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Ich benötige euren Rat

24. August um 20:34

Hallo ihr Lieben,

ich bin eine jener Personen, die sich hier in der Hoffnung anmeldet, eine Lösung für ein Problem zu finden.
Ich versuche mit größter Mühe einen objektiven Blick zu bewahren, doch mittlerweile ist es einfach zu viel geworden, sodass ich mich vorab schon mal für mögliche Verwirrung entschuldige.

Für mich ist dieser Post gerade, als würde ich emotional blank ziehen. Es ist eine extreme Hürde für mich und ich bin wirklich an einem Punkt, wo ich es nicht verkrafte, wenn einfach nur mit Vorwürfen um sich geschmissen wird. Ich bin kein Unschuldslamm und zu einer Beziehung gehören immer zwei. Ich nehme mich da nicht raus.

Doch mit meinem Partner finde ich keine Lösung, deshalb bitte ich euch um Rat:

Ich bin weiblich, 25 Jahre alt. Mein Partner ist 26 und insgesamt sind wir seit 5 Jahren zusammen.

Unser Hauptproblem ist, dass es aus 100 einzelner Probleme besteht, worauf nun das "Sahnehäubchen" kam.

Im Moment stehe ich schon mit einem Bein in der Trennung - wenn ich das hier mal so krass formulieren darf.
Darüber bin ich mir seit gestern bewusst. Mein Verstand hat mittlerweile umgeschalten, mein Herz und meine Schuldgefühle bleiben eisern. Und ich stehe jetzt zwischen den Fronten.

Das "Sahnehäubchen" unserer Probleme ist meine Schwiegermutter. Nicht, weil sie ein Biest ist (Ganz im Gegenteil, wir stehen uns sehr nahe), sondern weil sie krank ist. Schwer krank. Die gute Frau ist mittlerweile 79 Jahre alt und hat ein kaputtes Herz (fragt mich bitte nicht nach Fachbegriffen). Eine OP könnte Sie noch retten, ohne geben ihr die Ärzte bis maximal ein Jahr. Aber so ist das kein Zustand und dann bleibt zu hoffen, dass sie es überlebt...
Sein Vater ist selbst auch gesundheitlich angeschlagen und körperlich nicht mehr fit.

Mir muss keiner etwas von einfühlsamkeit sagen... Ich habe meinen Vater im Alter von 12 Jahren verloren, ich weiß durchaus wie es ist und was er erst noch durch machen wird...

Die ganze Belastung dahinter ist eher das Problem. Unser Alltag besteht nur noch aus Arbeit und Pendelei zwischen Arbeit, Schwiegereltern und zuhause. Und nein, ich habe prinzipiell nichts dagegen, dass sich mein Partner um seine kranke Mutter kümmert, ich bin selbst auch immer mit dabei, weil es mir wichtig ist. Nur will ich damit sagen, dass es zermürbt. Egal, wie gern ich auch für sie da bin, aber es geht an die Substanz.

Das Problem was sich daraus ergibt ist, dass wir uns immer mehr entzweien. Also mein Partner und ich. Zum einen streiten wir jeden Tag, weil jeder einfach nur noch mit allem überfordert und unzufrieden ist und zum anderen sind da noch die anderen 99 Probleme, die dadurch zusätzlich noch aufgebläht werden.

Nur sind das keine Probleme wie "er macht den klodeckel nicht runter".
An dieser Stelle werde ich euch mein persönliches Problem schildern, welches in mir selbst absolutes Chaos ausgelöst hat.

Vor ca. Einem Jahr wurden wir ungeplant Schwanger. Ich weiß bis heute nicht wie, aber anscheinend war ich zu blöd zum verhüten. Wie dem auch sei, wir haben uns für das Kind entschieden. Diese Schwangerschaft hat in mir das Gefühl ausgelöst, etwas lang verlorenes wiedergefunden zu haben. Das besondere für mich daran war vor allem, dass ich es spürte. Obwohl wir verhüteten und ich nicht mit dem Gedanken gespielt hatte wusste ich, dass ich schwanger war. Fragt mich nicht, aber es war so. Ein paar Tage, nachdem ich meinem Partner meine Vermutung mitgeteilt hatte (er hatte es mir Natürlich nicht geglaubt), kam die klassische Übelkeit und der Frauenarzt Termin danach bestätigte alles.

Ich verlor unser Kind in der 18. SSW.... Und auch das habe ich gespürt.. Auf einmal fühlte ich mich leer und dieses Gefühl ist bis heute nicht weg.

Ich bin in ein totales Loch gefallen. Habe, sobald ich konnte, die Pille genommen, was meiner Meinung nach der erste Fehler war. (der zweite war, sich keinen Therapeuten zu suchen...) ich verlor irgendwie den Bezug zu meinem Körper. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber er ist mir seit dem fremd und es ist fast, als könnte ich mich nicht an ihn gewöhnen. Als wäre es ein Fremdkörper. (und ich glaube, dass da die vorgegaukelte Schwangerschaft durch die Pille durchaus mit rein spielt) Dazu kommt, dass ich nach der Schwangerschaft kaum essen konnte. Ich habe knapp 13 Kilo abgenommen und wiege bei 1,67m gerade mal 49kg... Ich fühle mich wie Haut und Knochen, unattraktiv und kann statt einem B Körbchen nicht mal mehr ein A Körbchen füllen... BH's kann ich mir abschreiben, die sind überflüssig...
Jedenfalls verstärkt diese körperliche Veränderung das befremdliche Gefühl gegenüber meinem Körper nur noch mehr. Mein Partner stört es nicht und würde mir das auch am liebsten jeden Tag zeigen, doch er kann es nicht verstehen. Er meint, wenn er mir jeden Tag sagt dass ich dennoch die schönste bin, ist alles wie vorher... Doch das ist es nicht. Sex haben wir mittlerweile kaum noch. Das liegt an mir und meinem Problem...es fühlt sich alles so falsch an... Aber nicht wegen ihm, sondern meinem Körpergefühl. Er bezieht es jedoch auf sich und meint, dass ich ihn nicht mehr attraktiv finde. Wenn ich ihm dann wiederholt sage, was mein Problem ist, tut er es ab. Er scheint es einfach nicht verstehen zu wollen, er lässt den Gedanken, es könnte NICHT an ihm liegen, erst gar nicht zu.
Ich dachte mir, ok so gesehen hatte er von der Schwangerschaft gewusst, aber er hat es nicht gespürt. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass er es nicht nachvollziehen kann?
Aber ich war schon immer ein Einzelkämpfer und dachte mir, dass ich mit meinem Problem alleine klar kommen werde und es verarbeiten kann...

Zurück zum Thema:
Die Krankengeschichte von seiner Mutter geht ja auch schon Jahrzehnte und war auch stets in unserer Beziehung präsent. Jetzt spitzt sich alles zu und ich weiß nicht mehr was tun. Mein Partner ist, verständlicherweise, absolut am Boden und immer häufiger höre ich nur noch "Wenn ihre Zeit gekommen ist, dann kannst du das mit uns eh vergessen".

Ich finde langsam keine Kraft mehr für wieder Worte.

Ich fühle mich, als wäre ich die einzige, die den Stand der Beziehung überhaupt richtig sieht. Natürlich weiß er, dass wir jeden Tag streiten und sagt mir auch oft genug, dass er unzufrieden ist. Aber wenn ich ihn damit konfrontiere, dass unsere Beziehung den Bach hinunter geht und wir nicht ewig nur mit Schuldzuweisungen um uns werfen können, dann zuckt er mit den Schultern, so nach dem Motto: wird auch nicht besser werden.

Wie gesagt ich habe wirklich Verständnis für die Situation, ich bin selbst mitten drinnen. Aber es wird immer schlimmer. Jeder Tag nimmt zu viel Energie und wir leben nur noch nebeneinander her.

Ich habe mir nun wirklich sehr viele Gedanken gemacht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Und mit gutem Gewissen kann ich die Beziehung nicht beenden. Ich liebe meinen Partner und alles in mir streubt sich dagegen, ihn gerade in dieser Situation zu verlassen.

Dazu kommt, dass ich seine Mutter sehr lieb gewonnen habe und ich sie auch nicht einfach fallen lassen kann und will.

Doch ich sehe, was jeder neue Tag bringt und ich muss gestehen, dass ich mittlerweile gegen all die negative Stimmung nicht mehr stand halten kann.

Dazu kommt, dass ich durchaus auch schon klar Text geredet habe und gesagt habe, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren dürfen, wo ist da der Sinn einer Beziehung? Irgendwas müssen wir tun! Von ihm kommt dann "ja ich sag doch die ganze Zeit, du hast keine lust mehr auf mich". Und dadurch fühlt er sich durch eine Trennung nur noch bestätigt und fordert mich heraus aber ich will doch gar keine Trennung, sondern eine Lösung!

Mein Verstand sagt, ich sollte mich trennen, da jeder nur vor die Hunde geht. Mein Partner genauso wie ich.

Mein Herz sagt nur eines: in guten, wie in schlechten Zeiten.


Habt ihr eventuell einen Rat für mich? Gibt es vielleicht jemanden, der ebenfalls einen Pflegefall in der Familie hatte?
Über jeden gut gemeinten Rat bin ich dankbar..

Achso, um Themen wie Pflege haben wir uns schon informiert. Das will seine Mutter nicht. Eine Möglichkeit wäre noch Pflegezeit zu beantragen, doch das klappt im Moment noch nicht.

Ich danke euch...

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24. August um 23:53

vielleicht sollte man im Interesse der Mutter anders entscheiden...und professionelle Hilfe mit ins Boot holen.

Was Deine Situation angeht,würde ich Dir raten,die mal mit einem Psychologen durchzusprechen.Vielleicht gewinnst Du dann mehr KLarheit und adäquate Entscheidungshilfen.

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25. August um 0:53
In Antwort auf papierblumenstrauss01

Hallo ihr Lieben, 

ich bin eine jener Personen, die sich hier in der Hoffnung anmeldet, eine Lösung für ein Problem zu finden. 
Ich versuche mit größter Mühe einen objektiven Blick zu bewahren, doch mittlerweile ist es einfach zu viel geworden, sodass ich mich vorab schon mal für mögliche Verwirrung entschuldige. 

Für mich ist dieser Post gerade, als würde ich emotional blank ziehen. Es ist eine extreme Hürde für mich und ich bin wirklich an einem Punkt, wo ich es nicht verkrafte, wenn einfach nur mit Vorwürfen um sich geschmissen wird. Ich bin kein Unschuldslamm und zu einer Beziehung gehören immer zwei. Ich nehme mich da nicht raus. 

Doch mit meinem Partner finde ich keine Lösung, deshalb bitte ich euch um Rat:

Ich bin weiblich, 25 Jahre alt. Mein Partner ist 26 und insgesamt sind wir seit 5 Jahren zusammen. 

Unser Hauptproblem ist, dass es aus 100 einzelner Probleme besteht, worauf nun das "Sahnehäubchen" kam. 

Im Moment stehe ich schon mit einem Bein in der Trennung - wenn ich das hier mal so krass formulieren darf. 
Darüber bin ich mir seit gestern bewusst. Mein Verstand hat mittlerweile umgeschalten, mein Herz und meine Schuldgefühle bleiben eisern. Und ich stehe jetzt zwischen den Fronten. 

Das "Sahnehäubchen" unserer Probleme ist meine Schwiegermutter. Nicht, weil sie ein Biest ist (Ganz im Gegenteil, wir stehen uns sehr nahe), sondern weil sie krank ist. Schwer krank. Die gute Frau ist mittlerweile 79 Jahre alt und hat ein kaputtes Herz (fragt mich bitte nicht nach Fachbegriffen). Eine OP könnte Sie noch retten, ohne geben ihr die Ärzte bis maximal ein Jahr. Aber so ist das kein Zustand und dann bleibt zu hoffen, dass sie es überlebt... 
Sein Vater ist selbst auch gesundheitlich angeschlagen und körperlich nicht mehr fit. 

Mir muss keiner etwas von einfühlsamkeit sagen... Ich habe meinen Vater im Alter von 12 Jahren verloren, ich weiß durchaus wie es ist und was er erst noch durch machen wird...  

Die ganze Belastung dahinter ist eher das Problem. Unser Alltag besteht nur noch aus Arbeit und Pendelei zwischen Arbeit, Schwiegereltern und zuhause. Und nein, ich habe prinzipiell nichts dagegen, dass sich mein Partner um seine kranke Mutter kümmert, ich bin selbst auch immer mit dabei, weil es mir wichtig ist. Nur will ich damit sagen, dass es zermürbt. Egal, wie gern ich auch für sie da bin, aber es geht an die Substanz. 

Das Problem was sich daraus ergibt ist, dass wir uns immer mehr entzweien. Also mein Partner und ich. Zum einen streiten wir jeden Tag, weil jeder einfach nur noch mit allem überfordert und unzufrieden ist und zum anderen sind da noch die anderen 99 Probleme, die dadurch zusätzlich noch aufgebläht werden. 

Nur sind das keine Probleme wie "er macht den klodeckel nicht runter". 
An dieser Stelle werde ich euch mein persönliches Problem schildern, welches in mir selbst absolutes Chaos ausgelöst hat. 

Vor ca. Einem Jahr wurden wir ungeplant Schwanger. Ich weiß bis heute nicht wie, aber anscheinend war ich zu blöd zum verhüten. Wie dem auch sei, wir haben uns für das Kind entschieden. Diese Schwangerschaft hat in mir das Gefühl ausgelöst, etwas lang verlorenes wiedergefunden zu haben. Das besondere für mich daran war vor allem, dass ich es spürte. Obwohl wir verhüteten und ich nicht mit dem Gedanken gespielt hatte wusste ich, dass ich schwanger war. Fragt mich nicht, aber es war so. Ein paar Tage, nachdem ich meinem Partner meine Vermutung mitgeteilt hatte (er hatte es mir Natürlich nicht geglaubt), kam die klassische Übelkeit und der Frauenarzt Termin danach bestätigte alles. 

Ich verlor unser Kind in der 18. SSW.... Und auch das habe ich gespürt.. Auf einmal fühlte ich mich leer und dieses Gefühl ist bis heute nicht weg. 

Ich bin in ein totales Loch gefallen. Habe, sobald ich konnte, die Pille genommen, was meiner Meinung nach der erste Fehler war. (der zweite war, sich keinen Therapeuten zu suchen...) ich verlor irgendwie den Bezug zu meinem Körper. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber er ist mir seit dem fremd und es ist fast, als könnte ich mich nicht an ihn gewöhnen. Als wäre es ein Fremdkörper. (und ich glaube, dass da die vorgegaukelte Schwangerschaft durch die Pille durchaus mit rein spielt) Dazu kommt, dass ich nach der Schwangerschaft kaum essen konnte. Ich habe knapp 13 Kilo abgenommen und wiege bei 1,67m gerade mal 49kg... Ich fühle mich wie Haut und Knochen, unattraktiv und kann statt einem B Körbchen nicht mal mehr ein A Körbchen füllen... BH's kann ich mir abschreiben, die sind überflüssig... 
Jedenfalls verstärkt diese körperliche Veränderung das befremdliche Gefühl gegenüber meinem Körper nur noch mehr. Mein Partner stört es nicht und würde mir das auch am liebsten jeden Tag zeigen, doch er kann es nicht verstehen. Er meint, wenn er mir jeden Tag sagt dass ich dennoch die schönste bin, ist alles wie vorher... Doch das ist es nicht. Sex haben wir mittlerweile kaum noch. Das liegt an mir und meinem Problem...es fühlt sich alles so falsch an... Aber nicht wegen ihm, sondern meinem Körpergefühl. Er bezieht es jedoch auf sich und meint, dass ich ihn nicht mehr attraktiv finde. Wenn ich ihm dann wiederholt sage, was mein Problem ist, tut er es ab. Er scheint es einfach nicht verstehen zu wollen, er lässt den Gedanken, es könnte NICHT an ihm liegen, erst gar nicht zu. 
Ich dachte mir, ok so gesehen hatte er von der Schwangerschaft gewusst, aber er hat es nicht gespürt. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass er es nicht nachvollziehen kann? 
Aber ich war schon immer ein Einzelkämpfer und dachte mir, dass ich mit meinem Problem alleine klar kommen werde und es verarbeiten kann... 

Zurück zum Thema:
Die Krankengeschichte von seiner Mutter geht ja auch schon Jahrzehnte und war auch stets in unserer Beziehung präsent. Jetzt spitzt sich alles zu und ich weiß nicht mehr was tun. Mein Partner ist, verständlicherweise, absolut am Boden und immer häufiger höre ich nur noch "Wenn ihre Zeit gekommen ist, dann kannst du das mit uns eh vergessen". 

Ich finde langsam keine Kraft mehr für wieder Worte. 

Ich fühle mich, als wäre ich die einzige, die den Stand der Beziehung überhaupt richtig sieht. Natürlich weiß er, dass wir jeden Tag streiten und sagt mir auch oft genug, dass er unzufrieden ist. Aber wenn ich ihn damit konfrontiere, dass unsere Beziehung den Bach hinunter geht und wir nicht ewig nur mit Schuldzuweisungen um uns werfen können, dann zuckt er mit den Schultern, so nach dem Motto: wird auch nicht besser werden. 

Wie gesagt ich habe wirklich Verständnis für die Situation, ich bin selbst mitten drinnen. Aber es wird immer schlimmer. Jeder Tag nimmt zu viel Energie und wir leben nur noch nebeneinander her. 

Ich habe mir nun wirklich sehr viele Gedanken gemacht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Und mit gutem Gewissen kann ich die Beziehung nicht beenden. Ich liebe meinen Partner und alles in mir streubt sich dagegen, ihn gerade in dieser Situation zu verlassen. 

Dazu kommt, dass ich seine Mutter sehr lieb gewonnen habe und ich sie auch nicht einfach fallen lassen kann und will. 

Doch ich sehe, was jeder neue Tag bringt und ich muss gestehen, dass ich mittlerweile gegen all die negative Stimmung nicht mehr stand halten kann. 

Dazu kommt, dass ich durchaus auch schon klar Text geredet habe und gesagt habe, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren dürfen, wo ist da der Sinn einer Beziehung? Irgendwas müssen wir tun! Von ihm kommt dann "ja ich sag doch die ganze Zeit, du hast keine lust mehr auf mich". Und dadurch fühlt er sich durch eine Trennung nur noch bestätigt und fordert mich heraus aber ich will doch gar keine Trennung, sondern eine Lösung! 

Mein Verstand sagt, ich sollte mich trennen, da jeder nur vor die Hunde geht. Mein Partner genauso wie ich. 

Mein Herz sagt nur eines: in guten, wie in schlechten Zeiten. 


Habt ihr eventuell einen Rat für mich? Gibt es vielleicht jemanden, der ebenfalls einen Pflegefall in der Familie hatte? 
Über jeden gut gemeinten Rat bin ich dankbar.. 

Achso, um Themen wie Pflege haben wir uns schon informiert. Das will seine Mutter nicht. Eine Möglichkeit wäre noch Pflegezeit zu beantragen, doch das klappt im Moment noch nicht. 

Ich danke euch... 
 

Deine Schwiegermutter hat mit 53 Jahren ein Kind bekommen? Das ist ja schon eher ungewöhnlich....um es mal vorsichtig auszudrücken. 

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25. August um 0:59

Hallo papierblumenstrauss01.
Es klingt so, als würde dein Partner nicht nach einer Lösung suchen wollen, und nimmt alles so hin, dass die Beziehung den Bach untergeht. Denn er will sich von dir trennen, wenn seine Mutter nicht mehr da ist.
Ihr solltet eure Energie etwas besser aufteilen. zb. kann er alleine seine kranke Mutter besuchen. Oder musst du jedesmal mit dabei sein? Es bringt euch nichts, wenn du jedesmal mitfährst und dich die ganze Pendelei belastet. So verschwendest du unnötig Energie. Wenn es möglich ist, könnt ihr euch abwechseln seine Mutter zu besuchen/pflegen.
Also meist alleine hinfahren, und ab und zu zusammen. Da müsst ihr euch besser absprechen und einteilen.

Ansonsten... sprich weniger mit deinem Partner über Situation der Mutter, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Das zermürbt euch nur seelisch.
Eigentlich belastet ja die negative Vorstellung vom Leiden seiner Mutter euren Gemütszustand schwer. Das Meiste spielt ja im Kopf ab! Und das müsst ihr im Griff bekommen. Letzlich könnt ihr nicht viel dran ändern.

Du könntest es als eine Art Seelsorge für seine Mutter betrachten, wenn du jedesmal mit dabei bist. Vielleicht hilft das, wenn du dich selbst gedanklich ein wenig austrickst.
Die Pflege, und die damit verbundenen Belastung, ist auch zeitlich begrenzt.
Und Du hast seine Mutter lieb gewonnen. Also schöpfe daraus für dich neue Energie!
--------------------

Dein Text hat mich jetzt an einer Situation erinnert, die nichts damit zu tun hat.
Aber ich will sie trotzdem erzählen.
Im letzten Sommer machte ich alleine eine kleine Radtour durch Holland.
An einem Krankenhaus in Eindhoven legte ich eine Pause ein.
Da hab ich eine Frau, vielleicht um die 40 Jahre alt, vor dem Haupteingang bemerkt, wie sie da saß und die Hand ihrer sehr alten Mutter/Großmutter festhielt, die in einer dicken Decke umhüllt im Rollstuhl mehr oder weniger schlief. Am Gesichtsausdruck der Frau, die volle Liebe zu ihrer Mutter/Großmutter schaute, wusste ich, dass die alte Dame nur noch wenige Tage, vielleicht Stunden zu leben hatte.
Mehr als innerlich beiden Alles Gute zu wünschen, konnte ich nicht tun, als ich vorbeiging.
Sowas stimmt mich nachdenklich und ich grüble über den Sinn des Lebens.
Ich meine, die sterbende alte Dame war auch irgendwann mal zur Welt gekommen, war ein Kleinkind und Teenager, und war auch mal verliebt gewesen. Dass das Leben dann irgendwann endet, macht mich schon traurig. Und die Frau konnte auch nicht viel tun, als in den letzten Stunden bei ihrer Mutter/Großmutter zu sein. Ihr Ausstrahlung war voller Güte und Liebe. Das konnte ich sehr gut erkennen/mitfühlen.
 

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25. August um 1:04
In Antwort auf haumichhaha

Hallo papierblumenstrauss01.
Es klingt so, als würde dein Partner nicht nach einer Lösung suchen wollen, und nimmt alles so hin, dass die Beziehung den Bach untergeht. Denn er will sich von dir trennen, wenn seine Mutter nicht mehr da ist.
Ihr solltet eure Energie etwas besser aufteilen. zb. kann er alleine seine kranke Mutter besuchen. Oder musst du jedesmal mit dabei sein? Es bringt euch nichts, wenn du jedesmal mitfährst und dich die ganze Pendelei belastet. So verschwendest du unnötig Energie. Wenn es möglich ist, könnt ihr euch abwechseln seine Mutter zu besuchen/pflegen.
Also meist alleine hinfahren, und ab und zu zusammen. Da müsst ihr euch besser absprechen und einteilen.

Ansonsten... sprich weniger mit deinem Partner über Situation der Mutter, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Das zermürbt euch nur seelisch.
Eigentlich belastet ja die negative Vorstellung vom Leiden seiner Mutter euren Gemütszustand schwer. Das Meiste spielt ja im Kopf ab! Und das müsst ihr im Griff bekommen. Letzlich könnt ihr nicht viel dran ändern.

Du könntest es als eine Art Seelsorge für seine Mutter betrachten, wenn du jedesmal mit dabei bist. Vielleicht hilft das, wenn du dich selbst gedanklich ein wenig austrickst.
Die Pflege, und die damit verbundenen Belastung, ist auch zeitlich begrenzt.
Und Du hast seine Mutter lieb gewonnen. Also schöpfe daraus für dich neue Energie!
--------------------

Dein Text hat mich jetzt an einer Situation erinnert, die nichts damit zu tun hat.
Aber ich will sie trotzdem erzählen.
Im letzten Sommer machte ich alleine eine kleine Radtour durch Holland.
An einem Krankenhaus in Eindhoven legte ich eine Pause ein.
Da hab ich eine Frau, vielleicht um die 40 Jahre alt, vor dem Haupteingang bemerkt, wie sie da saß und die Hand ihrer sehr alten Mutter/Großmutter festhielt, die in einer dicken Decke umhüllt im Rollstuhl mehr oder weniger schlief. Am Gesichtsausdruck der Frau, die volle Liebe zu ihrer Mutter/Großmutter schaute, wusste ich, dass die alte Dame nur noch wenige Tage, vielleicht Stunden zu leben hatte.
Mehr als innerlich beiden Alles Gute zu wünschen, konnte ich nicht tun, als ich vorbeiging.
Sowas stimmt mich nachdenklich und ich grüble über den Sinn des Lebens.
Ich meine, die sterbende alte Dame war auch irgendwann mal zur Welt gekommen, war ein Kleinkind und Teenager, und war auch mal verliebt gewesen. Dass das Leben dann irgendwann endet, macht mich schon traurig. Und die Frau konnte auch nicht viel tun, als in den letzten Stunden bei ihrer Mutter/Großmutter zu sein. Ihr Ausstrahlung war voller Güte und Liebe. Das konnte ich sehr gut erkennen/mitfühlen.
 

*ihre Ausstrahlung

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25. August um 5:58
In Antwort auf evaeden

Deine Schwiegermutter hat mit 53 Jahren ein Kind bekommen? Das ist ja schon eher ungewöhnlich....um es mal vorsichtig auszudrücken. 

Genau das dachte ich auch. ....

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26. August um 13:00

Warum sagt er, dass es mit euch vorbei ist sobald seine Mutter stirbt?

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26. August um 13:01

Warum? Hast du den ganzen Text gelesen?

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26. August um 15:55
In Antwort auf papierblumenstrauss01

Hallo ihr Lieben, 

ich bin eine jener Personen, die sich hier in der Hoffnung anmeldet, eine Lösung für ein Problem zu finden. 
Ich versuche mit größter Mühe einen objektiven Blick zu bewahren, doch mittlerweile ist es einfach zu viel geworden, sodass ich mich vorab schon mal für mögliche Verwirrung entschuldige. 

Für mich ist dieser Post gerade, als würde ich emotional blank ziehen. Es ist eine extreme Hürde für mich und ich bin wirklich an einem Punkt, wo ich es nicht verkrafte, wenn einfach nur mit Vorwürfen um sich geschmissen wird. Ich bin kein Unschuldslamm und zu einer Beziehung gehören immer zwei. Ich nehme mich da nicht raus. 

Doch mit meinem Partner finde ich keine Lösung, deshalb bitte ich euch um Rat:

Ich bin weiblich, 25 Jahre alt. Mein Partner ist 26 und insgesamt sind wir seit 5 Jahren zusammen. 

Unser Hauptproblem ist, dass es aus 100 einzelner Probleme besteht, worauf nun das "Sahnehäubchen" kam. 

Im Moment stehe ich schon mit einem Bein in der Trennung - wenn ich das hier mal so krass formulieren darf. 
Darüber bin ich mir seit gestern bewusst. Mein Verstand hat mittlerweile umgeschalten, mein Herz und meine Schuldgefühle bleiben eisern. Und ich stehe jetzt zwischen den Fronten. 

Das "Sahnehäubchen" unserer Probleme ist meine Schwiegermutter. Nicht, weil sie ein Biest ist (Ganz im Gegenteil, wir stehen uns sehr nahe), sondern weil sie krank ist. Schwer krank. Die gute Frau ist mittlerweile 79 Jahre alt und hat ein kaputtes Herz (fragt mich bitte nicht nach Fachbegriffen). Eine OP könnte Sie noch retten, ohne geben ihr die Ärzte bis maximal ein Jahr. Aber so ist das kein Zustand und dann bleibt zu hoffen, dass sie es überlebt... 
Sein Vater ist selbst auch gesundheitlich angeschlagen und körperlich nicht mehr fit. 

Mir muss keiner etwas von einfühlsamkeit sagen... Ich habe meinen Vater im Alter von 12 Jahren verloren, ich weiß durchaus wie es ist und was er erst noch durch machen wird...  

Die ganze Belastung dahinter ist eher das Problem. Unser Alltag besteht nur noch aus Arbeit und Pendelei zwischen Arbeit, Schwiegereltern und zuhause. Und nein, ich habe prinzipiell nichts dagegen, dass sich mein Partner um seine kranke Mutter kümmert, ich bin selbst auch immer mit dabei, weil es mir wichtig ist. Nur will ich damit sagen, dass es zermürbt. Egal, wie gern ich auch für sie da bin, aber es geht an die Substanz. 

Das Problem was sich daraus ergibt ist, dass wir uns immer mehr entzweien. Also mein Partner und ich. Zum einen streiten wir jeden Tag, weil jeder einfach nur noch mit allem überfordert und unzufrieden ist und zum anderen sind da noch die anderen 99 Probleme, die dadurch zusätzlich noch aufgebläht werden. 

Nur sind das keine Probleme wie "er macht den klodeckel nicht runter". 
An dieser Stelle werde ich euch mein persönliches Problem schildern, welches in mir selbst absolutes Chaos ausgelöst hat. 

Vor ca. Einem Jahr wurden wir ungeplant Schwanger. Ich weiß bis heute nicht wie, aber anscheinend war ich zu blöd zum verhüten. Wie dem auch sei, wir haben uns für das Kind entschieden. Diese Schwangerschaft hat in mir das Gefühl ausgelöst, etwas lang verlorenes wiedergefunden zu haben. Das besondere für mich daran war vor allem, dass ich es spürte. Obwohl wir verhüteten und ich nicht mit dem Gedanken gespielt hatte wusste ich, dass ich schwanger war. Fragt mich nicht, aber es war so. Ein paar Tage, nachdem ich meinem Partner meine Vermutung mitgeteilt hatte (er hatte es mir Natürlich nicht geglaubt), kam die klassische Übelkeit und der Frauenarzt Termin danach bestätigte alles. 

Ich verlor unser Kind in der 18. SSW.... Und auch das habe ich gespürt.. Auf einmal fühlte ich mich leer und dieses Gefühl ist bis heute nicht weg. 

Ich bin in ein totales Loch gefallen. Habe, sobald ich konnte, die Pille genommen, was meiner Meinung nach der erste Fehler war. (der zweite war, sich keinen Therapeuten zu suchen...) ich verlor irgendwie den Bezug zu meinem Körper. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber er ist mir seit dem fremd und es ist fast, als könnte ich mich nicht an ihn gewöhnen. Als wäre es ein Fremdkörper. (und ich glaube, dass da die vorgegaukelte Schwangerschaft durch die Pille durchaus mit rein spielt) Dazu kommt, dass ich nach der Schwangerschaft kaum essen konnte. Ich habe knapp 13 Kilo abgenommen und wiege bei 1,67m gerade mal 49kg... Ich fühle mich wie Haut und Knochen, unattraktiv und kann statt einem B Körbchen nicht mal mehr ein A Körbchen füllen... BH's kann ich mir abschreiben, die sind überflüssig... 
Jedenfalls verstärkt diese körperliche Veränderung das befremdliche Gefühl gegenüber meinem Körper nur noch mehr. Mein Partner stört es nicht und würde mir das auch am liebsten jeden Tag zeigen, doch er kann es nicht verstehen. Er meint, wenn er mir jeden Tag sagt dass ich dennoch die schönste bin, ist alles wie vorher... Doch das ist es nicht. Sex haben wir mittlerweile kaum noch. Das liegt an mir und meinem Problem...es fühlt sich alles so falsch an... Aber nicht wegen ihm, sondern meinem Körpergefühl. Er bezieht es jedoch auf sich und meint, dass ich ihn nicht mehr attraktiv finde. Wenn ich ihm dann wiederholt sage, was mein Problem ist, tut er es ab. Er scheint es einfach nicht verstehen zu wollen, er lässt den Gedanken, es könnte NICHT an ihm liegen, erst gar nicht zu. 
Ich dachte mir, ok so gesehen hatte er von der Schwangerschaft gewusst, aber er hat es nicht gespürt. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass er es nicht nachvollziehen kann? 
Aber ich war schon immer ein Einzelkämpfer und dachte mir, dass ich mit meinem Problem alleine klar kommen werde und es verarbeiten kann... 

Zurück zum Thema:
Die Krankengeschichte von seiner Mutter geht ja auch schon Jahrzehnte und war auch stets in unserer Beziehung präsent. Jetzt spitzt sich alles zu und ich weiß nicht mehr was tun. Mein Partner ist, verständlicherweise, absolut am Boden und immer häufiger höre ich nur noch "Wenn ihre Zeit gekommen ist, dann kannst du das mit uns eh vergessen". 

Ich finde langsam keine Kraft mehr für wieder Worte. 

Ich fühle mich, als wäre ich die einzige, die den Stand der Beziehung überhaupt richtig sieht. Natürlich weiß er, dass wir jeden Tag streiten und sagt mir auch oft genug, dass er unzufrieden ist. Aber wenn ich ihn damit konfrontiere, dass unsere Beziehung den Bach hinunter geht und wir nicht ewig nur mit Schuldzuweisungen um uns werfen können, dann zuckt er mit den Schultern, so nach dem Motto: wird auch nicht besser werden. 

Wie gesagt ich habe wirklich Verständnis für die Situation, ich bin selbst mitten drinnen. Aber es wird immer schlimmer. Jeder Tag nimmt zu viel Energie und wir leben nur noch nebeneinander her. 

Ich habe mir nun wirklich sehr viele Gedanken gemacht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Und mit gutem Gewissen kann ich die Beziehung nicht beenden. Ich liebe meinen Partner und alles in mir streubt sich dagegen, ihn gerade in dieser Situation zu verlassen. 

Dazu kommt, dass ich seine Mutter sehr lieb gewonnen habe und ich sie auch nicht einfach fallen lassen kann und will. 

Doch ich sehe, was jeder neue Tag bringt und ich muss gestehen, dass ich mittlerweile gegen all die negative Stimmung nicht mehr stand halten kann. 

Dazu kommt, dass ich durchaus auch schon klar Text geredet habe und gesagt habe, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren dürfen, wo ist da der Sinn einer Beziehung? Irgendwas müssen wir tun! Von ihm kommt dann "ja ich sag doch die ganze Zeit, du hast keine lust mehr auf mich". Und dadurch fühlt er sich durch eine Trennung nur noch bestätigt und fordert mich heraus aber ich will doch gar keine Trennung, sondern eine Lösung! 

Mein Verstand sagt, ich sollte mich trennen, da jeder nur vor die Hunde geht. Mein Partner genauso wie ich. 

Mein Herz sagt nur eines: in guten, wie in schlechten Zeiten. 


Habt ihr eventuell einen Rat für mich? Gibt es vielleicht jemanden, der ebenfalls einen Pflegefall in der Familie hatte? 
Über jeden gut gemeinten Rat bin ich dankbar.. 

Achso, um Themen wie Pflege haben wir uns schon informiert. Das will seine Mutter nicht. Eine Möglichkeit wäre noch Pflegezeit zu beantragen, doch das klappt im Moment noch nicht. 

Ich danke euch... 
 

Dein Freund reagiert auf Deine Situation eher hilflos als verständnisvoll. Das macht Eure Lage erst so richtig zum Problem. Denn, wer sich allem, was nach Problem aussieht zu entziehen versucht, kann keine Lösung finden, da er diese ja gar nicht erst in Erwägung zieht.

Für mich sieht es so aus, dass Ihr zwei nicht zusammen gehört. Da gibt es zu viel, was Euch trennt.

Aber so richtig unangenehm fällt mir dabei auf, dass Dein Freund in wahrhaft ''heldenhafter Position'' da steht  - in der Öffentlichkeit - da er sich ja soooo sehr um seine kranken Eltern kümmert. Also ist er ''fein raus''. Aber Du eben nicht, da Du nicht siehst, ''was ER alles tut und worauf ER, den Eltern zuliebe, so alles verzichtet''!

SO einen guten Mann kann frau doch nicht einfach beiseite schieben !(?) (Ironie/off)

Ja, aber WO bleibst Du mit all Deinem Kummer ? Das tut mir so unendlich leid

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26. August um 16:16
In Antwort auf papierblumenstrauss01

Hallo ihr Lieben, 

ich bin eine jener Personen, die sich hier in der Hoffnung anmeldet, eine Lösung für ein Problem zu finden. 
Ich versuche mit größter Mühe einen objektiven Blick zu bewahren, doch mittlerweile ist es einfach zu viel geworden, sodass ich mich vorab schon mal für mögliche Verwirrung entschuldige. 

Für mich ist dieser Post gerade, als würde ich emotional blank ziehen. Es ist eine extreme Hürde für mich und ich bin wirklich an einem Punkt, wo ich es nicht verkrafte, wenn einfach nur mit Vorwürfen um sich geschmissen wird. Ich bin kein Unschuldslamm und zu einer Beziehung gehören immer zwei. Ich nehme mich da nicht raus. 

Doch mit meinem Partner finde ich keine Lösung, deshalb bitte ich euch um Rat:

Ich bin weiblich, 25 Jahre alt. Mein Partner ist 26 und insgesamt sind wir seit 5 Jahren zusammen. 

Unser Hauptproblem ist, dass es aus 100 einzelner Probleme besteht, worauf nun das "Sahnehäubchen" kam. 

Im Moment stehe ich schon mit einem Bein in der Trennung - wenn ich das hier mal so krass formulieren darf. 
Darüber bin ich mir seit gestern bewusst. Mein Verstand hat mittlerweile umgeschalten, mein Herz und meine Schuldgefühle bleiben eisern. Und ich stehe jetzt zwischen den Fronten. 

Das "Sahnehäubchen" unserer Probleme ist meine Schwiegermutter. Nicht, weil sie ein Biest ist (Ganz im Gegenteil, wir stehen uns sehr nahe), sondern weil sie krank ist. Schwer krank. Die gute Frau ist mittlerweile 79 Jahre alt und hat ein kaputtes Herz (fragt mich bitte nicht nach Fachbegriffen). Eine OP könnte Sie noch retten, ohne geben ihr die Ärzte bis maximal ein Jahr. Aber so ist das kein Zustand und dann bleibt zu hoffen, dass sie es überlebt... 
Sein Vater ist selbst auch gesundheitlich angeschlagen und körperlich nicht mehr fit. 

Mir muss keiner etwas von einfühlsamkeit sagen... Ich habe meinen Vater im Alter von 12 Jahren verloren, ich weiß durchaus wie es ist und was er erst noch durch machen wird...  

Die ganze Belastung dahinter ist eher das Problem. Unser Alltag besteht nur noch aus Arbeit und Pendelei zwischen Arbeit, Schwiegereltern und zuhause. Und nein, ich habe prinzipiell nichts dagegen, dass sich mein Partner um seine kranke Mutter kümmert, ich bin selbst auch immer mit dabei, weil es mir wichtig ist. Nur will ich damit sagen, dass es zermürbt. Egal, wie gern ich auch für sie da bin, aber es geht an die Substanz. 

Das Problem was sich daraus ergibt ist, dass wir uns immer mehr entzweien. Also mein Partner und ich. Zum einen streiten wir jeden Tag, weil jeder einfach nur noch mit allem überfordert und unzufrieden ist und zum anderen sind da noch die anderen 99 Probleme, die dadurch zusätzlich noch aufgebläht werden. 

Nur sind das keine Probleme wie "er macht den klodeckel nicht runter". 
An dieser Stelle werde ich euch mein persönliches Problem schildern, welches in mir selbst absolutes Chaos ausgelöst hat. 

Vor ca. Einem Jahr wurden wir ungeplant Schwanger. Ich weiß bis heute nicht wie, aber anscheinend war ich zu blöd zum verhüten. Wie dem auch sei, wir haben uns für das Kind entschieden. Diese Schwangerschaft hat in mir das Gefühl ausgelöst, etwas lang verlorenes wiedergefunden zu haben. Das besondere für mich daran war vor allem, dass ich es spürte. Obwohl wir verhüteten und ich nicht mit dem Gedanken gespielt hatte wusste ich, dass ich schwanger war. Fragt mich nicht, aber es war so. Ein paar Tage, nachdem ich meinem Partner meine Vermutung mitgeteilt hatte (er hatte es mir Natürlich nicht geglaubt), kam die klassische Übelkeit und der Frauenarzt Termin danach bestätigte alles. 

Ich verlor unser Kind in der 18. SSW.... Und auch das habe ich gespürt.. Auf einmal fühlte ich mich leer und dieses Gefühl ist bis heute nicht weg. 

Ich bin in ein totales Loch gefallen. Habe, sobald ich konnte, die Pille genommen, was meiner Meinung nach der erste Fehler war. (der zweite war, sich keinen Therapeuten zu suchen...) ich verlor irgendwie den Bezug zu meinem Körper. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber er ist mir seit dem fremd und es ist fast, als könnte ich mich nicht an ihn gewöhnen. Als wäre es ein Fremdkörper. (und ich glaube, dass da die vorgegaukelte Schwangerschaft durch die Pille durchaus mit rein spielt) Dazu kommt, dass ich nach der Schwangerschaft kaum essen konnte. Ich habe knapp 13 Kilo abgenommen und wiege bei 1,67m gerade mal 49kg... Ich fühle mich wie Haut und Knochen, unattraktiv und kann statt einem B Körbchen nicht mal mehr ein A Körbchen füllen... BH's kann ich mir abschreiben, die sind überflüssig... 
Jedenfalls verstärkt diese körperliche Veränderung das befremdliche Gefühl gegenüber meinem Körper nur noch mehr. Mein Partner stört es nicht und würde mir das auch am liebsten jeden Tag zeigen, doch er kann es nicht verstehen. Er meint, wenn er mir jeden Tag sagt dass ich dennoch die schönste bin, ist alles wie vorher... Doch das ist es nicht. Sex haben wir mittlerweile kaum noch. Das liegt an mir und meinem Problem...es fühlt sich alles so falsch an... Aber nicht wegen ihm, sondern meinem Körpergefühl. Er bezieht es jedoch auf sich und meint, dass ich ihn nicht mehr attraktiv finde. Wenn ich ihm dann wiederholt sage, was mein Problem ist, tut er es ab. Er scheint es einfach nicht verstehen zu wollen, er lässt den Gedanken, es könnte NICHT an ihm liegen, erst gar nicht zu. 
Ich dachte mir, ok so gesehen hatte er von der Schwangerschaft gewusst, aber er hat es nicht gespürt. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass er es nicht nachvollziehen kann? 
Aber ich war schon immer ein Einzelkämpfer und dachte mir, dass ich mit meinem Problem alleine klar kommen werde und es verarbeiten kann... 

Zurück zum Thema:
Die Krankengeschichte von seiner Mutter geht ja auch schon Jahrzehnte und war auch stets in unserer Beziehung präsent. Jetzt spitzt sich alles zu und ich weiß nicht mehr was tun. Mein Partner ist, verständlicherweise, absolut am Boden und immer häufiger höre ich nur noch "Wenn ihre Zeit gekommen ist, dann kannst du das mit uns eh vergessen". 

Ich finde langsam keine Kraft mehr für wieder Worte. 

Ich fühle mich, als wäre ich die einzige, die den Stand der Beziehung überhaupt richtig sieht. Natürlich weiß er, dass wir jeden Tag streiten und sagt mir auch oft genug, dass er unzufrieden ist. Aber wenn ich ihn damit konfrontiere, dass unsere Beziehung den Bach hinunter geht und wir nicht ewig nur mit Schuldzuweisungen um uns werfen können, dann zuckt er mit den Schultern, so nach dem Motto: wird auch nicht besser werden. 

Wie gesagt ich habe wirklich Verständnis für die Situation, ich bin selbst mitten drinnen. Aber es wird immer schlimmer. Jeder Tag nimmt zu viel Energie und wir leben nur noch nebeneinander her. 

Ich habe mir nun wirklich sehr viele Gedanken gemacht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Und mit gutem Gewissen kann ich die Beziehung nicht beenden. Ich liebe meinen Partner und alles in mir streubt sich dagegen, ihn gerade in dieser Situation zu verlassen. 

Dazu kommt, dass ich seine Mutter sehr lieb gewonnen habe und ich sie auch nicht einfach fallen lassen kann und will. 

Doch ich sehe, was jeder neue Tag bringt und ich muss gestehen, dass ich mittlerweile gegen all die negative Stimmung nicht mehr stand halten kann. 

Dazu kommt, dass ich durchaus auch schon klar Text geredet habe und gesagt habe, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren dürfen, wo ist da der Sinn einer Beziehung? Irgendwas müssen wir tun! Von ihm kommt dann "ja ich sag doch die ganze Zeit, du hast keine lust mehr auf mich". Und dadurch fühlt er sich durch eine Trennung nur noch bestätigt und fordert mich heraus aber ich will doch gar keine Trennung, sondern eine Lösung! 

Mein Verstand sagt, ich sollte mich trennen, da jeder nur vor die Hunde geht. Mein Partner genauso wie ich. 

Mein Herz sagt nur eines: in guten, wie in schlechten Zeiten. 


Habt ihr eventuell einen Rat für mich? Gibt es vielleicht jemanden, der ebenfalls einen Pflegefall in der Familie hatte? 
Über jeden gut gemeinten Rat bin ich dankbar.. 

Achso, um Themen wie Pflege haben wir uns schon informiert. Das will seine Mutter nicht. Eine Möglichkeit wäre noch Pflegezeit zu beantragen, doch das klappt im Moment noch nicht. 

Ich danke euch... 
 


Ich denke dass ihr euch beide liebevoll um die Mutter deines Partners kümmert! 
Finde es aber sehr traurig wenn darüber die eigene Beziehung in die Brüche geht! Schwierig ist halt wenn deine Schwiegermama keine Hilfe in Anspruch nehmen will, nur eure! Da handelt sie halt wie viele Eltern! Und viele erwachsene Kinder denken, das bin ich meinen Eltern schuldig!
Aufzwingen solltet ihr deiner Schwiegermutter nichts! Das finde ich auch unfair! Aber ihr, oder besser gesagt dein Freund sollte halt sich lernen abzugrenzen! Oder aber, er ist halt auch schon wie du mit einem Bein aus der Beziehung raus! Ich denke auch dass dir ev. ein gutes Gespräch mit einem Psychologen gut tun könnte!
Übrigens kenne ich das Problem von beiden Seiten! Meine Eltern haben mich derart belastet als sie alt wurden! Jetzt geht es meinem Mann dermassen schlecht, aber mir noch gut! Ich versuche unseren Sohn und Schwigertochter n i c h t zu sehr zu belasten! Sie haber das Anrecht auf ihr eigenes Leben! Ich hole mir Unterstützung bei einer Psychologin! Das tut gut! Alles Gute euch!

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26. August um 17:14

Ich war jetzt schon verwundert 

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26. August um 18:21

Ich geb euch einen Tipp, legt euch ein Pflegetagebuch an damit der MDK das berücksichtigen kann. Und man beim Bedarf von Pflegeleistungen nix vergisst.

Es gibt auch schon Vordrucke, einfach Pflegetagebuch googeln.

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27. August um 22:14
In Antwort auf papierblumenstrauss01

Hallo ihr Lieben, 

ich bin eine jener Personen, die sich hier in der Hoffnung anmeldet, eine Lösung für ein Problem zu finden. 
Ich versuche mit größter Mühe einen objektiven Blick zu bewahren, doch mittlerweile ist es einfach zu viel geworden, sodass ich mich vorab schon mal für mögliche Verwirrung entschuldige. 

Für mich ist dieser Post gerade, als würde ich emotional blank ziehen. Es ist eine extreme Hürde für mich und ich bin wirklich an einem Punkt, wo ich es nicht verkrafte, wenn einfach nur mit Vorwürfen um sich geschmissen wird. Ich bin kein Unschuldslamm und zu einer Beziehung gehören immer zwei. Ich nehme mich da nicht raus. 

Doch mit meinem Partner finde ich keine Lösung, deshalb bitte ich euch um Rat:

Ich bin weiblich, 25 Jahre alt. Mein Partner ist 26 und insgesamt sind wir seit 5 Jahren zusammen. 

Unser Hauptproblem ist, dass es aus 100 einzelner Probleme besteht, worauf nun das "Sahnehäubchen" kam. 

Im Moment stehe ich schon mit einem Bein in der Trennung - wenn ich das hier mal so krass formulieren darf. 
Darüber bin ich mir seit gestern bewusst. Mein Verstand hat mittlerweile umgeschalten, mein Herz und meine Schuldgefühle bleiben eisern. Und ich stehe jetzt zwischen den Fronten. 

Das "Sahnehäubchen" unserer Probleme ist meine Schwiegermutter. Nicht, weil sie ein Biest ist (Ganz im Gegenteil, wir stehen uns sehr nahe), sondern weil sie krank ist. Schwer krank. Die gute Frau ist mittlerweile 79 Jahre alt und hat ein kaputtes Herz (fragt mich bitte nicht nach Fachbegriffen). Eine OP könnte Sie noch retten, ohne geben ihr die Ärzte bis maximal ein Jahr. Aber so ist das kein Zustand und dann bleibt zu hoffen, dass sie es überlebt... 
Sein Vater ist selbst auch gesundheitlich angeschlagen und körperlich nicht mehr fit. 

Mir muss keiner etwas von einfühlsamkeit sagen... Ich habe meinen Vater im Alter von 12 Jahren verloren, ich weiß durchaus wie es ist und was er erst noch durch machen wird...  

Die ganze Belastung dahinter ist eher das Problem. Unser Alltag besteht nur noch aus Arbeit und Pendelei zwischen Arbeit, Schwiegereltern und zuhause. Und nein, ich habe prinzipiell nichts dagegen, dass sich mein Partner um seine kranke Mutter kümmert, ich bin selbst auch immer mit dabei, weil es mir wichtig ist. Nur will ich damit sagen, dass es zermürbt. Egal, wie gern ich auch für sie da bin, aber es geht an die Substanz. 

Das Problem was sich daraus ergibt ist, dass wir uns immer mehr entzweien. Also mein Partner und ich. Zum einen streiten wir jeden Tag, weil jeder einfach nur noch mit allem überfordert und unzufrieden ist und zum anderen sind da noch die anderen 99 Probleme, die dadurch zusätzlich noch aufgebläht werden. 

Nur sind das keine Probleme wie "er macht den klodeckel nicht runter". 
An dieser Stelle werde ich euch mein persönliches Problem schildern, welches in mir selbst absolutes Chaos ausgelöst hat. 

Vor ca. Einem Jahr wurden wir ungeplant Schwanger. Ich weiß bis heute nicht wie, aber anscheinend war ich zu blöd zum verhüten. Wie dem auch sei, wir haben uns für das Kind entschieden. Diese Schwangerschaft hat in mir das Gefühl ausgelöst, etwas lang verlorenes wiedergefunden zu haben. Das besondere für mich daran war vor allem, dass ich es spürte. Obwohl wir verhüteten und ich nicht mit dem Gedanken gespielt hatte wusste ich, dass ich schwanger war. Fragt mich nicht, aber es war so. Ein paar Tage, nachdem ich meinem Partner meine Vermutung mitgeteilt hatte (er hatte es mir Natürlich nicht geglaubt), kam die klassische Übelkeit und der Frauenarzt Termin danach bestätigte alles. 

Ich verlor unser Kind in der 18. SSW.... Und auch das habe ich gespürt.. Auf einmal fühlte ich mich leer und dieses Gefühl ist bis heute nicht weg. 

Ich bin in ein totales Loch gefallen. Habe, sobald ich konnte, die Pille genommen, was meiner Meinung nach der erste Fehler war. (der zweite war, sich keinen Therapeuten zu suchen...) ich verlor irgendwie den Bezug zu meinem Körper. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber er ist mir seit dem fremd und es ist fast, als könnte ich mich nicht an ihn gewöhnen. Als wäre es ein Fremdkörper. (und ich glaube, dass da die vorgegaukelte Schwangerschaft durch die Pille durchaus mit rein spielt) Dazu kommt, dass ich nach der Schwangerschaft kaum essen konnte. Ich habe knapp 13 Kilo abgenommen und wiege bei 1,67m gerade mal 49kg... Ich fühle mich wie Haut und Knochen, unattraktiv und kann statt einem B Körbchen nicht mal mehr ein A Körbchen füllen... BH's kann ich mir abschreiben, die sind überflüssig... 
Jedenfalls verstärkt diese körperliche Veränderung das befremdliche Gefühl gegenüber meinem Körper nur noch mehr. Mein Partner stört es nicht und würde mir das auch am liebsten jeden Tag zeigen, doch er kann es nicht verstehen. Er meint, wenn er mir jeden Tag sagt dass ich dennoch die schönste bin, ist alles wie vorher... Doch das ist es nicht. Sex haben wir mittlerweile kaum noch. Das liegt an mir und meinem Problem...es fühlt sich alles so falsch an... Aber nicht wegen ihm, sondern meinem Körpergefühl. Er bezieht es jedoch auf sich und meint, dass ich ihn nicht mehr attraktiv finde. Wenn ich ihm dann wiederholt sage, was mein Problem ist, tut er es ab. Er scheint es einfach nicht verstehen zu wollen, er lässt den Gedanken, es könnte NICHT an ihm liegen, erst gar nicht zu. 
Ich dachte mir, ok so gesehen hatte er von der Schwangerschaft gewusst, aber er hat es nicht gespürt. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass er es nicht nachvollziehen kann? 
Aber ich war schon immer ein Einzelkämpfer und dachte mir, dass ich mit meinem Problem alleine klar kommen werde und es verarbeiten kann... 

Zurück zum Thema:
Die Krankengeschichte von seiner Mutter geht ja auch schon Jahrzehnte und war auch stets in unserer Beziehung präsent. Jetzt spitzt sich alles zu und ich weiß nicht mehr was tun. Mein Partner ist, verständlicherweise, absolut am Boden und immer häufiger höre ich nur noch "Wenn ihre Zeit gekommen ist, dann kannst du das mit uns eh vergessen". 

Ich finde langsam keine Kraft mehr für wieder Worte. 

Ich fühle mich, als wäre ich die einzige, die den Stand der Beziehung überhaupt richtig sieht. Natürlich weiß er, dass wir jeden Tag streiten und sagt mir auch oft genug, dass er unzufrieden ist. Aber wenn ich ihn damit konfrontiere, dass unsere Beziehung den Bach hinunter geht und wir nicht ewig nur mit Schuldzuweisungen um uns werfen können, dann zuckt er mit den Schultern, so nach dem Motto: wird auch nicht besser werden. 

Wie gesagt ich habe wirklich Verständnis für die Situation, ich bin selbst mitten drinnen. Aber es wird immer schlimmer. Jeder Tag nimmt zu viel Energie und wir leben nur noch nebeneinander her. 

Ich habe mir nun wirklich sehr viele Gedanken gemacht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Und mit gutem Gewissen kann ich die Beziehung nicht beenden. Ich liebe meinen Partner und alles in mir streubt sich dagegen, ihn gerade in dieser Situation zu verlassen. 

Dazu kommt, dass ich seine Mutter sehr lieb gewonnen habe und ich sie auch nicht einfach fallen lassen kann und will. 

Doch ich sehe, was jeder neue Tag bringt und ich muss gestehen, dass ich mittlerweile gegen all die negative Stimmung nicht mehr stand halten kann. 

Dazu kommt, dass ich durchaus auch schon klar Text geredet habe und gesagt habe, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren dürfen, wo ist da der Sinn einer Beziehung? Irgendwas müssen wir tun! Von ihm kommt dann "ja ich sag doch die ganze Zeit, du hast keine lust mehr auf mich". Und dadurch fühlt er sich durch eine Trennung nur noch bestätigt und fordert mich heraus aber ich will doch gar keine Trennung, sondern eine Lösung! 

Mein Verstand sagt, ich sollte mich trennen, da jeder nur vor die Hunde geht. Mein Partner genauso wie ich. 

Mein Herz sagt nur eines: in guten, wie in schlechten Zeiten. 


Habt ihr eventuell einen Rat für mich? Gibt es vielleicht jemanden, der ebenfalls einen Pflegefall in der Familie hatte? 
Über jeden gut gemeinten Rat bin ich dankbar.. 

Achso, um Themen wie Pflege haben wir uns schon informiert. Das will seine Mutter nicht. Eine Möglichkeit wäre noch Pflegezeit zu beantragen, doch das klappt im Moment noch nicht. 

Ich danke euch... 
 


Befremdend finde ich, dass du einen post schreibst, der wirklich inhaltvoll ist! Wir geben dir Antwort! Aber nichts kommt dann von dir zurück!??

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27. August um 22:24
In Antwort auf micky790


Befremdend finde ich, dass du einen post schreibst, der wirklich inhaltvoll ist! Wir geben dir Antwort! Aber nichts kommt dann von dir zurück!??

Was mich sehr irritiert ist, dass eine Frau mit 53 Jahren noch ein Kind bekommen haben soll. Das macht mich ein wenig stutzig.

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27. August um 22:36
In Antwort auf daphne0105

Was mich sehr irritiert ist, dass eine Frau mit 53 Jahren noch ein Kind bekommen haben soll. Das macht mich ein wenig stutzig.


Mich auch! Aber eben unter anderem! Schade irgendwie! 

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27. August um 23:04
In Antwort auf papierblumenstrauss01

Hallo ihr Lieben, 

ich bin eine jener Personen, die sich hier in der Hoffnung anmeldet, eine Lösung für ein Problem zu finden. 
Ich versuche mit größter Mühe einen objektiven Blick zu bewahren, doch mittlerweile ist es einfach zu viel geworden, sodass ich mich vorab schon mal für mögliche Verwirrung entschuldige. 

Für mich ist dieser Post gerade, als würde ich emotional blank ziehen. Es ist eine extreme Hürde für mich und ich bin wirklich an einem Punkt, wo ich es nicht verkrafte, wenn einfach nur mit Vorwürfen um sich geschmissen wird. Ich bin kein Unschuldslamm und zu einer Beziehung gehören immer zwei. Ich nehme mich da nicht raus. 

Doch mit meinem Partner finde ich keine Lösung, deshalb bitte ich euch um Rat:

Ich bin weiblich, 25 Jahre alt. Mein Partner ist 26 und insgesamt sind wir seit 5 Jahren zusammen. 

Unser Hauptproblem ist, dass es aus 100 einzelner Probleme besteht, worauf nun das "Sahnehäubchen" kam. 

Im Moment stehe ich schon mit einem Bein in der Trennung - wenn ich das hier mal so krass formulieren darf. 
Darüber bin ich mir seit gestern bewusst. Mein Verstand hat mittlerweile umgeschalten, mein Herz und meine Schuldgefühle bleiben eisern. Und ich stehe jetzt zwischen den Fronten. 

Das "Sahnehäubchen" unserer Probleme ist meine Schwiegermutter. Nicht, weil sie ein Biest ist (Ganz im Gegenteil, wir stehen uns sehr nahe), sondern weil sie krank ist. Schwer krank. Die gute Frau ist mittlerweile 79 Jahre alt und hat ein kaputtes Herz (fragt mich bitte nicht nach Fachbegriffen). Eine OP könnte Sie noch retten, ohne geben ihr die Ärzte bis maximal ein Jahr. Aber so ist das kein Zustand und dann bleibt zu hoffen, dass sie es überlebt... 
Sein Vater ist selbst auch gesundheitlich angeschlagen und körperlich nicht mehr fit. 

Mir muss keiner etwas von einfühlsamkeit sagen... Ich habe meinen Vater im Alter von 12 Jahren verloren, ich weiß durchaus wie es ist und was er erst noch durch machen wird...  

Die ganze Belastung dahinter ist eher das Problem. Unser Alltag besteht nur noch aus Arbeit und Pendelei zwischen Arbeit, Schwiegereltern und zuhause. Und nein, ich habe prinzipiell nichts dagegen, dass sich mein Partner um seine kranke Mutter kümmert, ich bin selbst auch immer mit dabei, weil es mir wichtig ist. Nur will ich damit sagen, dass es zermürbt. Egal, wie gern ich auch für sie da bin, aber es geht an die Substanz. 

Das Problem was sich daraus ergibt ist, dass wir uns immer mehr entzweien. Also mein Partner und ich. Zum einen streiten wir jeden Tag, weil jeder einfach nur noch mit allem überfordert und unzufrieden ist und zum anderen sind da noch die anderen 99 Probleme, die dadurch zusätzlich noch aufgebläht werden. 

Nur sind das keine Probleme wie "er macht den klodeckel nicht runter". 
An dieser Stelle werde ich euch mein persönliches Problem schildern, welches in mir selbst absolutes Chaos ausgelöst hat. 

Vor ca. Einem Jahr wurden wir ungeplant Schwanger. Ich weiß bis heute nicht wie, aber anscheinend war ich zu blöd zum verhüten. Wie dem auch sei, wir haben uns für das Kind entschieden. Diese Schwangerschaft hat in mir das Gefühl ausgelöst, etwas lang verlorenes wiedergefunden zu haben. Das besondere für mich daran war vor allem, dass ich es spürte. Obwohl wir verhüteten und ich nicht mit dem Gedanken gespielt hatte wusste ich, dass ich schwanger war. Fragt mich nicht, aber es war so. Ein paar Tage, nachdem ich meinem Partner meine Vermutung mitgeteilt hatte (er hatte es mir Natürlich nicht geglaubt), kam die klassische Übelkeit und der Frauenarzt Termin danach bestätigte alles. 

Ich verlor unser Kind in der 18. SSW.... Und auch das habe ich gespürt.. Auf einmal fühlte ich mich leer und dieses Gefühl ist bis heute nicht weg. 

Ich bin in ein totales Loch gefallen. Habe, sobald ich konnte, die Pille genommen, was meiner Meinung nach der erste Fehler war. (der zweite war, sich keinen Therapeuten zu suchen...) ich verlor irgendwie den Bezug zu meinem Körper. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber er ist mir seit dem fremd und es ist fast, als könnte ich mich nicht an ihn gewöhnen. Als wäre es ein Fremdkörper. (und ich glaube, dass da die vorgegaukelte Schwangerschaft durch die Pille durchaus mit rein spielt) Dazu kommt, dass ich nach der Schwangerschaft kaum essen konnte. Ich habe knapp 13 Kilo abgenommen und wiege bei 1,67m gerade mal 49kg... Ich fühle mich wie Haut und Knochen, unattraktiv und kann statt einem B Körbchen nicht mal mehr ein A Körbchen füllen... BH's kann ich mir abschreiben, die sind überflüssig... 
Jedenfalls verstärkt diese körperliche Veränderung das befremdliche Gefühl gegenüber meinem Körper nur noch mehr. Mein Partner stört es nicht und würde mir das auch am liebsten jeden Tag zeigen, doch er kann es nicht verstehen. Er meint, wenn er mir jeden Tag sagt dass ich dennoch die schönste bin, ist alles wie vorher... Doch das ist es nicht. Sex haben wir mittlerweile kaum noch. Das liegt an mir und meinem Problem...es fühlt sich alles so falsch an... Aber nicht wegen ihm, sondern meinem Körpergefühl. Er bezieht es jedoch auf sich und meint, dass ich ihn nicht mehr attraktiv finde. Wenn ich ihm dann wiederholt sage, was mein Problem ist, tut er es ab. Er scheint es einfach nicht verstehen zu wollen, er lässt den Gedanken, es könnte NICHT an ihm liegen, erst gar nicht zu. 
Ich dachte mir, ok so gesehen hatte er von der Schwangerschaft gewusst, aber er hat es nicht gespürt. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass er es nicht nachvollziehen kann? 
Aber ich war schon immer ein Einzelkämpfer und dachte mir, dass ich mit meinem Problem alleine klar kommen werde und es verarbeiten kann... 

Zurück zum Thema:
Die Krankengeschichte von seiner Mutter geht ja auch schon Jahrzehnte und war auch stets in unserer Beziehung präsent. Jetzt spitzt sich alles zu und ich weiß nicht mehr was tun. Mein Partner ist, verständlicherweise, absolut am Boden und immer häufiger höre ich nur noch "Wenn ihre Zeit gekommen ist, dann kannst du das mit uns eh vergessen". 

Ich finde langsam keine Kraft mehr für wieder Worte. 

Ich fühle mich, als wäre ich die einzige, die den Stand der Beziehung überhaupt richtig sieht. Natürlich weiß er, dass wir jeden Tag streiten und sagt mir auch oft genug, dass er unzufrieden ist. Aber wenn ich ihn damit konfrontiere, dass unsere Beziehung den Bach hinunter geht und wir nicht ewig nur mit Schuldzuweisungen um uns werfen können, dann zuckt er mit den Schultern, so nach dem Motto: wird auch nicht besser werden. 

Wie gesagt ich habe wirklich Verständnis für die Situation, ich bin selbst mitten drinnen. Aber es wird immer schlimmer. Jeder Tag nimmt zu viel Energie und wir leben nur noch nebeneinander her. 

Ich habe mir nun wirklich sehr viele Gedanken gemacht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Und mit gutem Gewissen kann ich die Beziehung nicht beenden. Ich liebe meinen Partner und alles in mir streubt sich dagegen, ihn gerade in dieser Situation zu verlassen. 

Dazu kommt, dass ich seine Mutter sehr lieb gewonnen habe und ich sie auch nicht einfach fallen lassen kann und will. 

Doch ich sehe, was jeder neue Tag bringt und ich muss gestehen, dass ich mittlerweile gegen all die negative Stimmung nicht mehr stand halten kann. 

Dazu kommt, dass ich durchaus auch schon klar Text geredet habe und gesagt habe, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren dürfen, wo ist da der Sinn einer Beziehung? Irgendwas müssen wir tun! Von ihm kommt dann "ja ich sag doch die ganze Zeit, du hast keine lust mehr auf mich". Und dadurch fühlt er sich durch eine Trennung nur noch bestätigt und fordert mich heraus aber ich will doch gar keine Trennung, sondern eine Lösung! 

Mein Verstand sagt, ich sollte mich trennen, da jeder nur vor die Hunde geht. Mein Partner genauso wie ich. 

Mein Herz sagt nur eines: in guten, wie in schlechten Zeiten. 


Habt ihr eventuell einen Rat für mich? Gibt es vielleicht jemanden, der ebenfalls einen Pflegefall in der Familie hatte? 
Über jeden gut gemeinten Rat bin ich dankbar.. 

Achso, um Themen wie Pflege haben wir uns schon informiert. Das will seine Mutter nicht. Eine Möglichkeit wäre noch Pflegezeit zu beantragen, doch das klappt im Moment noch nicht. 

Ich danke euch... 
 

ich glaube, dein partner ist zu jung und völlig überfordert mit der lebenssituation, in der er sich momentan befindet!!!

er hat ja nicht nur eine, sondern ein ganzes paket an katastrophen zu bewältigen.

ich weiß, das hilft weder dir noch ihm...

meine frage wäre: hast du keine menschen in deinem umfeld, mit denen du reden kannst? eltern? geschwister? andere verwandtschaft? freunde? jemand, zu dem du vielleicht mal ein paar tage oder wochen gehen könntest, damit ihr beide euch ein bisschen sammeln und über die situation in ruhe nachdenken könnt?

ich bin ja normal kein freund von "beziehungspausen", aber bei euch wäre so ein kurzer break im alltagschaos vielleicht hilfreich...

und ich würde ihn dann nochmal ernsthaft fragen, wie er das mit dem "Wenn ihre Zeit gekommen ist, dann kannst du das mit uns eh vergessen" gemeint hat! wenn er das ernst meint, dann solltest du daraus wirklich deine schlüsse und konequenzen ziehen!


 

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27. August um 23:09
In Antwort auf evaeden

Deine Schwiegermutter hat mit 53 Jahren ein Kind bekommen? Das ist ja schon eher ungewöhnlich....um es mal vorsichtig auszudrücken. 

hmmm... selten, aber wohl nicht ganz unmöglich!

war allerdings schon immer mein argument gegenüber leuten, die meinen, mit um die 40 doch immer noch alle zeit der welt zur gründung einer familie zu haben: "schön und gut, aber wisst ihr, dass euer sohn oder eure tochter, wenn die das genauso handhaben, dann vermutlich gleichzeitig um ihre kleinen kinder und um die pflege ihrer greisen eltern kümmern müssen? ich hätte da gewissensbisse!"

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27. August um 23:14
In Antwort auf papierblumenstrauss01

Hallo ihr Lieben, 

ich bin eine jener Personen, die sich hier in der Hoffnung anmeldet, eine Lösung für ein Problem zu finden. 
Ich versuche mit größter Mühe einen objektiven Blick zu bewahren, doch mittlerweile ist es einfach zu viel geworden, sodass ich mich vorab schon mal für mögliche Verwirrung entschuldige. 

Für mich ist dieser Post gerade, als würde ich emotional blank ziehen. Es ist eine extreme Hürde für mich und ich bin wirklich an einem Punkt, wo ich es nicht verkrafte, wenn einfach nur mit Vorwürfen um sich geschmissen wird. Ich bin kein Unschuldslamm und zu einer Beziehung gehören immer zwei. Ich nehme mich da nicht raus. 

Doch mit meinem Partner finde ich keine Lösung, deshalb bitte ich euch um Rat:

Ich bin weiblich, 25 Jahre alt. Mein Partner ist 26 und insgesamt sind wir seit 5 Jahren zusammen. 

Unser Hauptproblem ist, dass es aus 100 einzelner Probleme besteht, worauf nun das "Sahnehäubchen" kam. 

Im Moment stehe ich schon mit einem Bein in der Trennung - wenn ich das hier mal so krass formulieren darf. 
Darüber bin ich mir seit gestern bewusst. Mein Verstand hat mittlerweile umgeschalten, mein Herz und meine Schuldgefühle bleiben eisern. Und ich stehe jetzt zwischen den Fronten. 

Das "Sahnehäubchen" unserer Probleme ist meine Schwiegermutter. Nicht, weil sie ein Biest ist (Ganz im Gegenteil, wir stehen uns sehr nahe), sondern weil sie krank ist. Schwer krank. Die gute Frau ist mittlerweile 79 Jahre alt und hat ein kaputtes Herz (fragt mich bitte nicht nach Fachbegriffen). Eine OP könnte Sie noch retten, ohne geben ihr die Ärzte bis maximal ein Jahr. Aber so ist das kein Zustand und dann bleibt zu hoffen, dass sie es überlebt... 
Sein Vater ist selbst auch gesundheitlich angeschlagen und körperlich nicht mehr fit. 

Mir muss keiner etwas von einfühlsamkeit sagen... Ich habe meinen Vater im Alter von 12 Jahren verloren, ich weiß durchaus wie es ist und was er erst noch durch machen wird...  

Die ganze Belastung dahinter ist eher das Problem. Unser Alltag besteht nur noch aus Arbeit und Pendelei zwischen Arbeit, Schwiegereltern und zuhause. Und nein, ich habe prinzipiell nichts dagegen, dass sich mein Partner um seine kranke Mutter kümmert, ich bin selbst auch immer mit dabei, weil es mir wichtig ist. Nur will ich damit sagen, dass es zermürbt. Egal, wie gern ich auch für sie da bin, aber es geht an die Substanz. 

Das Problem was sich daraus ergibt ist, dass wir uns immer mehr entzweien. Also mein Partner und ich. Zum einen streiten wir jeden Tag, weil jeder einfach nur noch mit allem überfordert und unzufrieden ist und zum anderen sind da noch die anderen 99 Probleme, die dadurch zusätzlich noch aufgebläht werden. 

Nur sind das keine Probleme wie "er macht den klodeckel nicht runter". 
An dieser Stelle werde ich euch mein persönliches Problem schildern, welches in mir selbst absolutes Chaos ausgelöst hat. 

Vor ca. Einem Jahr wurden wir ungeplant Schwanger. Ich weiß bis heute nicht wie, aber anscheinend war ich zu blöd zum verhüten. Wie dem auch sei, wir haben uns für das Kind entschieden. Diese Schwangerschaft hat in mir das Gefühl ausgelöst, etwas lang verlorenes wiedergefunden zu haben. Das besondere für mich daran war vor allem, dass ich es spürte. Obwohl wir verhüteten und ich nicht mit dem Gedanken gespielt hatte wusste ich, dass ich schwanger war. Fragt mich nicht, aber es war so. Ein paar Tage, nachdem ich meinem Partner meine Vermutung mitgeteilt hatte (er hatte es mir Natürlich nicht geglaubt), kam die klassische Übelkeit und der Frauenarzt Termin danach bestätigte alles. 

Ich verlor unser Kind in der 18. SSW.... Und auch das habe ich gespürt.. Auf einmal fühlte ich mich leer und dieses Gefühl ist bis heute nicht weg. 

Ich bin in ein totales Loch gefallen. Habe, sobald ich konnte, die Pille genommen, was meiner Meinung nach der erste Fehler war. (der zweite war, sich keinen Therapeuten zu suchen...) ich verlor irgendwie den Bezug zu meinem Körper. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber er ist mir seit dem fremd und es ist fast, als könnte ich mich nicht an ihn gewöhnen. Als wäre es ein Fremdkörper. (und ich glaube, dass da die vorgegaukelte Schwangerschaft durch die Pille durchaus mit rein spielt) Dazu kommt, dass ich nach der Schwangerschaft kaum essen konnte. Ich habe knapp 13 Kilo abgenommen und wiege bei 1,67m gerade mal 49kg... Ich fühle mich wie Haut und Knochen, unattraktiv und kann statt einem B Körbchen nicht mal mehr ein A Körbchen füllen... BH's kann ich mir abschreiben, die sind überflüssig... 
Jedenfalls verstärkt diese körperliche Veränderung das befremdliche Gefühl gegenüber meinem Körper nur noch mehr. Mein Partner stört es nicht und würde mir das auch am liebsten jeden Tag zeigen, doch er kann es nicht verstehen. Er meint, wenn er mir jeden Tag sagt dass ich dennoch die schönste bin, ist alles wie vorher... Doch das ist es nicht. Sex haben wir mittlerweile kaum noch. Das liegt an mir und meinem Problem...es fühlt sich alles so falsch an... Aber nicht wegen ihm, sondern meinem Körpergefühl. Er bezieht es jedoch auf sich und meint, dass ich ihn nicht mehr attraktiv finde. Wenn ich ihm dann wiederholt sage, was mein Problem ist, tut er es ab. Er scheint es einfach nicht verstehen zu wollen, er lässt den Gedanken, es könnte NICHT an ihm liegen, erst gar nicht zu. 
Ich dachte mir, ok so gesehen hatte er von der Schwangerschaft gewusst, aber er hat es nicht gespürt. Vielleicht liegt es ja wirklich daran, dass er es nicht nachvollziehen kann? 
Aber ich war schon immer ein Einzelkämpfer und dachte mir, dass ich mit meinem Problem alleine klar kommen werde und es verarbeiten kann... 

Zurück zum Thema:
Die Krankengeschichte von seiner Mutter geht ja auch schon Jahrzehnte und war auch stets in unserer Beziehung präsent. Jetzt spitzt sich alles zu und ich weiß nicht mehr was tun. Mein Partner ist, verständlicherweise, absolut am Boden und immer häufiger höre ich nur noch "Wenn ihre Zeit gekommen ist, dann kannst du das mit uns eh vergessen". 

Ich finde langsam keine Kraft mehr für wieder Worte. 

Ich fühle mich, als wäre ich die einzige, die den Stand der Beziehung überhaupt richtig sieht. Natürlich weiß er, dass wir jeden Tag streiten und sagt mir auch oft genug, dass er unzufrieden ist. Aber wenn ich ihn damit konfrontiere, dass unsere Beziehung den Bach hinunter geht und wir nicht ewig nur mit Schuldzuweisungen um uns werfen können, dann zuckt er mit den Schultern, so nach dem Motto: wird auch nicht besser werden. 

Wie gesagt ich habe wirklich Verständnis für die Situation, ich bin selbst mitten drinnen. Aber es wird immer schlimmer. Jeder Tag nimmt zu viel Energie und wir leben nur noch nebeneinander her. 

Ich habe mir nun wirklich sehr viele Gedanken gemacht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Und mit gutem Gewissen kann ich die Beziehung nicht beenden. Ich liebe meinen Partner und alles in mir streubt sich dagegen, ihn gerade in dieser Situation zu verlassen. 

Dazu kommt, dass ich seine Mutter sehr lieb gewonnen habe und ich sie auch nicht einfach fallen lassen kann und will. 

Doch ich sehe, was jeder neue Tag bringt und ich muss gestehen, dass ich mittlerweile gegen all die negative Stimmung nicht mehr stand halten kann. 

Dazu kommt, dass ich durchaus auch schon klar Text geredet habe und gesagt habe, dass wir uns nicht aus den Augen verlieren dürfen, wo ist da der Sinn einer Beziehung? Irgendwas müssen wir tun! Von ihm kommt dann "ja ich sag doch die ganze Zeit, du hast keine lust mehr auf mich". Und dadurch fühlt er sich durch eine Trennung nur noch bestätigt und fordert mich heraus aber ich will doch gar keine Trennung, sondern eine Lösung! 

Mein Verstand sagt, ich sollte mich trennen, da jeder nur vor die Hunde geht. Mein Partner genauso wie ich. 

Mein Herz sagt nur eines: in guten, wie in schlechten Zeiten. 


Habt ihr eventuell einen Rat für mich? Gibt es vielleicht jemanden, der ebenfalls einen Pflegefall in der Familie hatte? 
Über jeden gut gemeinten Rat bin ich dankbar.. 

Achso, um Themen wie Pflege haben wir uns schon informiert. Das will seine Mutter nicht. Eine Möglichkeit wäre noch Pflegezeit zu beantragen, doch das klappt im Moment noch nicht. 

Ich danke euch... 
 

"Habt ihr eventuell einen Rat für mich?"

ist dein freund ihr einziges kind?

wichtig ist in solchen situationen, dass man sich hilfe sucht! wenn es im bereich der familie sonst niemand gibt, dann muss das eben jemand von außerhalb sein. oder, wenns gar nicht anders geht, ein pflegeheim.

Es gibt dazu doch in jedem größeren ort beratungsstellen. klappert die mal ab, und lasst euch beraten!

klar, es sagt sich immer leicht "Das will seine Mutter nicht". dann muss aber auch mal jemand der mutter sagen, dass sie damit wahrscheinlich das leben ihres kindes ruiniert! ob sie das will?

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28. August um 6:11
In Antwort auf derspieltdochblos

hmmm... selten, aber wohl nicht ganz unmöglich!

war allerdings schon immer mein argument gegenüber leuten, die meinen, mit um die 40 doch immer noch alle zeit der welt zur gründung einer familie zu haben: "schön und gut, aber wisst ihr, dass euer sohn oder eure tochter, wenn die das genauso handhaben, dann vermutlich gleichzeitig um ihre kleinen kinder und um die pflege ihrer greisen eltern kümmern müssen? ich hätte da gewissensbisse!"

Hahaha. Ich habe erst letztens gedacht ich sei in einem falschen Film als eine 80-jährige abtreiben musste... passiert halt. 

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