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Ich bin bei der Überlegung meinen Mann zu verlassen

31. Juli 2014 um 18:58

Hallo
Ich weiß nicht, wie ich anfangen sollIch bin bei der Überlegung, meinen Mann zu verlassen Es tut mir leid, der Beitrag wird sehr lang
Ich kenne meinen Mann seit ich an der Uni war, also, vor 12 Jahren. Er hat sich damals in mich verliebt, und zwar sehr tief, ich ihn aber nicht. Es hat zwei Jahre gedauert, bis ich ihn akzeptierte. Vielleicht aus dem Grund, dass er immer bei mir war, er war immer sehr sehr sehr gut zu mir. Das Gefühl geliebt zu sein ist einfach schön. Nach der Uni haben wir beide angefangen zu arbeiten. Ungefähr nach dem 4. Jahr, seitdem wir zusammen waren, habe ich mich von ihm getrennt. Ich hatte keine Affäre. Ich habe nur geglaubt, dass ich ihn nicht liebte, und ich war nicht zufrieden über mein Lieben. Ich habe danach versucht, die anderen kennenzulernen. Meine Familie hat auch versucht mich mit den anderen zu verkoppeln. Es hat alles nicht geklappt. Ich war sehr einsam, wusste nicht was ich machen sollte, wenn ich frei hatte. Nach der Arbeit bin ich fast jeden Tag bummeln gegangen, weil ich nicht früh nach Hause gehen wollte. Ungefähr nach einem Jahr habe ich meinen Mann gefragt, ob wir wieder zusammen wollten. Er hat das zugesagt. Vor ungefähr drei Jahren haben wir geheiratet.
Über meine Ehe hatte ich vorher viel viel Gedanken macht, bevor ich meinen Mann geheiratet habe. Meine Mutter hat aus Liebe meinen Vatter geheiratet. Die Liebe hat nicht lange gehalten. Als ich klein war, haben sie sich scheiden lassen. Meine Mutter hat meinen Vatter verboten mich zu sehen. Von daher habe ich meinen Vatter danach nie wieder gesehen. Ich denke, so wichtig bin ich ihm vielleicht auch nicht, ansonsten würde er sich schon anstrengen mich irgendwie zu besuchen. Was damals wirklich passiert war, interessiere ich mich auch nicht mehr. Jedenfalls ich habe mich beschlossen, einen Mann nicht unbedingt aus Liebe zu heiraten, sondern wir müssen zu einander passen. So streitet man auch wenig, das Risiko sich zu trennen ist kleiner.
Mein Mann und ich sind sehr unterschiedlich. Im guten Sinne, dass er ein sehr sehr vernünftiger Mensch ist. Mit ihm kann ich über alles reden, wenn ich Probleme habe, kann er immer mir guten Rat geben. Mein schlechtes Temperament hat er einfach so akzeptiert. Er ist schlau und bei der Arbeit ist er sehr professionell. Er bietet mir ein finanziell sehr angenehmes Leben und er kümmert sich um die Familien. Ich bin dagegen ungeduldig und emotional, rege mich schnell auf, manchmal auch chaotisch. Streiten haben wir wirklich kaum gehabt. Die Schwäche von meiner Ehe wusste ich vorher eigentlich auch. Ich gehe gern nach draußen, spazieren gehen, Fahrrad fahren, Brunchen, mich unter der Sonne liegen, mit Freunden treffen. Das tut mein Mann nicht, er bleibt gern zu Hause. Bewegung kommt nicht in Frage. Ich habe gedacht, na gut, ich habe auch Freunden, dann mache ich das eben mit Freunden. Das hat vor kurzer Zeit sogar noch teilweise funktioniert
Bei der Arbeit habe ich einen Kollegen kennengelernt. Ich mag ihn, weil er in vielen Hinsichten sehr ähnlich wie ich ist. Obwohl er weiß, dass ich verheiratet bin, hat er versucht mich anzumachen. Ich habe das angenommen. Vor ungefähr einem halben Jahr habe ich eine Affäre mit ihm. Ich glaube, ich habe mich in ihm verknallt. Mittlerweile denke immer an ihm. Wir sind manchmal zusammen spazieren gegangen, zum Strand gefahren oder einfach rumgehangen. Dadurch habe ich gemerkt, dass es einen riesigen Unterschied gibt, wenn man mit seinem Partner zusammen was unternimmt. Das Gefühl kann man mit Freunden nicht haben. Das fehlt mir so sehr. Ich stelle mir manchmal vor, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich mit ihm zusammen wäre, wir könnten so viele schöne Sachen zusammen machen.
Die Affäre hat mich zum Nachdenken über meine Ehe gebracht. Seitdem ich die Affäre habe, habe ich viele Beiträge hier gelesen. Ich habe angefangen mich zu fragen, was fehlt mir eigentlich in meiner Beziehung. Ich denke, ich liebe meinen Mann nur wie meine Familien, vielleicht habe ich ihn nie als einen Mann geliebt. Aus der Angst allein zu sein, aus dem Grund dass er alle meine schlechte Laune und Temperamenten akzeptiert. Aus dem Grund, dass wir zu einander passen. Ich habe gedacht, so einen guten Mann würde ich nie wieder finden. Mir fehlt die Liebe zu ihm, mir fehlt das emotionale Teil in einer Beziehung, die Romantik, (Romantik ist nach der Meinung vom meinen Mann eine Verschwendung fürs Leben. Geschenke von ihm habe ich nie bekommen). Mir fehlt das Händchenhalten, Knutschen, Küssen, angetatscht werden
Wie es mit meinem Affäre weiter geht, weiß ich nicht. Ich denke manchmal, dass er mich mitterlweile sowieso nicht so sehr mag wie am Anfang. Obwohl er sagte, dass er auch mit mir zusammen möchte, glaube ich ihm nur teilweise. Ich weiß, dass er schon eine große Rolle jetzt bei meiner Ehe spiel, aber er ist nicht unbedingt das Thema, worüber ich hier reden möchte. Sondern, vom meiner Affäre habe ich die Flecken von meiner Ehe entdeckt. Ich weiß, was mir fehlt. Ich habe gemerkt, ich bin eigentlich nicht wie ich dachte. Schlechte Temperamente habe ich auch nicht wirklich. Ich bin manchmal unglaublich geduldig und tolerant meinem Affäre gegenüber. Vor allem frage ich mich: Hat meine Ehe mich einen schlechten Mensch gemacht? Ich hatte vorher auch Freunden gehabt und ich bin nie auf die Idee gekommen sie zu betrügen. Ich habe sogar keinen Blick auf die anderen Jungs geworfen. Ich bin durcheinander
Ich weiß, was ich geschrieben habe, hört sich furchtbar an. Aber ich habe mir wirklich Mühe gegeben, nicht nur hier die Geschichte zuzugeben, sondern erst mir selbst gegenüber ehrlich zu sein. Ich möchte keine Kritik hier bekommen, ich bin schon sehr schwach und es tut mir auch weh. Ich saß manchmal meinen Mann gegenüber, hab ihm in die Auge geschaut, und mich gefragt, warum liebe ich ihm nicht, er ist so ein guter Mensch, er verdient meine Liebe. Dann konnte ich mich nicht mehr kontrollieren und ich habe angefangen zu heulen. Einmal hat mein Mann das gesehen und er hat mich gefragt, was ist passiert. Ich habe ihm gesagt: Scheiße, du bist ja echt alt geworden. Siehst du, du hast schon Falten. Dann hat er gelacht und mit mir zusammen geheult. Nach so vielen Jahren ist mein Mann wie meine Familien. Das Vertrauen, das ich zu ihm habe, kann ich nicht einfach zu den anderen haben. Ihn zu verlassen ist sehr sehr schwierig. Allein zu sein kenne ich überhaupt nicht, kann ich das schaffen? Werde ich es bereuen, wenn ich später wie damals auch keine anderen finden kann? Wenn ich ihn nicht verlasse, ist es fair zu ihm? fair zu mir? Werde ich ihn später für einen anderen Mann noch mal betrügen?
Sorry dass ich so viel geschrieben habe ich weiß nicht, wem ich das alles erzählen soll.

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1. August 2014 um 12:58

Wem erzählen?
Du fragst, wem Du das erzählen sollst? Schonmal daran gedacht es Deinem Mann zu erzählen?

Ich wäre froh, wenn mir meine Frau sowas sagen würde und verduchte ehrlich zu sich und zu mir zu sein.
Besser natürlich, Du hättest ihm schon vor einem halben Jahr begonnen zu erzählen. Aber besser heute als nochmals in einem halben Jahr.

Ich versteh nicht, weshalb Du alles selber entscheiden möchtest und Deinen Mann, den es auch sehr betrifft, nicht in die Diskussion/Entscheidung miteinbeziehst!

Zusammen liesse sich doch besser entscheiden, ob Ihr euch trennt, zusammen bleibt mit Affaire(n) oder die Affairen abbricht (was bei Dir, so dünkt mich, nicht zur Auswahl steht - und das ist nicht als Vorwurf gemeint, nur Feststellung).

Würde meine Frau sowas mir erzählen, würde ich darin das Menschliche versuchen zu erkennen. Dein Mann scheint doch auch vernünftig zu sein. Also los!

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3. August 2014 um 12:04

Hey
Vielleicht ist das hier jetzt nicht unbedingt passend, aber ich glaube ich verstehe, was du meinst.
Ich habe erst gestern meinen Freund verlassen- nach 4 Jahren Beziehung. Es war schön, weil er ein guter Freund für mich war. Er hat mich unterstützt und ich weiß, dass er mich sehr liebt. Aber ich war mir schon am Anfang unsicher, habe nicht wirklich Liebe in der Art, wie ich Liebe definiere, empfunden. Und dennoch habe ich mich auf ihn eingelassen.
Gestern habe ich endlich den Mut gefunde, ihn zu verlassen. Er ist ein total toller Mensch aber eben das komplette Gegenteil von mir. Ich gehe gerne weg, was er mir unter anderem verboten hat (!), nicht mal mit mir ist er weg gegangen, war ständig daheim und hat am PC rumgesessen... Ich habe letzte Woche jemanden kennen gelernt, der mich irgendwie in die Realität zurück gebracht hat. Kein Mann hat das Recht, mich zu verändern. Vielmehr sollte er mich genau so akzeptieren, wie ich bin.
Ich brauch jetzt Zeit um mich selbst zu finden, zu wissen, was ich will und wie das geht.
Auf jeden Fall fühle ich mich nach langer Zeit in gewisser Weise frei und erleichtert- auch wenn ich doch noch lange trauern werde...
Versuch einfach auf dein Herz zu hören. Allein die Tatsache, dass du eine Affäre hast ist doch ein Zeichen dafür, dass dein Mann nicht mehr das ist, was du willst. Du hast dich verliebt und solltest auf deine Gefühle hören.
Alleine wirst du ja nicht sein wenn du deinen Mann verlässt... Aber es wäre unfair, deinen Mann, der dich so sehr liebt, zu belügen und ihm etwas vorzumachen.
LG

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