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Forum / Liebe & Beziehung

Ich kann es fast nicht glauben

Letzte Nachricht: 11. Oktober 2005 um 19:43
W
wendy_12509292
09.10.05 um 20:04

Ich habe vor einem Jahr eine Geschichte mit einem Mann angefangen, den ich seit fast 15 Jahren kenne. Wir sind beide 43. Wir hatten damals, also vor 15 Jahren, eine kurze Affäre. Wir haben uns immer mal wieder gesehen in all den Jahren. Denn er wohnt in einer Art Haugemeinschaft mit Freunden von mir. Wir haben uns also gesehen, aber nie gross geredet, so das übliche halt. Es gab allerdings stets eine starke Anziehungskraft zwischen uns (die das Reden wohl irgendwie auch behindert hat), sie beruhte erklärtermassen auf Gegenseitigkeit.

Im letzten Herbst habe ich mich sozusagen plötzlich verliebt. Beziehungsweise ich hatte endlich mal den Mut, mich zu verlieben, vielleicht kann man es auch so sagen. Wie es der Zufall (oder was auch immer) wollte, ist er genau dann auch auf mich zugekommen. Wir haben dann eine Nacht zusammen verbracht, geredet usw. Ich habe ihm dann nach einiger Zeit geschrieben, dass ich mich verliebt habe in ihn. Das ist einfach so passiert, ich weiss nicht, wie und warum. Er hat zuerst mal gar nicht geantwortet. Danach, in den vergangenen Monaten, meinte er dann immer wieder, sei verwirrt, wisse nicht was er wolle, habe Angst, brauche noch Zeit. Und er hat sich immer wieder erstmal völlig zurückgezogen. Ich habe ihn deswegen nicht sehr oft gesehen, zudem wohnen wir nicht gerade in der Nähe. Ich habe ihn jeweils in Ruhe gelassen, er hat jeweils wieder Kontakt aufgenommen.
Ich kann es fast nicht glauben

Ich habe vor einem Jahr eine Geschichte mit einem Mann angefangen, den ich seit fast 15 Jahren kenne. Wir sind beide 43. Wir hatten damals, also vor 15 Jahren, eine kurze Affäre. Wir haben uns immer mal wieder gesehen in all den Jahren. Denn er wohnt in einer Art Haugemeinschaft mit Freunden von mir. Wir haben uns also gesehen, aber nie gross geredet, so das übliche halt. Es gab allerdings stets eine starke Anziehungskraft zwischen uns (die das Reden wohl irgendwie auch behindert hat), sie beruhte erklärtermassen auf Gegenseitigkeit.

Im letzten Herbst habe ich mich sozusagen plötzlich verliebt. Beziehungsweise ich hatte endlich mal den Mut, mich zu verlieben, vielleicht kann man es auch so sagen. Wie es der Zufall (oder was auch immer) wollte, ist er genau dann auch auf mich zugekommen. Wir haben dann eine Nacht zusammen verbracht, geredet usw. Ich habe ihm dann nach einiger Zeit geschrieben, dass ich mich verliebt habe in ihn. Das ist einfach so passiert, ich weiss nicht, wie und warum. Er hat zuerst mal gar nicht geantwortet. Danach, in den vergangenen Monaten, meinte er dann immer wieder, sei verwirrt, wisse nicht was er wolle, habe Angst, brauche noch Zeit. Und er hat sich immer wieder erstmal völlig zurückgezogen. Ich habe ihn deswegen nicht sehr oft gesehen, zudem wohnen wir nicht gerade in der Nähe. Ich habe ihn jeweils in Ruhe gelassen, er hat jeweils wieder Kontakt aufgenommen.

Wir haben in diesem Jahr ein paar Nächte zusammen verbracht uns aber auch einfach sonst gesehen, weil wir uns eben bei meinen Freunden gesehen haben bzw. uns da eben auch allein immer wieder über den Weg gelaufen sind. Ende August sah es dann so aus, als hätte er sich auf einmal entschieden. Er hat mich angerufen, wollte mich sehen, über alles reden und: jetzt ist alles anders. Für ein paar Tage, dann hat er sich neuerlich zurückgezogen.

Dann kam es wie zuvor immer wieder zu ähnliche Gesprächen, immer stärker stand im Vordergrund, dass er Angst hat, nicht noch einmal verletzt werden will und Zeit braucht. Die hätt ich ihm liebend gerne gegeben. Es gab sehr viele Momente von einer Intimität (nicht im sexuellen Sinne!), wie ich sie überhaupt noch nie erlebt habe mit irgendwem.

Nun, nach einem Jahr, hat er mir bei unserem letzten Treffen vor etwa 2 Wochen mitgeteilt, dass er das ganze mit mir als rein sexuelle Angelegenheit sieht. Ich war einigermassen sprachlos. Seine Idee war, es gehe ja auch so. Meine Idee war und ist das nicht, ich habe ihm gesagt, dass das für mich nicht möglich ist. Da gab es dann das letzte grosse Hin und Her, er war sehr aufgelöst, meine, vielleicht doch, er müsse es sich nochmals überlegen. Ich hab ihn nochmals gesehen, nach vielen Tränen über all das Schmerzliche in seinem Leben (da ist in den letzten Monaten tatsächlich sehr viel zusammengekommen), es tue ihm alles sehr leid aber er sei einfach nicht in der Lage und hoffe, dass ich es nicht zu schwer nehme. Die Geschichte ist damit zu Ende.

Ich nehme es aber sehr schwer, muss ich sagen. Ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Es ist leider so, dass meine Gefühl für ihn in dem Jahr alles andere als geschrumpft sind. Aber das hin und her hat mich emotional auch ganz schön mitgenommen. Mein Vertrauen ist ziemlich erschüttert. Und ich bin todtraurig. Ich erwarte hier jetzt keine Rezepte, aber vielleicht kann trotzdem irgendwer etwas dazu sagen?

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W
wendy_12509292
09.10.05 um 20:06

Nachtrag
Sorry, Fehler beim Reinkopieren, der Anfang ist doppelt (als wäre das ganze nicht eh schon lang genug).

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K
kaylyn_12128469
09.10.05 um 21:31

Oh das ist eine sehr traurige Angelegenheit,
es tut mir leid, dass Dir das passiert ist.
Ich kann sehr gut nachempfinden wie es Dir geht, denn es ist schwer sich zu öffnen, sich dem Anderen anvertrauen, Hoffnung zu haben und dann sowas ist so schlimm.
Ich kann Dir kein Rezept geben, nur Dir zeigen, dass hier jemand ist, der Dir zuhört.
Mut machen kann ich Dir, denn ich habe viele schlimme Erfahrungen hinter mir, und es geht immer wieder die " Sonne" auf nach so einer Erfahrung.

Allerdings muss ich sagen, dass es wohl das beste ist, anstelle dieses ewigen Hin und Her, denn das frisst Dich sonst auf Dauer auf.

Ich wünsch Dir alles Liebe und
viel Kraft in dieser Zeit

Fortunia

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W
wendy_12509292
09.10.05 um 22:17
In Antwort auf kaylyn_12128469

Oh das ist eine sehr traurige Angelegenheit,
es tut mir leid, dass Dir das passiert ist.
Ich kann sehr gut nachempfinden wie es Dir geht, denn es ist schwer sich zu öffnen, sich dem Anderen anvertrauen, Hoffnung zu haben und dann sowas ist so schlimm.
Ich kann Dir kein Rezept geben, nur Dir zeigen, dass hier jemand ist, der Dir zuhört.
Mut machen kann ich Dir, denn ich habe viele schlimme Erfahrungen hinter mir, und es geht immer wieder die " Sonne" auf nach so einer Erfahrung.

Allerdings muss ich sagen, dass es wohl das beste ist, anstelle dieses ewigen Hin und Her, denn das frisst Dich sonst auf Dauer auf.

Ich wünsch Dir alles Liebe und
viel Kraft in dieser Zeit

Fortunia

Liebe Fortunia
Was für ein schöner Name...

Vielen Dank für Deine lieben Worte.

Ja, es hätte mich wohl tatsächlich aufgefressen, das Hin und Her. Gut war immer eine örtliche Distanz zwischen uns. Es war für mich auch ein wenig ein Schock, ich hätte nie gedacht, dass dieser Mann so ein Chaos in sich hat. Ich muss mich emotional irgendwie distanzieren, nur weiss ich nicht so recht, wie ich das anstellen soll.

Die Geschichte ist insofern ungewöhnlich, weil wir uns gegenseitig einfach auch immer wieder in Bereiche haben tauchen lassen, die irgendwo eben auch noch vorhanden sind. Unsere Treffen waren irgendwie fast nie normal, sondern immer voller Emotionen und auch emotionaler Kollapse. Damit will ich sagen, dass ich mich da mit Gefühlen konfrontiert sah, die sonst weiss-nicht-wo schlummern. Und er offensichtlich auch. Ich habe das irgendwie immer gewusst, dass es so wäre, darum habe ich eine Annäherung auch jahrelang vermieden.

Ich habe so etwas noch nie erlebt und ich habe auch schon einiges erlebt Jetzt ist alles erst eine Woche her, ich muss mal schauen, was die Zeit bringt, was ich in einem Monat denke und fühle, ich habe keine Ahnung. Es ist einfach alles ein wenig extrem, da habe wir uns jahrelang umkreist gewissermassen, dann dieser Crash, und was ist beim nächsten Mal?

Grüsse, Zora

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K
kaylyn_12128469
09.10.05 um 22:27
In Antwort auf wendy_12509292

Liebe Fortunia
Was für ein schöner Name...

Vielen Dank für Deine lieben Worte.

Ja, es hätte mich wohl tatsächlich aufgefressen, das Hin und Her. Gut war immer eine örtliche Distanz zwischen uns. Es war für mich auch ein wenig ein Schock, ich hätte nie gedacht, dass dieser Mann so ein Chaos in sich hat. Ich muss mich emotional irgendwie distanzieren, nur weiss ich nicht so recht, wie ich das anstellen soll.

Die Geschichte ist insofern ungewöhnlich, weil wir uns gegenseitig einfach auch immer wieder in Bereiche haben tauchen lassen, die irgendwo eben auch noch vorhanden sind. Unsere Treffen waren irgendwie fast nie normal, sondern immer voller Emotionen und auch emotionaler Kollapse. Damit will ich sagen, dass ich mich da mit Gefühlen konfrontiert sah, die sonst weiss-nicht-wo schlummern. Und er offensichtlich auch. Ich habe das irgendwie immer gewusst, dass es so wäre, darum habe ich eine Annäherung auch jahrelang vermieden.

Ich habe so etwas noch nie erlebt und ich habe auch schon einiges erlebt Jetzt ist alles erst eine Woche her, ich muss mal schauen, was die Zeit bringt, was ich in einem Monat denke und fühle, ich habe keine Ahnung. Es ist einfach alles ein wenig extrem, da habe wir uns jahrelang umkreist gewissermassen, dann dieser Crash, und was ist beim nächsten Mal?

Grüsse, Zora

Liebe Zora
ich kenne das wirklich zu gut, doch das nächste Mal hast schon ein wenig Abstand geschafft und Dich dann distanziert.
Dann wird es Schritt für Schritt wieder leichter.
hab da ein kleines Lied für Dich:

Es heisst ich schick Dir einen Engel

Du siehst ziemlich traurig aus
Hast lang nicht mehr gelacht.
Nur red wenn dir nach reden ist
Sag mir was dich traurig macht
Ist bei dir denn ganz das Licht aus
Und findest Du den Schalter nicht
Ich glaub da kommst Du nie raus
Ok jetzt übernehme ich!
Ich schicke Dir jetzt einen Engel
Und mit dem hol ich Dich daraus
Denn mit so himmlischen Kräften
Sieht die Welt gleich anders aus
Ich sprech für Dich ein Vater Unser
Denn das soll helfen in der Not
Und ich öffne Dir die Augen
Du hast soviel wofür es sich zu leben lohnt
Nun komm, verlier'n tut jeder mal
Steck den Kopf nicht in den Sand
Da hat hat man einfach keine Wahl
Und rennt gegen die Wand
So hat jeder seinen eignen Weg
Da kann man nichts dran tun
Willst Du im Frust jetzt überwintern
Und Dich im Selbstmitleid ausruhn

Ich schicke Dir jetzt einen Engel
Und mit dem hol ich Dich daraus
Denn mit so himmlischen Kräften
Sieht die Welt gleich anders aus
Ich sprech für Dich ein Vater Unser
Denn das soll helfen in der Not
Und ich öffne Dir die Augen
Du hast soviel wofür es sich zu leben lohnt


ich hoffe es tröstet Dich ein wenig

Alles Liebe und viel Kraft
bis bald
Fortunia

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W
wendy_12509292
11.10.05 um 19:43
In Antwort auf kaylyn_12128469

Liebe Zora
ich kenne das wirklich zu gut, doch das nächste Mal hast schon ein wenig Abstand geschafft und Dich dann distanziert.
Dann wird es Schritt für Schritt wieder leichter.
hab da ein kleines Lied für Dich:

Es heisst ich schick Dir einen Engel

Du siehst ziemlich traurig aus
Hast lang nicht mehr gelacht.
Nur red wenn dir nach reden ist
Sag mir was dich traurig macht
Ist bei dir denn ganz das Licht aus
Und findest Du den Schalter nicht
Ich glaub da kommst Du nie raus
Ok jetzt übernehme ich!
Ich schicke Dir jetzt einen Engel
Und mit dem hol ich Dich daraus
Denn mit so himmlischen Kräften
Sieht die Welt gleich anders aus
Ich sprech für Dich ein Vater Unser
Denn das soll helfen in der Not
Und ich öffne Dir die Augen
Du hast soviel wofür es sich zu leben lohnt
Nun komm, verlier'n tut jeder mal
Steck den Kopf nicht in den Sand
Da hat hat man einfach keine Wahl
Und rennt gegen die Wand
So hat jeder seinen eignen Weg
Da kann man nichts dran tun
Willst Du im Frust jetzt überwintern
Und Dich im Selbstmitleid ausruhn

Ich schicke Dir jetzt einen Engel
Und mit dem hol ich Dich daraus
Denn mit so himmlischen Kräften
Sieht die Welt gleich anders aus
Ich sprech für Dich ein Vater Unser
Denn das soll helfen in der Not
Und ich öffne Dir die Augen
Du hast soviel wofür es sich zu leben lohnt


ich hoffe es tröstet Dich ein wenig

Alles Liebe und viel Kraft
bis bald
Fortunia

Liebe Fortunia
Nein, eigentlich will ich den Frust nicht überwintern, aber veilleicht ist es nicht so sehr eine Frage des Wollens. Tausend Dank aber auf jeden Fall, für Deine Worte und das Lied. Ich hoffe, der Engel kommt bald an.
Ciao, Zora

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