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Ich habe Schluss gemacht...und trotzdem gehts mir besch.....

18. Mai 2005 um 9:29

Warum ist das so? Man sollte doch meinen, wenn man selbst die Beziehung beendet, weiß man genau, dass das eigentlich das Beste ist und auch den Grund kennt man genau.

Zu meiner Geschichte. Ich habe ihn vor genau einem Jahr und einem Monat kennengelernt - nach einer Beziehung, die nicht sehr schön geeendet hat. Er hat einen anderen Menschen aus mir gemacht, durch ihn wurde ich sportlich und aktiv, im Gegensatz zu vorher, wo mein einziges Hobby das Fernsehen war. Meine ganz Ausstrahlung hat sich dadurch natürlich verändert. Ich habe ihn so sehr geliebt, wie noch nie jemanden zuvor. Und ich wollte wirklich meine Zukunft mit ihm verbringen.
Wer meine Forumbeiträge verfolgt hat, weiß, dass dann allerdings Probleme aufgetaucht sind, da ihm das Haus gehört, in dem auch seine Eltern wohnen, und er NIEMALS und für NIEMANDEN dieses Haus, das er mit viel körperlicher und finanzieller Anstrengung umgebaut hat - und das wirklich wunderschön ist - umgebaut hat.
Und ich bin ein Mensch, ich kann/will nicht mit "fremden" Menschen unter einem Dach wohnen, noch dazu wo die Mutter ganz arg an ihrem Jungen hängt, und eine altmodische Einstellung bezüglich einfach allem hat, die sich absolut nicht mit meinen decken. Und da ich ein Mensch mit nicht sehr großem Selbstbewusstsein und auch keinem großem Konfliktpotential bin, würde ich ein Leben in diesem Haus nicht lange ohne psychische Probleme (die bei mir sowieso schon immer latent vorhanden sind) überstehen.
Außerdem müsste ich alles dafür aufgeben, da es ein großer Ortswechsel wäre (Arbeit, Freunde, geliebte Umgebung...)

Das war das eine. Vor kurzem wurde bei mir eine Krankheit diagnostiziert, die mich sehr mitnimmt. Ich war eine Woche im Krankenhaus und dann eine Woche bei meinen Eltern zuhause. In dieser Zeit habe ich mich total von ihm im Stich gelassen gefühlt, auch wenn er mich an 3 von 7 Tagen besucht hat.
Er glaubt, er macht alles für mich, damit es mir gut geht und ist total beleidigt, wenn ich ihm sage, dass mir das nicht genug ist. Und er konnte mich am Wochenende (wo ich krank zuhause war) nicht besuchen, da er unbedingt in den Tanzclub gehen wollte, wo wir normalerweise 2x/ Wochenende gemeinsam trainieren, was mir aber in nächster Zeit (ca. 2 Monate) aufgrund meiner Krankheit nicht möglich ist. Also hatte ich das Gefühl, er stellt das Hobby und seine Bedürfnisse (weil ihm das Tanzen so gut tut und er das für sich braucht) über meine Bedürfnisse, und lässt mich in dieser Zeit alleine, wo es mir psychisch und physisch so schlecht geht.
Leider ist es auch so, wenn es ihm köperlich nicht sehr gut geht (z.B. Halskratzen) fuhren wir nicht zum Tanztraining, wenn ich nicht fahren wollte, und er schon, dann sind wir immer gefahren - also keine Entscheidungsfreiheit für mich.

Zur Erklärung: Er hätte am gesamten Pfinstwochenende nur am Montag nachmittag für mich Zeit gehabt, und wollte auch nicht bei mir übernachten (Freitag abend Training, Samstag und Sonntag waren Familienfeiern, Montag abend Training). Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber wenn es meinem Freund schlecht geht, verzichte ich auf jedes Hobby und auf die Familienfeiern und verbringe die Zeit mit ihm.

Er glaubt trotzdem, dass er alles getan hat, was in seiner Macht stand, um für mich dazusein.
Nur, ich habe zur Zeit keine Kraft für Beziehungsprobleme, Streitereien, Diskussionen, usw. und deshalb war das der Anlass für mich, Schluss zu machen.

Und jetzt geht es ihm besch....., da er es nicht versteht und mir sehr liebt, und mir geht es auch besch...., weil ich ihn auch sehr gerne habe, und trotzdem weiß ich, dass es richtig war, da wir uns auch in Zukunft nichtmal darüber einigen könnten, wo wir gemeinsam wohnen würden...

Falls irgendjemand bis hierher gelesen hat - DANKE!

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18. Mai 2005 um 9:41

Erstmal...
ich bewundere dich für deine Stärke... Auch wenn du dir jetzt vorkommst wie ein Häufchen Elend. Du bist total stark! Schluss zu machen, wenn man weiß, dass man nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, obwohl mal liebt und geliebt wird ist beneidenswert, denn letztendlich zieht sich alles weiter hin und keiner der beiden wird glücklich. Drück dir fest die Daumen, dass es dir bald besser geht!!!

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18. Mai 2005 um 9:46

Das war ein weiser, harter Schritt!
Hut ab! Ich finde es sehr schwer eine Entscheidung umzusetzen, wenn der Verstand das eine sagt und das Herz etwas anderes...

Zu den "Vorwürfen" die Du ihm machst kann ich nichts sagen, denn dazu müßte ich seine Version hören/ lesen. Ich kenne Dich nicht, daher weiß ich nicht, ob Deine Ansprüche/ Erwartungen vielleicht einfach ein wenig zu hoch sind.
Man mißt seine Erwartungen schließlich immer an dem, was man selber in umgekehrter Situation geben würde und da scheiden sich eben die Geister. Was nicht mangelnde Liebe bedeutet! Manchmal ist es gut zu lernen, einfach mal zufrieden zu sein und sich über das zu freuen was man bekommt - ohne Erwartungen zu haben. Aber das geht nur, wenn man mit sich selbst im reinen ist.

Die anderen Punkte die Du angesprochen hast, wie z.B. das Haus fände ich ebenfalls MEHR als bedenklich! Also was das angeht, hast Du sicher die richtige Entscheidung getroffen. er ist nicht kompromissbereit und in solchen wichtigen Enscheidungen solltest Du es auch nicht sein.
Aber auch hier wäre es in meinen Augen falsch etwas zu fordern, denn dann würde er es für Dich tun und nicht weil er selber es so will.
Es ist schwer einzusehen, dass die Umstände eine Trennung fordern, wenn doch vom Herzen her alles stimmt.

Dass es Dir schlecht geht ist völlig normal und die Zweifel die Du momentan hast werden Dich auch noch sicher eine Weile begleiten, aber die gute Nachricht ist: es wird alles besser! Du musst nur durchhalten und abwarten.

Und vielleicht ist diese Zeit ja auch für ihn nötig um zu spüren, wie sehr Du ihm fehlst...

Beschäftige Dich und kümmer Dich um Dich. Versuch nicht zu grübeln und mach die Sachen, die Dir gut tun.

Kopf hoch!




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18. Mai 2005 um 10:32
In Antwort auf tonka_12294025

Erstmal...
ich bewundere dich für deine Stärke... Auch wenn du dir jetzt vorkommst wie ein Häufchen Elend. Du bist total stark! Schluss zu machen, wenn man weiß, dass man nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommt, obwohl mal liebt und geliebt wird ist beneidenswert, denn letztendlich zieht sich alles weiter hin und keiner der beiden wird glücklich. Drück dir fest die Daumen, dass es dir bald besser geht!!!

...
ich danke euch für eure Antworten.

Wahrscheinlich ist das auch normal nach einer Trennung, aber ich habe wirklich die Angst, dass ich nie wieder jemanden finden werde, der die positiven Eigenschaften, die er hat, auch vorweisen kann. Er war wirklich mein Traummann (100 % treu, macht alle Unternehmungen am liebsten mit mir gemeinsam, besteht nicht auf "Männerabende", sondern will mich immer dabei haben, spricht gerne über Gefühle, usw.... aber wahrscheinlich ist das normal, dass man nach einer Trennung auf einmal nur mehr die positiven Dinge sieht und die negativen mehr und mehr aus den Augen verliert...

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