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Ich bin verwirrt

8. August 2013 um 0:47

Hallo liebe Forumleser,

ich bin verunsichert und ziemlich verwirrt. Ich bin seit sechs Monaten mit meinem Freund zusammen. Die Beziehung läuft eher schwankend, mal ziemlich super und dann wieder schlimm. Es ist keine Balance und Ausgeglichenheit vorhanden- sprich die Harmonie fehlt. Wenn es mal harmonisch ist, kommt es schnell wieder zum Streit.

Diesen Montag hab ich mich mit meinem Freund in der Stadt getroffen. Es war ein super Tag - wie waren was trinken. Er hat mir an dem Tag auch ziemlich viel Einblick in seine Kindheit gelassen und mir erzählt, dass es für ihn nicht einfach war. Es gibt ein paar Verhaltensweisen, die mich an ihm stören und ich als respektlos und verletzend empfinde, er hat mir irgendwie versucht zu erklären, weshalb er so wie er ist oder eventuell vermutet woran es liegen könnte.

Als wir dann zu ihm gelaufen sind- fing es an, dass er wieder dumme oberflächliche Sprüche abgelassen hat ( das ist das was ich als verletzend und respektlos empfinde) obwohl er immer wieder sagt er unterlässt es. Ich habe mich sehr aufgeregt. Dann kam alles zum anderen. Ich habe derweil, mit den Gedanken gespielt ob ich nicht sofort nach hause gehen sollte, weil es mich so angekotzt hat, dass wir immer wieder streiten. Er hat mich nur angeschaut und gemeint: Geh, wenn du gehen willst, dein Rückweg ist lang, du weißt aber selber, das ich nicht will, dass du gehst. Dann hab ich mich neben ihn gesetzt und laut vor mich her gedacht: Immer wieder diese Witze, immer wieder und das wegen deiner Kindheit. Er scheint es als Vorwurf aufgenommen zu haben, dabei war es nicht so gemeint. Es war eher bedauernswert gemeint, dass er es nicht versucht wenigtens zu ändern. Auf einmal ist er aufgestanden und schreit rum: Du hast keine Ahnung, es ist aus sowas brauche ich nicht. Ich will dich nicht mehr sehen.

Ich habe die Welt nicht mehr verstanden, ich habe versucht ihn zu beruhigen, bin ihm hinter her - mit zu ihm. Ich habe angefangen zu weinen, wollte wissen wieso auf einmal. Er meinte: Wir würden nicht zusammen passen. Ich würde mich unnatürlich verhalten und so wirken als ob ich mich nicht bei ihm wohl fühlen würde. Und ich wäre zu stressig. Dann urplötzlich hat er gesagt es würde nicht an mir liegen, sondern an ihm. Er wollte von Anfang an keine Beziehung und er ist allgemein ein Idiot, wenn es um Beziehung ging. Er will für sich sein. In ruhe kiffen , Sein Leben in Griff bekommen und er möchte nicht, dass ich dieses Elend was er durch leidet mit an sehe. Das war der Punkt an dem ich ihm eine Ohrfeige verpasst hat. Ich liebe diesen Mann und ich will ihn unterstützen und das er nicht gleich alles weg werfen soll, weil er gerade in Selbstmitleid versinkt, dennoch
hatte es keinen Sinn. Er war fest entschlossen, dass Schluss ist. Er hat mich getröstet umarmt, und meinte er wolle mich nicht als Mensch verlieren und das er mich echt geliebt hat/ liebt. Es für ihn aber keinen Sinn mehr hat.

Es war schon spät und ich konnte nicht mehr nach Hause gehen, weil mein Bus nicht mehr gefahren ist, deswegen war ich gezwunken bei ihm zu schlafen. Ich habe vier Stunden geweint . Mein Freund hat mir Trost gespendet und hat mich umarmt um mit mir zusammen ein zuschlafen, abe rich konnte nicht, weil mich das zu sehr verletzt hat.

Am nächsten morgen, dann der Oberhammer, er hat so getan als ob nicht gewesen. Er nannte mich Schatz und meinte nur : Komm vergessen wir die ganze Sache.

Heute habe ich ihn drauf angesprochen, wieso er seine Meinung geändert hat und weshalb er so entschlossen war schluss zu machen. Er meinte nur: Willst du das Thema echt jetzt aus diskutieren und ist gleich zickig geworden.

Ich verstehe dieses Verhalten nicht warum, wieso, weshalb. Habt ihr Ideen?

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8. August 2013 um 9:17

Beim...
... Durchlesen des Textes kam mir der Gedanke: Zwei Dramaqueens haben sich gesucht und gefunden!

Ihr steht euch in Sachen Zickigkeit und Theatralik in nichts nach. Vorwürfe, Heulen, dramatische Ausbrüche...

Vermutlich ist es auch das, was euch aneinander stört: Meistens sind das genau die Sachen, die man an sich nicht leiden kann.

Wenn ihr in der Lage wärt, das ganze Drama in euren Auseinandersetzungen mal sein zu lassen - zu sagen, was ihr gerne hättet, anstatt auf dem rumzureiten, was schiefgeht, dann wäre die Sache halb so schlimm.

Aber dann gäbe es auch nur das halbe Drama oder gar keins. Bleibt die Frage, ob für euch eine Beziehung, in der die Dinge sachlich geregelt werden, erstrebenswert ist.

Ein Tipp: Der andere ist nicht Dein Feind - auch wenn er "zickig" ist! Dementsprechend sind Ohrfeigen oder andere Beleidigungen absolut tabu! Das trifft auf beide zu. Ihr solltet beide überlegen, wo eure Grenzen sind, es offen sagen und gegenseitig aufpassen, dass diese nicht überschritten werden. Aber das funktioniert nur, wenn ihr generell bereit seid, euch nicht in Streit hineinzusteigern. Will sagen: dem anderen beispielsweise zugestehen, dass er die Diskussion verlässt, um erst mal durchzuatmen, es nicht als "Angriff" zu werten, wenn er sich erstmal daraus entfernt, nach dem Motto: Du MUSST aber jetzt mit mir weiterdiskutieren! Und das Drama nimmt wieder seinen Lauf...

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