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Ich bin Geliebter und weiß nicht weiter

8. Oktober 2013 um 18:18 Letzte Antwort: 10. Oktober 2013 um 15:38

Hallo zusammen,
ich bin aufgrund von Sucheingaben bei Google auf diese Seite gestoßen. Ich hoffe es ist in Ordnung auch als Mann hier zu schreiben. Vielleicht finde ich gerade weil es hier wohl viele Frauen gibt, besser Antworten als woanders. Ich hoffe ich werde nicht zu ausschweifend, aber unsere Geschichte ist sehr lang. Ich versuche es kurz zu fassen.
Ich bin 29 Jahr alt und seit 2 Jahren und rund 4 Monaten Geliebter einer verheirateten Frau und Mutter von zwei Kindern. Wir waren vor rund 15 Jahren für 1 1/2 Jahre ein Paar. So zu sagen die Jugendliebe. Der Kontakt riss zwar nie wirklich ab, aber es waren auch Jahre, in denen wir nie etwas von einander hörten. Doch vor mehr als 2 Jahren kam es per Email eben wieder zum Kontakt, der sich dann schnell stark intensivierte und wir oft mehrmal am Tag schrieben. Irgendwann beschlossen wir dann uns zum Kaffee zu treffen. Ab diesem Punkt trafen wir uns dann regelmäßig. Ihr Mann wusste von den Treffen Bescheid, allerdings nicht, dass ich ihr Exfreund bin. Anfangs hatte er auch nichts dagegen. Relativ schnell wurde unsere Treffen dann immer vertrauter und irgendwann schliefen wir auch miteinander. Ihr Mann ahnte nichts. Der Kontakt wurde immer intensiver und wenn wir uns nicht sahen, schrieben wir SMS. Dann gestand sie mir eines Tages, dass es für sie viel mehr sei, als der Sex und sie mich liebt. Ich war total gerührt und war mir selbst schon lange bewusst, dass ich gleiches für sie empfinde. Aber ich sagte es ihr nie, da ich Angst hatte sie würde unüberlegt ihr Leben umkrempeln und Hals über Kopf in etwas hineinstürzen. Ich hatte Zweifel wie mein Umfeld damit umginge, wenn ich eine Frau von zwei Kindern an meiner Seite hätte. All das waren Dinge, die mich hemmten. Doch mit der Zeit wurde mir immer klarer, dass es das ist, was ich wollte. Ich liebe sie und möchte eine gemeinsame Zukunft mit ihr.
Nachdem ich ihr dann vor ca. einem halben Jahr auch meine Gefühle und Wünsche äußerte, unterhielten wir uns recht schnell über ihre Trennungsgedanken. Sie versicherte mir, sie sei sicher sich trennen zu wollen, aber es fiele ihr auch nicht leicht. Darauf folgten viele Unterhaltungen. Oft redeten wir nur noch darüber wenn wir uns sahen und sie machte mir Vorwürfe, ich überfordere sie, sie bräuchte mehr Zeit. Ein Streit mit ihrem Mann, für den ich mittlerweile zum Staatsfeind Nr. 1 geworden bin, sorgte dafür, dass sie für zwei Tage zu ihrer Schwester zog. Nach diesen zwei Tagen ging sie aber leider doch wieder zurück zu ihm. Sie beschreibt mir ihre Ehe als WG, man lebe zusammen, aber mehr auch nicht. Sie habe keine Gefühle für ihn, aber fühle sich dennoch verantwortlich und wenn sie zu Hause reinkäme, sei es als sei sie gelähmt im reinen Wein einzuschenken.
Diese Situation zieht sich nun über Monate. Oft gerieten wir nun an einander, weil ich nach Antworten suche. Es kam sogar dazu, dass sie mich um vier Wochen Zeit bat, in dieser Zeit wollte sie sich von ihm trennen, doch es gelang ihr dennoch nicht. Unsere Treffen sind auch seltener geworden, da sie neben ihren Job nun auch ihr Abitur noch nachholt. Und wenn wir uns treffen und ich mit ihr sprechen möchte, entgegnet sie mir oft damit, dass wir die wenige Zeit doch genießen sollten. Sie will einen weg finden, die Übergangszeit für uns beide möglichst erträglich zu machen, aber ich erkenne einfach wenig Bemühungen ihrerseits.
Nun stelle ich mir die Frage was ich machen soll. Für mich wird es mehr und mehr zur Qual, sie sehen zu können ist wahnsinnig schön, aber das Gewissen sie wieder gehen zu lassen scheint dies unerträglich zu machen. Sie sagt es seinen viele Dinge, die sie im Moment davor hemmen. Die Verantwortung ihm gegenüber, der fehlende Mut ihm es zu sagen, die Kinder etc. Hier sagt sie, sie wünsche sich eine glimpfliche Trennung, dann spricht sie davon, dass es ihr am liebsten sei er würde erkennen, dass es keinen Sinn mehr macht. Die Tage hat er sie wohl gefragt, was sie denn noch für ihn empfinde. Das zeigt mir, dass er auch bemerkt, das etwas nicht stimmt.

Was könnte ich denn tun? Weiter warten? Weiter mit dieser Ungewissheit leben? Immer öfter merke ich, wie mich die Situation mitnimmt. Ich kann oft den ganzen Tag keine andere Gedanken mehr fassen. Und immer öfter bekomme ich das Gefühl, sie will die Verantwortung für ihren Wunsch sich zu trennen nicht übernehmen. Jetzt ist es schon so, dass ich oft gute Mine zum bösen Spiel mache, damit sie sich nicht von mir in die Enge gedrückt fühlt. Doch immer öfter denke ich auch darüber nach, ihr ein Ultimatum zu stellen. Denn wenn sie mich doch so liebt, wie sie sagt und der Wunsch sich von ihm zu trennen so groß ist, wieso schafft sie es dann nicht?

Vieles geht mir zur Zeit durch den Kopf. Soll ich Dinge versuchen, damit ihm auffällt was läuft? Soll ich ihr wirklich ein Ultimatum setzen?

Hat hier jemand gute Ratschläge? Ich weiß nicht mehr weiter...

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9. Oktober 2013 um 12:26

Danke cefeu
Genau diesen Gedanken verfolge ich zur Zeit ständig. Aber ich weiß in gleicher Weise, wie schwer es mir fallen wird, den Kontakt zu minimieren. Andererseits habe ich tolle Stunden mit ihr, auch ganz abgesehen von sexuellen Dingen. Einfach ihre Nähe und Zuneigung zu erfahren ist das tollste. Wobei auch dieses Gefühl mittlerweile durch den ständigen Blick auf die Uhr und der Gewissheit ohne sie wieder gehen zu müssen getrübt wird. Es tut jedes mal wieder mehr weh sich berabschieden zu müssen. Sie weiß dass ich sehr leide und ihr Mann bekommt ihre Distanz zu ihm ja auch zu spüren. Sie verletzt somit gerade zwei Menschen, obwohl sie es nicht möchte. Ich habe ihr bereits ein mal von dem Vorhaben den Kontakt vorerst zu meiden, damit sie in Ruhe darüber nachdenken kann, ob sie diesen Schritt der Trennung gehen möchte , angesprochen. Darauf fing sie jämmerlich an zu weinen. Ich versuchte ihr zu erklären, dass dies ja kein Schöussstrich sei, doch sie sagte sie wolle auch nicht ohne mich sein. Ich mache mir selbst Vorwürfe, selbst so spät erkannt zu haben, dass es die Frau ist, die mir so viel geben kann. Zudem fällt es mir immer schwerer, ihre Absichten zu glauben, wenn sie gleichzeitig für mich scheinbar nichts an der Situation zu ändern weiß. Sie strahlt völlige Zuversicht in bezug auf unsere gemeinsame Zukunft aus. Sie sagt ich sei schon immer die Liebe ihres Lebens gewesen und könne es gar nicht glauben, dass es eines Tages mal so käme. Aber sie schafft sich nicht von ihrem Mann zu lösen. Sie möchte dass ich ihr helfe, ihr den Rücken stärke. Aber wie? Ich habe vieles versucht, aber scheinbar kann ich ihr dabei nicht helfen. Es ist einfach schwer, wenn man nach all den Jahren erkennt, dass sie es doch ist, die mich bewegt. Ich habe sie trotz der Situation meinem Eltern vorgestellt, was für mich auch alles andere als einfach war, da wir ihnen gegenüber keinen Hehl aus der Situation machten. Was soll ich noch tun. Im Moment fürchte ich mich vor diesem Kontaktabbruch und auch davor, sie verlieren zu können.

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9. Oktober 2013 um 18:26

Ich hoffe...,
dass mehr dahinter steckt. Wir kennen uns 15 Jahre. Ich habe ihr des öfteren gesagt, sie soll mir bitte sagen, wenn sie keine Chance sieht, dass wir glücklich werden können. Sie beteuert es immer wieder! Sie strahlt dabei vollste Zuversicht aus, kann mir aber keine Antwort darauf geben, wann sie sich trennen will.

Ich glaube ihr, dass sie die Trennung von ihrem Mann nicht leicht fällt. Ihrer Aussage nach liebt sie ihn zwar nicht, fühlt sich dennoch verantwortlich. Sie beschreibt es, so, dass soe einfach zu Hause reinkommt und funktioniert. Der kinder wegen und damit es schlicht keinen Ärger gibt. Ich schätze sie möchte wirklich nicht die "Böse" sein. Dieser Tage sagte sie, sie würde sich wünschen, er würde erkennen, dass die Ehe keine mehr ist und selbst einen Schlussstrich ziehen. Damit macht sie es sich natürlich sehr einfach. Ja, er erkennt viellejcht dass es nicht mehr läuft, aber hat in meinen Augen gar keinen Anreiz sich von ihr zu trennen.

Ebenso sagte sie vor kurzem, es sei schade, dass sie nicht von mir schwanger geworden sei. Zur Verständnis, es war ein Unfall, Gummi gerissen. Auf die Frage wieso es schade sei, entgenete sie mir damit, dass die Lügen dann endlich ein Ende hätten, denn dann müsse sie handeln. Ich verstehe das nicht, sie wäre froh, wenn die Bombe platzt? Wenn es so geschieht, und sie nicht mehr aus der Sache rauskommt ist es OK? Aber selbst schafft sie es nicht die Bombe platzen zu lassen?

Kann das hier jemand der es selbst erlebt hat nachempfinden?

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9. Oktober 2013 um 19:16

Genau das sind ja meine gedanken..
Entweder ich versuche den Kontakt konsequent abzubrechen, damit sie sich klar werden kann, ob es mit mir oder ihm weitergeht.
Oder ich lasse die Bombe platzen. Aber das ist eigentlich nicht meine Aufgabe! Sie scheut sich in meinen Augen, die Verantwortung für ihre Gefühle zu mir und der Erkenntnis dass die Ehe gescheitert ist, zu übernehmen. Auch wenn ich oft daran denke Dinge zu tun, die uns auffliegen lassen könnten, bleibt es nur bei den Gedanken daran.

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10. Oktober 2013 um 15:38

Eure antworten..
... helfen mir noch nicht wirklich, dennoch bin ich froh darüber, andere Sichtweisen aufgezeigt zu bekommen.
Trotzdem bin ich kein Stück weiter. Heute könnte ich sie besuchen, allerdings bei ihrer Arbeit. Bin momentan hin und her gerissen, ob ich es tuen soll oder ob nicht. Wenn ich es tue, ärgere ich mich evtl. es getan zu haben, tue ich es nicht, warte ich auf ihre Reaktion.
Ich bin dankbar über eure Antworten! Bin mir aber auch bewusst, dass wohl niemand von eich eine brauchbare Glaskugel daheim stehen hat. Ihr könntet alle recht behalten, aber eben auch nicht. Dennoch hilft es ein Stück weit sich darüber auszutauschen. Ich werde mich bemühen weiterhin Updates zu geben. Zwei wichtige Details habe ich auch vergessen zu erwähnen.
Zum einem, habe ich sehe lange über meine Gefühle geschwiegen! Sie hat mir ihre Liebe viel eher gestanden als ich meine. Ich habe ihr erst vor ca. sechs Monaten offenbart, welche gefühle ich für sie empfinde und dass es mein Wunsch ist eine gemeinsame Zukunft mit ihr zu haben. Des weiteren habe ich auch in den zwei Jahren einen Fehler begangen. Ich habe mich letztes Jahr zeitweilig in ihre jüngere Schwester verguckt. Im Nachhinein betrachtet, war es wohl nur die Ähnlichkeit zu ihrer Schwester und die Tatsache, dass sie zu haben war und Interesse ihrerseits zeigte. Als dieses kurze Intermezzo beendet war. Hat sie mir nach einiger Zeit vergeben, was meiner Meinung nach wohl nicht jede Frau getan hätte!

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