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Hin- und Hergerissen: soll ich die Beziehung aufgeben oder nicht?

4. Juli 2015 um 18:20

Hallo ihr Lieben,

ich bin zur Zeit in einer sehr doofen Situation und stehe vor einer Frage, die mein ganzes Leben verändern könnte: soll ich mich von meinem Freund trennen?

Meine Geschichte:

Ich bin mit meinem Freund seit etwa 4 Jahren zusammen. Am Anfang verlief alles super- so wie man es sich immer wünscht. Irgendwann erfuhr ich jedoch, dass er mir verschwieg, dass er kifft. Da ich ihn liebte, wollte ich ihn dabei unterstützen aufzuhören. Doch immer wieder wurde ich von ihm enttäuscht. Er hat mir des öfteren vorgegaukelt, dass er das kiffen aufgehört hat. Er belügte mich und hinterging mich. Das schlimmste daran ist, dass er auch regelmäßig Bier trinkt (was an sich ja nicht schlimm ist aber in Kombination mit den Drogen wird aus ihm eine ganz andere Person). Er wurde des öfteren aggressiv mir gegenüber- er kann keine Kritik ertragen, ihn nervt es wenn ich nachfrage ob er gekifft hat (er fühlt sich kontrolliert aber wenn man immer angelogen wurde dann fragt man trotzdem nach). Nun ist es ungefähr schon 6 mal in den 4 gemeinsam Jahren passiert, dass er mir gegenüber handgreiflich geworden ist (hat mich geohrfeigt, mich gegen die Wand gedrückt und gewürgt, mir eine sehr starke Kopfnuss gegeben durch die ich eine Platzwunde am Kopf bekam, einen Schlag mit dem Ellenbogen). Jedes mal danach hat er sich bei mir entschuldigt und dass er mich liebt. Ich wollte ihm immer wieder glauben, da ich ihn nun mal auch sehr liebe. Dann wurde ich schwanger und selbst in der Schwangerschaft hatte er des öfteren seine Aggressionen nicht im griff. Er hat auch seine sehr guten Seiten und kann eine ganz liebe und lustige Person sein, so ist es nicht, aber er hat sich manchmal einfach nicht unter Kontrolle. Unser Sohn ist nun 8 Monate alt. Vor der Geburt hat er mir versprochen, dass er sich ändert und mit dem Kiffen aufhört. Nun war es aber so, dass er zwei Wochen nach der Geburt schon wieder heimlich gekifft hat. Das fängt auch wieder von vorne an- er sagt zwar immer er tut es nicht mehr aber ich habe schon des öfteren eher ein mulmiges Gefühl. Nun vor etwa zwei Wochen war wieder so eine Situation in der er mir gegenüber handgreiflich wurde. Diesmal hab ich ihn aus der Wohnung geschmissen, da ich es nicht mehr ertragen hab. Nach zwei Tagen hat er sich bei mir entschuldigt. Zum ersten Mal, so kam es mir vor, hat er sich aufrichtig für alles entschuldigt und angeboten eine Aggressionstherapie zu machen. Er sagt er liebt uns und kann nicht ohne und überleben, geschweige denn sich ändern. Da ich aber im Moment nicht wirklich konnte, habe ich vorgeschlagen, dass wir uns erstmal räumlich trennen. Er könne mir ja immer noch beweisen, dass er sich ändern kann ohne dass wir zusammen leben. Er sagt er will auch mit dem Kiffen aufhören, aber da er schonmal eine Therapie gemacht hatte als er jünger war, meint er er kriegt es auch alleine hin. Nun habe ich wie gesagt, vorgeschlagen dass wir uns räumlich trennen. Er will jedoch nicht- er meint er kann sich nur ändern mit mir und seinem Sohn. Un dwenn ir nicht zusammenleben würde ich ja gar nicht mitbekommen wie er sich ändert. Er meinte auch wenn ich jetzt sage, dass ich die räumliche Trennung will, dass es für ihn eine endgültige Trennung bedeuten würde und er mit mir nicht mehr umgehen würde. Er meint er würde den Kontakt zu seinem Kind wollen aber kein Kontakt zu mir- was ja unmöglich wäre, da ich ja die Mutter bin. Er lässt somit keinen Kompromiss zu- ich muss mich nach ihm richten und ihm noch einmal eine Chance geben. Nur leider weiss ich nicht ob ich es kann. Ich bin gefühlsmäßig nicht gerade gut auf ihn zu sprechen. Ich wünschte mir dass das was er mir verspricht wirklich wahr wird und wir eine Familie bleiben, aber ich vertraue ihn kein Stück mehr, da er mein Vertrauen schon zu oft missbraucht hat. Viele meiner Freunde meinen ich sollte mich trennen. Meine Schwiegermutter meint ich solle ihm verzeihen zum Wohle der Familie (sie ist streng christlich). ich weiß nicht was ich machen soll. Ich fühle mich schlecht... ich möchte nur das Beste für mein Kind und ich weiß im Moment nicht was das Beste wäre in so einer Situation.

(Was ich vielleicht auch erwähnen sollte, mein Freund kann überhaupt nicht mit Geld umgehen er hat schon 20.000 Schulden gemacht (die er mir auch verschwiegen hat). und das ist natürlich auch ein weiterer Grund warum es bei uns oft krieselt)...


Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen

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5. Juli 2015 um 1:09

Er weiss aber
dass zu einer Beziehung auch Kompromisse gehören und dass er in keinem Fall in der Position steht irgendwelche Bedingungen zu stellen? Wenn nicht, dann würde ich ihn in dem Punkt mal gehörig den Kopf waschen... Kann es sein, dass der Kerl ein bisschen ein Zocker ist? Denn auf mich wirkt es so, als würde er sehr hoch pokern und spekuliert darauf, dass du schon einlenken wirst. Und er seinen Willen bekommt und am Ende dann doch nichts ändern muss. Und gerade da würde ich eben nicht nachgeben. Ich würde darauf bestehen, dass es erst dann wieder zu einer Annäherung kommen kann, wenn er erste Änderungen zeigt anstatt hier von dir zu verlangen, dass du ihn durch eine Therapie zu tragen hast, das kann er alleine machen.

Und auch das Kind würde ich ihm erst nach erfolgreicher Therapie alleine anvertrauen. Denn niemand will, dass Kinder zu einem drogenabhängigen mit Alkoholproblem und Aggressionsproblemen kommen. Da dürfte er wenn ich Mama wäre erstmal nur in Begleitung von Aufsicht mit dem Kind verkehren. Denn so lieb er das Kind haben mag, wer garantiert mir, dass er nicht doch auch mal die Beherrschung bei ihm verliert? Sowas kann man auch ganz leicht über das Jugendamt arrangieren, vor allem wenn du die gegebene Situation schilderst...

Aber ehrlich gesagt sehe ich keine Zukunft für euch, denn seine Fehler scheint er nie und nimmer eingesehen zu haben, wenn er eine Besserung an deine Vergebung bindet. Wenn er sie tatsächlich erkannt hätte, dann würde er sich so oder so ändern wollen und zwar allein schon für sich und auch für sein Kind, dass er da in Zukunft keine Probleme haben wird.

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20. Juli 2015 um 13:33

.....
Du sagst: ich möchte das beste für meinem Kind. Na dann verzeih dein " Freund", lass dein Kind zusehen wie Mama geschlagen wird von bekifften oder besoffenen Papa, versuche 18 Jahre eine glückliche Frau zu spielen, und denke schon mal jetzt die Erklärungen von wo hast die blauen Flecken!
Sorry wenn das ikelig klingt, habe selber es durch, hab aber " nur" drei Jahre mitgemacht. Er hat es weiter getrieben mit seiner Aggression auch nach dem Trennung. Hab jetzt ein halb glückliches Kind in alter von 12 Jahren der denn Leben nicht versteht, und der ganze Mist von damals ihn sehr prägt und kaputt macht! Die große Fehler von mir war das ich " aus Liebe zu meinem Kind " den Kontakt mit Vater erlaubt habe......
Ganz ehrlich: lass die Finger von dem, wer einmal schlägt, hört nicht auf. Möchtest du so eine Zukunft für dein Kind?!?

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