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Hilfe! "Plötzlich" entliebt! Absolutes Gefühlschaos!

29. Januar 2011 um 11:22

Hallo an alle da draußen,

ich bin wirklich verzweifelt und suche dringenden Rat bzw. Hilfe. Ich bin seit zwei Jahren mit meinem Freund (wir sind beide Mitte/Ende 20) zusammen. Ich kann gut und gerne sagen, dass ich bis vor einem Monat der glücklichste Mensch auf Erden war. Alles war perfekt. Klar gab es manchmal kleine Streitereien. Aber selbst daran sind wir gewachsen. Kurzum: ich war noch nie so glücklich wie mit ihm. Bis vor c.a. einem Monat: plötzlich habe ich mich angefangen zu fragen ob ich ihn wirklich liebe. Es ist fast so als hätte "jemand" mit dem Finger geschnippst. Plötzlich habe ich Zweifel an meinen Gefühlen bekommen. Und diese Zweifel werden immer stärker.

Dabei ist nicht einmal etwas vorgefallen. Kein großer Streit, niemand anderes kennen gelernt etc. Ok, der Alltag ist wohl eingekehrt und oftmals verbringen wir die Abende vor dem Ferseher, gehen nicht mehr so viel aus wie früher, unternehmen kaum noch etwas alleine (das stört mich, ja!). Sonst aber ist alles noch wie am Anfang, nur mit dem Unterschied dass ich mir meiner Gefühle nicht mehr im Klaren bin. Es ist kein konstantes Gefühl. Manche Tag bin immer noch auf Wolke sieben, und dann gibts die anderen Tage, in denen ich einfach nichts mehr weiß.

Dazu muss ich sagen, dass ich schon immer eine große Zweiflerin war/bin, nicht nur was Beziehungen angeht. Und in meinen früheren Beziehungen habe ich ziemlich schnell die Flucht ergriffen, wenn irgendwelche Probleme aufkamen. Soll heißen: Im Endeffekt habe ich keine Ahnung ob solche Krisen normal sind und wie man sie meistert oder ob man so etwas überhaupt meistern kann. Ich denke immer sofort an Trennung, weil ich zugegebner maßen Liebe als etwas "Absolutes" begreife. Klar gibts mal Krisen in einer Beziehung aber an der Basis zweifeln? Ich weiß nicht..das geht doch nicht oder?? Ich bin wirklich verzweifelt, überreagiere ich vielleicht?

Vielleicht muss ich noch dazu sagen, dass ich momentan sehr viel Stress habe (Uni/Arbeit) und dass ich mit meinem Freund in einer WG wohne (haben uns dort kennen gelernt), in der ich mich fürchterlich unwohl fühle. Die beiden Dinge haben mich die letzten Monate schlimm belastet. Deswegen ziehe ich in nicht mal einem Monat mit meinem Freund zusammen in eine gemeinsame Wohnung. Letzteres will ich ja auch..aber ich bin deswegen umso mehr verzweifelt. Und ich weiß auch nicht ob ich nicht irgendwelche Probleme verwechsle bzw. Dinge auf ihn projeziere..hm..was meint ihr???

Ich wäre so dankbar über Erfahrungswerte jeglicher Art..oder Ratschläge...

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29. Januar 2011 um 11:33


hi!
ich bin zwar etwas jünger als du und hab noch nicht ganz so viel erfahrung, aber ich hoffe, dass ich dir etwas helfen kann. ich bin auch seit fast 2 jahren mit meinem freund zusammen, er ist auch mein erster richtiger freund und bei uns lief auch alles total super. vor ein paar wochen haben bei mir auch die zweifel angefangen, das lag wahrscheinlich daran, dass die große verliebtheit und die schmetterlinge im bauch halt irgendwann mal weggehen und wenn man das nicht kennt, kann mans leicht mit "keinen gefühlen" mehr verwechseln. ich hab mir da auch totale sorgen gemacht und mich wahrscheinlich viel zu stark reingesteigert und unter druck gesetzt, deswegen hat die phase bei mir auch ein paar monate gedauert... aber ich bin wahrscheinlich ähnlich wie du auch so ein kopfmensch, der über jedes kleine detail nachdenkt. meine mama hat zu mir mal gesagt, dass das ganz normal ist, dass nicht immer alles eitel sonnenschein ist und dass es klar phasen gibt in denen man sich fragt ob auch das wirklich alles ist was man will, grade wenn man die rosarote brille abgenommen hat aber wenn du ihn nicht verlieren willst, dann ist doch eigentlich alles klar. wenn man solche krisen zusammen übersteht dann heißt das ja auch, dass man zusammen hält und ne gemeinsame basis findet.
also setz dich bitte nicht allzu sehr unter druck, weil sonst kriegst du diese zweifel nie weg, ich sag mir immer "einfach cool bleiben, das geht schon wieder vorbei". und wenn ein tag mal scheiße is, dann is es halt so, der nächste kann nur schöner werden
und klar kann das unwohl-fühlen in der wg auch ein bisschen dazu beitragen, dass du das gefühl hast "raus" zu müssen. lass dein leben sich vl nicht ganz so stark um ihn drehen und unternimm ab und zu auch mal was mit freunden oder mach was du willst, dann freut man sich auch wieder mehr auf den partner.
hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen kannst mir auch gern ne nachricht schicken
lg
Snowy

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30. Januar 2011 um 22:52

Keine panik....
....meiner erfahrung nach sind das 'normale' zweifel, die in dieser phase der beziehung aufkommen, war bei mir auch so und bei meiner vorrednerin ja auch. ich schiebe das auch auf die vergehende verliebtheit. jetzt müsst ihr eine neue ebene der beziehung finden, aber das geht in der regel ganz von selbst. das ist das gute daran

also mach dich nicht verrückt, zieh mit deinem freund zusammen, unternimm wieder sachen alleine und du wirst sehen, es wird alles gut

alles gute!

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4. Februar 2011 um 21:37

Kenne ich!
Hallo

ich habe deinen Beitrag gelesen und mich von der ersten Sekunde an selbst darin erkannt! Ich kenne das genau, das Gefühl sich plötzlich nicht mehr sicher zu sein und an allem zu zweifeln.
Ich bin selbst Mitte 20 und seit knapp 1 1/2 Jahren in einer Beziehung. Bei mir fing es schon zu Beginn der Beziehung an, dass ich häufig zweifelte. Dies legte sich nach ca. 4 Monaten und ich war zum ersten Mal einfach nur glücklich. Nach der Phase der Stabilität kamen immer wieder Zeiten in denen ich von den 7 Himmel aus direkt in ein tiefes Loch stürzte, ich war unglaublich unsicher und habe auch an eine Trennung gedacht.

Ich kann dir nicht sagen woher die Zweifel kamen, evtl wurde ich unbewusst beeinflusst, sei es von Freunden oder dem Stress an der Uni, auf jeden Fall waren sie da und das nicht zu wenig.
Mein Freund hat das mitbekommen und war natürlich schockiert. Er liebt mich felsenfest und Zweifel hatte er nie, er fühlte sich verraten und betrogen, mir wurde vorgeworfen ich hätte die halbe Beziehung nur inszeniert.
Das war natürlich ein tiefer Schlag. Ich habe mich mit mir selbst auseinander gesetzt und gemerkt, dass ich häufig von Unsicherheiten geplagt bin. Häufig zweifle ich an mir selbst, an meinem Können oder eben an der ganzen Beziehung.
Das sind Dinge, die du in den Griff bekommen musst, so wie ich auch. Zweifel sind vollkommen normal!
Jeder hinterfragt ab einem gewissen Punkt, vor allem wenn die Verliebtheit "verflogen" ist, seine Beziehung und auch seine Gefühle!
Leider steigert man sich dann zu häufig zu sehr in die Situation hinein, dass man vor lauter Selbszweifel das eigentlich Wichtige aus den Augen verliert.
Du musst dir genau darüber klar werden : Was habe ich an meinem Partner? Es ist nicht alles selbstverständlich!
Liebe baut aufeinander auf, all diese Krisen die man zusammen oder auch alleine durchläuft sehe ich als Probe.

Ich bin weiterhin mit meinem Partner zusammen und arbeite an mir, um meine Einstellung grundlegend zu ändern.
Ich lasse Zweifel zu, jedoch lasse ich nicht zu, dass sie meine ganze Beziehung in Frage stellen, so wie das früher der Fall war.
Das du dir dessen bewusst geworden bist, ist der 1 Schritt.
An dir zu arbeiten ist jedoch so viel komplexer und wird viel Zeit in Anspruch nehmen.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen : Das war es mir allemal Wert!!!

Ich wünsche dir alles Gute!

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