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Ich bin verliebt... in eine andere

4. Februar 2018 um 1:43 Letzte Antwort: 8. Februar 2018 um 1:05

Hallo,

​ich weiß gar nicht wie anfangen soll. Vielleicht mal so, dass ich mir dieses Forum ausgesucht habe, weil Frauen meißtens bessere Ratschläge geben als Männer. Mir fällt es wirklich schwer dieses Thema hier anzusprechen. Aber ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Ich bin seit fast zehn Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben zwei tolle Kinder, mit denen ich am liebsten jede Sekunde des Tages zusammen sein möchte, wenn die Arbeit nicht wäre. Ich arbeite vollzeit, meine Freundin teilzeit. Jede Minute bereuhe ich es, dass ich nicht mit meinen Kindern zusammen sein kann.

Wir haben uns vor ungefähr acht Jahren ein Haus gekauft und sind dabei durch "dick und dünn" gegangen. Ich hatte die beschissensten Jobs angenommen, damit wir über die Runden kommen (hatte oft Pech mit Firmen, die pleite gegangen sind). Sie hat sich um den Haushalt gekümmert. Irgendwann hatte ich sie überreden können, dass sie auch einen Job annimmt, damit es uns etwas "besser" geht, weil die Kinder ja im Kindergarten und in der Schule sind (muss ja auch alles bezahlt werden). Sie hat das auch irgendwann gemacht, war aber unzufrieden, weil bei jedem Job alle gegen sie waren. Sie hat einen Job nach dem anderen hingeschmissen. Ich habe in einem Call-Center für 7,50€/Stunde gearbeitet, hatte einen Job angenommen, bei dem ich nur am Wochenende zu Hause war (Zweitwohnung mit 450km Entfernung).

Jetzt bin ich seit ca. 4 Jahren im EInzelhandel tätig. Das bedeutet Dreischichtsystem. Manchmal bin ich dann erst gegen 21 Uhr zu Hause (Ich weiß, da gibt es noch schlimmere Arbeitszeiten). Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich muss dazusagen, dass ich in einem Bereich arbeite, in dem mehr Frauen als Männer arbeiten. Ich fühle mich da sehr wohl, da ich bei den meißten Frauen der "gute Kumpel" bin. Wenn ich Frühschicht habe, komme ich nach Hause, mache das Abendbrot und bringe die Kinder ins Bett. Wenn ich Spätschicht habe sind die Kinder meißtens noch wach und alle haben schon gegessen, außer ich. Also bringe ich trotzdem die Kinder ins Bett und mache mir dann selbst was zu Essen. Darum geht es aber eigentlich gar nicht. Ich betrachte meine Freundin ja auch nicht nur als Hausfrau. Ich bin voll und ganz für die Arbeitsteilung. 

​Jetzt kommt mein eigentliches Problem. Meine Freundin und ich haben eigentlich kaum etwas gemeinsam. Sei es beim Fernsehprogramm, den Hobbys, der Kindererziehung, der Arbeitsmoral, oder der Glaubensrichtung (Ich bin eher der Typ der auf Fakten und Beweise steht und sie liebt Hexen, Vorhersehungen, Bestimmungen und Sternzeichen). 

​Wie gesagt, wir sind fast zehn Jahre zusammen (Sie ist übrigens meine erste und einzige Freundin) und bissher war alles gut und ich war zufrieden und sie denke ich auch. 

​Jetzt versuche ich hier irgendwie einen Übergang zu finden...

Wie ihr ja weiter oben ja schon gelesen habt, bin ich immer der "Kumpel-Typ". Jetzt habe ich mich aber in eine meiner Arbeitskollegin verliebt. Das ist ein schönes Gefühl, aber gleichzeitig hasse ich mich dafür. Ich möchte mit ihr zusammen sein. Andererseits denke ich, dass meine Freundin das nicht verdient hat. Und was ist mit den Kindern? Seit Wochen denke ich nur an meine Arbeitskollegin, mit der ich mich super verstehe, die auch auch fast immer meiner Meinung ist. Wenn ich morgens aufwache denke ich an sie. Wenn ich abends ins Bett gehe, denke ich an sie. Dann denke ich wieder: "Was ist mit den Kindern? Das kannst du nicht machen!" Jeden Tag nach Feierabend stehe ich mit meiner Kollegin auf dem Mitarbeiterparkplatz und rede mit ihr. Ich sehe ihr in die Augen und denke nur, dass ich jeden Moment mit ihr zusammen sein möchte. Sie sieht mich ähnlich an. Dann denke ich wieder an meine Familie und gehe zu meinem Auto.

​Ich sitze hier vor dem dämlichen Laptop mit Tränen in den Augen, weil ich einfach nicht weiß, was ich machen soll. Ich bin am Ende mit meinen Gedanken. Ich weiß einfach nicht weiter. 

​Tut  mir leid, das ich hier so zusammenhanglos geschrieben habe. Ich hab einfach das geschrieben, was mir in den Kopf gekommen ist.

​Vielleicht kann mir ja eine/r einen Rat geben

​Liebe Grüße 
​Sebastian

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4. Februar 2018 um 2:08

Ach ums Essen machen gehts mir doch gar nicht. Das hätte ich nicht schreiben sollen. Es irgendwie die Gesamtsiuation. Ich weiß nicht wie ich das saen soll. Ich fühle mich irgendwie als "selbstverständlich" und ich glaube das Gefühl gebe ich ihr auch. Ich möchte nicht nur ihr alles in die Schuhe schieben

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4. Februar 2018 um 6:57
In Antwort auf sebi85fl

Ach ums Essen machen gehts mir doch gar nicht. Das hätte ich nicht schreiben sollen. Es irgendwie die Gesamtsiuation. Ich weiß nicht wie ich das saen soll. Ich fühle mich irgendwie als "selbstverständlich" und ich glaube das Gefühl gebe ich ihr auch. Ich möchte nicht nur ihr alles in die Schuhe schieben

Das, was du erlebst, ist doch völlig normal. Nach 10-11 Jahren Beziehung fängt meist einer der Partner an, sich nach Veränderung zu sehnen. Man schaut nach anderen Personen, man sehnt sich nach den Schmetterlingen, man fragt sich, was hat das Leben noch zu bieten. Genau in dieser Phase bist du. Du geniesst es, die andere zu sehen, du schwärmst, du freust dich und fühlst dich lebendig.

Erschwerend kommt hinzu, dass deine Partnerin die erste und einzige Freundin war. Irgendwann kommt ein Wunsch hinzu, dass man wissen möchte, was bietet das Leben noch. Und Routine ist ohnehin schlecht für jede Beziehung. Du solltest kein schlechtes Gewissen haben. Das, was du erlebst, erleben andere auch. Aber dann fängt der Verstand an, ein Haus, Kinder, Familie. Aufgeben oder bleiben. Die meisten entscheiden sich aus Sicherheits- und finanziellen Gründen für bleiben.

Entscheidest du dich anders, wirst du in 10 Jahren vor der gleichen Herausforderung stehen. Man wechselt zwar gerne den Partner, aber die Probleme bleiben.

Was ich dir raten würde?? Spreche offen mit deiner Partnerin, sage, dass du gerade dabei bist, dich in eine andere Frau zu verlieben. Frage, wie wichtig du ihr noch bist. Vielleicht geht es ihr ähnlich und auch sie empfindet für dich gar nicht  mehr so viel und ist froh, wenn ihr beide mal eine Auszeit nehmen würdet. Somit verlierst du deine Kinder nicht, wenn das ganze in eine Freundschaft übergehen würde.

Das schlimmste wäre, wenn du sie jetzt heimlich betrügen würdest, denn Lügen machen mehr kaputt als ein Betrug. Sei mutig und gehe auf sie zu. Möglicherweise erlebst du wirklich etwas ganz Besonderes. Vielleicht bekommt eure Beziehung auch mehr Tiefe und ihr erkennt, was ihr aneinander habt.

Erfahrungsgemäß kommen sehr viele Gefühle hoch, wenn man spürt, ich könnte den Mann, den ich als selbstverständlich nehme, verlieren. Du kannst also nur gewinnen, wenn du ehrlich und aufrichtig auf sie zugehst. Bitte BEVOR du was mit der anderen anfängst.


An ihrer Reaktion wirst du auch schnell merken, ob eure Beziehung zukunftsfähig ist. Triff keine Entscheidungen in Eile, Melancholie oder Kummer. Gehe nach vorne, reagiere als Mann, der seine Freundin und vor allem die Familie liebt, aber auch geliebt werden möchte.

Du schaffst das !! Glaube mir, du projezierst etwas auf diese neue Frau, das so in Wahrheit gar nicht ist. Wenn wir uns verlieben, dann verlieben wir uns meist in etwas, das der andere in uns sieht. Es geht nicht um die andere Person, es geht um unseren eigenen Selbstwert. Bestätigt der Partner diesen nicht oder nur wenig, dann sucht sich die Seele das im Außen.

Und übrigens, deine Partnerin glaubt nicht an Hexen, sondern sie hat eine Affinität zur Esoterik und dadurch ist sie sicherlich offen für euer Gespräch. Also sprich mit ihr, sie ist die Mutter deiner Kinder und sie hat es verdient, dass du ihr offen und wertschätzend gegenüber trittst. Also traue dich.

Ich wünsche dir viel Kraft und Glück hierfür !!


 

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4. Februar 2018 um 7:33
In Antwort auf sebi85fl

Hallo,

​ich weiß gar nicht wie anfangen soll. Vielleicht mal so, dass ich mir dieses Forum ausgesucht habe, weil Frauen meißtens bessere Ratschläge geben als Männer. Mir fällt es wirklich schwer dieses Thema hier anzusprechen. Aber ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Ich bin seit fast zehn Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben zwei tolle Kinder, mit denen ich am liebsten jede Sekunde des Tages zusammen sein möchte, wenn die Arbeit nicht wäre. Ich arbeite vollzeit, meine Freundin teilzeit. Jede Minute bereuhe ich es, dass ich nicht mit meinen Kindern zusammen sein kann.

Wir haben uns vor ungefähr acht Jahren ein Haus gekauft und sind dabei durch "dick und dünn" gegangen. Ich hatte die beschissensten Jobs angenommen, damit wir über die Runden kommen (hatte oft Pech mit Firmen, die pleite gegangen sind). Sie hat sich um den Haushalt gekümmert. Irgendwann hatte ich sie überreden können, dass sie auch einen Job annimmt, damit es uns etwas "besser" geht, weil die Kinder ja im Kindergarten und in der Schule sind (muss ja auch alles bezahlt werden). Sie hat das auch irgendwann gemacht, war aber unzufrieden, weil bei jedem Job alle gegen sie waren. Sie hat einen Job nach dem anderen hingeschmissen. Ich habe in einem Call-Center für 7,50€/Stunde gearbeitet, hatte einen Job angenommen, bei dem ich nur am Wochenende zu Hause war (Zweitwohnung mit 450km Entfernung).

Jetzt bin ich seit ca. 4 Jahren im EInzelhandel tätig. Das bedeutet Dreischichtsystem. Manchmal bin ich dann erst gegen 21 Uhr zu Hause (Ich weiß, da gibt es noch schlimmere Arbeitszeiten). Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich muss dazusagen, dass ich in einem Bereich arbeite, in dem mehr Frauen als Männer arbeiten. Ich fühle mich da sehr wohl, da ich bei den meißten Frauen der "gute Kumpel" bin. Wenn ich Frühschicht habe, komme ich nach Hause, mache das Abendbrot und bringe die Kinder ins Bett. Wenn ich Spätschicht habe sind die Kinder meißtens noch wach und alle haben schon gegessen, außer ich. Also bringe ich trotzdem die Kinder ins Bett und mache mir dann selbst was zu Essen. Darum geht es aber eigentlich gar nicht. Ich betrachte meine Freundin ja auch nicht nur als Hausfrau. Ich bin voll und ganz für die Arbeitsteilung. 

​Jetzt kommt mein eigentliches Problem. Meine Freundin und ich haben eigentlich kaum etwas gemeinsam. Sei es beim Fernsehprogramm, den Hobbys, der Kindererziehung, der Arbeitsmoral, oder der Glaubensrichtung (Ich bin eher der Typ der auf Fakten und Beweise steht und sie liebt Hexen, Vorhersehungen, Bestimmungen und Sternzeichen). 

​Wie gesagt, wir sind fast zehn Jahre zusammen (Sie ist übrigens meine erste und einzige Freundin) und bissher war alles gut und ich war zufrieden und sie denke ich auch. 

​Jetzt versuche ich hier irgendwie einen Übergang zu finden...

Wie ihr ja weiter oben ja schon gelesen habt, bin ich immer der "Kumpel-Typ". Jetzt habe ich mich aber in eine meiner Arbeitskollegin verliebt. Das ist ein schönes Gefühl, aber gleichzeitig hasse ich mich dafür. Ich möchte mit ihr zusammen sein. Andererseits denke ich, dass meine Freundin das nicht verdient hat. Und was ist mit den Kindern? Seit Wochen denke ich nur an meine Arbeitskollegin, mit der ich mich super verstehe, die auch auch fast immer meiner Meinung ist. Wenn ich morgens aufwache denke ich an sie. Wenn ich abends ins Bett gehe, denke ich an sie. Dann denke ich wieder: "Was ist mit den Kindern? Das kannst du nicht machen!" Jeden Tag nach Feierabend stehe ich mit meiner Kollegin auf dem Mitarbeiterparkplatz und rede mit ihr. Ich sehe ihr in die Augen und denke nur, dass ich jeden Moment mit ihr zusammen sein möchte. Sie sieht mich ähnlich an. Dann denke ich wieder an meine Familie und gehe zu meinem Auto.

​Ich sitze hier vor dem dämlichen Laptop mit Tränen in den Augen, weil ich einfach nicht weiß, was ich machen soll. Ich bin am Ende mit meinen Gedanken. Ich weiß einfach nicht weiter. 

​Tut  mir leid, das ich hier so zusammenhanglos geschrieben habe. Ich hab einfach das geschrieben, was mir in den Kopf gekommen ist.

​Vielleicht kann mir ja eine/r einen Rat geben

​Liebe Grüße 
​Sebastian

Hallo Sebastian, ich kann dich sehr gut verstehen, ich muss auch sagen, dass ich nichts verwerfliches daran finde...Ich denke, es ist immer schwer, wenn Beziehungen in sehr jungen Jahren sehr fest und eng werden. Man entwickelt sich nämlich weiter, wird erwachsen und die Interessen prägen sich so nach und nach mehr aus...Und dann merkt man manchmal, dass man nicht mehr zusammenwächst, sondern sich voneinander entfernt...War bei meiner Beziehung ähnlich, 16 Jahre zusammen, mit 16 zusammengekommen...nach 16 Jahren hatte er eine andere...war leider nicht ehrlich anfangs...Aber es ist jetzt 6 Jahre her und ich muss sagen, so doof wie das klingt, die Trennung war nicht nur für ihn, sondern auch für mich richtig...Ich konnte mich nochmal ganz anders entwickeln, habe gemerkt, wieviele Interessen ich jahrelang nicht mehr gespürt habe..wir waren beide wie tot in dieser Beziehung...wie 80 jährige, aber das mit Anfang 30...
Ich halte nichts vom durchbeißen...das spürt deine Freundin, das spüren deine Kids...Ich würde offen und ehrlich reden...Fragen, wie sie die Zukunft sieht, sagen, dass ich nicht mehr happy bin...Und so hart wie es klingt, meist kann man diese Entwicklung nicht mehr umkehren...Wenn man so weit voneinander entfernt ist, dann bringt es oft nichts mehr, dran zu arbeiten...Man quält sich durch, aber die eit ist oft verschenkt...
Klar wird uns vorgegeben gesellschaftlich, dass eine Ehe bis zum Ende super wäre,..und es klappt ja auch bei einigen super...Aber eben leider nicht bei allen und Liebe kann man nicht erzwingen. Im besten Fall könnt ihr eine Freundschaft behalten, wahrscheinlich ist die Beziehung eh schon eher platonisch inzwischen...Sei offen und scheue dich nicht davor. Es wird hart, es wird Tränen geben, es wird Momente geben, in denen du einfach wieder zurück ins heile Familiennest willst...aber letztendlich wird es sich für alle Seiten doch besser entwickeln, als du fürchtest...Das mit den Kids kann man regeln...Meine Maus lebt bei mir, trifft Papa regelmäßig, verbringt Ferien mit ihm...Das kann man alles regeln und Kinder verstehen erstaunlich viel, wenn man sie lässt...
Also mutig sein, du hast nur dieses Leben, deine Freundin auch...verschwendet es nicht mit Beziehungen, von denen ihr glaubt, ihr müsstet sie behalten, ohne sie behalten zu wollen...wie gesagt, ich wurde verlassen und im Nachhinein war es auch für mich ein riesen Glück, denn ich hätte durchgehalten, bis die Lütte aus dem Haus wäre, aber es wäre falsch gewesen und ich war unglücklich und wäre es noch so viele Jahre länger gewesen, denn die Lütte war 3 bei der Trennung...

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4. Februar 2018 um 7:55
In Antwort auf sebi85fl

Hallo,

​ich weiß gar nicht wie anfangen soll. Vielleicht mal so, dass ich mir dieses Forum ausgesucht habe, weil Frauen meißtens bessere Ratschläge geben als Männer. Mir fällt es wirklich schwer dieses Thema hier anzusprechen. Aber ich weiß einfach nicht mehr weiter.

Ich bin seit fast zehn Jahren mit meiner Freundin zusammen. Wir haben zwei tolle Kinder, mit denen ich am liebsten jede Sekunde des Tages zusammen sein möchte, wenn die Arbeit nicht wäre. Ich arbeite vollzeit, meine Freundin teilzeit. Jede Minute bereuhe ich es, dass ich nicht mit meinen Kindern zusammen sein kann.

Wir haben uns vor ungefähr acht Jahren ein Haus gekauft und sind dabei durch "dick und dünn" gegangen. Ich hatte die beschissensten Jobs angenommen, damit wir über die Runden kommen (hatte oft Pech mit Firmen, die pleite gegangen sind). Sie hat sich um den Haushalt gekümmert. Irgendwann hatte ich sie überreden können, dass sie auch einen Job annimmt, damit es uns etwas "besser" geht, weil die Kinder ja im Kindergarten und in der Schule sind (muss ja auch alles bezahlt werden). Sie hat das auch irgendwann gemacht, war aber unzufrieden, weil bei jedem Job alle gegen sie waren. Sie hat einen Job nach dem anderen hingeschmissen. Ich habe in einem Call-Center für 7,50€/Stunde gearbeitet, hatte einen Job angenommen, bei dem ich nur am Wochenende zu Hause war (Zweitwohnung mit 450km Entfernung).

Jetzt bin ich seit ca. 4 Jahren im EInzelhandel tätig. Das bedeutet Dreischichtsystem. Manchmal bin ich dann erst gegen 21 Uhr zu Hause (Ich weiß, da gibt es noch schlimmere Arbeitszeiten). Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß. Ich muss dazusagen, dass ich in einem Bereich arbeite, in dem mehr Frauen als Männer arbeiten. Ich fühle mich da sehr wohl, da ich bei den meißten Frauen der "gute Kumpel" bin. Wenn ich Frühschicht habe, komme ich nach Hause, mache das Abendbrot und bringe die Kinder ins Bett. Wenn ich Spätschicht habe sind die Kinder meißtens noch wach und alle haben schon gegessen, außer ich. Also bringe ich trotzdem die Kinder ins Bett und mache mir dann selbst was zu Essen. Darum geht es aber eigentlich gar nicht. Ich betrachte meine Freundin ja auch nicht nur als Hausfrau. Ich bin voll und ganz für die Arbeitsteilung. 

​Jetzt kommt mein eigentliches Problem. Meine Freundin und ich haben eigentlich kaum etwas gemeinsam. Sei es beim Fernsehprogramm, den Hobbys, der Kindererziehung, der Arbeitsmoral, oder der Glaubensrichtung (Ich bin eher der Typ der auf Fakten und Beweise steht und sie liebt Hexen, Vorhersehungen, Bestimmungen und Sternzeichen). 

​Wie gesagt, wir sind fast zehn Jahre zusammen (Sie ist übrigens meine erste und einzige Freundin) und bissher war alles gut und ich war zufrieden und sie denke ich auch. 

​Jetzt versuche ich hier irgendwie einen Übergang zu finden...

Wie ihr ja weiter oben ja schon gelesen habt, bin ich immer der "Kumpel-Typ". Jetzt habe ich mich aber in eine meiner Arbeitskollegin verliebt. Das ist ein schönes Gefühl, aber gleichzeitig hasse ich mich dafür. Ich möchte mit ihr zusammen sein. Andererseits denke ich, dass meine Freundin das nicht verdient hat. Und was ist mit den Kindern? Seit Wochen denke ich nur an meine Arbeitskollegin, mit der ich mich super verstehe, die auch auch fast immer meiner Meinung ist. Wenn ich morgens aufwache denke ich an sie. Wenn ich abends ins Bett gehe, denke ich an sie. Dann denke ich wieder: "Was ist mit den Kindern? Das kannst du nicht machen!" Jeden Tag nach Feierabend stehe ich mit meiner Kollegin auf dem Mitarbeiterparkplatz und rede mit ihr. Ich sehe ihr in die Augen und denke nur, dass ich jeden Moment mit ihr zusammen sein möchte. Sie sieht mich ähnlich an. Dann denke ich wieder an meine Familie und gehe zu meinem Auto.

​Ich sitze hier vor dem dämlichen Laptop mit Tränen in den Augen, weil ich einfach nicht weiß, was ich machen soll. Ich bin am Ende mit meinen Gedanken. Ich weiß einfach nicht weiter. 

​Tut  mir leid, das ich hier so zusammenhanglos geschrieben habe. Ich hab einfach das geschrieben, was mir in den Kopf gekommen ist.

​Vielleicht kann mir ja eine/r einen Rat geben

​Liebe Grüße 
​Sebastian

Du machst und tust unermüdlich sie kann Dir nicht mal ein Abendessen machen. Ich wäre da schnell weg.Du sehnt Dich nach Liebe verständlich wenn es zu Hause keine Gemeinsamkeiten gibt.Klar bist Du der Kumpeltyp mit Deinen unermüdlichen Einsatz. 

Den Umgang mit den Kindern könnt Ihr regeln. 

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4. Februar 2018 um 12:21

Faul? Die Frau zieht zwei Kinder groß, kümmert sich um den Haushalt und arbeitet halbtags... Finde, da gibt es schlimmere. Und was man davon hat, wenn man sich kaputt arbeitet- Frust, Entfremdung von Partner und Kindern- sieht man hier ja.

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4. Februar 2018 um 17:36

Denkst du mit zwei Kindern in dem Alter, nem Haus plus Haushalt und einem Halbtagsjob (den sie wahrscheinlich macht während die Kids weg sind) hat man viel Zeit fürs Sofa? Ich vermute mal, du hast dich noch nie um Haushalt und Kinder gekümmert? Wenn man dafür jemanden einstellen müsste käme mehr als nur ein Halbtagsjob zusammen...

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4. Februar 2018 um 22:41

Wieder mal die Diskussion: wer macht mehr im Leben/Arbeit/Haushalt.
Da scheinen manche von euch sehr zart besaitet zu sein😇

zum Thread: 
sprich mit deiner Partnerin, über eure Beziehung, darüber, was ihr euch wünscht, was ihr schon lange gerne mal machen wolltet? Vielleicht gibt es da Gemeinsamkeiten (Wünsche) die ihr im Alltag nicht sehen könnt? Vielleicht habt ihr ja noch eine Chance? Ich würde diese geben, auch ihr und den Kindern zu liebe das Thema auf den Tisch bringen.
dadurch, dass du dich so intensiv mit deiner Kollegin austauschst, räumst du ihr den Platz ein, den deine Partnerin haben sollte. Damit beraubst du sie unwissentlich einer Chance mit DIR sich auszutauschen, schenkst jemand anderem mehr Aufmerksamkeit als sein sollte....

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8. Februar 2018 um 1:05
In Antwort auf herbstblume6

Denkst du mit zwei Kindern in dem Alter, nem Haus plus Haushalt und einem Halbtagsjob (den sie wahrscheinlich macht während die Kids weg sind) hat man viel Zeit fürs Sofa? Ich vermute mal, du hast dich noch nie um Haushalt und Kinder gekümmert? Wenn man dafür jemanden einstellen müsste käme mehr als nur ein Halbtagsjob zusammen...

Mir gehts doch hier nicht darum, wer mehr macht. Mensch meine Kinder sind mein Ein und Alles. Ich bringe die beiden gerne ins Bett. Und ich kuschel auch auch super gerne mit meinen beiden Spatzis. Ich wollte doch nur meine Gesamtsituation darstellen. Früher war es bei uns beiden so, dass derjenigie, der zuerst zu Hause war, sich um den Haushalt und das Essen gekümmert hat (Das kenne ich auch von meinen Eltern so).

Überraschung: Ich war auch schon einmal zu Hause, während meine Freundin arbeiten war, und ich habe mir jeden Tag Gedanken gemacht, wie ich ihr den Tag verschönern kann. Ich habe mir jeden Tag überlegt, was ihr zu Essen machen kann. Ich habe versucht den Haushalt so gut wie möglich zu erledigen (Wie ein Mann das eben kann).

Dann kam die Situation, dass ich arbeiten war und sie zu Hause war. Sie ist sehr empfindlich und denkt, dass alle gegen sie sind. Sie fällt dann schnell in eine Art Depression, aus der ich ihr versuche herauszukommen. Aber dann komme ich von der Spätschicht nach Hause und sie sitzt auf dem Sofa und sagt: "musst mal gucken, was du essen willst. Wir haben schon gegessen." 

​Ich will doch hier keine Macho-Beziehung aufbauen. Ich möchte einfach nur ein Familienleben. Gemeinsam mit den Kindern und der Freundin essen, am Sonntag (weil das mein einziger Tag mit allen ist) mit allen gemeinsam spazieren gehen, oder etwas ansehen. 

​Tut mir leid, wenn das jemand falsch versteht. Es ist wirklich nicht Macho-Mäßig gemeint. Mir gehts auch nicht ums Essen machen, oder Putzen...



 

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