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Ich hab betrogen, liebe meinen Ex und will ihn wieder

13. Juni 2009 um 19:32

... um alles in der Welt.

Vor 8 Monaten hat mein damaliger Freund erfahren, dass ich vor 2,5 Jahren untreu war und zwar mit einem guten Freund von ihm. Er wurde von anderen auf das damals umlaufende Gerücht angesprochen und hat mich dann zur Rede gestellt. Das heißt, ich hätte es ihm vielleicht nie erzählt, weil es für mich eigentlich keine Bedeutung hatte und ich, nachdem ich das zweitemal mit dem Kerl was hatte, selber gemerkt hab, dass ich dicken Scheiß gebaut habe. (Es ist auch leider nur unter starkem Alkoholeinfluss passiert).

Jetzt waren mein Ex und ich mehr als 7,5 Jahre zusammen und haben uns eigentlich super ergänzt.
Ich habe ihm auch erzählt, dass ich damals schräg drauf war, eine schwierige Phase hatte und mich auch von ihm vernachlässigt gefühlt hatte, weil wir wenig Zeit miteinander hatten. Das hatte sich aber in der Zeit nach dem Seitensprung wieder geändert.

Es tut mir so leid und ich habe ihm nichts sagen können, weil ich wusste, dass er dann sehr verletzt gewesen wäre und wir es, so wie unsere Beziehung damals war, vielleicht nicht mehr geschafft hätten.

Er hatte mich dann, nachdem ich für zwei Wochen ausgezogen bin, wieder zurück geholt. Aber schon nach 3,5 Monaten hat er sich mir gegenüber ganz fremd verhalten und ich kam nicht mehr an ihn ran. Und bald hatte er auch gesagt, dass er nicht damit klar kommt und jeden Tag daran denken müsse und daher würde es ihm dann sehr schlecht gehen. Ich bin dann nochmal für 3 Wochen ausgezogen. Doch als ich dann gefragt hatte, ob er mich nochmal zurück nimmt, meinte er, es wäre ganz aus. Er müsse sich erst mal klar werden, wie's für ihn weiter gehen kann und ob wir dann überhaupt nochmal eine Chance hätten.

Wir haben leider nie viel darüber geredet. Er wollte wohl alles einfach nur verdrängen, nur das hatte nicht funktioniert und hat wahrscheinlich alles erst so schlimm gemacht.

Ich bin dann zu einer Freundin gezogen und warte jetzt eigentlich immer noch auf irgendeine Nachricht von ihm.

Er sagt immer, er brauche noch Zeit, um alles zu verdauen und sich selber klar zu werden. Er macht mir auch teilweise immer etwas Hoffnung, schließlich hatten wir letztes Jahr schon Pläne für ein gemeinsames Haus und eine Familie zu gründen.

Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich liebe ihn so sehr. Er ist meine große Liebe und ich will ihn wieder. Ich bin leider so ungeduldig und kann irgendwie nicht verstehen, warum er so lange Zeit braucht, um sich bewusst zu werden, was er will. Ich denke, er liebt mich auch noch, hat aber Angst, wie's weiter gehen kann.

Wer kann mir helfen?

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4. September 2012 um 12:41

Späte Antwort
Ich weiß nicht, ob Du da noch Hilfe brauchst ... Aber das fällt mir dazu ein: in meiner Beziehung gab es auch sowas ähnliches, nur dass ich es ihm nicht gebeichtet hatte, sondern er es selbst rausgekriegt hat. Er hatte mich dann damit konfrontiert, und ich hab es erst zugegeben, als mir klar wurde, dass er nicht nur vermutet, sondern weiß.

Das hat mich die Beziehung gekostet. Über meinen Bruder, der nach wie vor mit ihm befreundet ist, habe ich ein bißchen erfahren, wie es bei ihm innerlich aussah. Ich glaube (und das ist die Parallele zu Deinem Fall), dass das lange Hin und Her innerlich was damit zu tun hat, dass Männer nun mal immer mit der Angst vor Kuckuckseiern leben. Die können nicht anders. In dieser Beziehung haben wir Frauen es besser, denn es kommt nun mal nie vor, dass FRAUEN dazu genötigt werden, für ein Kind aufzukommen, das nicht ihr eigenes ist. Biologisch extrem unwahrscheinlich.

Dass Dein Freund erst nach ein paar Wochen auf Abstand gegangen ist, ist Zeichen des tief zerstörten Vertrauens. Oft ist das so bei Paaren, die nie vorher darüber ehrlich gesprochen haben, was denn wäre, wenn eine/r betrügt. Du hast den Vorteil, dass Du zumindest gebeichtet hast. Wenn ich Dir einen Tipp geben darf und Du das noch willst, dann schreib ihm einen Brief. Erklär die Sache nochmal genau, warum Du auch glaubst, dass das ein Einzelfall war, dass Du ihn und seine Gefühle glaubst, nachvollziehen zu können, und dass Du Dir wünschst, dass es noch eine zweite Chance geben kann. Schreib aber auch, dass Du weißt, dass Vertrauen schnell zerstört aber nur langsam aufgebaut werden kann, und bitte ihn, Dir zu schreiben (ganz wichtig: schreiben, nicht am Telefon zerreden), was er denkt, unter welchen Bedingungen sein Vertrauen denn wieder entstehen könne.

Das lenkt seine Gedanken auf Konstruktives, und bei Männern ist das oft der Trick. Wenn seine Antwort ausbleibt oder er Unmögliches fordert, dann kannst Du sicher sein, dass alles kaputt ist, und Du kannst nur hoffen, aus der Sache was für's nächste Mal gelernt zu haben.

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