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Ich habe meinen Freund in Frauenklamotten erwischt...wie gehts weiter???

22. Oktober 2012 um 17:28

Hallo zusammen,

Ich weiß selber nicht so recht wo ich beginnen soll.

Seid ca. 1/2 Jahr bin ich nun mit meinem Freund zusammen. Wir kannten uns davor schon 6 Jahre und waren befreundet. Eigentlich ist er mein Jackpot, mein 6er im Lotto wenn man so sagen will.

Auf jeden Fall hat er sich die letzten 2 Monate sehr verändert. Er wurde immer ruhiger und auch zurückhaltender. In der Zeit hatte er Nachtschichten ohne Ende. Und gar kein Tag Nacht Rhythmus mehr. Klar dass da nicht mehr viel im Bett lief. Fürs erste habe ich mir gar nichts gedacht. Dann kam was kommen musste. Die Nachtschichten waren vorbei und es änderte sich nichts.
Er war dauermüde, wollte immer nur noch schlafen. Sexuell lief gar nichts mehr. Auch die Nähe und Intimität litt sehr darunter. Anfangs dachte ich noch an eine beginnende Depression. Würde ja auch mit Jahreszeit und allem drum herum passen.

Dann passierte womit ich überhaupt nicht rechnete.
Ich habe ihn spontan besucht und er hatte sich in sein Schlafzimmer verbarikardiert. Er wollte mich wegschicken. Dachte natürlich das er mit ner anderen evtl. im Bett liegen könnte. Also riss ich solange an der Türe rum bis ich vor ihm stand.
Naja und da war natürlich keine andere Frau...
Er kniete auf dem Boden in Frauenklamotten und hatte Kajal/Eyeliner dran. Im ersten Moment war ich froh dass da keine andere da war, aber als er meinte ob mir nichts auffalle hab ich es erst geschnallt.

Es war ihm furchbar peinlich, dass ich ihn so sah. Ich wiederum fand es gar nicht so schlimm.
Aber er sagte dann einen Satz der sich sehr in meinen Kopf gebrannt hat: " Ich bin vielleicht Transsexuell".

Seidher ist natürlich nichts mehr wie es war.

Er ist jetzt zum ersten mal zu nem Psychologen gegangen der ihn weiter zum Endokrinologen geschickt hat und zu einem Psychologen der sich für Transexualität. Diese Termine stehen nun aus.

Für mich das schwierigste ist, dass er nicht weiß wer er ist. Und ich nicht so recht weiß wie ich dann mit ihm umgehen soll. Wenn wir zusammen sind ist er total unbeschwert und glücklich. Er trägt dann auch Männersachen. Wir reden dann über alles und das schätze ich auch sehr.
Er sagt immer, ich stehe für ihn an erster Stelle.
Ich möchte dass er sich selber findet. Und nun hab ich am Sonntag Schluss gemacht, weil ich denke dass es für ihn besser ist und ich ihm nicht gut tue in seiner selbstfindung.

Ich habe keine Ahnung ob es richtig war ihn nun mit all dem Alleine zu lassen...

Hat irgendwer auch was ähnliches erlebt???

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22. Oktober 2012 um 23:31

Ich hab keine Angst
Der Ausschlaggebende Punkt warum ich Schluss gemacht hab klingt vielleicht tierisch blöd und dumm...

Also nein ist kein Fake Post, dafür ist mir das Thema zu wichtig und ernst. Außerdem bin ich beruflich Krankenschwester, da macht man ungern über so was witze...

Er ist zwei Jahre jünger als ich, also auch Ende 20. Mei der erste Psychodoc meinte, er könne eine Transsexualität nicht ausschließen. War für mich schon nen Schlag in die Magengrube. Weil man doch gleich an das volle Programm mit Geschlechtsangleichung denkt.

Wir stochern da ziemlich im Dunkeln.
Er hat mir erzählt dass er mal vor Jahren seinen Bruder auch in Frauenklamotten erwischt hat. Der hat es jedoch ned bemerkt, dass er beobachtet wird.
Was wir schonmal wissen ist, dass ihn Frauenklamotten beruhigen und er auch gerne die Außenwelt schockiert.
Aber er weiß einfach nicht wer und was er ist. Und ich vermute dass er einfach für das Ganze einen Namen braucht damit er und auch ich es verstehen.

Er hat seid April auch einen 2ten Facebookaccount, als Mädchen. Ich bin und war auch der Meinung dass er den ruhig behalten soll. Einfach weil es für ihn eine Art Rückzugsort sein darf/ist, wo er auch mit gleichgesinnten schreiben kann, sich evtl. finden kann und auch Fotos von sich als Frau drin raufladen kann.
Ich darf sogar mir die Seite anschauen, Nachrichten lesen und habe Mitspracherecht bei den Fotos. Aber ich finde er soll dort ruhig seine Privatsphäre haben und wenn es was wichtiges gibt, dann darf er mir es zeigen. Einfach weil ich ihm auch einen Freiraum dafür geben möchte. Ihm is das alles sehr peinlich. Ein Foto war mir zu heftig, weil es sehr nackt war und er hat es dann auch rausgenommen. Aber sonst hat er freie Hand und das is denk ich auch sehr wichtig. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich ihm nicht nachspionieren werde und ihm da vertraue.

Grund für die Trennung war Samstag Nacht. Er lag schlafend neben mir und ich war am einpennen. Und im Schlaf begann er plötzlich zu wimmern, stöhnen, jammer...teils hat es sich auch wie ein weinen angehört. Er lag richtig in Embryonalhaltung da und ich sah ihn leiden. Als ich ihn dann am Kopf gestreichelt hab, war er total nass geschwitzt. Ihm lief förmlich das Wasser am Körper runter.

Dass er so leidet, auch wenn es nur im Schlaf ist, macht mich total fertig. Ich hab ihn dann in den Arm genommen und gehalten worauf er sich dann beruhigt hat und ganz ruhig wurde. Als er dann so ruhig schlief hab ich mich natürlich auch wieder in Schlafpossition gebracht und dann ging das selbe von vorne los...Und das war nicht die erste Nacht.

Er leidet während er schläft...

Wir haben am morgen dann darüber gesprochen. Er wurde wach und strahlte mich total an. Als ich ihn dann auf die Nacht angesprochen habe und dass er so träumt und dabei weint, meinte er dass er nicht wisse was er geträumt hat (das glaube ich ihm auch).
Ich vermute einfach dass das Dinge sind, die sich gerade in seinem Unterbewusstsein und seiner Seele abspielen von denen er im Alltag nichts mitbekommt. Und ich glaube einfach, dass ich unter anderem Schuld bin.
Gerade weil er mich so sehr liebt, denke ich dass er mir alles recht machen will und auch will dass ich glücklich bin. Ich hab das Gefühl, gerade auch durch die Nacht, dass ich für ihn und für seine Selbstfindung ein Bremsklotz bin. Und das ich ihm einfach nicht gut tue.

Also der Grund warum ich Schluss gemacht habe ist der dass ich ihm eine Last mehr abnehmen wollte. Ob das so gut war weiß ich nicht. Ich leide natürlich sehr unter der Trennung, weil ich mich auch nun irgendwie schlecht fühle weil ich ihn einerseits in der schwersten Situation hängen lasse, es andererseits nur gut meine.


Ich weiß einfach nicht was richtig oder falsch ist!!!

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23. Oktober 2012 um 0:25

Gehts sonst schon gut???
Danke Rex auf so nen ... kann ich echt grad verzichten...ich hab echt a ernsteres Problem als so sau dumme Sprüche

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11. Februar 2013 um 18:05
In Antwort auf susav1

Ich hab keine Angst
Der Ausschlaggebende Punkt warum ich Schluss gemacht hab klingt vielleicht tierisch blöd und dumm...

Also nein ist kein Fake Post, dafür ist mir das Thema zu wichtig und ernst. Außerdem bin ich beruflich Krankenschwester, da macht man ungern über so was witze...

Er ist zwei Jahre jünger als ich, also auch Ende 20. Mei der erste Psychodoc meinte, er könne eine Transsexualität nicht ausschließen. War für mich schon nen Schlag in die Magengrube. Weil man doch gleich an das volle Programm mit Geschlechtsangleichung denkt.

Wir stochern da ziemlich im Dunkeln.
Er hat mir erzählt dass er mal vor Jahren seinen Bruder auch in Frauenklamotten erwischt hat. Der hat es jedoch ned bemerkt, dass er beobachtet wird.
Was wir schonmal wissen ist, dass ihn Frauenklamotten beruhigen und er auch gerne die Außenwelt schockiert.
Aber er weiß einfach nicht wer und was er ist. Und ich vermute dass er einfach für das Ganze einen Namen braucht damit er und auch ich es verstehen.

Er hat seid April auch einen 2ten Facebookaccount, als Mädchen. Ich bin und war auch der Meinung dass er den ruhig behalten soll. Einfach weil es für ihn eine Art Rückzugsort sein darf/ist, wo er auch mit gleichgesinnten schreiben kann, sich evtl. finden kann und auch Fotos von sich als Frau drin raufladen kann.
Ich darf sogar mir die Seite anschauen, Nachrichten lesen und habe Mitspracherecht bei den Fotos. Aber ich finde er soll dort ruhig seine Privatsphäre haben und wenn es was wichtiges gibt, dann darf er mir es zeigen. Einfach weil ich ihm auch einen Freiraum dafür geben möchte. Ihm is das alles sehr peinlich. Ein Foto war mir zu heftig, weil es sehr nackt war und er hat es dann auch rausgenommen. Aber sonst hat er freie Hand und das is denk ich auch sehr wichtig. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich ihm nicht nachspionieren werde und ihm da vertraue.

Grund für die Trennung war Samstag Nacht. Er lag schlafend neben mir und ich war am einpennen. Und im Schlaf begann er plötzlich zu wimmern, stöhnen, jammer...teils hat es sich auch wie ein weinen angehört. Er lag richtig in Embryonalhaltung da und ich sah ihn leiden. Als ich ihn dann am Kopf gestreichelt hab, war er total nass geschwitzt. Ihm lief förmlich das Wasser am Körper runter.

Dass er so leidet, auch wenn es nur im Schlaf ist, macht mich total fertig. Ich hab ihn dann in den Arm genommen und gehalten worauf er sich dann beruhigt hat und ganz ruhig wurde. Als er dann so ruhig schlief hab ich mich natürlich auch wieder in Schlafpossition gebracht und dann ging das selbe von vorne los...Und das war nicht die erste Nacht.

Er leidet während er schläft...

Wir haben am morgen dann darüber gesprochen. Er wurde wach und strahlte mich total an. Als ich ihn dann auf die Nacht angesprochen habe und dass er so träumt und dabei weint, meinte er dass er nicht wisse was er geträumt hat (das glaube ich ihm auch).
Ich vermute einfach dass das Dinge sind, die sich gerade in seinem Unterbewusstsein und seiner Seele abspielen von denen er im Alltag nichts mitbekommt. Und ich glaube einfach, dass ich unter anderem Schuld bin.
Gerade weil er mich so sehr liebt, denke ich dass er mir alles recht machen will und auch will dass ich glücklich bin. Ich hab das Gefühl, gerade auch durch die Nacht, dass ich für ihn und für seine Selbstfindung ein Bremsklotz bin. Und das ich ihm einfach nicht gut tue.

Also der Grund warum ich Schluss gemacht habe ist der dass ich ihm eine Last mehr abnehmen wollte. Ob das so gut war weiß ich nicht. Ich leide natürlich sehr unter der Trennung, weil ich mich auch nun irgendwie schlecht fühle weil ich ihn einerseits in der schwersten Situation hängen lasse, es andererseits nur gut meine.


Ich weiß einfach nicht was richtig oder falsch ist!!!

Ähnliche Situation
Hallo Susav
Ich habe mich eben erst hier bei goFemine angemeldet, und der Grund dafür war dein Thread^^ Nun fragst du dich vielleicht weshalb. Nun der Grund ist, dass ich in genau der gleichen Situation stecke, wie ihr beiden, nur auf der anderen Seite...Ja, ich habe ein ganz ähnliches "Problem" wie dein Freund/Exfreund, und auch bei mir war es so, dass sich meine nunmehr Exfreundin von mir getrennt hat. Ich weiss nicht ob es dir was bringt, aber ich habe mich dazu entschlossen dir meine Geschichte etwas zusammengefasst aufzuschreiben und dir so einerseits zu zeigen, dass es tatsächlich auch noch andere Päärchen gibt, die so was erleben mussten und zum anderen kann vielleicht auch ich von euren Erfahrungen profitieren, da ich momentan echt verzweifelt bin.
Nun begonnen hat bei mir das ganze etwa mit 14 Jahren. Da hatte ich zum ersten mal den Wunsch, eine Frau seien zu wollen und fühlte mich in meinem Männerkörper nicht mehr ganz wohl. Mit 15/16 habe ich es dann meinen Eltern gesagt und wir sind dann sehr schnell zu einem der renomiertesten Psychiater auf diesem Gebiet(Dr. Udo Rauchfleisch) gefahren. Nach einigen Treffen sind wir dann zum Schluss gekommen, dass es zur Pubertät gehören könnte und sind so verblieben, es einfach weiter zu beobachten. Tatsächlich verschwand der Wunsch dan für ganze 4 Jahre. In dieser Zeit war ich absolut wohl ein Mann zu sein. Doch nun, mit 20/21, nachdem ich schon gute 8 Monate mit meiner Exfreundin zusammen war, brach es wie aus heiterem Himmel über mich hinein. Ich wurde zum Beispiel eifersüchtig auf die langen Haare und die tollen Klamoten meiner Freundin oder schaute ihr beim Schminken zu, mit dem Wunsch es auch zu tun. Ich wurde ziemlich depressiv, was meiner Exfreundin natürlich auffiehl. Irgendwann beschloss ich, es ihr zu sagen. Ganz ähnlich wie du hat sie das überraschend gut aufgenommen. Sie hat mich auch grüsstenteils unterstützt und es auch zugelassen, dass ich mich auch etwas Schminke und auch weibliche Kleidung trage(enge Hosen, Jacke). Doch war es bei mir leider so, dass ich nicht Nachts, sondern Tagsüber mit meinen Gedanken sehr oft bei diesem Thema war und darüber hinaus meine Exfreundin tatsächlich vernachlässigte(was ich sehr bedauere und am liebsten ändern würde, aber leider nicht mehr kann). Ich ging dann auch wieder in Psychiatrische behandlung und begann immer mehr, mich auf den Weg zum "Fraudasein" zu begeben. Irgendwann hatten meine Exfreundin und ich dann die entscheidende Diskussion wo wir dann beide erkannten, dass wir uns nur gegenseitig schmerzen bereiten wenn wir weiter zusammen bleiben. Und wie du hat meine Exfreundin dan auch gedacht, dass es auch besser für meine Selbstfindung wäre, wenn wir uns trennen würden. Wir beschlossen, beste Freundinnen zu werden. Zu Anfang war es sehr schwer, doch dann ging es eine Zeit lang recht gut. Wir gingen gemeinsam Shoppen und ich lebte meinen Wunsch komplett aus. Ich bekam auch das Attest von meiner Psychiaterin und begann mit der Hormontherapie. Ich hatte mich auch bereits zu erkundigen begonnen, wo ich die SRS (sex reassignment surgery) machen würde. Doch plötzlich eines Abends wurde mir bewusst, dass ich nach wie vor meine Exfreundin über alles liebte. Ich hatte es wohl in der Zwischenzeit unterdrückt, doch da plötzlich brachen die Gefühle durch und es warf mich komplett aus der Bahn. Ich war mir plötzlich nicht mehr sicher, ob der Weg den ich da eingeschlagen hatte tatsächlich der Richtige ist. Ich stoppte die Hormontherapie sofort und versuchte meine Emotionen mal zurückzustellen und auf rationaler Basis zu ergründen, woher diese Wünsche kommen könnten, weibliche Kleider zu tragen, mich zu Schminken oder auch die Wünsche, in einer Beziehung die Freundin seien zu können. Bis dahin hatte ich nur den festen emotionalen Wunsch vor Augen, eine Frau sein zu können, doch nun, da ich das etwas zurückgestellt hatte, merkte ich, dass es in meiner Entwicklung gewisse andere Gründe gegeben haben könnte, die mich dahin gebracht hatten. Gerade im Moment versuche ich diese mit meiner Psychiaterin zu ergründen und aufzuarbeiten. Was ich mitlerweile mit ziemlicher Sicherheit weiss ist, dass ich einen imensen Wunsch nach Familie habe und was ich auch gemerkt habe ist, dass ich einen Mann wohl niemals so lieben könnte wie ich meine Exfreundin liebte (hier muss ich wohl der vollständigkeit halber anmerken, dass Transgender eigentlich nicht an Sexuelle orientierung geknüpft ist. Wie ich erfahren habe ist es sogar viel häufiger der Fall, dass Transmenschen in "Homosexuellen" Beziehungen also Transfrau und Frau leben als Transfrau und Mann). Trotzdem ist das für mich ein Indikator, dass ich vielleicht den Weg finden kann, als Mann glücklich zu werden, wenn ich diese Gründe aufarbeiten kann. Vielleicht werde ich mich trotzdem weiter schminken und ab und an mal Frauenkleider tragen, aber dagegen spricht ja auch gar nichts. Es gibt beinahe unendlich viele Wege wie Menschen in dieser Situation damit Leben. Die einen machen tatsächlich die Op, andere nehmen nur Hormone und wieder ander schminken sich blos ab und zu.
Ich weiss nicht wie es in eurer Beziehung/Exbeziehung mitlerweilen aussieht und wie ihr den Weg miteinander geht. Aber bei mir ist es so, dass ich mir momentan nichts sehnlicherst wünschte, als das ich und meine Exfreundin wieder zusammen sein könnten, da sie mir echt unheimlich fehlt, und ich sie echt von ganzem Herzen liebe.
Im nachhinein bin ich mir nicht sicher ob die Trennung gut war. Ich habe das Gefühl mir hat es schon was gebracht, weil ich es komplett ausleben konnte und so dann auch merkte, dass es vielleicht doch nicht mein Weg ist.
Bei euch scheint mir das aber eher weniger ein Grund zu sein. Du hast deinen Exfreund ja echt in allem unterstützt, was ich unglaublich bewundere.
Nun das wäre mal grob mein Weg...falls du Fragen hast, dann scheu dich nicht sie zu stellen. Mich würde sehr interessieren, was du so darüber denkst und auch wie du und dein Exfreund nun miteinander umgeht.
Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.
Lg

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11. Februar 2013 um 20:29
In Antwort auf meli6891

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Hallo Susav
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Nun begonnen hat bei mir das ganze etwa mit 14 Jahren. Da hatte ich zum ersten mal den Wunsch, eine Frau seien zu wollen und fühlte mich in meinem Männerkörper nicht mehr ganz wohl. Mit 15/16 habe ich es dann meinen Eltern gesagt und wir sind dann sehr schnell zu einem der renomiertesten Psychiater auf diesem Gebiet(Dr. Udo Rauchfleisch) gefahren. Nach einigen Treffen sind wir dann zum Schluss gekommen, dass es zur Pubertät gehören könnte und sind so verblieben, es einfach weiter zu beobachten. Tatsächlich verschwand der Wunsch dan für ganze 4 Jahre. In dieser Zeit war ich absolut wohl ein Mann zu sein. Doch nun, mit 20/21, nachdem ich schon gute 8 Monate mit meiner Exfreundin zusammen war, brach es wie aus heiterem Himmel über mich hinein. Ich wurde zum Beispiel eifersüchtig auf die langen Haare und die tollen Klamoten meiner Freundin oder schaute ihr beim Schminken zu, mit dem Wunsch es auch zu tun. Ich wurde ziemlich depressiv, was meiner Exfreundin natürlich auffiehl. Irgendwann beschloss ich, es ihr zu sagen. Ganz ähnlich wie du hat sie das überraschend gut aufgenommen. Sie hat mich auch grüsstenteils unterstützt und es auch zugelassen, dass ich mich auch etwas Schminke und auch weibliche Kleidung trage(enge Hosen, Jacke). Doch war es bei mir leider so, dass ich nicht Nachts, sondern Tagsüber mit meinen Gedanken sehr oft bei diesem Thema war und darüber hinaus meine Exfreundin tatsächlich vernachlässigte(was ich sehr bedauere und am liebsten ändern würde, aber leider nicht mehr kann). Ich ging dann auch wieder in Psychiatrische behandlung und begann immer mehr, mich auf den Weg zum "Fraudasein" zu begeben. Irgendwann hatten meine Exfreundin und ich dann die entscheidende Diskussion wo wir dann beide erkannten, dass wir uns nur gegenseitig schmerzen bereiten wenn wir weiter zusammen bleiben. Und wie du hat meine Exfreundin dan auch gedacht, dass es auch besser für meine Selbstfindung wäre, wenn wir uns trennen würden. Wir beschlossen, beste Freundinnen zu werden. Zu Anfang war es sehr schwer, doch dann ging es eine Zeit lang recht gut. Wir gingen gemeinsam Shoppen und ich lebte meinen Wunsch komplett aus. Ich bekam auch das Attest von meiner Psychiaterin und begann mit der Hormontherapie. Ich hatte mich auch bereits zu erkundigen begonnen, wo ich die SRS (sex reassignment surgery) machen würde. Doch plötzlich eines Abends wurde mir bewusst, dass ich nach wie vor meine Exfreundin über alles liebte. Ich hatte es wohl in der Zwischenzeit unterdrückt, doch da plötzlich brachen die Gefühle durch und es warf mich komplett aus der Bahn. Ich war mir plötzlich nicht mehr sicher, ob der Weg den ich da eingeschlagen hatte tatsächlich der Richtige ist. Ich stoppte die Hormontherapie sofort und versuchte meine Emotionen mal zurückzustellen und auf rationaler Basis zu ergründen, woher diese Wünsche kommen könnten, weibliche Kleider zu tragen, mich zu Schminken oder auch die Wünsche, in einer Beziehung die Freundin seien zu können. Bis dahin hatte ich nur den festen emotionalen Wunsch vor Augen, eine Frau sein zu können, doch nun, da ich das etwas zurückgestellt hatte, merkte ich, dass es in meiner Entwicklung gewisse andere Gründe gegeben haben könnte, die mich dahin gebracht hatten. Gerade im Moment versuche ich diese mit meiner Psychiaterin zu ergründen und aufzuarbeiten. Was ich mitlerweile mit ziemlicher Sicherheit weiss ist, dass ich einen imensen Wunsch nach Familie habe und was ich auch gemerkt habe ist, dass ich einen Mann wohl niemals so lieben könnte wie ich meine Exfreundin liebte (hier muss ich wohl der vollständigkeit halber anmerken, dass Transgender eigentlich nicht an Sexuelle orientierung geknüpft ist. Wie ich erfahren habe ist es sogar viel häufiger der Fall, dass Transmenschen in "Homosexuellen" Beziehungen also Transfrau und Frau leben als Transfrau und Mann). Trotzdem ist das für mich ein Indikator, dass ich vielleicht den Weg finden kann, als Mann glücklich zu werden, wenn ich diese Gründe aufarbeiten kann. Vielleicht werde ich mich trotzdem weiter schminken und ab und an mal Frauenkleider tragen, aber dagegen spricht ja auch gar nichts. Es gibt beinahe unendlich viele Wege wie Menschen in dieser Situation damit Leben. Die einen machen tatsächlich die Op, andere nehmen nur Hormone und wieder ander schminken sich blos ab und zu.
Ich weiss nicht wie es in eurer Beziehung/Exbeziehung mitlerweilen aussieht und wie ihr den Weg miteinander geht. Aber bei mir ist es so, dass ich mir momentan nichts sehnlicherst wünschte, als das ich und meine Exfreundin wieder zusammen sein könnten, da sie mir echt unheimlich fehlt, und ich sie echt von ganzem Herzen liebe.
Im nachhinein bin ich mir nicht sicher ob die Trennung gut war. Ich habe das Gefühl mir hat es schon was gebracht, weil ich es komplett ausleben konnte und so dann auch merkte, dass es vielleicht doch nicht mein Weg ist.
Bei euch scheint mir das aber eher weniger ein Grund zu sein. Du hast deinen Exfreund ja echt in allem unterstützt, was ich unglaublich bewundere.
Nun das wäre mal grob mein Weg...falls du Fragen hast, dann scheu dich nicht sie zu stellen. Mich würde sehr interessieren, was du so darüber denkst und auch wie du und dein Exfreund nun miteinander umgeht.
Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.
Lg

Huhu
Hi Du,

Erst einmal vielen vielen Dank für Deine Antwort auf den Thread.
In der zwischen Zeit is bei mir ja auch etwas Zeit verstrichen und es hat sich auch einiges getan. Natürlich war es sehr sehr hart am Anfang. Vor allem wenn man das so ins Gesicht geknallt bekommt wie er es bei mir gemacht hat. Er ist halt auch ein sehr impusiver und unüberlegter Mensch. Der gerne mal über das Ziel hinaus schießt und dann Dinge sagt, die mehr als drüber sind.
Zu meiner Geschichte kann ich es Dir so mal erzählen.
Wir haben uns zusammen gerauft und sind auch noch immer zusammen. Zwar auch mit kurzer Pause, weil ich mal Zeit für mich zum Nachdenken gebraucht hab und um mal die Situation zu ordnen. Er hat dann auch begonnen eine Therapie zu machen. Bei einem recht renomierten Psychologen hier im Umkreis der genau darauf spezialisiert ist. Dort war er und naja, es war für ihn nicht so dolle. Der Doc hat ihn versucht ziemlich schnell in die Transexuellenkiste zu schieben. Aber geholfen hat ihm das eben auch nicht. Ich habe mir dann auch in der Zwischenzeit mal hilfe geholt um. Es war für mich total wichtig und hilfreich dass ich mich in einer Transgender Plattform anzumelden. Dort habe ich eine Brieffreudschaft mit einer Frau aufgebaut, die mir erst einmal nur die Angst vor dem Fremden genommen hat. Sie war ursprünglich auch ein Mann, hat 3 Kinder und hat nun auch den Weg eingeschlagen. Ihr fehlt nur noch die Angleichende OP dann ist sie voll und ganz Frau. Wir haben lange auch das Thema Transexualität durchgekaut. Und ich mag das Wort auch nicht soooo gerne. Ich nenn es einfach Frau mit Männlicher Vergangenheit.

Das gute bei mir und meinem Freund war natürlich vielleicht auch, dass ich beruflich im Krankenhaus tätig bin und für fast alles eben verständniss hab. Als ich ihn im fummel gesehen habe, bin ich auch ned ausgerastet. Denn dass ist und war auch meines erachtens nicht die beste reaktion. Es ist schon sowieso eine sehr sehr schwere Situation und da braucht der andere verständnis.
Das gute ist dass ich eben auch 3 Jahre lang Psychologie und Analyse in meinem Job hatte und somit wurde meine Coutsch zum Gesprächzentrum für ihn. Er meinte auch dass die Gespräche und Analysen bei mir ihm mehr geholfen haben als das bei dem renomierten Doc.

Was wir bei ihm wissen ist einfach dass sein Bruder auch solche Züge hat und sein Dad früher auch gerne Frauensachen angezogen hat.

Wir wissen nun bei ihm, dass der Wunsch auf Frau sein immer dann kam, wenn es in seinem Leben aussichtslos war. Gerade weil er so nen harten Job hat, (er arbeitet in ner richtigen Sklavenfirma) der ihn echt fertig macht und so gar keine Perspektiven hat. Es ist ein davonlaufen in eine Scheinwelt. Und er is auch einer der sehr sehr gerne Schockt und provoziert.

Der aktuelle Stand ist, dass er gelernt hat sich anzunehmen. So wie er ist. Das ist meines erachtens auch das A und O damit man in der Partnerschaft glücklich sein kann. Wir sprechen auch total offen darüber. Er ist auch im vergleich zu meinen EX Freunden eher total weich. Das war auch das in was ich mich verliebt habe. Er hat viele weiblichen züge, aber die schätze ich sehr. Ich durfte ihn dann auch mal schminken und hab ihm die nägel lackert. Aber er möchte so sein wie er ist. Er will weder einen Frauenkörper noch ne Hormontherapie. Einfach nur glücklich sein. Und das funktioniert eben bei uns aus dem Grund, weil er bei mir so sein darf wie er will. Er hat sozusagen Freiheit. Wir haben eine wunderschöne und auch sehr gefühlsintensive Beziehung und gerade diese "KRIESE" hat uns so zusammengeschweißt.
Ich hoffe für Dich und für Euch dass ihr es auch schafft. Denn ich kann nur für mich sprechen, dass die Beziehung zu einem Menschen sehr sehr schön sein kann.

Und wenn wir ehrlich sind, sind wir alle im Mutterleib erst einmal Mädchen. Bevor sich das Geschlecht entwickelt.
In unserem Körper schlägt eine Männliche und eine Weibliche Seite. Und die muss in der Waage sein. Bei manchen ist halt die eine Seite sehr ausgepägt und bei anderen die andere. Ich habe zum beispiel eine sehr ausgeprägte männliche seite. Musste lange an mir arbeiten um herauszufinden warum.

Weißt Du, man kann auch in einem Männlichen Körper glücklich sein und werden, wenn man lernt sich anzunehmen wie man ist. Denn Kleidung und Schminke ist ja auch nur der oberflächliche Teil einer Frau.
Es geht um die Seele. Und der Körper ist doch bissi wie das Haus in dem wir drin wohnen. Und wenn Du wirklich gar nicht glücklich bist mit dem Haus, dann musst Du was ändern.
Das einzigste was wir alle doch wirklich nur wollen ist eins:
Glücklich sein und Glücklich werden.

Hast Du denn noch Kontakt zu Deiner Ex?

Ich hoff Dir hat meine Geschichte etwas geholfen. Wenn Du weiter drüber reden magst und auch mehr erfahren magst, kannst Du Dich gerne melden. Denn meine Erfahrung war und ist nach wie vor, dass das darüber sprechen und reden total hilft.

Fühl dich gedrückt


Lg

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11. Februar 2013 um 20:36

Ich
finde du solltest, sofern er das nicht möchte, auch nicht unbedingt schluss machen. so wie du das beschreibst, scheint er ja auch froh gewesen zu sein, dich an seiner seite zu haben.....und wenns dich nicht stört...lass ihn doch einfach mal schaun wohin das führt...is ja nich so als wäre das ein trennungsgrund...

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14. Februar 2013 um 13:24

Hai
Ich bin jetzt 21 Jahre alt, seit dem ich ca. 19 war style ich mich manchmal auch als Frau. Ich bin froh das meine Freundin das Akzeptiert und mich dabei unterstützt.
Ich weis auch nicht wohin das führen soll, denn ich fühle mich als mann meistens in ordnung, aber manchmal wär ich lieber eine Frau. Und da ich unsicher bin werde ich auch erstmal keine weiteren schritte starten und einfach abwarten ob, oder wie sich das entwickeln wird.

Gruß maxx

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