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Ich fühle mich nicht mehr gewertschätzt

23. Dezember 2019 um 11:38 Letzte Antwort: 23. Dezember 2019 um 16:32

Liebe Community,

ich w (20) weiß einfach nicht weiter und ich habe mir gedacht, dass ich hier vielleicht auf Hilfe stoßen könnte. Ich bin nun mit meinem Freund (22) seit 2,5 Jahren zusammen und seit 1 Jahr wohnen wir auch gemeinsam. Wahrscheinlich würden viele sagen, dass es zu früh war etc. Aber ich muss sagen es funktioniert sehr gut.

Als wir uns kennenlernten war er verrückt nach mir und hätte alles für mich getan (was ich auch immer sehr gewertschätzt habe). Er wollte immer mehr Sex als ich, wollte immer mehr Zeit mit mir verbringen als umgekehrt, war eifersüchtig (aber auf einem gesunden Level) und ich kein Bisschen, er hat mich mit Komplimenten beschüttet etc. 

Seit ich dann vor mehr als einem halben Jahr durch die Verhütung 10 kg zugenommen habe und emotional ein Wrack war hat sich alles verändert (Das Verhütungsmittel habe ich vor 2 Monaten abgesetzt aber die Nachwirkungen spüre ich sehr) es hat sich irgendwie der Spieß umgedreht. Ich habe extreme Unsicherheiten aufgebaut Bsp: Er redet mit einem Mädchen und versteht sich gut mit ihr, ich werde total eifersüchtig und traurig und frage mich ob er mich ersetzten will) Er geht öfter aus als früher und schreibt mir nicht wie es mir geht, was ich mache und das bringt mich zum nachdenken was er grad wohl macht, das führte bei mir zu schlaflosen Nächten. Ich hatte einfach die ganze Zeit das Gefühl er würde andere Mädchen so viel mehr Begehren als mich, nachdem ich ja auch zugenommen hatte (ich muss aber auch dazu sagen, dass mein Freund meinte, dass er garnichts merkt und mich sehr attraktiv finden aber keine Ahnung ob er das auch so meinte, ich meine 10kg sind 10kg). Es ging so weit dass ich sogar teilweise eifersüchtig auf meine Freundinen wurde wenn er einfach nur sagte er würde sie mögen und da wurde mir wirklich klar, dass das so nicht weitergehen konnte weil es so dermaßen ungerechtfertigte Ängste waren.

Zu den Unsicherheiten kamen auch regelmäßige Heulanfälle ca 2 mal die Woche und eine extreme Lust auf Nähe und Sex als wäre ich noch voll in der verliebtphase (ich denke das war um diese Unsicherheiten irgendwie verschwinden zu lassen) In der Zeit hat er mich aber oft abgewiesen was mich sehr verunsichert hat und ich habe mich dadurch einfach sehr ungewollt und unattraktiv gefühlt. Mein Freund ist nicht der große Redner. Trotzdem haben wir in der Zeit sehr viel geredet und vor allem über meine Gefühle, wie es mir geht, etc. Er hat sich alles immer sehr verständnisvoll angehört und sich gegebenenfalls entschuldigt und mich getröstet und das rechne ich ihm auch sehr groß an.

Seit dem ich nun die Hormone abgesetzt habe geht es mir deutlich besser. Keine Heulanfälle mehr und die Riesen Lust auf Sex hat sich auch wieder normalisiert obwohl ich sagen muss, dass ich da selber sehr drauf geschaut hab dass ich nicht zu oft „ankomme“ weil ich einfach keine Lust mehr hatte immer diejenige zu sein die die ersten Schritte macht und er sich garnicht mehr anstrengen muss. 

Mein Problem zurzeit liegt einfach an den Nachwirkungen von dieser ganzen traumatischen Zeit (war es wirklich). Ich versuche mich selber mit meinen Gefühlen Außeinander zu setzen und versuche sie zu verstehen aber ich weiß teilweise nicht weiter weil ich mich in dieser Zeit so geöffnet habe und ihm quasi permanent von meiner Gefühlslage erzählt habe. Dadurch fühle ich mich jetzt wirklich einfach emotional von ihm abhängig.

Alleine zu sein ist ganz schwer für mich oder auch Eifersucht ist immernoch ein Problem. Er sieht mich einfach als selbstverständlich und schätzt die Zeit mit mir einfach nicht. Er macht viel mit seinen Freunden (stört mich auch eigentlich nicht er fragt mich auch oft ob ich mitkommen will und mit denen verstehe ich mich super aber trotzdem zeigt er mir oft damit dass er lieber was mit seinen Freunden macht als nur mit mir auch wenn wir uns die Woche quasi garnicht gesehen haben) er legt keinen Wert auf Qualitative Zeit gemeinsam.

Wenn ich für Tage weg bin meldet er sich kaum, als würde er sich freuen, dass ich endlich mal weg bin (obwohl ich unter der Woche oft auf der Uni bin oder arbeiten oder was mit Freunden unternehme) Ich frage mich einfach was ich machen kann um wieder interessanter zu wirken. Soll ich einfach mal eine längere Zeit zu meinen Eltern? Würde ihm das überhaupt auffallen? Ich habe in den letzten Monaten sehr viel an mir gearbeitet und weiß nicht was ich noch machen kann um vielleicht wieder mehr gewertschätzt bzw als attraktive/interessante Freundin wahrgenommen zu werden. Ich weiß nicht ob ich es gut rüberbringen konnte warum meine Gefühle bezogen auf die Wertschätzung von meinem Freund gerechtfertigt sind aber es kommen auch noch so Sachen dazu wie ich koche und räume hauptsächlich auf ohne mich großartig aufzuregen ohne ein großartiges danke zu verlangen etc)
danke an jeden der bis hier gelesen hat und vielleicht den ein oder anderen Rat für mich hat. 
Liebe Grüße
 

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23. Dezember 2019 um 15:31

hi,

ich kann von meinem etwas unerfahrenen Standpunkt eigentlich nur sagen, dass man attraktiver wird, wenn man mehr unternimmt. Auch mit anderen Leuten. Das müssen nicht unbedingt Jungs sein, weil das könnte er sehr schnell in den faschen Hals bekommen. So wie ich das verstanden habe opferst du dich ziemlich viel für die Beziehung auf und er nicht mehr (zumindest nicht mehr so wie früher). Hast du mal überlegt, auch wenn es schwer ist, dich weniger aufzuopfern? Es könnte da natürlich auch am Ende die Beziehung darunter leiden, weil sich keiner mehr richig Mühe gibt. Aber zumindest weiß man dann, wenns kracht, das es Handlungsbedarf gibt, von beiden Seiten.
LG

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23. Dezember 2019 um 15:50
In Antwort auf lego

hi,

ich kann von meinem etwas unerfahrenen Standpunkt eigentlich nur sagen, dass man attraktiver wird, wenn man mehr unternimmt. Auch mit anderen Leuten. Das müssen nicht unbedingt Jungs sein, weil das könnte er sehr schnell in den faschen Hals bekommen. So wie ich das verstanden habe opferst du dich ziemlich viel für die Beziehung auf und er nicht mehr (zumindest nicht mehr so wie früher). Hast du mal überlegt, auch wenn es schwer ist, dich weniger aufzuopfern? Es könnte da natürlich auch am Ende die Beziehung darunter leiden, weil sich keiner mehr richig Mühe gibt. Aber zumindest weiß man dann, wenns kracht, das es Handlungsbedarf gibt, von beiden Seiten.
LG

Danke für deine Antwort!

Ja da hast du Recht. Ich habe das Gefühl wenn ich mal nicht so viel rede und weniger in die Beziehung investiere, dann fragt er mich gleich immer ob irgendwas los ist und deutet das als eingeschnappt sein, weil ich ihn wirklich immer voll und ganz an meinem Leben Teil haben lasse und einfach gerne mit ihm rede.

Das wäre wirklich meine Angst, dass die Beziehung dann einfach nurnoch ein so dahin leben wird und wir das aus den Augen verlieren wofür die Beziehung ja da ist. 

Ich versuche das einfach mal durchzuziehen und schau w es hin führt.

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23. Dezember 2019 um 16:32
In Antwort auf annkatrin

Liebe Community,

ich w (20) weiß einfach nicht weiter und ich habe mir gedacht, dass ich hier vielleicht auf Hilfe stoßen könnte. Ich bin nun mit meinem Freund (22) seit 2,5 Jahren zusammen und seit 1 Jahr wohnen wir auch gemeinsam. Wahrscheinlich würden viele sagen, dass es zu früh war etc. Aber ich muss sagen es funktioniert sehr gut.

Als wir uns kennenlernten war er verrückt nach mir und hätte alles für mich getan (was ich auch immer sehr gewertschätzt habe). Er wollte immer mehr Sex als ich, wollte immer mehr Zeit mit mir verbringen als umgekehrt, war eifersüchtig (aber auf einem gesunden Level) und ich kein Bisschen, er hat mich mit Komplimenten beschüttet etc. 

Seit ich dann vor mehr als einem halben Jahr durch die Verhütung 10 kg zugenommen habe und emotional ein Wrack war hat sich alles verändert (Das Verhütungsmittel habe ich vor 2 Monaten abgesetzt aber die Nachwirkungen spüre ich sehr) es hat sich irgendwie der Spieß umgedreht. Ich habe extreme Unsicherheiten aufgebaut Bsp: Er redet mit einem Mädchen und versteht sich gut mit ihr, ich werde total eifersüchtig und traurig und frage mich ob er mich ersetzten will) Er geht öfter aus als früher und schreibt mir nicht wie es mir geht, was ich mache und das bringt mich zum nachdenken was er grad wohl macht, das führte bei mir zu schlaflosen Nächten. Ich hatte einfach die ganze Zeit das Gefühl er würde andere Mädchen so viel mehr Begehren als mich, nachdem ich ja auch zugenommen hatte (ich muss aber auch dazu sagen, dass mein Freund meinte, dass er garnichts merkt und mich sehr attraktiv finden aber keine Ahnung ob er das auch so meinte, ich meine 10kg sind 10kg). Es ging so weit dass ich sogar teilweise eifersüchtig auf meine Freundinen wurde wenn er einfach nur sagte er würde sie mögen und da wurde mir wirklich klar, dass das so nicht weitergehen konnte weil es so dermaßen ungerechtfertigte Ängste waren.

Zu den Unsicherheiten kamen auch regelmäßige Heulanfälle ca 2 mal die Woche und eine extreme Lust auf Nähe und Sex als wäre ich noch voll in der verliebtphase (ich denke das war um diese Unsicherheiten irgendwie verschwinden zu lassen) In der Zeit hat er mich aber oft abgewiesen was mich sehr verunsichert hat und ich habe mich dadurch einfach sehr ungewollt und unattraktiv gefühlt. Mein Freund ist nicht der große Redner. Trotzdem haben wir in der Zeit sehr viel geredet und vor allem über meine Gefühle, wie es mir geht, etc. Er hat sich alles immer sehr verständnisvoll angehört und sich gegebenenfalls entschuldigt und mich getröstet und das rechne ich ihm auch sehr groß an.

Seit dem ich nun die Hormone abgesetzt habe geht es mir deutlich besser. Keine Heulanfälle mehr und die Riesen Lust auf Sex hat sich auch wieder normalisiert obwohl ich sagen muss, dass ich da selber sehr drauf geschaut hab dass ich nicht zu oft „ankomme“ weil ich einfach keine Lust mehr hatte immer diejenige zu sein die die ersten Schritte macht und er sich garnicht mehr anstrengen muss. 

Mein Problem zurzeit liegt einfach an den Nachwirkungen von dieser ganzen traumatischen Zeit (war es wirklich). Ich versuche mich selber mit meinen Gefühlen Außeinander zu setzen und versuche sie zu verstehen aber ich weiß teilweise nicht weiter weil ich mich in dieser Zeit so geöffnet habe und ihm quasi permanent von meiner Gefühlslage erzählt habe. Dadurch fühle ich mich jetzt wirklich einfach emotional von ihm abhängig.

Alleine zu sein ist ganz schwer für mich oder auch Eifersucht ist immernoch ein Problem. Er sieht mich einfach als selbstverständlich und schätzt die Zeit mit mir einfach nicht. Er macht viel mit seinen Freunden (stört mich auch eigentlich nicht er fragt mich auch oft ob ich mitkommen will und mit denen verstehe ich mich super aber trotzdem zeigt er mir oft damit dass er lieber was mit seinen Freunden macht als nur mit mir auch wenn wir uns die Woche quasi garnicht gesehen haben) er legt keinen Wert auf Qualitative Zeit gemeinsam.

Wenn ich für Tage weg bin meldet er sich kaum, als würde er sich freuen, dass ich endlich mal weg bin (obwohl ich unter der Woche oft auf der Uni bin oder arbeiten oder was mit Freunden unternehme) Ich frage mich einfach was ich machen kann um wieder interessanter zu wirken. Soll ich einfach mal eine längere Zeit zu meinen Eltern? Würde ihm das überhaupt auffallen? Ich habe in den letzten Monaten sehr viel an mir gearbeitet und weiß nicht was ich noch machen kann um vielleicht wieder mehr gewertschätzt bzw als attraktive/interessante Freundin wahrgenommen zu werden. Ich weiß nicht ob ich es gut rüberbringen konnte warum meine Gefühle bezogen auf die Wertschätzung von meinem Freund gerechtfertigt sind aber es kommen auch noch so Sachen dazu wie ich koche und räume hauptsächlich auf ohne mich großartig aufzuregen ohne ein großartiges danke zu verlangen etc)
danke an jeden der bis hier gelesen hat und vielleicht den ein oder anderen Rat für mich hat. 
Liebe Grüße
 

dein ganzes Leben dreht sich nur um deinen Partner!  traurig und sehr gefährlich!!!   

aber mal ehrlich: 10 kg nimmt man doch nicht nur wg Hormonen zu 

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