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Ich habe mich von meiner Frau getrennt. Und nun????

21. Februar 2009 um 17:56

Hallo, wer das auch immer ließt. Ich weiß selbst nicht genau warum ich hier schreibe. Vielleicht muß ich mir mal alles von der Seele schreiben und bin auch gespannt wie andere denken.
Ich bin 31 Jahre alt, war mit meiner Frau elf Jahre zusammen und acht davon verheiratet. Wir haben zwei Kinder und ein Haus. Vor einem halben Jahr habe ich mich von meiner Familie getrennt.
Was ich nun beschreibe, habe ich vor einem halben Jahr noch nicht so gesehen. Ich wußte zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht was in mir vorgeht.
Ich war mitte August auf einem Stadtfest. Habe dort eine Frau kennengelernt, mit der ich mich den ganzen Abend blendent unterhalten habe. Sie gab mir nachher ihre Nummer und ich könnte sie ja mal anrufen. Ich mußte mir selbst eingestehen, daß ich mich irgendwie verguckt hatte. Nun, ich nam mir vor sie am nächsten Abend anzurufen und ihr einfach zu erzählen, daß ich verheiratet bin und zwei Kinder habe, womit sich dann eigentlich alles erledigt hätte. Welche Frau hätte denn interesse, sich mit einem verheirateten Mann zu treffen? Nun, gesagt getan. Ich sagte ihr es, nur ihre Antwort viel etwas anders aus als ich es erwartet hatte: ...ich müßte ja wissen ob ich es mit meinem Gewissen vereinbaren könnte, sie wäre auch in einer Beziehung wo es nicht so läuft und man könnte sich ja mal ruhig auf einen Kaffee treffen...
Ich war völlig überrascht. Ich fing an, mich mit ihr heimlich zu treffen. Ich hätte ja auch schlecht zu meiner Frau sagen können: " Du, ich hab mich irgendwie in jemanden verguckt und möchte ihn gern kennenlernen, was dagegen?" Ich hatte ein tierisch schlechtes Gewissen, obwohl dort nun wirklich nicht mehr gelaufen ist als Kaffee trinken und Unterhaltungen. Aber die Tatsache, daß ich meine Frau belüge und verliebt war, hat sehr an meinem Gewissen genagt. Mein Verstand hat mir die ganze Zeit gesagt, daß ich es lieber lassen sollte, aber irgend etwas anderes in mir war stärker. Das ging ungefähr zwei Wochen so, bis es dann meine Frau rausgekriegt hat. Bin eben kein guter Lügner. Weiß auch nicht, wie einige das über Jahre hinkriegen, allein Gefühlsmäßig. Dann gab es erstmal richtig Stress. Verständlich. Wir hatten eine Woche viele Gespräche, wobei ich auch gesagt habe, daß ich eben mich verliebt habe und ich nicht weiß, was ich will. Zu der Frau, die ich kennengelernt habe, habe ich gesagt das es eben rausgekommen ist und ich jetzt Abstand brauche. Als diese eine Woche fast zu ende war, hat mir meine Frau ein Ultimatum gestellt. Sie geht jetzt mit den Kindern spazieren und wenn sie davon zurück kommt, bin ich entweder noch da oder verschwunden. Ich habe sie dann wärend sie spazieren war angerufen und ihr gesagt, daß ich gehen werde, aber nicht weil ich mich entschieden habe, sondern weil ich Abstand brauche und nicht weiß was ich will. Ich bin dann zu meinen Eltern gezogen in den Keller, praktisch in mein Kinderzimmer. Super. Etwas früher als als geplant, da ich dort erst zwei Wochen später mit beginn meiner Meisterschule einziehen wollte. Hatte überwiegend finazielle hintergründe ( zweites Auto usw. ). Ich fing an über alles nachzudenken. Man verliebt sich doch nur in jemanden, wenn etwas in der Beziehung nicht stimmt? Was stimmt nicht? Was will ich? Ich bin langsam dahinter gekommen. Meine Frau und ich haben uns nicht mehr viel Unterhalten, was ich noch für Liebe gehalten habe, war nur noch Gewohnheit. Es war nur noch Alltag. Ich habe in meinem Job jeden Tag zwölf und mehr Stunden gearbeitet, ansonsten am Haus und was dann an Zeit überblieb hat mit Recht die Familie in Anspruch genommen. Ich selbst bin aber zu kurz gekommen und bin jetzt aus allem ausgebrochen und - das Entscheidende - ich hab mich sauwohl Gefühlt. Ich habe dann zwei Wochen später mit meiner Frau gesprochen und mich von ihr getrennt. Mit der anderen Frau bin ich in einer Beziehung, nach wie vor. Sie hatte sich in der Zwischenzeit auch von ihrem Freund getrennt.
Das Verhältnis zwischen meiner Frau und mir ist seit unserer Trennung nicht leichter geworden. Wir wollen uns nach dem Trennungsjahr scheiden lassen. Ich habe bisher alles von einander getrennt. Wir haben ein Problem miteinander, eine Sache. Das Haus , das Finanzielle, eine andere und die Kinder eine ganz andere Geschichte. Ich will ihr nicht Schaden, ich hab ihr gesagt, daß sie in dem Haus wohnen bleiben soll, die Kinder sollen in ihrer gewohnten Umgebung groß werden. Von der Einrichtung und dem Auto möchte ich nichts haben, denn es bringt ja nichts wenn ich von den sechs Stühlen drei mitnehme und die Tischplatte, die Beine und die anderen drei Stühle soll sie behalten. Totaler quatsch. Ich fang dann eben bei Null an, ich bin ja auch schließlich gegangen. Sie fing aber an diese drei Punkte zu vermischen. Will es mir irgendwie heimzahlen, weil ich sie ja wegen einer anderen Verlassen hätte, was so nicht ganz richtig ist. Meine jetzige Freundin war nicht der Grund, sondern der Auslöser. Meine Frau hat unser Konto komplett abgeräumt, was für sie auch in Ordnung ist. Sie hätte ja auch noch den Dispo ausreizen können. Soll ich ihr jetzt etwa dankbar sein, daß sie es nur auf Null gesetzt hat? Ich beschränke mich finanziell auf ein Minimum. Versuche in Moment mit 300 Euro im Monat klar zu kommen, was auch schon Ok ist, da das Meister-BaföG auch nicht ganz üppig ist. Die Kinder und sie sollen nicht jetzt auch noch finanziell leiden. Sie sieht das aber alles als selbstverständlich an und fordert oft noch mehr, z.B. die Umbauarbeiten an der Garage fertig machen und in einer Art und Weise, ne geht garnicht. Sie sagt :"Spring "und ich soll fragen:" wie hoch?". Zum Glück waren wir uns bisher bei den Kindern einig und sie werden von keinem Benutzt um seinen Privatkrieg auf ihrem Rücken auszutragen. Ich sehe sie alle zwei Wochen übers Wochenende und ich war mit meiner Frau auch bei einer Beziehungsberatung, wie man es den Kindern am besten sagt , daß Mama und Papa sich trennen. Bis jetzt. Vor ein paar Tagen sagte sie mir, daß sie möchte, das ich den Kindern sage, das ich eine Freundin habe und zwar schnellst möglich. Wieder nach der Spring-Wie-Hoch-Methode. Ich frag mich wieder was das jetzt soll. Die Kinder würden danach fragen und sie möchte sie nicht mehr anlügen. Nur zum Verständnis, meine Kinder sind sechs und drei Jahre alt und Mama und Papa haben sich getrennt , weil wir uns eben nicht mehr lieb haben. Die wissen nichts von einer Freundin und sie fragen auch bestimmt nicht danach. Das geht um meine Frau, aber nicht um die Kinder und ich glaube, daß es jetzt nicht förderlich wäre sie damit zu belasten. Die beiden haben mit der Trennung allein schon genug zu tun. Bei allem Verständnis für sie, komm ich jetzt langsam an einen Punkt wo der Geduldsfaden sehr dünn wird und zu reißen droht. Sie sagt sie braucht Zeit und sie mochte sich außer wenns um die Kinder geht, nur noch per E-mail mit mir Unterhalten. Sie kommt jetzt alle zwei Wochen mit irgend einem Mist an, um mir das Leben schwer zu machen. Wie soll ich mich verhalten? Ich würde so gerne langsam einige Dinge abstellen, die ich nicht machen muß, um ihr zu zeigen , wie nett ich eigentlich bin und es nicht sebstverständlich ist. Die einzige, die mich davon abhält und auch fürsprache für meine Kinder und meine Frau hat, ist meine Freundin, die ich dafür hochachte. Was sagt ihr zu der ganzen Situation, was ist eure Meinung? Das würde mich mal interessieren.

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21. Februar 2009 um 20:47

Euch ist das passiert, was jeden Tag
tausenden anderen auch passiert. Ihr habt ein Haus gebaut und ward kräftig mit allem möglichen beschäftigt und habt dabei eure Beziehung vergessen. Das machen wie gesagt viele andere auch so.Und wenn dann alles fertig ist und alles angeschafft ist einschließlich der Kinder und Hund dann ist die Ehe so brüchig geworden, dass sie bei vielen vorbei ist. Da haben zwei Menschen etwas versäumt ,nämlich du und deine Frau und da ihr erwachsenen Menschen seid habt ihr die Verantwortung genau zur Hälfte zu übernehmen. Du hast dich dann verliebt und warst anfällig und hast die Konsequenz gezogen. Deine Frau ist sehr verletzt und kann sich ganz offensichtlich ihren Anteil von Versäumten nicht eingestehen. Sie hat nun einen Schuldigen nämlich dich und noch eine Schuldige nämlich deine neue Partnerin. Ich würde versuchen Gespräche mit Dritten (Beratung) oder mit einem Mediator zu führen, dass die Sache auch für die Kinder gut weitergeht. Das fände ich nämlich ganz wichtig. Und zum anderen denke ich, dass du durchaus Grenzen setzten mußt, denn du mußt dir nicht alles gefallen lassen. Gut ist es , wenn du dir anwaltliche Beratung holtst. Du mußt dich nicht erpressen lassen. Du hast dich entschieden, hast eine klare Linie gezogen, das Wohl deiner Frau und deiner Kinder liegt dir am Herzen. Also mehr geht nicht.
Gruß Melike

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22. Februar 2009 um 12:42

Ich
denke das die andere frau doch eine grosse rolle spielt.Und du nur vor der verantwortung familie kinder hausbau weg rennst.und das andere leben was du jetz führst ist viel einfacher..als das was du mit deine frau geführt hast aber auch bei der neue bezihung kommt der altag.ich wünsche weiter hin viel erfolg.

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22. Februar 2009 um 15:13

Hallo....
ich kenne den Ablauf einer Trennung in der Art, wie Du es gemacht hast, ganz genau aus der Sicht der verlassenen Frau.
Mein Ex hat auch eine Neue als Sprungbrett genutzt, um aus unserer Beziehung mit Haus , Hof und zwei Kindern auszubrechen.
Für mich brach eine Welt zusammen. Er hat mich auch erst mal verbal so klein gemacht, dass ich nicht mal mehr "piep" sagen konnte.
Ich finde es schade, dass die verlassene Frau dann keine Chance mehr hat, an der Beziehung zu arbeiten. Die "Neue" ist im Hintergrund, die Schmetterlinge im Bauch wachsen...,.....
Durch die eigene Unsicherheit und Verletztheit...werden auch die Kinder unsicher und aggressiv...so hab ich es kennengelernt.
Mein Ex hat sogar gleich noch die Kinder mit der Neuen und deren Sohn in Berührung gebracht, gemeinsame Ausflüge, Schwimmbad...ect.
Das tat mir sehr weh und die Kinder waren verstört.
Dies ist jetzt ca. 2 Jahre her.....wir haben uns arrangiert.
Er sieht die Kinder sogar zweimal die Woche und einen Tag am WE!
Die neue Beziehung liegt scheinbar momentan auf Eis...wird aber immer mal wieder belebt...
aber er unternimmt nun schon seit Monaten nur noch alleine was mit den Kindern (5 und 8) , was Ihnen gut tut.

Ich denke, die Kinder müssen nicht gesagt bekommen, dass Du ne neue Freundin hast. Sie können damit wirklich noch nicht viel anfangen. Auch sollten sie Mama und Papa erstmal jeden für sich als "Einzelperson" erleben.
Wenn deine neue Beziehung gefestigt ist, reicht es immer noch, Kontakte aufzubauen.

Mit dem Mist, der alle vierzehn Tage auf dich zukommt, ist das so ne Sache.
Ich stoße z.B. handwerklich auch oft an meine Grenzen, obwohl ich schon viel dazugelernt habe. Mein Ex hilft mir auch......aber bei mir ist das so, dass ich das garnicht will........leider müßte ich dann Handwerker für teueres Geld beauftragen...also laß ich ihn doch manches machen....er macht dies unter dem Aspekt, dass es ja den Kindern auch zu Gute kommt...
Ich würd dir raten, Ihre "Anweisungen" ernst zu nehmen..., vielleicht zu notieren..und genaue Termine auszumachen, wann was erledigt wird..auch mit Rücksicht auf deine Meisterschule...nehme an, Du bist im Dauerstreß???

Ich denke, bei deiner Ex-Frau ist viel Verletztheit und Unsicherheit im Spiel.
Sie wird wohl auch Existenzängste haben.
Diese gilt es zu beseitigen.

Mit dem "nur noch E-mailen"...das kann ich auch gut verstehen.
Wenn man mit dem Ex dauernd noch persönlichen Kontakt hat...kann man die mit Sicherheit noch vorhandenen Gefühle erstrecht nicht abstellen.
Abgrenzung, Abstand...ist gefragt.

Und noch etwas.....an die neue Freundin:
Finde es unmöglich, dass sie sich in die Ehe einmischte.
Ich -für mich- hätte nie und nimmer mich mit einem verheirateten Mann getroffen, da ich selbst weiß, was alles zerstört werden kann........
und für ein Abenteuer wäre ich mir zu schade....aber da denken
halt viele Frauen und Männer anders.....nach dem Motto:
"Ich hab nur ein Leben!"

Hoffe, ich hab dir etwas geholfen..
Grüße und alles Gute von
sehnsucht13


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22. Februar 2009 um 23:08
In Antwort auf melike13

Euch ist das passiert, was jeden Tag
tausenden anderen auch passiert. Ihr habt ein Haus gebaut und ward kräftig mit allem möglichen beschäftigt und habt dabei eure Beziehung vergessen. Das machen wie gesagt viele andere auch so.Und wenn dann alles fertig ist und alles angeschafft ist einschließlich der Kinder und Hund dann ist die Ehe so brüchig geworden, dass sie bei vielen vorbei ist. Da haben zwei Menschen etwas versäumt ,nämlich du und deine Frau und da ihr erwachsenen Menschen seid habt ihr die Verantwortung genau zur Hälfte zu übernehmen. Du hast dich dann verliebt und warst anfällig und hast die Konsequenz gezogen. Deine Frau ist sehr verletzt und kann sich ganz offensichtlich ihren Anteil von Versäumten nicht eingestehen. Sie hat nun einen Schuldigen nämlich dich und noch eine Schuldige nämlich deine neue Partnerin. Ich würde versuchen Gespräche mit Dritten (Beratung) oder mit einem Mediator zu führen, dass die Sache auch für die Kinder gut weitergeht. Das fände ich nämlich ganz wichtig. Und zum anderen denke ich, dass du durchaus Grenzen setzten mußt, denn du mußt dir nicht alles gefallen lassen. Gut ist es , wenn du dir anwaltliche Beratung holtst. Du mußt dich nicht erpressen lassen. Du hast dich entschieden, hast eine klare Linie gezogen, das Wohl deiner Frau und deiner Kinder liegt dir am Herzen. Also mehr geht nicht.
Gruß Melike

Hallo melike13,
Danke für Deine Nachricht. Es tut gut, wenn jemand das alles aus einem sachlichen Perspektive sieht und dazu seine Meinung abgibt. Da spricht auch eine gewisse Lebenserfahrung. Ich war Überrascht als ich in mitten der Trennung war, wie häufig sich Paare trennen. Auf einmal hörte man an jeder Ecke, bei Bekannten und Freunden, daß der und der sich getrennt hätten. Als ob eine Seuche ausgebrochen wäre. Man wird wohl auf einmal was sowas angeht sehr hellhörig.
Danke für Deine ehrlichen Worte.
Gruß anno1177

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22. Februar 2009 um 23:42
In Antwort auf vergeben73

Ich
denke das die andere frau doch eine grosse rolle spielt.Und du nur vor der verantwortung familie kinder hausbau weg rennst.und das andere leben was du jetz führst ist viel einfacher..als das was du mit deine frau geführt hast aber auch bei der neue bezihung kommt der altag.ich wünsche weiter hin viel erfolg.

Hallo vergeben73,
auch Dir möchte ich für Deine Antwort Danken auch wenn es sehr als Vorwurf rüberkommt. Es ist aber auch ok, es regt zu Nachdenken an.
Es mag sein, daß ich auf eine gewisse Art und Weise weggerannt bin, aber ich habe eine Entscheidung getroffen, daß ich das Leben, wie ich es bisher geführt habe, nicht mehr möchte. "Nur" wegen der Kinder zu sagen, ich bleibe noch 15 Jahre mit meiner Frau zusammen, bis die Kinder aus dem Haus sind, damit tu ich doch nun auch niemanden ein gefallen mit und dafür bin ich auch noch zu jung. Das neue Besen gut kehren, weiß ich auch. Auch hier kommt der Alltag, aber es sind in dieser Beziehung für mich viele kleine Dinge, die in meiner vorigen nicht möglich waren. Wo nich für mich feststelle: " Das geht auch anders?"
Das ich aber vor der Verantwortung weg laufe, da möchte ich Dir wiedersprechen. Ich habe immer noch nach wie vor eine Verantwortung, zwar nicht mehr die des Familienvaters der an alltäglichen Leben teilnimmt, was mir auch nicht leicht fällt, da die Kinder sich langsam von mir entfernen, aber ich habe die Verantwortung, daß es meiner Familie wenigstens Finanziell gut geht, wobei ich aber auch noch eine Da-Seins-Berechtigung habe. Das jetzt alles einfacher ist, kann ich auch nicht gerade behaupten, aber über diese Konsequenzen war ich mir klar als ich mich für die Trennung entschieden habe und ich denke diesen Schritt ins ungewisse zu gehen, erfordert manchmal mehr Mut, als um aus finanziellen Gründen im alten Trott zu bleiben.
Gruß anno1177

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23. Februar 2009 um 0:43
In Antwort auf sehnsucht13

Hallo....
ich kenne den Ablauf einer Trennung in der Art, wie Du es gemacht hast, ganz genau aus der Sicht der verlassenen Frau.
Mein Ex hat auch eine Neue als Sprungbrett genutzt, um aus unserer Beziehung mit Haus , Hof und zwei Kindern auszubrechen.
Für mich brach eine Welt zusammen. Er hat mich auch erst mal verbal so klein gemacht, dass ich nicht mal mehr "piep" sagen konnte.
Ich finde es schade, dass die verlassene Frau dann keine Chance mehr hat, an der Beziehung zu arbeiten. Die "Neue" ist im Hintergrund, die Schmetterlinge im Bauch wachsen...,.....
Durch die eigene Unsicherheit und Verletztheit...werden auch die Kinder unsicher und aggressiv...so hab ich es kennengelernt.
Mein Ex hat sogar gleich noch die Kinder mit der Neuen und deren Sohn in Berührung gebracht, gemeinsame Ausflüge, Schwimmbad...ect.
Das tat mir sehr weh und die Kinder waren verstört.
Dies ist jetzt ca. 2 Jahre her.....wir haben uns arrangiert.
Er sieht die Kinder sogar zweimal die Woche und einen Tag am WE!
Die neue Beziehung liegt scheinbar momentan auf Eis...wird aber immer mal wieder belebt...
aber er unternimmt nun schon seit Monaten nur noch alleine was mit den Kindern (5 und 8) , was Ihnen gut tut.

Ich denke, die Kinder müssen nicht gesagt bekommen, dass Du ne neue Freundin hast. Sie können damit wirklich noch nicht viel anfangen. Auch sollten sie Mama und Papa erstmal jeden für sich als "Einzelperson" erleben.
Wenn deine neue Beziehung gefestigt ist, reicht es immer noch, Kontakte aufzubauen.

Mit dem Mist, der alle vierzehn Tage auf dich zukommt, ist das so ne Sache.
Ich stoße z.B. handwerklich auch oft an meine Grenzen, obwohl ich schon viel dazugelernt habe. Mein Ex hilft mir auch......aber bei mir ist das so, dass ich das garnicht will........leider müßte ich dann Handwerker für teueres Geld beauftragen...also laß ich ihn doch manches machen....er macht dies unter dem Aspekt, dass es ja den Kindern auch zu Gute kommt...
Ich würd dir raten, Ihre "Anweisungen" ernst zu nehmen..., vielleicht zu notieren..und genaue Termine auszumachen, wann was erledigt wird..auch mit Rücksicht auf deine Meisterschule...nehme an, Du bist im Dauerstreß???

Ich denke, bei deiner Ex-Frau ist viel Verletztheit und Unsicherheit im Spiel.
Sie wird wohl auch Existenzängste haben.
Diese gilt es zu beseitigen.

Mit dem "nur noch E-mailen"...das kann ich auch gut verstehen.
Wenn man mit dem Ex dauernd noch persönlichen Kontakt hat...kann man die mit Sicherheit noch vorhandenen Gefühle erstrecht nicht abstellen.
Abgrenzung, Abstand...ist gefragt.

Und noch etwas.....an die neue Freundin:
Finde es unmöglich, dass sie sich in die Ehe einmischte.
Ich -für mich- hätte nie und nimmer mich mit einem verheirateten Mann getroffen, da ich selbst weiß, was alles zerstört werden kann........
und für ein Abenteuer wäre ich mir zu schade....aber da denken
halt viele Frauen und Männer anders.....nach dem Motto:
"Ich hab nur ein Leben!"

Hoffe, ich hab dir etwas geholfen..
Grüße und alles Gute von
sehnsucht13


Hallo sehnsucht13,
Danke für deine Antwort. Das unsere Kinder agressiv werden, kann ich nicht sagen. Ich bin froh, daß die Kinder aus den Streitigkeiten rausgehalten werden. Vor den Kinder waren wir uns bisher nur einig. Sie haben bisher nicht eine Auseinandersetztung miterlebt. Unser Großer hat jetzt auch sein erstes Zeugnis aus der Schule mitgebracht, was sehr gut ausgefallen ist, was mich sehr gefreut hat. Das es meiner Noch-Frau sehr schlecht geht, daß sie in ein Loch fällt und was für Fragen in ihrem Kopf rumgeistern kann ich gut nachvollziehen, wenn ich mich in ihre Lage versetzte. Es tut mir leid, daß ich mit dieser Entscheidung ihr und das Leben von den Kindern schlagartig ändert. Ich würde ihr schon gerne helfen, es ihr irgendwie leichter machen, aber genau diese hilfsbereitschafft nutzt sie aus, um mir zu Schaden. Das meinte ich eigentlich auch mit dem "Mist", der regelmäßig auf mich zukommt. Klar bin ich auch bereit, sie bei handwerkliche Sachen zu unterstützen, wenn sie es möchte, wenn sie mir aber auf einmal droht, sie will, daß ich mir innerhalb eines Monats eine Lösung mit der Garage einfallen lasse und sie würde anderen Falls eine Firma beauftragen und mir die hälfte in Rechnung stellen, dann sinkt diese Bereitschaft beträchtlich.
Tja, und zu meiner Freundin würde ich Dir auch noch gerne etwas sagen:
Wir haben schon viele Gespräche geführt, auch wie das alles gekommen ist. Wir waren beide überrascht, wie schnell das alles ging.
Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß wir beide erst zwei-gleisig fahren wollten, stellten beide aber fest, daß wir es nicht einfach nicht können. Geht garnicht. Obwohl da nun wirklich auch noch nichts gelaufen ist in der Kennenlernphase, aber allein die Vorstellung, daß ich bei ihr dann übernachtet hätte und morgens zu meiner Familie gefahren wäre, hätte ich nicht hingekriegt. Ihr ging es genauso.
Sie war am Anfang auch sehr vorsichtig, weil sie immer im Hinterkopf hatte, ich könnte alles bereuen und zu meiner Frau zurückwollen. Sie dachte auch am Anfang,: ok, der nett, der will nur ein bißchen flirten, weil seine Beziehung zu langweilig ist. Es ist alles unter Kontrolle.
Das hatte sich aber ja schnell geändert.
Sie hätte selbst nie gedacht etwas mit einem verheirateten Mann anzufangen. Aber wie sagte sie mal zu mir: " Bist Du wirklich sicher, daß Du das willst? Du setzt alles aufs Spiel, ich nicht." und: " Ich bin zu egoistisch Dich wieder herzugeben, da Du mir in der kurzen Zeit schon verdammt wichtig geworden bist. Außerdem kenne ich Deine Frau ja auch nicht"
Sie hat aber auch trotz der Worte auch ein schlechtes Gewissen, sie ist sich dessen auch bewußt.
Aber es gehöheren ja auch immer zwei dazu.

So,nun ist es aber auch schon spät,
ich danke Dir für Deine ehrlichen Worte.
Gruß anno1177

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23. Februar 2009 um 8:48

Diagnose allein gestellt, Therapie: Weglaufen - wie oft noch?
Auch hier eine Antwort, leider mit etwas mehr Text.

Mein Noch-Ehemann hat mich nach 18 Jahren Ehe mit einer Angestellten betrogen und lebt mit dieser nun seit 2 Jahren zusammen.

Wie kam dies? Ich weiß es nicht.
Mein Ex hatte zu DDR-Zeiten eine Kurzkarriere als Offizier hinter sich und begann dann 1993 in dem ihm geschenkten Abschluss eines Diplombauingenieurs zu arbeiten. Ich studierte auch bis 1989, bekam dann 1990 meinen Sohn. 1992 studierte ich noch einmal 3 jahre, nahm damals meinen Sohn mit und mein Ex und ich sahen uns nur an den Wochenenden. Da ich im Harz war, verbrachten wir die WE auch öfters dort. Unternahmen etliches, liebten uns sehr und hielten daher zusammen durch, denn finanziell war es stets belastend.
Was (mir) aber schon damals fehlte, war ein gemeinsamer Freundeskreis, ich selbst hatte dort Freundinnen und auch später in der Stadt, in der wir dann lebten. Nach dem Studium arbeitete ich und mein Ex auch, und 1997 wurde unsere Tochter geboren. Auch sie ein Wunschkind.
Ich hatte auch in der Freizeit versucht, dass mein Ex und ich gemeinsame Freunde haben, ihm waren meine Freundinnen nie passend genug, er selbst hatte keine Freunde. Auch seinen Studienfreund vernachlässigte er, obwohl wir anfangs dessen Familie noch gelegentlich besuchten (sie wohnten weit weg).

Seine Freizeit gestaltete er somit meist vor dem PC. Ich hatte damit Probleme, es gab sicher auch Streit, aber dann versuchte i c h , unsere Freizeit mehr mit Ideen zu füllen. Was wegen der Doppelbelastung sehr schwierig war, aber es gibt nichts, was eine liebende Frau nicht meistern würde. Von ihm kamen kaum Ideen, aber ab und zu mal baden fahren in eine Schwimmhalle mit den Kindern war schon mal drin.
Ein weiteres intensives "Hobby": Formel 1. Na jetzt wohl nicht mehr, da Herr Schuhmacher nicht mehr bei ist.

OK, auch damit findet man sich ab, interessiert sich leidlich, um auch mal darüber sich zu unterhalten zu können. Ein Ehemann einer Freundin vonmir war auch so Fan, und da glaubte ich, kann man mal gemeinsame Freundschaften (auch mit weiteren echten Aktivitäten entwickeln) aber Fehölanzeige. Die beiden
Männer saßen stundenlang nebeneinander ohne zu reden. (von gelegentlichen Kommentaren abgesehen).

1999 zogen wir aus der Stadt in ein Haus mit großem Grundstück aufs Land. Ich wieder integriere mich über meine Kinder und knüpfe Kontakte, trete in den Sportverein ein. Mein Ex: Fehlanzeige. Skat interessierte ihn, aber nicht im Vereinslaben, Fußball gar nicht, Feuerwehr auch nicht. Ja als Mann hat man es halt schwer.

Das große Grundstück, dass mich körperlich an meine Grenzen stoßen ließ (auch wenn er rasen mähte und sich um den Pool kümmerte), war für ihn Oase der Ruhe und Entspannung und ich sah es auch für die Entwicklung meiner Kinder als wichtig, dass sie mal sehen wie eine Möhre wächst. dazu muss sie aber auch angebaut etc. werden.

Irgendwann auch nach kleineren (?) Streien bei ihm die Einsicht, v.a. weil es ja so niedlich war, mit der Tochter Kartoffeln zu buddeln. Das Interesse für den Sohn beschränkte sich auf die Durchsicht der hausaufgaben. Man(n) wunderte und ärgerte sich nur, dass sein Großer sich mehr in eine PC-Welt zurückzog. Aber der Große hatte dennoch viele Kumpels und aus heutiger Sicht auch einige Freunde. Nach Auffassung seines Vaters ging er aber zu selten raus. (vom Baden mal abgesehen). Aber was lebte er ihm vor.

Auch hier wieder ich:

wenn man liebt, sucht man bei sich Fehler, obwohl ich dem Ex auch oft meine Meinung sagte. Denn blöde war ich ja nicht. Aber ich machte auch mit dem Großen allein (!) mal ne Radtour, unterhielt mich über seine PC-Spiele. Er hatte auch Aufgaben im Haushalt. natürlich gibt es in der Pubertät auch Probleme. Aber sollte man die nicht gemeinsam angehen?

ich fuhr 2001 zur Mutter-Kind Kur. Erfuhr, dass man sich auch Zeit mit dem Partner alleine nehmen sollte. Mein Ex war davon begeistert und wir hatten das Gefühl, es im griff zu haben.

Irgendwann dann seine Enlassung und sofort Pläne für eine Selbständigkeit. Ich bin übrigens Beamtin. OK, das würde auch für die familie Nähe bedeuten, statt ein vater, der weit fort ist.

Alles gemeinsam besprochen, von der Wahl des Firmenlogos bis zu vielen anderen details. Nach seinem Auszug aus dem "Büro" im (Miets!)-haus in Mietbüros. War auch oftmals bei ihm um zu helfen, nach meinem 8-Stunden-Tag. Und da man mit den Jahren auch zu hause routinierter wird, organisierte ich das schon irgendwie.

Übergigens hatte wir nun dankl meiner Integrationsaktivitäten noch 2 Paare (allerdings 10 Jahre jünger) gefunden, mit denen wir mal gemeinsam grillten, irgendwann kamen auch mal Geburtstagspartys dazu. Es wuchs so was wie Freundschaften.

Ein von den beiden (nie verheirateten) Frauen stellte mein Ex dann ohne mich zu fragen 2005 ein.

Zu diesem Zeitpunkt dümpelt die Firma so dahin, ich fan die Zugabe zum familieneinkommen nicht so prickelnd. Er meinte verärgert, dass er so viel in die Firma gesteckt habe, das gäbe er nie auf. Und ob ich ihn wohl lieber arbeitslos sehen wolle. Er unterstellte mir auch subtilerweise ständig, dass ich einfach nicht mit geld umgehen könne und auch kein Interesse an den familienfinanzen habe. Die Bankgeschäfte erledigte er alleine. Nun das Konto wuchs wohl nicht so, wie er es sich vorstellte, aber wenn man plötzlich 1.500 EUR weniger hat, na das soll mir mal einer erklären. Vor allem wollte ich ihn sanft die augen öffnen, was das Leben so kostet, indem er mal planen und einkaufen sollte, aber keine Chance. Er hatte dafür keine Zeit. Urlaub gab es auch nur 1 Woche im jahr, dafür hatte ich aber Verständnis und habe nie gemault.

Inzwischen war seine Schwester (zu der er wenig Kontakt hatte und ich gab es irgendwann auf) auch von ihrem Mann sitzen gelassen, was er nur mit den Worten kommentierte: na nun ist die heile Welt endlich zerbrochen. (Sie hat ein Haus mit Schulden und 2 Kinder). Auch dies aber schon Anfang 2005.

Ich hatte nun wegen der Firma Sorgen für die Zukunft, weil ich feststellte, dass wir nun nur noch wenig sparen konnten und er im Alter nur noch seine private Rentenversicherung hätte, die monatlich ausgezahlt grade reicht, die private Krankenversicherung zu decken. Er reagierte immer unwirsch und meinte, wer weiß ob er dann noch lebt.

Irgendwann 2005 entschlossen wir uns deshalb ein bescheidenes haus, das abzahlbar wäre zu kaufen. 29.12.2005 Notartermin. Am 01.01.2006 das Aus. Wegen der Dame aus unserem Freundeskreis, die er eben ohne mein Wissen eingestellt hatte.
Das heißt, dies wusste ich nicht, erfuhr nur, dass er mich nicht mehr liebe. Er hätte die raten nie allein neben einem eigenen neuen Leben zahlen können. Falls es noch jemanden interessiert, wie es weiterging, später.

Ich frage mich noch heute, was ich falsch gemacht habe. Muss man dem mann die Pistole auf die Brust setzen wegen der Firma. denn wenn nicht, kriegt man dennoch einen Arschtritt. Inzwischen ist er von mir aus den Schulden und em Grundbuch entlassen, ich habe ein 60-.Jahre altes haus an der Backe und aber einen Freund, der für mich alles macht. dafür bin ich sehr dankbar und ich will den Mann nicht mehr zurück.

Aber dennoch ist man, nicht nur wegen der Schulden nie fertig miteinander. Um seine Tochter kümmert er sich, alle 2 Wochen 1 WElang. Mein Sohn? Den hatte er noch belogen, von wegen, er ist mal für ne Weile weg. Welches ausreißen. Er hatte uns das Haus noch renoviert und seine und meine Eltern haben mitgeholfen.

Das und der regelmäßige Umgang mit der Tochter gibt ihm wohl ein gutes Gewissen? Dass ich den Regelunterhalt erst einklagen musste, auch normal? Die armen missverstandenen Selbständigen mit ihren gelasten BMW: Seine Angestellte ist nun fast 2. Chefin, obwohl sie nicht mal Bürokauffrau o-ä. gelernt hatte und nur gut reden kann.

Alle beiden Paare haben nun auch keinen Kontakt mehr zu mir, der eine verlassene mann nicht, na ist ja auch klar.und die anderen beiden sagten mir nach Monaten erst, adss er schon zur Silversterfeier mit seiner Angestellten in unserem Haus rummachte.

Also Ihr Männer: was wollt Ihr noch? Frauen, die schön sind? Na, ich bin auf keinen Fall hässlich. Schlank auch. Für eine nettes familienleben zu haben, gelegentlich auch was allein mit Freundinnen machen. Dem mann auch erotisch Abwechslung bieten mit allen sinnlichen Fantasien. Es war doch alles da.

Mein Fazit: Ich war blind. Bis zuletzt immer noch in Liebe zu ihm. Er hat mir keine Chance gegeben. Ich werde es nie überwinden, mein Sohn braucht grade jetzt einen Vater. Er war einer der Besten übrigens beim Abi. Aber nun?

Vielleicht nimmt sich mal einer Zeit für mich.

Bin leider stark- zu stark?

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23. Februar 2009 um 10:57
In Antwort auf asya_12775462

Diagnose allein gestellt, Therapie: Weglaufen - wie oft noch?
Auch hier eine Antwort, leider mit etwas mehr Text.

Mein Noch-Ehemann hat mich nach 18 Jahren Ehe mit einer Angestellten betrogen und lebt mit dieser nun seit 2 Jahren zusammen.

Wie kam dies? Ich weiß es nicht.
Mein Ex hatte zu DDR-Zeiten eine Kurzkarriere als Offizier hinter sich und begann dann 1993 in dem ihm geschenkten Abschluss eines Diplombauingenieurs zu arbeiten. Ich studierte auch bis 1989, bekam dann 1990 meinen Sohn. 1992 studierte ich noch einmal 3 jahre, nahm damals meinen Sohn mit und mein Ex und ich sahen uns nur an den Wochenenden. Da ich im Harz war, verbrachten wir die WE auch öfters dort. Unternahmen etliches, liebten uns sehr und hielten daher zusammen durch, denn finanziell war es stets belastend.
Was (mir) aber schon damals fehlte, war ein gemeinsamer Freundeskreis, ich selbst hatte dort Freundinnen und auch später in der Stadt, in der wir dann lebten. Nach dem Studium arbeitete ich und mein Ex auch, und 1997 wurde unsere Tochter geboren. Auch sie ein Wunschkind.
Ich hatte auch in der Freizeit versucht, dass mein Ex und ich gemeinsame Freunde haben, ihm waren meine Freundinnen nie passend genug, er selbst hatte keine Freunde. Auch seinen Studienfreund vernachlässigte er, obwohl wir anfangs dessen Familie noch gelegentlich besuchten (sie wohnten weit weg).

Seine Freizeit gestaltete er somit meist vor dem PC. Ich hatte damit Probleme, es gab sicher auch Streit, aber dann versuchte i c h , unsere Freizeit mehr mit Ideen zu füllen. Was wegen der Doppelbelastung sehr schwierig war, aber es gibt nichts, was eine liebende Frau nicht meistern würde. Von ihm kamen kaum Ideen, aber ab und zu mal baden fahren in eine Schwimmhalle mit den Kindern war schon mal drin.
Ein weiteres intensives "Hobby": Formel 1. Na jetzt wohl nicht mehr, da Herr Schuhmacher nicht mehr bei ist.

OK, auch damit findet man sich ab, interessiert sich leidlich, um auch mal darüber sich zu unterhalten zu können. Ein Ehemann einer Freundin vonmir war auch so Fan, und da glaubte ich, kann man mal gemeinsame Freundschaften (auch mit weiteren echten Aktivitäten entwickeln) aber Fehölanzeige. Die beiden
Männer saßen stundenlang nebeneinander ohne zu reden. (von gelegentlichen Kommentaren abgesehen).

1999 zogen wir aus der Stadt in ein Haus mit großem Grundstück aufs Land. Ich wieder integriere mich über meine Kinder und knüpfe Kontakte, trete in den Sportverein ein. Mein Ex: Fehlanzeige. Skat interessierte ihn, aber nicht im Vereinslaben, Fußball gar nicht, Feuerwehr auch nicht. Ja als Mann hat man es halt schwer.

Das große Grundstück, dass mich körperlich an meine Grenzen stoßen ließ (auch wenn er rasen mähte und sich um den Pool kümmerte), war für ihn Oase der Ruhe und Entspannung und ich sah es auch für die Entwicklung meiner Kinder als wichtig, dass sie mal sehen wie eine Möhre wächst. dazu muss sie aber auch angebaut etc. werden.

Irgendwann auch nach kleineren (?) Streien bei ihm die Einsicht, v.a. weil es ja so niedlich war, mit der Tochter Kartoffeln zu buddeln. Das Interesse für den Sohn beschränkte sich auf die Durchsicht der hausaufgaben. Man(n) wunderte und ärgerte sich nur, dass sein Großer sich mehr in eine PC-Welt zurückzog. Aber der Große hatte dennoch viele Kumpels und aus heutiger Sicht auch einige Freunde. Nach Auffassung seines Vaters ging er aber zu selten raus. (vom Baden mal abgesehen). Aber was lebte er ihm vor.

Auch hier wieder ich:

wenn man liebt, sucht man bei sich Fehler, obwohl ich dem Ex auch oft meine Meinung sagte. Denn blöde war ich ja nicht. Aber ich machte auch mit dem Großen allein (!) mal ne Radtour, unterhielt mich über seine PC-Spiele. Er hatte auch Aufgaben im Haushalt. natürlich gibt es in der Pubertät auch Probleme. Aber sollte man die nicht gemeinsam angehen?

ich fuhr 2001 zur Mutter-Kind Kur. Erfuhr, dass man sich auch Zeit mit dem Partner alleine nehmen sollte. Mein Ex war davon begeistert und wir hatten das Gefühl, es im griff zu haben.

Irgendwann dann seine Enlassung und sofort Pläne für eine Selbständigkeit. Ich bin übrigens Beamtin. OK, das würde auch für die familie Nähe bedeuten, statt ein vater, der weit fort ist.

Alles gemeinsam besprochen, von der Wahl des Firmenlogos bis zu vielen anderen details. Nach seinem Auszug aus dem "Büro" im (Miets!)-haus in Mietbüros. War auch oftmals bei ihm um zu helfen, nach meinem 8-Stunden-Tag. Und da man mit den Jahren auch zu hause routinierter wird, organisierte ich das schon irgendwie.

Übergigens hatte wir nun dankl meiner Integrationsaktivitäten noch 2 Paare (allerdings 10 Jahre jünger) gefunden, mit denen wir mal gemeinsam grillten, irgendwann kamen auch mal Geburtstagspartys dazu. Es wuchs so was wie Freundschaften.

Ein von den beiden (nie verheirateten) Frauen stellte mein Ex dann ohne mich zu fragen 2005 ein.

Zu diesem Zeitpunkt dümpelt die Firma so dahin, ich fan die Zugabe zum familieneinkommen nicht so prickelnd. Er meinte verärgert, dass er so viel in die Firma gesteckt habe, das gäbe er nie auf. Und ob ich ihn wohl lieber arbeitslos sehen wolle. Er unterstellte mir auch subtilerweise ständig, dass ich einfach nicht mit geld umgehen könne und auch kein Interesse an den familienfinanzen habe. Die Bankgeschäfte erledigte er alleine. Nun das Konto wuchs wohl nicht so, wie er es sich vorstellte, aber wenn man plötzlich 1.500 EUR weniger hat, na das soll mir mal einer erklären. Vor allem wollte ich ihn sanft die augen öffnen, was das Leben so kostet, indem er mal planen und einkaufen sollte, aber keine Chance. Er hatte dafür keine Zeit. Urlaub gab es auch nur 1 Woche im jahr, dafür hatte ich aber Verständnis und habe nie gemault.

Inzwischen war seine Schwester (zu der er wenig Kontakt hatte und ich gab es irgendwann auf) auch von ihrem Mann sitzen gelassen, was er nur mit den Worten kommentierte: na nun ist die heile Welt endlich zerbrochen. (Sie hat ein Haus mit Schulden und 2 Kinder). Auch dies aber schon Anfang 2005.

Ich hatte nun wegen der Firma Sorgen für die Zukunft, weil ich feststellte, dass wir nun nur noch wenig sparen konnten und er im Alter nur noch seine private Rentenversicherung hätte, die monatlich ausgezahlt grade reicht, die private Krankenversicherung zu decken. Er reagierte immer unwirsch und meinte, wer weiß ob er dann noch lebt.

Irgendwann 2005 entschlossen wir uns deshalb ein bescheidenes haus, das abzahlbar wäre zu kaufen. 29.12.2005 Notartermin. Am 01.01.2006 das Aus. Wegen der Dame aus unserem Freundeskreis, die er eben ohne mein Wissen eingestellt hatte.
Das heißt, dies wusste ich nicht, erfuhr nur, dass er mich nicht mehr liebe. Er hätte die raten nie allein neben einem eigenen neuen Leben zahlen können. Falls es noch jemanden interessiert, wie es weiterging, später.

Ich frage mich noch heute, was ich falsch gemacht habe. Muss man dem mann die Pistole auf die Brust setzen wegen der Firma. denn wenn nicht, kriegt man dennoch einen Arschtritt. Inzwischen ist er von mir aus den Schulden und em Grundbuch entlassen, ich habe ein 60-.Jahre altes haus an der Backe und aber einen Freund, der für mich alles macht. dafür bin ich sehr dankbar und ich will den Mann nicht mehr zurück.

Aber dennoch ist man, nicht nur wegen der Schulden nie fertig miteinander. Um seine Tochter kümmert er sich, alle 2 Wochen 1 WElang. Mein Sohn? Den hatte er noch belogen, von wegen, er ist mal für ne Weile weg. Welches ausreißen. Er hatte uns das Haus noch renoviert und seine und meine Eltern haben mitgeholfen.

Das und der regelmäßige Umgang mit der Tochter gibt ihm wohl ein gutes Gewissen? Dass ich den Regelunterhalt erst einklagen musste, auch normal? Die armen missverstandenen Selbständigen mit ihren gelasten BMW: Seine Angestellte ist nun fast 2. Chefin, obwohl sie nicht mal Bürokauffrau o-ä. gelernt hatte und nur gut reden kann.

Alle beiden Paare haben nun auch keinen Kontakt mehr zu mir, der eine verlassene mann nicht, na ist ja auch klar.und die anderen beiden sagten mir nach Monaten erst, adss er schon zur Silversterfeier mit seiner Angestellten in unserem Haus rummachte.

Also Ihr Männer: was wollt Ihr noch? Frauen, die schön sind? Na, ich bin auf keinen Fall hässlich. Schlank auch. Für eine nettes familienleben zu haben, gelegentlich auch was allein mit Freundinnen machen. Dem mann auch erotisch Abwechslung bieten mit allen sinnlichen Fantasien. Es war doch alles da.

Mein Fazit: Ich war blind. Bis zuletzt immer noch in Liebe zu ihm. Er hat mir keine Chance gegeben. Ich werde es nie überwinden, mein Sohn braucht grade jetzt einen Vater. Er war einer der Besten übrigens beim Abi. Aber nun?

Vielleicht nimmt sich mal einer Zeit für mich.

Bin leider stark- zu stark?

Oje, Du hast mir wirklich eine Menge geschreieben.
Es tut mir leid, daß Du soviel Investiert hast und nichts daraus geworden ist. Für mich hört es sich auch an, als ob eine menge Verbitterkeit in Dir ist.

Mit Sicherheit bist Du eine starke Persönlichkeit, die, so wie ich es lesen kann, immer um ihre Familie gekämpft hat. Aber vielleicht hätte Dir schon eher dämmern müssen, das da grundlegend etwas nicht stimmt.
Das dein Ex jetzt nicht die Konseqenzen trägt und sich seiner Entscheidung stellt, finanziell und belange was die Kinder angeht finde ich sehr armseelig. Da denke ich anders.

Ich weiß nicht warum Männer ihre Frau verlassen. Ich spreche da auch nicht bestimmt für alle Männer. Ich kann Dir nur versuchen, dies zu erläutern wie es bei mir war.
Ich kann bestimmt nicht sagen, daß meine Frau häßlich ist und mir jetzt etwas frisches junges und hübsches gesucht hätte. Meine jetztige Partnerin ist sogar älter, nicht viel, aber wo die Liebe eben hinfällt.

Man hat sich halt irgendwie auseinander gelebt. Man war nachher zu faul und hatte auch keine Lust, dies zu ändern und aktiv an der Beziehung zu arbeiten. Alles ist träge geworden, man hat sich nicht mehr viel unterhalten über Ziele, Träume oder über Dinge die einen belastet haben/ unzufrieden war.
Kurzum, die Liebe ist flöten gegangen und keiner von beiden hat es gemerkt., erst als es zu spät war.

Gut bei Euch war es anders, Du hast gekämpft und er wollte nicht mehr Kämpfen. Warum? Ich weiß es auch nicht.
Das Dein Ex kein richtiges Verhältnis zu Eurem Sohn hat, ist sehr schade, bloß Du kannst ihn auch nicht zwingen.
Ich weiß auch nicht, ob ich der richtige Ansprechpartner für das bin, ich hab schließlich auch meine Familie verlassen. Bloß mit dem Verhalten von Deinem Ex kann ich mich nicht identifizieren.

Gruß anno1177

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23. Februar 2009 um 21:01
In Antwort auf ivo_11905983

Hallo vergeben73,
auch Dir möchte ich für Deine Antwort Danken auch wenn es sehr als Vorwurf rüberkommt. Es ist aber auch ok, es regt zu Nachdenken an.
Es mag sein, daß ich auf eine gewisse Art und Weise weggerannt bin, aber ich habe eine Entscheidung getroffen, daß ich das Leben, wie ich es bisher geführt habe, nicht mehr möchte. "Nur" wegen der Kinder zu sagen, ich bleibe noch 15 Jahre mit meiner Frau zusammen, bis die Kinder aus dem Haus sind, damit tu ich doch nun auch niemanden ein gefallen mit und dafür bin ich auch noch zu jung. Das neue Besen gut kehren, weiß ich auch. Auch hier kommt der Alltag, aber es sind in dieser Beziehung für mich viele kleine Dinge, die in meiner vorigen nicht möglich waren. Wo nich für mich feststelle: " Das geht auch anders?"
Das ich aber vor der Verantwortung weg laufe, da möchte ich Dir wiedersprechen. Ich habe immer noch nach wie vor eine Verantwortung, zwar nicht mehr die des Familienvaters der an alltäglichen Leben teilnimmt, was mir auch nicht leicht fällt, da die Kinder sich langsam von mir entfernen, aber ich habe die Verantwortung, daß es meiner Familie wenigstens Finanziell gut geht, wobei ich aber auch noch eine Da-Seins-Berechtigung habe. Das jetzt alles einfacher ist, kann ich auch nicht gerade behaupten, aber über diese Konsequenzen war ich mir klar als ich mich für die Trennung entschieden habe und ich denke diesen Schritt ins ungewisse zu gehen, erfordert manchmal mehr Mut, als um aus finanziellen Gründen im alten Trott zu bleiben.
Gruß anno1177

Weißt
du was ich nicht verstehe ist warum mann sich nicht vorher trennen kann bevor mann jemand kennen lernt.bei meine freundin ist es genauso sie ist 9 jahre mit ihren freund zusammen.sagt sie hält das nicht mehr aus sie liebt ihn nicht mehr so.und ist trozdem noch mit ihn zusammen das verstehe ich nicht vileicht lernt sie jetz den richtigen kennen den trennt sie sich.ich verstehe das nicht,mein ex mann ist vor fast 4 jahren gegangen da war ich schwanger mit unseren sohn.ich könnte ihn verstehen warum er gegangen ist.war ihn auch nicht böse habe mich trozdem für unser kind endschieden er hatt es nicht verstandenich finde auch mein ex mann hatt das richtige gemacht möchte kein mann haben der nur bei mir bleibt weil ich schwanger bin.ich hoffe du wirst glücklich mit deine neue partnerin ich hoffe auch für deine frau das sie den mann fürs leben findet den das hatt sie verdinnt.das hatt jeder mensch verdinnt glücklich zu werden mit einen partner.es gibt ein schönen sprichwort das heißt.Es ist leicht das leben schwer zu nehmen.Aber schwer das leben leicht zu nehmen.Ist irgenwie was wares drann.

so aber jetz guten nacht muss noch lernen für meine arbeit.

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26. Februar 2009 um 15:11

Ich
würde mal sagen, daß sich Mann, den Du kennengelernt hast, sich nicht wirklich bewußt war, was er da anfängt. Das erste was ich gemacht habe als für mich die Entscheidung gefallen war, war es mir einen Termin bei einem Anwalt zu holen, um zu Wissen was jetzt konkret auf einen zukommt. Trennungsjahr, was heißt das? Rechte, Pflichten, wie sieht es danach aus usw.
Klar, wenn man sich für eine Scheidung entscheidet, ist das nur mal mit dem Rattenschwanz verbunden, der hinten dran hängt, der ja auch seine Berechtigung hat.
Zum Verarbeiten würde ich sagen, jaein.
Ich habe auch überlegt, ob es sinnvoll ist sich gleich in eine neue Beziehung zu stürzen, aber ich bin eben total verknallt. Und ich Unterscheide auch ganz strikt, daß meine jetzige Freundin nicht der Grund ist, sondern nur der Auslöser und ich bin fest davon überzeugt, daß ich auch wenn aus was für Gründen auch immer, die Beziehung mit meiner Freundin nicht klappen sollte, definitiv nicht zu meiner Frau zurückgehen werde. Das sind für mich zwei völlig unterschiedliche Sachen. Ich wohne, jetzt fast seit einem halben Jahr praktisch mit meiner Freundin zusammen. Bin nur noch bei meinen Eltern, wenn ich die Kinder habe. Es klappt prima. Wir verstehen uns bestens.
Ich glaube es ist der richtige Weg.
Danke und Gruß zurück.

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