdgehen zu tun hat???

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7. August 2008 um 10:46
In Antwort auf cachany

Nun ja,
bisher war ich der Annahme, dass man eben NICHT fremdgeht, wenn man seinen Partner liebt. Jeder weiß, dass danach alles kaputt geht - früher oder später. Und die Liebe dann ja eigentlich keine ist, wenn man bereit ist, die "Liebe" zu riskieren...

Wie definieren Menschen "Liebe", die sagen, dass Liebe nichts mit fremdgehen zu tun hat???

Liebe
ist ein tiefes Gefühl der Zuneigung, das man jemandem entgegenbringt.
Die wirkliche selbstlose Liebe müsste eigentlich so weit gehen, dass man dem anderen sogar "jemand anderen gönnt, wenn es ihm guttut". So selbstlos ist natürlich niemand.
Aber eine reine Sexgeschichte hat einfach nicht zwingend was mit Liebe zu tun. Es kann doch passieren, dass einem einfach jemand gefällt, rein optisch, der ihn sexuell erregt. In dem Fall ist das dann nur Befriedigung. Ähnlich wie ein gutes Essen (mit jemandem zusammen). Krass gesagt, aber realistisch, denke ich.

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7. August 2008 um 11:03
In Antwort auf sauberfrau

Liebe
ist ein tiefes Gefühl der Zuneigung, das man jemandem entgegenbringt.
Die wirkliche selbstlose Liebe müsste eigentlich so weit gehen, dass man dem anderen sogar "jemand anderen gönnt, wenn es ihm guttut". So selbstlos ist natürlich niemand.
Aber eine reine Sexgeschichte hat einfach nicht zwingend was mit Liebe zu tun. Es kann doch passieren, dass einem einfach jemand gefällt, rein optisch, der ihn sexuell erregt. In dem Fall ist das dann nur Befriedigung. Ähnlich wie ein gutes Essen (mit jemandem zusammen). Krass gesagt, aber realistisch, denke ich.

Also
würdest du deinem Partner verzeihen, wenn er zu dir kommt und sagt: "Hey Schatz, ich hatte letzte nacht Sex mit meiner Kollegin, aber es war ja nur Sex, du weißt, ich liebe nur dich."

Bist du der "offene-Bezeihnugs-Typ"? Ich verstehe was du mir sagen willst, keine Frage. Aber dennoch finde ich, dass man Liebe und die dazugehörige Beziehung nicht wegen bedeutungslosem Sex mit anderen rikiert. Weil einem der Partner was bedeutet. Auf einer anderen Ebene, aber Liebe PLUS Sex.

Sicherlich findet jeder irgendeinen anderen auch sexy usw, aber das Risiko deswegen die Liebe zu verlieren, weil man bedeutungslosen Sex mit dem will - ich weiß nicht so recht.

Wie auch immer.

Ich werde sowas nie nie wieder verzeihen, so dämlich bin ich nicht wieder.

Und wegen dem kommenden Wochenende:

Ich gehe ja auch weg, dennoch kreisen sich meine Gedanken ständig darum, ob er "ja nichts macht". Ich kann eben nicht abspannen und MEINE Zeit genießen, verstehst du? Ich weiß von mir, dass ich treu bin, bin Herr meiner selbst und weiß, was ich mache. Aber ich weiß es nicht von ihm.

Und wenn er es noch so oft sagt, lass die Kerle erstmal "einen in der Birne" haben - dann wars das eh. Ich sag ja nicht, dass Frauen nicht so sind, aber ich eben nicht.
Irgendwo hab ich hier gelesen, dass Männer bei "Geilheit" den Verstand verlieren und an nichts anderes denken können, als die Braut zu vögeln. Sei die eigene Frau vorhanden oder nicht... Und lass dann noch einen alkoholiesierten Schwanz an die Sache - Fortsetzung folgt!

Ich will nicht ständig wie damals Angst haben müssen. Scheiße.

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7. August 2008 um 11:07
In Antwort auf cachany

Also
würdest du deinem Partner verzeihen, wenn er zu dir kommt und sagt: "Hey Schatz, ich hatte letzte nacht Sex mit meiner Kollegin, aber es war ja nur Sex, du weißt, ich liebe nur dich."

Bist du der "offene-Bezeihnugs-Typ"? Ich verstehe was du mir sagen willst, keine Frage. Aber dennoch finde ich, dass man Liebe und die dazugehörige Beziehung nicht wegen bedeutungslosem Sex mit anderen rikiert. Weil einem der Partner was bedeutet. Auf einer anderen Ebene, aber Liebe PLUS Sex.

Sicherlich findet jeder irgendeinen anderen auch sexy usw, aber das Risiko deswegen die Liebe zu verlieren, weil man bedeutungslosen Sex mit dem will - ich weiß nicht so recht.

Wie auch immer.

Ich werde sowas nie nie wieder verzeihen, so dämlich bin ich nicht wieder.

Und wegen dem kommenden Wochenende:

Ich gehe ja auch weg, dennoch kreisen sich meine Gedanken ständig darum, ob er "ja nichts macht". Ich kann eben nicht abspannen und MEINE Zeit genießen, verstehst du? Ich weiß von mir, dass ich treu bin, bin Herr meiner selbst und weiß, was ich mache. Aber ich weiß es nicht von ihm.

Und wenn er es noch so oft sagt, lass die Kerle erstmal "einen in der Birne" haben - dann wars das eh. Ich sag ja nicht, dass Frauen nicht so sind, aber ich eben nicht.
Irgendwo hab ich hier gelesen, dass Männer bei "Geilheit" den Verstand verlieren und an nichts anderes denken können, als die Braut zu vögeln. Sei die eigene Frau vorhanden oder nicht... Und lass dann noch einen alkoholiesierten Schwanz an die Sache - Fortsetzung folgt!

Ich will nicht ständig wie damals Angst haben müssen. Scheiße.

Ich verstehe
dich. Und selbstverständlich würde ich mich auch nicht freuen, wenn mein Freund mit so ner Offenbarung zu mir käme, ganz klar.
Und diese Angst kann ich nachvollziehen, man kann selbst nicht unvoreingenommen fröhlich losziehen, weil das ständig im Hinterkopf ist.
Auch dieses "einen in der Birne haben" ist eben ein Problem, das eben in dieser Konsequenz enden kann.
Nein, nein, ich bin kein "so ein offener Beziehungstyp", das wollte ich damit nicht sagen. Ich kann nur heute, 20 Jahre später, mit solchen Situationen besser umgehen, indem ich sowas ausblende, weil ich mich sonst selbst fertig mache.
Konnte ich damals auch nicht. Ich habe mich so reingesteigert, dass ich fast durchgedreht bin.

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7. August 2008 um 11:20
In Antwort auf sauberfrau

Ich verstehe
dich. Und selbstverständlich würde ich mich auch nicht freuen, wenn mein Freund mit so ner Offenbarung zu mir käme, ganz klar.
Und diese Angst kann ich nachvollziehen, man kann selbst nicht unvoreingenommen fröhlich losziehen, weil das ständig im Hinterkopf ist.
Auch dieses "einen in der Birne haben" ist eben ein Problem, das eben in dieser Konsequenz enden kann.
Nein, nein, ich bin kein "so ein offener Beziehungstyp", das wollte ich damit nicht sagen. Ich kann nur heute, 20 Jahre später, mit solchen Situationen besser umgehen, indem ich sowas ausblende, weil ich mich sonst selbst fertig mache.
Konnte ich damals auch nicht. Ich habe mich so reingesteigert, dass ich fast durchgedreht bin.

WAS
hat dich dann dazu gebracht, eben nicht mehr durchzudrehen?

Hör mal. Ich bin ein riesen Sex And The City Fan. Du klingst etwas wie Miranda in der zweiten Staffel - als sie Sex hatte, und es danach einfach beim ONS beließ. Ohne Gefühle. (Nicht auf dich bezogen, das mit dem "ohne Gefühle") Sie hatte im Laufe der Zeit gelernt, sich nicht reizusteigern, wenn ein Mann sagte: "Miranda, du warst toll, aber wir werden uns nie wieder sehen." Sie hakte das ab und zog weiter. Zynismus besiegte ihren Schmerz.

Also ich meine damit, dass man merkt, dass du zu den erfahrenen hier gehörst und im Laufe der Zeit kapiert hast, dass die Liebe kein "Ritter-auf-dem-weißen-Pferd-rettet-mich-und-liebt--mich-für-IMMER-Leben" ist.

Das ist ehrlich schade, aber wahr.

Also, wie hast DU persönlich deine kleine zynische Art entwickeln können, um nicht ständig von "Herzbrechern" zerfressen zu werden?

Mein Freund hat mir zwar noch nichts angetan in dem Sinne, aber meine Vergangenheit und seine Vergangenheit passen einfach nicht zusammen, sodass ich - wie du damals - durchdrehen KÖNNTE!

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7. August 2008 um 11:27
In Antwort auf cachany

WAS
hat dich dann dazu gebracht, eben nicht mehr durchzudrehen?

Hör mal. Ich bin ein riesen Sex And The City Fan. Du klingst etwas wie Miranda in der zweiten Staffel - als sie Sex hatte, und es danach einfach beim ONS beließ. Ohne Gefühle. (Nicht auf dich bezogen, das mit dem "ohne Gefühle") Sie hatte im Laufe der Zeit gelernt, sich nicht reizusteigern, wenn ein Mann sagte: "Miranda, du warst toll, aber wir werden uns nie wieder sehen." Sie hakte das ab und zog weiter. Zynismus besiegte ihren Schmerz.

Also ich meine damit, dass man merkt, dass du zu den erfahrenen hier gehörst und im Laufe der Zeit kapiert hast, dass die Liebe kein "Ritter-auf-dem-weißen-Pferd-rettet-mich-und-liebt--mich-für-IMMER-Leben" ist.

Das ist ehrlich schade, aber wahr.

Also, wie hast DU persönlich deine kleine zynische Art entwickeln können, um nicht ständig von "Herzbrechern" zerfressen zu werden?

Mein Freund hat mir zwar noch nichts angetan in dem Sinne, aber meine Vergangenheit und seine Vergangenheit passen einfach nicht zusammen, sodass ich - wie du damals - durchdrehen KÖNNTE!

Leider
kenne ich "Sex and the city" nur vom Namen, aber ich habe es nie angeschaut.
Ich kann es dir nicht erklären, wie ich dazu komme, das besser zu tolerieren bzw besser damit leben zu können.
Vielleicht ist es einfach ne Art "Verdrängung". Oder eben "das Alter", das naturgemäß gelassener werden lässt.
Diese Idealisierung der Liebe (Ritter, weißes Pferd) hatte ich auch bis vor einigen Jahren noch in meinem Kopf.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich das zwischenzeitlich ein Stück weit verworfen habe und somit eher loslassen kann vom Zwang, es MUSS, DARF NICHT usw.

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7. August 2008 um 11:32
In Antwort auf sauberfrau

Leider
kenne ich "Sex and the city" nur vom Namen, aber ich habe es nie angeschaut.
Ich kann es dir nicht erklären, wie ich dazu komme, das besser zu tolerieren bzw besser damit leben zu können.
Vielleicht ist es einfach ne Art "Verdrängung". Oder eben "das Alter", das naturgemäß gelassener werden lässt.
Diese Idealisierung der Liebe (Ritter, weißes Pferd) hatte ich auch bis vor einigen Jahren noch in meinem Kopf.
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich das zwischenzeitlich ein Stück weit verworfen habe und somit eher loslassen kann vom Zwang, es MUSS, DARF NICHT usw.

Also nochmal...
Niemand weiß besser, wie es dir geht.
Wenn ich meine Tagebuchaufschriebe aus meiner "früheren und späteren Jugend" lese, denke ich heute, ich war komplett bescheuert (soll jetzt nicht auf dich gemünzt sein, ich rede von MIR).
Da stehen Sachen drin wie .."ich halte das nicht mehr aus, ich könnte grad wo runterspringen, dieser Zustand ist schrecklich..." usw.
Und dazu muss ich sagen, ich WURDE zuvor gar nie betrogen -soweit ich weiß - lag also nicht an schlechten Erfahrungen.
Notfalls, wenn es ganz schlimm wird und ein Dauerzustand wird, empfehle ich nen Psychologen, für ne Art Verhaltenstherapie bzw ne "Umpolung der Gedanken". Wurde mir damals vorgeschlagen, aber ich habe es nie in Anspruch genommen.

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7. August 2008 um 11:39
In Antwort auf sauberfrau

Also nochmal...
Niemand weiß besser, wie es dir geht.
Wenn ich meine Tagebuchaufschriebe aus meiner "früheren und späteren Jugend" lese, denke ich heute, ich war komplett bescheuert (soll jetzt nicht auf dich gemünzt sein, ich rede von MIR).
Da stehen Sachen drin wie .."ich halte das nicht mehr aus, ich könnte grad wo runterspringen, dieser Zustand ist schrecklich..." usw.
Und dazu muss ich sagen, ich WURDE zuvor gar nie betrogen -soweit ich weiß - lag also nicht an schlechten Erfahrungen.
Notfalls, wenn es ganz schlimm wird und ein Dauerzustand wird, empfehle ich nen Psychologen, für ne Art Verhaltenstherapie bzw ne "Umpolung der Gedanken". Wurde mir damals vorgeschlagen, aber ich habe es nie in Anspruch genommen.

So...
Jetzt bin ich es nochmal - ich hab jetzt gleich Feierabend und werde das Büro verlassen. Um heute nachmittag an die "nächste Baustelle" zu gehen.
Falls du noch kommunizieren möchtest, schickst mir ne PN mit deiner email-Adresse, ich guck da immer mal wieder rein.
Ansonsten alles Gute!
LG

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7. August 2008 um 11:42
In Antwort auf sauberfrau

Also nochmal...
Niemand weiß besser, wie es dir geht.
Wenn ich meine Tagebuchaufschriebe aus meiner "früheren und späteren Jugend" lese, denke ich heute, ich war komplett bescheuert (soll jetzt nicht auf dich gemünzt sein, ich rede von MIR).
Da stehen Sachen drin wie .."ich halte das nicht mehr aus, ich könnte grad wo runterspringen, dieser Zustand ist schrecklich..." usw.
Und dazu muss ich sagen, ich WURDE zuvor gar nie betrogen -soweit ich weiß - lag also nicht an schlechten Erfahrungen.
Notfalls, wenn es ganz schlimm wird und ein Dauerzustand wird, empfehle ich nen Psychologen, für ne Art Verhaltenstherapie bzw ne "Umpolung der Gedanken". Wurde mir damals vorgeschlagen, aber ich habe es nie in Anspruch genommen.


Ja das mit dem Tagebuch kenne ich, hab meines aus dem Alter 14,15,16 auch mal wieder gelsen und dacht nur: "Was um Himmels Willen steht da nur?" Würde ich heute eines schreiben und in 20 Jahren lesen, wäre das sicher nicht anders.

Die Psychologen-Sache habe ich auch schon in Erwägung gezogen, aber das fühlt sich so an, als würde ich krank sein. Was im Grunde nicht sehr falsch ist, aber dennoch merkwürdig. Erst gestern hab ich wieder SATC gesehen und da sagte einer: "Wir sind hier in New York, selbst die Therapeuten haben Therapeuten!"

Deshalb musste ich wieder dran denken. Aber das ist doch irgendwie irre, dass ich das nicht alleine auf die Reihe kriege. Das fühlt sich schwach und winzig an.

Ich sollte die Brust erheben können und sagen: "Was auch immer geschieht - ich werde damit fertig!" Das ist leichter gesagt als getan, jedenfalls jetzt noch.

Samstagabend. Er bei Kumpels im Garten. Ich irgendwo anders. Er feiert ausgelassen. Ich grüble. Er trinkt und lacht. Ich trinke und "heule".

Gut, das ist krank...

Es gab eine Zeit, in der ich alles meinem ersten Freund in die Schuhe schob und ihn für mein "Noch-Heute-Leiden" verantwortlich machte. Aber damit komme ich nicht weit. Ausruhen kann man sich tatsächlich nicht darauf und immer wieder sagen: "Ich kann nichts dafür, dass ich so reagiere, ich wurde betrogen...!" Das geht nicht, weiß ich jetzt. Selber handeln. Schwieriger als erwartet...

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