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Ich bin am Ende.....

18. August 2012 um 18:24

Hallo zusammen,
wie so viele hier hätte auch ich nie daran gedacht, euch um Rat und Beistand bitten zu müssen. Aber ich bin am Ende, werde alles verlieren, was mir je etwas bedeutet hat. Ich werde versuchen unsere Geschichte nicht zu lang werden zu lassen, denn sie umfasst immerhin 30 Jahre.
Als ich meinen Mann kennenlernte war es für mich die ganz große Liebe. Ich wusste schon nach kurzer Zeit, dass ich nie wieder einen Mann werde so lieben können wie ihn. Er war zwar schon immer kein einfacher Charakter (leicht aufbrausend, herrisch), aber unsere Liebe schaffte das. Die ersten 5 Jahre waren die glücklichste Zeit in meinem Leben, ich liebte mit Haut und Haar, ich verlor mich in ihm. Dann wollte mein Mann unbedingt ein Kind. Ich hätte noch warten können, gab aber seinem Wunsch nach. Wir heirateten, flitterten und arbeiteten fleißig an unserem Babywunsch. Als ich 3 Monate später schwanger war freuten wir uns riesig. Doch plötzlich veränderte sich mein Mann, er wurde kühl und abweisend. Ich dachte, er müsse sich erst an die neue Situation gewöhnen. Die Monate bis zur Geburt nun in Kurzform: Mein Mann hatte ein Verhältnis mit der Frau seines besten Freundes. Alle wussten Bescheid, nur ich nicht, mich wollten alle schonen. Er war entschlossen, mich zu verlassen, wenn das Baby da ist. Brachte unsere gesamten Ersparnisse mit seiner Neuen durch. Ich bin in dieser Zeit gestorben und niemand merkte es. Ich war davon überzeugt eine Fehlgeburt zu erleiden, weil so etwas keiner aushalten kann. Es kam anders. Seine Neue schickte meinen Mann in die Wüste, er blieb bei mir, unser Mädchen wurde geboren. Die Dramen, die sich in dieser Zeit abspielten, würden ein Buch füllen. Einerseits war ich froh, dass mein Mann blieb, ich liebte ihn immer noch, andererseits fühlte ich mich als Lückenbüßer. War mir seiner Gefühle zu mir nicht mehr sicher. Zweifel und Misstrauen waren nun meine ständigen Begleiter. Ich wurde wieder schwanger, unser Sohn wurde geboren. 5 Jahre später begann ich, wieder halbtags zu arbeiten, managte alles, mein Mann gönnte sich neben seiner Arbeit zwei Hobbys (Angel, Modellflugzeugbau). Wir lebten stinknormal, mit Höhen und Tiefen, aber es funktionierte. Bis die nächste Katastrophe über uns herein brach: Mein Mann hatte wieder ein Verhältnis, wieder mit der Frau seines zu dieser Zeit besten Freundes (Angel-Kumpel). Wieder entschlossen, uns zu verlassen, sobald seine Neue ihre Ehe abgewickelt hat. Es tat ihm leid, aber er könne nichts dafür. Er hat über Monate ein Doppelleben geführt. Mit mir geschlafen und mir seine Liebe geschworen, während er sich nach ihr verzehrte. In der gleichen Woche, als ich von seiner neuen Beziehung erfuhr, stellte ich entsetzt fest, dass ich trotz Verhütung schwanger war. Ich war entschlossen, das Kind auf gar keinen Fall zu bekommen und mein Mann würde nie etwas davon erfahren. Doch was passiert ? Mein Mann schnüffelte in meinen Sachen (was er nie zuvor tat). Warum ? Um Beweise für eine Untreue meinerseits zu finden, welche er mir oft unterstellt hat ? Ich weiß es nicht, jedenfalls fand er den Schwangerschaftstest. Er kniete sich vor mich hin, flehte und bettelte, ich solle das Kind diesen Teil von ihm und von mir nicht töten. Er weinte wie ein Schlosshund und vergrub sein Gesicht in meinem Schoß. Ich hatte ihn noch nie so verzweifelt, hilflos und aufgelöst gesehen. Das mit seiner Neuen sei sowieso aus (den Grund nannte er mir nicht, aber ich weiß, dass sie es nicht fertig brachte, ihre Heimat zu verlassen samt Familie und Freunde. Sie wohnte mehrere 100km entfernt). Er wollte bei mir bleiben, seiner Traumfrau ich sei doch das einzige, was ihm noch bliebe. Wieder ließ ich mich umstimmen. Ich hasste mich dafür, dass ich immer noch liebte, und meine Gefühle stets mein Handeln lenkten. Auch in dieser Zeit spielten sich Dramen ab, die locker 20 Folgen der Lindenstraße füllen würden. So standen wir wieder mal da: finanziell ruiniert, bald 3 Kinder, unsere Ehe auf dem Nullpunkt. Ich fühlte mich elend, zweifelte an der Richtigkeit meiner Entscheidung. Irgendwie wusste ich gar nichts mehr. Was bin ich für meinen Mann ? Liebt er mich oder bin ich wieder mal nur die bequeme Notlösung ? Unsere Tochter wurde geboren, meine Zweifel blieben. Ich wünschte mir so sehr, dass meine Liebe zu ihm nachlassen würde und vielleicht sogar ganz erlischt, das hätte mir vieles leichter gemacht. Dann hätte mir auch mal etwas egal sein können. Aber das war nicht der Fall. Ich liebte ihn so sehr, hatte aber Hemmungen, ihm das wie früher zu zeigen. Ich bekam Angst, Angst vor Zurückweisung, Angst nicht attraktiv genug zu sein, Angst irgend etwas falsch zu machen. Aus finanziellen Gründen konnte ich mir nicht mal eine Babypause gönnen, 6 Wochen nach der Geburt ging ich wieder arbeiten. Beruf, Haushalt, Familie ich war immer im Dauerstress. Dass ich abends überhaupt ein bisschen runter kam gönnte ich mir ab und an 1 bis 2 Piccolo. Aus dem ab und an wurde täglich und aus den 1 bis 2 wurden 3 bis 4, irgendwann war es Wein. Jeden Tag eine halbe Flasche, aber nur abends. Tagsüber konnte ich mir das wegen der Kinder und der Arbeit nicht erlauben. Mein Mann hat schon immer gerne und nicht gerade wenig getrunken, da dachte ich, was der darf kann ich auch. Damit nahm das Elend seinen Lauf. Der Alkoholkonsum blieb, mal mehr, mal weniger. Wir lebten mehr neben- als miteinander. Bei mir hatte der Alkohol eine verheerende Wirkung: Ich begann aufzubegehren, zu widersprechen, ich machte ihm Riesenszenen, wenn mir z.B. seine Erziehungsmethoden à la 1960 nicht passten. Die Anlässe wurden nichtiger, die Auseinandersetzungen heftiger. Danach herrschte stets einige Tage Funkstille. Ich schlief inzwischen nur noch im Wohnzimmer, da sich mein Mann auch äußerlich etwas gehen ließ. Aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme war er schon lang impotent, sodass hier sowieso nichts mehr lief. So leben wir nunmehr seit 5 Jahren. Vor 4 Wochen an unserem Hochzeitstag dann der große Knall. Ich war arbeiten, er hatte Urlaub. Ich kam nach Hause, nichts keine Blumen, kein Kuss, er hat es wie so oft vergessen. Ich war enttäuscht, sagte aber nichts. Nachmittags hat er dann wegen unserem Sohn (22), auf dem er schon seit Jahren grundlos herum hackt, so einen Terz veranstaltet (Einzelheiten würden hier zu lange dauern), dass ich explodiert bin. Ich trank 4 Prosecco auf ex, um meinem Mann gewachsen zu sein. Ich machte ihm Vorwürfe, beschimpfte ihn, sagte, dass ich mich immer auf die Seite der Kinder stellen würde. Dass wir geschiedene Leute sind, wenn er nicht endlich seinen Sohn wie einen normalen Menschen behandeln kann. Ich war auf 180 der Alkohol tat sein Übriges. Am nächsten Tag begab sich mein Mann auf Wohnungssuche. Er ist entschlossen, mit seiner großen Tochter (die nicht mehr bei uns wohnt) zusammen zu ziehen, und die Kleine (13) ebenfalls mitzunehmen. Bei mir könne man sie ja nicht lassen, so wie ich mich aufführe. Ich wüsste gar nicht wie ich sei, wenn ich etwas intus hätte. Er würde das sowohl beim Jugendamt als als auch bei meinem Arbeitgeber publik machen, wenn ich mich dem widersetze. Von seinem eigenen Alkoholkonsum sprach er nicht. In seinem Hobbykeller stapeln sich zeitweise 15 bis 20 Schnapsflaschen, vom Bier ganz zu schweigen. Beim Abendessen schlief er schon öfter ein, Kopf auf dem Tisch und blieb stundenlang so sitzen. Ich habe es fotografiert, sonst würde das keiner glauben. Seit 2 Wochen reden wir kein Wort mehr miteinander. Ich weiß nicht, wann er gehen wird, ich weiß nur, dass er gehen wird. An dieser ganzen Katastrophe sind wir beide schuld. Trotzdem glaube ich, dass wir noch eine Chance hätten, wenn wir uns professionelle Hilfe holen würden, um aus diesem Trott heraus zu kommen. Er aber ist überzeugt, dass nur eine Trennung hilft. Nun sitze ich da, kann nicht mehr, will nicht mehr. Ich kann nicht ohne ihn er will nicht mehr mit mir. Ich habe Angst vor dem was kommt, ich werde alles und jeden verlieren. Ich schaffe das nicht......

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18. August 2012 um 19:28

Ich bin wirklich geschockt.
Was du alles miterleben musst. Aber das zeigt dir auch wie Stark du bist. Du hast 30 Jahre, in wie es sich für mich anhört, in der Hölle gelebt. Dann schaffst du das jetzt auch. Dein Mann hängt an dir, aber sieht einfach nicht ein wie Wertvoll du bist. Meine Meinung? Lass ihn gehen. Weil das hast du nicht verdient. Das mit dem Fremdgehen wäre mir schon zuviel gewesen. Zu dir kam er immer wieder, weil er wusste er kann es und du nimmst ihn zurück. Du hast einen Job und Kinder. Du stehst auf sicheren Beinen und du schaffst das. Deine Kinder sind alt genug und ich glaub kaum das sie dich im Stich lassen werden. Dein Mann macht sich kaputt und zieht dich mit runter. Lass das nicht zu und fang ein neues Leben an. Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. So leid es mir tut aber kämpf nicht um diese Beziehung. Vielleicht bekommst du ihn zurück, aber es wird sich an der Situation bestimmt nichts ändern. Hol dir Hilfe und bau dir ein neues Leben auf. Alles Anfang ist schwer, aber du hast so viel mitgemacht, den rest schaffst du jetzt auch. Und vorallem lass die Finger vom Alkohol. Denn der macht mehr Kaputt als er dir etwas bringt Viel Glück.

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18. August 2012 um 20:00

Ich bin am Ende.....
Hallo cefeu,
bin dankbar für jeden Rat. Das, was Du schreibst, weiß ich leider selbst, aber in mir streubt sich alles, etwas daran zu ändern. Änderungen bedeuten für mich Gefahr. Vor was, weiß ich selbst nicht. Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich mich emotional abhängig gemacht habe, und zwar total und vor langer Zeit. Vielleicht denkt so mancher, ich sei evt. geistig etwas einfach gestrickt. Im Gegenteil. Ich habe eine gute Schul- und Bankausbildung mit langjähriger Tätigkeit, und auch mit 3 Kindern habe ich es in meinem zweiten Job geschafft, mich von einer Halbtagsstelle in Auftragsbearbeitung zur Fachkraft für Finanzbuchhaltung hochzuarbeiten. Die Arbeit war mir eine Bestätigung für meine Leistung, zu Hause war alles selbstverständlich. Wenn ich mal morgens um 4.30Uhr zur Frühschicht meines Mannes nicht aus den Federn kam, dann gab es statt "Guten Morgen" nur ein "Gibts keinen Kaffee ?" Bin schon seit Tagen trocken, trinke nichts mehr, daher auch mein Mut, hier Rat zu suchen. Aber den Schmerz lindert es nicht. Mir hilft der Zeitvertreib hier beim Schreiben, meine Sorgen "los"zuwerden, wenn auch nur geschrieben. Egal was ich tue oder nicht tue - mein Mann wird nichts an seinen Drohungen ändern und die 13jährige Tochter zu sich nehmen, um die er sich so gut wie nie gekümmert hat. Ich bezeichnete mich oft anderen gegenüber als "alleinerziehende, aber verheiratete Mutter". Bald bin ich eine verwaiste Mutter..........

verletzteliebe

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19. August 2012 um 7:44

Elternhaus ?
Mein Elternhaus - das ist so ein Thema für sich. Wir waren acht Kinder, Vater Alkoholiker und gewalttätig, Mutter demütig und ergeben, nur mit dem einen Ziel, dass aus uns mal etwas Gescheites wird. Mein Bruder (1 Jahr älter) hat sich mit 22 Jahren in unserem Keller erhängt. Später habe ich oft gedacht: wie konnte meine Mutter uns das antun? Warum hat sie uns nicht da raus geholt ? Sie hatte Angst das Haus zu verlieren und wir mussten dafür leiden, manchmal sogar um unser Leben fürchten. Ich wünschte mir immer selbst eine kleine Familie, einen lieben Mann, dann würden wir alles mal besser machen. Und daran klebe ich fest (wie meine Mutter...)
Ich glaube auch, dass ich mehr als unsere Ehe aufarbeiten muss, werde mir die erforderliche Hilfe holen.

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19. August 2012 um 11:33

Schande über mich....
Habe heute morgen einen fürchterlich Moralischen.. Liege im Dunkeln und heule mir die Augen aus. Ausgerechnet jetzt kamen meine großen Kinder - mein Sohn sagte mir, sie und mein Mann wollten mal mít mir reden. Mein Mann schickt seinen Sohn vor - kann er das nicht selbst ? Für mich sah das nach drei gegen einen aus - dem fühle ich mich nicht gewachsen. Ich sagte meinem Sohn, dass das, was ich zu sagen habe nur seinen Vater und mich etwas angeht. Da er anscheinend nicht mit mir allein reden will bekommt er es schriftlich. Zu viele Emitionen im Spiel - das wird kein gutes Ende nehmen......

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19. August 2012 um 17:18
In Antwort auf wilma_12764456

Ich bin wirklich geschockt.
Was du alles miterleben musst. Aber das zeigt dir auch wie Stark du bist. Du hast 30 Jahre, in wie es sich für mich anhört, in der Hölle gelebt. Dann schaffst du das jetzt auch. Dein Mann hängt an dir, aber sieht einfach nicht ein wie Wertvoll du bist. Meine Meinung? Lass ihn gehen. Weil das hast du nicht verdient. Das mit dem Fremdgehen wäre mir schon zuviel gewesen. Zu dir kam er immer wieder, weil er wusste er kann es und du nimmst ihn zurück. Du hast einen Job und Kinder. Du stehst auf sicheren Beinen und du schaffst das. Deine Kinder sind alt genug und ich glaub kaum das sie dich im Stich lassen werden. Dein Mann macht sich kaputt und zieht dich mit runter. Lass das nicht zu und fang ein neues Leben an. Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. So leid es mir tut aber kämpf nicht um diese Beziehung. Vielleicht bekommst du ihn zurück, aber es wird sich an der Situation bestimmt nichts ändern. Hol dir Hilfe und bau dir ein neues Leben auf. Alles Anfang ist schwer, aber du hast so viel mitgemacht, den rest schaffst du jetzt auch. Und vorallem lass die Finger vom Alkohol. Denn der macht mehr Kaputt als er dir etwas bringt Viel Glück.

Was wird jetzt ?
Alles ist leichter geschrieben als getan. Ich bin stark, vor allem beruflich. Da bin ich selbstbewusst, kann immer gut von schlecht unterscheiden und dementsprechend agieren und reagieren. Aber privat, was meinen Mann betrifft, bin ich eine absolute Null. Total fixiert auf meinen Mann, er war und ist mein Alles. Ohne ihn - Vakuum, Stille etc. Ich will einen Neuanfang, mein Mann nicht. Ich bin verzweifelt.

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19. August 2012 um 18:53
In Antwort auf wilma_12764456

Ich bin wirklich geschockt.
Was du alles miterleben musst. Aber das zeigt dir auch wie Stark du bist. Du hast 30 Jahre, in wie es sich für mich anhört, in der Hölle gelebt. Dann schaffst du das jetzt auch. Dein Mann hängt an dir, aber sieht einfach nicht ein wie Wertvoll du bist. Meine Meinung? Lass ihn gehen. Weil das hast du nicht verdient. Das mit dem Fremdgehen wäre mir schon zuviel gewesen. Zu dir kam er immer wieder, weil er wusste er kann es und du nimmst ihn zurück. Du hast einen Job und Kinder. Du stehst auf sicheren Beinen und du schaffst das. Deine Kinder sind alt genug und ich glaub kaum das sie dich im Stich lassen werden. Dein Mann macht sich kaputt und zieht dich mit runter. Lass das nicht zu und fang ein neues Leben an. Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. So leid es mir tut aber kämpf nicht um diese Beziehung. Vielleicht bekommst du ihn zurück, aber es wird sich an der Situation bestimmt nichts ändern. Hol dir Hilfe und bau dir ein neues Leben auf. Alles Anfang ist schwer, aber du hast so viel mitgemacht, den rest schaffst du jetzt auch. Und vorallem lass die Finger vom Alkohol. Denn der macht mehr Kaputt als er dir etwas bringt Viel Glück.

Zu spät.....
ich bin hin und her gerissen. Kann einfach nicht mehr. Er wird mir alles nehmen - und ich kann nichts dagegen tun. Sitze hier, hatte heute meinen total Moralischen, stundenlang im Dunkeln sitzen und weinen, bis einem die Augen übertreten....

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19. August 2012 um 19:01
In Antwort auf wilma_12764456

Ich bin wirklich geschockt.
Was du alles miterleben musst. Aber das zeigt dir auch wie Stark du bist. Du hast 30 Jahre, in wie es sich für mich anhört, in der Hölle gelebt. Dann schaffst du das jetzt auch. Dein Mann hängt an dir, aber sieht einfach nicht ein wie Wertvoll du bist. Meine Meinung? Lass ihn gehen. Weil das hast du nicht verdient. Das mit dem Fremdgehen wäre mir schon zuviel gewesen. Zu dir kam er immer wieder, weil er wusste er kann es und du nimmst ihn zurück. Du hast einen Job und Kinder. Du stehst auf sicheren Beinen und du schaffst das. Deine Kinder sind alt genug und ich glaub kaum das sie dich im Stich lassen werden. Dein Mann macht sich kaputt und zieht dich mit runter. Lass das nicht zu und fang ein neues Leben an. Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. So leid es mir tut aber kämpf nicht um diese Beziehung. Vielleicht bekommst du ihn zurück, aber es wird sich an der Situation bestimmt nichts ändern. Hol dir Hilfe und bau dir ein neues Leben auf. Alles Anfang ist schwer, aber du hast so viel mitgemacht, den rest schaffst du jetzt auch. Und vorallem lass die Finger vom Alkohol. Denn der macht mehr Kaputt als er dir etwas bringt Viel Glück.

Geschockt....
wenn mich jemand fragt, was ich beruflich mache, dann sage ich immer , frage mich was ich nicht mache, dann bin ich schneller fertig. Habe eine absolute emotionale Abhängigkeit zu meinem Mann. Wenn er geht dan bin ich am Ende.

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22. August 2012 um 14:03

Leidensgenosse
Ja, ich habe Deine Geschichte gelesen und die Diskussion. Es ist richtig sich zu trennen, wenn es kaputt macht aber es ist höllisch schwer.Ich verstehe nicht warum ich so blöd bin und leide anstatt froh zu sein. Ich glaube es ist die Erziehung die wir "genossen" haben, schätze wir sind so ziemlich in einem Alter( bin 55) Meine Tochte(28) ist viel cooler und hat mehr Selbstwertgefühl.

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24. August 2012 um 4:02

Es geht weiter....
Mein Mann ist schwer beschäftigt mit seinem Leben ohne mich. Habe mich heute hingesetzt und ihm einen langen Brief geschrieben (OHNE Bettelei, dass er bleiben soll). Habe ihm einfach mal aufgezeigt, dass der Anlass nur der eine Tropfen war, der das Fass zu überlaufen brachte und er die ganzen Jahre über genug dazu beigetragen hat, dieses Fass stetig zu füllen. Musste es einfach loswerden und reden ist montan nicht möglich, da hätte ich auch meine Emotionen nicht im Griff. Ich hoffe nur, dass er sich die Mühe macht und es auch liest, noch liegt der Brief ungelesen neben seinem Bett in dem er schnarcht.......

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25. August 2012 um 18:14

Die Tragik geht weiter
Heute vormittag Gespräch wegen Finanzen, jüngster Tochter etc. Meinen Brief hat er immer noch nicht gelesen, fühlt sich nicht in der Lage dazu. Warum eigentlich ? Meine Sicht der Dinge nicht wichtig ? Will er wieder Recht bekommen, wie immer ? ER hat doch seine Entscheidung mit allen Konsequenzen getroffen und ist beim Ausziehen, nicht ich. Ich hätte eine gemeinsame Therapie vorgeschlagen, aber das hätte er (wie schon einmal) abgelehnt. MANN ist ja Einzelkämpfer. Viele Tränen auf beiden Seiten, Er meint, er hätte genug "gebüßt" (wie, indem ich immer für alles und jeden da war, aber niemand für mich ?), ich sagte, er hätte mir nie eine Erklärung bzw. offene Entschuldigung, ein einfaches "Es tut mir leid, ich habe Scheiße gebaut" für seine Entgleisungen gegeben. Er blieb immer und ich habe den Fehler gemacht, dies nicht aufzuarbeiten. Fronten verhärtet, jeder meint er wäre im Recht. aber wenigstens hat er zugestimmt, dass die Jüngste unter der Woche hier bleibt (wegen Schule, Freunde, anstehende Termine Kieferorthopäde, Klavier - das würde weder er noch meine große Tochter auf die Reihe kriegen). Am Wochenende kann sie entscheiden, wo sie hin möchte.
Finde mich langsam mit der Situation ab, fällt schwer, sehe aber ein, dass eine Trennung erst mal das Beste ist, damit jeder für sich zu sich selbst finden kann. Soweit bis vor 5 Minuten. Eben rief er mich an, dass er morgen nochmal mit mir reden will, heute fühle er sich dazu nicht mehr in der Lage. Meinen Brief wird er auch erst in den nächsten Tagen lesen, wenn er sich dazu in der Lage fühlt. Was soll das ? Rückzieher ? Zu spät, alles unterschrieben. Er kann nicht mehr zurück, er muss da durch.

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25. August 2012 um 19:21

Warum ich ihn liebe ?
Ich weiß momentan gar nichts mehr, aber ich liebe ihn maßlos wegen unserer Vergangenheit, das war einfach eine unheimlich tiefe Zeit, mit Worten nicht zu beschreiben. Ich weiß, es ist nicht gut, an der Vergangenheit zu hängen, aber die ersten 5 Jahre waren die glücklichste Zeit meines Lebens - die einzigen glücklichen Jahre, die ich je hatte. Vielleicht kommen sie mir daher so vor. Das ist mein Problem. Aber ich arbeite daran. Habe mich im Griff, akzeptiere die Trennung. Haben uns, wenn auch unter Tränen beiderseits, bzgl. Finanzen und Kinder geeinigt. Morgen will er nochmal mit mir reden, ich weiß nicht warum. Rückzieher ? Dafür ist es zu spät. Wir müssen uns diese teure Auszeit geben, um überhaupt wieder zu uns selbst zu finden. Dann sehen wir weiter.

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26. August 2012 um 9:54

Das Spiel mit der Hoffnung
Ach wie ich das doch kenne!! Dieses immer einen Fuß in der Tür lassen, Hoffnung schüren und eine Chance lassen. Habe dies jahrelang mit gemacht bis ich den Kontakt ganz abgebrochen habe, weil wenn es immer so weiter geht, werde ich immer wieder enttäuscht, leide immer wieder....Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. nach jetzt fünf Wochen Ruhe, kam gestern wieder eine SMS von ihm. Hab zurück gesimst, dass ich meine Ruhe möchte. Ich gebe zu, dass es mir nicht leicht gefallen ist, aber ich war nachher stolz auf mich. Ich will nicht mehr ständig verletzt weren.

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27. August 2012 um 13:18

Mieser Kerl.....
......im Grunde genommen ist er das gar nicht (seit seiner letzten Affäre, und auch zwischendurch...), obwohl er sich so benimmt. Ich weiß, jeder wird mich jetzt wieder für verrückt erklären, so von wegen Selbstachtung etc. Ja, damals hatte ich die nicht, aber in meinen Beruf habe ich sie mir erarbeitet. Nur zu Hause nicht, da blieb alles, wie es war. Ich kenne meinen Mann lange genug. Er ist, wie soll ich sagen, wie ein kleines Kind (ich hatte deren drei und weiß von was ich rede..). Will haben.....aber nichts dafür tun müssen. Und wenn er was tut, muss dies ausreichend "gewürdigt" werden, auch wenn es das Selbstverständlichste auf der Welt ist. Es ist schwer zu erklären - ich verlangte von ihm Veränderungen, was sein Verhalten ggü. den Kindern und mir anbelangt und auch seine "Anwesenheit" in der Familie. Ich war bereit, das Meinige dafür zu tun, dass es zu Hause wieder weniger Streit gibt (z.B. Alk weglassen bei Streitsituationen). Statt eine gemeinsame Lösung zu suchen macht er das, was er immer tat - weglaufen. Werde ihn nicht halten. Das, was mich am meisten stört ist, dass er seine große Tochter dafür "missbraucht", was ich bisher für ihn erledigt habe: Wäsche waschen, kochen etc. Ich habe ihm schon gesagt, dass wenn er wirklich "zu sich finden wollte" dann hätte er mal für sich ganz allein leben müssen. Aber er geht immer den möglichst bequemsten Weg. Soll er....., die Jüngste (13) und mein Sohn (22) bleiben hier, dann krieg ich das auf die Reihe - sowohl emotional als auch finanziell.

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27. August 2012 um 14:58
In Antwort auf verletzteliebe

Mieser Kerl.....
......im Grunde genommen ist er das gar nicht (seit seiner letzten Affäre, und auch zwischendurch...), obwohl er sich so benimmt. Ich weiß, jeder wird mich jetzt wieder für verrückt erklären, so von wegen Selbstachtung etc. Ja, damals hatte ich die nicht, aber in meinen Beruf habe ich sie mir erarbeitet. Nur zu Hause nicht, da blieb alles, wie es war. Ich kenne meinen Mann lange genug. Er ist, wie soll ich sagen, wie ein kleines Kind (ich hatte deren drei und weiß von was ich rede..). Will haben.....aber nichts dafür tun müssen. Und wenn er was tut, muss dies ausreichend "gewürdigt" werden, auch wenn es das Selbstverständlichste auf der Welt ist. Es ist schwer zu erklären - ich verlangte von ihm Veränderungen, was sein Verhalten ggü. den Kindern und mir anbelangt und auch seine "Anwesenheit" in der Familie. Ich war bereit, das Meinige dafür zu tun, dass es zu Hause wieder weniger Streit gibt (z.B. Alk weglassen bei Streitsituationen). Statt eine gemeinsame Lösung zu suchen macht er das, was er immer tat - weglaufen. Werde ihn nicht halten. Das, was mich am meisten stört ist, dass er seine große Tochter dafür "missbraucht", was ich bisher für ihn erledigt habe: Wäsche waschen, kochen etc. Ich habe ihm schon gesagt, dass wenn er wirklich "zu sich finden wollte" dann hätte er mal für sich ganz allein leben müssen. Aber er geht immer den möglichst bequemsten Weg. Soll er....., die Jüngste (13) und mein Sohn (22) bleiben hier, dann krieg ich das auf die Reihe - sowohl emotional als auch finanziell.

Mieser Kerl
das hört sich doch schon besser an. Du stehst wieder und hast eine Perspektive. Lass ihn wirklich ziehen. Deine Tochter ist alt genug um für sich rauszufinden, ob ihr die Hausdamenrolle auf Dauer gefällt. Ich glaube das noch nicht.Mein "mieser Kerl" hat sich nun am WE nach 5 Wochen Kontaktsperre per SMS gemeldet um etwas mit mir zu unternehmen. So als ob nichts passiert wäre. Ich hab ihm zurückgesimst, dass er mich in Ruhe lassen soll. Obwohl ich immer noch traurig bin und mir eine gute Beziehung wünsche, weiss ich, dass es mit ihm nicht gehen wird und wieder nur Kummer und Enttäuschung kommen. Da bin ich mir inzwischen zu schade für. Bleib auf Deinem Kurs und bau Dir ein eigenes Leben auf .

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