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Ich habe Angst meinen Mann zu verlassen

26. Mai 2010 um 19:29

Mein Mann, mit dem ich 8 Jahre zusammen und davon 6 Jahre verheiratet bin, hat mir gestern gesagt, dass er sich nur nicht von mir trennt, weil das nicht "in sein Weltbild" passt. Der Grund, warum er mit mir zusammen sei ist, dass man nur einmal heiratet. Gefühle spielen in seinem Weltbild - zumindest für mich - keine Rolle

Ich weiss, dass ich diese Beziehung schon vor langer Zeit hätte beenden sollen. Statt dessen haben wir ein Kind angenommen. Um dieses kümmere ich mich. DAS ist mein Job. Parallel mache ich gerade eine Ausbildung. Natürlich habe ich in meinem Alter (40) bereits eine abgeschlossene Ausbildung und kann sogar ein Studium nachweisen. Blöd ist nur, dass ich in meinen früheren Job nicht mehr Fuss fasse und in meinem stud. Beruf aus dem Referendariat gegangen bin, weil wir von heute auf morgen unser Kind bekamen.

Wenn in sein Weltbild keine Trennung passt.... wo bleibt dann MEIN Weltbild? Meine Sehnsüchte, Ansprüche....?

Ich bin so traurig, ich könnte die ganze Zeit weinen.

Wie blöd konnte ich nur sein, dass ich für mein Kind alles hinter mir gelassen habe? Meine Angst ist, dass ich bei einer Trennung von Hartz IV leben darf Das will ich nicht. Früher habe ich mich immer alleine versorgt. Meine Ansprüche waren nie hoch. Ich habe das immer irgendwie hinbekommen... inkl. Studium. Aber jetzt entdecke ich, dass es mir unglaublich grosse Angst macht, mich nicht mehr nur alleine um mich kümmern zu können. Da ist ja noch unser Kind...

Nun hat mir auch noch ein kluger Mann gesagt, dass man den anderen in einer Ehe nicht zu lieben braucht und auch die Liebe des anderen nicht braucht, wenn man sich nur selber am allermeisten liebt. Oh je... Das fällt mir momentan echt schwer. Heute fühle ich mich total hässlich, klein und ungeliebt. Heute kann ich so gar keine Liebe für mich aufbringen. Als wäre ich betrogen und belogen worden.

Vielleicht kennt ja der/die ein oder andere diese Gefühle?

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27. Mai 2010 um 0:09

Hallo fuermich...
glaube mir, Du bist nicht allein. Es geht tausenden Frauen so wie Dir. Nein, Millionen!

Wie viele geben Ihren Beruf auf, wenn das Kind kommt (egal ob per Adoption oder aus dem Bauch) und stehen bei einer Trennung, die manchmal schneller kommt als man glaubt, doof da. Im schlimmsten Fall war man jahrelang "draussen", weil der gute Mann ja unterstützt werden musste, denn er macht ja Karriere. Nicht falsch verstehen, Kinder erziehen ist ein ehrenvoller Job. Aber die Herren der Schöpfung machen es sich viel zu leicht. Na klar, DIE zahlen ja schön weiter ein, in ihre Rentenkasse!

In weiten Teilen stimmt vielleicht, was Dir der kluge Mann gesagt hat. Glaube mir, Liebe ist in den allerwenigsten Ehen nach ein paar Jahren noch vorhanden, das ist einfach nur Alltag, Gewohnheit. Auch bei uns. Ich bin seit 10 Jahrn verheiratet und haben einen fast 10-jährigen Sohn. Auch ich habe meinen Job damals aufgegeben und mit Kind findet man schlicht weg nichts mehr. Vollzeit zu arbeiten packe ich nicht neben Haushalt und Kind, und Teilzeitjobs (so 30 h finde ich optimal) sind rar gesäht.

Mein Mann und ich leben auch in einer Art WG. Wir versorgen uns gegenseitig und bleiben zusammen zum Wohle des Kindes. So tragisch finde ich es nicht - weil ich meinen Mann halt auch nicht mehr liebe. Ich ziehe mein Glück mittlerweile aus ganz anderen Dingen. Das Wetter, eine schöne Blume, eine nette Unternehmung mit einer Freundin, mein Sohn, all das "makes my day". Und wer weiß denn schon, was eine neue Beziehung bringen würde?

Das wirklich Schlimme ist, das man es vorher nicht weiß. Man glaubt den Versprechungen des Anderen und schiesst sich selbst ins Aus. Ich möchte nicht wissen, wieviele von uns mit 65 in die Altersarmut fallen - mag nicht darüber nachdenken. Und aus Not bleiben dann halt viele beim Partner - diese Gründe sind nur finanzieller Natur.

Ich spreche oft meiner Oma, die ist jetzt 85. Oft erzählt sie mir, daß sie diese oder jene Bekannte getroffen hat und das deren Ehemänner gestorben sind und wie diese Frauen nun im Winter ihres Lebens aufblühen. Das allein gibt mir schon immer stark zu denken. Tja!

Sei lieb zu Dir selbst und glaube nicht, daß es an Dir liegt. Du bist nicht klein und hässlich - eher ist das Dein Mann, der sowas zu Dir sagt. Ich fühle mich großartig! Ich könnte eigentlich Bäume ausreissen - es bloß grad zu spät und zu nass draussen...

Jetzt weiß ich grad nicht mehr, was ich Dir raten soll. Nochmal mit Deinem Mann sprechen und ihm genau das sagen, was in Deinem Thread steht? Wäre das ein Anfang?

K.

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27. Mai 2010 um 12:20
In Antwort auf beate_12038877

Hallo fuermich...
glaube mir, Du bist nicht allein. Es geht tausenden Frauen so wie Dir. Nein, Millionen!

Wie viele geben Ihren Beruf auf, wenn das Kind kommt (egal ob per Adoption oder aus dem Bauch) und stehen bei einer Trennung, die manchmal schneller kommt als man glaubt, doof da. Im schlimmsten Fall war man jahrelang "draussen", weil der gute Mann ja unterstützt werden musste, denn er macht ja Karriere. Nicht falsch verstehen, Kinder erziehen ist ein ehrenvoller Job. Aber die Herren der Schöpfung machen es sich viel zu leicht. Na klar, DIE zahlen ja schön weiter ein, in ihre Rentenkasse!

In weiten Teilen stimmt vielleicht, was Dir der kluge Mann gesagt hat. Glaube mir, Liebe ist in den allerwenigsten Ehen nach ein paar Jahren noch vorhanden, das ist einfach nur Alltag, Gewohnheit. Auch bei uns. Ich bin seit 10 Jahrn verheiratet und haben einen fast 10-jährigen Sohn. Auch ich habe meinen Job damals aufgegeben und mit Kind findet man schlicht weg nichts mehr. Vollzeit zu arbeiten packe ich nicht neben Haushalt und Kind, und Teilzeitjobs (so 30 h finde ich optimal) sind rar gesäht.

Mein Mann und ich leben auch in einer Art WG. Wir versorgen uns gegenseitig und bleiben zusammen zum Wohle des Kindes. So tragisch finde ich es nicht - weil ich meinen Mann halt auch nicht mehr liebe. Ich ziehe mein Glück mittlerweile aus ganz anderen Dingen. Das Wetter, eine schöne Blume, eine nette Unternehmung mit einer Freundin, mein Sohn, all das "makes my day". Und wer weiß denn schon, was eine neue Beziehung bringen würde?

Das wirklich Schlimme ist, das man es vorher nicht weiß. Man glaubt den Versprechungen des Anderen und schiesst sich selbst ins Aus. Ich möchte nicht wissen, wieviele von uns mit 65 in die Altersarmut fallen - mag nicht darüber nachdenken. Und aus Not bleiben dann halt viele beim Partner - diese Gründe sind nur finanzieller Natur.

Ich spreche oft meiner Oma, die ist jetzt 85. Oft erzählt sie mir, daß sie diese oder jene Bekannte getroffen hat und das deren Ehemänner gestorben sind und wie diese Frauen nun im Winter ihres Lebens aufblühen. Das allein gibt mir schon immer stark zu denken. Tja!

Sei lieb zu Dir selbst und glaube nicht, daß es an Dir liegt. Du bist nicht klein und hässlich - eher ist das Dein Mann, der sowas zu Dir sagt. Ich fühle mich großartig! Ich könnte eigentlich Bäume ausreissen - es bloß grad zu spät und zu nass draussen...

Jetzt weiß ich grad nicht mehr, was ich Dir raten soll. Nochmal mit Deinem Mann sprechen und ihm genau das sagen, was in Deinem Thread steht? Wäre das ein Anfang?

K.


Hi, ich habe deine Antwort gelesen.
Ich bin nun zum zweitenmal 16 Jahre verheiratet, das erstemal war ich 8 Jahre, da betrog mich mein EX 7Jahre lang.Nun habe ich das Gefühl, das meine zweite Ehe vor dem aus ist, denn mein jetziger Mann hat Probleme mit dem Alkohol und untenimmt nichts. Er lehnt auch eine Eheeratung ab, da wir uns kaum noch richtig unterhalten können.
Ganz zu schweigen von Therapie.
Wir haben Schulden ich gehe 25 STD arbeiten, unsere Tochter ist 14 Jahre und ich überlege wie schaffe ich eine Trennung bei der finanziellen Lage.
Mir geht es gut wenn er nicht zu hause ist, bin nur noch traurig und gefrustet. Bin eigentlich eine lebensfroheFrau, aber zur Zeit zieht michalles so runter.
Bei ihm bleiben verursacht immer wieder innerliche Angespannt sein, was für meiner GEsundheit nicht gut ist. Aber Trennung, vor dem fast Nichts wieder zu stehen und das nun mit 49zig,. Das Leben ist so schön ich möhte es geniesen können, aber im Moment kann ich es nicht so richtig immer ist ein bitterer Geschmack dabei.
Habe die ganzen Jahre immer versucht unsere Ehe zu retten, aber von seiner Seite kam nichts.
Ich weissnicht wie es weiter gehen soll, auf den Sommerurlaub kannich mich auch nicht freuen, irgendwie ist mir die Freude genommen worden.
Ja ich weiss auch das man sich selber lieben soll, das mach ich schon aber etwas Wärme und Liebe zu bekommen ist für mich schon auch wichtig.
Ichsage mir das kann es doch nicht sein nur so nebenher leben.
LG Sanny

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27. Mai 2010 um 12:38
In Antwort auf beate_12038877

Hallo fuermich...
glaube mir, Du bist nicht allein. Es geht tausenden Frauen so wie Dir. Nein, Millionen!

Wie viele geben Ihren Beruf auf, wenn das Kind kommt (egal ob per Adoption oder aus dem Bauch) und stehen bei einer Trennung, die manchmal schneller kommt als man glaubt, doof da. Im schlimmsten Fall war man jahrelang "draussen", weil der gute Mann ja unterstützt werden musste, denn er macht ja Karriere. Nicht falsch verstehen, Kinder erziehen ist ein ehrenvoller Job. Aber die Herren der Schöpfung machen es sich viel zu leicht. Na klar, DIE zahlen ja schön weiter ein, in ihre Rentenkasse!

In weiten Teilen stimmt vielleicht, was Dir der kluge Mann gesagt hat. Glaube mir, Liebe ist in den allerwenigsten Ehen nach ein paar Jahren noch vorhanden, das ist einfach nur Alltag, Gewohnheit. Auch bei uns. Ich bin seit 10 Jahrn verheiratet und haben einen fast 10-jährigen Sohn. Auch ich habe meinen Job damals aufgegeben und mit Kind findet man schlicht weg nichts mehr. Vollzeit zu arbeiten packe ich nicht neben Haushalt und Kind, und Teilzeitjobs (so 30 h finde ich optimal) sind rar gesäht.

Mein Mann und ich leben auch in einer Art WG. Wir versorgen uns gegenseitig und bleiben zusammen zum Wohle des Kindes. So tragisch finde ich es nicht - weil ich meinen Mann halt auch nicht mehr liebe. Ich ziehe mein Glück mittlerweile aus ganz anderen Dingen. Das Wetter, eine schöne Blume, eine nette Unternehmung mit einer Freundin, mein Sohn, all das "makes my day". Und wer weiß denn schon, was eine neue Beziehung bringen würde?

Das wirklich Schlimme ist, das man es vorher nicht weiß. Man glaubt den Versprechungen des Anderen und schiesst sich selbst ins Aus. Ich möchte nicht wissen, wieviele von uns mit 65 in die Altersarmut fallen - mag nicht darüber nachdenken. Und aus Not bleiben dann halt viele beim Partner - diese Gründe sind nur finanzieller Natur.

Ich spreche oft meiner Oma, die ist jetzt 85. Oft erzählt sie mir, daß sie diese oder jene Bekannte getroffen hat und das deren Ehemänner gestorben sind und wie diese Frauen nun im Winter ihres Lebens aufblühen. Das allein gibt mir schon immer stark zu denken. Tja!

Sei lieb zu Dir selbst und glaube nicht, daß es an Dir liegt. Du bist nicht klein und hässlich - eher ist das Dein Mann, der sowas zu Dir sagt. Ich fühle mich großartig! Ich könnte eigentlich Bäume ausreissen - es bloß grad zu spät und zu nass draussen...

Jetzt weiß ich grad nicht mehr, was ich Dir raten soll. Nochmal mit Deinem Mann sprechen und ihm genau das sagen, was in Deinem Thread steht? Wäre das ein Anfang?

K.

...
Hallo K.,

danke für deine aufbauende Antwort.

Ich denke oft, dass es in der Generation meiner Eltern und Großeltern fast ausschließlich "Arrangements" gegeben hat. Sie haben sich gut an einander gewöhnt... sagte mal ein Ehemann über die Beziehung zu seiner Frau. Damals dachte ich, dass ich sterben würde, wenn mein Mann so etwas zu anderen über unsere Ehe sagt.

Wir haben uns gestern Abend noch sehr lange unterhalten. Immerhin ist er jetzt bereit dazu. Die Fragen, die ich habe, kann mir kein anderer beantworten. Das hat ihn dann überzeugt. Auch, wenn er sich windet wie ein Aal, um ja nicht zuviel preis zu geben, was ihn verletzen könnte. Mir ist bewußt geworden, dass er sich gar nicht binden kann. Er wurde als Säugling (4 Wochen alt) in eine Krippe gegeben und hat ein echtes Trauma
Der hat Selbstschutzmechanismen entwickelt, die dazu geführt haben, dass er sich nicht binden kann. Zumindest nicht emotional. Ich habe das nur nicht geahnt.

Dass ich mich um unser Kind kümmere, ist meine freie Entscheidung gewesen! Es hat mich niemand dazu gezwungen und auch jetzt entscheide ich alleine, ob ich es weiterhin mache oder nicht. Aber mir fällt der Absprung so schwer. Ich habe Angst, dass mich der Arbeitsmarkt mit den Qualifikationen, die ich habe, nicht benötigt.
Und bei ALDI an der Kasse zu sitzen... dafür fühle ich mich dann doch zu überqualifiziert.
Also stellt sich die Frage, ob ich in dieser Beziehung bleibe oder mit ganz wenig Geld ganz unten wieder anfange. Mein Leben ist so, wie es ist, ganz beschaulich. Es mangelt - materiell gesehen - an nichts. Aber emotional bleibe ich auf der Strecke.
Ja, ich würde sehr gerne etwas mit Freundinnen unternehmen, aber wir sind umgezogen und ich kenne hier keine Menschenseele. Anscheinend sind Frauen in meinem Alter alle schon "versorgt", was Freundinnen angeht Es ist schwer, eine Frau in meinem Alter kennenzulernen und mit ihr tiefgehende Gespräche zu führen.

Kommt Zeit, kommt Entscheidung... oder so ähnlich

Mein Kopf sagt, das sich gehen soll.. mein Herz sagt, dass ich gehen soll... Nun weiss ich nur nicht, wie ich es anstellen soll.

LG

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27. Mai 2010 um 19:47
In Antwort auf teal_12257860

...
Hallo K.,

danke für deine aufbauende Antwort.

Ich denke oft, dass es in der Generation meiner Eltern und Großeltern fast ausschließlich "Arrangements" gegeben hat. Sie haben sich gut an einander gewöhnt... sagte mal ein Ehemann über die Beziehung zu seiner Frau. Damals dachte ich, dass ich sterben würde, wenn mein Mann so etwas zu anderen über unsere Ehe sagt.

Wir haben uns gestern Abend noch sehr lange unterhalten. Immerhin ist er jetzt bereit dazu. Die Fragen, die ich habe, kann mir kein anderer beantworten. Das hat ihn dann überzeugt. Auch, wenn er sich windet wie ein Aal, um ja nicht zuviel preis zu geben, was ihn verletzen könnte. Mir ist bewußt geworden, dass er sich gar nicht binden kann. Er wurde als Säugling (4 Wochen alt) in eine Krippe gegeben und hat ein echtes Trauma
Der hat Selbstschutzmechanismen entwickelt, die dazu geführt haben, dass er sich nicht binden kann. Zumindest nicht emotional. Ich habe das nur nicht geahnt.

Dass ich mich um unser Kind kümmere, ist meine freie Entscheidung gewesen! Es hat mich niemand dazu gezwungen und auch jetzt entscheide ich alleine, ob ich es weiterhin mache oder nicht. Aber mir fällt der Absprung so schwer. Ich habe Angst, dass mich der Arbeitsmarkt mit den Qualifikationen, die ich habe, nicht benötigt.
Und bei ALDI an der Kasse zu sitzen... dafür fühle ich mich dann doch zu überqualifiziert.
Also stellt sich die Frage, ob ich in dieser Beziehung bleibe oder mit ganz wenig Geld ganz unten wieder anfange. Mein Leben ist so, wie es ist, ganz beschaulich. Es mangelt - materiell gesehen - an nichts. Aber emotional bleibe ich auf der Strecke.
Ja, ich würde sehr gerne etwas mit Freundinnen unternehmen, aber wir sind umgezogen und ich kenne hier keine Menschenseele. Anscheinend sind Frauen in meinem Alter alle schon "versorgt", was Freundinnen angeht Es ist schwer, eine Frau in meinem Alter kennenzulernen und mit ihr tiefgehende Gespräche zu führen.

Kommt Zeit, kommt Entscheidung... oder so ähnlich

Mein Kopf sagt, das sich gehen soll.. mein Herz sagt, dass ich gehen soll... Nun weiss ich nur nicht, wie ich es anstellen soll.

LG

Hei fuermich
war es denn wirklich eine aufbauende Antwort?
Na ja, vielleicht im Hinblick, daß es so vielen Frauen geht wie uns!

Also daß ich mit dem Kind die erste Zeit, sprich 3 Jahre zuhause bleibe, war natürlich unsere gemeinsame Entscheidung. Ich persönlich hätte meinen Stinker nicht in die Krippe packen wollen, für kein Geld der Welt. Wobei ich nach 3 Jahren auch echt fertig war mit den Nerven und Gott gedankt habe für den Kindergartenplatz!

Es ist auch nicht so, daß ich keinen Job mehr gekriegt hätte, als ich aus dem sogenannten Erziehungsurlaub auf den Arbeitsmarkt zurückkehre. Aber: ich musste lange suchen und es war ein Job, der schlechter bezahlt war und mich geistig nicht wirklich forderte. Na ja, irgendeinen Tod muss man ja sterben, gell!

Ich habe es sogar noch geschafft, eine 2-jährige Fortbildung nebenher zu machen, ganz ohne unter Unterstützung durch meinen Mann. Bloß, was hilft mir die dollste Ausbildung, wenn ich keinen Job dazu bekomme? Und Vollzeit geht einfach nicht - das bedeutet nur Hetze, einen chaotischen Haushalt und ein Kind, das ich bis abends sechse im Tagesheim lassen muß - das will ich nicht. Ich möchte, daß mein Kind noch Zeit für Freunde, Sport und Spaß hat und nicht im TH hockt bis Mutti kommt.

Mein Mann genießt es schon, daß er rundum versorgt wird, das Essen gekocht (jeden Tag frisch und nicht aus dem Packerl), die Butze gemacht, die Wäsche gebügelt und das Kind versorgt. So richtig verstehen, daß es für mich neben meinem Job (30 h) auch anstrengend ist, kann er nicht. Er hat EINEN Job. Ich MEHRERE.

Dein Mann scheint einfach psychische Probleme zu haben und vielleicht kann er den Knoten durch eine Therapie lösen. Er kann ja doch so auch nicht zufrieden sein, oder? Hast Du vorher denn nichts gemerkt? Ich meine, wenn jemand so verschlossen ist, gibts doch Anzeichen. Wie ist er zu Eurem Kind?

Ich bin ein wenig anders gepolt als ihr, bin weniger emotional und wahrscheinlich nicht so liebebedürftig bzw. mag meinen Mann zwar noch, sehe ihn aber eher als guten Kumpel bzw. Freund. Na ja, es gibt schlechtere Arrangements. Und eins muß man ihm lassen, er ist kein Alk, kein Betrüger, kein Aufschneider, arbeitet hart und sieht die Sachlage genau wie ich.

Da ich genau weiß, daß es für mich nur negativ sein kann, wenn ich jetzt die Kurve kratze (als Alleinerziehende in München, na danke!), werde ich das nehmen, was ich kriegen kann.

Und ich werde sehen, was das Leben noch so bringt.

Cheerio, Kirsten

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