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Hochzeitswahn

18. Juli um 0:46

Hallo, zusammen!
Ich bin neu hier und dies ist mein erster Post. Also bitte verzeiht mir, falls ich etwas an falscher Stelle poste, weil ich die Forenstruktur noch nicht so ganz durchschaut habe.
Mir brennt seit einiger Zeit etwas auf der Seele und ich muss es einfach loswerden, da es mich sehr beschäftigt.
Ich habe seit einiger Zeit den starken Wunsch mich mit meinem Freund zu verloben bzw. ihn auch zu heiraten in gar nicht allzu ferner Zukunft.
Zunächst stellt das kein Problem dar, damit ihr mich versteht, muss ich wohl etwas meine Situation schildern und etwas zu mir erzählen.
Mein Freund und ich sind beide 27 Jahre alt und wir sind ziemlich genau jetzt 8,5 Jahre ein Paar. Wir wohnen seit circa zwei Jahren zusammen, da das vorher nicht möglich war aufgrund unserer etwas weit entfernteren Studienorte. Seit anderthalb Jahren ist mein Freund mit dem Studium fertig, ich bin seit einem Jahr fertig. Wir gehen beide arbeiten, ich allerdings nicht in meinem erlernten Job. Das wird sich jedoch nächsten Monat ändern, da ich eine neue Stelle habe und nebenbei auch eine mehrjährige Weiterbildung beginne in diesem Bereich.
Mein Freund und ich haben generell ziemlich ähnliche Zukunftsvorstellungen: zwei bis drei Kinder, ein Eigenheim, aber alles nicht jetzt, sondern so wenn wir circa Anfang 30 sind. Ja und auch heiraten, das steht auch fest. Uns ist beiden auch sehr wichtig, kirchlich zu heiraten.
Während er gar nicht gerne über das Thema Hochzeit gesprochen hat vor ein paar Jahren, fing er davon selbst dann vor circa anderthalb Jahren an. Dass er sich das bald vorstellen könne etc. Anlass hierzu war, dass Freunde, die drei Jahre älter sind, aber ungefähr gleich lang wie wir, vor einem Jahr kirchlich und im Jahr davor standesamtlich geheiratet haben und ihre Hochzeit dementsprechend lange Thema im Freundeskreis war. Ich habe mich gefreut und langsam mit dem Gedanken angefreundet, es begann schleichend, dass ich darüber nachgedacht habe, wie meine eigene Hochzeit denn so aussehen könnte etc. Er meinte damals zu mir, er könne sich eine standesamtliche Trauung sogar Ende 2018 noch vorstellen. Ich entgegnete, dass ich gerne nicht länger als zwei Jahre zwischen standesamtlicher und kirchlicher Trauung hätte, aber es schön fände, auch schnell standesamtlich zu heiraten. Schnell wurde aber klar, dass wir finanziell auch momentan nicht dazu in der Lage sind, eine Hochzeit auf die Beine zu stellen wie wir sie uns vorstellen. Auch wenn ich nicht gerne völlig ausrasten möchte finanziell, habe ich alles mal durchgerechnet und mir wurde schnell klar, dass das gerade nicht drin ist. Vor allem, weil wir im nächsten Jahr eine größere Reise planen und das auch momentan unsere Priorität Nummer eins ist. Die erste Enttäuschung kam aber eigentlich als wir über eine Verlobung besprochen hatten zum ersten Mal. Er findet die Idee, mich zu fragen einfach absurd, weil er die Antwort bereits kenne, wie er argumentiert. Die Sache mit dem Ring findet er auch albern und unnötig. Seine Idee wäre, einfach zu beschließen, dass man heiratet und gut ist. Ich finde das eine eher nüchterne Vorstellung und würde lieber einen Antrag bekommen und einen Ring, den ich dann auch weiter tragen möchte. Auch wenn ich eine moderne Frau bin, kann ich mich nicht von dieser Vorstellung loseisen. Ich weiß nicht, warum.
In den letzten Monaten ist das Thema Hochzeit sehr präsent, vor allem in meinem Kopf.
Ich habe das Thema ein paar mal mit ihm thematisiert. Für ihn kommt eine Heirat oder eine Verlobung momentan nicht in Frage. Auch wenn so eine Planung mit Sparen etc. sich durchaus ein paar Jahre in die Länge ziehen kann und wir meiner Meinung nach diese Entscheidung spontan fällen können... Mit seinen Worten möchte er „uns diesen Stress gerade nicht antun“. Er sieht, dass ich die Weiterbildung bald beginne, was sehr zeit- und nervenraubend sein wird. Dennoch kann ich mir gerade nichts schöneres vorstellen als von ihm gefragt zu werden, seine Frau zu werden! -.-“
Nach meinem Empfinden verloben und heiraten sehr viele Menschen um mich rum. Entfernte Freunde und Verwandte, viele in meinem Alter oder noch jünger. Viele nur einen Bruchteil von der Zeit zusammen, die wir bereits in einer Beziehung sind. Ich merke wie ich mich vergleiche mit jenen und denen, wie mich das unglücklich macht. Viele Leute fragen immer häufiger, wann wir heiraten und ich werde immer unglücklich bei dieser Frage. Ich versuche, es runter zu spielen, aber es gelingt mir immer weniger. Ich habe eine sehr gute Freundin, die in einer ähnlichen Situation ist und auch sehr enttäuscht ist. Eine andere Bekannte, die auch letztes Jahr geheiratet hat, konnte das nicht nachvollziehen und sagte mir durch die Blume, ich könne meinen Freund ja verlassen. Das ist keine Option für mich, weil ich glücklich bin mit ihm. Nur diese zwanghafte Besessenheit von diesem Thema macht mir schier alles kaputt.
Mir ist bewusst, dass eine Hochzeit eigentlich nichts ändert. Es ist eine Formalität, doch für viele gehört es einfach dazu. Ich weiß, dass mein Freund mich irgendwann heiraten will und wird, trotzdem leide ich unter der Situation. Ich verstehe selbst nicht ganz, warum mich das so belastet oder mir so immens wichtig ist.
Gerne hätte ich erfahren, ob es hier noch Weitere gibt, die in einer ähnlichen Situation sind und wie ihr damit umgeht. Wie schaffe ich es, von diesem Wunsch (zunächst) Abschied zu nehmen? Wie schaffe ich es, nicht mehr so besessen zu sein von diesem Gedanken und mich immer so zu vergleichen? Es macht mich wirklich fertig...
Vielen Dank, dass ihr bis hierher gelesen habt und euch die Zeit nehmt.
Liebe Grüße
Naschkatze.

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18. Juli um 1:02

Also wenn man es genau unter die Lupe nimmt, basieren alle Wünsche und Vorstellungen einer Hochzeit und Verlobung entweder darauf, dass Freunde und Bekannte heiraten (gruppenzwang oder Neid) oder auf Hollywood Vorstellungen. Ne danke, ich weiß schon warum für mich heiraten nicht in Frage kommt.

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18. Juli um 1:04
In Antwort auf naschkatze.

Hallo, zusammen!
Ich bin neu hier und dies ist mein erster Post. Also bitte verzeiht mir, falls ich etwas an falscher Stelle poste, weil ich die Forenstruktur noch nicht so ganz durchschaut habe.
Mir brennt seit einiger Zeit etwas auf der Seele und ich muss es einfach loswerden, da es mich sehr beschäftigt.
Ich habe seit einiger Zeit den starken Wunsch mich mit meinem Freund zu verloben bzw. ihn auch zu heiraten in gar nicht allzu ferner Zukunft.
Zunächst stellt das kein Problem dar, damit ihr mich versteht, muss ich wohl etwas meine Situation schildern und etwas zu mir erzählen.
Mein Freund und ich sind beide 27 Jahre alt und wir sind ziemlich genau jetzt 8,5 Jahre ein Paar. Wir wohnen seit circa zwei Jahren zusammen, da das vorher nicht möglich war aufgrund unserer etwas weit entfernteren Studienorte. Seit anderthalb Jahren ist mein Freund mit dem Studium fertig, ich bin seit einem Jahr fertig. Wir gehen beide arbeiten, ich allerdings nicht in meinem erlernten Job. Das wird sich jedoch nächsten Monat ändern, da ich eine neue Stelle habe und nebenbei auch eine mehrjährige Weiterbildung beginne in diesem Bereich.
Mein Freund und ich haben generell ziemlich ähnliche Zukunftsvorstellungen: zwei bis drei Kinder, ein Eigenheim, aber alles nicht jetzt, sondern so wenn wir circa Anfang 30 sind. Ja und auch heiraten, das steht auch fest. Uns ist beiden auch sehr wichtig, kirchlich zu heiraten.
Während er gar nicht gerne über das Thema Hochzeit gesprochen hat vor ein paar Jahren, fing er davon selbst dann vor circa anderthalb Jahren an. Dass er sich das bald vorstellen könne etc. Anlass hierzu war, dass Freunde, die drei Jahre älter sind, aber ungefähr gleich lang wie wir, vor einem Jahr kirchlich und im Jahr davor standesamtlich geheiratet haben und ihre Hochzeit dementsprechend lange Thema im Freundeskreis war. Ich habe mich gefreut und langsam mit dem Gedanken angefreundet, es begann schleichend, dass ich darüber nachgedacht habe, wie meine eigene Hochzeit denn so aussehen könnte etc. Er meinte damals zu mir, er könne sich eine standesamtliche Trauung sogar Ende 2018 noch vorstellen. Ich entgegnete, dass ich gerne nicht länger als zwei Jahre zwischen standesamtlicher und kirchlicher Trauung hätte, aber es schön fände, auch schnell standesamtlich zu heiraten. Schnell wurde aber klar, dass wir finanziell auch momentan nicht dazu in der Lage sind, eine Hochzeit auf die Beine zu stellen wie wir sie uns vorstellen. Auch wenn ich nicht gerne völlig ausrasten möchte finanziell, habe ich alles mal durchgerechnet und mir wurde schnell klar, dass das gerade nicht drin ist. Vor allem, weil wir im nächsten Jahr eine größere Reise planen und das auch momentan unsere Priorität Nummer eins ist. Die erste Enttäuschung kam aber eigentlich als wir über eine Verlobung besprochen hatten zum ersten Mal. Er findet die Idee, mich zu fragen einfach absurd, weil er die Antwort bereits kenne, wie er argumentiert. Die Sache mit dem Ring findet er auch albern und unnötig. Seine Idee wäre, einfach zu beschließen, dass man heiratet und gut ist. Ich finde das eine eher nüchterne Vorstellung und würde lieber einen Antrag bekommen und einen Ring, den ich dann auch weiter tragen möchte. Auch wenn ich eine moderne Frau bin, kann ich mich nicht von dieser Vorstellung loseisen. Ich weiß nicht, warum.
In den letzten Monaten ist das Thema Hochzeit sehr präsent, vor allem in meinem Kopf.
Ich habe das Thema ein paar mal mit ihm thematisiert. Für ihn kommt eine Heirat oder eine Verlobung momentan nicht in Frage. Auch wenn so eine Planung mit Sparen etc. sich durchaus ein paar Jahre in die Länge ziehen kann und wir meiner Meinung nach diese Entscheidung spontan fällen können... Mit seinen Worten möchte er „uns diesen Stress gerade nicht antun“.  Er sieht, dass ich die Weiterbildung bald beginne, was sehr zeit- und nervenraubend sein wird. Dennoch kann ich mir gerade nichts schöneres vorstellen als von ihm gefragt zu werden, seine Frau zu werden! -.-“
Nach meinem Empfinden verloben und heiraten sehr viele Menschen um mich rum. Entfernte Freunde und Verwandte, viele in meinem Alter oder noch jünger. Viele nur einen Bruchteil von der Zeit zusammen, die wir bereits in einer Beziehung sind. Ich merke wie ich mich vergleiche mit jenen und denen, wie mich das unglücklich macht. Viele Leute fragen immer häufiger, wann wir heiraten und ich werde immer unglücklich bei dieser Frage. Ich versuche, es runter zu spielen, aber es gelingt mir immer weniger. Ich habe eine sehr gute Freundin, die in einer ähnlichen Situation ist und auch sehr enttäuscht ist. Eine andere Bekannte, die auch letztes Jahr geheiratet hat, konnte das nicht nachvollziehen und sagte mir durch die Blume, ich könne meinen Freund ja verlassen. Das ist keine Option für mich, weil ich glücklich bin mit ihm. Nur diese zwanghafte Besessenheit von diesem Thema macht mir schier alles kaputt.
Mir ist bewusst, dass eine Hochzeit eigentlich nichts ändert. Es ist eine Formalität, doch für viele gehört es einfach dazu. Ich weiß, dass mein Freund mich irgendwann heiraten will und wird, trotzdem leide ich unter der Situation. Ich verstehe selbst nicht ganz, warum mich das so belastet oder mir so immens wichtig ist.
Gerne hätte ich erfahren, ob es hier noch Weitere gibt, die in einer ähnlichen Situation sind und wie ihr damit umgeht. Wie schaffe ich es, von diesem Wunsch (zunächst) Abschied zu nehmen? Wie schaffe ich es, nicht mehr so besessen zu sein von diesem Gedanken und mich immer so zu vergleichen? Es macht mich wirklich fertig...
Vielen Dank, dass ihr bis hierher gelesen habt und euch die Zeit nehmt.
Liebe Grüße
Naschkatze.

Es ist ein Wahn.

deIn freund hat total recht. In allem. Wozu soll er dir noch einen Antrag machen jnd in die Knie gehen? 

du hast den Druck mit anderen mitzuhalten.  

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18. Juli um 3:47

Für heiraten gibts keinen rationalen grund. Außer steuer, oder einer will sich ganz dringend gegen "verdienstausfall" absichern.

Alles andre ist märchenhintergrund.

Wie oft hast du schon den satz gehört: Boah toll, nach der heirat wurde unsere beziehung noch viel schöner?

Und wie oft hast du schon den satz gehört: Sche..e, hätt ich bloß nicht geheiratet?
Ok, dann kann man immer noch die hochauflösenden hochzeitsfotos zur dartscheibe umfunktionieren. Aber sonst bleibt da meist nicht viel zum recyceln.

Sry, aber nur um sich mal einen tag ganz wichtig und wie ne prinzessin zu fühlen, rechtfertigt das für meinen geschmack nichtmal ansatzweise den aufwand. Kannst auch an einem tag ne rundfahrt machen, mit bungee jumping, nem fallschirmsprung und mal mit dem ringtaxi um den nürburger ring zu heizen. Schüttet auch jede menge adrenalin aus und kostet nur einen bruchteil.

Alternativ dazu mach ne afrika safari, bind dir ein steak ans bein und jogge durch die savanne. Oder mit dem kanu, wildwasserrafting durch eine nilpferd herde im sambesi. Soll auch unterhaltsam sein, hörte ich.

Ich hoffe geholfen zu haben.

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18. Juli um 6:55
In Antwort auf naschkatze.

Hallo, zusammen!
Ich bin neu hier und dies ist mein erster Post. Also bitte verzeiht mir, falls ich etwas an falscher Stelle poste, weil ich die Forenstruktur noch nicht so ganz durchschaut habe.
Mir brennt seit einiger Zeit etwas auf der Seele und ich muss es einfach loswerden, da es mich sehr beschäftigt.
Ich habe seit einiger Zeit den starken Wunsch mich mit meinem Freund zu verloben bzw. ihn auch zu heiraten in gar nicht allzu ferner Zukunft.
Zunächst stellt das kein Problem dar, damit ihr mich versteht, muss ich wohl etwas meine Situation schildern und etwas zu mir erzählen.
Mein Freund und ich sind beide 27 Jahre alt und wir sind ziemlich genau jetzt 8,5 Jahre ein Paar. Wir wohnen seit circa zwei Jahren zusammen, da das vorher nicht möglich war aufgrund unserer etwas weit entfernteren Studienorte. Seit anderthalb Jahren ist mein Freund mit dem Studium fertig, ich bin seit einem Jahr fertig. Wir gehen beide arbeiten, ich allerdings nicht in meinem erlernten Job. Das wird sich jedoch nächsten Monat ändern, da ich eine neue Stelle habe und nebenbei auch eine mehrjährige Weiterbildung beginne in diesem Bereich.
Mein Freund und ich haben generell ziemlich ähnliche Zukunftsvorstellungen: zwei bis drei Kinder, ein Eigenheim, aber alles nicht jetzt, sondern so wenn wir circa Anfang 30 sind. Ja und auch heiraten, das steht auch fest. Uns ist beiden auch sehr wichtig, kirchlich zu heiraten.
Während er gar nicht gerne über das Thema Hochzeit gesprochen hat vor ein paar Jahren, fing er davon selbst dann vor circa anderthalb Jahren an. Dass er sich das bald vorstellen könne etc. Anlass hierzu war, dass Freunde, die drei Jahre älter sind, aber ungefähr gleich lang wie wir, vor einem Jahr kirchlich und im Jahr davor standesamtlich geheiratet haben und ihre Hochzeit dementsprechend lange Thema im Freundeskreis war. Ich habe mich gefreut und langsam mit dem Gedanken angefreundet, es begann schleichend, dass ich darüber nachgedacht habe, wie meine eigene Hochzeit denn so aussehen könnte etc. Er meinte damals zu mir, er könne sich eine standesamtliche Trauung sogar Ende 2018 noch vorstellen. Ich entgegnete, dass ich gerne nicht länger als zwei Jahre zwischen standesamtlicher und kirchlicher Trauung hätte, aber es schön fände, auch schnell standesamtlich zu heiraten. Schnell wurde aber klar, dass wir finanziell auch momentan nicht dazu in der Lage sind, eine Hochzeit auf die Beine zu stellen wie wir sie uns vorstellen. Auch wenn ich nicht gerne völlig ausrasten möchte finanziell, habe ich alles mal durchgerechnet und mir wurde schnell klar, dass das gerade nicht drin ist. Vor allem, weil wir im nächsten Jahr eine größere Reise planen und das auch momentan unsere Priorität Nummer eins ist. Die erste Enttäuschung kam aber eigentlich als wir über eine Verlobung besprochen hatten zum ersten Mal. Er findet die Idee, mich zu fragen einfach absurd, weil er die Antwort bereits kenne, wie er argumentiert. Die Sache mit dem Ring findet er auch albern und unnötig. Seine Idee wäre, einfach zu beschließen, dass man heiratet und gut ist. Ich finde das eine eher nüchterne Vorstellung und würde lieber einen Antrag bekommen und einen Ring, den ich dann auch weiter tragen möchte. Auch wenn ich eine moderne Frau bin, kann ich mich nicht von dieser Vorstellung loseisen. Ich weiß nicht, warum.
In den letzten Monaten ist das Thema Hochzeit sehr präsent, vor allem in meinem Kopf.
Ich habe das Thema ein paar mal mit ihm thematisiert. Für ihn kommt eine Heirat oder eine Verlobung momentan nicht in Frage. Auch wenn so eine Planung mit Sparen etc. sich durchaus ein paar Jahre in die Länge ziehen kann und wir meiner Meinung nach diese Entscheidung spontan fällen können... Mit seinen Worten möchte er „uns diesen Stress gerade nicht antun“.  Er sieht, dass ich die Weiterbildung bald beginne, was sehr zeit- und nervenraubend sein wird. Dennoch kann ich mir gerade nichts schöneres vorstellen als von ihm gefragt zu werden, seine Frau zu werden! -.-“
Nach meinem Empfinden verloben und heiraten sehr viele Menschen um mich rum. Entfernte Freunde und Verwandte, viele in meinem Alter oder noch jünger. Viele nur einen Bruchteil von der Zeit zusammen, die wir bereits in einer Beziehung sind. Ich merke wie ich mich vergleiche mit jenen und denen, wie mich das unglücklich macht. Viele Leute fragen immer häufiger, wann wir heiraten und ich werde immer unglücklich bei dieser Frage. Ich versuche, es runter zu spielen, aber es gelingt mir immer weniger. Ich habe eine sehr gute Freundin, die in einer ähnlichen Situation ist und auch sehr enttäuscht ist. Eine andere Bekannte, die auch letztes Jahr geheiratet hat, konnte das nicht nachvollziehen und sagte mir durch die Blume, ich könne meinen Freund ja verlassen. Das ist keine Option für mich, weil ich glücklich bin mit ihm. Nur diese zwanghafte Besessenheit von diesem Thema macht mir schier alles kaputt.
Mir ist bewusst, dass eine Hochzeit eigentlich nichts ändert. Es ist eine Formalität, doch für viele gehört es einfach dazu. Ich weiß, dass mein Freund mich irgendwann heiraten will und wird, trotzdem leide ich unter der Situation. Ich verstehe selbst nicht ganz, warum mich das so belastet oder mir so immens wichtig ist.
Gerne hätte ich erfahren, ob es hier noch Weitere gibt, die in einer ähnlichen Situation sind und wie ihr damit umgeht. Wie schaffe ich es, von diesem Wunsch (zunächst) Abschied zu nehmen? Wie schaffe ich es, nicht mehr so besessen zu sein von diesem Gedanken und mich immer so zu vergleichen? Es macht mich wirklich fertig...
Vielen Dank, dass ihr bis hierher gelesen habt und euch die Zeit nehmt.
Liebe Grüße
Naschkatze.

"Mir ist bewusst, dass eine Hochzeit eigentlich nichts ändert."

Dann trügt dich dein Bewusstsein und es ist nicht "nur" eine Formalität, denn nach der Hochzeit folgt die Ehe. Du gehst damit eine Verbindung ein die rechtskräftig ist und die sowohl Rechte, als auch Pflichten mit sich bringt.


 

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18. Juli um 7:48

Kann es sein, dass momentan sehr viel bei euch los ist (noch nicht lange im Berufsleben, deine Weiterbildung, lange Reise) und du dir durch einen Antrag Stabilität und Halt wünschst? Dein Beitrag klingt für mich sehr gestresst und vor allem unsicher. 

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18. Juli um 8:25

Sei doch froh, dass ihr euch einig seid zu heiraten. Ich denke wir haben alle unsere Wünsche und Träume... Leider geht nicht immer alles in Erfüllung.
​Guck mal ich wollte IMMER heiraten! Spätestens bis 30 wollte ich verheiratet sein. Ich war förmlich besessen, wie du. Mein Freund hat nie irgendwelche Anstalten gemacht, Thema war durch mich immer präsent, führte zu Streitereien... Dann eröffnet mir mein Freund nach 10 Jahren Beziehung, dass er einfach nicht heiraten möchte, er will es einfach nicht. Bäm, das war ein richtiger Schlag... Jetzt sind wir fünf Jahre weiter und ich möchte es selber gar nicht mehr. Finde es natürlich schade aber so ist es nun mal. Was ich damit sagen will ist, die Zeit bringt es einfach. Irgendwann legt sich das wieder. Aber ihr habt doch sonst gute Vorraussetzungen  

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18. Juli um 8:27

Guten Morgen Naschkatze!

Ich kann dich sehr gut verstehen. Vllt ist das wie bei einem Kinderwunsch - irgendwann ist er da und man weiß nicht warum oder vorher er kommt 

Wenn man weiß, dass man der Ehe nicht abgeneigt ist kommt irgendwann der Moment, in dem man das in die Tat umsetzen möchte. Einfach weil man das Bedürfnis hat.

Mein Freund und ich sind seit etwas über 2 1/2 Jahren zusammen, nach 3 Monaten sind wir zusammen gezogen. Wir haben eine stabile und glückliche Beziehung und vor einem Jahr hat mein Feund auch das Thema Ehe angesprochen. Es folgten immer wieder Sätze wie "wenn wir mal heiraten dann machen wir das so" und "ich würde auch deinen Familiennamen annehmen" etc.

Begonnen hat das bei ihm mit der geplanten Verlobung seines besten Freundes. Aber genau wie du es beschrieben hast, hat das in mir etwas in Bewegung gebracht. Aus der fiktionalen Vorstellung "irgendwann mal zu heiraten" wurde eine konkrete Idde. Etwas greifbares in nicht allzu weiter Zukunft. Und obwohl wir nur standesamtlichen heiraten wollen, kam bisher noch kein Antrag. Zusätzlich sieht m an ständig im Fernsehen "Weddingplaner", "Tüll und Tränen" und "Mein Traum in Weiß". Heiraten ist ein großer Wirtschaftsfaktor und wird entsprechend ständig in den Medien präsentiert. Das Thema einfach abhaken und nicht mehr dran denken ist demnach sehr schwer.

Im ersten halben Jahr war ich auch jedes Mal ein kleines bisschen enttäuscht, wenn er mich zum Essen ausgeführt hat, einen romantischen Spaziergang zum Ort des Kennenlernens geplant oder wir in unserer Lieblingsstadt Hamburg einen Kurzurlaub gemacht haben - und dann eben der Kniefall ausblieb.
Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass ich keinerlei Einfluss darauf habe, wann und wo und wie und ob ein Antrag kommt. (Für mich käme ein Antrag von meiner Seite aus nicht in Frage)
Ich denke mein konkreter Wunsch rührt daher, dass wir ja sehr schnell zusammen gezogen sind, und normalerweise würde meine innere Beziehungsuhr nach der vergangenen Zeit jetzt den nächsten Schritt einläuten. Da wir aber bereits eine gemeinsame Wohnung haben, wäre der nächste Schritt die Verlobung. Außerdem befeuert die Tatsache, dass der Mann immer wieder dieses Thema beginnt die Hoffnung, dass er quasi kurz vor dem Antrag ist.


Auch wenn man nicht sofort heiratet, sagt diese Verlobung doch "Ja, ich will den Rest meines Lebens mit dir verbringen!"
Mit einem Ring als Symbol für diesen Meilenstein im Leben.

Mir ist es mittlerweile klar, dass ich keine andere Möglichkeit habe, als abzuwarten, bis es so weit ist. Und bis dahin ändert das ja nichts an der Beziehung.

Bei Fragen von Freunden und Familie würde ich an meinen Partner verweisen und dass sie ihn doch bitte fragen sollen. Du hättest eben noch keinen Antrag bekommen. Und zum Thema Antrag: Ich habe nicht viele Wünsche geäußert, als es um einen Traumantrag ging: nur wir zwei ohne Familie und Freunde und Zuschauer, Kniefall und Ring. Alles andere ist mir egal. und wenn dein Partner dich liebt, sollte es ihm wichtig sein, dass er DIR wichtig ist. Und das sollte er dann aber auch von dir hören. Nicht als Forderung, aber als Bitte und Wunsch.

Kein Mann macht einer Frau absichtlich keinen Antrag um sie zu verletzen. Vllt. ringt er noch mit sich, denn wie andere Kommentatoren schon schrieben: eigentlich braucht man die Ehe nicht. Aber wenn er dich heiraten möchte und du jedes Mal sagst, dass du seinen ANTRAG gerne mit ja beantwortest, sobald dieser dann kommt, dann macht er dir entweder einen Antrag oder eben nicht.

Und darüber zu sprechen, wie du dir deinen Antrag vorstellst oder nicht, kann deinem Freund auch viel Druck nehmen. Evtl. denkt er ja, du möchtest 1000 Rosen in New York mit Einhorn und Parade. Und du möchtest lieber einen Waldspaziergang und deine Ruhe

Entspann dich und mach dich nicht verrückt. Und sich zu trennen, weil man keinen Antrag bekommt, ist nicht so ein guter Ratschlag. Eine Verlobung ist ein ernst zu nehmendes Versprechen für die Ehe - aber man kann sich auch verloben und erst nach deiner Weiterbildung heiraten. Man kann unendlich lange verlobt sein im Extremfall.

Aber wie gesagt, dieses Versprechen und diese Verbundenheit ist in der Beziehung ein weiterer Schritt in eine gemeinsame Zukunft und sollte im Idealfall beiden Partnern ein gutes Gefühl geben und keine kalten Füßen!

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute für deine Zukunft und drücke dir die Daumen, dass sich alles positiv entwickelt! Mach dein Liebesglück nicht von einem Antrag abhängig, aber schäme dich nicht für deinen Wunsch nach einer Verlobung und später folgenden Hochzeit. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, selbst den Antrag zu machen (wovon ich ausgehe), akzeptiere dass er das Tempo und den Zeitpunkt bestimmt. Und sprich mit ihm, damit er weiß, dass für dich ein Antrag und ein Ring kein unnötiger Blödsinn sind. Sondern dass die Verlobung für dich ein emotionaler Moment sein sollte, mit Tränchen und tollen Erinnerungen für das restliche Leben...

Fräulein Bützer

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18. Juli um 9:30

Zitat:
Ich habe das komplette Theater durch, inklusive Antrag wie um Märchen und opulente Feier.


DU? Ja scheiß die wand an. Ich stell mir dich immer so vor, wie Lady Brienne aus game of thrones 

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18. Juli um 13:25
In Antwort auf fraeuleinbuetzer

Guten Morgen Naschkatze!

Ich kann dich sehr gut verstehen. Vllt ist das wie bei einem Kinderwunsch - irgendwann ist er da und man weiß nicht warum oder vorher er kommt 

Wenn man weiß, dass man der Ehe nicht abgeneigt ist kommt irgendwann der Moment, in dem man das in die Tat umsetzen möchte. Einfach weil man das Bedürfnis hat.

Mein Freund und ich sind seit etwas über 2 1/2 Jahren zusammen, nach 3 Monaten sind wir zusammen gezogen. Wir haben eine stabile und glückliche Beziehung und vor einem Jahr hat mein Feund auch das Thema Ehe angesprochen. Es folgten immer wieder Sätze wie "wenn wir mal heiraten dann machen wir das so" und "ich würde auch deinen Familiennamen annehmen" etc.

Begonnen hat das bei ihm mit der geplanten Verlobung seines besten Freundes. Aber genau wie du es beschrieben hast, hat das in mir etwas in Bewegung gebracht. Aus der fiktionalen Vorstellung "irgendwann mal zu heiraten" wurde eine konkrete Idde. Etwas greifbares in nicht allzu weiter Zukunft. Und obwohl wir nur standesamtlichen heiraten wollen, kam bisher noch kein Antrag. Zusätzlich sieht m an ständig im Fernsehen "Weddingplaner", "Tüll und Tränen" und "Mein Traum in Weiß". Heiraten ist ein großer Wirtschaftsfaktor und wird entsprechend ständig in den Medien präsentiert. Das Thema einfach abhaken und nicht mehr dran denken ist demnach sehr schwer.

Im ersten halben Jahr war ich auch jedes Mal ein kleines bisschen enttäuscht, wenn er mich zum Essen ausgeführt hat, einen romantischen Spaziergang zum Ort des Kennenlernens geplant oder wir in unserer Lieblingsstadt Hamburg einen Kurzurlaub gemacht haben - und dann eben der Kniefall ausblieb.
Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass ich keinerlei Einfluss darauf habe, wann und wo und wie und ob ein Antrag kommt. (Für mich käme ein Antrag von meiner Seite aus nicht in Frage)
Ich denke mein konkreter Wunsch rührt daher, dass wir ja sehr schnell zusammen gezogen sind, und normalerweise würde meine innere Beziehungsuhr nach der vergangenen Zeit jetzt den nächsten Schritt einläuten. Da wir aber bereits eine gemeinsame Wohnung haben, wäre der nächste Schritt die Verlobung. Außerdem befeuert die Tatsache, dass der Mann immer wieder dieses Thema beginnt die Hoffnung, dass er quasi kurz vor dem Antrag ist.


Auch wenn man nicht sofort heiratet, sagt diese Verlobung doch "Ja, ich will den Rest meines Lebens mit dir verbringen!"
Mit einem Ring als Symbol für diesen Meilenstein im Leben.

Mir ist es mittlerweile klar, dass ich keine andere Möglichkeit habe, als abzuwarten, bis es so weit ist. Und bis dahin ändert das ja nichts an der Beziehung.

Bei Fragen von Freunden und Familie würde ich an meinen Partner verweisen und dass sie ihn doch bitte fragen sollen. Du hättest eben noch keinen Antrag bekommen. Und zum Thema Antrag: Ich habe nicht viele Wünsche geäußert, als es um einen Traumantrag ging: nur wir zwei ohne Familie und Freunde und Zuschauer, Kniefall und Ring. Alles andere ist mir egal. und wenn dein Partner dich liebt, sollte es ihm wichtig sein, dass er DIR wichtig ist. Und das sollte er dann aber auch von dir hören. Nicht als Forderung, aber als Bitte und Wunsch.

Kein Mann macht einer Frau absichtlich keinen Antrag um sie zu verletzen. Vllt. ringt er noch mit sich, denn wie andere Kommentatoren schon schrieben: eigentlich braucht man die Ehe nicht. Aber wenn er dich heiraten möchte und du jedes Mal sagst, dass du seinen ANTRAG gerne mit ja beantwortest, sobald dieser dann kommt, dann macht er dir entweder einen Antrag oder eben nicht.

Und darüber zu sprechen, wie du dir deinen Antrag vorstellst oder nicht, kann deinem Freund auch viel Druck nehmen. Evtl. denkt er ja, du möchtest 1000 Rosen in New York mit Einhorn und Parade. Und du möchtest lieber einen Waldspaziergang und deine Ruhe

Entspann dich und mach dich nicht verrückt. Und sich zu trennen, weil man keinen Antrag bekommt, ist nicht so ein guter Ratschlag. Eine Verlobung ist ein ernst zu nehmendes Versprechen für die Ehe - aber man kann sich auch verloben und erst nach deiner Weiterbildung heiraten. Man kann unendlich lange verlobt sein im Extremfall.

Aber wie gesagt, dieses Versprechen und diese Verbundenheit ist in der Beziehung ein weiterer Schritt in eine gemeinsame Zukunft und sollte im Idealfall beiden Partnern ein gutes Gefühl geben und keine kalten Füßen!

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute für deine Zukunft und drücke dir die Daumen, dass sich alles positiv entwickelt! Mach dein Liebesglück nicht von einem Antrag abhängig, aber schäme dich nicht für deinen Wunsch nach einer Verlobung und später folgenden Hochzeit. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, selbst den Antrag zu machen (wovon ich ausgehe), akzeptiere dass er das Tempo und den Zeitpunkt bestimmt. Und sprich mit ihm, damit er weiß, dass für dich ein Antrag und ein Ring kein unnötiger Blödsinn sind. Sondern dass die Verlobung für dich ein emotionaler Moment sein sollte, mit Tränchen und tollen Erinnerungen für das restliche Leben...

Fräulein Bützer

Vielen Dank für deine lieben Worte, die mich wirklich ermutigt und bestärkt haben.
Ich finde mich wieder in deinen Schilderungen und es fühlt sich gut an, dass jemand dich versteht. <3
Über konkrete Vorstellungen habe ich mit ihm bereits gesprochen. Er weiß, dass ich mir kein großes Tam-Tam wünsche, im Gegenteil, ich diesen Moment für äußerst intim halte. Noch nicht einmal ein Kniefall wäre mir wichtig. Du hast richtig geraten, ein Antrag meinerseits kommt für mich nicht in Frage. Auch, wenn ich mir selbst dabei blödsinnig vorkomme... genauso wenig kommt für mich eine Trennung deswegen in Frage. Was meine Bekannte da gesagt hat, halte ich auch für Blödsinn und übertrieben, nur bringt es einen auch zum Nachdenken.
Auf Fragen und Äußerungen bezüglich einer möglichen bevorstehenden Hochzeit reagiere ich mitunter schon so wie du das vorschlägst (zumindest bei nahestehenden Personen). Alle andere finde ich geht das sowieso nichts an.
Mir wird in letzter Zeit immer mehr bewusst wie dankbar ich für alles sein kann und ich versuche mich darauf zu konzentrieren und nicht auf alles, was ich (noch) nicht habe.
Es fällt mir nur oft noch so verdammt schwer! 
Ich danke dir für deine Wünsche und wünsche dir dasselbe. <3

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18. Juli um 13:28
In Antwort auf loganfive

Für heiraten gibts keinen rationalen grund. Außer steuer, oder einer will sich ganz dringend gegen "verdienstausfall" absichern.

Alles andre ist märchenhintergrund.

Wie oft hast du schon den satz gehört: Boah toll, nach der heirat wurde unsere beziehung noch viel schöner?

Und wie oft hast du schon den satz gehört: Sche..e, hätt ich bloß nicht geheiratet?
Ok, dann kann man immer noch die hochauflösenden hochzeitsfotos zur dartscheibe umfunktionieren. Aber sonst bleibt da meist nicht viel zum recyceln.

Sry, aber nur um sich mal einen tag ganz wichtig und wie ne prinzessin zu fühlen, rechtfertigt das für meinen geschmack nichtmal ansatzweise den aufwand. Kannst auch an einem tag ne rundfahrt machen, mit bungee jumping, nem fallschirmsprung und mal mit dem ringtaxi um den nürburger ring zu heizen. Schüttet auch jede menge adrenalin aus und kostet nur einen bruchteil.

Alternativ dazu mach ne afrika safari, bind dir ein steak ans bein und jogge durch die savanne. Oder mit dem kanu, wildwasserrafting durch eine nilpferd herde im sambesi. Soll auch unterhaltsam sein, hörte ich.

Ich hoffe geholfen zu haben.

Die Idee mit dem Steak werde ich mal auf meine Bucketlist setzen.

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18. Juli um 13:37
In Antwort auf evalina93

Kann es sein, dass momentan sehr viel bei euch los ist (noch nicht lange im Berufsleben, deine Weiterbildung, lange Reise) und du dir durch einen Antrag Stabilität und Halt wünschst? Dein Beitrag klingt für mich sehr gestresst und vor allem unsicher. 

Du könntest Recht haben damit!
Mir war das bis vor Kurzem auch noch nicht so klar, dass ich eventuell Halt und Sicherheit suche in einer unsicheren Phase meines Lebens. Dann hat mein Freund mich darauf hingewiesen, weil ich ihm offen gesagt habe, dass das Loslassen von diesem Gedanken Hochzeit für mich so schwer ist und ich nicht weiß, warum.
Ich habe die Hoffnung, dass ich mich bald voll und ganz auf meine Weiterbildung konzentriere, sodass ich kaum Zeit und Energie habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Vielleicht verschwindet dann auch diese Besessenheit, weil ich dann nicht mehr Unsicherheit habe vor der Zukunft, wer weiß...? 

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18. Juli um 13:42
In Antwort auf fraeuleinpfiffikuss

Sei doch froh, dass ihr euch einig seid zu heiraten. Ich denke wir haben alle unsere Wünsche und Träume... Leider geht nicht immer alles in Erfüllung.
​Guck mal ich wollte IMMER heiraten! Spätestens bis 30 wollte ich verheiratet sein. Ich war förmlich besessen, wie du. Mein Freund hat nie irgendwelche Anstalten gemacht, Thema war durch mich immer präsent, führte zu Streitereien... Dann eröffnet mir mein Freund nach 10 Jahren Beziehung, dass er einfach nicht heiraten möchte, er will es einfach nicht. Bäm, das war ein richtiger Schlag... Jetzt sind wir fünf Jahre weiter und ich möchte es selber gar nicht mehr. Finde es natürlich schade aber so ist es nun mal. Was ich damit sagen will ist, die Zeit bringt es einfach. Irgendwann legt sich das wieder. Aber ihr habt doch sonst gute Vorraussetzungen  

Danke für den Einblick in deine Geschichte. Es gibt mir Mut, dass auch in der Lage bin, mich davon loszulösen. 
Mein Glück sollte auch gar nicht davon abhängen bzw. sollte mir bewusst sein, dass es das nicht ist. Aber so einfach ist das nun mal leider nicht immer mit der Vernunft und den Emotionen. Die gehen oft in zwei verschiedene Richtungen... 

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18. Juli um 14:52
In Antwort auf naschkatze.

Hallo, zusammen!
Ich bin neu hier und dies ist mein erster Post. Also bitte verzeiht mir, falls ich etwas an falscher Stelle poste, weil ich die Forenstruktur noch nicht so ganz durchschaut habe.
Mir brennt seit einiger Zeit etwas auf der Seele und ich muss es einfach loswerden, da es mich sehr beschäftigt.
Ich habe seit einiger Zeit den starken Wunsch mich mit meinem Freund zu verloben bzw. ihn auch zu heiraten in gar nicht allzu ferner Zukunft.
Zunächst stellt das kein Problem dar, damit ihr mich versteht, muss ich wohl etwas meine Situation schildern und etwas zu mir erzählen.
Mein Freund und ich sind beide 27 Jahre alt und wir sind ziemlich genau jetzt 8,5 Jahre ein Paar. Wir wohnen seit circa zwei Jahren zusammen, da das vorher nicht möglich war aufgrund unserer etwas weit entfernteren Studienorte. Seit anderthalb Jahren ist mein Freund mit dem Studium fertig, ich bin seit einem Jahr fertig. Wir gehen beide arbeiten, ich allerdings nicht in meinem erlernten Job. Das wird sich jedoch nächsten Monat ändern, da ich eine neue Stelle habe und nebenbei auch eine mehrjährige Weiterbildung beginne in diesem Bereich.
Mein Freund und ich haben generell ziemlich ähnliche Zukunftsvorstellungen: zwei bis drei Kinder, ein Eigenheim, aber alles nicht jetzt, sondern so wenn wir circa Anfang 30 sind. Ja und auch heiraten, das steht auch fest. Uns ist beiden auch sehr wichtig, kirchlich zu heiraten.
Während er gar nicht gerne über das Thema Hochzeit gesprochen hat vor ein paar Jahren, fing er davon selbst dann vor circa anderthalb Jahren an. Dass er sich das bald vorstellen könne etc. Anlass hierzu war, dass Freunde, die drei Jahre älter sind, aber ungefähr gleich lang wie wir, vor einem Jahr kirchlich und im Jahr davor standesamtlich geheiratet haben und ihre Hochzeit dementsprechend lange Thema im Freundeskreis war. Ich habe mich gefreut und langsam mit dem Gedanken angefreundet, es begann schleichend, dass ich darüber nachgedacht habe, wie meine eigene Hochzeit denn so aussehen könnte etc. Er meinte damals zu mir, er könne sich eine standesamtliche Trauung sogar Ende 2018 noch vorstellen. Ich entgegnete, dass ich gerne nicht länger als zwei Jahre zwischen standesamtlicher und kirchlicher Trauung hätte, aber es schön fände, auch schnell standesamtlich zu heiraten. Schnell wurde aber klar, dass wir finanziell auch momentan nicht dazu in der Lage sind, eine Hochzeit auf die Beine zu stellen wie wir sie uns vorstellen. Auch wenn ich nicht gerne völlig ausrasten möchte finanziell, habe ich alles mal durchgerechnet und mir wurde schnell klar, dass das gerade nicht drin ist. Vor allem, weil wir im nächsten Jahr eine größere Reise planen und das auch momentan unsere Priorität Nummer eins ist. Die erste Enttäuschung kam aber eigentlich als wir über eine Verlobung besprochen hatten zum ersten Mal. Er findet die Idee, mich zu fragen einfach absurd, weil er die Antwort bereits kenne, wie er argumentiert. Die Sache mit dem Ring findet er auch albern und unnötig. Seine Idee wäre, einfach zu beschließen, dass man heiratet und gut ist. Ich finde das eine eher nüchterne Vorstellung und würde lieber einen Antrag bekommen und einen Ring, den ich dann auch weiter tragen möchte. Auch wenn ich eine moderne Frau bin, kann ich mich nicht von dieser Vorstellung loseisen. Ich weiß nicht, warum.
In den letzten Monaten ist das Thema Hochzeit sehr präsent, vor allem in meinem Kopf.
Ich habe das Thema ein paar mal mit ihm thematisiert. Für ihn kommt eine Heirat oder eine Verlobung momentan nicht in Frage. Auch wenn so eine Planung mit Sparen etc. sich durchaus ein paar Jahre in die Länge ziehen kann und wir meiner Meinung nach diese Entscheidung spontan fällen können... Mit seinen Worten möchte er „uns diesen Stress gerade nicht antun“.  Er sieht, dass ich die Weiterbildung bald beginne, was sehr zeit- und nervenraubend sein wird. Dennoch kann ich mir gerade nichts schöneres vorstellen als von ihm gefragt zu werden, seine Frau zu werden! -.-“
Nach meinem Empfinden verloben und heiraten sehr viele Menschen um mich rum. Entfernte Freunde und Verwandte, viele in meinem Alter oder noch jünger. Viele nur einen Bruchteil von der Zeit zusammen, die wir bereits in einer Beziehung sind. Ich merke wie ich mich vergleiche mit jenen und denen, wie mich das unglücklich macht. Viele Leute fragen immer häufiger, wann wir heiraten und ich werde immer unglücklich bei dieser Frage. Ich versuche, es runter zu spielen, aber es gelingt mir immer weniger. Ich habe eine sehr gute Freundin, die in einer ähnlichen Situation ist und auch sehr enttäuscht ist. Eine andere Bekannte, die auch letztes Jahr geheiratet hat, konnte das nicht nachvollziehen und sagte mir durch die Blume, ich könne meinen Freund ja verlassen. Das ist keine Option für mich, weil ich glücklich bin mit ihm. Nur diese zwanghafte Besessenheit von diesem Thema macht mir schier alles kaputt.
Mir ist bewusst, dass eine Hochzeit eigentlich nichts ändert. Es ist eine Formalität, doch für viele gehört es einfach dazu. Ich weiß, dass mein Freund mich irgendwann heiraten will und wird, trotzdem leide ich unter der Situation. Ich verstehe selbst nicht ganz, warum mich das so belastet oder mir so immens wichtig ist.
Gerne hätte ich erfahren, ob es hier noch Weitere gibt, die in einer ähnlichen Situation sind und wie ihr damit umgeht. Wie schaffe ich es, von diesem Wunsch (zunächst) Abschied zu nehmen? Wie schaffe ich es, nicht mehr so besessen zu sein von diesem Gedanken und mich immer so zu vergleichen? Es macht mich wirklich fertig...
Vielen Dank, dass ihr bis hierher gelesen habt und euch die Zeit nehmt.
Liebe Grüße
Naschkatze.

löse Dich von Deiner ''Besessenheit'' - unbedingt. Hochzeiten soll man ''zeitnah'' planen. Momentan habt Ihr noch etliche andere Projekte laufen, die eben auch GELD kosten.

Auf den Bekanntenkreis zu schielen, ist doch keine Option! Vor allem dann nicht, wenn man sein Augenmerk nur auf jene richtet, die schon weiter sind als IHR. Habt Ihr die mal gefragt, welchen Aufwandt an Kosten die hatten und wie lange sie dafür sparen mussten ? Wer hat denn schon so wohlhabende, spendable Verwandte, die einem das schenken?

Bleib mal besser realistisch und schwebe nicht auf Wolken, die derzeit eher an Dir vorüberziehen als zu schweben!

Und dann fängst Du einen Job an, auf den Du Dich gezielt konzentrieren musst.

Bleibe in der Gegenwart - mehr möchte ich Dir gerade nicht empfehlen - genieße, was Du jetzt hast, so lange wie es geht und immer ''nur für Heute'', was morgen ist, kannst Du heute noch nicht wissen. Pflegt Eure Liebe - dann kommt alles wie es soll.

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