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Honig, echten gegen billigen ? !

26. März 2005 um 9:09

Hallo zusammen,

meine Partnerin, mit der ich etwa ein halbes Jahr ein recht wechselhaftige Beziehung führe, kam doch letztens auf die Idee, sich zusätzlich zu Ihrem teuren Imkerhonig, den sie sich gerne für ihre Brote genehmigt, ein weiteres Glas billig-Honig anzuschaffen -> für mich.
Grund dafür soll meine Vorliebe für Honig statt Zucker im Tee sein. Sprich: Für meinen Tee gibts billigen Honig für ihre Brote den teuren.
Man muß dazu sagen , dass ich erstens nicht all zu oft bei ihr Tee trinke und mir zweitens höchstens einen gestrichenen Teelöffel voll bei ihr gönne. Ich selbst benutzte zu Hause nur teuren Honig, da dieser nicht nur besser schmeckt, sondern auch wesentlich gesünder ist.
Dagegen hat sie dann aber keine Scheu, wenn ich ihr bei mir mal ein paar Brote streiche, mich aufzufordern ihr mehr von meinem guten Honig aufs Brot zu schmieren.

Es geht mir nicht wirklich um das bischen Honig, ich bin nur ziemlich erschrocken über ihre Idee Verhalten, es sollte vielleicht noch erwähnt werden, dass sie sich auch sonst recht gut und bewußt ernährt, daher dieser billig- Honig in Ihrem Küchenregal tatsächlich eine Sonderstellung einnimmt.

Mich würde jetzt interessieren, wie ihr das bewertet, vielleicht sollte noch gesagt werden, dass wir auch ansonsten öfters kleine Diskussionen haben, in denen sie mich meisten kritisiert und ich mir das mehr oder weniger genervt gefallen lasse.
Ich vermute, sie meint einfach sich dass erlauben zu können, da ich mir wohl auch sonst so einiges gefallen lasse, was wohl auch leider zutrifft.

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26. März 2005 um 9:36

Lieber Syndbad
deine Erzählung erinnert mich an etwas, was ich vor 20 Jahren erlebt habe, bei einer damals älteren Arbeitskollegin:
Sie und ihr Mann wohnten in einer Mietwohnung, mit Dusche. Alles ok. Dann kauften sie sich ein Haus, setzten es instande, also tapezieren, neuer Fussboden, Anstrich. Sie bekam eine tolle Einrichtungsküche, letzter Schrei. Es waren in dem Haus 3 Schlafzimmer, sie hatten noch keine Kinder, und trotzdem musste er sein Hobbyzimmer im Keller einrichten.
Aber der Hammer war, sie badete für ihr Leben gerne, und endlich hatten sie ein Badezimmer mit Badewanne. Und weisst Du was, sie ging jeden Tag nach der Arbeit ins Bad, zum Enstpannen, und er durfte dann nach ihr hinein. Einmal hat er es ganz bewusst so gemacht, dass er schon in der Wanne sass, als sie nach Hause kam. Ich kann Dir sagen, da war was los.
Nun ja, das Ganze ging 3 Jahre lang, es gab noch ähnliche Vorkommnisse, aber schlussendlich hatte er die Schnauze gestrichen voll, packte seine Sachen und ging. Der Grund der an dem Abend das Fass zum Ueberlaufen gebracht hat, war wieder mal das Ritual der Badewanne.
Sie hat es noch jahrelang nicht verstanden, es war doch alles in Butter, welche Fliege hat ihn denn gestochen, waren immer wieder ihre Worte.
Ich an Deiner Stelle würde über verschiedenes in der Beziehung nachdenken, da scheint mir das Gleichgewicht zumindet leicht gestört.
Alles Gute
Strusell

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26. März 2005 um 9:43

Die sache mit dem honig...
..scheint sehr symbolisch für eure beziehung zu sein: sie will für sich nur das beste und für dich reicht das billige. gönnt sie dir auch in anderen situationen nichts?

bei uns ist es eher anders herum: mein schatz mein immer für mich wäre nur das beste gut genug. er kauft mir meist sachen (z.b. guten wein, er trinkt selbst keinen ), wo ich selbst sagen würde, es reicht auch ein etwas billiger. und wenn ich einkaufen gehe, schaue ich auch immer, was ich meinem schatz gutes tun kann.

ich finde dein freundin sehr egoistisch. liebe heisst für mich auch, dass man nur das beste für den anderen möchte.

gruß, tigerle

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26. März 2005 um 12:00

Tut mir leid,
da kann ich Dir nicht Recht geben,
es ist nämlich so, dass es mit solch unwichtigen Kleinigkeiten beginnt, die läppern sich zusammen, und irgendwann ist das Mass voll. Mein Mann hat irgendwann angefangen sich während des Essens zusätzlich auf meinem Teller zu bedienen, hauptsächlich bei Dessert und Kuchen, auch wenn noch Dessert oder Kuchen vorhanden war. Ich habe das nicht als tragisch empfunden und wir haben lange darüber gelacht. Mit der Zeit wurde das eins von den Vorkommnissen, welche ich nicht mehr leiden konnte, ich wurde jedes Mal wütender, viel später hat sich herausgestellt, dass in unserer Beziehung mein Wert sich nach unten verschoben hatte, ziemlich krass, und "das mir meine Stücke wegschnappen" war eigentlich schon ein Beispiel dafür, dass er einen dominanteren Part übernommen hatte.
Davon unabhängig hat Synbad ja geschrieben, dass es NOCH verschiedene solcher Punkte gibt, das heisst, es geht wirklich nicht um den Honig, sondern um die Gleichstellung der Partner in der Beziehung.
Und da sollte er mit ihr reden.
Strusell

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26. März 2005 um 12:02

Hallihallo
als ich das so las ,dachte ich " suuuper assi".
jedoch ,wenn man darüber nachdenkt: hat sie eigentlich ja nicht unrecht. für den tee reicht ja auch der billige ,warum sollte man verschwenderich mit seinem vermögen sein !?
und ist doch auch egal . ich verstehe zwar schon,dass dich das ärgert , jedoch nicht,dass es dich so ärgert,dass du es ins internet stellst...
ich denke ,man sollte nicht immer so viel in alles reininterpretieren!!

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26. März 2005 um 12:37
In Antwort auf jovana_12433134

Hallihallo
als ich das so las ,dachte ich " suuuper assi".
jedoch ,wenn man darüber nachdenkt: hat sie eigentlich ja nicht unrecht. für den tee reicht ja auch der billige ,warum sollte man verschwenderich mit seinem vermögen sein !?
und ist doch auch egal . ich verstehe zwar schon,dass dich das ärgert , jedoch nicht,dass es dich so ärgert,dass du es ins internet stellst...
ich denke ,man sollte nicht immer so viel in alles reininterpretieren!!

Vielleicht
hast Du ja Recht, nur weiss ich aus Erfahrung, dass man solch kleine Lappalien lange nicht ernst nimmt, einfach übersieht oder sich sagt, man soll keine Haare spalten.
Bis es soviele dieser lappalien gibt, dass man sie nicht mehr übersehen kann und will. Dass man eine Stinkwut darüber bekommt und irgendwann ausrastet.
Meistens stellt sich dann heraus, dass die Alarmglocken schon viel früher geläutet haben, man es nur nicht wahrhaben wollte.
Es ist doch so, dass es meistens so unwichtige Dinge wie jetzt dieser Honig im Tee sind, die das Fass zum Ueberlaufen bringen.
Und Du hast Recht wenn du sagst,ich verstehe, dass es dich so ärgert... jedoch nicht,... dass es dich so ärgert. Es ist leider so, dass es ihm immer mehr ärgern wird, weil es ist ja nur ein äusserliches Beispiel seiner Unzufriedenheit.
Wieviele Tuben Zahnpasta ärgern die Frauen jeden Morgen im Bad, nachdem es sie jahrelang nicht gestört hat, dass die Tube nicht zugedreht wurde. Da geht es auch nicht um die Tube Zahnpasta, sondern um unterschwelliges in der Beziehung.
Und das lässt er ja durchblicken, "kritisieren, gefallen lassen usw."
Strusell

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26. März 2005 um 14:05

Vielleicht
solltet ihr beide euch mehr Honig ums Mäulchen schmieren.

Dann lösen sich diese anderen pipifax-probleme von alleine.

Süsse Ostern
wünscht dir Pandorra

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26. März 2005 um 14:29

Wieder mal einer Meinung, grins
schönes Osterfest auch für Dich
Strusell

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26. März 2005 um 14:41

*g*
du bist dir schon im klaren darüber, dass er hier um honig geht, oder? *g*

wie wäres wenn ihr einfach nurnoch euren eigenen teuren honig esst und ihn immer gegenseitig mit zu dem Anderen nehmt, dann hat jeder seinen eigenen teuren honig..

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26. März 2005 um 14:54

Freu

wenn sie sich nicht einigen können, liebste Werdandi, so können sie ihn ja mischen, ergibt einen guten Honigverschnitt... Und wenn sie dann nicht summen wie die Bienchen, weiss ich auch keinen Rat mehr.

Dir ganz dicke und zuckersüsse Ostergrüsse zurück Pandorra

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26. März 2005 um 17:31

Null Honig für Syndbad...
Finds schon einbißchen lustig sich über den Honig zu ärgern ABER das ist ja auch nicht der wahre Grund.Du sagst doch selbst daß die Beziehung nicht sehr stabil ist, also sind es ganz andere Sachen die Dich an ihr stören,ist sie distanziert?Bist Du denn verliebt, bzw empfindest Du was für sie? Was sie da mit dem Honig macht finde ich eigentlich o.k -teurer Honig aufs Brot Billighonig in die Tasse...
Denk doch mal nach, was ist es wirklich?
Alles Gute

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26. März 2005 um 22:57

Danke für die Antworten!
Erstmal möchte ich mich bei allen bedanken, die sich die Mühe gemacht haben, eine sinnvolle und kritische Antwort zu geben!

Auf den Umstand, dass es sich nicht primär um das bischen Honig handelt, sondern um ein tieferliegendes Verhaltensmuster, dachte ich ausreichend hingewiesen zu haben. Einige scheinen dies ja auch sofort so erkannt zu haben, andere nicht...
Daher möchte ich noch einmal betonen, dass ich mich weder "aufrege" noch über die Maßen ärgere.

Sehr interessant, fand ich die Meinung, dass dieses Verhalten von ihrer Seite aus gerechtfertigt sei, da viele Nährstoffe des Honigs in Heißgetränken verloren gehen würden. Diese Position kann ich durchaus nachvollziehen und gerade daher stammt ja auch meine Überlegung, ob dies tatsächlich ihr einziger harmloser Grund war. Gerade auch für solche Beitrage war ich sehr dankbar!

Allerdings kommen hier zwei relativierende Faktoren ins Spiel, zum Einen gibt es in der Tat GRAVIERENDE Qualitätsunterschiede im Honig, sowohl geschmacklich als auch gesundheitlich, diese werden durch die Temperatur nicht weiter berührt.
Hierzu möchte ich einen Link angeben:

www.stiftung-warentest.de/online/essen_trinken/tes-t/1167499.html

Zum anderen handelt es sich bei meiner Freundin um eine Person, die sich selbst sehr gesund ernährt( nur frisches Marktgemüse, teure Säfte, etc), würde sie generell mal ab und zu billigen Honig essen wäre diese Diskussion hier natürlich völlig hinfällig.

Das Ganze ereignete sich letzte Woche und ich habe sie natürlich sofort darauf angesprochen, bzw. habe ich sie einfach gefragt, warum ich ab jetzt billigen Honig für meinen Tee bekäme, ihre Antwort: "Im Tee schmeckt man das ja eh nicht"

Also genau die Position die hier auch zum Teil vertreten wurde, daraufhin habe ich erst einmal nichts mehr gesagt, es trat ein von beiden Seiten kurzes betretenes Schweigen ein, ich fühlte mich unwohl und ihr schien die Situation auch ziemlich unangenehm.

Wir haben auch sonst viel Disput und dieser geht wohl in die gleiche Richtung, meist kritisiert sie mich oder Bereiche meines Lebens, für die ich allein verantwortlich bin und die sie meiner Meinung nach nicht zu kritisieren hat (z.B. legt sie mir nahe, abends doch nicht fernzusehen, sondern lieber für mein Studium zu lernen oder einer ähnlich anspruchsvollen Tätigkeit nachzugehen, eigentlich kein schlechter Tip, da ich aber nur ca. 1-2 mal die Woche fernsehe find ich das gelinde gesagt etwas hart von ihr!).

Ich glaube, dass sich die Einstellung eines Menschen einem anderen gegenüber sehr deutlich in den vielen kleinen Dingen des Alltags äußert und ich glaube, dass diese kleine Episode mit dem Honig weit mehr über ihre Einstellung zu mir (und vielleicht auch anderen) aussagt als man auf den ersten Blick vermutet. Auch vor dieser Geschichte habe ich schon über Trennung nachgedacht.

Wegen Honig werde ich mich nicht trennen, wegen ihrer Einstellung zum Honig schon.

Noch mal danke für alle hilfreiche Kritik!

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28. März 2005 um 15:06

Die entscheidende Frage:
Ist der billige Honig für Dich?
Oder ist der billige Honig für den Tee?

Wenn sie sich selber auch den billigen Honig in den Tee gibt und sie Dir den teuren Honig auf dem Brot gönnt, dann solltest Du die ganze Sache nicht persönlich nehmen.

Dann geht es ganz sachlich wirklich nur darum, die "kaltgeschleuderten Vorzüge" nicht vom heißen Tee kaputt machen zu lassen.

Meine (private) Honiglieferantin hat uns auch gesagt, dass Ihr selbst-kalt-geschleuderter Honig zu wertvoll ist für den Tee und unbedingt auf's Brot sollte .

Manche Leute sehen manche Dinge kleinlich. Darüber kann man sich ärgern oder auch nicht. Ich empfehle Dir letzteres .

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