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Ich habe Ihr so vieles zu verdanken und trotzdem trenne Ich mich

24. September 2009 um 16:16

Hallo,

ich versuche mich knapp zu halten, weil es mir recht schwer fällt über dieses Thema zu reden.

Ich bin vor knapp 5 Jahren stark erkrankt und leide bis heute unter den starken Nachwirkungen. Eine dieser Nachwirkungen ist eine recht starke Depression mit der Ich zu kämpfen habe.

Meine Freundin, mit der Ich knapp 1 Jahr vor Erkrankung zusammen kam hat mich durch diese schwere Zeit stehts mit viel Liebe und Fürsorge begleitet (Ich war schoneinmal mit ihr vor dieser Zeit für mehrere Jahre zusammen, sie trennte sich damals von mir). Ohne sie hätte Ich diese Zeit wohl nicht überstanden und wäre nervlich als auch körperlich total zerbrochen. Ich stehe irgendwie total in ihrer Schuld.

Durch die Depression und anderen Problemen in unserer Beziehung klappt es nun schon seit 2 Jahren nicht mehr richtig. Ich kann ihr nicht mehr das geben was ich früher einmal konnte. Das liegt zum größten Teil an meine Depression und meine Gefühlsschwankungen. Sie bleibt total auf der Strecke und Ich bin auch nicht glücklich mit dieser Situation des "Gefühlverlustes". Unser Sexleben ist schon lange tot und frustriert noch oben rein. Ich empfinde sexuell für sie auch nur noch wenig...

Unser Beziehungsproblem wurde von ihr schon oft angesprochen mit dem Ziel, dass ICH etwas ändern soll, was mir bis heute nie gelang. Nun sagt sie als auch Ich, dass eine Trennung wohl das beste sei, obwohl Ich sie irgendwie ja doch liebe nur keinen Zugang zu meinen Gefühlen habe. Recht schwierig zu beurteilen was Ich fühle, denn Ich fühle allgemein recht wenig was Emotionen betrifft. Sie würde sich am liebsten eine Familie mit uns wünschen, aber natürlich nicht unter diesen Umständen... Sie liebt mich noch sehr, aber kann so nicht weitermachen.

Nun trennen wir unseren gemeinsamen Haushalt und fangen an uns jeder eine neue Wohnung zu suchen...

Ich habe solche Angst, dass ich Schuldgefühle entwickeln könnte und davor dass Ich nie damit fertig werden könnte so einen Menschen verlassen zu haben. Sie hat soviel für mich getan und ich danke es ihr mit Gefühlskälte und Trennung. Ich fühle mich so schlecht. Ich wünsche ihr alle gute dieser Welt und dass sie endlich ein glückliches Leben führen kann! Es ist irgendwie total schlimm, sie ist so ein guter Mensch und hat soviel für uns getan... sie hat das einfach nicht verdient...

Hoffentlich frisst mich das nicht auf...

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24. September 2009 um 23:48

Nicht jammern und picheln sondern hammern und sicheln
Hallo,
Du schreibst, ich zitiere: "ich habe solche Angst, dass ich Schuldgefühle entwickeln könnte und davor dass ich nie damit fertig werden könnte so einen Menschen verlassen zu haben."
Irgendwie hattest Du in der ganzen Beziehung scheinbar grosse Angst vor Deinen Gefühlen, generell und ihr gegenüber! Ist das wirklich Deine grösste Sorge jetzt, das oben Zitierte??? Was ist mit Deiner Freundin, wie empfindet sie das alles wohl? Mir kommt es ein bißchen so vor, als kultivierst Du Deine Krankheit, bemitleidest Dich ein wenig selbst und um Deine Freundin und die Beziehung hast Du keineswegs wirklich gekämpft. Warum - das kannst Du Dir in Deinem tiefsten Inneren nur selbst beantworten. Schade, Du sagst doch, Du liebst sie und sie wollte sogar Familie und Kinder mit Dir. Ja sag mal, ist das keine Motivation, mal etwas an Dir zu arbeiten???? Lass sie doch nicht ziehen - dann musst Du hinterher auch nicht jammern.
Alles Gute
LG Chrissie

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25. September 2009 um 7:50

Schuldgefühle...
Schuldgefühle sind ein schlechter Grund eine Beziehung aufrecht zu erhalten.Da hat keiner von beiden etwas von.Auch wenn sie Dir immer beigestanden hat...manchmal sieht die Realität und das Gefühlsleben anders aus als es aus Deinen Augen sollte.
Ein guter weg ist sicher die Räumliche Trennung.So hat jeder ein wenig Abstand und kann in sich hineinhorchen was er will.Denn vieleicht kann auch Deine Freundin sich nicht trennen,weil sie schuldgefühle hat.
Alles Liebe..

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26. September 2009 um 13:16

Depression
Wenn die starken Depressionen der Trennungsgrund sind(und so klingts für mich) - wieso suchst du dir nicht zum Beispiel eine Tagesklinik - Gesprächstherapie, gute Einstellung auf Medikamente, Gruppentherapie, Ursachenforschung + Integration in einen 'normalen' Tagesablauf.

Ich fänd es Schade, wenn eine Beziehung an Depressionen zerbricht. Trotzdem wäre es Unsinn, Schuldgefühle zu haben. Depression ist eine Krankheit. Ich fühle mich auch nicht schuldig, wenn ich eine Grippe, nen Beinbruch etc. hab.
Du willst das Beste für sie und kannst ihr grade nicht 'genug' geben.

Denk daran, dass eine Depression zwar eine oft langwierige, aber trotzdem behandelbare Krankheit ist. Und die Gefühlsarmut, Motivationslosigkeit, schweren Gedanken, ... treten oft gleichzeitig auf. Doch sie verschwinden auch oft gleichzeitig bei richtiger Behandlung.
Wäre es nicht ratsam, erst die Depression zu überwinden und dann danach schwere Entscheidungen in deinem Leben zu treffen?

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