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Ich glaube, ich möchte kein Baby.....

16. März 2014 um 18:51

Hallo zusammen,

ich habe momentan folgendes Problem:

Eigentlich war es mir schon immer klar, dass ich einmal Kinder haben möchte und zwar genau bis zu dem Zeitpunkt, bis ich wirklich angefangen habe, mit Kindern was zu tun zu haben. Ich bin vor kurzem Tante geworden. Davor war es einfach so, dass ich zu Kindern eigentlich überhaupt gar keinen Kontakt hatte. Weder in meiner Verwandtschaft, noch in meinem Freundeskreis gab es Paare, die Kinder hatten.
Nun bin ich wie gesagt Tante geworden. Die Schwester meines künftigen Ehemannes hat einen Sohn zur Welt gebracht. Eigentlich hatten wir (mein Lebensgefährte und ich) uns auch schon ausgiebig über dieses Thema unterhalten und für uns beide stand fest, dass wir auf jeden Fall Kinder wollen.
Nun verhält es sich bei mir aber so, dass seitdem der Kleine auf der Welt ist, ich es mir plötzlich absolut gar nicht mehr vorstellen kann, einmal Kinder zu bekommen. Das hört sich jetzt vielleicht komisch an. Aber als wir in der Klinik waren um den Kleinen zu begrüßen und ich die Mutter sah wie fertig sie war und wie unglaublich aufgedunsen sie war. Das hat mich wirklich total erschrocken.
Dann kommt hinzu, dass ich absolut gar nichts verspüre, wenn man mir den Kleinen in die Hand drückt. Ich will den Kleinen dann nur so schnell wie möglich wieder abgeben. Ich kann weder sagen, dass er besonders süß ist, noch dass mein Herz aufgeht, wenn ich ihn sehe. Auch kommen bei mir keinerlei "Muttergefühle" hoch. Ich kann dem Kleinen überhaupt nichts abgewinnen.
Seitdem plagen mich erhebliche Zweifel, ob ich denn überhaupt tatsächlich ein Kind will. Ich kann mit dem Kleinen überhaupt nicht umgehen und bin froh, wenn ich ihn nicht auf den Arm nehmen muss etc. Ich kann mich mit dem Gedanken an die Mutterrolle momentan überhaupt nicht anfreunden. Ich kann mir inzwischen so absolut gar nicht mehr vorstellen, dass ich ein Kind bekomme und dann erstmal Zuhause bleibe um das Kind zu versorgen. Bei dem Gedanken bekomme ich inzwischen sogar schon richtig Bauchschmerzen...
Ich habe auch bereits mit meinem Lebensgefährten drüber gesprochen. Leider nimmt er mich nicht ernst und meint, es wäre eine vorübergehende Phase und dass ich meine Meinung bis in 2 Jahren mit Sicherheit geändert hab.
Ich weiß momentan nicht mehr weiter. Stimmt mit mir was nicht?

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16. März 2014 um 19:13

Ja das stimmt...
... ich werde dieses Jahr sogar erst noch 28.

Mein Partner möchte auf alle Fälle Kinder. Er kann es sich nicht vorstellen, kinderlos zu leben. Deswegen mache ich mir grad auch richtige Sorgen, wie das werden soll, wenn bei mir die Einstellung so bleibt, wie sie momentan ist....

Ich würde dieses leidige Thema so gerne mal vergessen können, aber von allen Ecken kommt nur dauernd die Fragerei, wann es denn endlich auch mal bei uns so weit wäre. Wir hätten ja das richtige Alter und jetzt steht noch die Hochzeit bevor. Dass das ja dann quasi der nächste Schritt wäre usw.

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16. März 2014 um 19:13


Also, lass dir als gesagt sein, dass ein eigenes Kind etwas anderes ist als ein fremdes. Ich bekomme auch keine Muttergefühle, wenn ich das Baby einer Freundin auf den Arm nehme, auch bin ich froh, wenn ich es wieder abgeben kann, wenn es schreit, mich angespuckt hat oder die Windeln gewechselt werden müssen Für mein eigenes Kind habe ich allerdings große Gefühle, auch habe ich mich darum gerissen mein Baby auf den Arm zu nehmen, zu kuscheln, zu knutschen, zu wickeln und zu füttern.

Das liegt zum einen an der Bindung zum Kind, die du teilweise schon in der Schwangerschaft aufbaust. Zum anderen liegt es natürlich auch an den Hormonen, die nach der Geburt tonnenweise deinen Körper fluten. Die Natur ist ja nicht blöd, die weiß schon, wie sie den Müttern ihre Kinder schmackhaft macht

Daher mache dir mal keine Sorgen, dass ein fremdes Baby keine Gefühle in dir auslöst. Ich finde so ganz kleine Babys zwar total süß und nehme sie gern auf den Arm, bin aber auch froh, wenn ich sie dann wieder abgeben kann. Es ist eben nicht mein eigenes Kind. Zu deinem Lebensgefährten hast du doch auch sicher ein anderes Gefühl, als zu irgendeinem Onkel oder Cousin, oder? Warum sollte das bei einem Baby anders sein? Ist eben nicht deins, und ja - ist ja nicht mal wirklich mit dir verwandt.

Das ist okay

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17. März 2014 um 9:15

Ich finde es löblich
dass du dir so viele Gedanken darum machst, da sollten sich andere vielleicht ein Beispiel nehmen.

Andererseits ist deine Lebenssituation auch ausschlaggebend, ob du dich gerade in die Lage hineinversetzen kannst oder nicht so. Gibt es gerade irgendwas in deinem Leben, das dir Unsicherheit gibt? Finanzielle Lage? Beziehung am Kriseln? Wohnungssituation nicht so super? Gerade am Karriere-machen?

Dass du bei dem fremden Baby keine Muttergefühle bekommen hast, würde mich auch nicht so irritieren. Gib dir Zeit. Ich bin auch 28 und wüsste auch nicht, ob ich das in nächster Zeit könnte. Kann es mir aktuell nicht vorstellen, weil ich einfach zu gern noch am Wochenende mit Freunden feiern gehe, auf Festivals fahre und Konzerte genieße. Ich weiß, dass ich das irgendwann nicht mehr in dem Maß brauche, aber noch möchte ich es mir nicht nehmen lassen.
Immerhin ist es eine harte Beziehungs- und Lebensprobe. Ich weiß aber, dass ich es irgendwann will.

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17. März 2014 um 9:30


Na dann willst du halt kein Baby, wo ist das Problem??
Mit dem rechten Partner in einer entspannten Zeit mag das vielleicht anders aussehen. Oder auch nicht.
Wenn ich manchmal mißratene Sprößlinge sehe bin ich auch froh keine eigenen zu haben...man muss aber mit Sicherheit nicht jedes Kind mögen um eine tolle Mom für die eigenen zu sein. Kein Mensch mag alle Kinder. Genausowenig wie man alle Erwachsenen mögen muss.
Mach da doch kein Problem draus.

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17. März 2014 um 15:33


Keine Sorge, mit dir ist alles in bester Ordnung.
Ich kann deine Gefühle gut nachvollziehen, da es mir ebenso ging/geht. Irgendwie war in meinen Kinder/Jungendjahren und auch noch mit Anfang 20 (bin nun 28) immer klar, dass ich mal eine Familie haben werde. Dann fing ich nach der Ausbildung noch ein Studium an. In der Zeit bekamen die ersten Freunde Kinder und ich habe live mitbekommen, dass nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen ist. Im Gegenteil: Elternsein ist ein Knochenjob. Irgendwie bin ich da schon ziemlich ins Grübeln gekommen - weil ich eben gesehen habe, was sich alles wirklich verändert. Umso mehr, als die Trennungen kamen und ich sah, dass besonders die Mütter vor einem Scherbenhaufen standen.

Gut, momentan hat sich dieses Thema eh erledigt, da ich ziemlich frischgebackener Single bin. Und wie ich in 5, 6, Jahren denke, weiß ich noch nicht.

Lass dich aber auf keinen Fall von deinem Freund/Bald-Mann unter Druck setzen! Wir Frauen haben beim Thema Familie halt immer noch das größere Päckchen zu tragen, angefangen von den (naturgemäßen) körperlichen Aspekten in Form von Schwangerschaft, Geburt und Stillen, über Aussetzen im Beruf, Karriereknick bis hin zur evtl Altersarmut.

Es kommt alles so, wie es kommen soll.

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17. März 2014 um 17:22


Wenn ein Kind einmal da ist, kann man den vorherigen Zustand nicht wiederherstellen.
Wenn Du daher im Kinderkriegen mehr Nachteile siehst, dann lass es (noch) bleiben.

Die Leute schwätzen eine ganze Menge Mist!
Ich hör da schon gar nicht mehr drauf, mir wurde auch viel eingeredet...

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18. März 2014 um 8:08


Viele Babys sind auch ein Prestigeobjekt, gerade für frischgebackene Großeltern.

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19. März 2014 um 14:30

Dann mach es wie die Stars:
adoptiere dir ein fertiges Kind!

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23. März 2014 um 4:16

Wo
Ist hier nur der like button?

Stimme dir voll zu! Dieser schwachsinnige Hype muss ein ende haben!

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