Forum / Liebe & Beziehung

Ich bin so überfordert mit meinem Partner - Hilfe!

21. Januar um 16:01 Letzte Antwort: 21. Januar um 19:42

Hallo liebes Forum,

das ist das erste Mal, dass ich etwas dergleichen mache, da ich sonst eigentlich alle Probleme selbst lösen konnte, allerdings habe ich nun das Bedürfnis von nicht involvierten Personen einen Ratschlag zu benötigen.

Es geht um meinen Freund (22 Jahre dieses Jahr noch 23 Jahre) und mich (19 Jahre dieses Jahr noch 20 Jahre) und unsere immensen Beziehungsprobleme. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Allgemeine Informationen: Wir sind ein Paar seit Silvester 2018. Durch Probleme mit meinem Familienhaus wohne ich seit September 2019 bei ihm in seinem Familienhaus. Dort teilen wir uns ein schon recht großes Zimmer. Ich habe dort mein Abitur beenden können im Juni 2020 und wollte dann ein FSJ im Krankenhaus machen, das ich abbrach, da mir meine psychischen Probleme zu sehr zu gesetzt haben, weswegen ich nun allerdings schon in Behandlung bin.

Nun ergeben sich folgende Probleme. 

1. Beruf: Mein Freund ist seit er seinen nicht wirklich guten Hauptschulabschluss gemacht hat (im Alter von 18 Jahren) nicht wirklich aktiv im Berufsleben gewesen. Er hatte mehrere Kochausbildungen, die er mit der Begründung, die Arbeitsplätze seien schlecht gewesen, alle abgebrochen hat. Danach hat er ein Jahr lang nichts gemacht und auf die Kosten seiner Mutter gelebt. In etwa der Zeit haben wir uns kennen gelernt. Natürlich unterstützte ich ihn die vollen zwei Jahre! und dennoch hat er keine Ausbildung geschweige denn einen Nebenjob. Er hatte innerhalb dieser zwei Jahre einen Aushilfsjob für ich glaube 3-4 Monate. Im Jahr 2019 habe ich nicht wirklich mit bekommen, dass er es nicht alleine schafft und dementsprechend hat er keine Ausbildung gefunden. Danach hat er durch Praktika versucht eine Ausbildung im Handwerksbereich zu bekommen im Jahr 2020 mit sehr viel Hilfe seitens seiner Mutter und mir und dennoch wurde er nach den Praktika nicht angenommen. (Es waren 4-5 Praktika mit meist 1-2 Wochen) Also auch 2020 keine Ausbildung.

Es zerrt wirklich an meinen Nerven, ich denke ständig an ihn und seine Zukunft, dass aus meinem Abitur ein wirklich nicht guter Schnitt im Abschluss geworden ist. Normalerweise hatte ich Zeugnisse mit einem Schnitt von 1,6-1,9 und mein Abschlusszeugnis ist nun 2,9. Leider denke ich in diesem Punkt nur noch an ihn, natürlich auch weil ich ihn liebe und unterstützen möchte!

2. Sozialer Kontakt, Eifersucht etc.: Wir zocken beide total gerne am Computer und haben uns auch durch Online-Freunde kennen gelernt. Ich bin in einer kleineren Stadt aufgewachsen, hatte immer meine beste Freundin und viele andere Freunde, die kamen und gingen. Am Ende meiner Schulzeit hatte ich wie so üblich bei mir einen festen Freundeskreis. Für mich war es normal raus zu gehen, Dinge zu unternehmen, feiern zu gehen, ins Kino, halt einfach raus aus dem Haus! Er hatte in seiner Kindheit nur zwei Freunde, die leider echt nicht so der gute Umgang sind. (Möchte niemanden kategorisieren, aber man würde sie als ''asozial'' bezeichnen). Die hat er dann mit unserer Partnerschaft (zum Glück UND leider) komplett fallen lassen. Er hatte also nur noch mich, hat alles mit mir gemacht. Thema Job, er war ja nur zu Hause und wir hatten nur diesen einen Raum in dem wir so wirklich gelebt haben, sind uns also mehr als ein Jahr wirklich auf engsten Raum auf die Pelle gerückt. Ich hatte leider keine großen finanziellen Mittel um meine Freunde in meiner Geburtsstadt zu besuchen, da sie schon weit weg war von ihm. Also habe ich versucht mir neue Freunde vor Ort zu suchen via Internet oder einfach nur neue Online-Freunde zum gemeinsamen zocken! Allerdings ist er dort absolut eifersüchtig geworden! Es ging so weit, dass wir dauernd Streit hatten wegen belanglosen Themen. Ich habe mich nicht mal mehr getraut etwas ohne ich am Computer zu spielen, etwas mit Freunden zu spielen oder mit irgendwelchen Freunden zu schreiben, weil es sonst wieder total Stress gegeben hätte.

3. Gesundheit und Hygiene: Jetzt kommt das übliche Klischee. Ein Zocker ohne Job hat natürlich auch kein Interesse seinen Körper fit oder hygienisch zu halten. Wir sind beide übergewichtig. In meiner Vergangenheit habe ich viel Sport gemacht, darunter leidenschaftlich Handball und Street Dance/Zumba. Er hat wohl damals Fußball gespielt und war auch Trainer und Jugendleiter von einer Kindergruppe. Ich war super am abnehmen bevor wir uns kannten, habe wöchentlich meine 1-2 gesunden KG verloren. Hygiene war damals in einer Zeit, wo ich leider zu viel vor dem Computer hing und zu wenig raus ging (Etwa ein Jahr würde ich sagen) auch ein Problem, allerdings mit Hilfe meiner Freunde konnte ich das auch sehr schnell wieder überwinden. Nun lebe ich so lange bei ihm und muss ihn anmeckern! und Streit beginnen!, weil er seine Zähne vor dem Schlafen gehen nicht putzen will. Klar, manchmal hat man einfach keine Lust und das ist auch in Ordnung, aber würde ich nichts sagen, würde er seine Zähne NIE PUTZEN? Ich bin total überfordert, er verhält sich einfach wie ein kleines Kind, was nicht belehrt werden will. Nicht in fast zwei Jahren! Sport macht er auch keinen mehr und unsere Ernährung ist auch nicht der Hit, da ich eine Essstörung habe und er mich da nicht wirklich unterstützt. (Gehe bald in Therapie deswegen endlich!) Fast Food, Süßigkeiten, Süßgetränke etc. 

4. Alltag: Er räumt nicht auf, er putzt nicht - gar nichts. Ich muss erst wieder sauer sein, wir müssen streiten oder ich muss ihn ignorieren, bevor er etwas weg räumt, die Wäsche zumindest zur Waschmaschine bringt oder die Küche aufräumt. Seltene Tage hat er, wo er mich bei meinen morgendlichen Aufräumritualen unterstützt (Vielleicht einmal alle zwei Monate?). Wir stehen ''morgens'' (Wir schlafen meistens von 7/8 Uhr bis 16/17 Uhr) auf und zocken die ganze Nacht, dann Essen wir was, zocken, essen, zocken essen - mehr gibt's da eigentlich wirklich nicht bis auf den Streit. Ich räume halt noch viel auf, helfe der Mutter im Haushalt, Hygiene etc, aber das ist bei ihm ja leider nicht wirklich der Fall.

5. Sexualleben: Wir haben total andere Interessen im sexuellen Bereich. Er steht halt eher so auf ''normale'' Dinge und ich habe schon in der Vergangenheit für mich heraus gefunden, dass ich eher auf Geschlechtsverkehr mit diversen Fetischen stehe und diese Dinge eben auch möchte und brauche, gerne auch außerhalb des Schlafzimmers, da ich das mit meinem letzten Exfreund so hatte und unsere Art von Beziehung so absolut angenehm fand. Jetzt sagt mein Freund zwar ständig, dass er das auch alles mag und machen möchte, aber sucht ständig neue ausreden, warum er nie etwas macht. Unser Geschlechtsverkehr ist leider wirklich schlecht und er scheint es auch nicht ändern zu wollen, so lange er kommt. Mittlerweile hatten wir seit einigen Wochen nicht einmal mehr diese kurze Art von Kontakt, da er laut eigenen Aussagen lieber zocken wollte. Das macht mich wirklich fertig, da dieser Teil einer Beziehung für mich eigentlich sehr sehr wichtig ist.

Wir hätten also keine berufliche Perspektive, keine Bewegung, kein gesundes Essverhalten, keine Hygiene, kein soziales Umfeld außer die Familie, bei der er lebt und starke, unnötige Eifersucht auf normale, auch weibliche, Freunde meinerseits. Dazu ständig am Computer hocken und immer mit mir streiten. Keine Hilfe im Haushalt für mich oder seine Mutter und dazu ist unser sexuelles Leben auch sehr schlecht bis kaum vorhanden mittlerweile.

Nun frage ich mich, was ich machen soll. Ich kann meine Gedanken nicht so richtig sortieren. Ich liebe ihn von ganzen Herzen und er war für mich da (ebenfalls seine Familie), als es kein anderer in dem Moment war und das werde ich ihm natürlich immer danken. Außerdem haben wir seit einiger Zeit eine gemeinsame Katze, da die zweite Katze der Mutter verstorben ist, aber die andere nicht alleine bleiben sollte. 

Was soll ich nach der Pause machen? Ich möchte gerne mit ihm zusammen sein, auch sehr gerne dort wohnen, aber ich habe das Gefühl gegen eine Wand zu sprechen und es macht mich fertig! Leider habe ich schon eine Menge eigener Probleme (Finanzen, Berufswunsch, psychische Probleme mit Essstörung und Suizidgedanken, Übergewicht) und fühle mich eher wie seine Mutter als wie seine Partnerin. 

Leider habe ich nicht das Gefühl die Beziehung beenden zu können, da ich sofort ein schlechtes Gewissen bekomme, weil er und seine Familie mir damals so sehr beistanden und ich ihn nicht fallen lassen möchte, so dass er in seiner Zukunft gar nichts mehr beruflich etc. hin bekommt und total menschlich verrottet. Außerdem ist natürlich auch nicht alles schlecht und er bemüht sich doch, oder?

- Sollte ich einfach erstmal ausziehen und schauen wie er es alleine schafft, aber zusammen bleiben?
- Sollte ich nach den zwei Wochen Beziehungspause dort wieder einziehen und erst mal schauen, wie es sich wieder beim - zusammen wohnen ergibt?
- Sollte ich die Beziehung erst mal beenden, sagen, dass ich gerne mit ihm befreundet sein möchte(er ist nicht nur mein Partner sondern auch mein bester Freund) und ihn natürlich bei allem weiterhin unterstütze, nur eben nicht als feste Partnerin? Vielleicht kann man ja noch wieder zusammen kommen, wenn er und ich alles geregelt haben.
- Oder sollte ich eventuell direkt die Beziehung und den Kontakt abbrechen?

Ich entschuldige mich für die vielen langen Worte und bin dankbar, falls sich irgendwer meines Problems neben seinen eigenen annimmt und mir einen Ratschlag geben könnte.
 

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21. Januar um 17:27

Ihr seid beide massiv abgestürzt nur Du hast die Einsicht und den Willen etwas zu ändern.
Wie wäre es denn gleich mal mit den Veränderungen bei Dir selbst anzufangen? Geh wieder mehr raus, verbessere Deine Ernährung, räume auf und mach sauber (für Dich), pflege Dich mehr. Das könnte eine positive Spirale bewirken und stärkt Dein aktuelles Lebensgefühl wenn Du auf Dich schaust. mach das unabhängig von seinem Verhalten und stell erstmal keine Forderungen an ihn. Wenn er anfängt Dich runterziehen oder behindern zu wollen ist es das Signal, dass Du Deine Sachen packst und gehst (wenn Dir das denn finanziell möglich ist)
Einfach zu gehen weil er aktuell ein angestürzter Versager ist wäre eine möglichkeit, wäre aber hart und nicht in Deinem Sinne. Wenn Du Schwung in Dein Leben gebracht hast könnte es ja sein, dass ihn das mitreißt und ihn motiviert. Falls eben nein solltest Du ihm Deine Zukunfstvorstellung klar machen und bei Widerstand Konsequenzen ziehen.
Vermeide auf Beschwichtigungen oder er reisst sich mal für xx Tage am Riemen bevor wieder die alten Gewohnheiten wieder einkehren
Ich wünsche Dir viel Kraft, Ausdauer und Glück!

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21. Januar um 17:43
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Hallo liebes Forum,

das ist das erste Mal, dass ich etwas dergleichen mache, da ich sonst eigentlich alle Probleme selbst lösen konnte, allerdings habe ich nun das Bedürfnis von nicht involvierten Personen einen Ratschlag zu benötigen.

Es geht um meinen Freund (22 Jahre dieses Jahr noch 23 Jahre) und mich (19 Jahre dieses Jahr noch 20 Jahre) und unsere immensen Beziehungsprobleme. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Allgemeine Informationen: Wir sind ein Paar seit Silvester 2018. Durch Probleme mit meinem Familienhaus wohne ich seit September 2019 bei ihm in seinem Familienhaus. Dort teilen wir uns ein schon recht großes Zimmer. Ich habe dort mein Abitur beenden können im Juni 2020 und wollte dann ein FSJ im Krankenhaus machen, das ich abbrach, da mir meine psychischen Probleme zu sehr zu gesetzt haben, weswegen ich nun allerdings schon in Behandlung bin.

Nun ergeben sich folgende Probleme. 

1. Beruf: Mein Freund ist seit er seinen nicht wirklich guten Hauptschulabschluss gemacht hat (im Alter von 18 Jahren) nicht wirklich aktiv im Berufsleben gewesen. Er hatte mehrere Kochausbildungen, die er mit der Begründung, die Arbeitsplätze seien schlecht gewesen, alle abgebrochen hat. Danach hat er ein Jahr lang nichts gemacht und auf die Kosten seiner Mutter gelebt. In etwa der Zeit haben wir uns kennen gelernt. Natürlich unterstützte ich ihn die vollen zwei Jahre! und dennoch hat er keine Ausbildung geschweige denn einen Nebenjob. Er hatte innerhalb dieser zwei Jahre einen Aushilfsjob für ich glaube 3-4 Monate. Im Jahr 2019 habe ich nicht wirklich mit bekommen, dass er es nicht alleine schafft und dementsprechend hat er keine Ausbildung gefunden. Danach hat er durch Praktika versucht eine Ausbildung im Handwerksbereich zu bekommen im Jahr 2020 mit sehr viel Hilfe seitens seiner Mutter und mir und dennoch wurde er nach den Praktika nicht angenommen. (Es waren 4-5 Praktika mit meist 1-2 Wochen) Also auch 2020 keine Ausbildung.

Es zerrt wirklich an meinen Nerven, ich denke ständig an ihn und seine Zukunft, dass aus meinem Abitur ein wirklich nicht guter Schnitt im Abschluss geworden ist. Normalerweise hatte ich Zeugnisse mit einem Schnitt von 1,6-1,9 und mein Abschlusszeugnis ist nun 2,9. Leider denke ich in diesem Punkt nur noch an ihn, natürlich auch weil ich ihn liebe und unterstützen möchte!

2. Sozialer Kontakt, Eifersucht etc.: Wir zocken beide total gerne am Computer und haben uns auch durch Online-Freunde kennen gelernt. Ich bin in einer kleineren Stadt aufgewachsen, hatte immer meine beste Freundin und viele andere Freunde, die kamen und gingen. Am Ende meiner Schulzeit hatte ich wie so üblich bei mir einen festen Freundeskreis. Für mich war es normal raus zu gehen, Dinge zu unternehmen, feiern zu gehen, ins Kino, halt einfach raus aus dem Haus! Er hatte in seiner Kindheit nur zwei Freunde, die leider echt nicht so der gute Umgang sind. (Möchte niemanden kategorisieren, aber man würde sie als ''asozial'' bezeichnen). Die hat er dann mit unserer Partnerschaft (zum Glück UND leider) komplett fallen lassen. Er hatte also nur noch mich, hat alles mit mir gemacht. Thema Job, er war ja nur zu Hause und wir hatten nur diesen einen Raum in dem wir so wirklich gelebt haben, sind uns also mehr als ein Jahr wirklich auf engsten Raum auf die Pelle gerückt. Ich hatte leider keine großen finanziellen Mittel um meine Freunde in meiner Geburtsstadt zu besuchen, da sie schon weit weg war von ihm. Also habe ich versucht mir neue Freunde vor Ort zu suchen via Internet oder einfach nur neue Online-Freunde zum gemeinsamen zocken! Allerdings ist er dort absolut eifersüchtig geworden! Es ging so weit, dass wir dauernd Streit hatten wegen belanglosen Themen. Ich habe mich nicht mal mehr getraut etwas ohne ich am Computer zu spielen, etwas mit Freunden zu spielen oder mit irgendwelchen Freunden zu schreiben, weil es sonst wieder total Stress gegeben hätte.

3. Gesundheit und Hygiene: Jetzt kommt das übliche Klischee. Ein Zocker ohne Job hat natürlich auch kein Interesse seinen Körper fit oder hygienisch zu halten. Wir sind beide übergewichtig. In meiner Vergangenheit habe ich viel Sport gemacht, darunter leidenschaftlich Handball und Street Dance/Zumba. Er hat wohl damals Fußball gespielt und war auch Trainer und Jugendleiter von einer Kindergruppe. Ich war super am abnehmen bevor wir uns kannten, habe wöchentlich meine 1-2 gesunden KG verloren. Hygiene war damals in einer Zeit, wo ich leider zu viel vor dem Computer hing und zu wenig raus ging (Etwa ein Jahr würde ich sagen) auch ein Problem, allerdings mit Hilfe meiner Freunde konnte ich das auch sehr schnell wieder überwinden. Nun lebe ich so lange bei ihm und muss ihn anmeckern! und Streit beginnen!, weil er seine Zähne vor dem Schlafen gehen nicht putzen will. Klar, manchmal hat man einfach keine Lust und das ist auch in Ordnung, aber würde ich nichts sagen, würde er seine Zähne NIE PUTZEN? Ich bin total überfordert, er verhält sich einfach wie ein kleines Kind, was nicht belehrt werden will. Nicht in fast zwei Jahren! Sport macht er auch keinen mehr und unsere Ernährung ist auch nicht der Hit, da ich eine Essstörung habe und er mich da nicht wirklich unterstützt. (Gehe bald in Therapie deswegen endlich!) Fast Food, Süßigkeiten, Süßgetränke etc. 

4. Alltag: Er räumt nicht auf, er putzt nicht - gar nichts. Ich muss erst wieder sauer sein, wir müssen streiten oder ich muss ihn ignorieren, bevor er etwas weg räumt, die Wäsche zumindest zur Waschmaschine bringt oder die Küche aufräumt. Seltene Tage hat er, wo er mich bei meinen morgendlichen Aufräumritualen unterstützt (Vielleicht einmal alle zwei Monate?). Wir stehen ''morgens'' (Wir schlafen meistens von 7/8 Uhr bis 16/17 Uhr) auf und zocken die ganze Nacht, dann Essen wir was, zocken, essen, zocken essen - mehr gibt's da eigentlich wirklich nicht bis auf den Streit. Ich räume halt noch viel auf, helfe der Mutter im Haushalt, Hygiene etc, aber das ist bei ihm ja leider nicht wirklich der Fall.

5. Sexualleben: Wir haben total andere Interessen im sexuellen Bereich. Er steht halt eher so auf ''normale'' Dinge und ich habe schon in der Vergangenheit für mich heraus gefunden, dass ich eher auf Geschlechtsverkehr mit diversen Fetischen stehe und diese Dinge eben auch möchte und brauche, gerne auch außerhalb des Schlafzimmers, da ich das mit meinem letzten Exfreund so hatte und unsere Art von Beziehung so absolut angenehm fand. Jetzt sagt mein Freund zwar ständig, dass er das auch alles mag und machen möchte, aber sucht ständig neue ausreden, warum er nie etwas macht. Unser Geschlechtsverkehr ist leider wirklich schlecht und er scheint es auch nicht ändern zu wollen, so lange er kommt. Mittlerweile hatten wir seit einigen Wochen nicht einmal mehr diese kurze Art von Kontakt, da er laut eigenen Aussagen lieber zocken wollte. Das macht mich wirklich fertig, da dieser Teil einer Beziehung für mich eigentlich sehr sehr wichtig ist.

Wir hätten also keine berufliche Perspektive, keine Bewegung, kein gesundes Essverhalten, keine Hygiene, kein soziales Umfeld außer die Familie, bei der er lebt und starke, unnötige Eifersucht auf normale, auch weibliche, Freunde meinerseits. Dazu ständig am Computer hocken und immer mit mir streiten. Keine Hilfe im Haushalt für mich oder seine Mutter und dazu ist unser sexuelles Leben auch sehr schlecht bis kaum vorhanden mittlerweile.

Nun frage ich mich, was ich machen soll. Ich kann meine Gedanken nicht so richtig sortieren. Ich liebe ihn von ganzen Herzen und er war für mich da (ebenfalls seine Familie), als es kein anderer in dem Moment war und das werde ich ihm natürlich immer danken. Außerdem haben wir seit einiger Zeit eine gemeinsame Katze, da die zweite Katze der Mutter verstorben ist, aber die andere nicht alleine bleiben sollte. 

Was soll ich nach der Pause machen? Ich möchte gerne mit ihm zusammen sein, auch sehr gerne dort wohnen, aber ich habe das Gefühl gegen eine Wand zu sprechen und es macht mich fertig! Leider habe ich schon eine Menge eigener Probleme (Finanzen, Berufswunsch, psychische Probleme mit Essstörung und Suizidgedanken, Übergewicht) und fühle mich eher wie seine Mutter als wie seine Partnerin. 

Leider habe ich nicht das Gefühl die Beziehung beenden zu können, da ich sofort ein schlechtes Gewissen bekomme, weil er und seine Familie mir damals so sehr beistanden und ich ihn nicht fallen lassen möchte, so dass er in seiner Zukunft gar nichts mehr beruflich etc. hin bekommt und total menschlich verrottet. Außerdem ist natürlich auch nicht alles schlecht und er bemüht sich doch, oder?

- Sollte ich einfach erstmal ausziehen und schauen wie er es alleine schafft, aber zusammen bleiben?
- Sollte ich nach den zwei Wochen Beziehungspause dort wieder einziehen und erst mal schauen, wie es sich wieder beim - zusammen wohnen ergibt?
- Sollte ich die Beziehung erst mal beenden, sagen, dass ich gerne mit ihm befreundet sein möchte(er ist nicht nur mein Partner sondern auch mein bester Freund) und ihn natürlich bei allem weiterhin unterstütze, nur eben nicht als feste Partnerin? Vielleicht kann man ja noch wieder zusammen kommen, wenn er und ich alles geregelt haben.
- Oder sollte ich eventuell direkt die Beziehung und den Kontakt abbrechen?

Ich entschuldige mich für die vielen langen Worte und bin dankbar, falls sich irgendwer meines Problems neben seinen eigenen annimmt und mir einen Ratschlag geben könnte.
 

Hallo,

du hast eine Menge aufgezählt, was gegen eine Beziehung mit ihm spricht. Was spricht für eine Beziehung? 
Hast du das Gefühl, dass, so wie er sich verhält Bemühungen aussehen? 

Vorrangig ist es für dich doch wichtig, auf deine Gesundheit zu achten. Bespreche mit deinem Therapeuten, ob eine eigene Wohnung für dich nicht sinnvoll wäre. Ohne gleich das Gefühl zu haben eine Beziehung gänzlich zu cutten. Weniger Verantwortung für andere, mehr Verantwortung für dich selbst. 

LG Sis 

 

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21. Januar um 17:51

Na das ist ja mal ein Herzchen... Also, zusammengefasst kann man sagen, du lebst mit einem Kerl zusammen, der nicht eine, nicht eine einzige! positive und liebenswerte Eigenschaft besitzt. Was dich bei ihm hält, ist dein schlechtes Gewissen. Wie hier kürzlich in einem anderen Thread zu lesen war, sind Liebesgefühle nun einmal nichts, das man sich durch egal wie tolle Taten erkaufen kann. Willst du den Rest deines Lebens mit einem - sorry für das harte Wort - Asozialen verbringen, weil er dich vor langer Zeit mal bei sich aufgenommen hatte? Das wäre mir persönlich zu dürftig für eine Beziehung. Jetzt lies dir das nochmal durch und dann weißt du von ganz allein was du tun sollst:

"Wir hätten also keine berufliche Perspektive, keine Bewegung, kein gesundes Essverhalten, keine Hygiene, kein soziales Umfeld außer die Familie, bei der er lebt und starke, unnötige Eifersucht auf normale, auch weibliche, Freunde meinerseits. Dazu ständig am Computer hocken und immer mit mir streiten. Keine Hilfe im Haushalt für mich oder seine Mutter und dazu ist unser sexuelles Leben auch sehr schlecht bis kaum vorhanden mittlerweile."

Was zum Teufel hält dich bei dem?! Und komm bitte nicht mit der Leier, dass du ihn so furchtbar liebst.

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21. Januar um 19:00
In Antwort auf

Ihr seid beide massiv abgestürzt nur Du hast die Einsicht und den Willen etwas zu ändern.
Wie wäre es denn gleich mal mit den Veränderungen bei Dir selbst anzufangen? Geh wieder mehr raus, verbessere Deine Ernährung, räume auf und mach sauber (für Dich), pflege Dich mehr. Das könnte eine positive Spirale bewirken und stärkt Dein aktuelles Lebensgefühl wenn Du auf Dich schaust. mach das unabhängig von seinem Verhalten und stell erstmal keine Forderungen an ihn. Wenn er anfängt Dich runterziehen oder behindern zu wollen ist es das Signal, dass Du Deine Sachen packst und gehst (wenn Dir das denn finanziell möglich ist)
Einfach zu gehen weil er aktuell ein angestürzter Versager ist wäre eine möglichkeit, wäre aber hart und nicht in Deinem Sinne. Wenn Du Schwung in Dein Leben gebracht hast könnte es ja sein, dass ihn das mitreißt und ihn motiviert. Falls eben nein solltest Du ihm Deine Zukunfstvorstellung klar machen und bei Widerstand Konsequenzen ziehen.
Vermeide auf Beschwichtigungen oder er reisst sich mal für xx Tage am Riemen bevor wieder die alten Gewohnheiten wieder einkehren
Ich wünsche Dir viel Kraft, Ausdauer und Glück!

Vielen lieben Dank für deine Antwort,

tatsächlich habe ich im Laufe der zwei Jahre immer wieder mein Leben umgestellt und er hat mich leider runtergezogen statt ich ihn hoch.
Ich habe ihm die zwei Wochen nun gegeben, dass er was für sich selbst ohne meinen zusätzlichen Druck ändern kann, so wie du ebenfalls schriebst könnte das sinnvoll sein.

Vielen Dank!

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21. Januar um 19:02
In Antwort auf

Hallo,

du hast eine Menge aufgezählt, was gegen eine Beziehung mit ihm spricht. Was spricht für eine Beziehung? 
Hast du das Gefühl, dass, so wie er sich verhält Bemühungen aussehen? 

Vorrangig ist es für dich doch wichtig, auf deine Gesundheit zu achten. Bespreche mit deinem Therapeuten, ob eine eigene Wohnung für dich nicht sinnvoll wäre. Ohne gleich das Gefühl zu haben eine Beziehung gänzlich zu cutten. Weniger Verantwortung für andere, mehr Verantwortung für dich selbst. 

LG Sis 

 

Hallo und danke für deine Antwort,

ich denke schon, dass er sich bemüht nur leider gibt er viel zu schnell auf. Für eine Beziehung sprechen halt die üblichen Dinge - Liebe, schöne Momente zusammen, sein eigentlich ansonsten super Charakter als Mensch.

Das werde ich auf jeden Fall machen, vielen lieben Dank!

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21. Januar um 19:04
In Antwort auf

Na das ist ja mal ein Herzchen... Also, zusammengefasst kann man sagen, du lebst mit einem Kerl zusammen, der nicht eine, nicht eine einzige! positive und liebenswerte Eigenschaft besitzt. Was dich bei ihm hält, ist dein schlechtes Gewissen. Wie hier kürzlich in einem anderen Thread zu lesen war, sind Liebesgefühle nun einmal nichts, das man sich durch egal wie tolle Taten erkaufen kann. Willst du den Rest deines Lebens mit einem - sorry für das harte Wort - Asozialen verbringen, weil er dich vor langer Zeit mal bei sich aufgenommen hatte? Das wäre mir persönlich zu dürftig für eine Beziehung. Jetzt lies dir das nochmal durch und dann weißt du von ganz allein was du tun sollst:

"Wir hätten also keine berufliche Perspektive, keine Bewegung, kein gesundes Essverhalten, keine Hygiene, kein soziales Umfeld außer die Familie, bei der er lebt und starke, unnötige Eifersucht auf normale, auch weibliche, Freunde meinerseits. Dazu ständig am Computer hocken und immer mit mir streiten. Keine Hilfe im Haushalt für mich oder seine Mutter und dazu ist unser sexuelles Leben auch sehr schlecht bis kaum vorhanden mittlerweile."

Was zum Teufel hält dich bei dem?! Und komm bitte nicht mit der Leier, dass du ihn so furchtbar liebst.

Hallo und vielen lieben Dank für deine Antwort,

genau das ist mir nun auch aufgefallen und deshalb versuche ich meine Gedanken zu sortieren und auf ein Ergebnis zu kommen, wo mit ich Leben kann.

Natürlich weiß ich, dass unsere Leben, zusammen sowie auch unabhängig voneinander, momentan nicht wirklich schön oder lebenswert sind.  

Vielen Dank!

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21. Januar um 19:20
In Antwort auf

Hallo liebes Forum,

das ist das erste Mal, dass ich etwas dergleichen mache, da ich sonst eigentlich alle Probleme selbst lösen konnte, allerdings habe ich nun das Bedürfnis von nicht involvierten Personen einen Ratschlag zu benötigen.

Es geht um meinen Freund (22 Jahre dieses Jahr noch 23 Jahre) und mich (19 Jahre dieses Jahr noch 20 Jahre) und unsere immensen Beziehungsprobleme. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Allgemeine Informationen: Wir sind ein Paar seit Silvester 2018. Durch Probleme mit meinem Familienhaus wohne ich seit September 2019 bei ihm in seinem Familienhaus. Dort teilen wir uns ein schon recht großes Zimmer. Ich habe dort mein Abitur beenden können im Juni 2020 und wollte dann ein FSJ im Krankenhaus machen, das ich abbrach, da mir meine psychischen Probleme zu sehr zu gesetzt haben, weswegen ich nun allerdings schon in Behandlung bin.

Nun ergeben sich folgende Probleme. 

1. Beruf: Mein Freund ist seit er seinen nicht wirklich guten Hauptschulabschluss gemacht hat (im Alter von 18 Jahren) nicht wirklich aktiv im Berufsleben gewesen. Er hatte mehrere Kochausbildungen, die er mit der Begründung, die Arbeitsplätze seien schlecht gewesen, alle abgebrochen hat. Danach hat er ein Jahr lang nichts gemacht und auf die Kosten seiner Mutter gelebt. In etwa der Zeit haben wir uns kennen gelernt. Natürlich unterstützte ich ihn die vollen zwei Jahre! und dennoch hat er keine Ausbildung geschweige denn einen Nebenjob. Er hatte innerhalb dieser zwei Jahre einen Aushilfsjob für ich glaube 3-4 Monate. Im Jahr 2019 habe ich nicht wirklich mit bekommen, dass er es nicht alleine schafft und dementsprechend hat er keine Ausbildung gefunden. Danach hat er durch Praktika versucht eine Ausbildung im Handwerksbereich zu bekommen im Jahr 2020 mit sehr viel Hilfe seitens seiner Mutter und mir und dennoch wurde er nach den Praktika nicht angenommen. (Es waren 4-5 Praktika mit meist 1-2 Wochen) Also auch 2020 keine Ausbildung.

Es zerrt wirklich an meinen Nerven, ich denke ständig an ihn und seine Zukunft, dass aus meinem Abitur ein wirklich nicht guter Schnitt im Abschluss geworden ist. Normalerweise hatte ich Zeugnisse mit einem Schnitt von 1,6-1,9 und mein Abschlusszeugnis ist nun 2,9. Leider denke ich in diesem Punkt nur noch an ihn, natürlich auch weil ich ihn liebe und unterstützen möchte!

2. Sozialer Kontakt, Eifersucht etc.: Wir zocken beide total gerne am Computer und haben uns auch durch Online-Freunde kennen gelernt. Ich bin in einer kleineren Stadt aufgewachsen, hatte immer meine beste Freundin und viele andere Freunde, die kamen und gingen. Am Ende meiner Schulzeit hatte ich wie so üblich bei mir einen festen Freundeskreis. Für mich war es normal raus zu gehen, Dinge zu unternehmen, feiern zu gehen, ins Kino, halt einfach raus aus dem Haus! Er hatte in seiner Kindheit nur zwei Freunde, die leider echt nicht so der gute Umgang sind. (Möchte niemanden kategorisieren, aber man würde sie als ''asozial'' bezeichnen). Die hat er dann mit unserer Partnerschaft (zum Glück UND leider) komplett fallen lassen. Er hatte also nur noch mich, hat alles mit mir gemacht. Thema Job, er war ja nur zu Hause und wir hatten nur diesen einen Raum in dem wir so wirklich gelebt haben, sind uns also mehr als ein Jahr wirklich auf engsten Raum auf die Pelle gerückt. Ich hatte leider keine großen finanziellen Mittel um meine Freunde in meiner Geburtsstadt zu besuchen, da sie schon weit weg war von ihm. Also habe ich versucht mir neue Freunde vor Ort zu suchen via Internet oder einfach nur neue Online-Freunde zum gemeinsamen zocken! Allerdings ist er dort absolut eifersüchtig geworden! Es ging so weit, dass wir dauernd Streit hatten wegen belanglosen Themen. Ich habe mich nicht mal mehr getraut etwas ohne ich am Computer zu spielen, etwas mit Freunden zu spielen oder mit irgendwelchen Freunden zu schreiben, weil es sonst wieder total Stress gegeben hätte.

3. Gesundheit und Hygiene: Jetzt kommt das übliche Klischee. Ein Zocker ohne Job hat natürlich auch kein Interesse seinen Körper fit oder hygienisch zu halten. Wir sind beide übergewichtig. In meiner Vergangenheit habe ich viel Sport gemacht, darunter leidenschaftlich Handball und Street Dance/Zumba. Er hat wohl damals Fußball gespielt und war auch Trainer und Jugendleiter von einer Kindergruppe. Ich war super am abnehmen bevor wir uns kannten, habe wöchentlich meine 1-2 gesunden KG verloren. Hygiene war damals in einer Zeit, wo ich leider zu viel vor dem Computer hing und zu wenig raus ging (Etwa ein Jahr würde ich sagen) auch ein Problem, allerdings mit Hilfe meiner Freunde konnte ich das auch sehr schnell wieder überwinden. Nun lebe ich so lange bei ihm und muss ihn anmeckern! und Streit beginnen!, weil er seine Zähne vor dem Schlafen gehen nicht putzen will. Klar, manchmal hat man einfach keine Lust und das ist auch in Ordnung, aber würde ich nichts sagen, würde er seine Zähne NIE PUTZEN? Ich bin total überfordert, er verhält sich einfach wie ein kleines Kind, was nicht belehrt werden will. Nicht in fast zwei Jahren! Sport macht er auch keinen mehr und unsere Ernährung ist auch nicht der Hit, da ich eine Essstörung habe und er mich da nicht wirklich unterstützt. (Gehe bald in Therapie deswegen endlich!) Fast Food, Süßigkeiten, Süßgetränke etc. 

4. Alltag: Er räumt nicht auf, er putzt nicht - gar nichts. Ich muss erst wieder sauer sein, wir müssen streiten oder ich muss ihn ignorieren, bevor er etwas weg räumt, die Wäsche zumindest zur Waschmaschine bringt oder die Küche aufräumt. Seltene Tage hat er, wo er mich bei meinen morgendlichen Aufräumritualen unterstützt (Vielleicht einmal alle zwei Monate?). Wir stehen ''morgens'' (Wir schlafen meistens von 7/8 Uhr bis 16/17 Uhr) auf und zocken die ganze Nacht, dann Essen wir was, zocken, essen, zocken essen - mehr gibt's da eigentlich wirklich nicht bis auf den Streit. Ich räume halt noch viel auf, helfe der Mutter im Haushalt, Hygiene etc, aber das ist bei ihm ja leider nicht wirklich der Fall.

5. Sexualleben: Wir haben total andere Interessen im sexuellen Bereich. Er steht halt eher so auf ''normale'' Dinge und ich habe schon in der Vergangenheit für mich heraus gefunden, dass ich eher auf Geschlechtsverkehr mit diversen Fetischen stehe und diese Dinge eben auch möchte und brauche, gerne auch außerhalb des Schlafzimmers, da ich das mit meinem letzten Exfreund so hatte und unsere Art von Beziehung so absolut angenehm fand. Jetzt sagt mein Freund zwar ständig, dass er das auch alles mag und machen möchte, aber sucht ständig neue ausreden, warum er nie etwas macht. Unser Geschlechtsverkehr ist leider wirklich schlecht und er scheint es auch nicht ändern zu wollen, so lange er kommt. Mittlerweile hatten wir seit einigen Wochen nicht einmal mehr diese kurze Art von Kontakt, da er laut eigenen Aussagen lieber zocken wollte. Das macht mich wirklich fertig, da dieser Teil einer Beziehung für mich eigentlich sehr sehr wichtig ist.

Wir hätten also keine berufliche Perspektive, keine Bewegung, kein gesundes Essverhalten, keine Hygiene, kein soziales Umfeld außer die Familie, bei der er lebt und starke, unnötige Eifersucht auf normale, auch weibliche, Freunde meinerseits. Dazu ständig am Computer hocken und immer mit mir streiten. Keine Hilfe im Haushalt für mich oder seine Mutter und dazu ist unser sexuelles Leben auch sehr schlecht bis kaum vorhanden mittlerweile.

Nun frage ich mich, was ich machen soll. Ich kann meine Gedanken nicht so richtig sortieren. Ich liebe ihn von ganzen Herzen und er war für mich da (ebenfalls seine Familie), als es kein anderer in dem Moment war und das werde ich ihm natürlich immer danken. Außerdem haben wir seit einiger Zeit eine gemeinsame Katze, da die zweite Katze der Mutter verstorben ist, aber die andere nicht alleine bleiben sollte. 

Was soll ich nach der Pause machen? Ich möchte gerne mit ihm zusammen sein, auch sehr gerne dort wohnen, aber ich habe das Gefühl gegen eine Wand zu sprechen und es macht mich fertig! Leider habe ich schon eine Menge eigener Probleme (Finanzen, Berufswunsch, psychische Probleme mit Essstörung und Suizidgedanken, Übergewicht) und fühle mich eher wie seine Mutter als wie seine Partnerin. 

Leider habe ich nicht das Gefühl die Beziehung beenden zu können, da ich sofort ein schlechtes Gewissen bekomme, weil er und seine Familie mir damals so sehr beistanden und ich ihn nicht fallen lassen möchte, so dass er in seiner Zukunft gar nichts mehr beruflich etc. hin bekommt und total menschlich verrottet. Außerdem ist natürlich auch nicht alles schlecht und er bemüht sich doch, oder?

- Sollte ich einfach erstmal ausziehen und schauen wie er es alleine schafft, aber zusammen bleiben?
- Sollte ich nach den zwei Wochen Beziehungspause dort wieder einziehen und erst mal schauen, wie es sich wieder beim - zusammen wohnen ergibt?
- Sollte ich die Beziehung erst mal beenden, sagen, dass ich gerne mit ihm befreundet sein möchte(er ist nicht nur mein Partner sondern auch mein bester Freund) und ihn natürlich bei allem weiterhin unterstütze, nur eben nicht als feste Partnerin? Vielleicht kann man ja noch wieder zusammen kommen, wenn er und ich alles geregelt haben.
- Oder sollte ich eventuell direkt die Beziehung und den Kontakt abbrechen?

Ich entschuldige mich für die vielen langen Worte und bin dankbar, falls sich irgendwer meines Problems neben seinen eigenen annimmt und mir einen Ratschlag geben könnte.
 

Ich bin bekannt dafür sehr direkt zu sein. Das werde ich auch bei dir sein. Ihr seid beide ubterschicht. Sehr bitter. Bei dir sehe ich aber sehr gute Optionen sich zu entwickeln. An deinem gewicht und an deiner Gesundheit kann man arbeiten. Niemand ist vollkommen.  Für alles andere hingegen bist du selbst verantwortlich.  Keiner zwingt dir das Leben auf welches du führst.  Nächte durch spielen etc. Das ist alles Müll. 

Dein freubd zieht dich wie ein aAnker nach unten. Er ist nichts und aus ihm wird nie etwas. Solange du dich nicht trennst, wird es auch bei dir fer Fall sein. Aus deinem schriftlichen entnehme ich, dass du durchaus zu etwas gebrauchen bist aver du nutzt deine Chancen nicht. Insgeheim weist du, dass du dich trennen musst. 

Zieh in eeine ordentliche WG mit Mädels.  Du kannst BAB beantragen bei der Agentur für Arbeit bei einer betrieblichen Ausbildung.  Dann bekommst du paar Euro zur Miete. Ihn siehst du nie wieder und arbeite an dir. 

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21. Januar um 19:20
In Antwort auf

Hallo liebes Forum,

das ist das erste Mal, dass ich etwas dergleichen mache, da ich sonst eigentlich alle Probleme selbst lösen konnte, allerdings habe ich nun das Bedürfnis von nicht involvierten Personen einen Ratschlag zu benötigen.

Es geht um meinen Freund (22 Jahre dieses Jahr noch 23 Jahre) und mich (19 Jahre dieses Jahr noch 20 Jahre) und unsere immensen Beziehungsprobleme. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Allgemeine Informationen: Wir sind ein Paar seit Silvester 2018. Durch Probleme mit meinem Familienhaus wohne ich seit September 2019 bei ihm in seinem Familienhaus. Dort teilen wir uns ein schon recht großes Zimmer. Ich habe dort mein Abitur beenden können im Juni 2020 und wollte dann ein FSJ im Krankenhaus machen, das ich abbrach, da mir meine psychischen Probleme zu sehr zu gesetzt haben, weswegen ich nun allerdings schon in Behandlung bin.

Nun ergeben sich folgende Probleme. 

1. Beruf: Mein Freund ist seit er seinen nicht wirklich guten Hauptschulabschluss gemacht hat (im Alter von 18 Jahren) nicht wirklich aktiv im Berufsleben gewesen. Er hatte mehrere Kochausbildungen, die er mit der Begründung, die Arbeitsplätze seien schlecht gewesen, alle abgebrochen hat. Danach hat er ein Jahr lang nichts gemacht und auf die Kosten seiner Mutter gelebt. In etwa der Zeit haben wir uns kennen gelernt. Natürlich unterstützte ich ihn die vollen zwei Jahre! und dennoch hat er keine Ausbildung geschweige denn einen Nebenjob. Er hatte innerhalb dieser zwei Jahre einen Aushilfsjob für ich glaube 3-4 Monate. Im Jahr 2019 habe ich nicht wirklich mit bekommen, dass er es nicht alleine schafft und dementsprechend hat er keine Ausbildung gefunden. Danach hat er durch Praktika versucht eine Ausbildung im Handwerksbereich zu bekommen im Jahr 2020 mit sehr viel Hilfe seitens seiner Mutter und mir und dennoch wurde er nach den Praktika nicht angenommen. (Es waren 4-5 Praktika mit meist 1-2 Wochen) Also auch 2020 keine Ausbildung.

Es zerrt wirklich an meinen Nerven, ich denke ständig an ihn und seine Zukunft, dass aus meinem Abitur ein wirklich nicht guter Schnitt im Abschluss geworden ist. Normalerweise hatte ich Zeugnisse mit einem Schnitt von 1,6-1,9 und mein Abschlusszeugnis ist nun 2,9. Leider denke ich in diesem Punkt nur noch an ihn, natürlich auch weil ich ihn liebe und unterstützen möchte!

2. Sozialer Kontakt, Eifersucht etc.: Wir zocken beide total gerne am Computer und haben uns auch durch Online-Freunde kennen gelernt. Ich bin in einer kleineren Stadt aufgewachsen, hatte immer meine beste Freundin und viele andere Freunde, die kamen und gingen. Am Ende meiner Schulzeit hatte ich wie so üblich bei mir einen festen Freundeskreis. Für mich war es normal raus zu gehen, Dinge zu unternehmen, feiern zu gehen, ins Kino, halt einfach raus aus dem Haus! Er hatte in seiner Kindheit nur zwei Freunde, die leider echt nicht so der gute Umgang sind. (Möchte niemanden kategorisieren, aber man würde sie als ''asozial'' bezeichnen). Die hat er dann mit unserer Partnerschaft (zum Glück UND leider) komplett fallen lassen. Er hatte also nur noch mich, hat alles mit mir gemacht. Thema Job, er war ja nur zu Hause und wir hatten nur diesen einen Raum in dem wir so wirklich gelebt haben, sind uns also mehr als ein Jahr wirklich auf engsten Raum auf die Pelle gerückt. Ich hatte leider keine großen finanziellen Mittel um meine Freunde in meiner Geburtsstadt zu besuchen, da sie schon weit weg war von ihm. Also habe ich versucht mir neue Freunde vor Ort zu suchen via Internet oder einfach nur neue Online-Freunde zum gemeinsamen zocken! Allerdings ist er dort absolut eifersüchtig geworden! Es ging so weit, dass wir dauernd Streit hatten wegen belanglosen Themen. Ich habe mich nicht mal mehr getraut etwas ohne ich am Computer zu spielen, etwas mit Freunden zu spielen oder mit irgendwelchen Freunden zu schreiben, weil es sonst wieder total Stress gegeben hätte.

3. Gesundheit und Hygiene: Jetzt kommt das übliche Klischee. Ein Zocker ohne Job hat natürlich auch kein Interesse seinen Körper fit oder hygienisch zu halten. Wir sind beide übergewichtig. In meiner Vergangenheit habe ich viel Sport gemacht, darunter leidenschaftlich Handball und Street Dance/Zumba. Er hat wohl damals Fußball gespielt und war auch Trainer und Jugendleiter von einer Kindergruppe. Ich war super am abnehmen bevor wir uns kannten, habe wöchentlich meine 1-2 gesunden KG verloren. Hygiene war damals in einer Zeit, wo ich leider zu viel vor dem Computer hing und zu wenig raus ging (Etwa ein Jahr würde ich sagen) auch ein Problem, allerdings mit Hilfe meiner Freunde konnte ich das auch sehr schnell wieder überwinden. Nun lebe ich so lange bei ihm und muss ihn anmeckern! und Streit beginnen!, weil er seine Zähne vor dem Schlafen gehen nicht putzen will. Klar, manchmal hat man einfach keine Lust und das ist auch in Ordnung, aber würde ich nichts sagen, würde er seine Zähne NIE PUTZEN? Ich bin total überfordert, er verhält sich einfach wie ein kleines Kind, was nicht belehrt werden will. Nicht in fast zwei Jahren! Sport macht er auch keinen mehr und unsere Ernährung ist auch nicht der Hit, da ich eine Essstörung habe und er mich da nicht wirklich unterstützt. (Gehe bald in Therapie deswegen endlich!) Fast Food, Süßigkeiten, Süßgetränke etc. 

4. Alltag: Er räumt nicht auf, er putzt nicht - gar nichts. Ich muss erst wieder sauer sein, wir müssen streiten oder ich muss ihn ignorieren, bevor er etwas weg räumt, die Wäsche zumindest zur Waschmaschine bringt oder die Küche aufräumt. Seltene Tage hat er, wo er mich bei meinen morgendlichen Aufräumritualen unterstützt (Vielleicht einmal alle zwei Monate?). Wir stehen ''morgens'' (Wir schlafen meistens von 7/8 Uhr bis 16/17 Uhr) auf und zocken die ganze Nacht, dann Essen wir was, zocken, essen, zocken essen - mehr gibt's da eigentlich wirklich nicht bis auf den Streit. Ich räume halt noch viel auf, helfe der Mutter im Haushalt, Hygiene etc, aber das ist bei ihm ja leider nicht wirklich der Fall.

5. Sexualleben: Wir haben total andere Interessen im sexuellen Bereich. Er steht halt eher so auf ''normale'' Dinge und ich habe schon in der Vergangenheit für mich heraus gefunden, dass ich eher auf Geschlechtsverkehr mit diversen Fetischen stehe und diese Dinge eben auch möchte und brauche, gerne auch außerhalb des Schlafzimmers, da ich das mit meinem letzten Exfreund so hatte und unsere Art von Beziehung so absolut angenehm fand. Jetzt sagt mein Freund zwar ständig, dass er das auch alles mag und machen möchte, aber sucht ständig neue ausreden, warum er nie etwas macht. Unser Geschlechtsverkehr ist leider wirklich schlecht und er scheint es auch nicht ändern zu wollen, so lange er kommt. Mittlerweile hatten wir seit einigen Wochen nicht einmal mehr diese kurze Art von Kontakt, da er laut eigenen Aussagen lieber zocken wollte. Das macht mich wirklich fertig, da dieser Teil einer Beziehung für mich eigentlich sehr sehr wichtig ist.

Wir hätten also keine berufliche Perspektive, keine Bewegung, kein gesundes Essverhalten, keine Hygiene, kein soziales Umfeld außer die Familie, bei der er lebt und starke, unnötige Eifersucht auf normale, auch weibliche, Freunde meinerseits. Dazu ständig am Computer hocken und immer mit mir streiten. Keine Hilfe im Haushalt für mich oder seine Mutter und dazu ist unser sexuelles Leben auch sehr schlecht bis kaum vorhanden mittlerweile.

Nun frage ich mich, was ich machen soll. Ich kann meine Gedanken nicht so richtig sortieren. Ich liebe ihn von ganzen Herzen und er war für mich da (ebenfalls seine Familie), als es kein anderer in dem Moment war und das werde ich ihm natürlich immer danken. Außerdem haben wir seit einiger Zeit eine gemeinsame Katze, da die zweite Katze der Mutter verstorben ist, aber die andere nicht alleine bleiben sollte. 

Was soll ich nach der Pause machen? Ich möchte gerne mit ihm zusammen sein, auch sehr gerne dort wohnen, aber ich habe das Gefühl gegen eine Wand zu sprechen und es macht mich fertig! Leider habe ich schon eine Menge eigener Probleme (Finanzen, Berufswunsch, psychische Probleme mit Essstörung und Suizidgedanken, Übergewicht) und fühle mich eher wie seine Mutter als wie seine Partnerin. 

Leider habe ich nicht das Gefühl die Beziehung beenden zu können, da ich sofort ein schlechtes Gewissen bekomme, weil er und seine Familie mir damals so sehr beistanden und ich ihn nicht fallen lassen möchte, so dass er in seiner Zukunft gar nichts mehr beruflich etc. hin bekommt und total menschlich verrottet. Außerdem ist natürlich auch nicht alles schlecht und er bemüht sich doch, oder?

- Sollte ich einfach erstmal ausziehen und schauen wie er es alleine schafft, aber zusammen bleiben?
- Sollte ich nach den zwei Wochen Beziehungspause dort wieder einziehen und erst mal schauen, wie es sich wieder beim - zusammen wohnen ergibt?
- Sollte ich die Beziehung erst mal beenden, sagen, dass ich gerne mit ihm befreundet sein möchte(er ist nicht nur mein Partner sondern auch mein bester Freund) und ihn natürlich bei allem weiterhin unterstütze, nur eben nicht als feste Partnerin? Vielleicht kann man ja noch wieder zusammen kommen, wenn er und ich alles geregelt haben.
- Oder sollte ich eventuell direkt die Beziehung und den Kontakt abbrechen?

Ich entschuldige mich für die vielen langen Worte und bin dankbar, falls sich irgendwer meines Problems neben seinen eigenen annimmt und mir einen Ratschlag geben könnte.
 

Ich bin bekannt dafür sehr direkt zu sein. Das werde ich auch bei dir sein. Ihr seid beide ubterschicht. Sehr bitter. Bei dir sehe ich aber sehr gute Optionen sich zu entwickeln. An deinem gewicht und an deiner Gesundheit kann man arbeiten. Niemand ist vollkommen.  Für alles andere hingegen bist du selbst verantwortlich.  Keiner zwingt dir das Leben auf welches du führst.  Nächte durch spielen etc. Das ist alles Müll. 

Dein freubd zieht dich wie ein aAnker nach unten. Er ist nichts und aus ihm wird nie etwas. Solange du dich nicht trennst, wird es auch bei dir fer Fall sein. Aus deinem schriftlichen entnehme ich, dass du durchaus zu etwas gebrauchen bist aver du nutzt deine Chancen nicht. Insgeheim weist du, dass du dich trennen musst. 

Zieh in eeine ordentliche WG mit Mädels.  Du kannst BAB beantragen bei der Agentur für Arbeit bei einer betrieblichen Ausbildung.  Dann bekommst du paar Euro zur Miete. Ihn siehst du nie wieder und arbeite an dir. 

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21. Januar um 19:42
In Antwort auf

Hallo liebes Forum,

das ist das erste Mal, dass ich etwas dergleichen mache, da ich sonst eigentlich alle Probleme selbst lösen konnte, allerdings habe ich nun das Bedürfnis von nicht involvierten Personen einen Ratschlag zu benötigen.

Es geht um meinen Freund (22 Jahre dieses Jahr noch 23 Jahre) und mich (19 Jahre dieses Jahr noch 20 Jahre) und unsere immensen Beziehungsprobleme. Ich versuche mich kurz zu fassen.

Allgemeine Informationen: Wir sind ein Paar seit Silvester 2018. Durch Probleme mit meinem Familienhaus wohne ich seit September 2019 bei ihm in seinem Familienhaus. Dort teilen wir uns ein schon recht großes Zimmer. Ich habe dort mein Abitur beenden können im Juni 2020 und wollte dann ein FSJ im Krankenhaus machen, das ich abbrach, da mir meine psychischen Probleme zu sehr zu gesetzt haben, weswegen ich nun allerdings schon in Behandlung bin.

Nun ergeben sich folgende Probleme. 

1. Beruf: Mein Freund ist seit er seinen nicht wirklich guten Hauptschulabschluss gemacht hat (im Alter von 18 Jahren) nicht wirklich aktiv im Berufsleben gewesen. Er hatte mehrere Kochausbildungen, die er mit der Begründung, die Arbeitsplätze seien schlecht gewesen, alle abgebrochen hat. Danach hat er ein Jahr lang nichts gemacht und auf die Kosten seiner Mutter gelebt. In etwa der Zeit haben wir uns kennen gelernt. Natürlich unterstützte ich ihn die vollen zwei Jahre! und dennoch hat er keine Ausbildung geschweige denn einen Nebenjob. Er hatte innerhalb dieser zwei Jahre einen Aushilfsjob für ich glaube 3-4 Monate. Im Jahr 2019 habe ich nicht wirklich mit bekommen, dass er es nicht alleine schafft und dementsprechend hat er keine Ausbildung gefunden. Danach hat er durch Praktika versucht eine Ausbildung im Handwerksbereich zu bekommen im Jahr 2020 mit sehr viel Hilfe seitens seiner Mutter und mir und dennoch wurde er nach den Praktika nicht angenommen. (Es waren 4-5 Praktika mit meist 1-2 Wochen) Also auch 2020 keine Ausbildung.

Es zerrt wirklich an meinen Nerven, ich denke ständig an ihn und seine Zukunft, dass aus meinem Abitur ein wirklich nicht guter Schnitt im Abschluss geworden ist. Normalerweise hatte ich Zeugnisse mit einem Schnitt von 1,6-1,9 und mein Abschlusszeugnis ist nun 2,9. Leider denke ich in diesem Punkt nur noch an ihn, natürlich auch weil ich ihn liebe und unterstützen möchte!

2. Sozialer Kontakt, Eifersucht etc.: Wir zocken beide total gerne am Computer und haben uns auch durch Online-Freunde kennen gelernt. Ich bin in einer kleineren Stadt aufgewachsen, hatte immer meine beste Freundin und viele andere Freunde, die kamen und gingen. Am Ende meiner Schulzeit hatte ich wie so üblich bei mir einen festen Freundeskreis. Für mich war es normal raus zu gehen, Dinge zu unternehmen, feiern zu gehen, ins Kino, halt einfach raus aus dem Haus! Er hatte in seiner Kindheit nur zwei Freunde, die leider echt nicht so der gute Umgang sind. (Möchte niemanden kategorisieren, aber man würde sie als ''asozial'' bezeichnen). Die hat er dann mit unserer Partnerschaft (zum Glück UND leider) komplett fallen lassen. Er hatte also nur noch mich, hat alles mit mir gemacht. Thema Job, er war ja nur zu Hause und wir hatten nur diesen einen Raum in dem wir so wirklich gelebt haben, sind uns also mehr als ein Jahr wirklich auf engsten Raum auf die Pelle gerückt. Ich hatte leider keine großen finanziellen Mittel um meine Freunde in meiner Geburtsstadt zu besuchen, da sie schon weit weg war von ihm. Also habe ich versucht mir neue Freunde vor Ort zu suchen via Internet oder einfach nur neue Online-Freunde zum gemeinsamen zocken! Allerdings ist er dort absolut eifersüchtig geworden! Es ging so weit, dass wir dauernd Streit hatten wegen belanglosen Themen. Ich habe mich nicht mal mehr getraut etwas ohne ich am Computer zu spielen, etwas mit Freunden zu spielen oder mit irgendwelchen Freunden zu schreiben, weil es sonst wieder total Stress gegeben hätte.

3. Gesundheit und Hygiene: Jetzt kommt das übliche Klischee. Ein Zocker ohne Job hat natürlich auch kein Interesse seinen Körper fit oder hygienisch zu halten. Wir sind beide übergewichtig. In meiner Vergangenheit habe ich viel Sport gemacht, darunter leidenschaftlich Handball und Street Dance/Zumba. Er hat wohl damals Fußball gespielt und war auch Trainer und Jugendleiter von einer Kindergruppe. Ich war super am abnehmen bevor wir uns kannten, habe wöchentlich meine 1-2 gesunden KG verloren. Hygiene war damals in einer Zeit, wo ich leider zu viel vor dem Computer hing und zu wenig raus ging (Etwa ein Jahr würde ich sagen) auch ein Problem, allerdings mit Hilfe meiner Freunde konnte ich das auch sehr schnell wieder überwinden. Nun lebe ich so lange bei ihm und muss ihn anmeckern! und Streit beginnen!, weil er seine Zähne vor dem Schlafen gehen nicht putzen will. Klar, manchmal hat man einfach keine Lust und das ist auch in Ordnung, aber würde ich nichts sagen, würde er seine Zähne NIE PUTZEN? Ich bin total überfordert, er verhält sich einfach wie ein kleines Kind, was nicht belehrt werden will. Nicht in fast zwei Jahren! Sport macht er auch keinen mehr und unsere Ernährung ist auch nicht der Hit, da ich eine Essstörung habe und er mich da nicht wirklich unterstützt. (Gehe bald in Therapie deswegen endlich!) Fast Food, Süßigkeiten, Süßgetränke etc. 

4. Alltag: Er räumt nicht auf, er putzt nicht - gar nichts. Ich muss erst wieder sauer sein, wir müssen streiten oder ich muss ihn ignorieren, bevor er etwas weg räumt, die Wäsche zumindest zur Waschmaschine bringt oder die Küche aufräumt. Seltene Tage hat er, wo er mich bei meinen morgendlichen Aufräumritualen unterstützt (Vielleicht einmal alle zwei Monate?). Wir stehen ''morgens'' (Wir schlafen meistens von 7/8 Uhr bis 16/17 Uhr) auf und zocken die ganze Nacht, dann Essen wir was, zocken, essen, zocken essen - mehr gibt's da eigentlich wirklich nicht bis auf den Streit. Ich räume halt noch viel auf, helfe der Mutter im Haushalt, Hygiene etc, aber das ist bei ihm ja leider nicht wirklich der Fall.

5. Sexualleben: Wir haben total andere Interessen im sexuellen Bereich. Er steht halt eher so auf ''normale'' Dinge und ich habe schon in der Vergangenheit für mich heraus gefunden, dass ich eher auf Geschlechtsverkehr mit diversen Fetischen stehe und diese Dinge eben auch möchte und brauche, gerne auch außerhalb des Schlafzimmers, da ich das mit meinem letzten Exfreund so hatte und unsere Art von Beziehung so absolut angenehm fand. Jetzt sagt mein Freund zwar ständig, dass er das auch alles mag und machen möchte, aber sucht ständig neue ausreden, warum er nie etwas macht. Unser Geschlechtsverkehr ist leider wirklich schlecht und er scheint es auch nicht ändern zu wollen, so lange er kommt. Mittlerweile hatten wir seit einigen Wochen nicht einmal mehr diese kurze Art von Kontakt, da er laut eigenen Aussagen lieber zocken wollte. Das macht mich wirklich fertig, da dieser Teil einer Beziehung für mich eigentlich sehr sehr wichtig ist.

Wir hätten also keine berufliche Perspektive, keine Bewegung, kein gesundes Essverhalten, keine Hygiene, kein soziales Umfeld außer die Familie, bei der er lebt und starke, unnötige Eifersucht auf normale, auch weibliche, Freunde meinerseits. Dazu ständig am Computer hocken und immer mit mir streiten. Keine Hilfe im Haushalt für mich oder seine Mutter und dazu ist unser sexuelles Leben auch sehr schlecht bis kaum vorhanden mittlerweile.

Nun frage ich mich, was ich machen soll. Ich kann meine Gedanken nicht so richtig sortieren. Ich liebe ihn von ganzen Herzen und er war für mich da (ebenfalls seine Familie), als es kein anderer in dem Moment war und das werde ich ihm natürlich immer danken. Außerdem haben wir seit einiger Zeit eine gemeinsame Katze, da die zweite Katze der Mutter verstorben ist, aber die andere nicht alleine bleiben sollte. 

Was soll ich nach der Pause machen? Ich möchte gerne mit ihm zusammen sein, auch sehr gerne dort wohnen, aber ich habe das Gefühl gegen eine Wand zu sprechen und es macht mich fertig! Leider habe ich schon eine Menge eigener Probleme (Finanzen, Berufswunsch, psychische Probleme mit Essstörung und Suizidgedanken, Übergewicht) und fühle mich eher wie seine Mutter als wie seine Partnerin. 

Leider habe ich nicht das Gefühl die Beziehung beenden zu können, da ich sofort ein schlechtes Gewissen bekomme, weil er und seine Familie mir damals so sehr beistanden und ich ihn nicht fallen lassen möchte, so dass er in seiner Zukunft gar nichts mehr beruflich etc. hin bekommt und total menschlich verrottet. Außerdem ist natürlich auch nicht alles schlecht und er bemüht sich doch, oder?

- Sollte ich einfach erstmal ausziehen und schauen wie er es alleine schafft, aber zusammen bleiben?
- Sollte ich nach den zwei Wochen Beziehungspause dort wieder einziehen und erst mal schauen, wie es sich wieder beim - zusammen wohnen ergibt?
- Sollte ich die Beziehung erst mal beenden, sagen, dass ich gerne mit ihm befreundet sein möchte(er ist nicht nur mein Partner sondern auch mein bester Freund) und ihn natürlich bei allem weiterhin unterstütze, nur eben nicht als feste Partnerin? Vielleicht kann man ja noch wieder zusammen kommen, wenn er und ich alles geregelt haben.
- Oder sollte ich eventuell direkt die Beziehung und den Kontakt abbrechen?

Ich entschuldige mich für die vielen langen Worte und bin dankbar, falls sich irgendwer meines Problems neben seinen eigenen annimmt und mir einen Ratschlag geben könnte.
 

Hi,
auch in einer Beziehung muss man immer auf sich selbst acht geben. Denn du trägst keinerlei Verantwortung für deinen Partner. Ihr seid beide erwachsen, deswegen ist es wichtig zu verstehen, dass dein Partner sein Leben selbst in die Hand nehmen muss, sowie du deins in die Hand nehmen willst. Niemand hat die Kraft, zwei Leben in Ordnung zu bringen.
In einer funktionierenden Beziehung motivieren sich Partner gegenseitig, sind füreinander da, unterstützen sich so weit es geht. Bei deinem Partner sehe ich das noch nicht.
Deswegen wäre es sicher gut und richtig für dich, Abstand zu nehmen! Du bist niemandem etwas schuldig und solltest dein eigenes Glück finden!
Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg!

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