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Hoffen oder nicht?

13. November 2006 um 14:27 Letzte Antwort: 20. November 2006 um 19:53

Moin, Moin,

ich hoffe das ihr mir weiterhelfen könnt.
Nach 5 Jahren Partnerschaft hat sich meine Freundin von mir getrennt. Unser gemeinsame Tochter darf ich Freitagsnachmittag abholen um sie am Samstagnachmittag zurück zu bringen. Das klappt soweit auch gut und im Moment wirklich jedes Wochenende.
Was mich aber völlig fertig macht ist die Tatsache das meine Ex mir während der Trennung mitteilte das sie nicht möchte das ich mir noch Hoffnungen mache. Dann aber schläft sie mit mir direkt nachdem sie mir mitteilte das ich ausziehen soll und 3 Wochen später noch mal nach einem relativ netten Abend ohne das ich sie dazu gedrängt hätte.
Über ihre wahren Gefühle spricht sie nicht mit mir. Nachdem ich ausgezogen bin erfahre ich durch Nachbohren das sie jetzt mit einem (inzwischen Ex-)Freund von mir rummacht. Der Typ ist ein Blender, eigentlich ein ganz übler Typ und sie müßte es eigentlich wissen, da wir uns häufig genug drüber unterhalten haben als wir ihn noch gemeinsam besucht haben, also bevor die Trennung anstand. Unter Anderem hat er es fertig gebracht in Urlaub zu fahren und verheiratet wieder zu kommen obwohl seine damalige Freundin gerade seit 3 Monaten ein Kind von ihm hatte. Das ist jetzt zwar einige Zeit her aber er hat auch aktuell Dinger gebracht die einem die Haare zu Berge stehen lassen. ZB seine 13 jährige Tochter, für die das alleinige Sorgerecht hatte, rauszuschmeißen weil er angeblich mit ihr nicht klar kam. Naja, war ja auch keine Wunder, seine Tochter wollte wohl Zeit von ihm haben die er meinte mit Geldverdienen besser investieren zu können.
All das weiß meine Ex auch und läßt sich trotzdem auf den Typen ein!

Soweit so schlecht. Mich trifft es aber extrem das meine Ex mir gegenüber zugibt das sie sich in meiner Gegenwart immer noch wohl fühlt, wir uns immer noch gut verstehen (solange wir das Thema "unsere Trennung" und "ihre Gefühle" aussen vor lassen). Dazu kommen dann noch solche Sprüche ala 'ich soll sie nicht bedrängen' und auf meine scherzhafte Frage 'meine Ex ist unwillig' kam der gute Tip 'sein einfach charmant' (ebenfalls in sehr lustigem Ton). Auch auf die Bemerkung meinerseits 'Wer weiß vielleicht wird es ja doch noch mal was mit uns, nicht heute und nicht morgen, aber vielleicht in einem Jahr' kam ein 'ich schließ inzwischen gar nichts mehr aus' zurück. Ein anderes Mal erwähnte sie das sie sich nur noch auf sich und die Kinder konzentiert und plant, hab ich erwähnt dass das ja nicht gerade nach glücklich frisch verliebt klingt. Da kam die Antwort: 'Doch das ist alles in Ordnung, aber ich warte nicht mehr den ganzen Tag damit jemand dann doch nicht kommt'

Dann hab ich irgendeinen anderen Tag von ihr, trotz alle dem, auf meine Nachfrage ob ich mir noch Hoffnungen machen kann zu hören bekommen dass sie meinte sich einstmals deutlich genug ausgedrückt zu haben.

Und so langsam steh ich da mit meinen Gefühlen und weiß nicht mehr wohin damit. Derzeit leide ich an sehr starken Stimmungsschwankungen und Zweifeln daran ob ich mir tatsächlich noch Hoffnungen machen sollte oder ob das Ganze bei ihr auf ein 'sicherstellen und weitersuchen' hinaus läuft und ich letztlich nur als Sicherheitsleine verwendet werde für den Fall das es mit ihrem neuen Typen nichts wird.
Mein Verstand sagt mir dass die Geschichte mit dem Anderen mittelfristig eh zum Scheitern verurteilt ist, er hat ja eh kaum Zeit für sie. Trotzdem ist es bitter das ihm unterstellt wird das er sich ja geändert haben kann aber mir soetwas nicht zugestanden wird. Ich arbeite derzeit daran Dinge die zwischen uns standen und die wohl letztlich ihre Gefühle für mich reduziert haben in einem anderen Licht zu betrachten und zu ändern. Darunter fallen Dinge wie der Umgang mit ihrer Tochter aus erster Ehe oder auch mit ihrer Mutter. Ob das aber die wahren Gründe für die Trennung waren, weiß ich nicht. Sie spricht mit mir ja nicht darüber.

Kann mir einer von euch sagen was in der Frau vorgeht? Oder wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll und wie ich mit meinen Gefühlen fertig werde? Am schlimmsten ist es zu merken das wir uns gut verstehen wenn ich meine Tochter abhole oder wieder bringe (meist 2 Stunden Besuche) und andererseits zu merken das sie ansonsten den Kontakt zu mir reduziert! Dann bin ich für 2 Stunden (die Zeit bei ihr) glücklich und relativ gut drauf und den Rest meiner Zeit totunglücklich, wütend, mut- sowie appetitlos und verzweifelt. Ich weiß manchmal echt nicht mehr wie ich das Alles noch ertragen soll.

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13. November 2006 um 16:02

Würde
ich machen wenn ich es denn könnte. Aber ich kenn mich selber: Wenn Sie sich wieder meldet oder wir uns sehen wenn ich die Kleine abhole, wären alle guten Vorsätze wieder dahin. Ausserdem hab ich fürchterliche Angst davor das mir der Umgang mit meiner Tochter entzogen wird wenn ich mich zu sehr auf stur stell.
Und andererseits liebe ich sie immer noch. Ich weiß dass das bekloppt ist und es eigentlich kein Mensch nötig hat sich selbst so zu erniedrigen und so mit sich umspringen zu lassen, aber an meinen Gefühlen kann ich derzeit am wenigsten machen.

Tja, und um mit mir selbst irgendwann mal ins Reine zu kommen, würde ich eben zu gerne wissen was in der Frau vorgeht, bzw. wie andere Menschen einschätzen was das Ganze werden soll, bzw. was sie glauben was in meiner Ex abläuft.

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13. November 2006 um 21:58

Das habe
ich schon mehrfach versucht. Einfach über Fragen der Art: Wie würdest Du dich fühlen wenn...

Aber auch das waren wieder 'falsche' Fragen, denn damit wollte ich sie ja dazu bewegen über ihre Gefühle zu reden, was sie ums Verrecken nicht will.
Auf eine gewisse Art und Weise kann ich das auch verstehen, denn dann könnte ich dazu etwas sagen und ihre (hoffentlich) vorhandenen Zweifel bestärken. Und wer will das schon wenn er sich gerade die rosa Brille aufgesetzt hat? Dazu kommt noch das ich in unserer Beziehung eigentlich immer der Part mit der besseren Menschenkenntnis war. Sorry, wenn das jetzt arrogant klingt, aber das hat sich häufig genug bewiesen. Wie gesagt: Von daher kann ich sie schon verstehen. Andererseits tut es mir unheimlich weh, nicht mehr mit ihr über alles reden zu können.

Aber wenn der Grad ihrer Zuneigung davon abhängig ist wie sie mit dem anderen Typen klar kommt, dann hätte ich ja sogar berechtigte Hoffnungen, denn auf Dauer kann es zwischen den beiden einfach nicht gut gehen, vor allen Dingen da wohl keiner der Beiden bereit ist echte Zugeständnisse zu machen. Zumindest sind das die Informationen die ich habe.

Bin ich nicht bescheuert? Jetzt fang ich schon wieder mit Hoffnungen an, wo ich gerade aus meine Tief raus war und mich distanzieren wollte, nach dem Caos in meinen Gefühlen heute Mittag? Aber es gehört wohl dazu das ich solchen Stimmungsschwankungen unterliege.

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14. November 2006 um 20:45

Hallo Derhonk!
Als ich Deine Geschichte gelesen habe, musste ich feststellen, dass ich diese geschrieben haben könnte. Ich stecke in genau derselben Situation wie Du - bis auf die Kinder - ich habe keine Kinder - aber ansonsten ist da alles ziemlich gleich.
Mein ehemaliger noch immer wankelmütig unentschlossener Lebensgefährte und ich haben das jetzt momentan so gelöst. Wir sehen uns mal 4 Monate überhaupt nicht - es ist als "späte Auszeit" für beide tituliert. Wir sind ja immerhin seit 11 Monaten getrennt und das nach 7 Jahren streitfreier, ausgeglichener Beziehung, in der wir uns sehr viel aufgebaut haben. Und er hat bei mir die letzten Monate die ganz gleiche Chose abgezogen wie Deine Ex-Freundin bei Dir. Er wollte irgendwie nicht loslassen, obwohl er sich getrennt hat - immer wieder haben wir uns gesehen, er hat sich sogar eine Wohnung in der gleichen Straße besorgt, damit er nicht so weit weg ist, hat aber immer wieder betont, dass er mich nicht mehr genug für eine Beziehung liebt und deshalb auch keine mehr haben will und kann. Auch auf sehr persönlicher Ebene ist immer etwas gelaufen - ich muss aber dazusagen, dass er keine andere Frau hat (sonst hätte ich mich darauf ja nicht eingelassen). Jedes Mal, wenn ich den Kontakt abbrechen wollte, weil es mich innerlich zerrissen hat, hat er aber total die Nerven weggeschmissen, dass er das nicht aushält und nicht will, weil er sich mich nicht aus seinem Leben wegdenken kann. Aber wenn ich ihn nach seinen Gefühlen gefragt habe, habe ich nie eine Antwort bekommen. Immer nur: "Du kennst mich - ich kann und will über so etwas nicht reden". Er hat auch absolut alles für mich getan - mir bei Arbeiten am Haus geholfen, war sogar böse, wenn er nicht helfen durfte u.s.w. Also skurril und absurd. Nun aber habe ich ihn vor die Entscheidung gestellt - ich sagte einfach ich will jetzt schwarz oder weiß und aus. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nie im Leben sein Freund sein werde - dass ich ihn nicht einmal kennen werde, wenn wir uns über den Weg laufen, weil ich alles andere nicht aushalten könnte. Ich liebe ihn einfach zu sehr - und da bleibt mir nichts anderes übrig, als ihn einfach aus meinem Leben zu "killen", wenn es keine Beziehung mehr wird. Nun hat er darum gebeten, sich diese paar Monate zu nehmen, er macht auch eine Psychotherapie in der Zeit (ist eine Bedingung von mir, weil ich ihm sonst überhaupt nicht mehr zuhöre, wenn dieses verwirrte Hirn nicht von einem Professionalsiten geschlichtet wird) und wird in sich hineinhorchen, was er will und was nicht, und das Ergebnis wird dann auch definitiv sein. Ich habe mir das Recht herausgenommen, mir in dieser Zeit zu überlegen, ob ich überhaupt ggf. die 4 Monate warten will, zumal ich ohnehin schon 11 Monate geduldig war, und werde ihm ggf. berichten, wenn er sich seinen Kopf erst gar nicht mehr zerbrechen muss, weil mir frühzeitig der Geduldsfaden gerissen ist. Er ist auch darauf eingegangen ohne zu murren - zwar sehr nervös aber nicht unhöflich und hat sich mehrmals dafür bedankt, dass er diese Zeit zumindest aus momentaner Sicht bekommt.
Ich habe diese Lösung im Endeffekt als die einzige gesehen, mit der er die Chance hat festzustellen, wie sein Leben ohne mich aussieht und ich habe die Chance, auf Abstand zu gehen und an der Entscheidung teilzuhaben, was mich auch etwas stärker macht.
Die ersten Tage waren die Hölle und auch jetzt geht es mir absolut nicht gut - aber doch besser als vorher im kompletten Chaos. Aber ich kann zumindest sicher sein, dass es zu einer definitiven Entscheidung kommen wird und dass der Schrecken auch ein Ende nehmen wird - ob nun so oder so.
Bisher hat es sich zumindest für mich schon bewährt - und wie ich von seinen Freunden weiß, die mir sehr nahe stehen und denen ich vertrauen kann, geht es ihm auf einmal auch nicht besonders gut. Er quält sich herum, fühlt sich einsam, Ausgehen ist plötzlich gar doch nicht mehr so lustig, vergräbt sich in Büchern und macht seine Therapie. Also scheinbar war das keine so schlechte Lösung fürs Erste.
Du scheinst auch so ein gutmütiger Kerl zu sein wie ich es in diesem Fall war - was grotesker Weise nicht einmal meinem üblichen Persönlichkeitsbild entspricht. Und genau diese Gutmütigkeit wird sehr oft ausgenutzt oder als sehr bequem angesehen - wehe aber, wenn sich das Blatt wendet und man plötzlich die Zügel strafft - dann sieht die Angelegenheit plötzlich ganz anders aus. Deine Ex-Freundin hatte es bei Dir vielleicht auch ein bisserl zu bequem und zu gut - vielleicht fehlte ihr die "Spannung" und das "Risiko", wenn sie sich jetzt mit so einem A.... einlässt, bei dem sie eigentlich nur auf die Klappe fallen kann. Gut für Dich, wenn es sie ordentlich wirft - dann ist das Risiko plötzlich nicht mehr so interessant...und das Gutmütige ist doch die attraktivere Variante. Dieses Muster habe ich auch schon bei vielen Menschen gesehen.
Für Dich aber ist auch eines wichtig: Überlege Dir ganz genau, wass denn Dein Part bei der Sache gewesen sein kann. Ganz von allein geht es meistens nicht, dass so etwas passiert. Und zwar meine ich den persönlichen Umgang mit Deiner Ex-Freundin. Warst Du verschlossen? Faul? Hattest keine Lust auf Unternehmungen? Warst Du sehr mit Deinem Beruf verbandelt? Hast Du sie zu wenig gesehen (ich meine damit die Beachtung)? Überlege Dir das auch Du - ich aheb meine Punkte schon gefunden - und das eine oder andere ist schon klarer geworden.....
Vielleicht kannst Du aus meiner Geschichte ja was nehmen, das Du auch umsetzen kannst. Irgendetwas wirst auf jeden Fall auch Du tun müssen, denn ich kann Dir garantieren - unter den momentanen Bedingungen wirst Du ganz grausem untergehen. Ich bin ca. 1 Meter vorm Abgrund gestanden und ich bin eigentlich ein extrem starker Mensch, den fast nichts umhaut.

Liebe Grüße

Racegirl

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14. November 2006 um 23:25

Was die Sache auch nicht leichter macht...
ist die Tatsache das wir etwas Ähnliches am Anfang unserer Beziehung schon mal erlebt haben.
Wir haben uns kennengelernt auf dem Bauernhof eines Bekannten. Ich hatte den Abend so richtig einen getankt und hab mich mit ihr auf Anhieb sofort gut verstanden. Wir haben gemeinsam Leute auf die Schippe genommen, als wenn wir schon seit Jahren ein eingespieltes Team wären. Ein paar Tage danch habe ich ihr Auto entdeckt und ihr einen Zettel mit meiner Telefonnummer unter den Scheibenwischer geklemmt. Nach einigen Telefonaten (die teilweise recht lange dauerten) wollten wir uns dann mal treffen. Also hab ich sie mitgenommen zu einer Veranstaltung zu der ich eigentlich mit ein paar Bekannten hin wollte. Nun gut sind wir gemeinsam da hin. Und was passiert? Sie hängt sich den Abend an den Hals eines Kumpels von mir! Ich selbstverständlich stocksauer erstmal abgerauscht, nächsten Tag meinem Kumpel erklärt das er mir nie wieder in die Quere kommen soll wenn ich 'ne Frau dabei hab und ihr ausrichten lassen das sie mich am Ar*** Arm lecken kann. Es dauerte keine 3 Tage da rief sie bei mir an und wollte sich entschuldigen, aber wir wären ja nicht zusammen gewesen und sie wollte sich ja eh erst mit mir alleine treffen und ob wir nicht wenigstens Freunde bleiben könnten.
Da ich es vorher noch nie erlebt hatte mich mit einem anderen Menschen auf Anhieb so gut zu verstehen, obwohl wir recht gegensätzlich aufgewachsen sind und viele unterschiedliche Ansichten hatten, hab ich dem zugestimmt. In den darauf folgenden Tagen hab ich ihr dann noch den guten Tip gegeben sich nicht zuviel von dem Typen zu versprechen: Er mag ja lieb und nett erscheinen und feminin wirken, aber er hat keinen guten Charakter. Ich wußte das weil ich mitgekriegt habe dass er die Frauen zum Teil wechselt wie die Unterhosen und insgesamt sehr egoistisch ist, was ich ihr aber so nicht gesagt habe.
Das Ende vom Lied war das wir Kontakt gehalten haben und sich die Sache mit dem anderen Typen nach 2 Monaten aufgelöst hatte. Danach haben wir eine gewisse Zeit gebraucht um endgültig zueinander zu finden, da ich natürlich mißtrauisch war.
Tja, das Ende vom Lied waren jetzt 4,5 schöne Jahre, mit Höhen und Tiefen, viel Vertrauen und Geborgenheit und einer gemeinsamen Tochter. Dabei waren Geschichten wie die Aufarbeitung unserer jeweiligen Kindheiten (meine Eltern sind beide Alkoholiker, ihre früher selbständig und Überfürsorglich aufgrund einer schweren Krankheit in ihrer Kindheit), das Zueinanderhalten in den schwersten Stunden ihres Lebens: Die Krankheit und der Tod ihres Vaters und eines Haustieres an dem die Kinder und sie extrem hingen.

Und nun soetwas, wie im ersten Beitrag von mir beschrieben. Und ich steh fassungslos vor dem Ganzen und muß mir anhören das sie mich nicht mehr liebt und ihr gegenteilbezeugendes Verhalten angucken. Und ich weiß nur das ich sie immer noch liebe, dass sie der wichtigste Mensch in meinem Leben ist und bin hilflos. Nicht nur im Hinblick auf sie sondern auch auf meine eigenen Gefühle. Gerade ich, dessen Lebensmotto immer lautete: Erwarte von den Menschen nur das Schlechteste und Du wirst nie enttäuscht. Der Mensch bei dem ich eine Ausnahme davon gemacht habe, springt so mit mir um. Und ich weiß nicht was von dem Ganzen halten soll.

Wird das Alles wieder darauf hinaus laufen dass sie die rosarote Brille abnimmt und merkt auf was für einen Typen sie sich einlässt und wird merken was wir aneinander hatten? Soll ich sie in Ruhe lassen? Sie nur immer mal wieder verstehen lassen dass ich für sie da sein werde? Oder nehm ich ihr Geschwafel ernst und sehe die Beziehung als gestorben an? So leid es mir tut, aber nur ein Freund werde ich nicht sein können, ich glaube nicht an die Freundschaft zwischen Mann und Frau. Die Erfahrung hat mich gelehrt dass immer einer von beiden mehr will und die Freundschaft nur als 'Notlüge' verwendet um seine Chancen zu wahren. In diesem Fall würde ich das sein.

Wie der Titel schon fragt: Hoffen oder nicht?

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14. November 2006 um 23:39
In Antwort auf lionce_12156125

Was die Sache auch nicht leichter macht...
ist die Tatsache das wir etwas Ähnliches am Anfang unserer Beziehung schon mal erlebt haben.
Wir haben uns kennengelernt auf dem Bauernhof eines Bekannten. Ich hatte den Abend so richtig einen getankt und hab mich mit ihr auf Anhieb sofort gut verstanden. Wir haben gemeinsam Leute auf die Schippe genommen, als wenn wir schon seit Jahren ein eingespieltes Team wären. Ein paar Tage danch habe ich ihr Auto entdeckt und ihr einen Zettel mit meiner Telefonnummer unter den Scheibenwischer geklemmt. Nach einigen Telefonaten (die teilweise recht lange dauerten) wollten wir uns dann mal treffen. Also hab ich sie mitgenommen zu einer Veranstaltung zu der ich eigentlich mit ein paar Bekannten hin wollte. Nun gut sind wir gemeinsam da hin. Und was passiert? Sie hängt sich den Abend an den Hals eines Kumpels von mir! Ich selbstverständlich stocksauer erstmal abgerauscht, nächsten Tag meinem Kumpel erklärt das er mir nie wieder in die Quere kommen soll wenn ich 'ne Frau dabei hab und ihr ausrichten lassen das sie mich am Ar*** Arm lecken kann. Es dauerte keine 3 Tage da rief sie bei mir an und wollte sich entschuldigen, aber wir wären ja nicht zusammen gewesen und sie wollte sich ja eh erst mit mir alleine treffen und ob wir nicht wenigstens Freunde bleiben könnten.
Da ich es vorher noch nie erlebt hatte mich mit einem anderen Menschen auf Anhieb so gut zu verstehen, obwohl wir recht gegensätzlich aufgewachsen sind und viele unterschiedliche Ansichten hatten, hab ich dem zugestimmt. In den darauf folgenden Tagen hab ich ihr dann noch den guten Tip gegeben sich nicht zuviel von dem Typen zu versprechen: Er mag ja lieb und nett erscheinen und feminin wirken, aber er hat keinen guten Charakter. Ich wußte das weil ich mitgekriegt habe dass er die Frauen zum Teil wechselt wie die Unterhosen und insgesamt sehr egoistisch ist, was ich ihr aber so nicht gesagt habe.
Das Ende vom Lied war das wir Kontakt gehalten haben und sich die Sache mit dem anderen Typen nach 2 Monaten aufgelöst hatte. Danach haben wir eine gewisse Zeit gebraucht um endgültig zueinander zu finden, da ich natürlich mißtrauisch war.
Tja, das Ende vom Lied waren jetzt 4,5 schöne Jahre, mit Höhen und Tiefen, viel Vertrauen und Geborgenheit und einer gemeinsamen Tochter. Dabei waren Geschichten wie die Aufarbeitung unserer jeweiligen Kindheiten (meine Eltern sind beide Alkoholiker, ihre früher selbständig und Überfürsorglich aufgrund einer schweren Krankheit in ihrer Kindheit), das Zueinanderhalten in den schwersten Stunden ihres Lebens: Die Krankheit und der Tod ihres Vaters und eines Haustieres an dem die Kinder und sie extrem hingen.

Und nun soetwas, wie im ersten Beitrag von mir beschrieben. Und ich steh fassungslos vor dem Ganzen und muß mir anhören das sie mich nicht mehr liebt und ihr gegenteilbezeugendes Verhalten angucken. Und ich weiß nur das ich sie immer noch liebe, dass sie der wichtigste Mensch in meinem Leben ist und bin hilflos. Nicht nur im Hinblick auf sie sondern auch auf meine eigenen Gefühle. Gerade ich, dessen Lebensmotto immer lautete: Erwarte von den Menschen nur das Schlechteste und Du wirst nie enttäuscht. Der Mensch bei dem ich eine Ausnahme davon gemacht habe, springt so mit mir um. Und ich weiß nicht was von dem Ganzen halten soll.

Wird das Alles wieder darauf hinaus laufen dass sie die rosarote Brille abnimmt und merkt auf was für einen Typen sie sich einlässt und wird merken was wir aneinander hatten? Soll ich sie in Ruhe lassen? Sie nur immer mal wieder verstehen lassen dass ich für sie da sein werde? Oder nehm ich ihr Geschwafel ernst und sehe die Beziehung als gestorben an? So leid es mir tut, aber nur ein Freund werde ich nicht sein können, ich glaube nicht an die Freundschaft zwischen Mann und Frau. Die Erfahrung hat mich gelehrt dass immer einer von beiden mehr will und die Freundschaft nur als 'Notlüge' verwendet um seine Chancen zu wahren. In diesem Fall würde ich das sein.

Wie der Titel schon fragt: Hoffen oder nicht?

Tja, also
ich denke, der Dame ist es echt einfach zu gut gegangen.Könnte gut sein, dass sie echt immer einen "Kick" braucht, weil sie einfach verwöhnt ist?!? Auch sowas, das sie mit meinem ehemaligen Lebensgefährten gemeinsam hat. Ich komme aus einer Zerrütteten Streitfamilie, in der ich ums Überleben kämpfen musste und der liebe Herr hat immer alles bekommen, was er gebraucht hat und hatte nie zu kämpfen. Es ist typisch für solche Menschen, dass sie dann Action suchen - und vielleicht solltest Du ihr genau diese geben? Hat beim ersten Mal ja auch funktioniert, oder? Alsi Du die Konsequenzen aus ihrem Fehlverhalten gezogen hast, ist sie plötzlich rumgekrochen, um es mal übertrieben auszudrücken. Nimm mal Deine ganze Härte zusammen und zieh das Ding nochmal so durch, dass es ihr - hoffentlich - wie Schuppen von den Auegn fällt. Zeige ihr, dass sie mit Dir nicht spielen kann und konfrontiere sie mit beinharter Konsequenz. Ich denke, dass Du bei dieser Frau mit Ruhe und Abwarten nichts erreichen dürftest. Oder, was meinst Du? Ich meine - ich kenne sie ja nicht - aber Deiner Erzählungen lassen darauf schließen, dass sie mal einen Schuss vor den Latz braucht, um wieder zu Sinnen zu kommen. Einen Versuch wäre es jeenfalls wert - aus momentaner Sicht hast Du nichts zu verlieren! Es kann nur besser werden. Und wenn Du Härte bringst, wird Dir das selber vielleicht auch gut tun - man fühlst sich nicht mehr ganz so verarscht, wenn man auch mal die Zügel zieht und Druck macht.

Liebe Grüße

Racegirl

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14. November 2006 um 23:57
In Antwort auf chita_11968131

Tja, also
ich denke, der Dame ist es echt einfach zu gut gegangen.Könnte gut sein, dass sie echt immer einen "Kick" braucht, weil sie einfach verwöhnt ist?!? Auch sowas, das sie mit meinem ehemaligen Lebensgefährten gemeinsam hat. Ich komme aus einer Zerrütteten Streitfamilie, in der ich ums Überleben kämpfen musste und der liebe Herr hat immer alles bekommen, was er gebraucht hat und hatte nie zu kämpfen. Es ist typisch für solche Menschen, dass sie dann Action suchen - und vielleicht solltest Du ihr genau diese geben? Hat beim ersten Mal ja auch funktioniert, oder? Alsi Du die Konsequenzen aus ihrem Fehlverhalten gezogen hast, ist sie plötzlich rumgekrochen, um es mal übertrieben auszudrücken. Nimm mal Deine ganze Härte zusammen und zieh das Ding nochmal so durch, dass es ihr - hoffentlich - wie Schuppen von den Auegn fällt. Zeige ihr, dass sie mit Dir nicht spielen kann und konfrontiere sie mit beinharter Konsequenz. Ich denke, dass Du bei dieser Frau mit Ruhe und Abwarten nichts erreichen dürftest. Oder, was meinst Du? Ich meine - ich kenne sie ja nicht - aber Deiner Erzählungen lassen darauf schließen, dass sie mal einen Schuss vor den Latz braucht, um wieder zu Sinnen zu kommen. Einen Versuch wäre es jeenfalls wert - aus momentaner Sicht hast Du nichts zu verlieren! Es kann nur besser werden. Und wenn Du Härte bringst, wird Dir das selber vielleicht auch gut tun - man fühlst sich nicht mehr ganz so verarscht, wenn man auch mal die Zügel zieht und Druck macht.

Liebe Grüße

Racegirl

Eigentlich eine
gute Idee, der Gedanke kam mir auch schon. Aber erstens bin ich wirklich dabei an mir zu arbeiten, also nicht mehr wie früher (vor unserer Zeit) Wut und Haß als einzige Gefühle bei mir zu zulassen, andererseits habe ich Angst um meine Tochter! Diese kann nun wirklich nichts für das Ganze und sie hängt an ihrem Papa. Wie soll das werden wenn die Mama ihr erzählt das Papa sie nicht mehr sehen will, obwohl nur sie (die Mama) mich loswerden will, also sie angelogen wird? Kannst Du dir vorstellen wie Sch***e man sich fühlt wenn einem das eigene Kind erzählt dass es schade ist, dass Papa nicht mehr zu Hause wohnt? Und erkläre mal einer 4jährigen das die Mama den Papa nicht mehr lieb hat, obwohl sie sieht das Mama und Papa sich immer noch umarmen wenn sie sich sehen. So war es bisher doch immer! Ich fühle mich so verdammt ausgeliefert, aber wäre ich der erste Vater dem das Kind vorenthalten wird? Noch habe ich wenigstens die Zeit von Freitag bis Samstag mit meiner Tochter, aber werde ich sie noch haben wenn ich jetzt einen auf Hart mach?

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15. November 2006 um 0:28
In Antwort auf chita_11968131

Hallo Derhonk!
Als ich Deine Geschichte gelesen habe, musste ich feststellen, dass ich diese geschrieben haben könnte. Ich stecke in genau derselben Situation wie Du - bis auf die Kinder - ich habe keine Kinder - aber ansonsten ist da alles ziemlich gleich.
Mein ehemaliger noch immer wankelmütig unentschlossener Lebensgefährte und ich haben das jetzt momentan so gelöst. Wir sehen uns mal 4 Monate überhaupt nicht - es ist als "späte Auszeit" für beide tituliert. Wir sind ja immerhin seit 11 Monaten getrennt und das nach 7 Jahren streitfreier, ausgeglichener Beziehung, in der wir uns sehr viel aufgebaut haben. Und er hat bei mir die letzten Monate die ganz gleiche Chose abgezogen wie Deine Ex-Freundin bei Dir. Er wollte irgendwie nicht loslassen, obwohl er sich getrennt hat - immer wieder haben wir uns gesehen, er hat sich sogar eine Wohnung in der gleichen Straße besorgt, damit er nicht so weit weg ist, hat aber immer wieder betont, dass er mich nicht mehr genug für eine Beziehung liebt und deshalb auch keine mehr haben will und kann. Auch auf sehr persönlicher Ebene ist immer etwas gelaufen - ich muss aber dazusagen, dass er keine andere Frau hat (sonst hätte ich mich darauf ja nicht eingelassen). Jedes Mal, wenn ich den Kontakt abbrechen wollte, weil es mich innerlich zerrissen hat, hat er aber total die Nerven weggeschmissen, dass er das nicht aushält und nicht will, weil er sich mich nicht aus seinem Leben wegdenken kann. Aber wenn ich ihn nach seinen Gefühlen gefragt habe, habe ich nie eine Antwort bekommen. Immer nur: "Du kennst mich - ich kann und will über so etwas nicht reden". Er hat auch absolut alles für mich getan - mir bei Arbeiten am Haus geholfen, war sogar böse, wenn er nicht helfen durfte u.s.w. Also skurril und absurd. Nun aber habe ich ihn vor die Entscheidung gestellt - ich sagte einfach ich will jetzt schwarz oder weiß und aus. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nie im Leben sein Freund sein werde - dass ich ihn nicht einmal kennen werde, wenn wir uns über den Weg laufen, weil ich alles andere nicht aushalten könnte. Ich liebe ihn einfach zu sehr - und da bleibt mir nichts anderes übrig, als ihn einfach aus meinem Leben zu "killen", wenn es keine Beziehung mehr wird. Nun hat er darum gebeten, sich diese paar Monate zu nehmen, er macht auch eine Psychotherapie in der Zeit (ist eine Bedingung von mir, weil ich ihm sonst überhaupt nicht mehr zuhöre, wenn dieses verwirrte Hirn nicht von einem Professionalsiten geschlichtet wird) und wird in sich hineinhorchen, was er will und was nicht, und das Ergebnis wird dann auch definitiv sein. Ich habe mir das Recht herausgenommen, mir in dieser Zeit zu überlegen, ob ich überhaupt ggf. die 4 Monate warten will, zumal ich ohnehin schon 11 Monate geduldig war, und werde ihm ggf. berichten, wenn er sich seinen Kopf erst gar nicht mehr zerbrechen muss, weil mir frühzeitig der Geduldsfaden gerissen ist. Er ist auch darauf eingegangen ohne zu murren - zwar sehr nervös aber nicht unhöflich und hat sich mehrmals dafür bedankt, dass er diese Zeit zumindest aus momentaner Sicht bekommt.
Ich habe diese Lösung im Endeffekt als die einzige gesehen, mit der er die Chance hat festzustellen, wie sein Leben ohne mich aussieht und ich habe die Chance, auf Abstand zu gehen und an der Entscheidung teilzuhaben, was mich auch etwas stärker macht.
Die ersten Tage waren die Hölle und auch jetzt geht es mir absolut nicht gut - aber doch besser als vorher im kompletten Chaos. Aber ich kann zumindest sicher sein, dass es zu einer definitiven Entscheidung kommen wird und dass der Schrecken auch ein Ende nehmen wird - ob nun so oder so.
Bisher hat es sich zumindest für mich schon bewährt - und wie ich von seinen Freunden weiß, die mir sehr nahe stehen und denen ich vertrauen kann, geht es ihm auf einmal auch nicht besonders gut. Er quält sich herum, fühlt sich einsam, Ausgehen ist plötzlich gar doch nicht mehr so lustig, vergräbt sich in Büchern und macht seine Therapie. Also scheinbar war das keine so schlechte Lösung fürs Erste.
Du scheinst auch so ein gutmütiger Kerl zu sein wie ich es in diesem Fall war - was grotesker Weise nicht einmal meinem üblichen Persönlichkeitsbild entspricht. Und genau diese Gutmütigkeit wird sehr oft ausgenutzt oder als sehr bequem angesehen - wehe aber, wenn sich das Blatt wendet und man plötzlich die Zügel strafft - dann sieht die Angelegenheit plötzlich ganz anders aus. Deine Ex-Freundin hatte es bei Dir vielleicht auch ein bisserl zu bequem und zu gut - vielleicht fehlte ihr die "Spannung" und das "Risiko", wenn sie sich jetzt mit so einem A.... einlässt, bei dem sie eigentlich nur auf die Klappe fallen kann. Gut für Dich, wenn es sie ordentlich wirft - dann ist das Risiko plötzlich nicht mehr so interessant...und das Gutmütige ist doch die attraktivere Variante. Dieses Muster habe ich auch schon bei vielen Menschen gesehen.
Für Dich aber ist auch eines wichtig: Überlege Dir ganz genau, wass denn Dein Part bei der Sache gewesen sein kann. Ganz von allein geht es meistens nicht, dass so etwas passiert. Und zwar meine ich den persönlichen Umgang mit Deiner Ex-Freundin. Warst Du verschlossen? Faul? Hattest keine Lust auf Unternehmungen? Warst Du sehr mit Deinem Beruf verbandelt? Hast Du sie zu wenig gesehen (ich meine damit die Beachtung)? Überlege Dir das auch Du - ich aheb meine Punkte schon gefunden - und das eine oder andere ist schon klarer geworden.....
Vielleicht kannst Du aus meiner Geschichte ja was nehmen, das Du auch umsetzen kannst. Irgendetwas wirst auf jeden Fall auch Du tun müssen, denn ich kann Dir garantieren - unter den momentanen Bedingungen wirst Du ganz grausem untergehen. Ich bin ca. 1 Meter vorm Abgrund gestanden und ich bin eigentlich ein extrem starker Mensch, den fast nichts umhaut.

Liebe Grüße

Racegirl

Deine Geschichte
ist noch etwas anders gelagert als meine. Ich habe eine klare Ansage gekriegt und nur das Verhalten deutet (zumindest aus meiner Sicht) auf etwas Anderes hin.

Meine Fehler habe ich inzwischen eingesehen, zumindest so ich sie sehen kann und aus den wenigen Dingen, die mir gesagt wurden, folgern kann. Mit ihrer Mutter hatte ich seit über einem Jahr kein Wort mehr gewechselt, da ich es Leid war von ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit verarscht und bloßgestellt zu werden, besonders gerne bei Familienfeiern. Letztes Wochenende haben wir uns tatsächlich mal wieder unterhalten. Stell dir vor: Ich bin dabei nicht tot umgefallen, obwohl ich die Konversation angefangen habe.

Genauso verhält es sich mit ihrer Tochter aus erster Ehe: Ich habe mit diesem Kind immer meine Schwierigkeiten gehabt. Allein aus dem Grund weil sie Oma und Mama immer gegeneinander ausgespielt hat, nie gemaßregelt wurde wenn sie offensichtlich lügt und ähnliche Dinge mehr. Trotzdem habe ich immer mit ihr geredet, hab ihr bei den Hausaufgaben geholfen und war immer für Fragen ihrerseits offen. Aber wenn Sie sich daneben benahm, war ich Schuld, ich würde das Kind ja so verunsichern. Heute nehme ich mir einfach die Zeit und unterhalte mich mit ihr alleine und laß sie sonst ihre Sperenzchen machen.
Der schlimmste Punkt war wohl dass ich in der Beziehung immer geschluckt und geschluckt habe, bis ich einfach nicht mehr konnte. Dann bin ich verbal mal bei einer Nichtigkeit kurz laut geworden und nach 10 Minuten war Alles wieder in Ordnung. Das ist aber ein Punkt an dem ich seit meiner Kindheit leide und den ich von meinem Vater geerbt habe: Jähzorn. Jetzt lerne ich gerade das ich dann weg gehen muß wenn ich merke das er hochkommt und ihn Anders ausleben muß, sei es das ich rausgehe und die nächste Häuserwand malträtiere oder brülle oder was auch immmer. Ich habe gelernt es so gut im Griff zu haben das ich meinen (Ex-) Kumpel nicht umgehauen habe, als ich erfuhr das er mit meiner Frau rummacht, sondern ihm sogar noch weiterhin meine Freundschaft anbot. OK, das er die inzwischen mehrfach mißbraucht hat, ist egal. Jetzt weiß ich wenigstens was ich von ihm halten soll.
Bevor irgend ein Mißverständnis aufkommt: Ich habe keinem etwas Böses getan! Also weder Frau noch Kinder geschlagen, gequält oder sonst etwas!!

Was Du bei der ganzen Story nicht aus den Augen verlieren solltest, ist die Tatsache das ich aus einem wirklich kaputten Elternhaus komme und mich mit den übelsten Typen umgeben habe: Zuhälter, Rocker uÄ. Ich kannte eigentlich nur Gewalt und Haß, und das von klein an. Ich selber war Rocker, hab mich einstmals mit ein paar wenigen Kumpels mit den tonangeben Clubs angelegt und es überlebt! Andererseits war und bin ich immer ein sehr überlegender Mensch gewesen: Ich habe nach meiner Ausbildung noch erfolgreich eine weiterführende Schule besucht, studiert, zwei Umschulungen gemacht. Dies erwähn ich nur damit dein Bild von mir nicht völlig im Eimer ist!

Du kannst mir schon glauben wenn ich schreibe das ich dabei bin an meinen Fehlern zu arbeiten.

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15. November 2006 um 9:00
In Antwort auf lionce_12156125

Deine Geschichte
ist noch etwas anders gelagert als meine. Ich habe eine klare Ansage gekriegt und nur das Verhalten deutet (zumindest aus meiner Sicht) auf etwas Anderes hin.

Meine Fehler habe ich inzwischen eingesehen, zumindest so ich sie sehen kann und aus den wenigen Dingen, die mir gesagt wurden, folgern kann. Mit ihrer Mutter hatte ich seit über einem Jahr kein Wort mehr gewechselt, da ich es Leid war von ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit verarscht und bloßgestellt zu werden, besonders gerne bei Familienfeiern. Letztes Wochenende haben wir uns tatsächlich mal wieder unterhalten. Stell dir vor: Ich bin dabei nicht tot umgefallen, obwohl ich die Konversation angefangen habe.

Genauso verhält es sich mit ihrer Tochter aus erster Ehe: Ich habe mit diesem Kind immer meine Schwierigkeiten gehabt. Allein aus dem Grund weil sie Oma und Mama immer gegeneinander ausgespielt hat, nie gemaßregelt wurde wenn sie offensichtlich lügt und ähnliche Dinge mehr. Trotzdem habe ich immer mit ihr geredet, hab ihr bei den Hausaufgaben geholfen und war immer für Fragen ihrerseits offen. Aber wenn Sie sich daneben benahm, war ich Schuld, ich würde das Kind ja so verunsichern. Heute nehme ich mir einfach die Zeit und unterhalte mich mit ihr alleine und laß sie sonst ihre Sperenzchen machen.
Der schlimmste Punkt war wohl dass ich in der Beziehung immer geschluckt und geschluckt habe, bis ich einfach nicht mehr konnte. Dann bin ich verbal mal bei einer Nichtigkeit kurz laut geworden und nach 10 Minuten war Alles wieder in Ordnung. Das ist aber ein Punkt an dem ich seit meiner Kindheit leide und den ich von meinem Vater geerbt habe: Jähzorn. Jetzt lerne ich gerade das ich dann weg gehen muß wenn ich merke das er hochkommt und ihn Anders ausleben muß, sei es das ich rausgehe und die nächste Häuserwand malträtiere oder brülle oder was auch immmer. Ich habe gelernt es so gut im Griff zu haben das ich meinen (Ex-) Kumpel nicht umgehauen habe, als ich erfuhr das er mit meiner Frau rummacht, sondern ihm sogar noch weiterhin meine Freundschaft anbot. OK, das er die inzwischen mehrfach mißbraucht hat, ist egal. Jetzt weiß ich wenigstens was ich von ihm halten soll.
Bevor irgend ein Mißverständnis aufkommt: Ich habe keinem etwas Böses getan! Also weder Frau noch Kinder geschlagen, gequält oder sonst etwas!!

Was Du bei der ganzen Story nicht aus den Augen verlieren solltest, ist die Tatsache das ich aus einem wirklich kaputten Elternhaus komme und mich mit den übelsten Typen umgeben habe: Zuhälter, Rocker uÄ. Ich kannte eigentlich nur Gewalt und Haß, und das von klein an. Ich selber war Rocker, hab mich einstmals mit ein paar wenigen Kumpels mit den tonangeben Clubs angelegt und es überlebt! Andererseits war und bin ich immer ein sehr überlegender Mensch gewesen: Ich habe nach meiner Ausbildung noch erfolgreich eine weiterführende Schule besucht, studiert, zwei Umschulungen gemacht. Dies erwähn ich nur damit dein Bild von mir nicht völlig im Eimer ist!

Du kannst mir schon glauben wenn ich schreibe das ich dabei bin an meinen Fehlern zu arbeiten.

Hallo Derhonk!
Ich wollte Dir nicht zu nahe treten - ich bin nicht der Meinung gewesen, dass Du Dir über Dich keine Gedanken machst. Aber ich sage es mal so - wenn Deine Ex-Freundin es als Problem sieht, dass Du Dich von ihrer Mutter nicht demütigen und von ihrer Tochter nicht verarschen lässt, dann ist das ein einfeutiges Armutszeichen von ihr. Wenn da nicht noch andere Dinge waren, die wirklich Gewicht haben, weiß ich auch nicht, was sie für ein Problem hat. Wie gesagt - ich denke nach wie vor, dass sie einfach mal ordentliche Härte von Dir bekommen muss - psychische Härte - und dann wird sich zeigen, ob sie mit Dir spielt oder ob sie vielleicht doch fähig ist, sich Dir gegenüber fair zu verhalten. Momentan ist sie nämlich meiner Ansicht nach nicht fair zu Dir - und das solltest Du Dir nicht gefallen lassen.
Das mit der Kindheit und Jugend kann ich nachvollziehen - ich selbst war trinkender und rauchender und raufender Punk als ich noch jung war. Habe mich dann aber ganz alleine aus der Sch.... gezogen, meine Ausbildung fertig gemacht und bin mittlerweile ein ganz langweiliger Qualitätsmanager. Also ich habe Dir ja gesagt, dass ich da in Dir viel von mir erkenne und deshalb schon verstehe, was in Dir vorgeht. Und ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass Deine Ex-Freundin einfach verwöhnt ist - spiegelt sich ja auch darin nieder, dass sie offenbar nicht mit ihrer Tochter umgehen kann. Du siehst, dass die Kleine intrigant und verlogen ist - und sie macht Dir noch einen Vorwurf deswegen - weil sie die Welt durch die rosa Brille sieht und Du aber realistisch bist.
Ich denke, Du solltest ihr diese rosa Brille mal ganz schnell abnehmen - und das wird Dri auch gut tun. Ich bin auch sehr jähzornig - und kann Dir versichern - in diesem Fall ist es Dein gutes Recht, den Zorn mal dort auszulassen, wo er hingehört - die Dame soll schon spüren, dass sie Dich absolut unfair behandelt hat.

Liebe Grüße

Racegirl

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18. November 2006 um 13:45
In Antwort auf chita_11968131

Tja, also
ich denke, der Dame ist es echt einfach zu gut gegangen.Könnte gut sein, dass sie echt immer einen "Kick" braucht, weil sie einfach verwöhnt ist?!? Auch sowas, das sie mit meinem ehemaligen Lebensgefährten gemeinsam hat. Ich komme aus einer Zerrütteten Streitfamilie, in der ich ums Überleben kämpfen musste und der liebe Herr hat immer alles bekommen, was er gebraucht hat und hatte nie zu kämpfen. Es ist typisch für solche Menschen, dass sie dann Action suchen - und vielleicht solltest Du ihr genau diese geben? Hat beim ersten Mal ja auch funktioniert, oder? Alsi Du die Konsequenzen aus ihrem Fehlverhalten gezogen hast, ist sie plötzlich rumgekrochen, um es mal übertrieben auszudrücken. Nimm mal Deine ganze Härte zusammen und zieh das Ding nochmal so durch, dass es ihr - hoffentlich - wie Schuppen von den Auegn fällt. Zeige ihr, dass sie mit Dir nicht spielen kann und konfrontiere sie mit beinharter Konsequenz. Ich denke, dass Du bei dieser Frau mit Ruhe und Abwarten nichts erreichen dürftest. Oder, was meinst Du? Ich meine - ich kenne sie ja nicht - aber Deiner Erzählungen lassen darauf schließen, dass sie mal einen Schuss vor den Latz braucht, um wieder zu Sinnen zu kommen. Einen Versuch wäre es jeenfalls wert - aus momentaner Sicht hast Du nichts zu verlieren! Es kann nur besser werden. Und wenn Du Härte bringst, wird Dir das selber vielleicht auch gut tun - man fühlst sich nicht mehr ganz so verarscht, wenn man auch mal die Zügel zieht und Druck macht.

Liebe Grüße

Racegirl

Ich habe
ansatzweise deinen Rat befolgt und mich in Kleinigkeiten zurück gezogen, keine lieben Grüße mehr an sie bei meinen SMSen an meine Tochter. Effekt: Sie rief an und quatscht 'ne 3/4 Stunde mit mir.
Gestern abend schickte sie mir eine ziemlich unbegründete SMS auf die ich antwortete und prompt rief sie mich an obwohl das eigentliche Thema durch meine Antwort geklärt war. 5 Stunden Telefonat in dessen Verlauf sie sich einen angetüddelt hat. Dabei erzählt sie mir das ich ja immer noch sooo attraktiv bin, sie mich immer noch liebt, aber derzeit Alles so schwierig ist und zieht dann heftigen ... mit mir durch. OK, scheint ja doch auf dem richtigen Weg zu sein, war mein Gedanke.
Und heute morgen ruft sie mich an und weiß davon angeblich überhaupt nichts mehr!! Ich naklar stocksauer und will endlich mal ein Gespräch über ihre Gefühle mir gegenüber mit ihr führen, da es so ja schon mal gar nicht gehen kann. Wird derzeit abgelehnt, kann sie laut ihrer Aussage derzeit nicht. Billige Entschuldigung für das was gestern gelaufen ist, obwohl sie es angeblich nur von mir weiß.
Ich inzwischen durch das Telefonat ziemlich sauer, sie soll doch bitte mal tief in sich reinschauen und sich klar werden ob sie im Bigbeerbrand nicht vielleicht doch ehrlicher ist als nüchtern.
2 Stunden später ruft sie an ob ich nicht noch ein paar Filme für ihre ältere Tochter habe. Völlig unverbindlicher netter Ton, als wäre gar nichts passiert.

Ich weiß echt nicht mehr was ich von dem Thema noch halten soll. Kann mir irgendjemand solch ein Verhalten erklären?

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18. November 2006 um 13:52
In Antwort auf lionce_12156125

Ich habe
ansatzweise deinen Rat befolgt und mich in Kleinigkeiten zurück gezogen, keine lieben Grüße mehr an sie bei meinen SMSen an meine Tochter. Effekt: Sie rief an und quatscht 'ne 3/4 Stunde mit mir.
Gestern abend schickte sie mir eine ziemlich unbegründete SMS auf die ich antwortete und prompt rief sie mich an obwohl das eigentliche Thema durch meine Antwort geklärt war. 5 Stunden Telefonat in dessen Verlauf sie sich einen angetüddelt hat. Dabei erzählt sie mir das ich ja immer noch sooo attraktiv bin, sie mich immer noch liebt, aber derzeit Alles so schwierig ist und zieht dann heftigen ... mit mir durch. OK, scheint ja doch auf dem richtigen Weg zu sein, war mein Gedanke.
Und heute morgen ruft sie mich an und weiß davon angeblich überhaupt nichts mehr!! Ich naklar stocksauer und will endlich mal ein Gespräch über ihre Gefühle mir gegenüber mit ihr führen, da es so ja schon mal gar nicht gehen kann. Wird derzeit abgelehnt, kann sie laut ihrer Aussage derzeit nicht. Billige Entschuldigung für das was gestern gelaufen ist, obwohl sie es angeblich nur von mir weiß.
Ich inzwischen durch das Telefonat ziemlich sauer, sie soll doch bitte mal tief in sich reinschauen und sich klar werden ob sie im Bigbeerbrand nicht vielleicht doch ehrlicher ist als nüchtern.
2 Stunden später ruft sie an ob ich nicht noch ein paar Filme für ihre ältere Tochter habe. Völlig unverbindlicher netter Ton, als wäre gar nichts passiert.

Ich weiß echt nicht mehr was ich von dem Thema noch halten soll. Kann mir irgendjemand solch ein Verhalten erklären?

Ich kann
dazu nur eine sagen: In Vino Veritas... Besoffene sagen zumeist das, was sie wirklich denken. Und ich könnte mir vorstellen, dass Deine Frau sich heute einfach nur selber böse ist, dass sie mehr oder weniger die verbalen Hüllen fallen hat lassen. Ich würde sie weiterhin mit Härte anpacken und sie spüren lassen, dass sie mit Dir nicht alles machen kann. Verstehen kann man so einen Menschen nicht - aber man kann ihn in die Realität "zurückrütteln", indem man hart durchgreift.
Ich denke, dass das nach einiger Zeit schon Wirkung zeigt.

Liebe Grüße

Racegirl

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18. November 2006 um 16:22
In Antwort auf chita_11968131

Hallo Derhonk!
Als ich Deine Geschichte gelesen habe, musste ich feststellen, dass ich diese geschrieben haben könnte. Ich stecke in genau derselben Situation wie Du - bis auf die Kinder - ich habe keine Kinder - aber ansonsten ist da alles ziemlich gleich.
Mein ehemaliger noch immer wankelmütig unentschlossener Lebensgefährte und ich haben das jetzt momentan so gelöst. Wir sehen uns mal 4 Monate überhaupt nicht - es ist als "späte Auszeit" für beide tituliert. Wir sind ja immerhin seit 11 Monaten getrennt und das nach 7 Jahren streitfreier, ausgeglichener Beziehung, in der wir uns sehr viel aufgebaut haben. Und er hat bei mir die letzten Monate die ganz gleiche Chose abgezogen wie Deine Ex-Freundin bei Dir. Er wollte irgendwie nicht loslassen, obwohl er sich getrennt hat - immer wieder haben wir uns gesehen, er hat sich sogar eine Wohnung in der gleichen Straße besorgt, damit er nicht so weit weg ist, hat aber immer wieder betont, dass er mich nicht mehr genug für eine Beziehung liebt und deshalb auch keine mehr haben will und kann. Auch auf sehr persönlicher Ebene ist immer etwas gelaufen - ich muss aber dazusagen, dass er keine andere Frau hat (sonst hätte ich mich darauf ja nicht eingelassen). Jedes Mal, wenn ich den Kontakt abbrechen wollte, weil es mich innerlich zerrissen hat, hat er aber total die Nerven weggeschmissen, dass er das nicht aushält und nicht will, weil er sich mich nicht aus seinem Leben wegdenken kann. Aber wenn ich ihn nach seinen Gefühlen gefragt habe, habe ich nie eine Antwort bekommen. Immer nur: "Du kennst mich - ich kann und will über so etwas nicht reden". Er hat auch absolut alles für mich getan - mir bei Arbeiten am Haus geholfen, war sogar böse, wenn er nicht helfen durfte u.s.w. Also skurril und absurd. Nun aber habe ich ihn vor die Entscheidung gestellt - ich sagte einfach ich will jetzt schwarz oder weiß und aus. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich nie im Leben sein Freund sein werde - dass ich ihn nicht einmal kennen werde, wenn wir uns über den Weg laufen, weil ich alles andere nicht aushalten könnte. Ich liebe ihn einfach zu sehr - und da bleibt mir nichts anderes übrig, als ihn einfach aus meinem Leben zu "killen", wenn es keine Beziehung mehr wird. Nun hat er darum gebeten, sich diese paar Monate zu nehmen, er macht auch eine Psychotherapie in der Zeit (ist eine Bedingung von mir, weil ich ihm sonst überhaupt nicht mehr zuhöre, wenn dieses verwirrte Hirn nicht von einem Professionalsiten geschlichtet wird) und wird in sich hineinhorchen, was er will und was nicht, und das Ergebnis wird dann auch definitiv sein. Ich habe mir das Recht herausgenommen, mir in dieser Zeit zu überlegen, ob ich überhaupt ggf. die 4 Monate warten will, zumal ich ohnehin schon 11 Monate geduldig war, und werde ihm ggf. berichten, wenn er sich seinen Kopf erst gar nicht mehr zerbrechen muss, weil mir frühzeitig der Geduldsfaden gerissen ist. Er ist auch darauf eingegangen ohne zu murren - zwar sehr nervös aber nicht unhöflich und hat sich mehrmals dafür bedankt, dass er diese Zeit zumindest aus momentaner Sicht bekommt.
Ich habe diese Lösung im Endeffekt als die einzige gesehen, mit der er die Chance hat festzustellen, wie sein Leben ohne mich aussieht und ich habe die Chance, auf Abstand zu gehen und an der Entscheidung teilzuhaben, was mich auch etwas stärker macht.
Die ersten Tage waren die Hölle und auch jetzt geht es mir absolut nicht gut - aber doch besser als vorher im kompletten Chaos. Aber ich kann zumindest sicher sein, dass es zu einer definitiven Entscheidung kommen wird und dass der Schrecken auch ein Ende nehmen wird - ob nun so oder so.
Bisher hat es sich zumindest für mich schon bewährt - und wie ich von seinen Freunden weiß, die mir sehr nahe stehen und denen ich vertrauen kann, geht es ihm auf einmal auch nicht besonders gut. Er quält sich herum, fühlt sich einsam, Ausgehen ist plötzlich gar doch nicht mehr so lustig, vergräbt sich in Büchern und macht seine Therapie. Also scheinbar war das keine so schlechte Lösung fürs Erste.
Du scheinst auch so ein gutmütiger Kerl zu sein wie ich es in diesem Fall war - was grotesker Weise nicht einmal meinem üblichen Persönlichkeitsbild entspricht. Und genau diese Gutmütigkeit wird sehr oft ausgenutzt oder als sehr bequem angesehen - wehe aber, wenn sich das Blatt wendet und man plötzlich die Zügel strafft - dann sieht die Angelegenheit plötzlich ganz anders aus. Deine Ex-Freundin hatte es bei Dir vielleicht auch ein bisserl zu bequem und zu gut - vielleicht fehlte ihr die "Spannung" und das "Risiko", wenn sie sich jetzt mit so einem A.... einlässt, bei dem sie eigentlich nur auf die Klappe fallen kann. Gut für Dich, wenn es sie ordentlich wirft - dann ist das Risiko plötzlich nicht mehr so interessant...und das Gutmütige ist doch die attraktivere Variante. Dieses Muster habe ich auch schon bei vielen Menschen gesehen.
Für Dich aber ist auch eines wichtig: Überlege Dir ganz genau, wass denn Dein Part bei der Sache gewesen sein kann. Ganz von allein geht es meistens nicht, dass so etwas passiert. Und zwar meine ich den persönlichen Umgang mit Deiner Ex-Freundin. Warst Du verschlossen? Faul? Hattest keine Lust auf Unternehmungen? Warst Du sehr mit Deinem Beruf verbandelt? Hast Du sie zu wenig gesehen (ich meine damit die Beachtung)? Überlege Dir das auch Du - ich aheb meine Punkte schon gefunden - und das eine oder andere ist schon klarer geworden.....
Vielleicht kannst Du aus meiner Geschichte ja was nehmen, das Du auch umsetzen kannst. Irgendetwas wirst auf jeden Fall auch Du tun müssen, denn ich kann Dir garantieren - unter den momentanen Bedingungen wirst Du ganz grausem untergehen. Ich bin ca. 1 Meter vorm Abgrund gestanden und ich bin eigentlich ein extrem starker Mensch, den fast nichts umhaut.

Liebe Grüße

Racegirl

Hallo Racegirl
Habe mich in deinem Beitrag wiederentdeckt und leide momentan auch sehr - denn bei uns hat immer wechselseitig einer den Schlussstrich gezogen und dann haben wir es wieder versucht... und wieder versucht...
Bei all dem Schmerz und der Hoffnung und dem Glauben, dass man doch unbedingt mit DEM Partner zusammen sein will - man verschwendet seine Zeit fü eine anstrengende Beziehung, ind er es nicht die wahre Liebe ist - sonst würde das alles nicht passieren!!!! Irgendwo muss doch auch jemand sein, der nicht diesen Affentanz mit uns veranstaltet, sondern uns versteht und uns glücklich macht! Ich galub zwar momentan auch nicht daran und leide - aber SO sollte es in einer Beziehung nicht laufen!

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18. November 2006 um 23:23

Abschlußgedanken
Ich danke allen die sich die Mühe gemacht haben sich meine Probleme durchzulesen und mir mit ihren Erfahrungen zur Seite standen!
Mir sind auch und gerade durch die Aktion (meiner Ex heute nacht/morgen und das Gespräch heut nachmittag) einige Dinge klar geworden:
1.) Liebe heißt Vertrauen. Wenn ich mich selber frage ob ich hoffen soll, wie kann ich dann glauben das ich Liebe? Da ich mir sicher bin das ich Liebe, bedeutet dass das ich auch Vertrauen muß. Und sei es dass ich damit meine verdammten Hoffnungen weiter mit mir rumschleppe.
2.) Jeder der hier postet will im Grunde nur seine Meinung/Hoffnung bestätigt sehen. Da bin ich wohl keine Ausnahme, von daher ist es letztlich witzlos hier zu posten, da die Meinungen hier immer nur auf persönlichen Erfahrungen beruhen. Der Eine ist irgendwie hinterher wieder mit dem Ex-Partner glücklich geworden, der andere nicht. Rosinenpicken ist das Stichwort. Mein subjektiver Eindruck dass meine Ex im Suff mehr Wahrheit gesprochen hat, bestätigt sich in anderen Dingen als ich hier geschrieben habe, von daher hoffe ich das "In vino veritas" nicht die verkehrteste Sichtweise ist, auch wenn das noch dauern kann bis das bei meiner Ex durchsickert.
3.) Was die breite Masse der Threads belegt, ist die Tatsache das fast alle irgendwann drüber hinweg kamen, also wieso nicht auch ich wenn sich meine Hoffnungen zerschlagen sollten? Die Frage ist: Wie lange kann und will ich meine Hoffnungen pflegen? Das weiß ich nicht und das wird mir keiner von euch sagen können.

Wie gesagt: Ich danke euch, ihr habt mir ein paar neue Sichtweisen und Wege gezeigt und vor allen Dingen hatte ich einen Ort wo ich meine Gedanken sammeln konnte und durch das Schreiben auch nochmal drüber nachdenken konnte. Sollte ich in weiterer Zukunft dann noch an dieses Forum denken, werde ich euch mitteilen was aus der Sache wurde. Derzeit bin ich mir sicher das an der Weißheit: "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren" etwas dran ist und hoffe in irgendeiner Form auf einen Neuanfang mit meiner Madam. Nicht mehr: Das Alte zurück haben wollen, sondern etwas Neues anfangen können. Aber wenn möglich mit ihr, ansonsten mit irgendjemand Anderes. Aber die Erfahrungen die ich bei dieser Geschichte gemacht habe, werde ich für mich selbst weitertragen können.

Sicherlich wird es Rückschläge geben bei denen ich glaube dran zerbrechen zu müssen, aber tief in mir drin weiß ich das ich nicht der Mensch bin der zerbricht.

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19. November 2006 um 10:48

Wenn ich Dich
richtig verstehe,macht Deine Frau
alles mit Dir,nur das Kapitel "Sex"
lehnt sie ab.Dieser neue,alte Bekan-
nte riecht dies natürlich und will
diese Situation ausnutzen,möglicher-weise sogar über Deine Frau an Dein
Geld,was sie natürlich nicht sieht!!
Er kennt Dich ja auch soweit,das Du
ein zuverlässiger Mensch bist,wo es
bei ihm ganz gewaltig hapert.Aber
vielleicht hat Deine Frau vor der
Ehe oder Kindheit eine schlechte Er-
fahrung gemacht,das sie bis jetzt
nocht verdrängt hat.Solche Opfer ver
drängen oft alles und versuchen so
normal wie möglich zu leben und mer-
ken dann einfach,dass sie das Ganze
noch nicht überwunden haben.Es kön-
nte so sein,dass sie so ist,einfach
weil Du eine männliche Person bist.
Informier Dich mal über diese soge-
nannten"Überlebende" von sexuellem
Missbrauch,z.B.Wildwasser.de

Viel Erfolg Mary

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19. November 2006 um 20:38
In Antwort auf lionce_12156125

Das habe
ich schon mehrfach versucht. Einfach über Fragen der Art: Wie würdest Du dich fühlen wenn...

Aber auch das waren wieder 'falsche' Fragen, denn damit wollte ich sie ja dazu bewegen über ihre Gefühle zu reden, was sie ums Verrecken nicht will.
Auf eine gewisse Art und Weise kann ich das auch verstehen, denn dann könnte ich dazu etwas sagen und ihre (hoffentlich) vorhandenen Zweifel bestärken. Und wer will das schon wenn er sich gerade die rosa Brille aufgesetzt hat? Dazu kommt noch das ich in unserer Beziehung eigentlich immer der Part mit der besseren Menschenkenntnis war. Sorry, wenn das jetzt arrogant klingt, aber das hat sich häufig genug bewiesen. Wie gesagt: Von daher kann ich sie schon verstehen. Andererseits tut es mir unheimlich weh, nicht mehr mit ihr über alles reden zu können.

Aber wenn der Grad ihrer Zuneigung davon abhängig ist wie sie mit dem anderen Typen klar kommt, dann hätte ich ja sogar berechtigte Hoffnungen, denn auf Dauer kann es zwischen den beiden einfach nicht gut gehen, vor allen Dingen da wohl keiner der Beiden bereit ist echte Zugeständnisse zu machen. Zumindest sind das die Informationen die ich habe.

Bin ich nicht bescheuert? Jetzt fang ich schon wieder mit Hoffnungen an, wo ich gerade aus meine Tief raus war und mich distanzieren wollte, nach dem Caos in meinen Gefühlen heute Mittag? Aber es gehört wohl dazu das ich solchen Stimmungsschwankungen unterliege.

Weisst...
...du, die Hoffnung weil man Gefühle hat treibt Menschen in merkwürdige Verhaltensmuster.
Als Aussenstehender würde ich sagen, nehm die Beine in die Hand.

Mir geht es aber wie dir und schaffe den Absprung nicht.

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19. November 2006 um 22:22
In Antwort auf jerome_11911092

Weisst...
...du, die Hoffnung weil man Gefühle hat treibt Menschen in merkwürdige Verhaltensmuster.
Als Aussenstehender würde ich sagen, nehm die Beine in die Hand.

Mir geht es aber wie dir und schaffe den Absprung nicht.

Da
Du im Forum noch nicht selber gepostet hast, frage ich dich hier mal: Werden dir denn auch ständig Zeichen gegeben das Du hoffen solltest/könntest? Wenn ja lese meinen Post "Abschlußgedanken" und frage dich ob Du deine Geschichte ähnlich betrachtest.
Aber abesehen davon kann ich dir den Rat geben: Schreib drüber. Es hilft dir selber, nicht wegen der Antworten, sondern einzig und allein dadurch das Du beim Schreiben besser reflektieren kannst.

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19. November 2006 um 23:18

Trennung akzeptieren oder kämpfen?Ich liebe ihn doch!
Ich habe ein Riesenproblem und bin total fertig.Seit 1 Woche ist schluss.und das zum 2. mal.Wir waren jetzt fast 2 jahre zusammen doch es gb immer wieder streit.Wegen seiner besten freundin haben wir uns anfangs immer gestritten, da ich sie nicht akzeptieren konnte.Sie hatten mal was miteinander.Es ging zwar nicht lang aber egal auf jeden fall sind sie jetzt beste freunde.Gibts sowas wirklich?ich hab das nie verstanden,er wollte diese freundschaft für mich partout nicht aufgeben.ich habe es dann versucht so gut wie möglich zu akzeptieren, doch gelitten hab ich wie hölle wenn ich wusst die unternehmen gerade was.er hat den kontakt etwas mir zur liebe eingeschränkt doch abgebrochen hat er ihn nie.dann kamen noch andre probleme hinzu.dann hab ich leider einen fehler gemacht und hab ihn sehr verletzt, daraufhin hat er schluss gemacht.Ich war total fertig und hab ihm alle möglichen versprechungen gemacht ich änder mich, ich liebe ihn.Nach 1 monat kämpfen waren wir wieder zusammen und wirklich wieder richtig glücklich.ABER dann hab ich ihn wieder enttäuscht und er hat jetzt endgültig schluss gemacht.ich bereue alles und möchte es ändern, aber er glaubt mir nicht mehr.Er sagt er kann nicht mehr ich habihn zu sehr enttäuscht.Hätte meine 2. Chance vertan und jetz will er net mehr.ich bin so ferig. ich liebe ihn über alles!!Wie kann ich ihm beweisen, dass ichs diesma wirklich ernst mein, dass ich mich änder?hab ich überhaupt noch eine chance?Er sagt er liebt mich und macht schluss das geht net in mein kopf!Man kann doch probleme lösen?beim 1. mal schluss wars genauso.Er hat auch gesagt er hat ne mauer hochgefahren, er könne net mehr und dadurch ist die liebe in ihm kaputtgegangen.Liebe kann doch nicht von heut auf morgen verschwinden oder??beim ersten mal musste ih auch ewig kämpfen.Soll ich es wieder versuchen oder es akteztieren?Wenn ja wie?ich liebe ihn so sehr.ich kann nciht mehr die trennung macht mich fertig.er sagt mom möchte er keine beziehung mehr mit mir.er hat angst dass ich den gleichen fehler wieder mach und ihn wieder enttäusche.warum kann er mir nicht die zeit geben mich zu ändern?es geht nicht um fremdgehen.ich kann die trennung nicht akzeptieren, ich möchte um ihn kämpfen aber wie?Bitte helft mir ich weiss nicht mehr weiter und kann nur noch heulen.

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20. November 2006 um 19:53
In Antwort auf lionce_12156125

Abschlußgedanken
Ich danke allen die sich die Mühe gemacht haben sich meine Probleme durchzulesen und mir mit ihren Erfahrungen zur Seite standen!
Mir sind auch und gerade durch die Aktion (meiner Ex heute nacht/morgen und das Gespräch heut nachmittag) einige Dinge klar geworden:
1.) Liebe heißt Vertrauen. Wenn ich mich selber frage ob ich hoffen soll, wie kann ich dann glauben das ich Liebe? Da ich mir sicher bin das ich Liebe, bedeutet dass das ich auch Vertrauen muß. Und sei es dass ich damit meine verdammten Hoffnungen weiter mit mir rumschleppe.
2.) Jeder der hier postet will im Grunde nur seine Meinung/Hoffnung bestätigt sehen. Da bin ich wohl keine Ausnahme, von daher ist es letztlich witzlos hier zu posten, da die Meinungen hier immer nur auf persönlichen Erfahrungen beruhen. Der Eine ist irgendwie hinterher wieder mit dem Ex-Partner glücklich geworden, der andere nicht. Rosinenpicken ist das Stichwort. Mein subjektiver Eindruck dass meine Ex im Suff mehr Wahrheit gesprochen hat, bestätigt sich in anderen Dingen als ich hier geschrieben habe, von daher hoffe ich das "In vino veritas" nicht die verkehrteste Sichtweise ist, auch wenn das noch dauern kann bis das bei meiner Ex durchsickert.
3.) Was die breite Masse der Threads belegt, ist die Tatsache das fast alle irgendwann drüber hinweg kamen, also wieso nicht auch ich wenn sich meine Hoffnungen zerschlagen sollten? Die Frage ist: Wie lange kann und will ich meine Hoffnungen pflegen? Das weiß ich nicht und das wird mir keiner von euch sagen können.

Wie gesagt: Ich danke euch, ihr habt mir ein paar neue Sichtweisen und Wege gezeigt und vor allen Dingen hatte ich einen Ort wo ich meine Gedanken sammeln konnte und durch das Schreiben auch nochmal drüber nachdenken konnte. Sollte ich in weiterer Zukunft dann noch an dieses Forum denken, werde ich euch mitteilen was aus der Sache wurde. Derzeit bin ich mir sicher das an der Weißheit: "Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren" etwas dran ist und hoffe in irgendeiner Form auf einen Neuanfang mit meiner Madam. Nicht mehr: Das Alte zurück haben wollen, sondern etwas Neues anfangen können. Aber wenn möglich mit ihr, ansonsten mit irgendjemand Anderes. Aber die Erfahrungen die ich bei dieser Geschichte gemacht habe, werde ich für mich selbst weitertragen können.

Sicherlich wird es Rückschläge geben bei denen ich glaube dran zerbrechen zu müssen, aber tief in mir drin weiß ich das ich nicht der Mensch bin der zerbricht.

Nachtrag Abschlußgedanken
Durch weitere Kleinigkeiten hat sie es jetzt tatsächlich geschafft: Ich bin stocksauer! Ich weiß nicht ob mehr auf sie oder auf mich, dass ich mich so zum Trottel gemacht habe. Ich werde sämtliche SMS (die eigentlich an meine Tochter gerichtet sind) einstellen um keinen Kontakt mehr zu ihr zu haben. Wenn ich meine Tochter abhole, werde ich meiner Ex kräftig den Marsch blasen, nicht dafür das sie mich abserviert hat sondern dafür das sie meinte mit mir Spielen zu müssen. Auch wenn ich glaube dass es nur ein Selbstschutz ist, aber derzeit schlägt meine Liebe in Hass um. Schei*e, eigentlich wollte ich nie wieder in dieses Gefühlsmuster zurückkehren, aber derzeit kann ich nichts dagegen tun. Am meisten tut mir meine Tochter leid, denn die wird es auch mitkriegen, wie sie so Vieles mitgekriegt hat ("Papa, Du wolltest eigentlich nicht weggehen?!"). Ich hoffe sie wird es irgendwann verstehen und verzeihen können.

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