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Ich hab so viel an Lebenserfahrung voraus - kann das gut gehen??

20. Dezember 2008 um 11:10

Hi ihrs,

ich bin knappe 30 Jahre alt und Single.
Jetzt ist da ein netter "Junge" 26 Jahre alt der mir den Hof macht.

Er ist ein ganz ein Lieber und hübsch noch obendrein und ich mag ihn sehr aberrrr er er ist so unerfahren. Ich meine er hat keine Lebenserfahrung.

Er lebt noch bei seinen Eltern, musste noch nie schwer arbeiten, ging zur Schule bis er 19 war und stieg in einen Bürojob ein in dem er jetzt noch arbeitet. Er hat nie das harte Leben kennen gelernt, hat nie Erfahrung mit der Welt gemacht...

Nun zu mir. Ich zog mit 17 von zu Hause aus, lebte 2 Jahre als Punk auf der Strasse, habe Drogen genommen und lernte das Leben von ganz einer anderen Seite kennen. Wir hatten kein Geld und ich musste klauen und mich irgendwie über Wasser halten. Das ist etwas worauf ich nicht Stolz bin. Aber diese Zeit hat mich sehr geprägt. Dann hatte ich eine Beziehung mit einem Alki der mich prügelte und und und... das hat mich alles sehr geprägt.

Jetzt hab ich mich wieder gefangen, lebe gut situiert in einer netten Wohnung und keiner sieht mir mein "Vorleben" an. Ich bin ein braves Mädchen. Nun, macht mir dieser nette Junge den Hof und ich hab ihn auch gern, aber er weiss von alle dem nichts. Er ist oft so naiv und ich frage mich wie das werden soll?

Irgendwie habe ich ein ganz anderes Leben kennen gelernt wie er. Er musste nie hunger leiden etc...
Habe Angst das ich, dadurch dass ich so viel mehr Lebenserfahrung habe, das mit uns nicht klappen kann. Er ist so... unverbraucht. Er weiss nichts von so einem Leben, er ist so wohl behütet aufgewachsen...

Kann das gut gehen?

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20. Dezember 2008 um 11:31

Hmmm
zu 1: das weiss ich noch nicht - so weit um über das zu reden sind wir noch nicht
zu 2: Oberlehrer ist nicht mein Ding

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20. Dezember 2008 um 12:39
In Antwort auf lioba_12067124

Hmmm
zu 1: das weiss ich noch nicht - so weit um über das zu reden sind wir noch nicht
zu 2: Oberlehrer ist nicht mein Ding

Gerade
wenn 2 menschen so unterschiedlich sind, funktioniert meiner erfahrung nach eine beziehung gut..

ich glaube, es wär schwieriger, wenn er ein leben geführt hätte wie du usw.. dafür dass er so behütet aufgewachsen ist, kann er ja nichts, aber ich denke, dadurch kann er ganz andere dinge in eine beziehung "einbringen"

also ich seh da eigentlich auch nichts schwieriges, nur weil du ein anderes leben als er geführt hat

ist bei mir und meinem jetzigen freund auch so - und ich geniess es, dass er mir andere dinge, als die die ich kennen gelernt hab, vermitteln kann

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20. Dezember 2008 um 13:01

Also ich glaube...

jeder würde sich lieber für das wohlbehütete Leben entschieden, wenn er könnte! Meinst du nicht du hättest dir einige deiner Erfahrungen sparen können? Wozu waren die letztlich gut?
Damit du jetzt weißt, dass...
- von zu Hause ausreisen doof ist
- auf der Straße Leben doof ist
- Drogen nehmen doof ist
- klauen doof ist
- mit Alkis zusammensein doof ist.

Jeder halbwegs normale Mensch, weiß dass das alles doof ist auch ohne es durchzumachen! Diese Erfahrungen braucht er sicher nicht zu machen! Die machen weder zu einem klügeren, noch besseren Menschen.

Außerdem denke ich könntet ihr beide davon profitieren, dass du eher die Wilde bist und er der ruhige Pol. Das ergänzt sich doch prima.

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20. Dezember 2008 um 13:39

Sehe ich auch so...
ich bin 37 und mein freund 26 und ich geniesse die zeit so sehr mit ihm...er bringt leichtigkeit in meine leben.

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21. Dezember 2008 um 9:44
In Antwort auf lioba_12067124

Hmmm
zu 1: das weiss ich noch nicht - so weit um über das zu reden sind wir noch nicht
zu 2: Oberlehrer ist nicht mein Ding

Jetzt...
mach dir mal das Leben nicht so schwer. Und was bedeutet "so weit sind wir noch nicht"? Das bestimmst doch nicht du, das Leben. Ich würd' da nicht so ein Riesending drauß machen, welches möglicherweise die Bez. dann belastet.

Guck, ich bin aus guten Gründen mit 15 von "zu Hause" weg, finanzierte mich durch Jobs und lebte in einer recht wilden WG, die unter anderem auch Menschen beherbergte die auch Drogen nahmen. Einen von denen mochte ich sehr und fragte ihn was ihm das denn bringe. Er meinte es wäre so ein pricklendes Gefühl. Eine Aussage die mich nicht überzeugte. Das normale Leben war auch so schon aufregend genug. Ich persönlich benötigte weder damals, noch heute Drogen um "gut drauf" zu sein. Ab + an ein Bier und selbst das wird immer seltener.

In dem Moment wo du bestimmst, was er wann aus deinem Leben erfährt, hast du mehr oder minder die Oberhand. Das wäre für mich als deinen Partner nicht das was ich erwarte. Ich erwarte eine Begegnung auf gleicher und nicht auf einer manipulierten Ebene. Zumal er da früher oder später sowieso drauf kommt.

Lass es ruhig angehen, auch er wird seine "Geheimisse" nicht gleich auf den Tisch legen.
LG

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21. Dezember 2008 um 10:30
In Antwort auf aineshaw

Also ich glaube...

jeder würde sich lieber für das wohlbehütete Leben entschieden, wenn er könnte! Meinst du nicht du hättest dir einige deiner Erfahrungen sparen können? Wozu waren die letztlich gut?
Damit du jetzt weißt, dass...
- von zu Hause ausreisen doof ist
- auf der Straße Leben doof ist
- Drogen nehmen doof ist
- klauen doof ist
- mit Alkis zusammensein doof ist.

Jeder halbwegs normale Mensch, weiß dass das alles doof ist auch ohne es durchzumachen! Diese Erfahrungen braucht er sicher nicht zu machen! Die machen weder zu einem klügeren, noch besseren Menschen.

Außerdem denke ich könntet ihr beide davon profitieren, dass du eher die Wilde bist und er der ruhige Pol. Das ergänzt sich doch prima.

NeeNee,
ohne Erfahrungen würde die Menschheit noch auf den Bäumen hocken und Bedenken vor jeder Ameise Heidenangst empfinden. Und ich kenne etliche Menschen, die es vorzogen das wohlbehütete Leben zu verlassen.

Denn: Auch das wohlbehütete Leben birgt Fallen wie Abhängigkeit von den Eltern, ständiger Stress mit denen über jede Mücke, später Unfähigkeit mit den Anforderungen und Überraschungen des Lebens angemessen umzugehen. Nicht umsonst brechen gerade die Wohlbehüteten gerne mal aus ihrer angepassten Rolle aus. Manche schaffen es wirklich unabhängig zu sein, andere nutzen weiterhin Muttis Kochtopf als Stütze.

Ich wäre ohne das was ich in meinem Leben erlebte nicht die die ich bin. Und ich liebe es die zu sein die ich bin.
Sie wird ihre Gründe gehabt haben ihre Ursprungsfamilie zu verlassen und lieber auf der Strasse zu leben. Und Drogenabhängige und Alkis erlebt zu haben kann eine Lehre für den Rest des Lebens sein.

Die meisten Bundesbürger sind mit Alkis zusammen. Sei es im Job, zu Hause, bei Freunden, im Bus, in der Freizeit etc. Alkohol ist DIE Droge Nummer eins.

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