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Hochzeit oder Selbstmord!?

14. März 2013 um 22:46

Vor zwei Jahren haben wir uns verlobt.
Ich habe ihn dazu überredet, da ich ein Jobangebot im Ausland hatte. Ich wollte einfach wissen ob unsere 6 jährige Beziehung einen Sinn hat oder ob wir beide bei Null anfangen sollen. Ganz klassische Situation. Wir sind beide über 30.

Er hat mich also gefragt und ich habe ja gesagt. Obwohl ich wusste, dass er mich nur gefragt hat da er Angst vor einer Trennung hatte ( oder vor einem Neuanfang).

Als ich vom Ausland zurück gekommen bin um unsere Hochzeit zu planen, war er nicht sooo erfreut. Ich habe erst eine Affäre vermutet, aber da war nichts. Ein paar Monate später haben wir geheiratet. Der Tag war unglaublich schön.

Danach fing es an. Immer und immer wieder sagte er mir, wie er es hasst verheiratet zu sein. Warum wir nicht einfach nur so zusammen sein könnten. Fast wöchentlich. Ich habe ihn oft gebeten, damit aufzuhören.
Aber es wird immer schlimmer. Er sagt, ich hätte mich doch umgebracht, wenn er sich mit mir nicht verlobt hätte.
Ich hatte im unseren Verlobungs-Sommer unglaubliche Depressionen, aber nicht wegen ihm!
Er sagt, wenn er mir gesagt hätte, dass er mich eigentlich nicht heiraten wollte, dann hätte ich es nicht verkraftet. Und er habe die ganze Zeit gehofft, dass ich nicht aus dem Ausland wieder komme.
Und ich hätte ja unsere Verlobung so schnell publik gemacht und mich so in Vorbereitungen gestürzt...dass er sich nicht getraut hat mir zu sagen, dass er mich absolut nicht heiraten will. Als dann seine Familie beisammen war, hat er nur noch die Augen zugedrückt und durch...

Er sagt mir das bei jeder Gelegenheit. Immer. Auch ohne Streit. Das ich ihn gelinkt hätte. Erpresst hätte.

So langsam schlechen sich wieder meine Depressionen ran...das Gefühl nix wert zu sein...das ich meinen Mann erpressen musst, um mich zu heiraten. Das ich es nicht wert bin einen Ehering zu tragen.

Ach ja, trennen will er sich nicht. Einerseits wollte er das nie und andererseits hat er kein Bock für eine Exfrau Unterhalt zu zahlen. Er wäre gerne einfach nur mit mir zusammen ohne Verpflichtungen.

Manchmal halte ich es nicht mehr aus. Gerade hat mich mein Exfreund besucht...bei meinem Anblick nach 10 Jahren Funkstille sagte er nur "wow, ich würde dich vom Fleck weg heiraten"...wow, tat das gut auch wenn es oberflächlich gemeint war und nur ein Kompliment.

Gott, ich würde alles dafür geben...wenn mein Mann mich noch mal fragen würde "...willst du mich heiraten? " und es diesmal auch so meint!

Gerade vor ca 10min haben wir telefoniert. Und als er gesagt hat " wenn du nicht so Selbstmord gefährdet wärest, wären wir nicht verheiratet...." habe ich aufgelegt.
Ich kann einfach bald nicht mehr...

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14. März 2013 um 23:21

Thx
aber trennen will ich mich ja nicht. Und er auch nicht.
Ich habe ihm auch kurz vor der Verlobung einen "Exit" angeboten aber er wollte wirklich nicht Schluss machen.

Klar war ich gemein, aber ich brauchte mit 33 Jahren und nach einer 6 jährigen Beziehung endlich Klarheit. Eine Entscheidung. Ich wollte schon immer heiraten und Kinder mit meinen Ehemann. Ausserdem bekomme ich im Wohnort von meinem Mann keine Jobs. Ich bin zu 100% von ihm finanziell abhängig. Ich habe alles aufgegeben für ihn. Ich hätte das nicht für einen Mann gemacht, der nach 6 Jahren sich noch nicht sicher wäre ob er mich heiraten kann oder nicht.

Er hätte einfach Schluss machen sollen. Mit 33 Jahren hätte ich noch mal einen Neuanfang mit einem guten Job im Ausland und einer neuen Liebe gewagt. Aber als er mich gefragt hat (obwohl ich wusste, dass er das nur meinetwegen macht...) habe ich ja gesagt. Ich fand das einen RIESEN Liebesbeweis, dass er mich gegen seiner "Heiratsangst" trotzdem ehelicht.

Ich habe jetzt keine Depressionen mehr. Die waren bei mir organisch-hormonell bedingt.
Das Wort "Psychoterror" habe ich ihn heute vorgeworfen. Ich habe gesagt, dass ich bald echte Depressionen bekomme..

Ich habe keine Ahnung, wie wir da raus kommen. Ich kann/will und werde mich nicht scheiden lassen und danach mit ihm weiter zu leben. Das ist absurd!


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15. März 2013 um 8:28

Naja
der gute Herr sollte sich lieber ein paar Cojones wachsen lassen

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15. März 2013 um 9:09


Also für mich hört sich das nicht so an als ob eure Ehe unter einer glücklichen Perspektive stünde...wenn man das erkennt wirds Zeit Konsequenzen zu ziehen.
Wer wie wo was wann warum ist total egal, Fakt ist halt das er nicht dein Ehemann sein will.
So jemanden sollte man nicht halten.

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15. März 2013 um 9:33

Ausweg...echt keinen Plan
Hmm...ich bin nicht mit ihm zusammen, weil ich von ihm abhängig bin sondern weil ich ihn liebe.
Ich war im Ausland und ich musste mich zwischen einer jahrelangen Fernbeziehung und ein Zusammenleben ohne Karrerie mit ihm entscheiden. Und Kinder. Und eine Familie.

Ich habe viel aufgegeben und es sollte ihm ernst sein. Er hätte nein sagen können. Ich habe ihn gesagt, dass er 6 Monate Zeit hat sich zu entscheiden, ob er mich fragen will.

Aber wenn er mich fragt werde ich ja sagen. Und er muss damit rechnen, dass ich überglücklich es der Welt erzähle. Er muss es sofort seinen Eltern erzählen. Ich habe ihn außerdem gebeten, eine bestehende Verlobung nicht zu lösen, da das mich wirklich kaputt machen würde und ich ihm vorher genug Exits angeboten hatte.

Ihr müsst verstehen, ich hätte die Flugtickets in der Hand. Ich wollte wissen, wo nach meinen Auslandssufenhalt mein Lebensmittelpunkt sein würde.

Nach 6 Jahren und mit 33j darf man fragen. Ich weiß, dass es da draußen eine Menge Menge Menschen gibt, die von Heiraten nichts halten. Das ist ok. Aber bitte toleriert mrein Traum zu der nun mal eine Ehe gehört. Ich glaube an eine Ehe. Und ich wollte nicht mehr seine Freundin sondern seine Frau sein. Wenn ihr das nicht versteht, dann bitte toleriert es.

Ich finde, er hatte oft die Möglichkeit auf einen Exit gehabt. Seine Argumente gegen eine Ehe waren echt nur doof. Er findet verheiratete Männer sind Volldeppen, die von ihren Frauen nur ausgenommen werden. Außerdem ekelt er sich vor alt aussehende Frauen und er kann sich mich nicht mit 45 vorstellen und ob er mich dann noch lieben könnte. Also wollte er schließlich nur eine Beziehung mit der Option mich gegen etwas jüngeres auszutauschen. So ein Blödsinn!
Auf sowas lasse ich mich doch nicht ein! Dann soll er doch gleich Schluss machen und sich was Frisches um die 18jahre suchen.

Und was hat er grmacht? Er hat einen teuren Ring gekauft und mir ihn angesteckt.

Und jetzt, nach 2jahren Ehe kann ich sein " ich wollte dich nie heiraten" nicht mehr ertragen weil es mir so verdammt weh tut! Es war seine Entscheidung. Und er soll damit leben und nicht etwas, was ich als Liebesbeweis sehe und ich in Ehren halte so kaputt machen. Sein ständiges " dich wollte ich nie" tut wirklich weh und er weiss es!


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15. März 2013 um 9:59
In Antwort auf drosselweibchen

Thx
aber trennen will ich mich ja nicht. Und er auch nicht.
Ich habe ihm auch kurz vor der Verlobung einen "Exit" angeboten aber er wollte wirklich nicht Schluss machen.

Klar war ich gemein, aber ich brauchte mit 33 Jahren und nach einer 6 jährigen Beziehung endlich Klarheit. Eine Entscheidung. Ich wollte schon immer heiraten und Kinder mit meinen Ehemann. Ausserdem bekomme ich im Wohnort von meinem Mann keine Jobs. Ich bin zu 100% von ihm finanziell abhängig. Ich habe alles aufgegeben für ihn. Ich hätte das nicht für einen Mann gemacht, der nach 6 Jahren sich noch nicht sicher wäre ob er mich heiraten kann oder nicht.

Er hätte einfach Schluss machen sollen. Mit 33 Jahren hätte ich noch mal einen Neuanfang mit einem guten Job im Ausland und einer neuen Liebe gewagt. Aber als er mich gefragt hat (obwohl ich wusste, dass er das nur meinetwegen macht...) habe ich ja gesagt. Ich fand das einen RIESEN Liebesbeweis, dass er mich gegen seiner "Heiratsangst" trotzdem ehelicht.

Ich habe jetzt keine Depressionen mehr. Die waren bei mir organisch-hormonell bedingt.
Das Wort "Psychoterror" habe ich ihn heute vorgeworfen. Ich habe gesagt, dass ich bald echte Depressionen bekomme..

Ich habe keine Ahnung, wie wir da raus kommen. Ich kann/will und werde mich nicht scheiden lassen und danach mit ihm weiter zu leben. Das ist absurd!


Warum absurd...
... wenn man sich scheiden lässt, um danach wieder eine Möglichkeit zu finden, sich ehrlich und ohne Vorwürfe wieder anzunähern und AUFRICHTIG zu lieben?

Ihr konntet doch auch vorher unverheiratet zusammenleben - warum nicht auch jetzt?

Ich denke, Du hast sehr von der Angst Deines Mannes um Dich profitiert. Das hat zu einer Hochzeit geführt, die Du jetzt mehr oder weniger bereust, weil Du merkst, dass es Dein Mann das Ganze nicht so toll findet wie Du. Vielleicht wäre es jetzt an DIR, Augen zu und durch die Scheidung zu sagen, damit Dein Mann das bekommt, was er sich wünscht. Ihr hättet eine Patt-Situation. Gleichstand. Oder eben Win-Win, wenn ihr es richtig anstellt.

Denn man kann es durchaus schaffen, trotz solcher Ereignisse wieder zusammenzufinden. Wenn man es lässt, den anderen für irgendwas verantwortlich zu machen und sich aufrichtig und respektvoll begegnet.

"Das ist doch absurd!" heißt im Grunde nur: 1. Was sollen denn die Leute denken?", 2. "Ich mache mich doch nicht zum Affen!" und 3. "Scheidung = endgültiges Ende der Beziehung." Das ist alles das, was die Allgemeinheit denkt, was den Klischees entspricht. Nicht das, was auch bei euch wirklich sein oder passieren muss.

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15. März 2013 um 13:28


"Ich habe keine Ahnung, wie wir da raus kommen. Ich kann/will und werde mich nicht scheiden lassen und danach mit ihm weiter zu leben. Das ist absurd!"

Das wird auch nicht passieren, denn wenn Du Dich scheiden lässt, isser weg. Wahrscheinlich sucht er jetzt nur einen Trick um den finanziell sanften Weg zu gehen oder um Dir die Entscheidung aufzudrängen!

Ich verstehe, was Dir damals durch den Kopf ging, aber es war sicher der falsche Weg ihn vor die Wahl Verlobung oder Trennung zu stellen. Damals wollte er beides nicht. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass er Dich geliebt hat und für ihn Liebe keinen Trauschein braucht. Braucht es auch nicht! Es hätte doch aber nicht gleich die Trennung sein müssen. Eine Beziehung kann man nicht auf diese Art planen, vorallem nicht wenn man kurz vor einer Trennung auf Zeit steht!

Ich vermute, er ist am meisten auf sich selbst wütend, weil er sich hat "überreden" lassen. Aber er hatte sechs Monate Zeit darüber nachzudenken. Er trägt die Verantwortung dafür mit.

Nach allem was ich gelesen habe, würde ich zur sofortigen Trennung raten. Dich machts fertig, und nach Liebe von seiner Seite sieht es auch nicht (mehr) aus. Wenn man mal was im Streit rausblökt und es vielleicht nicht so gemeint hat, das ist das eine. Wenn man aber jeden Tag auf unschöne Weise damit konfrontiert wird...!

Wie sieht es sonst so aus in eurem Zusammenleben? Habt ihr Sex? Redet ihr auch normal und wieviel? Zärtlichkeiten? Gemeinsame Interessen?

So hört es sich echt krass an!

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