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Ich glaube, ich bin ungeeignet für Patchwork...

6. September 2010 um 11:04

Liebe Forenmitglieder, ich schreibe hier wieder, weil ich in meinem letzten Thread viele gute Antworten und Tips bekommen habe und ich wieder mal am zweifeln bin.

Mein Freund hat 2 Kinder, erwachsen, so gut wie zumindest, ich eine Tochter mit der wir zusammenleben. Seine Kinder besuchen ihn eher selten, wenn dann, dann werden sie verwöhnt, was ich selbst immer mittrage. Sei es in Form von Kochen, Geld, sonstigen "Hilfeleistungen". Ich habe immer versucht, die Seite meines Freundes zu sehen, er hat sie nicht oft, will sie daher verwöhnen, will ihnen es zumindest finanziell gut gehen lassen, und so weiter.

Ich komme aber immer weniger damit klar. Versteht mit nicht falsch, ich bin auch dafür, dass es den Töchtern gut geht. Sonst hätte ich nicht die letzten 10 Jahre mit dafür gesorgt, sei es zu Geburtstagen, anderen Anlässen, Schulanfängen, etc.
Bzw. war ich oft die, die da mehr Einsatz reingesteckt hat, mein Freund hat die finanziellen Mittel geleistet.

Ich habe mich früher oft gefreut wenn ich Ihnen was mitgebracht habe, sie sind gekommen, und wir haben gegessen und so weiter.

Es macht mich aber nicht mehr glücklich dies zu tun. Es ist immer nur von einer Seite, nemlich der von mir (uns). Es läuft seit 10 Jahren, oder schon länger, gleich. Es gibt immer von uns Essen, Geld, Geschenke, Fürsorge.

Ich glaube, ich bin ungeeignet für Patchwork. Ich meine, Gott sei Dank akzeptieren mich die Kinder, gott sei Dank akzeptiert mich die Ex, blabla. Ich muss immer machen, damit das alles so ist. Es ist eigentlich egal, wie es mir geht, hauptsache es läuft und alle sind happy. Ich weiß, ich müsste meinen Freund nach Leibeskräften unterstützen, mit der Sache mit seinen Kindern, aber ich bin da nicht gut drin. Manchmal habe ich auch negative Gefühle, ich gebe es auch zu.
Das mein Freund nicht heiraten, keine Kinder etc mit mir will, macht die Sache nicht leichter, ich glaube auch das Spielt hinein. Die Erzählungen von all den Sachen mit der Mutter machen es auch nicht einfacher.
Seine Töchter haben mit dem Rest seiner Familie wenig Kontakt, also Tanten, Onkel und so seinerseits, und ich habe das Gefühl, ich muss ihm helfen, dass zu ändern, die Mädchen mit allen zusammenbringen wieder, andererseits macht mir das Angst.

Ich bin glaube ich ungeeignet für Patchwork. Mein Freund tut sich leichter mit meinem Kind, ihr Vater ist auch nicht präsent und die Situation war auch ganz anders. Ich weiß ich müsste, aber ich kann nicht. Ich möchte ehrlich sein, aber ich bin es wohl nicht. Dennoch habe ich dauernd das Gefühl, ich mache alles falsch, habe Schuldgefühle ohne Ende, dass ich die Töchter nicht so annehmen kann.

Ich glaube ich bin eine echt miese Partnerin.
Ich habe soviel versucht. Warum schaffe ich es nicht?

Schoki

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6. September 2010 um 12:00

Was ich noch dazu sagen wollte...
Ich habe mir wirklich vorgenommen, alles richtig zu machen. Aber wenn dann negative Gefühle in mir hochkommen, ich weiß echt nicht was ich tun soll.
Nur als Beispiel, ich hatte dem einen Mädchen eine Arbeit bei meiner Freundin verschafft, als Schreibkraft für ihr Büro. Sie konnte sich Arbeit sogar mit nach Hause nehmen. Für die Arbeiten war eine Deadline ausgemacht von 1 Woche, die dann aber noch verlängert wurde, weil die Klientin auf Urlaub war. Jedenfalls 2 Wochen später, hatte die Tochter die Arbeit noch immer nicht gemacht, meine Freundin hatte ihren Lohn schon im voraus bezahlt, die fertigen Schreibarbeiten hat sie heute noch nicht. Mir war es sehr peinlich.
Sie haben mich halt schon öfter hängen lassen. Daher kann ich nicht immer positiv eingestellt sein.
Ich weiß echt nicht, was ich tun soll...ich bin schon verzweifelt deswegen.
Schoki

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6. September 2010 um 12:02

Hallo Schoki
Also ich glaube so eine Verantwortung überfordert einen auch ganz schön.
Aber was für dich wichtig zu wissen wäre ist, was ich da so rauslese, dass du unheimlich hohe Ansprüche an dich hast und dich total unfrei machst mit dem Ganzen "ich müsste" ja und warum kann ich das nciht!
Schau mal die anderen machen es doch auch so wie sie wollen.
Warum du nicht auch
Du kannst gerne deinen Partner mal fragen, ob er das gerne so haben möchte, dass du seine Töchter mit allen wieder zusammenbringst!?
Ist das denn wirklich so wichtig und bist du dafür wirklich zuständig?
Vor allem,wenn dir das so viel Anstrengung kosten würde, warum musst du das tun?
Ich glaube das ist nur so eine Prägung , die in uns Frauen allgemein steckt, es allen recht zu machen ,dafür die Verantwortung zu übernehmen!
Aber ich gebe dir den Tipp: werde ein bisschen mehr egoistischer, tu nur so viel , wie du auch wirklich kannst und das mit dem Herzen.Wenn du merkst, du machst wieder zu viel, was dich immens Kraft kostet, dann stoppe dich und lass es bleiben.Wenn du essen kochst für die Mädels, wieso bindest du sie nicht mitein, auf irgendeine Art, die Spass machen könnte?
Du musst dich nciht für alles verantwortlich fühlen, daran geht man nur kaputt und das kannst nur du ändern, wenn es dir bewusst ist!
Die andere Sache ist, dass du dir zu wenig zu kommen lässt.Was möchtest du , worauf hast du Lust?Mach das dann auch mal!
Somit lädst du dich wieder auf und kannst wieder automatisch und mit dem Herzen geben und immer nur soviel wie du möchtest mehr nicht!
Wenn es nicht von Herzen kommt merken das die anderen auch(unbewusst).Und nur keine Schuldgefühle.Aber wenn du erstmal angefangen hast deine Erwartungen an dich herunterzuschrauben,dich dort anzunehmen , wo du bist, dann fühlt sich das schon mal viel besser an!

LG

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6. September 2010 um 12:11

Ungeeignet, nachdem du 10 jahre alles getan hast?
das glaub ich eher nicht.

wg deines hohen einsatzes: reduzier mal alles auf das nötigste und sprech mit deinem partner darüber. sag ihm das du dich gar nicht mehr wahrgenommen fühlst als seine partnerin. sag ihm das du nicht mehr nur funktionieren willst.

wg des jobs für die tochter: sprech mit ihr und sag ihr das das so nicht geht. sag ihr das das einmal für sie selbst wichtig ist dinge durchzu ziehen, und das du ihr in zukunft nichts mehr besorgen wirst wenn sie eine solche arbeitsmoral an den tag legt.
lg

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6. September 2010 um 12:13
In Antwort auf schokogruss30

Was ich noch dazu sagen wollte...
Ich habe mir wirklich vorgenommen, alles richtig zu machen. Aber wenn dann negative Gefühle in mir hochkommen, ich weiß echt nicht was ich tun soll.
Nur als Beispiel, ich hatte dem einen Mädchen eine Arbeit bei meiner Freundin verschafft, als Schreibkraft für ihr Büro. Sie konnte sich Arbeit sogar mit nach Hause nehmen. Für die Arbeiten war eine Deadline ausgemacht von 1 Woche, die dann aber noch verlängert wurde, weil die Klientin auf Urlaub war. Jedenfalls 2 Wochen später, hatte die Tochter die Arbeit noch immer nicht gemacht, meine Freundin hatte ihren Lohn schon im voraus bezahlt, die fertigen Schreibarbeiten hat sie heute noch nicht. Mir war es sehr peinlich.
Sie haben mich halt schon öfter hängen lassen. Daher kann ich nicht immer positiv eingestellt sein.
Ich weiß echt nicht, was ich tun soll...ich bin schon verzweifelt deswegen.
Schoki


das ist doch aber etwas was dir auch passieren kann, wenn du eine freundin empfiehlst. ich empfehle sowieso z.B. nur menschen, wo ich 150%ig sicher sein kann. dies erst einmal dazu!

wie alt sind sie denn? so wie ich es verstehe tun sie das ja alles nicht, weil du die böse stiefmama bist, sondern weil sie in einem schwierigen alter sind. hmm..ich finds schwer, denn du hattest ja schon so lange zeit dich daran zu gewöhnen oder? gerade jetzt wo die kids schon ausgezogen sind ist es doch nur eine frage der zeit bis sie komplett auf eigenen beinen stehen. klar es ist ein gefühl und du sagst es ganz erhlich, aber deinem freund gegenüber find ich es etwas unfair, denn er beschwert sich nicht oder? und er ist für deine kleine tochter immer da. sprich mit ihm dann ehrlich.

ansonsten was hast du denn vor? willst du dich trennen? du sagst oft du bist nichts für patchwork? ist denn der vater zu dem kind besser??? der sich nicht kümmert?

ich weiß nicht, aber wenn ich es so lese, dann denke ich, dass du glücklich sein kannst, dass du so eine tolle familie gefunden hast....alle akzeptieren es und für kinder ist es ja echt nicht einfach. selbst mit der ex verstehst du dich. hmmm...bin gerade ratlos. bei anderen scheidungskindern, patchworkversuchen gibts viel mehr probleme oder frauen, die keine männer finden etc.


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6. September 2010 um 12:15
In Antwort auf skiddels

Hallo Schoki
Also ich glaube so eine Verantwortung überfordert einen auch ganz schön.
Aber was für dich wichtig zu wissen wäre ist, was ich da so rauslese, dass du unheimlich hohe Ansprüche an dich hast und dich total unfrei machst mit dem Ganzen "ich müsste" ja und warum kann ich das nciht!
Schau mal die anderen machen es doch auch so wie sie wollen.
Warum du nicht auch
Du kannst gerne deinen Partner mal fragen, ob er das gerne so haben möchte, dass du seine Töchter mit allen wieder zusammenbringst!?
Ist das denn wirklich so wichtig und bist du dafür wirklich zuständig?
Vor allem,wenn dir das so viel Anstrengung kosten würde, warum musst du das tun?
Ich glaube das ist nur so eine Prägung , die in uns Frauen allgemein steckt, es allen recht zu machen ,dafür die Verantwortung zu übernehmen!
Aber ich gebe dir den Tipp: werde ein bisschen mehr egoistischer, tu nur so viel , wie du auch wirklich kannst und das mit dem Herzen.Wenn du merkst, du machst wieder zu viel, was dich immens Kraft kostet, dann stoppe dich und lass es bleiben.Wenn du essen kochst für die Mädels, wieso bindest du sie nicht mitein, auf irgendeine Art, die Spass machen könnte?
Du musst dich nciht für alles verantwortlich fühlen, daran geht man nur kaputt und das kannst nur du ändern, wenn es dir bewusst ist!
Die andere Sache ist, dass du dir zu wenig zu kommen lässt.Was möchtest du , worauf hast du Lust?Mach das dann auch mal!
Somit lädst du dich wieder auf und kannst wieder automatisch und mit dem Herzen geben und immer nur soviel wie du möchtest mehr nicht!
Wenn es nicht von Herzen kommt merken das die anderen auch(unbewusst).Und nur keine Schuldgefühle.Aber wenn du erstmal angefangen hast deine Erwartungen an dich herunterzuschrauben,dich dort anzunehmen , wo du bist, dann fühlt sich das schon mal viel besser an!

LG


das stimmt übrigens. ich bin auch so ein mensch, der es immer allen recht machen will und daher fühle ich mich auch gestresster als so manch anderer. dabei würd es ohne diese perfektion auch gut laufen und man wäre selbst entspannter!!

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6. September 2010 um 12:16
In Antwort auf skiddels

Hallo Schoki
Also ich glaube so eine Verantwortung überfordert einen auch ganz schön.
Aber was für dich wichtig zu wissen wäre ist, was ich da so rauslese, dass du unheimlich hohe Ansprüche an dich hast und dich total unfrei machst mit dem Ganzen "ich müsste" ja und warum kann ich das nciht!
Schau mal die anderen machen es doch auch so wie sie wollen.
Warum du nicht auch
Du kannst gerne deinen Partner mal fragen, ob er das gerne so haben möchte, dass du seine Töchter mit allen wieder zusammenbringst!?
Ist das denn wirklich so wichtig und bist du dafür wirklich zuständig?
Vor allem,wenn dir das so viel Anstrengung kosten würde, warum musst du das tun?
Ich glaube das ist nur so eine Prägung , die in uns Frauen allgemein steckt, es allen recht zu machen ,dafür die Verantwortung zu übernehmen!
Aber ich gebe dir den Tipp: werde ein bisschen mehr egoistischer, tu nur so viel , wie du auch wirklich kannst und das mit dem Herzen.Wenn du merkst, du machst wieder zu viel, was dich immens Kraft kostet, dann stoppe dich und lass es bleiben.Wenn du essen kochst für die Mädels, wieso bindest du sie nicht mitein, auf irgendeine Art, die Spass machen könnte?
Du musst dich nciht für alles verantwortlich fühlen, daran geht man nur kaputt und das kannst nur du ändern, wenn es dir bewusst ist!
Die andere Sache ist, dass du dir zu wenig zu kommen lässt.Was möchtest du , worauf hast du Lust?Mach das dann auch mal!
Somit lädst du dich wieder auf und kannst wieder automatisch und mit dem Herzen geben und immer nur soviel wie du möchtest mehr nicht!
Wenn es nicht von Herzen kommt merken das die anderen auch(unbewusst).Und nur keine Schuldgefühle.Aber wenn du erstmal angefangen hast deine Erwartungen an dich herunterzuschrauben,dich dort anzunehmen , wo du bist, dann fühlt sich das schon mal viel besser an!

LG

Liebe skiddels,
ja das stimmt wohl...vielleicht überfordere ich mich. Aber zur Zeit fühlt es sich für mich alles nicht richtig an. Ich habe einfach für die erwachsenen Kinder (dabei sind sie nicht viel älter als ich, wir haben einen großen Altersunterschied) versucht alles zu tun. Weil ich sah, dass es meinem Partner viel gibt, klar hab ich vieles auch gerne getan. Aber es tut mir dann weh, bei untenstehender Situation, dass sie mich so hängen lassen. Das war nicht das erste Mal. Ich habe es immer entschuldigt, weil ich wusste, ja sie sind kindlich auch mit 20+, und so weiter. Ich muss ehrlich sein, es war sehr schwer für mich und teils ist es immer noch so, einen Platz in der Familie zu finden. Anfangs war ich Nichts und die Mutter der Kinder alles. Das hat mich geprägt. Wenn ich alle wieder "zusammenbringe" weiß ich, dass dort die Kindsmutter ihre alte Präsenz wieder gewinnt, was natürlich jetz von meiner seite aus furchtbar klingt, wenn ich das so sage, aber für mich ist dann dort kein Platz mehr. Sein altes Leben, seine alte Familie. Und wie gesagt, dass er das alle mit mir nicht hat/will/wollte macht es nicht leichter. Obwohl ich alles probiert hab, ich komm gegen die Gefühle nicht an. Ich fühle mich ganz schrecklich.
Schoki

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6. September 2010 um 12:23
In Antwort auf schokogruss30

Liebe skiddels,
ja das stimmt wohl...vielleicht überfordere ich mich. Aber zur Zeit fühlt es sich für mich alles nicht richtig an. Ich habe einfach für die erwachsenen Kinder (dabei sind sie nicht viel älter als ich, wir haben einen großen Altersunterschied) versucht alles zu tun. Weil ich sah, dass es meinem Partner viel gibt, klar hab ich vieles auch gerne getan. Aber es tut mir dann weh, bei untenstehender Situation, dass sie mich so hängen lassen. Das war nicht das erste Mal. Ich habe es immer entschuldigt, weil ich wusste, ja sie sind kindlich auch mit 20+, und so weiter. Ich muss ehrlich sein, es war sehr schwer für mich und teils ist es immer noch so, einen Platz in der Familie zu finden. Anfangs war ich Nichts und die Mutter der Kinder alles. Das hat mich geprägt. Wenn ich alle wieder "zusammenbringe" weiß ich, dass dort die Kindsmutter ihre alte Präsenz wieder gewinnt, was natürlich jetz von meiner seite aus furchtbar klingt, wenn ich das so sage, aber für mich ist dann dort kein Platz mehr. Sein altes Leben, seine alte Familie. Und wie gesagt, dass er das alle mit mir nicht hat/will/wollte macht es nicht leichter. Obwohl ich alles probiert hab, ich komm gegen die Gefühle nicht an. Ich fühle mich ganz schrecklich.
Schoki

Schoki,
ich glaube einfach du machst dich da zu klein
"Anfangs war ich Nichts und die Mutter der Kinder alles. Das hat mich geprägt. ".......komm raus aus der opferrolle! du bist und darfst kein opfer der umstände/ der familie sein....und das alle anderen wichtiger sind wie du.....
das glaubst wahrscheinlich auch nur du. die anderen wissen bestimmt wie wichtig du bist!
"Ich habe es immer entschuldigt, weil ich wusste, ja sie sind kindlich auch mit 20+, und so weiter."
kindlich? hm, ja pubertät läuft heute länger wie früher.....aber das darf nicht ständig als alibi herhalten!

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6. September 2010 um 12:25
In Antwort auf ginny_12261389


das ist doch aber etwas was dir auch passieren kann, wenn du eine freundin empfiehlst. ich empfehle sowieso z.B. nur menschen, wo ich 150%ig sicher sein kann. dies erst einmal dazu!

wie alt sind sie denn? so wie ich es verstehe tun sie das ja alles nicht, weil du die böse stiefmama bist, sondern weil sie in einem schwierigen alter sind. hmm..ich finds schwer, denn du hattest ja schon so lange zeit dich daran zu gewöhnen oder? gerade jetzt wo die kids schon ausgezogen sind ist es doch nur eine frage der zeit bis sie komplett auf eigenen beinen stehen. klar es ist ein gefühl und du sagst es ganz erhlich, aber deinem freund gegenüber find ich es etwas unfair, denn er beschwert sich nicht oder? und er ist für deine kleine tochter immer da. sprich mit ihm dann ehrlich.

ansonsten was hast du denn vor? willst du dich trennen? du sagst oft du bist nichts für patchwork? ist denn der vater zu dem kind besser??? der sich nicht kümmert?

ich weiß nicht, aber wenn ich es so lese, dann denke ich, dass du glücklich sein kannst, dass du so eine tolle familie gefunden hast....alle akzeptieren es und für kinder ist es ja echt nicht einfach. selbst mit der ex verstehst du dich. hmmm...bin gerade ratlos. bei anderen scheidungskindern, patchworkversuchen gibts viel mehr probleme oder frauen, die keine männer finden etc.


Ja, mimamo,
deshalb habe ich auch ein schlechtes Gewissen, weil mein freund besser als ich klarkommt. Schaut so aus. Aaaaber, es ist bei ihm eine ganz andere Situation. Er hat schon alles erlebt, hat alles hinter sich, wollte keine Kinder mehr, war froh, dass ich ein Kind habe und keines mehr will. Dementsprechend leichter ist es für ihn. Die "Kinder" sind in keinem schwierigen Alter mehr. Die sind erwachsen. Eine ist 22 und die andere wird 28.
Ich bin mit 20 in diese Familie gekommen und habe sie sozusagen "übernommen". Es tut mir selbst weh, dass ich es nicht schaffe.
Schoko

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6. September 2010 um 13:17
In Antwort auf schokogruss30

Ja, mimamo,
deshalb habe ich auch ein schlechtes Gewissen, weil mein freund besser als ich klarkommt. Schaut so aus. Aaaaber, es ist bei ihm eine ganz andere Situation. Er hat schon alles erlebt, hat alles hinter sich, wollte keine Kinder mehr, war froh, dass ich ein Kind habe und keines mehr will. Dementsprechend leichter ist es für ihn. Die "Kinder" sind in keinem schwierigen Alter mehr. Die sind erwachsen. Eine ist 22 und die andere wird 28.
Ich bin mit 20 in diese Familie gekommen und habe sie sozusagen "übernommen". Es tut mir selbst weh, dass ich es nicht schaffe.
Schoko


"Er hat schon alles erlebt, hat alles hinter sich, wollte keine Kinder mehr, war froh, dass ich ein Kind habe und keines mehr will"

also wollt ihr beide keine kinder mehr?? womit ist er dir denn voraus? mit dem heiraten? also ganz ehrlich...es gibt auch männer, die nie heiraten wollen. nicht weil sie nicht lieben, sondern aus überzeugung. würdest du deswegen alles über den haufen werfen? und schau mal...die ehe ist bei ihm in die grütze gegangen (wie bei vielen anderen paaren auch) und er glaubt wohl einfach nicht mehr, dass man einen trauschein zum glücklichsein braucht.

wenn für die die hochzeit wichtig ist, dann musst du dich trennen. aber wer weiß, ob du dann den richtigen irgendwann findest, der dann wirklich heiraten will.

oder ist es nicht das heiraten? was ist es denn genau? scheinbar seid ihr ja mittlerweile nur noch zu dritt mit deiner tochter zu hause. also eigentlich eine kleine familie, die sich gefunden hat.

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6. September 2010 um 14:21
In Antwort auf ginny_12261389


"Er hat schon alles erlebt, hat alles hinter sich, wollte keine Kinder mehr, war froh, dass ich ein Kind habe und keines mehr will"

also wollt ihr beide keine kinder mehr?? womit ist er dir denn voraus? mit dem heiraten? also ganz ehrlich...es gibt auch männer, die nie heiraten wollen. nicht weil sie nicht lieben, sondern aus überzeugung. würdest du deswegen alles über den haufen werfen? und schau mal...die ehe ist bei ihm in die grütze gegangen (wie bei vielen anderen paaren auch) und er glaubt wohl einfach nicht mehr, dass man einen trauschein zum glücklichsein braucht.

wenn für die die hochzeit wichtig ist, dann musst du dich trennen. aber wer weiß, ob du dann den richtigen irgendwann findest, der dann wirklich heiraten will.

oder ist es nicht das heiraten? was ist es denn genau? scheinbar seid ihr ja mittlerweile nur noch zu dritt mit deiner tochter zu hause. also eigentlich eine kleine familie, die sich gefunden hat.

Es ist gar nicht so leicht, das zu beschreiben...
Liebe mimamo, ich glaube, um das zu beschreiben muss ich weiter ausholen. Wir sind zusammengekommen, eben unter der Prämisse, keine Kinder, keine Heirat. War damals auch ok so. Dann war ich eben sehr jung. Ich hatte damals gar keinen Platz in dieser Familie. Er hatte seine Kinder, seine Ex, seinen Ex-Freundeskreis. Alles. Ich bin dann eben dazugekommen. Anfangs war die Ablehnung mir gegenüber immens, ich war aber nicht der Trennungsgrund gewesen. Die Frau hatte sich getrennt. Ich bekam diesen Mann auch mit all den Ängsten, Altlasten, Problemen, die ein geschiedener Mann eben hat. Nur, konnte ich das damals nicht richtig zuordnen. Er wollte sich eigentlich gar nicht binden damals, wir hatten uns kennengelernt, da war er noch mit seiner damaligen Freundin (nicht Frau) zusammen. Er wollte sich gar nicht auf eine Frau einlassen, so glaube ich heute. Sagte eben auch ständig, nein, er wisse nicht, wie geht das weiter mit uns, seine Eltern sagen, es wäre besser wir trennen uns, etc. Wollte mich dann über die Wochenenden nicht sehen, ging viel allein aus mit seinem Freund, da waren dann auch andere mädels dabei, flog allein auf Urlaub etc. Dann kamen eben seine Kinder, da musste ich mich auch anpassen. Und habe eben angefangen mir meinen Platz zu "erarbeiten". Ich habe angefangen, ganze Bibliotheken voller Selbsthilfebücher zu lesen, um seine Situation zu verstehen und damit umzugehen. Dann immer wieder die vehemente Ablehnung, von wegen heiraten, anfangs war nicht mal ein Gespräch darüber möglich, zusammenziehen wollte er auch wegen meinem Kind nicht. Als meine Tochter kleiner war, wollte er auch nicht mit ihr Urlaub fahren, weil sie zu "stressig" für ihn war. Ich musste mein Kind bei der Oma lassen, war immer hin- und hergerissen, konnte nicht so mit mit ihm. Bei Festen, stand ich dann oft allein mit meiner Tochter am Spielplatz während er mit seinem Freund woanders war. Das war der Anfang unserer Beziehung. Nix mit großer Romantik, nix mit Unbeschwertheit. Vielmehr immer Angst, meinerseits, ihn zu verlieren, wenn ich nicht so mitkonnte, mit meiner Tochter, etc. etc. Dann eben seine Kinder die immer kamen, mit denen ich auch einen Weg finden musste, was nicht immer leicht war, ich habe wirklich alles getan, dass die kinder es schön haben, dass sie sich zugehörig fühlen, es ihnen an nix fehlt.. Ich kann es nicht beschreiben, und viele denken, ich bin undankbar, dass lese ich auch so raus. Dauernd höre ich nur, sei doch froh, dass die Kinder, sei doch froh, dass die Ex....aber der Weg dahin war harte Arbeit. Und nicht für die kinder, oder die Ex...sondern für mich. Jeder hat immer nur für Ex und Kinder Verständnis, kaum jemand für den Part der neu dazukommt. Alle andern sind immer so traumatisiert und scheidungsgebeutelt, aber glaubt mir, das war ich am Anfang dieser Beziehung auch. Weil ich nichts darüber wusste, wie diese Dinge laufen, weil ich naiv da hineingegangen bin, weil ich allen ein schönes Leben machen wollte. Und ich habs mir wirklich vorgenommen gehabt und jetz fühl ich mich einfach nur leer. Und verzweifelt, weil ich diese leere hab, weil ich negative Gefühle hab, weil ichs nicht richtig schaffe. Weils vielleicht auch unfair ist.
Schoki

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6. September 2010 um 15:55
In Antwort auf schokogruss30

Es ist gar nicht so leicht, das zu beschreiben...
Liebe mimamo, ich glaube, um das zu beschreiben muss ich weiter ausholen. Wir sind zusammengekommen, eben unter der Prämisse, keine Kinder, keine Heirat. War damals auch ok so. Dann war ich eben sehr jung. Ich hatte damals gar keinen Platz in dieser Familie. Er hatte seine Kinder, seine Ex, seinen Ex-Freundeskreis. Alles. Ich bin dann eben dazugekommen. Anfangs war die Ablehnung mir gegenüber immens, ich war aber nicht der Trennungsgrund gewesen. Die Frau hatte sich getrennt. Ich bekam diesen Mann auch mit all den Ängsten, Altlasten, Problemen, die ein geschiedener Mann eben hat. Nur, konnte ich das damals nicht richtig zuordnen. Er wollte sich eigentlich gar nicht binden damals, wir hatten uns kennengelernt, da war er noch mit seiner damaligen Freundin (nicht Frau) zusammen. Er wollte sich gar nicht auf eine Frau einlassen, so glaube ich heute. Sagte eben auch ständig, nein, er wisse nicht, wie geht das weiter mit uns, seine Eltern sagen, es wäre besser wir trennen uns, etc. Wollte mich dann über die Wochenenden nicht sehen, ging viel allein aus mit seinem Freund, da waren dann auch andere mädels dabei, flog allein auf Urlaub etc. Dann kamen eben seine Kinder, da musste ich mich auch anpassen. Und habe eben angefangen mir meinen Platz zu "erarbeiten". Ich habe angefangen, ganze Bibliotheken voller Selbsthilfebücher zu lesen, um seine Situation zu verstehen und damit umzugehen. Dann immer wieder die vehemente Ablehnung, von wegen heiraten, anfangs war nicht mal ein Gespräch darüber möglich, zusammenziehen wollte er auch wegen meinem Kind nicht. Als meine Tochter kleiner war, wollte er auch nicht mit ihr Urlaub fahren, weil sie zu "stressig" für ihn war. Ich musste mein Kind bei der Oma lassen, war immer hin- und hergerissen, konnte nicht so mit mit ihm. Bei Festen, stand ich dann oft allein mit meiner Tochter am Spielplatz während er mit seinem Freund woanders war. Das war der Anfang unserer Beziehung. Nix mit großer Romantik, nix mit Unbeschwertheit. Vielmehr immer Angst, meinerseits, ihn zu verlieren, wenn ich nicht so mitkonnte, mit meiner Tochter, etc. etc. Dann eben seine Kinder die immer kamen, mit denen ich auch einen Weg finden musste, was nicht immer leicht war, ich habe wirklich alles getan, dass die kinder es schön haben, dass sie sich zugehörig fühlen, es ihnen an nix fehlt.. Ich kann es nicht beschreiben, und viele denken, ich bin undankbar, dass lese ich auch so raus. Dauernd höre ich nur, sei doch froh, dass die Kinder, sei doch froh, dass die Ex....aber der Weg dahin war harte Arbeit. Und nicht für die kinder, oder die Ex...sondern für mich. Jeder hat immer nur für Ex und Kinder Verständnis, kaum jemand für den Part der neu dazukommt. Alle andern sind immer so traumatisiert und scheidungsgebeutelt, aber glaubt mir, das war ich am Anfang dieser Beziehung auch. Weil ich nichts darüber wusste, wie diese Dinge laufen, weil ich naiv da hineingegangen bin, weil ich allen ein schönes Leben machen wollte. Und ich habs mir wirklich vorgenommen gehabt und jetz fühl ich mich einfach nur leer. Und verzweifelt, weil ich diese leere hab, weil ich negative Gefühle hab, weil ichs nicht richtig schaffe. Weils vielleicht auch unfair ist.
Schoki

Undankbar........
ach schoki.....
ich seh dich nicht als undankbar an, sondern als zu selbstlos.

sag mal: schätzt du dich selbst? nee, ne? das solltest du aber.
du solltest wirklich dein selbstbewusstsein aufbauen.......
du bist da nur das fünfte rad am wagen wenn du das mit dir machen lässt.
du hast doch viel geschafft! aber dich selbst darüber vergessen.
überleg mal was du willst. und dann rede mit ihm darüber.
lg

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7. September 2010 um 10:53
In Antwort auf mai_11959300

Undankbar........
ach schoki.....
ich seh dich nicht als undankbar an, sondern als zu selbstlos.

sag mal: schätzt du dich selbst? nee, ne? das solltest du aber.
du solltest wirklich dein selbstbewusstsein aufbauen.......
du bist da nur das fünfte rad am wagen wenn du das mit dir machen lässt.
du hast doch viel geschafft! aber dich selbst darüber vergessen.
überleg mal was du willst. und dann rede mit ihm darüber.
lg

Nun ja, generell hat sich die Situation schon gebessert,
seit wir zusammenwohnen. Meine Tochter fährt normal mit auf Urlaub, wir wohnen ja zusammen, er kümmert sich jetzt auch viel mehr um sie. Sie mag ihn auch.
Es geht mir einfach bei dem allem nicht so gut. Weil ich seinerseits seinen Kindern das nicht so geben kann, klar die sind ja sowieso schon raus und haben eh die Mutter auch noch. Ich glaube ich könnte glücklich sein, mich glücklich schätzen, ich kann es aber nicht. Ich fühle mich eingeschlossen und weiß nicht warum.
Schoko

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