Forum / Liebe & Beziehung

Hilft Schwangerschaft für ein Visum? Erfahrung gesucht

Letzte Nachricht: 29. April um 22:14
U
user2010694590
29.04.21 um 11:51

Liebe Lesende,

ich bin mit einem wunderbaren Mann aus Drittstaaten verheiratet . Leider ist unsere Ehe bislang nicht in Deutschland anerkannt und es wird wahrscheinlich noch eine ganze Weile dauern. D.h. bisher hangeln wir uns durch mit Visa, was einfach sehr frustrierend und zermürbend ist auf Dauer.

Wir wünschen uns beide Kinder. Eigentlich wären bessere Voraussetzungen natürlich, dass er schon eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland hätte und wir zusammen wären (das ist mir bewusst also bitte keine Diskussionen dazu starten), doch überlegen wir gerade ob eine Schwangerschaft hilft um ihn dauerhaft nach Deutschland zu holen, da wir uns echt vermissen und einfach zusammen sein und eine Familie haben wollen. Der Rest (Partnerschaft, finanziell usw passt auch alles)

Bitte v.a. Antworten mit Erfahrungen. Was sind die Schritte, die ihr gegangen seid? Wie lange hat es gedauert, bis er dann da war? Hat es gut geklappt?
(Meine Sorge wäre v.a. dass er zur Geburt nicht da wäre )

Ganz lieben Dank schonmal für alle hilfreichen Antworten!
Lieben Gruß,
Meri

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V
vanessa073
29.04.21 um 12:35

Ich komme zwar aus Österreich, aber ich hoffe das dir meine Erfahrung vielleicht etwas weiterhilft. 
Eine Schwangerschaft ist für die Behörden  kein Grund eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen. 
Meine Schwester ist mit einem Mann aus den Drittstaaten verheiratet. 
Die Ehe wurde in Österreich nicht anerkannt und die Trauung musste bei einem österreichischen Standesamt nochmal vollzogen werden. 
Beim ersten mal durfte er mit einem D Visum einreisen. 
Kurz nach der Geburt vom Kind musste er wieder zurück in seine Heimat. 
Er musste dort einen Sprachkurs machen und die Prüfung für den A1 Deutschkurs ablegen. 
Mit diesen Nachweisen hat er erneut ein D Visum bekommen.
Er hat dann in Österreich einen Aufenthaltstitel beantragt und diesen auch bekommen. 

Die Behörden waren da leider knallhart. Er war von seiner Frau und seinem Sohn insgesamt 9 Monate getrennt. 


Insgesamt hat dieser Behörden Hürdenlauf vier Jahre gedauert. 

Ich wünsche dir und deinem Mann alles Gute. 


 

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U
user2010694590
29.04.21 um 22:14
In Antwort auf vanessa073

Ich komme zwar aus Österreich, aber ich hoffe das dir meine Erfahrung vielleicht etwas weiterhilft. 
Eine Schwangerschaft ist für die Behörden  kein Grund eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen. 
Meine Schwester ist mit einem Mann aus den Drittstaaten verheiratet. 
Die Ehe wurde in Österreich nicht anerkannt und die Trauung musste bei einem österreichischen Standesamt nochmal vollzogen werden. 
Beim ersten mal durfte er mit einem D Visum einreisen. 
Kurz nach der Geburt vom Kind musste er wieder zurück in seine Heimat. 
Er musste dort einen Sprachkurs machen und die Prüfung für den A1 Deutschkurs ablegen. 
Mit diesen Nachweisen hat er erneut ein D Visum bekommen.
Er hat dann in Österreich einen Aufenthaltstitel beantragt und diesen auch bekommen. 

Die Behörden waren da leider knallhart. Er war von seiner Frau und seinem Sohn insgesamt 9 Monate getrennt. 


Insgesamt hat dieser Behörden Hürdenlauf vier Jahre gedauert. 

Ich wünsche dir und deinem Mann alles Gute. 


 

Liebe Vanessa,

Ganz lieben Dank für Deinen Bericht. Ich mag das gar nicht glauben, dass wegen solcher Behördendinge man verantwortet ein Kind ohne seinen Vater zu lassen.

Und ich hoffe nach wie vor, dass Deutschland da anders ist, was das Thema Vaterschaft anbelangt.... die Hoffnung stirbt bekanntlicherweise zuletzt.

Gerade heute ist unser Visum abgelehnt worden, wir hatten so gehofft uns nächste Woche sehen zu können
ich bin gerade sooo traurig und so frustriert.

Lieben Gruß,
Meri

 

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