Forum / Liebe & Beziehung

Ich bin so ausgebrannt! - lang -

Letzte Nachricht: 26. April 2012 um 13:35
25.04.12 um 19:23

Hallo zusammen!

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll! Seit letztem Sommer lebe ich mit meiner Familie ( Mann, 2 Jungs ( 5 u. 9 Jahre ) )bei Hamburg. Vorher haben wir in einer Kleinstadt gelebt, wo jeder jeden kennt. Auf Grund dessen und einem guten Jobangebot haben wir uns entschieden, umzuziehen. Mein Mann hat ein halbes Jahr erstmal alleine in Hh gelebt, da ich ja auch noch arbeiten musste, der Große zur Schule u.s.w. ...
In der Zeit haben wir uns wenn überhaupt nur am We gesehen ( 300 km Entfernung ). Als endlich alles überstanden war, waren wir glücklich ohne Ende, Die Kids haben sich sehr schnell eingelebt, neue Freunde gefunden... Ich habe auch schnell eine vergleichbare Stelle gefunden, mein Mann musste immer zwischen 11 u. 14 Stunden arbeiten als Abteilungsleiter, somit hatten wir nie wirklich viel Zeit zusammen... Nun ist es so, dass mein Mann wegen eines Burnouts seit Januar krankgeschrieben war und nun seit 3 Wochen in einer Kur ist. Ein paar Tage vor seiner Abreise habe ich durch Zufall herausgefunden, dass er sich während der Kur mit einer anderen Frau treffen wollte. ich habe ihn zur Rede gestellt und habe mich dann dazu entschlossen ( ich hatte eh 2 Wochen Urlaub ) direkt in unsere Heimatstadt zu fahren. das war wohl der Auslöser für meinen jetzigen Zustand. Mein großer Sohn hat einen anderen leiblichen Vater, der mich damals geschlagen hat, ich lebte ein paar Monate im Frauenhaus. Diese Erinnerungen ( 9 - 10 Jahre her ) kommen seit einigen Monaten immer wieder in mir hoch. In meinem Job läuft garnichts rund. Die Firma steht kurz vor einer Insolvenz, also kommen nun auch noch Existenzängste dazu. Seit einer Woche geht es mir so schlecht wie nie zuvor. ich habe Angst, Auto zu fahren, kann nicht einschlafen / bzw. durchschlafen, weine ständig und mein Kopf ist nur am rattern. War jetzt bei einem Vertretungsarzt, der mich erstmal krankgeschrieben hat. Meinem Mann tut sein Fehler natürlich entsetzlich leid, aber er ist in seiner Kur auch sehr mit sich beschäftigt und übers Telefon kann man eh nicht vernünftig zusammen reden. Nun sitze ich hier mit den Kids und muss irgendwie funktionieren. Ich bin eigentlich ein Powermensch, der immer Stress gebraucht hat, immer unterwegs, immer gut drauf, immer funktionsfähig und nun komme ich nicht damit klar, so schwach zu sein. Meine Familie lebt nicht hier, habe nur wenige Freunde hier. Ich weiß überhaupt nicht, wo ich anfangen soll, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen! Hat irgendwer eine Idee, einen Ratschlag, was auch immer?

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26.04.12 um 10:37

Kur
Danke für deinen Beitrag...
ich komme gerade von meiner Ärztin, sie hat mich erstmal weiterhin krankgeschrieben und mir was aufgeschrieben, damit ich besser durch den Tag komme! In 10 Tagen sprechen wir nochmal, um einen Weg für mich zu finden, der mir langfristig hilft! Bin nun auch erleichtert, alles ausgesprochen zu haben bei ihr! Eine Mutter - Kind-Kur wäre möglich und ich ziehe auch eine Kur in betracht, allerdings würde ich gerne ohne die Kinder fahren. auch wenn sich das vielleicht egoistisch anhört, aber ich glaube, ich muss einfach vollständig mal runterfahren. Ich weiße es auch nicht, erstmal heißt es abwarten und irgendwie jeden Tag rumbekommen. Meine Ärztin hat mir eine Überweisung mitgegegeben für den Sozialdienst hier, aber ich bin nicht sicher, ob ich das möchte. ich schreibe mir momentan jeden Abend auf, was ich am nächsten tag tuen muss und was ich machen kann. Dementsprechend freue ich mich über jede Kleinigkeit, die ich geschafft habe. Wahnsinn, dass es einem so schlecht gehen kann!
Lieben Gruß für dich

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26.04.12 um 13:33

Ratschlag?
Schwer. Verdammt schwer.

ICH würde versuchen auf andere Gedanken zu kommen. Tapeten wechseln, was ganz neues ausprobieren. Was ich schon immer wollte aber mich bis jetzt nicht getraut hab. Am Besten mit den Kids, notfalls aber auch ohne.

Viele Grüße,
Frank

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26.04.12 um 13:35

RICHTIG!
Das sehe ich auch so.

Man KANN übrigens nur dauerhaft funktionieren, wenn man etwas hat, dass einem das Leben auch lebenswert macht. Das noch als Ansporn.

Viele Grüße,
Frank

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