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Ich hab meinen Vater nie kennengelernt

7. Mai 2011 um 0:42

Hey Leute,
folgendes: meine Mama hat meinen (Stief) Vater -mag das Wort eigentlich nicht- kennengelernt, als ich 1 Jahr war, da war sie schon von meinem Erzeuger getrennt. Eigentlich war das mit ihm eine sehr kurze Beziehung, da war sie erst 18. Jedenfalls haben sie sich kurz nachdem sie schwanger war, getrennt. Sie lernte, wie gesagt, meinen "Papa" kennen, da war ich ein jahr alt. Meine Eltern haben den richtigen Zeitpunkt versäumt, mir die Warhheit zu sagen, ich kannte ja auch nur meinen ziehvater, es kam dann durch einen Zufall raus, da war ich 12. Da brach meine Welt zusammen. Dann hab ich auch noch erfahren, dass mein Erzeuger nicht mehr lebt! Denn es wäre ja logisch gewesen, dass ich ihn hätte kennenlernen wollte.

Ich weiß gar nicht genau, wann er gestorben ist, vielleicht, als ich 8 war oder so.

Lange Zeit hab ich das verdrängt, aber seine Identität nicht geklärt zu haben, nagt doch irgendwie an einem, innerlich.

Das Thema habe ich mit meinen Eltern /vor allem mit meiner Mutter) lange nciht mehr aufgegriffen...

Ab und zu hab ich mit meinem Vater drüber gesprochen und er weiß auch, dass es mich belastet.

Als ich längst verh. war und Kinder hatte, hab ich mal Kontakt zu meinem Opa aufgenommen, der für mich ja ein Fremder ist, telefonisch. Aber er wohnt in derselben Stadt und den Familienvater meines Vaters gibt es nur 2 oder 3x. Es war ein befremdliches Gefühl (ist jetzt auch schon ca 6-8 Jahre her.
Ich hab ihn gesiezt, kenne ihn ja nicht, ihm erzählt wer ich bin und dass ich Interesse daran hätte, ihn mal zu sehen. Er könnte mir was über seinen Sohn erzählen, Fotos zeigen... Er fragte dann (was ich schon mal sehr ablehnend fand) ob meine Mutter das nicht getan hätte?! Ich sagte ja, klar, aber das war auch nicht das meiste. Ich hab auch nur ein Bild von ihr bekommen.
Trotzdem hat er sich nach meinem Namen, meinem Leben, meinen Kindern erkundigt, ließ sich meine Telefonnummer geben, um später ein Treffen zu vereinbaren..
Ich hab nie wieder etwas von ihm gehört, ich möchte mich auch nicht erneut aufdrängen, außerdem weiß ich nicht, wie alt mein Opa (und die oma gibts auch noch) sind.

Kurz danach hab ich noch eine Person ausfindig machen können (wie gesagt, der Nachname ist sehr selten). ich hatte dem eine sms geschrieben, kurz den Sachverhalt erklärt (such die angehörigen von .... , falls sie ... sind, bla bla und hab ihm freigestellt, sich zu melden.
Das hat er dann getan. War mein Cousin. ER hat mir erzählt, dass mein Vater noch eine Schwester hat, wie alt sie ist, kinderlos. Er kannte meinen Vater natürlich nicht, ist ja noch zu jung.
ER hatte auch mit dem Opa gesprochen und mir versichert, dass dieser wohl nix dagegen hätte mich kennenzulernen..

Er hat viel Verständnis für meine Situation gezeigt. Aber es blieb dann auch bei dem Telefonat, ein oder 2x. Und nachdem sich der Opa halt nicht gemeldet hat, hab ich es dann gut sein lassen.

Kennt jemand so etwas? Soll ich noch einen Versuch starten? Das würde mir unheimlich schwer fallen

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9. Mai 2011 um 16:22

Kein
großartiges Verhältnis, sie musste ihnen sogar per Gerichrt die Vaterschaft nachweisen. Sie haben meine Mutter nicht mal von seinem Tode informiert, das hat sie durch jemand anderes erfahren. Da er ncoh Schüler war, haben sie wohl 18 Jahre lang einen Betrag xy für mich überwiesen und die Zahlung stillschweigend mit meiner Volljährigkeit eingestellt. DAs weiß ich ebenfalls erst seit ein paar Jahren durch ein Gespräch mit meinem Vater, in dem wir zufällig darauf kamen..

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16. Mai 2011 um 14:40

Shcieb
*

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16. Mai 2011 um 20:43

Mach einfach...
... ein Treffen mit dem Cousin aus. Schau, wie Du Dich dabei fühlst, wenn gut, dann triff Dich mit dem Opa. Vielleicht mit dem Cousin zusammen?

Das Geheimnis ist: Nicht zu lange im Vorfeld darüber nachzudenken, ob ja, ob nein, ob ja, ob nein..., sondern einfach die Dinge in Gang setzen und dranbleiben! Du willst etwas über Deinen leiblichen Vater erfahren und dessen Familie? Ja, dann los! Du bist kein Eindringling, sondern ebenfalls ein Teil dieser Familie, der eben lange verschollen war und dem man eben auch erst mal vorsichtig begegnet, ohne dass man es böse meint. So wie Du umgekehrt doch auch. Aber wenn Du dranbleibst und Interesse bekundest, wird das auch zurückkommen, man wird vielleicht Gemeinsamkeiten entdecken, sich auf jeden Fall irgendwie näherkommen.

Viel Glück dabei!

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17. Mai 2011 um 22:44
In Antwort auf tyche26

Mach einfach...
... ein Treffen mit dem Cousin aus. Schau, wie Du Dich dabei fühlst, wenn gut, dann triff Dich mit dem Opa. Vielleicht mit dem Cousin zusammen?

Das Geheimnis ist: Nicht zu lange im Vorfeld darüber nachzudenken, ob ja, ob nein, ob ja, ob nein..., sondern einfach die Dinge in Gang setzen und dranbleiben! Du willst etwas über Deinen leiblichen Vater erfahren und dessen Familie? Ja, dann los! Du bist kein Eindringling, sondern ebenfalls ein Teil dieser Familie, der eben lange verschollen war und dem man eben auch erst mal vorsichtig begegnet, ohne dass man es böse meint. So wie Du umgekehrt doch auch. Aber wenn Du dranbleibst und Interesse bekundest, wird das auch zurückkommen, man wird vielleicht Gemeinsamkeiten entdecken, sich auf jeden Fall irgendwie näherkommen.

Viel Glück dabei!

Tyche
lieben Dank für Deinen Beitrag. Ich hoffe, ich kann mir demnächst einen Ruck geben und es noch mal versuchen.

LG

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17. Mai 2011 um 22:48

Hi
nein, der stief-vater hat mich nicht adoptiert, ich hab nur seinen nachnamen bekommen.
dass ich erbbrechtigt bin, wusste ich nicht, aber darum geht`s mir ja auch nicht. Das hab ich auch schon vermutet, dass die vielleicht meinen, ich käme mit irgendwelchen "Anliegen".

"Das Thema wird dich sowieso dein Leben lang begleiten."
das ist wohl wahr, Wejona.
LG

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8. August 2011 um 3:08

Ich hatte (aus anderen Gründen)
jetzt mehrere Termine mit einer Familienberaterin, wie gesagt, es ging um etwas ganz anderes, meine Beziehung. Doch diesess Thema zieht sich wohl wie ein roter Faden durch mein Leben und kam auch zur Sprache.

sie hat mir empfohlen, es mit einem Brief zu versuchen, an den Opa.

Die Idee find ich sehr gut, hatte ich selbst auc schon, aber nicht gemacht. Bei einem Brief kommt der Angeschriebene nicht in die Verlegenheit, gleich was antworten zu müssen. Er kann es sich in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Angerufen hätte ich glaub ich sowieso nicht noch mal.

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8. August 2011 um 5:25
In Antwort auf aino_12375870

Ich hatte (aus anderen Gründen)
jetzt mehrere Termine mit einer Familienberaterin, wie gesagt, es ging um etwas ganz anderes, meine Beziehung. Doch diesess Thema zieht sich wohl wie ein roter Faden durch mein Leben und kam auch zur Sprache.

sie hat mir empfohlen, es mit einem Brief zu versuchen, an den Opa.

Die Idee find ich sehr gut, hatte ich selbst auc schon, aber nicht gemacht. Bei einem Brief kommt der Angeschriebene nicht in die Verlegenheit, gleich was antworten zu müssen. Er kann es sich in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Angerufen hätte ich glaub ich sowieso nicht noch mal.

Sinnsuche
Ich kenne meinen Vater auch nur vom Bild. Es ist schon komisch keinen Vater zu haben. Allerdings denke ich immer, er hätte mich ja ausmachen können bei Interesse... Hat er aber nicht. Dir wird ihn keiner ersetzen können. Ich vermute, du Versuchst aktuellen Problemen auszuweichen...?

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27. April 2012 um 12:48

Meine Lieben!
ich muss was loswerden!

Ich bin so aufgeregt, aber der Reihe nach: Vor 2 Wochen bekaM ich einen Anruf, aus heiterem Himmel rief mich zu Hause eine Frau an (sowie ich das jetzt verstanden habe, müsste sie eine Cousine/Großcouisine meines biol. Vaters sein)

Sie hat soviel und schnell erzählt, hab in der Aufregung nur die Hälfte kapiert.. dass eine Verwandte meinen Namen erwähnt hat.. auf Nachfragen hat sie dann erfahren, wer ich bin (ja, die Tochter des verstorbenen xy!!).. sie wusste nämlich bis dahin nicht, dass er eine Tochter hat (38 Jahre lang..) Sie hat die Person noch einmal nach meinem Vor-u. Nachnamen gefragt und meine Tele-Nr. rausgefunden.

Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass es echt eine Person aus der Familie gibt, die sich für mich interessiert. Sie schien ehrlich verblüfft über das ganze, das sie so lange nichts wusste, äußerte Verständnis für meine Situation (Desinteresse des Opas an mir, meine mangelnde Möglichkeit, etwas über den Vater erfahren zu können etc)

Wir haben Nummern ausgetauscht und wollen uns Sonntag treffen.

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27. April 2012 um 12:52
In Antwort auf aino_12375870

Meine Lieben!
ich muss was loswerden!

Ich bin so aufgeregt, aber der Reihe nach: Vor 2 Wochen bekaM ich einen Anruf, aus heiterem Himmel rief mich zu Hause eine Frau an (sowie ich das jetzt verstanden habe, müsste sie eine Cousine/Großcouisine meines biol. Vaters sein)

Sie hat soviel und schnell erzählt, hab in der Aufregung nur die Hälfte kapiert.. dass eine Verwandte meinen Namen erwähnt hat.. auf Nachfragen hat sie dann erfahren, wer ich bin (ja, die Tochter des verstorbenen xy!!).. sie wusste nämlich bis dahin nicht, dass er eine Tochter hat (38 Jahre lang..) Sie hat die Person noch einmal nach meinem Vor-u. Nachnamen gefragt und meine Tele-Nr. rausgefunden.

Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass es echt eine Person aus der Familie gibt, die sich für mich interessiert. Sie schien ehrlich verblüfft über das ganze, das sie so lange nichts wusste, äußerte Verständnis für meine Situation (Desinteresse des Opas an mir, meine mangelnde Möglichkeit, etwas über den Vater erfahren zu können etc)

Wir haben Nummern ausgetauscht und wollen uns Sonntag treffen.

Nachtrag
die Frau ist fast ein Jahrgang mit meinem Vater und ich weiß von iihr jetzt, dass er verstorben ist, als ich fast zwei Jahre alt war.

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1. Mai 2012 um 0:19


...

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1. Mai 2012 um 0:32

Irrtum
Du lebst durch ihn - nur anscheinend ist es dir egal, ihn nicht zu kennen.

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1. Mai 2012 um 23:15

Ok
akzeptiert. Wenn es auf dich und dein Leben so zutrifft, ok. Bei mir ist es eben anders. Wieso ist das dann gleich ein Drama?
Ich bin nach dem Gespräch (mit der Angerhörigen, die sich gemeldet hat), auch schon entspannter, weil ich einige Dinge klären konnte. Gut möglich, dass ich bald auch für mich damit abgeschlossen habe.

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6. Januar 2014 um 16:06

Ich möchte noch mal meinen Beitrag updaten
komisch, dass ich ihn überhaupt noch finden konnte.

Also, das Thema steht ja oben.. mit der Verwandten habe ich mich getroffen (einmal ich allein, ein zweites mal war auch mein Mann eingeladen, bei ihr war ein alter Familienfreund dabei - es war entspannt und nett)

Danach haben wir noch ein paar mal telefoniert..

Am Tag nach Neujahr bekam ich Post vom Amtsgericht, Inhalt: mein "Opa" ist verstorben, eine Kopie des Testaments war dabei, zu meiner Kenntnisnahme..

Natürlich bin ich nicht erwähnt und dabei bleibt es auch

Ich überlege trotzdem, wie ich überhaupt reagieren soll? Der "Oma" eine Beileidbekundung schicken? Um auszudrücken, dass ich davon in Kenntnis gesetzt bin? Gar nichts zu tun, so wie sie es auch über 40 Jahre gehalten haben? Ich habe hin und her überlegt und komme zu keinem Ergebnis..hm, wenn dann würde ich eine Karte mit ein paar wirklich sehr persönlichen Worten schicken, sozusagen auch als allerletze Aktion meinerseits, oh Gott, versteht mich jemand?
(Übringes stand sie ziemlich unter seinem Pantoffel, wie ich mittlerweile erfahren habe - vielleicht ist das relevant für Euren Rat an mich)

Lieben DANK!

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