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Ich bin die Freundin von dem Mann mit dem Beitrag "schon Betrug"

10. August 2005 um 18:08 Letzte Antwort: 12. August 2005 um 8:58

Eigentlich möchte ich direkt zu dir sprechen, Janni, aber vielleicht gibt es in diesem Forum Menschen, die uns beiden jetzt irgendwie helfen können. Ich muss dir sagen, dass ich es gut finde, dass du dich an dieses Forum wendest. Das zeigt mir, dass du irgendwo bereit bist, dich mit dem, was passiert ist, auseinander zu setzen und ich bin dir unendlich dankbar dafür, dass du unsere Liebe nicht auf der Stelle aufgegeben hast. Ich habe darüber nachgedacht und du hast recht, ich habe dich mit dem, was ich getan habe, betrogen. Ich habe es ausgenutzt, dass du in Amerika bist und mir trotz meines 1. Fehltrittes vertraut hast.Ich habe mir in den letzten Tagen versucht, einzureden, dass es kein richtiger Betrug war, weil ich den anderen nicht richtig geküsst habe, aber ich habe Zärtlichkeiten wie streicheln und küssen am Oberkörper zugelassen und muss ehrlich sagen, dass es gut getan hat, mal wieder Nähe und Zuneigung zu spüren aber da ich diese Bedürfnisse eigentlich nur mit dir leben sollte (und auch eigentlich von ganzem Herzen will, aber du bist einfach nciht da) ist es Betrug. Ich weiß, wie sehr ich dich verletzt habe und was ich dir angetan habe. Ich zermater mir den ganzen Tag den Kopf, was ich tun kann und was ich sagen kann, damit ich dir diesen Schmerz und diese Enttäuschhung nehmen kann. Ich liebe dich von ganzem Herzen. Für mich bist du der Mann, mit dem ich alt werden möchte und der irgendwann einmal der Vater meiner Kinder sein soll. Du bist der wunderbarste Menschauf der ganzen Welt und ich hasse mich selbst dafür, dass in der Situation meine Sehnsucht nach Nähe stärker war als mein Verstand. Im Nachhinein begreife ich das selbst nicht mehr. Ich glaube an unsere Liebe und bete zu Gott, dass wir aus dieser Situation eine Chance machen können. Ich werde um dich kämpfen, bis zu dem Zeitpunkt, wo du mir ins Gesicht sagst, dass du keine Liebe mehr für mich empfindest. Ich möchte, dass du endlich wieder hier bist, dass wir wieder einen ganz normalen Alltag haben, uns nicht nur mal für ein paar Tage sozusagen zwischen Tür und Angel sehen können, sondern wieder eine ganz normale Beziehung führen. Ich entschuldige mich bei dir aus tiefstem Herzen für meine Fehler. Ich weiß, dass es zu früh ist, um Verzeihung zu bitten und dass das einfach noch zu viel verlangt ist. Ich verspreche dir, dass ich am Sonntag auf dem Flughafen stehen werde und dich abhole. Ich verlange nicht von dir, bis dahin eine Entscheidung zu treffen. Ich gebe dir alle Zeit der Welt, die du brauchst.Ich habe die große Hoffnung, dass ich den geplanten Urlaub zwei Tage nach deiner Ankunft mit dir und unseren Freunden verbringen kann. Ich glaube an einen Neuanfang, vorallem, weil damals auf Mallorca das größte Glück meines Lebens richtig angefangen aht. Ich möchte mit dir einen Schlussstrich unter dieses halbe Jahr ziehen und gemiensam neu anfangen.

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11. August 2005 um 14:36

Meine Gedanken zu Deinem post ...
werden vermutlich einigen Widerspruch auslösen.

Eine Frau, die einen längeren Zeitraum von ihrem Partner getrennt ist, verspürt im Verlauf dieses Zeitraums immer stärker den Wunsch nach Streicheleinheiten. Gerne würde sie dies mit dem Partner erleben, aber das ist nun mal nicht möglich. Also holt sie sich nun in dieser Zeit des Allein-Seins diese Momente der Berührung, der Bestätigung, diese kleinen Goodies, die uns so gut tun bei jemand anderem. Es kommt zu keiner Nacht voll leidenschaftlichem Sex (vermutlich, weil das ihre innere Instanz nicht zuläßt) aber zu Küssen und Streicheln des Busens. Sie unterbricht für kurze Zeit dieses Phase des Allein-Sein. Ihr ist aber vorher und nachher bewußt, dass es nur Episoden sind, da die Sehnsucht nach dem Partner immer größer war und ist. Zu guter Letzt erleichtert sie auch noch ihr Gewissen und berichtet dem Partner alles.

Der Partner fühlt sich verletzt und betrogen, weil er auf sexuelle Exklusivität vertraute.

Aber was ist denn wirklich passiert? Wurde dem Partner, der fernab ist, wirklich irgendetwas genommen oder ist es nicht einfach nur die Angst, den anderen zu verlieren? Warum aber die Angst, jemanden zu verlieren, wenn man sich wirklich als Team begreift, als Einheit von zwei Menschen, wo kein dritter mehr Platz hat? Ist es da nicht möglich, dem anderen diese Streicheleinheiten zu gewähren, auch wenn man selbst gerade nicht Beteiligter ist? Ist Liebe nicht auch das Gefühl 'Es geht mir gut, wenn es dem anderen gut geht?

Wenn ich vertraue und das Gefühl habe, dass es zwischen uns beiden was ganz besonderes ist, schaffe ich es dann vielleicht auch, dem anderen Streicheleinheiten zu gönnen, auch wenn sie nicht von mir sind, weil ich x Monate weg bin?

@Julia: Mich macht die Art und Weise betroffen wie Du Dich hier ans Kreuz schlägst. Man könnte meinen, Du habest Dir eine Todsünde geleistet. Dabei empfinde ich dieses Bedürfnis, dass Du schilderst

" ... muss ehrlich sagen, dass es gut getan hat, mal wieder Nähe und Zuneigung zu spüren ... "

als nur zu natürlich.

@Jan: An Deiner Stelle hätte ich wahrscheinlich nach Deiner Rückkehr noch mehr Vertrauen zu ihr als vorher, denn zum einen wird sie sich vermutlich diese Streicheleinheiten zukünftig nicht mehr gönnen und zum anderen hast Du erlebt, dass sie mit Dir alles teilen möchte und nichts vor Dir geheim hält, auch nicht Dinge, von denen sie weiß, dass sie ihr höchstens zum Nachteil gereichen.

Vielleicht kannst Du es auch durch folgende Brille sehen: 'Sie hat den anderen geküsst und wenn sie mich nun küsst, erkennt sie den Unterschied und weiß erst recht, was sie an mir hat'.

Einen lieben Gruß

Larsen

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11. August 2005 um 19:26
In Antwort auf helmut_12550923

Meine Gedanken zu Deinem post ...
werden vermutlich einigen Widerspruch auslösen.

Eine Frau, die einen längeren Zeitraum von ihrem Partner getrennt ist, verspürt im Verlauf dieses Zeitraums immer stärker den Wunsch nach Streicheleinheiten. Gerne würde sie dies mit dem Partner erleben, aber das ist nun mal nicht möglich. Also holt sie sich nun in dieser Zeit des Allein-Seins diese Momente der Berührung, der Bestätigung, diese kleinen Goodies, die uns so gut tun bei jemand anderem. Es kommt zu keiner Nacht voll leidenschaftlichem Sex (vermutlich, weil das ihre innere Instanz nicht zuläßt) aber zu Küssen und Streicheln des Busens. Sie unterbricht für kurze Zeit dieses Phase des Allein-Sein. Ihr ist aber vorher und nachher bewußt, dass es nur Episoden sind, da die Sehnsucht nach dem Partner immer größer war und ist. Zu guter Letzt erleichtert sie auch noch ihr Gewissen und berichtet dem Partner alles.

Der Partner fühlt sich verletzt und betrogen, weil er auf sexuelle Exklusivität vertraute.

Aber was ist denn wirklich passiert? Wurde dem Partner, der fernab ist, wirklich irgendetwas genommen oder ist es nicht einfach nur die Angst, den anderen zu verlieren? Warum aber die Angst, jemanden zu verlieren, wenn man sich wirklich als Team begreift, als Einheit von zwei Menschen, wo kein dritter mehr Platz hat? Ist es da nicht möglich, dem anderen diese Streicheleinheiten zu gewähren, auch wenn man selbst gerade nicht Beteiligter ist? Ist Liebe nicht auch das Gefühl 'Es geht mir gut, wenn es dem anderen gut geht?

Wenn ich vertraue und das Gefühl habe, dass es zwischen uns beiden was ganz besonderes ist, schaffe ich es dann vielleicht auch, dem anderen Streicheleinheiten zu gönnen, auch wenn sie nicht von mir sind, weil ich x Monate weg bin?

@Julia: Mich macht die Art und Weise betroffen wie Du Dich hier ans Kreuz schlägst. Man könnte meinen, Du habest Dir eine Todsünde geleistet. Dabei empfinde ich dieses Bedürfnis, dass Du schilderst

" ... muss ehrlich sagen, dass es gut getan hat, mal wieder Nähe und Zuneigung zu spüren ... "

als nur zu natürlich.

@Jan: An Deiner Stelle hätte ich wahrscheinlich nach Deiner Rückkehr noch mehr Vertrauen zu ihr als vorher, denn zum einen wird sie sich vermutlich diese Streicheleinheiten zukünftig nicht mehr gönnen und zum anderen hast Du erlebt, dass sie mit Dir alles teilen möchte und nichts vor Dir geheim hält, auch nicht Dinge, von denen sie weiß, dass sie ihr höchstens zum Nachteil gereichen.

Vielleicht kannst Du es auch durch folgende Brille sehen: 'Sie hat den anderen geküsst und wenn sie mich nun küsst, erkennt sie den Unterschied und weiß erst recht, was sie an mir hat'.

Einen lieben Gruß

Larsen

Tut mir leid...
...wenn ich jetzt auch meinen Senf dazugebe.

Wenn ich wüsste, dass sich meine Freundin in meiner Abwesenheit ihre Streicheleinheiten woanders holt, dann würde ich das akzeptieren. Das Problem wäre nur dabei, dass ich Sie nicht mehr schätzen würde.
Ich würde Sie nicht mehr als das behandeln, was Sie für mich repräsentierte. Ich würde Sie nicht mehr als "meine" Frau sehen, mein ein und alles, meine große, erste und einzige Liebe mit der ich Kinder haben und alt werden möchte, für die ich alles tun würde. Wenn ich das akzeptieren würde Larsen, dann wäre Sie nur noch eine Freundin, die ich nicht mehr schätze...

Außerdem sagtest du, dass dem Partner ja nichts genommen wurde, wenn man sich woanders befriedigen lässt (nicht unbedingt im Sinne von SEX) und man ja als Liebster glücklich ist, wenn es dem Partner gut geht (sprich wenn er sich woanders beglücken lässt).
Vergiss dabei nur nicht, dass wir alle Individuen sind, die von Geburt an einen gesunden Egoismus und Stolz haben. Es stimmt schon, dass man glücklich ist, wenn der Partner glücklich ist, nur, wenn man das Gefühl bzw. die Ansicht bekommt, der Partner ist auch woanders glücklich, dann...
Es ist wirklich schwierig dies rational zu erklären. Wenn man merkt, dass man nicht der "einzigste" für seine Liebe ist, dann neutralisieren sich alle Besonderheiten, die man vorher in seine Beziehung implentiert hat.

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12. August 2005 um 2:47
In Antwort auf an0N_1208262699z

Tut mir leid...
...wenn ich jetzt auch meinen Senf dazugebe.

Wenn ich wüsste, dass sich meine Freundin in meiner Abwesenheit ihre Streicheleinheiten woanders holt, dann würde ich das akzeptieren. Das Problem wäre nur dabei, dass ich Sie nicht mehr schätzen würde.
Ich würde Sie nicht mehr als das behandeln, was Sie für mich repräsentierte. Ich würde Sie nicht mehr als "meine" Frau sehen, mein ein und alles, meine große, erste und einzige Liebe mit der ich Kinder haben und alt werden möchte, für die ich alles tun würde. Wenn ich das akzeptieren würde Larsen, dann wäre Sie nur noch eine Freundin, die ich nicht mehr schätze...

Außerdem sagtest du, dass dem Partner ja nichts genommen wurde, wenn man sich woanders befriedigen lässt (nicht unbedingt im Sinne von SEX) und man ja als Liebster glücklich ist, wenn es dem Partner gut geht (sprich wenn er sich woanders beglücken lässt).
Vergiss dabei nur nicht, dass wir alle Individuen sind, die von Geburt an einen gesunden Egoismus und Stolz haben. Es stimmt schon, dass man glücklich ist, wenn der Partner glücklich ist, nur, wenn man das Gefühl bzw. die Ansicht bekommt, der Partner ist auch woanders glücklich, dann...
Es ist wirklich schwierig dies rational zu erklären. Wenn man merkt, dass man nicht der "einzigste" für seine Liebe ist, dann neutralisieren sich alle Besonderheiten, die man vorher in seine Beziehung implentiert hat.

Also...
ich muß beiden Parteien hier irgendwo recht geben.
Ich bin eigentlich, jawohl eigentlich, ein 100%Prozentehrlicher Mensch, der normal nix egal in welcher Art, (das fängt meines Erachtens bei Fremdküssen an), vom Fremdgehen hält. Aber: Es kommt drauf an, unter welchen Umständen es passiert, lebt man zusammen, erlebt man einen Alltag so normal wie jeder andere finde ich es sehr schlimm, und man muss sich Gedanken machen, komme ich als Betrogener damit klar oder nicht. Wenn man aber mehr als 3 Monate weg ist, und sowas passiert, obwohl man weiß, dass es nicht richtig ist, aber das Verlangen nach Zärtlickeit so stark ist, dass jeder Mensch egal wie, braucht, kann ich es verstehen. Ich will das nicht hochjubeln, aber ich kann das mehr verstehen, als die, die einfach so, fremdgehen. Dass sie ihrem Partner auch diese Sachen erzählt hat, zeugt doch, dass sie es bereut, und sich ihrer Tatsache bewußt ist, und ich glaube auch, dass sie leidet, es soweit kommen zu lassen. Andererseits, denke ich Nobodys perfekt, und jeder hat eine 2. Chance verdient.Und mal angenommen, mein Freund hätte das unter diesen 'Umständen zugelassen, würde mir das sehr sehr wehtun, wäre aber für mich einfacher, das zu aktzeptieren, als wie wenn wir einen ganz normalen Alltag, wie die meisten Menschen hätten und es dann passiert wäre.

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12. August 2005 um 8:58
In Antwort auf an0N_1208262699z

Tut mir leid...
...wenn ich jetzt auch meinen Senf dazugebe.

Wenn ich wüsste, dass sich meine Freundin in meiner Abwesenheit ihre Streicheleinheiten woanders holt, dann würde ich das akzeptieren. Das Problem wäre nur dabei, dass ich Sie nicht mehr schätzen würde.
Ich würde Sie nicht mehr als das behandeln, was Sie für mich repräsentierte. Ich würde Sie nicht mehr als "meine" Frau sehen, mein ein und alles, meine große, erste und einzige Liebe mit der ich Kinder haben und alt werden möchte, für die ich alles tun würde. Wenn ich das akzeptieren würde Larsen, dann wäre Sie nur noch eine Freundin, die ich nicht mehr schätze...

Außerdem sagtest du, dass dem Partner ja nichts genommen wurde, wenn man sich woanders befriedigen lässt (nicht unbedingt im Sinne von SEX) und man ja als Liebster glücklich ist, wenn es dem Partner gut geht (sprich wenn er sich woanders beglücken lässt).
Vergiss dabei nur nicht, dass wir alle Individuen sind, die von Geburt an einen gesunden Egoismus und Stolz haben. Es stimmt schon, dass man glücklich ist, wenn der Partner glücklich ist, nur, wenn man das Gefühl bzw. die Ansicht bekommt, der Partner ist auch woanders glücklich, dann...
Es ist wirklich schwierig dies rational zu erklären. Wenn man merkt, dass man nicht der "einzigste" für seine Liebe ist, dann neutralisieren sich alle Besonderheiten, die man vorher in seine Beziehung implentiert hat.

George, Du sprichst ...
den springenden Punkt an:

Ist man der 'Einzigste', der 'one and only'?

Wenn ich in mir spüre, dass ich der 'Einzige' bin und umgekehrt, verliert es dann nicht an Bedeutung, wer sonst noch da ist?

Mit gesundem Egoismus und Stolz hab ich da so meine Probleme.

Ich stell mir folgendes vor: Wir sind 6 Monate räumlich getrennt und natürlich empfinden sowohl sie als auch ich das Bedürfnis nach ein paar Streicheleinheiten. Mein Stolz sagt mir aber jetzt, dass ich der einzige zu sein habe, denn es darf keine anderen Götter neben mir geben.

Kann es nicht auch sein, dass ich der einzige 'Gott' für sie bin und es von daher schon keine anderen Götter gibt? Kann ich ihr dann vor diesem Hintergrund nicht auch bei jemand anderem diese Streicheleinheiten zugestehen, weil es mir eben nicht möglich ist, zu diesem Zeitpunkt bei ihr zu sein?

LG

Larsen

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