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Hilfe ! Was ist bloss los mit mir oder mit ihm ?

18. Februar 2005 um 0:21

Achtung ganz lang !! Hat hier jemand Zeit, daß zu lesen ?Mittlerweise bin ich nur noch ganz wirr im Kopf und weiss nicht, was ich denken oder fühlen soll. Ich bin jetzt seit fast zwei Jahren mit einem Mann zusammen, der nach meiner zehnjährigen Beziehung mit meinen Ex-Mann, in mein Leben traf. Ich hatte mich total verknallt in ihn und dieses Gefühl hatte ich in meinen Leben bisher noch nicht so erlebt.Ich hatte mich von heute auf morgen entschieden mein Leben umzukrempeln und meinen Ehemann, der immer für mich da war zu verlassen. Wir hatten zwar ein gutes Verhältnis, aber nur noch rein freundschaftlich.Doch dann kam alles anders, wie ich mir vorgestellt hatte. Mit meinen neuen Freund lief die Beziehung ganz anders. Während ich mit meinen Kleinkind häuslich gebunden war, ging er abends mit Freunden weg oder verbrachte die Zeit lieber allein zu Hause. Er trank ziemlich viel und schien überhaupt nichts von meinen Gefühlen und Leben wissen zu wollen. Nur noch die WE`s waren wir beisammen, obwohl er 20 min. von mir entfernt wohnte. Er ist Frührentner aufgrund Angstproblemen, wobei er mir versichert hatte, seine Probleme im Griff bekommen zu haben und es ihm jetzt wieder bestens geht. Einige Zeit sagte ich gar nichts, doch der Groll wuchs in mir. Sein Krankheitsbild tauchte irgenwann wieder auf und es gab als einziges Gesprächsthema nur noch seine Probleme. Mir ging es zu dem Zeitpunkt ebenfalls beschissen, weil ich erstmal realisierte, dass ich alleinerziehend war und der Mann an meiner Seite mir keinerlei Unterstützung bot.Von meinen Problemen wollte er nichts hören. Nach einiger Zeit habe ich Schluss gemacht und ihm gesagt, wie wütend ich auf ihn bin. Mir kam mein Leben nur noch wie ein einziger Scherbenhaufen vor. Ich hatte keine Arbeit, die Freunde waren weg und mein Kind zeigte deutliche Verhaltensstörung. Alle Versuche mein Leben neu zu orientieren gingen daneben. Ich schaffte es noch nicht mal mehr Kontakte zu anderen Menschen herzustellen. Ich machte eine Therapie und der Psychologe verabschiedete mich nach ca. 20 Sitzungen mit den Worten " ich sei ein starker Mensch und mehr als dass was ich machen würde, kann man nicht machen und ich müsste die Zeit abwarten " Irgendwann meldete sich der besagte Freund wieder und versprach mir tatsächlich, dass er sich ändern würde. Er mache auch Therapie und hätte eingesehn, wie wichtig ich für ihn wäre und wie sehr er mich lieben würde.
Seit daher hatte sich vieles verändert, wir waren jetzt oft zusammen und er trank auch nicht mehr. Er gab sich redlich Mühe und es war für vier Monate eine traumhafte Zeit. Seit einem halben Jahr ist alles wieder anders, er sagt er habe nicht soviel Geld und kann daher auch nicht die Spritkosten für die Fahrerei bezahlen.Wir sehen uns nur noch drei Mal die Woche. Überhaupt ist er wieder sehr unnahbar geworden. Ich nörgele nur noch und er hat keine Lust mehr darauf. Ich liebe ihn, manchmal denke ich, ich bin zu anklammernd. Wenn ich das hier in den Foren höre, scheinen die meisten Frauen kein Problem damit zu haben, sich weniger zu sehen. Ich habe sehr viel Stress verursacht, aber mich dabei selber nicht übersehen. So habe ich eine Weiterbildung angefangen, gehe zu Alleinerziehendentreffs und bin regelmässig im Fitnessstudio. Ich bekomme sonst alles in meinen Leben geregelt.Jetzt habe ich wieder Schluss gemacht,weil ich so mit ihm nicht leben kann.
Aber ohne ihn irgendwie auch nicht.Mir gehts superschlecht und ich bin nur noch am heulen. Was ist bloss los mit mir ? Bin ich unnormal ? Tue ich ihm unrecht ?
Ich werde noch ganz verrückt !!! Kann mich mal jemand bitte entwirren ?

Von "Weissnich"

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18. Februar 2005 um 7:00

Helf Dir selbst
Hallo!

Ja, schwierige Situation. Eine Beziehung mit einem psychisch kranken Menschen aufrecht zu leben, ist nicht ganz einfach.
Und Du hast ein Kind.

Also: Vernünftig wäre es, wenn Du Dich in erster Linie um Dein Kind kümmerst. Ihm kann nur ein Profi helfen - wenn überhaupt.

Es ist zwar egoistisch, aber mir wäre das Kind wichtiger als der Mann.
Das Kind leidet schliesslich unter dieser Situation. Zumindest schreibst Du, dass das Kind gestört ist, seitdem Du mit ihm zusammen warst.

Also: Fang ein neues Leben an. Der Schmerz vergeht. Finde zu Dir selbst und dann kommt vielleicht auch irgendwann "Mr. Right".

Viel Glück für Deine Zukunft!

Gruss

Elli

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18. Februar 2005 um 10:05
In Antwort auf nicole_12263069

Helf Dir selbst
Hallo!

Ja, schwierige Situation. Eine Beziehung mit einem psychisch kranken Menschen aufrecht zu leben, ist nicht ganz einfach.
Und Du hast ein Kind.

Also: Vernünftig wäre es, wenn Du Dich in erster Linie um Dein Kind kümmerst. Ihm kann nur ein Profi helfen - wenn überhaupt.

Es ist zwar egoistisch, aber mir wäre das Kind wichtiger als der Mann.
Das Kind leidet schliesslich unter dieser Situation. Zumindest schreibst Du, dass das Kind gestört ist, seitdem Du mit ihm zusammen warst.

Also: Fang ein neues Leben an. Der Schmerz vergeht. Finde zu Dir selbst und dann kommt vielleicht auch irgendwann "Mr. Right".

Viel Glück für Deine Zukunft!

Gruss

Elli

Nicht so einfach !
Genau diese Sachen sage ich mir immer, wenn die Wut auf ihn verrauscht ist und ich mich selber und mein Kind betrachte. Letzendlich bringt dieses ewige darüber Nachdenken über diese Beziehung überhaupt nichts, ausser dass ich mich auf mein Kind nicht richtig einlassen kann.
Das Problem ist wahrscheinlich, dass ich keine Angst habe irgendwann neue Männer kennenzulernen, sondern, dass ich mich sehr schwer verliebe und dann noch recht anspruchsvoll bin. Das war das erste Mal in meinen 33 Jahren. Den Gedanken nur freundschaftliche Gefühle in männlichen Beziehungen zu haben, ist für mich abgehakt. Das geht auch nicht. Also denke ich oft, dass ich für sehr lange Zeit mit meinen Kind "alleine " durchs Leben gehen muss. Das macht mich wiederum sehr traurig, wenn ich andere Familien sehe und ich das nicht habe. So ist das nunmal und erzwingen kann man auch nichts. Bis ich mich damit einigermassen arrangieren werde, wird wohl noch eine Weile dauern. Eigentlich habe ich noch mehr mit dem Problem zu kämpfen, ob ich eine zu symbiotische Beziehung anstrebe. Ich bin in einer Familie grossgeworden, wo dies so ist.Ich bewundere die Ehe meiner Eltern und sie verbringen sehr viel schöne Zeit miteinander. Ich bin nicht der Typ für "oberflächliche" Beziehungen und ziemlich tiefsinnig. Mich daraufhin zu ändern, wäre für mich ein Selbstverrat.
Ich danke euch für die klaren Antworten !!

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