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Ich brauche dringend einen Rat!

18. Juli um 16:34 Letzte Antwort: 18. Juli um 16:51

Hallo,

ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, also schildere ich ein wenig die Situation. Ich (25) habe eine Tochtet (4) und lebe zusammen mit ihrer Mama (26).

Zur Geburt des Kindes: Sie und ich hatten uns in dieser Zeit wenig gesehen und nicht mal ihre Muttet wusste, dass sie schwanger war. Ich will diesbezüglich keine lange Geschichte erzählen, de facto habe ich erst am Tag der Geburt erfahren, dass ich nun Papa bin. Ein Schock nicht nur für mich, sondern auch für die Familien.

Da ich meine Tochter über alles liebe, habe ich mich gleich von Anfang an viel um sie gekümmert und jede freie Minute mit ihr genossen. Leider war ich mitten im Studium und hatte somit wenig Zeit. Ihre Mama war leider schon immer psychisch sehr instabil, sodass es auch dazu kam, dass sie ein halbes Jahr in der Psychatrie war, genau während meiner Masterarbeit. Ohne die Unterstützug meiner Eltern hätte ich das nie geschafft. Das ist nicht die einzige Geschichte und es hat sich über die Jahre eben angehäuft. Liebe gibt es zwischen mir und ihr schon lange nicht mehr...

Momentan ist die Situation zwar so, dass sie sich weitestgehend um die Kleine tagsüber kümmern kann (ich promoviere gerade, also tagsüber nicht da). Der Haushalt wird von meiner Mama tatkräftig unterstützt, sonst würde es nie funktionieren. Und genau das macht mir Sorgen: Meine Eltern leben nicht ewig und wir haben ein großes Grundstück sowie Haus zu verwalten. Es ist mein Elternhaus und ich hatte schon vor, hier noch weiter zu leben, aber ohne Unterstützung ist das 0 möglich. Leider hat meine Freundin auch keine Ausbildung, nur einen Schulabschluss, also kann sie mich beruflich nicht unterstützen. Sie möchte auch nicht arbeiten, kann generell nicht mit Menschen umgehen...

Ich könnte hier noch ewig mehr erzählen, aber ich möchte nun zum Punkt kommen: Ich liebe meine Tochter und will ihr Leben nicht zerstören, denn sie liebt auch ihre Mama. Allerdings habe ich zu Hause seit Monaten so ein Unwohlgefühl, das sich so anfühlt, als würde ich jederzeit platzen. Eine Trennung ist auch nicht möglich, da meine Eltern 100% dagegen sind (haben sie mir schon gesagt), da meine Freundin ja so instabil ist und hier bei uns ja ihre Heimat gefunden hat (hatte vorher nie wirklich ein zu Hause - auch lange Geschichte).

Ich will einfach das richtige tun, doch wie kann man diese Situation am besten lösen? Bin ich durch das Kind wirklich verpflichtet auch ihre Mama bis an mein Lebensende zu pflegen (so fühlt es sich an) ?!? Darf ich nie wieder glücklich sein? Vielleicht hatte jemand ja schon mal eine ähnliche Situation, ich freue mich über jeden Ratschlag!

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18. Juli um 16:51

Es ist doch völlig egal, was deine Eltern wollen. Musst du dein Leben leben, oder übernehmen das deine Eltern für dich?

Deiner Tochter bist du damit auch ein schlechtes Vorbild. Möchtest du ihr beibringen, dass es normal ist, unglücklich zu sein, weil andere das von ihr erwarten?

Oder in einer unglücklichen Beziehung zu bleiben, weil der Partner labil ist ?

So leid es mir für deine Freundin tut, sie muss sich dann einweisen lassen, wenn sie die Trennung nicht verträgt.  Du bist aber nicht verantwortlich für das Glück oder Unglück anderer Menschen. 

Diese Bürde kann kein Mensch tragen und deine Eltern scheinen nicht ganz richtig im Kopf zu sein, zu meinen, es sei deine Aufgabe.

Such dir Hilfe beim Jugendamt, schildere die Situation und lass dir, falls du dann alleinerziehend bist, die Möglichkeiten aufzeigen, die du hast, zwecks Betreuung.

Deine Tochter hat auch weiterhin eine Mutter. Sie ist nicht das erste und letzte Scheidungskind. Für viele Kinder ist das schöner, als unglückliche Eltern zu haben.

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