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Ich bin verliebt in einen Verbindungsstudenten

7. März 2010 um 13:58

Ich habe ein kleines Problemchen, was vielen von euch mit Sicherheit erstmal ziemlich merkwürdig vorkommen wird. Und zwar studiere ich Pädagogik in Bayern. In unserer Gegend gibt es viele Stundentenverbindungen, und ich habe mich in einen Corpsstudenten von meiner Uni verliebt. Dabei kenne ich ihn überhaupt nicht richtig, ich sehe ihn halt öfter und weiß wie er heißt und dass er Jura studiert. Er hat zwar den Ruf ziemlich arrogant zu sein, auf mich macht er aber eigentlich immer einen ganz sympathischen Eindruck. (Arroganz wird mir auch oft zu Unrecht vorgeworfen). So weit so gut. Nun haben die Verbindungsstudenten ja nun ein äußerst erzkonservatives Image. Und da kommt das meine Frage. Mein Vater ist Portugiese, worauf ich auch sehr stolz bin, meine Mutter Deutsche. Ich sehe aber auch eher deutsch aus, dunkelblonde Haare und grüne Augen. Die Corps legen zwar großen Wert darauf, anderen Nationalitäten, Religionen, etc tolerant gegenüber zu stehen. Ich frage mich aber ob ein Student einer Verbindung nicht doch lieber ein deutsches Mädchen zur Freundin hat, alleine schon wegen der eventuell negativen Urteile seiner Bundesbrüder.

Ich schäme mich keineswegs für meine Herkunft, ich frage mich nur ob es sein könnte dass er deswegen keine Beziehung mit mir eingeht. Sollte dies der Fall sein kann er mir natürlich gestohlen bleiben.

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7. März 2010 um 16:03

Ich
war mir halt nur unsicher, weil es halt dumme Vorurteile gibt, "Das sind alles Nazis!", usw...ich kenne auch ein paar Verbindungsstudenten die wirklich nett sind, aber natürlich kenne ich keinen einzigen aus seinem Corps
die wirken auch ein bisschen eigen, also man weiß nicht wirklich wie man da rangehen soll.

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7. März 2010 um 20:12


Ich bin halt verknallt und unsicher Meine Bekanntschaften zu den Verbindungen sind leider sehr oberflächlich deswegen möchte ich da nicht so nachfragen, aber du scheinst dich damit ja auszukennen. Vielleicht kannst du mir ein bisschen was darüber erzählen, vielleicht auch übers Frauenbild usw.?

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9. August 2012 um 9:44


komm lass dich von ALLEN gut ... .. und danach nen paar bierjungen saufen. zieh es dir rein!

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9. August 2012 um 15:13

Ich vermute mal,
dass du in München studierst.

Also, ich muss sagen, es kommt auf die Studentenverbindung an. Vor einer 'schlagenden' würde ich mich in acht nehmen, würde aber vermuten, dass deiner dazu nicht gehört.

Studentenverbindungen haben halt nur konservative Bedingungen, für die Aufnahme. Ansonsten, sind das alle in der Regel nette, gebildete und aufgeschlossene Burschen.
Bei der Studentenverbindung meines Freundes, sind sie bei der Aufnahme besonders streng, da sie keinem Dachverband angehören. Man muss in Bayern geboren sein, oder ein Elternteil bayrisch, katholisch und man muss auf jeden Fall studieren.

Ich muss sagen, ich hab mit der Studentenverbindung wenig am Hut. Klar, kenn ich die Leute und ich finde sie sehr nett, aber die meisten Veranstaltungen sind nicht öffentlich, das heißt wir Frauen dürfen da nicht teilnehmen. Ausnahmen sind z. B. Nikolauskneipe oder Stiftungsfest. Ist jetzt bei der Studentenverbindung meines Freundes so. Wie es bei anderen gehandt habt wird, weiß ich nicht.

Einer von Ihnen, ist sogar mit einer Asiatin verheiratet. Mach dir keinen Kopf, wegen Rassimus. Wegen seiner Studentenverbindung ist das kein Problem.

Ich kann dir das nur empfehlen. Weil networking doch in aller Munde ist. Und wenn du auf so ein Netzwerk zurückgreifen kannst...

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9. August 2012 um 15:54

Ein Corps Bruder
käme wohl nie auf die Idee, die Partnerwahl seiner Bundes- Studie- Sänger oder sonstwas-Brüder zu kommentieren. Abgesehen davon, dass es ohnehin nur wenige Gelegenheiten gibt, wo Damen überhaupt zugelassen sind. Und was deine Frage betrifft, ob ein solcher Student lieber ein deutsches oder ein ausländisches Mädchen zur Freundin hätte, da vermute ich mal ganz stark, dass ein jeder solcher Student wohl das Mädchen zur Freundin hat, das ihm am besten gefällt, das er am meisten liebt und das ihm besonders hold ist. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass da erst mal der Reisepass gecheckt wird...

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9. August 2012 um 16:21

Eine Welt mit zwei Seiten
schwererist es sich z verstellenMein Mann war eine zeit lang ihn einer Verbindung während seines Studiums und ich habe kein positives Bild dadurch. Ich kann dir lediglich meine persönliche Meinung dazu sagen.
Natürlich geben sich solche Verbindungen sehr offen, tolerant und charmant. Öffentliche Veranstaltungen werden bewusst dazu genutzt das negative Bild was vorherrscht zu widerlegen. Wir reden schließlich nicht von zwielichtigen Gestalten aus bildungsfernen Schichten, sondern hochgebildeten und äußerst intelligenten jungen Menschen. Bei den alten Herrn finden sich viele Mediziner, Juristen und Politiker mit beeindruckenden Karrieren. Natürlich entsprechen diese nicht dem Klischee eines Nazis.

Für mich machte dies den Anschein einer glänzenden Fassade, die mit der zeit jedoch z bröckeln anfing. Ich habe sehr viel zeit in der Burschenschaft verbracht und sehr sehr sehr viele Abende und viele Gespräche mit den jungs erlebt.selbstverständlich wurde immer wieder betont wie tolerant man ist etc. aber je später der Abend und höher der Alkohol Pegeldesto

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9. August 2012 um 17:00

Die muss...
...mal richtig vom ganzen corps eingeritten werden... und dann schon auf ihrem rucken bierjungen pressen!!!

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13. September 2012 um 16:51

So sieht das aus
Als Verbindungsaussteiger möchte ich die Gelegenheit nutzen und mit den gängigen Klischees der Szene aufräumen. Um Außenstehenden ein möglichst authentisches Bild von Verbindungsstudenten liefern zu können, habe ich es mir erlaubt die folgenden Zeilen zu verfassen.

Verbindungsstudenten unterscheidet man grob zwischen Burschenschaftlern und dem Corps-Studenten. Während die Burschenschaft eher den Pöbel der Szene ausmacht, zählt sich der Corps-Student zur gesellschaftlichen Elite. Er trägt die Nase im 45-Grad-Winkel Richtung Sonne, kommt aus besserem Hause und schlendert nur gelegentlich in die Uni. Der Burschenschaftler ist ein verkommenes Mittelschichtskind, das über die Verbindung nach besseren Verhältnissen strebt. Man erkennt ihn an den Timberland-Segelschuhen und den roten Jeans. Dazu trägt er die Barbourjacke. Diese Kutte ist für jeden erschwinglich und lässt selbst den BAföG-Empfänger so aussehen, als besäße er ein Pferd. Der Corps-Student würde sich an der grünen Steppjacke nicht einmal die Füße abtreten. Diese sind übrigens mit Tretern aus dem Hause John Lobb, Ludwig Reiter oder Santoni beschuht. Namen, die der Burschenschaftler nicht einmal zuordnen kann. Der Buxe glaubt Passau, Heidelberg und Marburg seien die große weite Welt. Der Corry hingegen fragt sich hingegen, ob man die Studiengebühren nicht mit Lufthansa-Bonusmeilen begleichen kann.

Der Bandträger umgibt sich gerne mit einer bestimmten Art Frau. Intern wird sie als Flunse bezeichnet. Flunse ist der Legende nach ein Wort aus der Weidmannssprache. Es beschreibt ein junges Reh, welches noch zu schwach ist um die Beine zusammen zu halten. Man erkennt diese Damen an ihrem unverwechselbaren Auftreten. Neben Segelschuhen, pinken Polohemden der Marke Ralph Lauren und im besten Fall einem Gürtel von Hermes, sind die Glanzstücke die funkelnden Perlenohrringe. Die Flunsen hoppeln tagsüber auf dem Campus rum und tuscheln darüber, welcher alkoholisierte Verbindungsbruder ihnen vergangene Nacht sein Zimmer gezeigt hat. Offiziell studieren sie BWL, Jura oder Zahnmedizin. Wobei das Primärziel die Akquise nach dem passenden Ehegatten ist. Arbeiten ist sowieso nur was fürs Personal. Die Flunse visiert ein Leben zwischen Tennisplatz und Maniküre an.

Auf manchen Häusern hängen sogar entsprechende Listen aus. Wenn einem der Studenten die Hose zu eng wird, kann er eine der aufgelisteten Damen anrufen und sich mit ihr treffen. Nach kurzem Spaziergang im Stadtpark, verlegt man das Meeting dann in die Horizontale. Die Flunse sagt zu so einer Einladung selten nein. Schließlich verfügt sie nach ein oder zwei Semestern nur noch über so viel Schamgefühl wie eine osteuropäische Straßenschwalbe. Zudem hebt es ihren Status bei den anderen Gänsen. Zwischen ihnen grassiert so etwas wie ein Wettstreit darüber, wer auf mehr Verbindungshäusern die Schere gemacht hat. Einige der Studentinnen schaffen dabei locker eine zweistellige Anzahl pro Semester.

Die schlagenden Stundeten duellieren sich mit dem Degen. Mensur nennt sich das Aufeinandertreffen der Kontrahenten. Die Fechterei dient aber eher der Demonstration der erlernten Künste und nicht etwa dem ernsthaften Wettkampf. Lediglich in Ausnahmefällen kommt es zum blutigen Ende. Der Leidtragende kann sich dann mit einer Narbe im Gesicht begnügen. Der sogenannte Schmiss verunstaltet jedoch nicht, nein, er wird wie ein Abzeichen getragen. Schließlich kann man sich durch diese vier Zentimeter lange Hautirritation von den übrigen Wehrdienstverweigerern abheben. Nur die Härtesten fangen sich gleich mehrere dieser Riegel ein.

Derjenige, der beim Fechten erfolglos bleibt, kann sich immer noch an der Tasse beweisen. Es gibt kaum jemanden der es schafft so unglaubliche Massen zu saufen wie der Verbindungsstudent. Ganze Kästen kippen sie in sich rein. Für einen halben Liter braucht die geübte Kehle zwei Sekunden. Natürlich ist es kaum möglich diese Unmengen im Körper zu behalten. Die Gruppe übt dieses Kampftrinken deshalb im Keller aus. Damit man beim Lauf zum stillen Örtchen nicht stolpert, platziert man in der Mitte des Raumes ein Fass. In dieses wird sich nach fast jedem Bier entleert. Auch wenn das jetzt nach einem geselligen Abend klingt, so hat es mit einer ruhigen Weinprobe nichts gemein. Die Anwesenden schaukeln sich gegenseitig hoch und brüllen sich in ohrenbetäubender Lautstärke an. Für Außenstehende ist dabei nicht erkennbar, was noch zum normalen Ritual gehört und ab wann die Stimmung zu kippen droht. Ausdrücke wie Sauf Fux, Du Hurensohn oder Deine Mutter werfen sich die Brüder ins Gesicht. An keiner Hauptschule wird sich so primitiv beleidigt, wie in den Gemäuern einer schlagenden Verbindung. Im Anschluss an dieses Fest reihen sich die Teilnehmer wieder oben am Tresen auf und trinken wieder gemütlich miteinander. Die Anfeindungen lässt man offenbar im Keller zurück.

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14. September 2012 um 9:12
In Antwort auf hilal_12337245

So sieht das aus
Als Verbindungsaussteiger möchte ich die Gelegenheit nutzen und mit den gängigen Klischees der Szene aufräumen. Um Außenstehenden ein möglichst authentisches Bild von Verbindungsstudenten liefern zu können, habe ich es mir erlaubt die folgenden Zeilen zu verfassen.

Verbindungsstudenten unterscheidet man grob zwischen Burschenschaftlern und dem Corps-Studenten. Während die Burschenschaft eher den Pöbel der Szene ausmacht, zählt sich der Corps-Student zur gesellschaftlichen Elite. Er trägt die Nase im 45-Grad-Winkel Richtung Sonne, kommt aus besserem Hause und schlendert nur gelegentlich in die Uni. Der Burschenschaftler ist ein verkommenes Mittelschichtskind, das über die Verbindung nach besseren Verhältnissen strebt. Man erkennt ihn an den Timberland-Segelschuhen und den roten Jeans. Dazu trägt er die Barbourjacke. Diese Kutte ist für jeden erschwinglich und lässt selbst den BAföG-Empfänger so aussehen, als besäße er ein Pferd. Der Corps-Student würde sich an der grünen Steppjacke nicht einmal die Füße abtreten. Diese sind übrigens mit Tretern aus dem Hause John Lobb, Ludwig Reiter oder Santoni beschuht. Namen, die der Burschenschaftler nicht einmal zuordnen kann. Der Buxe glaubt Passau, Heidelberg und Marburg seien die große weite Welt. Der Corry hingegen fragt sich hingegen, ob man die Studiengebühren nicht mit Lufthansa-Bonusmeilen begleichen kann.

Der Bandträger umgibt sich gerne mit einer bestimmten Art Frau. Intern wird sie als Flunse bezeichnet. Flunse ist der Legende nach ein Wort aus der Weidmannssprache. Es beschreibt ein junges Reh, welches noch zu schwach ist um die Beine zusammen zu halten. Man erkennt diese Damen an ihrem unverwechselbaren Auftreten. Neben Segelschuhen, pinken Polohemden der Marke Ralph Lauren und im besten Fall einem Gürtel von Hermes, sind die Glanzstücke die funkelnden Perlenohrringe. Die Flunsen hoppeln tagsüber auf dem Campus rum und tuscheln darüber, welcher alkoholisierte Verbindungsbruder ihnen vergangene Nacht sein Zimmer gezeigt hat. Offiziell studieren sie BWL, Jura oder Zahnmedizin. Wobei das Primärziel die Akquise nach dem passenden Ehegatten ist. Arbeiten ist sowieso nur was fürs Personal. Die Flunse visiert ein Leben zwischen Tennisplatz und Maniküre an.

Auf manchen Häusern hängen sogar entsprechende Listen aus. Wenn einem der Studenten die Hose zu eng wird, kann er eine der aufgelisteten Damen anrufen und sich mit ihr treffen. Nach kurzem Spaziergang im Stadtpark, verlegt man das Meeting dann in die Horizontale. Die Flunse sagt zu so einer Einladung selten nein. Schließlich verfügt sie nach ein oder zwei Semestern nur noch über so viel Schamgefühl wie eine osteuropäische Straßenschwalbe. Zudem hebt es ihren Status bei den anderen Gänsen. Zwischen ihnen grassiert so etwas wie ein Wettstreit darüber, wer auf mehr Verbindungshäusern die Schere gemacht hat. Einige der Studentinnen schaffen dabei locker eine zweistellige Anzahl pro Semester.

Die schlagenden Stundeten duellieren sich mit dem Degen. Mensur nennt sich das Aufeinandertreffen der Kontrahenten. Die Fechterei dient aber eher der Demonstration der erlernten Künste und nicht etwa dem ernsthaften Wettkampf. Lediglich in Ausnahmefällen kommt es zum blutigen Ende. Der Leidtragende kann sich dann mit einer Narbe im Gesicht begnügen. Der sogenannte Schmiss verunstaltet jedoch nicht, nein, er wird wie ein Abzeichen getragen. Schließlich kann man sich durch diese vier Zentimeter lange Hautirritation von den übrigen Wehrdienstverweigerern abheben. Nur die Härtesten fangen sich gleich mehrere dieser Riegel ein.

Derjenige, der beim Fechten erfolglos bleibt, kann sich immer noch an der Tasse beweisen. Es gibt kaum jemanden der es schafft so unglaubliche Massen zu saufen wie der Verbindungsstudent. Ganze Kästen kippen sie in sich rein. Für einen halben Liter braucht die geübte Kehle zwei Sekunden. Natürlich ist es kaum möglich diese Unmengen im Körper zu behalten. Die Gruppe übt dieses Kampftrinken deshalb im Keller aus. Damit man beim Lauf zum stillen Örtchen nicht stolpert, platziert man in der Mitte des Raumes ein Fass. In dieses wird sich nach fast jedem Bier entleert. Auch wenn das jetzt nach einem geselligen Abend klingt, so hat es mit einer ruhigen Weinprobe nichts gemein. Die Anwesenden schaukeln sich gegenseitig hoch und brüllen sich in ohrenbetäubender Lautstärke an. Für Außenstehende ist dabei nicht erkennbar, was noch zum normalen Ritual gehört und ab wann die Stimmung zu kippen droht. Ausdrücke wie Sauf Fux, Du Hurensohn oder Deine Mutter werfen sich die Brüder ins Gesicht. An keiner Hauptschule wird sich so primitiv beleidigt, wie in den Gemäuern einer schlagenden Verbindung. Im Anschluss an dieses Fest reihen sich die Teilnehmer wieder oben am Tresen auf und trinken wieder gemütlich miteinander. Die Anfeindungen lässt man offenbar im Keller zurück.

Du hast...
...bei den 'Flunsen' die farblich passende Longchamps-Tasche vergessen!
Alternativ Louis Vuitton natürlich (Passau is halt so schön nah an der tschechischen Grenze )

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14. September 2012 um 10:18
In Antwort auf tallulah1984

Du hast...
...bei den 'Flunsen' die farblich passende Longchamps-Tasche vergessen!
Alternativ Louis Vuitton natürlich (Passau is halt so schön nah an der tschechischen Grenze )

Sorry
ja stimmt. die taschen tragen sie wirklich alle

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14. September 2012 um 10:22

Ich nehme an
die besagte TE hat in den vergangenen 2 Jahren wahrscheinlich schon fertigstudiert oder zumindest fast.

Ob sie noch Bedarf nach Informationen über Verbindungsbrüder hat, bezweifle ich eher. Vermutlich kann sie EUCH was darüber erzählen inzwischen.

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14. September 2012 um 14:36
In Antwort auf hilal_12337245

So sieht das aus
Als Verbindungsaussteiger möchte ich die Gelegenheit nutzen und mit den gängigen Klischees der Szene aufräumen. Um Außenstehenden ein möglichst authentisches Bild von Verbindungsstudenten liefern zu können, habe ich es mir erlaubt die folgenden Zeilen zu verfassen.

Verbindungsstudenten unterscheidet man grob zwischen Burschenschaftlern und dem Corps-Studenten. Während die Burschenschaft eher den Pöbel der Szene ausmacht, zählt sich der Corps-Student zur gesellschaftlichen Elite. Er trägt die Nase im 45-Grad-Winkel Richtung Sonne, kommt aus besserem Hause und schlendert nur gelegentlich in die Uni. Der Burschenschaftler ist ein verkommenes Mittelschichtskind, das über die Verbindung nach besseren Verhältnissen strebt. Man erkennt ihn an den Timberland-Segelschuhen und den roten Jeans. Dazu trägt er die Barbourjacke. Diese Kutte ist für jeden erschwinglich und lässt selbst den BAföG-Empfänger so aussehen, als besäße er ein Pferd. Der Corps-Student würde sich an der grünen Steppjacke nicht einmal die Füße abtreten. Diese sind übrigens mit Tretern aus dem Hause John Lobb, Ludwig Reiter oder Santoni beschuht. Namen, die der Burschenschaftler nicht einmal zuordnen kann. Der Buxe glaubt Passau, Heidelberg und Marburg seien die große weite Welt. Der Corry hingegen fragt sich hingegen, ob man die Studiengebühren nicht mit Lufthansa-Bonusmeilen begleichen kann.

Der Bandträger umgibt sich gerne mit einer bestimmten Art Frau. Intern wird sie als Flunse bezeichnet. Flunse ist der Legende nach ein Wort aus der Weidmannssprache. Es beschreibt ein junges Reh, welches noch zu schwach ist um die Beine zusammen zu halten. Man erkennt diese Damen an ihrem unverwechselbaren Auftreten. Neben Segelschuhen, pinken Polohemden der Marke Ralph Lauren und im besten Fall einem Gürtel von Hermes, sind die Glanzstücke die funkelnden Perlenohrringe. Die Flunsen hoppeln tagsüber auf dem Campus rum und tuscheln darüber, welcher alkoholisierte Verbindungsbruder ihnen vergangene Nacht sein Zimmer gezeigt hat. Offiziell studieren sie BWL, Jura oder Zahnmedizin. Wobei das Primärziel die Akquise nach dem passenden Ehegatten ist. Arbeiten ist sowieso nur was fürs Personal. Die Flunse visiert ein Leben zwischen Tennisplatz und Maniküre an.

Auf manchen Häusern hängen sogar entsprechende Listen aus. Wenn einem der Studenten die Hose zu eng wird, kann er eine der aufgelisteten Damen anrufen und sich mit ihr treffen. Nach kurzem Spaziergang im Stadtpark, verlegt man das Meeting dann in die Horizontale. Die Flunse sagt zu so einer Einladung selten nein. Schließlich verfügt sie nach ein oder zwei Semestern nur noch über so viel Schamgefühl wie eine osteuropäische Straßenschwalbe. Zudem hebt es ihren Status bei den anderen Gänsen. Zwischen ihnen grassiert so etwas wie ein Wettstreit darüber, wer auf mehr Verbindungshäusern die Schere gemacht hat. Einige der Studentinnen schaffen dabei locker eine zweistellige Anzahl pro Semester.

Die schlagenden Stundeten duellieren sich mit dem Degen. Mensur nennt sich das Aufeinandertreffen der Kontrahenten. Die Fechterei dient aber eher der Demonstration der erlernten Künste und nicht etwa dem ernsthaften Wettkampf. Lediglich in Ausnahmefällen kommt es zum blutigen Ende. Der Leidtragende kann sich dann mit einer Narbe im Gesicht begnügen. Der sogenannte Schmiss verunstaltet jedoch nicht, nein, er wird wie ein Abzeichen getragen. Schließlich kann man sich durch diese vier Zentimeter lange Hautirritation von den übrigen Wehrdienstverweigerern abheben. Nur die Härtesten fangen sich gleich mehrere dieser Riegel ein.

Derjenige, der beim Fechten erfolglos bleibt, kann sich immer noch an der Tasse beweisen. Es gibt kaum jemanden der es schafft so unglaubliche Massen zu saufen wie der Verbindungsstudent. Ganze Kästen kippen sie in sich rein. Für einen halben Liter braucht die geübte Kehle zwei Sekunden. Natürlich ist es kaum möglich diese Unmengen im Körper zu behalten. Die Gruppe übt dieses Kampftrinken deshalb im Keller aus. Damit man beim Lauf zum stillen Örtchen nicht stolpert, platziert man in der Mitte des Raumes ein Fass. In dieses wird sich nach fast jedem Bier entleert. Auch wenn das jetzt nach einem geselligen Abend klingt, so hat es mit einer ruhigen Weinprobe nichts gemein. Die Anwesenden schaukeln sich gegenseitig hoch und brüllen sich in ohrenbetäubender Lautstärke an. Für Außenstehende ist dabei nicht erkennbar, was noch zum normalen Ritual gehört und ab wann die Stimmung zu kippen droht. Ausdrücke wie Sauf Fux, Du Hurensohn oder Deine Mutter werfen sich die Brüder ins Gesicht. An keiner Hauptschule wird sich so primitiv beleidigt, wie in den Gemäuern einer schlagenden Verbindung. Im Anschluss an dieses Fest reihen sich die Teilnehmer wieder oben am Tresen auf und trinken wieder gemütlich miteinander. Die Anfeindungen lässt man offenbar im Keller zurück.

Wunderbare Beschreibung,
allenfalls bei den John Lobb Tretern hab ich so meine Zweifel, jibbet wirklich Korporierte, die sowas schon im jugendlichen Alter tragen? Ich meine, normale Maßarbeit von einem deutschen Schuster täte es doch auch, oder müssen die Eaton-Boys tatsächlich schon mit 20 auf arroganter Schnösel gedrillt werden?

Aber die Beschreibung der Flunsen, speziell mit dem Nachsatz der LV-Taschen, in Passau passenderweise aus der nahen Tschechei besorgt, ist einfach grandios Und deine Sottisen zu ihren Primärzielen und der Arbeitsmoral sowieso.

Zusammengefasst mit so viel Liebe (nicht nur zum Detail) geschrieben, dass mir ernsthafte Zweifel kommen, ob du wirklich ein Verbindungsaussteiger (und damit natürlich eigentlich Verbindungs-Neidhammel) bist. Viel mehr erscheint es mir eine als guter Scherz (oder boshafte Kritik, eigentlich egal) getarnte Hommage auf sehr hohem Niveau zu sein.

Feducit!
Christoph
(nicht korporiert und daher völlig ahnungslos)

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14. September 2012 um 15:47


Lass dich nicht verunsichern, schau ihn dir ruhig näher an und wenn du dir die Frage nach einer Weile immer noch stellst frag ihn doch einfach.
Ich bin allerdings einigermaßen froh, dass mir als Frau die Versuchungen einer Verbindung während meiner Studienzeit erspart blieben...hab mir mein Netzwerk selbst aufgebaut und das besteht nun auch schon mehr als zwei Jahrzehnte. Für meine Karriere habe ich niemanden außer mir selbst gebraucht und Freunde würde ich auch nicht über einen solchen Weg gefunden haben wollen.

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17. November 2012 um 8:27

Ausländerin mit einem Corpsbr. zusammen
Also liebe Noemi und Mitleser,

nur so viel zum Thema: Ich bin Ausländerin und seit 3 Jahren in einer festen Beziehung mit einem Corpsstudenten, welchem ich auch demnächst das Jawort geben werde.

1. Die Corps legen Wert auf die Multinationalität.
2. Mitgliedschaft in eineim Corps bedeutet an erster Stelle eine lebenslange !!Freundschaft!! (Wer gehen wir, kann gehen: Keiner wird festgehalten)
3. Es macht Spaß!

LG kkwmila

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11. März 2013 um 14:53

Mal abgesehen davon,...
... dass ich es fraglich finden würde, mit jemandem zusammen zu sein, für den es ein Problem wäre, eine/n Ausländer/ in zum Freund/ zur Freundin zu haben, fällt mir auf, dass Du nur Deine portugiesische Herkunft betonst und es so hinstellst, als seist Du keine Deutsche, obwohl Du hier - offenbar - aufgewachsen bist, sicherlich einen deutschen Pass hast, die deutsche Sprache beherrschst und Deine Mutter Deutsche ist.

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11. März 2013 um 14:57

Lol
Anhand deiner Frage merkt man schon, dass studierte Menschen nicht zwingend Intelligenz aufweisen müssen.

Sprich ihn doch einfach an und gut ist - alta ihr stellt euch vielleicht an.

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12. März 2013 um 17:00
In Antwort auf hilal_12337245

So sieht das aus
Als Verbindungsaussteiger möchte ich die Gelegenheit nutzen und mit den gängigen Klischees der Szene aufräumen. Um Außenstehenden ein möglichst authentisches Bild von Verbindungsstudenten liefern zu können, habe ich es mir erlaubt die folgenden Zeilen zu verfassen.

Verbindungsstudenten unterscheidet man grob zwischen Burschenschaftlern und dem Corps-Studenten. Während die Burschenschaft eher den Pöbel der Szene ausmacht, zählt sich der Corps-Student zur gesellschaftlichen Elite. Er trägt die Nase im 45-Grad-Winkel Richtung Sonne, kommt aus besserem Hause und schlendert nur gelegentlich in die Uni. Der Burschenschaftler ist ein verkommenes Mittelschichtskind, das über die Verbindung nach besseren Verhältnissen strebt. Man erkennt ihn an den Timberland-Segelschuhen und den roten Jeans. Dazu trägt er die Barbourjacke. Diese Kutte ist für jeden erschwinglich und lässt selbst den BAföG-Empfänger so aussehen, als besäße er ein Pferd. Der Corps-Student würde sich an der grünen Steppjacke nicht einmal die Füße abtreten. Diese sind übrigens mit Tretern aus dem Hause John Lobb, Ludwig Reiter oder Santoni beschuht. Namen, die der Burschenschaftler nicht einmal zuordnen kann. Der Buxe glaubt Passau, Heidelberg und Marburg seien die große weite Welt. Der Corry hingegen fragt sich hingegen, ob man die Studiengebühren nicht mit Lufthansa-Bonusmeilen begleichen kann.

Der Bandträger umgibt sich gerne mit einer bestimmten Art Frau. Intern wird sie als Flunse bezeichnet. Flunse ist der Legende nach ein Wort aus der Weidmannssprache. Es beschreibt ein junges Reh, welches noch zu schwach ist um die Beine zusammen zu halten. Man erkennt diese Damen an ihrem unverwechselbaren Auftreten. Neben Segelschuhen, pinken Polohemden der Marke Ralph Lauren und im besten Fall einem Gürtel von Hermes, sind die Glanzstücke die funkelnden Perlenohrringe. Die Flunsen hoppeln tagsüber auf dem Campus rum und tuscheln darüber, welcher alkoholisierte Verbindungsbruder ihnen vergangene Nacht sein Zimmer gezeigt hat. Offiziell studieren sie BWL, Jura oder Zahnmedizin. Wobei das Primärziel die Akquise nach dem passenden Ehegatten ist. Arbeiten ist sowieso nur was fürs Personal. Die Flunse visiert ein Leben zwischen Tennisplatz und Maniküre an.

Auf manchen Häusern hängen sogar entsprechende Listen aus. Wenn einem der Studenten die Hose zu eng wird, kann er eine der aufgelisteten Damen anrufen und sich mit ihr treffen. Nach kurzem Spaziergang im Stadtpark, verlegt man das Meeting dann in die Horizontale. Die Flunse sagt zu so einer Einladung selten nein. Schließlich verfügt sie nach ein oder zwei Semestern nur noch über so viel Schamgefühl wie eine osteuropäische Straßenschwalbe. Zudem hebt es ihren Status bei den anderen Gänsen. Zwischen ihnen grassiert so etwas wie ein Wettstreit darüber, wer auf mehr Verbindungshäusern die Schere gemacht hat. Einige der Studentinnen schaffen dabei locker eine zweistellige Anzahl pro Semester.

Die schlagenden Stundeten duellieren sich mit dem Degen. Mensur nennt sich das Aufeinandertreffen der Kontrahenten. Die Fechterei dient aber eher der Demonstration der erlernten Künste und nicht etwa dem ernsthaften Wettkampf. Lediglich in Ausnahmefällen kommt es zum blutigen Ende. Der Leidtragende kann sich dann mit einer Narbe im Gesicht begnügen. Der sogenannte Schmiss verunstaltet jedoch nicht, nein, er wird wie ein Abzeichen getragen. Schließlich kann man sich durch diese vier Zentimeter lange Hautirritation von den übrigen Wehrdienstverweigerern abheben. Nur die Härtesten fangen sich gleich mehrere dieser Riegel ein.

Derjenige, der beim Fechten erfolglos bleibt, kann sich immer noch an der Tasse beweisen. Es gibt kaum jemanden der es schafft so unglaubliche Massen zu saufen wie der Verbindungsstudent. Ganze Kästen kippen sie in sich rein. Für einen halben Liter braucht die geübte Kehle zwei Sekunden. Natürlich ist es kaum möglich diese Unmengen im Körper zu behalten. Die Gruppe übt dieses Kampftrinken deshalb im Keller aus. Damit man beim Lauf zum stillen Örtchen nicht stolpert, platziert man in der Mitte des Raumes ein Fass. In dieses wird sich nach fast jedem Bier entleert. Auch wenn das jetzt nach einem geselligen Abend klingt, so hat es mit einer ruhigen Weinprobe nichts gemein. Die Anwesenden schaukeln sich gegenseitig hoch und brüllen sich in ohrenbetäubender Lautstärke an. Für Außenstehende ist dabei nicht erkennbar, was noch zum normalen Ritual gehört und ab wann die Stimmung zu kippen droht. Ausdrücke wie Sauf Fux, Du Hurensohn oder Deine Mutter werfen sich die Brüder ins Gesicht. An keiner Hauptschule wird sich so primitiv beleidigt, wie in den Gemäuern einer schlagenden Verbindung. Im Anschluss an dieses Fest reihen sich die Teilnehmer wieder oben am Tresen auf und trinken wieder gemütlich miteinander. Die Anfeindungen lässt man offenbar im Keller zurück.

...
Aha. du willst in deinem Beitrag mit den gängigen Klischees aufräumen, stellst aber dann gleich mal Burschenschaftler als "Pöbel" hin!? =D kein Klischee? meiner Meinung nach schon. Mein Liebster ist Burschenschaftler, weder Er, noch seine Mitbewohner noch die benachbarten Burschenschaften sind "Pöbel". Schon etwas überheblich deine Aussage.

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12. März 2013 um 17:20

Corps sind extrem tolerant...
... das, was du meinst sind ("deutsche") Burschenschaften. Das nicht in einen Topf werfen

Ich kenne auch einige Corps-Studenten, die zum Studieren aus China nach Deutschland gekommen sind und einige Suedamerikaner, die kaum ein Wort deutsch sprechen. Das ist gar kein Problem. Zudem kann ja auch jeder Mensch fuer sich selbst entscheiden.

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5. April 2015 um 13:53

Ich sehe da kein Problem,
ich selbst bin ebenfalls korporiert. Ich kenne Verbindungen und deren Einstellungen. Ich kann dir sagen das das Gerücht es seien alle Verbindungsstudenten Erzkatholisch und konservativ, als Blödsinn abtun.

Ich kann mir vorstellen das du dort mit offenen Armen als Frau willkommen geheißen wirst und du mit denen auch sehr viel Spaß haben kannst.

Auf gutes Gelingen, Max.

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6. April 2015 um 11:38
In Antwort auf sherie_11953405

Lol
Anhand deiner Frage merkt man schon, dass studierte Menschen nicht zwingend Intelligenz aufweisen müssen.

Sprich ihn doch einfach an und gut ist - alta ihr stellt euch vielleicht an.

Was hat das mit Intelligenz zu tun?
Weil sie schüchtern ist, ist sie also dumm?

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6. April 2015 um 19:49

Ich bin selber mit einem Verbindungsstudenten zusammen.
und ich bin auch nur zur Hälfte deutsch, dazu kommt noch dass wir Spätaussiedler sind. Ich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, ob er nicht lieber eine deutsche Freundin haben möchte und auch seine Bundesbrüder haben mich mit offenen Armen empfangen.
Es war also nie ein Thema

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