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Hin und her, her und hin...

24. Januar 2006 um 10:04 Letzte Antwort: 27. Januar 2006 um 13:19

Da muß ich nun 34 Jahre alt werden um zu bemerken, das selbst Erwachsene sich in Liebesangelegenheiten, ebenso naiv verhalten können, wie Teenis.

Ich habe mich vor ca. 1/2 Jahr aus einer 17 jährigen Beziehung verabschiedet, aus der 3 wundervolle Kinder hervor gingen.
Der Grund dieser Trennung war ein neuer Mann. 38 Jahre alt, vernünftig, ehrgeizig, an mir und den Kindern interessiert.
Wir verbrachten drei herrliche Monate miteinander. Dann der erste Schock. Von heute auf morgen trennten sich unsere Wege. Nicht der Kinder wegen, sondern aufgrund zwei, drei kleiner Auseinandersetzungen, innerhalb vergangener Tage. Er kam damit einfach nicht zurecht. Anscheinend hatte er sich ein Bild von mir geschaffen, dem ich aufgrund seiner hohen Erwartungen, dauerhaft nicht entsprechen konnte.

Da eine Frau schließlich einen Mann nicht hinterherlaufen sollte, gab ich mich in den folgenden zwei Wochen nett, aber kühl. Ich weigerte mich mit ihm zu telefonieren und wiedersprach vorerst seinen Wunsch auf ein Treffen.

Dann sahen wir uns wieder. Ich hatte meine "Fehler" in der Zwischenzeit etwas reflektieren können und auch er kam zur Einsicht, das nicht ich allein die Schuldige am Untergang unseres Beisammenseins war.
Also versuchten wir es erneut.

Zwei Monate später nun stellte er wieder fest, das wir nicht zueinander passen würden. Meine komplette Lebenseinstellung wäre verkehrt, schon allein, das ich nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machte, regte ihn auf. Er war der Meinung, irgendwo da draußen läuft eine Frau herum, die besser zu ihm passen würde. Wieder war er der Meinung, ich sei nicht die Frau für sein Leben und seine Gefühle mir gegenüber schwankten.

Was also soll man da noch sagen?

Binnen kürzester Zeit stürzte mich dieser Mann in ein Gefühlschaos, das einer mehrstündigen Achterbahnfaht gleichkam. Vollkommen trunken steige ich nun aus dem Abteil und weiß nicht wirklich, wo mir der Kopf steht. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Ich bin tolerant, entgegenkommend und verkörpere neben einigen Ecken und Kanten aber auch viel positives. Ich denke mit mir kann man auskommen.
Dieser Mensch aber hängt sich an so vielen Kleinigkeiten auf. Dinge, die normalerweise angesprochen werden und künftig besser gemacht werden, trapiert er auf ein Podest der Schuldzuweisungen. Von dort aus beginnt er zu stapeln. Bis der Turm zusammenbricht.

Tja, ich kann nur sagen, ich habe keine Probleme mit ihm, was ihm in übrigen auch wieder aufregt, da er der Meinung ist, wenn man keine Erwartungen an seinen Partner stellt, wäre dieser jederzeit durch einen anderen ersetzbar.
Alles Reden nützt da nichts.
Was soll ich sagen, er entspricht meinen Erwartungen. Was mir nicht gefällt, nehme ich als gegeben hin und versuche die Dinge gemeinsam mit ihm anzugehen. Aber an ihm herumdoktoren... nein! Ich liebe diesen Menschen wie er ist. Er soll authentisch sein. Kleine Makel beleben doch das Geschäft....
Ist nicht Jedermanns Einstellung.
Allerdings lebe ich ganz gut damit, mich nicht ständig verrückt zu machen.

So, lange Rede, kurzer Sinn: Da wir beide aneinander hängen, aber er nicht wirklich mit mir kann, setzten wir uns zusammen, führten ein tolles Gespräch und einigten uns darauf, die nun zweite, von ihm ausgehende Trennung gemeinsam zu verarbeiten.

Um alles dingfest zu gestalten, setzten wir einen Vertrag auf.

Wir einigten uns darauf, uns weiterhin sporadisch, je nach Bedarf zu treffen, um Zärtlichkeiten auszutauschen, miteinander nach Bedarf zu sprechen, telefonisch, per SMS oder wie auch immer, wir wollten weiterhin fair und Respektvoll miteinander umgehen und unsere Wege in Form einer gemeinsamen Verarbeitung nach und nach trennen.
Um Abstand zu gewinnen fanden wir diese Lösung beide ganz enorm.

Was nicht geht, geht eben nicht.

Da ich unter unserer Trennung mehr litt als er, freute ich mich über sein Entgegenkommen. So hatte ich nicht das Gefühl ihn endgültig verloren zu haben. Da ich unseren Vertrag aber sehr ernst nahm, beschäftigte ich mich in den folgenden Tagen damit, Abstand zu ihm zu gewinnen....

Aber was geschieht jetzt auf einmal????

Seine E- mails hören sich auf einmal so an, als wäre er an mehr als nur Freundschaft mit mir interessiert.

Das ist doch schizophren, oder?
Was soll das?
Er war sich sicher, das ich nicht die Frau für sein Leben bin. Was zwei mal nicht funktionierte, funktioniert auch ein drittes mal nicht.
Was geht in diesen Menschen vor?
Ist das für einen von euch da draußen nachvollziehbar?
Wie verhalte ich mich nun ihm gegenüber? Ich möchte ihn nicht verletzen, ich möchte mich nicht verletzen...
Mein Verstand sagt mir aber, so wie die Dinge jetzt geregelt sind, ist es gut.
Ein Neuanfang wäre der Beginn vom Ende...

Momentan kämpfen Engelchen und Teufelchen um den besten Platz in meinem Kopf. In meinem Gehirn findet ein Gerangel statt, ich kann euch sagen... Diese beiden machen mir das Leben derzeit ganz schön zur Hölle...
Vielleicht mag mir jemand einen guten Rat geben?

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24. Januar 2006 um 17:10

Hin und her...ich kenne das!
Bei uns bin ich sozusagen die "Böse", die sich nicht entscheiden kann.
Ich lernte im Sommer 2004 im Urlaub an der Nordsee einen Mann kennen, mit dem ich dann auch 8 Monate zusammen war. Wir wohnen 80 km auseinander.
Wir trennten uns weil mir alles zu viel war und ich der Meinung war, ihn nicht mehr zu lieben.Er litt sehr unter der Trennung, aber ich war froh meine Freiheit wieder zu haben.
Im Sommer 2005 meldete er sich per SMS bei mir.
Ich vermißte ihn mittlerweile sehr stark und war der Meinung einen großen Fehler gemacht zu haben.
Wir fuhren ein WE zuusammen zur Nordsee und sind seit dem (August)wieder zusammen.
Aber auch der 2. Anlauf ist nicht ohne Probleme. Seither waren wir in diesem Jahr schon 2x kurz getrennt.
Mir wird immer alles zu viel, ich brauche viel Freiraum, er möchte am liebsten alles nur noch mit mir machen.
Bei einer Trennung bin ich immer erst froh, meine Ruhe zu haben, aber nach kurzer Zeit fehlt er mir wieder schrecklich und ich lasse mich wieder drauf ein.

Wir haben uns jetzt so geeinigt, daß wir uns nur am WE sehen und unter der Woche jeder sein eigenes Ding macht (Treue natürlich vorausgesetzt).
Beide hoffen wir, so einen Weg zu mehr Zufriedenheit gefunden zu haben.

Mein innerer Konflikt besteht darin, daß ich mich einerseits nach Nähe sehne, andererseits aber auch viel Raum für mich allein brauche.
Vielleicht geht es Deinem Freund ähnlich...?

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24. Januar 2006 um 20:41
In Antwort auf donaji_11985894

Hin und her...ich kenne das!
Bei uns bin ich sozusagen die "Böse", die sich nicht entscheiden kann.
Ich lernte im Sommer 2004 im Urlaub an der Nordsee einen Mann kennen, mit dem ich dann auch 8 Monate zusammen war. Wir wohnen 80 km auseinander.
Wir trennten uns weil mir alles zu viel war und ich der Meinung war, ihn nicht mehr zu lieben.Er litt sehr unter der Trennung, aber ich war froh meine Freiheit wieder zu haben.
Im Sommer 2005 meldete er sich per SMS bei mir.
Ich vermißte ihn mittlerweile sehr stark und war der Meinung einen großen Fehler gemacht zu haben.
Wir fuhren ein WE zuusammen zur Nordsee und sind seit dem (August)wieder zusammen.
Aber auch der 2. Anlauf ist nicht ohne Probleme. Seither waren wir in diesem Jahr schon 2x kurz getrennt.
Mir wird immer alles zu viel, ich brauche viel Freiraum, er möchte am liebsten alles nur noch mit mir machen.
Bei einer Trennung bin ich immer erst froh, meine Ruhe zu haben, aber nach kurzer Zeit fehlt er mir wieder schrecklich und ich lasse mich wieder drauf ein.

Wir haben uns jetzt so geeinigt, daß wir uns nur am WE sehen und unter der Woche jeder sein eigenes Ding macht (Treue natürlich vorausgesetzt).
Beide hoffen wir, so einen Weg zu mehr Zufriedenheit gefunden zu haben.

Mein innerer Konflikt besteht darin, daß ich mich einerseits nach Nähe sehne, andererseits aber auch viel Raum für mich allein brauche.
Vielleicht geht es Deinem Freund ähnlich...?

Manchmal fänd ich es toll.....
wenn auch Männer Männer mal mitdiskutieren würden....da würde man wenigstens wissen, wie die Männer ticken!
Das ist eine komplizierte Kiste. Es ist ein einziges Rätselraten, was in diesem Menschen wohl vorgeht. Aus diesem Grunde würde ich auch sagen, dass du mit ihm darüber sprechen solltest, damit du klar sehen kannst.Sonst wird die Sache noch verzwickter, wenn beide etwas unterschiedliches voneinander erwarten, wenn sie sich treffen. Klärt die Position eurer Gefühle und Erwartungen und trefft dann eine Entscheidung, wie es weiter gehen soll. Die nicht immer nur mit dem Verstand beantwortet werden soll, versteht sich
Alles Liebe Tanja

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24. Januar 2006 um 23:35
In Antwort auf zakiah_12886251

Manchmal fänd ich es toll.....
wenn auch Männer Männer mal mitdiskutieren würden....da würde man wenigstens wissen, wie die Männer ticken!
Das ist eine komplizierte Kiste. Es ist ein einziges Rätselraten, was in diesem Menschen wohl vorgeht. Aus diesem Grunde würde ich auch sagen, dass du mit ihm darüber sprechen solltest, damit du klar sehen kannst.Sonst wird die Sache noch verzwickter, wenn beide etwas unterschiedliches voneinander erwarten, wenn sie sich treffen. Klärt die Position eurer Gefühle und Erwartungen und trefft dann eine Entscheidung, wie es weiter gehen soll. Die nicht immer nur mit dem Verstand beantwortet werden soll, versteht sich
Alles Liebe Tanja

Hallo Triadalon
Nachvollziehbar ist sowas für mich nicht wirklich in dieser krassen Form. Verstehen kann ich es wenigstens ein bisschen. Chipro beschreibt das ganze ja auch sehr verständlich.

Nimm es nicht persönlich, wenn er Gründe aufzählt, warum es nicht geht. Es geht nicht wegen dir nicht. Es geht wegen ihm nicht. Er hat ein Problem und schieb dieses auf Äusserlichkeiten ab, auf Dinge, die an dir nicht so sind, wie er sich das wünscht. Das nehme ich auf jeden Fall an. Er komme mit kleinen Auseinandersetzungen nicht zurecht, schreibst du. Ich vermute, er kommt mit sich selber nicht zurecht.

*Vielleicht geht es deinem Freund ähnlich*, hat Chipro geschrieben. Es ist zu vermuten, dass es ihm so gehen könnte. Aber dann sollte er das auch so formulieren können. Ich meine, mit 38 könnte er in Sachen Selbstreflexion ein wenig weiter sein. Wenn er dir nicht erklären kann, was da eigentlich vorgeht, wird er dich wohl einfach weiterhin emotional durch die Gegend schupsen. Nicht aus bösen Willen, sondern weil ihn seine eigenen Gefühle durch die Gegend schupsen, vermute ich mal.

Ehrlich gesagt, wenn du nicht allzu verliebt bist, würde ich dir raten: versuche, Distanz zu gewinnen.

Grüsse, Wassertropfen

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24. Januar 2006 um 23:37
In Antwort auf rahat_12382376

Hallo Triadalon
Nachvollziehbar ist sowas für mich nicht wirklich in dieser krassen Form. Verstehen kann ich es wenigstens ein bisschen. Chipro beschreibt das ganze ja auch sehr verständlich.

Nimm es nicht persönlich, wenn er Gründe aufzählt, warum es nicht geht. Es geht nicht wegen dir nicht. Es geht wegen ihm nicht. Er hat ein Problem und schieb dieses auf Äusserlichkeiten ab, auf Dinge, die an dir nicht so sind, wie er sich das wünscht. Das nehme ich auf jeden Fall an. Er komme mit kleinen Auseinandersetzungen nicht zurecht, schreibst du. Ich vermute, er kommt mit sich selber nicht zurecht.

*Vielleicht geht es deinem Freund ähnlich*, hat Chipro geschrieben. Es ist zu vermuten, dass es ihm so gehen könnte. Aber dann sollte er das auch so formulieren können. Ich meine, mit 38 könnte er in Sachen Selbstreflexion ein wenig weiter sein. Wenn er dir nicht erklären kann, was da eigentlich vorgeht, wird er dich wohl einfach weiterhin emotional durch die Gegend schupsen. Nicht aus bösen Willen, sondern weil ihn seine eigenen Gefühle durch die Gegend schupsen, vermute ich mal.

Ehrlich gesagt, wenn du nicht allzu verliebt bist, würde ich dir raten: versuche, Distanz zu gewinnen.

Grüsse, Wassertropfen

Sorry
chripo sollte das natürlich heissen.

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25. Januar 2006 um 0:02
In Antwort auf zakiah_12886251

Manchmal fänd ich es toll.....
wenn auch Männer Männer mal mitdiskutieren würden....da würde man wenigstens wissen, wie die Männer ticken!
Das ist eine komplizierte Kiste. Es ist ein einziges Rätselraten, was in diesem Menschen wohl vorgeht. Aus diesem Grunde würde ich auch sagen, dass du mit ihm darüber sprechen solltest, damit du klar sehen kannst.Sonst wird die Sache noch verzwickter, wenn beide etwas unterschiedliches voneinander erwarten, wenn sie sich treffen. Klärt die Position eurer Gefühle und Erwartungen und trefft dann eine Entscheidung, wie es weiter gehen soll. Die nicht immer nur mit dem Verstand beantwortet werden soll, versteht sich
Alles Liebe Tanja

Er war hier und wir verhielten uns dumm
Noch vor Minuten war mein Liebster hier. Gemeinsam wollten wir einen schönen Abend verleben. Doch der Abend endete in einem Disaster.
Zwischen uns herschte eine furchtbare Distanz.
Wir haben alles zerredet!

Er benutzte so häufig die Wörter vielleicht, könnte, wenn, mal sehen, zeigt mir... das es mich schauderte.
Ich spürte seine Unsicherheit...

Mein Gefühl sagt mir klarer denn je zuvor das ich nach wie vor nicht die Dame seines Herzens bin, geschweige denn jemals sein werde.
Ich weiß nicht, ob unsere Ängste uns voneinander trennen oder ob meine Angst mich von ihm hinwegkatapultiert.
Ich weiß nicht einmal mehr ob ich ihn liebe.
Ich fühle mich furchtbar schlecht.
Vielleicht hätte ich die Dinge einfach nur laufen lassen sollen. Vielleicht habe ich eben unser gemeinsames Glück zerstört.
Aber ich glaube einfach nicht mehr wirklich an ein UNS.
Ich glaube nicht mehr an ihn.

Er bringt mir so wenig Gefühl entgegen.

Nur ein Satz hätte genügt, nur ein Wort, in dem er mir seine aufrichtige Zuneigung gestanden hätte und ich hätte ihn wieder in mein Herz schließen können.

So aber entfernen wir uns weiter und immer weiter voneinander.
Ich habe das Vertrauen in ihn verloren.
Zwar nehme ich ihm seine Gefühle mir gegenüber wirklich ab. Aber Liebe, Liebe ist das nicht.

Mein Herz zerspringt fast und dennoch fühle ich, ich tue das richtige. Mehr noch, ich denke, er ist sogar dankbar dafür, das ich ihm diesen Schritt abnehme.
Er fühlt es ebenso.

Der Abend sollte so schön werden. Ich freute mich darauf.
Doch wenn ich ihm dann gegenüberstehe, baue ich in windeseile eine Mauer vor mir auf. Meterhoch! Ich fühle dann kaum noch etwas. Erst wenn er fort ist, fällt die Mauer wieder in sich zusammen.

Für mich war er der Mann, mit dem ich meine Zukunft gestalten wollte.

Der Abend heute entwickelte sich vollkommen anders als geplant. Viel zu viel Gerede und dies einzig und allein nur, weil ich hören wollte, das er mich liebt. Ich möchte nicht abwarten, wo unsere Wege hinführen. Das tut mir zu weh.
Es folgten keine Liebesschwüre und so bat ich ihn um 23.30 Uhr zu gehen. Ich konnte seine Nähe heute nicht ertragen. Es schmerzte so!

Eine ungehörige Zeit jemanden bei Minusgraden nach Hause zu schicken. Vielleicht hätte ich ihm besser eine Matratze hinlegen sollen. Manchmal handelt man einfach dumm.
Wiederspruchslos ging er nun also. Ich nehme an, in ihm brodelt eine heiden Wut. Auch er hat das Vertrauen in mich und unsere Liebe verloren.

Ich glaube es ist vorbei.
Eine Wiederaufnahme empfinde ich als zwecklos.
Aber es tut so weh!

Vielen Dank für deine Antwort.

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25. Januar 2006 um 0:15
In Antwort auf rahat_12382376

Hallo Triadalon
Nachvollziehbar ist sowas für mich nicht wirklich in dieser krassen Form. Verstehen kann ich es wenigstens ein bisschen. Chipro beschreibt das ganze ja auch sehr verständlich.

Nimm es nicht persönlich, wenn er Gründe aufzählt, warum es nicht geht. Es geht nicht wegen dir nicht. Es geht wegen ihm nicht. Er hat ein Problem und schieb dieses auf Äusserlichkeiten ab, auf Dinge, die an dir nicht so sind, wie er sich das wünscht. Das nehme ich auf jeden Fall an. Er komme mit kleinen Auseinandersetzungen nicht zurecht, schreibst du. Ich vermute, er kommt mit sich selber nicht zurecht.

*Vielleicht geht es deinem Freund ähnlich*, hat Chipro geschrieben. Es ist zu vermuten, dass es ihm so gehen könnte. Aber dann sollte er das auch so formulieren können. Ich meine, mit 38 könnte er in Sachen Selbstreflexion ein wenig weiter sein. Wenn er dir nicht erklären kann, was da eigentlich vorgeht, wird er dich wohl einfach weiterhin emotional durch die Gegend schupsen. Nicht aus bösen Willen, sondern weil ihn seine eigenen Gefühle durch die Gegend schupsen, vermute ich mal.

Ehrlich gesagt, wenn du nicht allzu verliebt bist, würde ich dir raten: versuche, Distanz zu gewinnen.

Grüsse, Wassertropfen

1000 Dank!
1000 Dank!
Genau im richtigen Moment erhielt ich diese Antwort.
Sie macht mir so viel Mut in dieser Zwiespältigen Zeit.
Liebe macht blind.
Aus diesem Grunde versuche ich mich selbst zu manipulieren. Meine Gefühle zu unterdrücken. Mir bleibt nichts anderes übrig. Ich möcchte mein Leben nicht verschwenden und ich kann dieses hin und her mir und den Kindern nicht zumuten.
Für sie ist ohnehin alles schwer genug. Sie haben ihn vom ersten Moment vorbehaltlos akzeptiert.
Was hier gerade passiert, das kennen sie nicht. Dieses hin und her gerissen sein. Mal ist er da, mal geht er.
Ich bin ihre Mama. Ich darf nicht Verantwortungslos handeln.
Und ich fühle es ist richtig so.
Aber diese Schmerzen, sobald er fort ist.
Wir hatten eine wahnsinnig schöne, intensive Zeit.
Allerdings blieb bereits ein gewisser Zauber schon bei unserem zweiten Versuch auf der Strecke.
Es ist so schlimm. Es ist so schade.
Es ist so ein Glücksfall, wenn sich zwei Menschen finden, die sich ineinander verlieben....
Ich denke wohl, ich war sein Problem. Die Umstände (3 Kinder...)
Er hatte bereits drei feste Beziehungen. Eine davon sogar 6 Jahre lang. Beziehungsgeschädigt ist er sicher nicht.
Feuer und Wasser passen halt nicht zusammen. Es gilt nun, dies einfach zu akzeptieren, ohne nach dem "warum" zu fragen.

Vielen vielen Dank. Du hast mir sehr geholfen.

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25. Januar 2006 um 0:24
In Antwort auf donaji_11985894

Hin und her...ich kenne das!
Bei uns bin ich sozusagen die "Böse", die sich nicht entscheiden kann.
Ich lernte im Sommer 2004 im Urlaub an der Nordsee einen Mann kennen, mit dem ich dann auch 8 Monate zusammen war. Wir wohnen 80 km auseinander.
Wir trennten uns weil mir alles zu viel war und ich der Meinung war, ihn nicht mehr zu lieben.Er litt sehr unter der Trennung, aber ich war froh meine Freiheit wieder zu haben.
Im Sommer 2005 meldete er sich per SMS bei mir.
Ich vermißte ihn mittlerweile sehr stark und war der Meinung einen großen Fehler gemacht zu haben.
Wir fuhren ein WE zuusammen zur Nordsee und sind seit dem (August)wieder zusammen.
Aber auch der 2. Anlauf ist nicht ohne Probleme. Seither waren wir in diesem Jahr schon 2x kurz getrennt.
Mir wird immer alles zu viel, ich brauche viel Freiraum, er möchte am liebsten alles nur noch mit mir machen.
Bei einer Trennung bin ich immer erst froh, meine Ruhe zu haben, aber nach kurzer Zeit fehlt er mir wieder schrecklich und ich lasse mich wieder drauf ein.

Wir haben uns jetzt so geeinigt, daß wir uns nur am WE sehen und unter der Woche jeder sein eigenes Ding macht (Treue natürlich vorausgesetzt).
Beide hoffen wir, so einen Weg zu mehr Zufriedenheit gefunden zu haben.

Mein innerer Konflikt besteht darin, daß ich mich einerseits nach Nähe sehne, andererseits aber auch viel Raum für mich allein brauche.
Vielleicht geht es Deinem Freund ähnlich...?

Hallo chripo
Hallo chripo,
schmerzlich aber wahr. Solche Beziehungen gibt es wohl. Da ich allerdings ein sehr emotionaler und beständiger Mensch bin, suche ich einen Mann, der mir Halt verleiht und für mich da ist.
Ich kann seine Einstellungen hinnehmen, wenngleich ich sie hinterfrage.
Aber ich kann mit diesem hin und her nicht leben.

Es schmerzt, diesen Schritt zu gehen....

Hätte er nicht schon in einer festen Beziehung gelebt, täte ich denken, ja- so ist er halt. Aber nein!
Es liegt an meiner Person.
Dies muß ich ihm und mir eingestehen.

Er ist nicht das, was ich brauche.
Ich bin nicht das, was er und braucht.

Das Gefühl versagt zu haben, den Kindern Schmerzen zugefügt zu haben und die Schmerzen, die ich mir aufgrund meiner immer noch starken Gefühle ihm gegenüber
zufüge sind für mich derzeit etwas ganz schreckliches.

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25. Januar 2006 um 0:32
In Antwort auf donaji_11985894

Hin und her...ich kenne das!
Bei uns bin ich sozusagen die "Böse", die sich nicht entscheiden kann.
Ich lernte im Sommer 2004 im Urlaub an der Nordsee einen Mann kennen, mit dem ich dann auch 8 Monate zusammen war. Wir wohnen 80 km auseinander.
Wir trennten uns weil mir alles zu viel war und ich der Meinung war, ihn nicht mehr zu lieben.Er litt sehr unter der Trennung, aber ich war froh meine Freiheit wieder zu haben.
Im Sommer 2005 meldete er sich per SMS bei mir.
Ich vermißte ihn mittlerweile sehr stark und war der Meinung einen großen Fehler gemacht zu haben.
Wir fuhren ein WE zuusammen zur Nordsee und sind seit dem (August)wieder zusammen.
Aber auch der 2. Anlauf ist nicht ohne Probleme. Seither waren wir in diesem Jahr schon 2x kurz getrennt.
Mir wird immer alles zu viel, ich brauche viel Freiraum, er möchte am liebsten alles nur noch mit mir machen.
Bei einer Trennung bin ich immer erst froh, meine Ruhe zu haben, aber nach kurzer Zeit fehlt er mir wieder schrecklich und ich lasse mich wieder drauf ein.

Wir haben uns jetzt so geeinigt, daß wir uns nur am WE sehen und unter der Woche jeder sein eigenes Ding macht (Treue natürlich vorausgesetzt).
Beide hoffen wir, so einen Weg zu mehr Zufriedenheit gefunden zu haben.

Mein innerer Konflikt besteht darin, daß ich mich einerseits nach Nähe sehne, andererseits aber auch viel Raum für mich allein brauche.
Vielleicht geht es Deinem Freund ähnlich...?

Chripo, ich muß dir noch einmal antworten
Du erzählst mir von deinem enormen Freiheitsdrang.
Den hatte er auch. Beim zweiten Versuch sahen wir uns 2-4 mal die Woche gar nicht. Ich ließ ihn gehen wohin er wollte, nahm mir selbst gelegentlich etwas vor und war wie üblich zufrieden.
Trotzdem findet er immer wieder etwas an mir auszusetzen. Die Vermutung, das ihm alles zu viel wird ist aber naheliegend.
So oder so, es hat keinen Sinn.

Was für ein Schmerz in meiner Brust. Innerlich weine ich bittere Tränen.
Ganz im ernst.
Aber ich kann nicht an etwas festhalten, das zum scheitern verurteilt ist.

Vielen Dank aber für diesen Beitrag. Im Moment bin ich einfach für alles dankbar, was mir hilft und mich ablenkt.
Danke!

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25. Januar 2006 um 21:59
In Antwort auf turin_12911126

1000 Dank!
1000 Dank!
Genau im richtigen Moment erhielt ich diese Antwort.
Sie macht mir so viel Mut in dieser Zwiespältigen Zeit.
Liebe macht blind.
Aus diesem Grunde versuche ich mich selbst zu manipulieren. Meine Gefühle zu unterdrücken. Mir bleibt nichts anderes übrig. Ich möcchte mein Leben nicht verschwenden und ich kann dieses hin und her mir und den Kindern nicht zumuten.
Für sie ist ohnehin alles schwer genug. Sie haben ihn vom ersten Moment vorbehaltlos akzeptiert.
Was hier gerade passiert, das kennen sie nicht. Dieses hin und her gerissen sein. Mal ist er da, mal geht er.
Ich bin ihre Mama. Ich darf nicht Verantwortungslos handeln.
Und ich fühle es ist richtig so.
Aber diese Schmerzen, sobald er fort ist.
Wir hatten eine wahnsinnig schöne, intensive Zeit.
Allerdings blieb bereits ein gewisser Zauber schon bei unserem zweiten Versuch auf der Strecke.
Es ist so schlimm. Es ist so schade.
Es ist so ein Glücksfall, wenn sich zwei Menschen finden, die sich ineinander verlieben....
Ich denke wohl, ich war sein Problem. Die Umstände (3 Kinder...)
Er hatte bereits drei feste Beziehungen. Eine davon sogar 6 Jahre lang. Beziehungsgeschädigt ist er sicher nicht.
Feuer und Wasser passen halt nicht zusammen. Es gilt nun, dies einfach zu akzeptieren, ohne nach dem "warum" zu fragen.

Vielen vielen Dank. Du hast mir sehr geholfen.

Hallo Triadalon
Da möchte ich noch etwas einwenden: 6 Jahre Beziehung, was heisst das schon? Du warst ja nicht dabei, oder hat er dir geschildert, wie diese Beziehung genau war? Warum sie zu Ende ging und wie? Hatte er da auch dieses Hin und Her? Oder kam es womöglich gar nicht dazu, weil seine Freundin ein Hin und Her veranstaltet hat? War das auch von einem Tag auf den anderen zu Ende?

Kann es unter Umständen sein, dass ihr euch vor einem halben Jahr auch ein wenig sehr schnell in alles reingestürzt habt?

Und: Ich kann mir nicht vorstellen, dass du *eben* eurer gemeinsames Glück zerstört hast. So schnell geht das nicht, wenn die Aussicht bestand, dass es ein gemeinsames Glück werden könnte. Ein katastrophaler Abend ist letztlich einfach ein katastrophaler Abend und nicht mehr.

Ich habe auch deinen anderen Beitrag gelesen, den von heute. Und habe den Eindruck, ihr seid mittlerweile beide sehr ambivalent und schwankend. Weshalb hast du denn eine Mauer gebaut, wie du schreibst? Warum bist du so hin und hergerissen? Wenn du ihn willst, dann bringt das Mauern-Bauen wahrscheinlich nicht eben viel. Ich habe auch den Eindruck, dass du sehr viel dazu schreibst, was er wohl will oder nicht will und dass du daraus Schlüsse ziehst für dich. Das ist ja auch logisch, doch: was willst denn du?

Bei einem allfälligen weiteren Gespräch würde ich dir abraten, für beide zu sprechen, auf dass er zustimmend nicken kann. Sprich wenns geht in der ich- und nicht in der wir-form, er sollte schon selber was sagen.

So oder so, ich meine, du solltest dich zurückziehen und schauen, dass du wieder ein wenig Boden unter den Füssen gewinnst.

Dass du dieses Hin und Her deinen Kindern nicht zumuten kannst, finde ich auch. Aber kannst du (falls diese Geschichte in irgendeiner Form weitergehen sollte) nicht einfach gucken, dass sie vorerst nichts damit zu tun haben? Dass du dein Leben nicht verschwenden kannst, finde ich auch. Aber: Ist das denn eine Verschwendung? Ich meine, wenn es da nicht irgendwas gäbe, dass dich eben auch anzieht (oder vielleicht: persönlich herausfordert) an dieser Situation, dann wärst du emotional wahrscheinlich nicht so verwickelt sondern würdest dich einfach verabschieden und ihn aus deinem Leben schmeissen. Das vermute ich einfach mal, ohne dich zu kennen, ich kann mich natürlich auch täuschen.

Und zu guter letzt: Was soll das heissen, du hast versagt? Das kann doch gar nicht die Frage sein, wer versagt hat und wer nicht, oder? Darum kann es doch nicht gehen.

Alles Gute! Wassertropfen

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26. Januar 2006 um 15:59
In Antwort auf rahat_12382376

Hallo Triadalon
Da möchte ich noch etwas einwenden: 6 Jahre Beziehung, was heisst das schon? Du warst ja nicht dabei, oder hat er dir geschildert, wie diese Beziehung genau war? Warum sie zu Ende ging und wie? Hatte er da auch dieses Hin und Her? Oder kam es womöglich gar nicht dazu, weil seine Freundin ein Hin und Her veranstaltet hat? War das auch von einem Tag auf den anderen zu Ende?

Kann es unter Umständen sein, dass ihr euch vor einem halben Jahr auch ein wenig sehr schnell in alles reingestürzt habt?

Und: Ich kann mir nicht vorstellen, dass du *eben* eurer gemeinsames Glück zerstört hast. So schnell geht das nicht, wenn die Aussicht bestand, dass es ein gemeinsames Glück werden könnte. Ein katastrophaler Abend ist letztlich einfach ein katastrophaler Abend und nicht mehr.

Ich habe auch deinen anderen Beitrag gelesen, den von heute. Und habe den Eindruck, ihr seid mittlerweile beide sehr ambivalent und schwankend. Weshalb hast du denn eine Mauer gebaut, wie du schreibst? Warum bist du so hin und hergerissen? Wenn du ihn willst, dann bringt das Mauern-Bauen wahrscheinlich nicht eben viel. Ich habe auch den Eindruck, dass du sehr viel dazu schreibst, was er wohl will oder nicht will und dass du daraus Schlüsse ziehst für dich. Das ist ja auch logisch, doch: was willst denn du?

Bei einem allfälligen weiteren Gespräch würde ich dir abraten, für beide zu sprechen, auf dass er zustimmend nicken kann. Sprich wenns geht in der ich- und nicht in der wir-form, er sollte schon selber was sagen.

So oder so, ich meine, du solltest dich zurückziehen und schauen, dass du wieder ein wenig Boden unter den Füssen gewinnst.

Dass du dieses Hin und Her deinen Kindern nicht zumuten kannst, finde ich auch. Aber kannst du (falls diese Geschichte in irgendeiner Form weitergehen sollte) nicht einfach gucken, dass sie vorerst nichts damit zu tun haben? Dass du dein Leben nicht verschwenden kannst, finde ich auch. Aber: Ist das denn eine Verschwendung? Ich meine, wenn es da nicht irgendwas gäbe, dass dich eben auch anzieht (oder vielleicht: persönlich herausfordert) an dieser Situation, dann wärst du emotional wahrscheinlich nicht so verwickelt sondern würdest dich einfach verabschieden und ihn aus deinem Leben schmeissen. Das vermute ich einfach mal, ohne dich zu kennen, ich kann mich natürlich auch täuschen.

Und zu guter letzt: Was soll das heissen, du hast versagt? Das kann doch gar nicht die Frage sein, wer versagt hat und wer nicht, oder? Darum kann es doch nicht gehen.

Alles Gute! Wassertropfen

Hallo Wassertropfen,
Hmm stimmt!
Ich mag ihn doll. Das versuche ich mir aufgrund dieses hickhacks auszureden. Ich weiß auch, das er mich doll mag. Aber er kann nicht mit mir, obwohl er möchte. Wir haben uns mittlerweile noch einmal zusammen gesetzt. Gestern. Da spielen schon Gefühle eine Rolle. Beiderseits...
Ich befolgte deinen Rat und sprach ausschließlich für mich. Kurz, knapp und klar. Das klappte wirklich sehr gut. Er kam mir sogar ein Stück entgegen. Sprang sozusagen über seinen Schatten.
Er will mich und ich will ihn. Aber wir machen aus diesem wunderbaren Etwas eine "verhängnisvolle Affäre!"
Nur was ist der Punkt?

Seine letzte Beziehung scheiterte im übrigen daran, das seine damalige Freundin einen neuen Mann kennenlernte, für den sie sich schlußendlich dauerhaft entschied. Er spricht sehr positiv über sie und schildert mir die letzte Beziehung aus seiner Sicht als sehr harmonisch. Er sagt, so etwas extremes wie mich hätte er noch nie erlebt. Wobei er mir nicht wirklich sagen kann, worauf er dies bezieht. Ich gehe einfach vom Allgemeinzustand aus. Ich schätze er fühlt sich gelegentlich überfordert.

Insofern hast du recht wenn du sagst, es ging evt. alles ein wenig zu schnell. Allerdings lasse ich ihm viel Freiheit. Er entscheidet, was gut ist für ihn und wann er Zeit für sich braucht. Das was er tut, tut er freiwillig. Trotzdem setzt er sich irgendwie unter Druck. Ein weiteres Problem denke ich ist seine Eifersucht, die er aber nicht zugibt. Er schimpft eigentlich so ziemlich über jeden in meinem näheren Umfeld.

Doch zurück zu seiner letzten Freundin. In seiner letzten Beziehung war er sehr verliebt. Nach der Trennung litt er über ein Jahr. Bis wir uns kennen- und lieben lernten. Dieser Vorgang dauerte ca. 3/4 Jahr. Schlug dann aber ein wie eine Bombe.

Was schlußendlich zu seinem eigenartigen Verhalten führt weiß ich nicht. Nur wie bekommen wir das dauerhaft in den Griff?
Einerseits gehen wir wie zwei Erwachsene vollkommen fair und vernünftig miteinander um, können wunderbar miteinander reden und haben viel Achtung voreinander. Anderseits steht irgendetwas zwischen uns. Eine ganz merkwürdige Sache.

Ich bin auf der Suche nach etwas Beständigen. Ich habe wahnsinnige Angst davor, das ich dauerhaft unter diesem hin und her leiden muß. Aber ich liebe ihn sehr und ich will ihn. Täte es irgendein Rezept für ihn geben, ich täte dieses Problem angehen.

Hast du eine Idee? Glaubst du daran, das sich dauerhaft etwas ändern könnte?

Im übrigen möchte ich dir danken. Wir haben leider die selben Freunde. Deshalb habe ich keinen richtigen Ansprechpartner. Dieses Forum und so nette Menschen wie du helfen mir ungemein beim Verarbeiten.
Vielen vielen Dank, das du dir die Zeit nimmst, um dir meine Wehwehchen anzuhören.

Triadalon

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26. Januar 2006 um 22:54

Ha!
Hallo triadalon,
über deine erst Mitteilung musste ich sehr lachen, kam mir zunm Teil sehr bekannt vor, besonders "Dieser Mensch aber hängt sich an so vielen Kleinigkeiten auf. Dinge, die normalerweise angesprochen werden und künftig besser gemacht werden, trapiert er auf ein Podest der Schuldzuweisungen. Von dort aus beginnt er zu stapeln. Bis der Turm zusammenbricht". Kenne ich gut, eine andere Meinung zu einem Geschehen oder Vorgang reicht, damit der Turmbau starten kann + ohne zu ahnen wie, stehst du irgendwo wo du nicht hinwillst + nicht hingehörst.
Das es zwischen euch teilweise so extrem läuft, kann auf viel Gefühl zwischen euch deuten. Eigentlich was Gutes, doch scheint bei Männern da der Urmensch durchzubrechen, kämpfen oder untergehen, auf Gefühle achten lenkt vom Feind ab. Naja, nun leben wir seit einigen Jahrtausenden unter anderen bedingungen, doch die Umstellung scheint noch anzudauern. Wenn mein Freund für sich beschlossen hat "Meine Situation ist die Schlimmste + ich lasse mir das nicht von dir ausreden, du bist gegen mich", dann ist es am besten pfeifend ins Bad zu gehen oder Frühstück zu machen. Jeder Versuch ihm meine friedlichen Absichten darzulegen schürt das Feuer nur.Manchmal schalte ich allerdings zu langsam + dann ist der Schlamassel da. Dann geht das mit mir eben nicht. Ist mir rätselhaft wie die mit sich selbst klarkommen.
Möglich ist auch, dass die sich selbst unter Druck setzen, so nach dem Motto: Die große Liebe muss perfekt sein. Durchblicken tue ich das nicht, weiß aber von befreundeten Männern, dass Männer da teilweise ziemlich hohe Ansprüche haben + dafür die realen Gefühle außer Acht lassen, die Idee statt der Realität.
Ich wünsche dir alles Gute
walden6

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26. Januar 2006 um 23:19

Scherben
Salut,

Du musst nur eine einzige Entscheidung treffen - und die lautet: Möchtest Du Dein Leben leben, oder das Deines Freundes?!

Denn für ihn wirst Du Dich immer verbiegen müssen - er reicht Dir, Du akzeptierst ihn wie er ist, findest seine Makel liebenswert. Er hingegen versucht, Dich zu verbiegen und aus Dir die Frau zu formen, die er sich wünscht. Was hart formuliert bedeutet (sorry): So wie Du bist, bist Du ihm nicht genug!

Auch eure neueste Form der Beziehung/ Kommunikation wird NUR dem gerecht, was er gerade braucht. Aber ist es das, was Du willst?

Eine Vase, die einmal auf den Boden gefallen ist - auch wenn sie nur in zwei Teile zerspringt - wird auch nach dem Kleben immer noch ihren Riss zeigen. Und in eurer Beziehung ist mehr als nur ein Riss!

Ich weiß, in der Theorie klingt das alles immer sehr einfach, aber mach Dir klar, dass Du nur EIN Leben hast und entscheide, wie DU leben möchtest.

Lieben Gruß
Camie

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27. Januar 2006 um 12:10
In Antwort auf alte_12534643

Ha!
Hallo triadalon,
über deine erst Mitteilung musste ich sehr lachen, kam mir zunm Teil sehr bekannt vor, besonders "Dieser Mensch aber hängt sich an so vielen Kleinigkeiten auf. Dinge, die normalerweise angesprochen werden und künftig besser gemacht werden, trapiert er auf ein Podest der Schuldzuweisungen. Von dort aus beginnt er zu stapeln. Bis der Turm zusammenbricht". Kenne ich gut, eine andere Meinung zu einem Geschehen oder Vorgang reicht, damit der Turmbau starten kann + ohne zu ahnen wie, stehst du irgendwo wo du nicht hinwillst + nicht hingehörst.
Das es zwischen euch teilweise so extrem läuft, kann auf viel Gefühl zwischen euch deuten. Eigentlich was Gutes, doch scheint bei Männern da der Urmensch durchzubrechen, kämpfen oder untergehen, auf Gefühle achten lenkt vom Feind ab. Naja, nun leben wir seit einigen Jahrtausenden unter anderen bedingungen, doch die Umstellung scheint noch anzudauern. Wenn mein Freund für sich beschlossen hat "Meine Situation ist die Schlimmste + ich lasse mir das nicht von dir ausreden, du bist gegen mich", dann ist es am besten pfeifend ins Bad zu gehen oder Frühstück zu machen. Jeder Versuch ihm meine friedlichen Absichten darzulegen schürt das Feuer nur.Manchmal schalte ich allerdings zu langsam + dann ist der Schlamassel da. Dann geht das mit mir eben nicht. Ist mir rätselhaft wie die mit sich selbst klarkommen.
Möglich ist auch, dass die sich selbst unter Druck setzen, so nach dem Motto: Die große Liebe muss perfekt sein. Durchblicken tue ich das nicht, weiß aber von befreundeten Männern, dass Männer da teilweise ziemlich hohe Ansprüche haben + dafür die realen Gefühle außer Acht lassen, die Idee statt der Realität.
Ich wünsche dir alles Gute
walden6

Wow!
Gibt es also tatsächlich noch mehr solcher Männer?
Manoman, was kann man bloß dagegen tun?
Mich hat Amors Pfeil ja schon ganz schön erwischt.
Aber ich merke, immer wenn wir uns wieder etwas näher kommen und er sich meiner einigermaßen sicher ist, beginnt das Disaster von vorne. Ich habe mir jetzt erst einmal vorgenommen zu kämpfen, statt ihm den Rückzug zu erleichtern. So kann ich mir im Falle des Falles wenigstens sicher sein, alles getan zu haben. Naja, und vielleicht besinnt er sich ja. Denn eigentlich ergänzen wir uns prima. Ich verstehe nicht, warum er das nicht eingesteht. Sobald ich gefühle zeige, obgleich er sich diese auch wünscht..., schwupp, kurze Zeit später ist er wieder in seinem Schneckenhaus verschwunden.
Ich brauche eine Anleitung zum Thema "schwierige Beziehungskisten..."
Vielen Dank und dir auch viel Glück. Wir scheinen ja iquasi im selben Boot zu sitzen.

Triadalon

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27. Januar 2006 um 12:24
In Antwort auf edie_12519887

Scherben
Salut,

Du musst nur eine einzige Entscheidung treffen - und die lautet: Möchtest Du Dein Leben leben, oder das Deines Freundes?!

Denn für ihn wirst Du Dich immer verbiegen müssen - er reicht Dir, Du akzeptierst ihn wie er ist, findest seine Makel liebenswert. Er hingegen versucht, Dich zu verbiegen und aus Dir die Frau zu formen, die er sich wünscht. Was hart formuliert bedeutet (sorry): So wie Du bist, bist Du ihm nicht genug!

Auch eure neueste Form der Beziehung/ Kommunikation wird NUR dem gerecht, was er gerade braucht. Aber ist es das, was Du willst?

Eine Vase, die einmal auf den Boden gefallen ist - auch wenn sie nur in zwei Teile zerspringt - wird auch nach dem Kleben immer noch ihren Riss zeigen. Und in eurer Beziehung ist mehr als nur ein Riss!

Ich weiß, in der Theorie klingt das alles immer sehr einfach, aber mach Dir klar, dass Du nur EIN Leben hast und entscheide, wie DU leben möchtest.

Lieben Gruß
Camie

Hallo Camie
Hallo, er und ich, wir hatten uns vorgestern doch noch einmal zusammengesetzt. Dabei ließ ich das Vasenbeispiel mit in unser Gespräch einfließen. Darauf antwortete er mir, ja das sind auch Vasen, wir sind Menschen. Was so viel heißt, ich will es anders. Ich schließe die Augen und stelle mich nicht der Realität.
Natürlich bin ich voll darauf angesprungen. Genau das wollte ich ja hören.
Ich bin so dumm. Ich weiß das du recht hast. Trotzdem habe ich das Gefühl noch nicht wirklich alles für diese Beziehung getan zu haben. Ebenso wie er.
Ich will MEIN Leben leben MIT ihm und ich verstehe nicht, das es zwischen zwei Menschen die sich so gern haben, nicht funktionieren kann.... Das geht in mein Kopf nicht rein.
Ich schäme mich für meine Unzulänglichkeit. Für meine Dummheit. Für meine Emotionen...

Das Gefühl ist so stark, das die Dummheit diesmal siegt. Hoffentlich das letzte mal.
Grrr, Ich wünschte ihr könntet mir den Po versohlen...
So unzulänglich handle ich wirklich selten.

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27. Januar 2006 um 12:59
In Antwort auf edie_12519887

Scherben
Salut,

Du musst nur eine einzige Entscheidung treffen - und die lautet: Möchtest Du Dein Leben leben, oder das Deines Freundes?!

Denn für ihn wirst Du Dich immer verbiegen müssen - er reicht Dir, Du akzeptierst ihn wie er ist, findest seine Makel liebenswert. Er hingegen versucht, Dich zu verbiegen und aus Dir die Frau zu formen, die er sich wünscht. Was hart formuliert bedeutet (sorry): So wie Du bist, bist Du ihm nicht genug!

Auch eure neueste Form der Beziehung/ Kommunikation wird NUR dem gerecht, was er gerade braucht. Aber ist es das, was Du willst?

Eine Vase, die einmal auf den Boden gefallen ist - auch wenn sie nur in zwei Teile zerspringt - wird auch nach dem Kleben immer noch ihren Riss zeigen. Und in eurer Beziehung ist mehr als nur ein Riss!

Ich weiß, in der Theorie klingt das alles immer sehr einfach, aber mach Dir klar, dass Du nur EIN Leben hast und entscheide, wie DU leben möchtest.

Lieben Gruß
Camie

Ja
...kann ich nur zustimmen!
Danke, Camie. Hättest Du nicht besser formulieren
können.

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27. Januar 2006 um 13:19
In Antwort auf turin_12911126

Hallo Wassertropfen,
Hmm stimmt!
Ich mag ihn doll. Das versuche ich mir aufgrund dieses hickhacks auszureden. Ich weiß auch, das er mich doll mag. Aber er kann nicht mit mir, obwohl er möchte. Wir haben uns mittlerweile noch einmal zusammen gesetzt. Gestern. Da spielen schon Gefühle eine Rolle. Beiderseits...
Ich befolgte deinen Rat und sprach ausschließlich für mich. Kurz, knapp und klar. Das klappte wirklich sehr gut. Er kam mir sogar ein Stück entgegen. Sprang sozusagen über seinen Schatten.
Er will mich und ich will ihn. Aber wir machen aus diesem wunderbaren Etwas eine "verhängnisvolle Affäre!"
Nur was ist der Punkt?

Seine letzte Beziehung scheiterte im übrigen daran, das seine damalige Freundin einen neuen Mann kennenlernte, für den sie sich schlußendlich dauerhaft entschied. Er spricht sehr positiv über sie und schildert mir die letzte Beziehung aus seiner Sicht als sehr harmonisch. Er sagt, so etwas extremes wie mich hätte er noch nie erlebt. Wobei er mir nicht wirklich sagen kann, worauf er dies bezieht. Ich gehe einfach vom Allgemeinzustand aus. Ich schätze er fühlt sich gelegentlich überfordert.

Insofern hast du recht wenn du sagst, es ging evt. alles ein wenig zu schnell. Allerdings lasse ich ihm viel Freiheit. Er entscheidet, was gut ist für ihn und wann er Zeit für sich braucht. Das was er tut, tut er freiwillig. Trotzdem setzt er sich irgendwie unter Druck. Ein weiteres Problem denke ich ist seine Eifersucht, die er aber nicht zugibt. Er schimpft eigentlich so ziemlich über jeden in meinem näheren Umfeld.

Doch zurück zu seiner letzten Freundin. In seiner letzten Beziehung war er sehr verliebt. Nach der Trennung litt er über ein Jahr. Bis wir uns kennen- und lieben lernten. Dieser Vorgang dauerte ca. 3/4 Jahr. Schlug dann aber ein wie eine Bombe.

Was schlußendlich zu seinem eigenartigen Verhalten führt weiß ich nicht. Nur wie bekommen wir das dauerhaft in den Griff?
Einerseits gehen wir wie zwei Erwachsene vollkommen fair und vernünftig miteinander um, können wunderbar miteinander reden und haben viel Achtung voreinander. Anderseits steht irgendetwas zwischen uns. Eine ganz merkwürdige Sache.

Ich bin auf der Suche nach etwas Beständigen. Ich habe wahnsinnige Angst davor, das ich dauerhaft unter diesem hin und her leiden muß. Aber ich liebe ihn sehr und ich will ihn. Täte es irgendein Rezept für ihn geben, ich täte dieses Problem angehen.

Hast du eine Idee? Glaubst du daran, das sich dauerhaft etwas ändern könnte?

Im übrigen möchte ich dir danken. Wir haben leider die selben Freunde. Deshalb habe ich keinen richtigen Ansprechpartner. Dieses Forum und so nette Menschen wie du helfen mir ungemein beim Verarbeiten.
Vielen vielen Dank, das du dir die Zeit nimmst, um dir meine Wehwehchen anzuhören.

Triadalon

Hallo Triadalon
Ich meine, du solltest genau hinhören. Du schreibst: *Aber er kann nicht mit mir, obwohl er möchte*. Das ist eine sehr klare Aussage, selbst wenn man sie lediglich als im jetzigen Moment gültig betrachtet. Es entzieht sich ja unserer Kenntnis, warum er nicht kann. Aber er kann offensichtlich nicht, sonst würde er das ja nicht so sagen. Und ich glaube, er müsste das selber ändern wollen.

Du schreibst, du möchtest etwas Beständiges. Das möchten wir ja fast alle, kaum jemand sagt: ich suche eine temporäre Verbindung für ein Jahr oder so. Von dem her, was du schilderst, habe ich allerdings nicht den Eindruck, als könnte er dir derzeit Beständigkeit versprechen.

*Er sagt, so etwas extremes wie mich hätte er noch nie erlebt.* Eventuell stösst er mir dir einfach an Grenzen. Sagen wir es mal so: Es kann vorkommen, dass man irgendwen trifft, der/die in einem unbekannte Dinge auslöst und vielleicht von irgendwo an die Oberfläche schwemmt. Das kann ganz schön an die Nieren gehen, vielleicht so sehr, dass man lieber schnell das Weite sucht. Oder irgendwelche Gründe ins Feld führt, warum das alles nicht geht.

Du schwankst ja sehr hin und her, im einen Beitrag schreibst du, wie dumm du bist, im nächsten, dass du kämpfen willst. Das hört sich doch sehr zwiespältig an. Ich meine, du musst dich eben auch irgendwie entscheiden. Entweder siehst du keinerlei Chancen und beschlisst, dich zu distanzieren. Oder du beschliesst eben, der ganzen Geschichte eine Chance zu geben. Das tönt jetzt einfacher als es ist, und wie man sich auch entscheidet wird die Entscheidung zwiespältig bleiben. Trotzdem finde ich, einmal eine Richtung einzuschlagen kann vieles auch erleichtern, selbst wenn man immer mal wieder denkt: hätte ich doch nur...

Ich meine, wenn du beschliesst, dieser Beziehung eine Chance zu geben, dann musst du für dich eine klare Haltung finden und du solltest wirklich schauen, dass du ein wenig Boden unter den Füssen gewinnst. Und du musst dir wohl darüber klar sein, dass Beständigkeit derzeit kaum ein Thema sein kann. Was mit einschliesst, dass im Falle von Rückzügen von seiner Seite du nicht gleich abstürzt, schwermütig wirst und das Gefühl bekommst, das sei das Ende der Welt. Es fragt sich halt, ob du das willst und kannst. Wenn nicht, wenn du leidest, dann wäre es wohl besser, wenn du dich distanzierst.

Was meinst du damit, du willst jetzt kämpfen statt ihm den Rückzug zu erleichtern? Ich kann mir darunter nichts vorstellen... Kürzlich habe ich hier im Forum mal was gelesen: Wenn du jemanden auf einer Insel festhalten willst, schenk ihm ein Schiff. Wäre das auch eine Form, zu kämpfen? Letztlich solltest dich einfach nicht verbiegen bloss um da irgendwas hinzubiegen oder diese Beziehung *zum Funktionieren* zu bringen.

Grüsse, Wassertropfen

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