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Hilfe Mein Freund ist depressiv und alles geht vor die Hunde

31. Januar 2013 um 12:09

Hallo alle Zusammen
Ich habe ein gewaltiges Problem und weiß nicht mehr weiter..
Mein Freund und ich sind seit 2 Jahren zusammen und waren vorher 10 Jahre lang beste Freunde. Eigentlich lieben wir uns sehr und führen eine harmonische Beziehung.

Leider ist mein Freund nach jahrelangem kaputtschuften für seine Firma in ein Burnout und dadurch in eine Depression gerutscht. Mitte 2012 war er in einem stationären Aufenthalt wegen der Depressionen und danach noch ein paar Wochen Tagesklinik.

Von da an ging alles bergab.. Er ist nichtmehr arbeiten gegangen, hat nun schlussendlich nach einem halben Jahr seinen Job endgültig gekündigt ( er war stellvertretender Vertiebsleiter im Groß und Einzelhandel )
Eigentlich wollte er sich was anderes suchen, doch nun bekomme ich nurnoch zu hören von ihm, das er sich nicht arbeitsfähig fühlt. Gut bis hierhin auch in Ordnung, doch er künmmert sich auch nicht um eine Therapie.. Nachdem er 3 Monate nachdem er aus der Tagesklinik entlassen war immernoch keinen Therapheuten gefunden hatte habe ich die Sache in die Hand genommen, da er aufgegeben hatte und behauptete, er kriegt keinen Therapeuten, sei nirgends etwas frei... So, habe ich mir gedacht, habe das Telefon in die Hand genommen und 2 STunden alle Therapeuten durchtelefoniert. 1 Woche später hatte er bereits einen Termin ...

Wenn ich ihn nicht "hintrete" geht er nicht hin .. Wenn ich nicht dabei bin um ihn aus der Tür zu bringen, geht er nicht hin ..

Ich musste ihm zeitweilig sogar sagen er möge sich bitte die Zähne putzen, da der Mungeruch mehr als wahrnehmbar ist ... mittlerweile muss ich ihn zumindest nicht mehr ans Zähneputzen erinnern, wohl aber ans duschen ... durch seine Medikamente ( Antidepressiva ) schwitzt er vermehrt und riecht so leider öfter mal nach Schweiß ..

Er lebt nurnoch in den Tag hinein und von ihm aus passiert nichts mehr ... ja, er räumt die Wohnung mit auf.. immerhin ... aber auch nur nach unzähligen Streits die wir deswegen hatten..

Und da kommen wir auch schon zu meinem Problem, ohne Streit geht garnichts mehr .. Ich muss ihn anbrüllen und ihm sagen wie sch**** er ist und das ich das und das nicht mehr ertrage und er es bitte bitte ändern muss.. Ich versuche es vorher immer in nett, dann mit Beispielen , dann versetze ich mich mit ihm zusammen in seine Situation, danach in gemeinsam in meine Situation ... Er sagt auch immer brav ja und amen, aber ändern tut sich nix.. Passieren tut immer nur was wenn ich schreie...

ZB sich beim Arbeitsamt zu melden ... wochenlange Streits... da geht es ja nicht nur drum nen neuen Job zu fiden,m sondern um Krankenversicherung , Miete und Existenz ...

Ich kann ihn nicht durchfüttern und auch die gemeinsame Miete kann ich nicht alleine tragen ..

Ich verlange auch garnicht von ihm das er sofort wieder arbeiten geht , aber ich erwarte von ihm das er sich um sich selbst kümmert und alles dafür tut was er kann wieder arbeitsfähig zu werden..

Wie kann ich ihn denn noch dazu bewegen was zu tun ?

Wir streiten uns immer häufiger und immer intensiver - und für die Beziehung ist das nicht sehr förderlich ..

Ich weiß keinen Rat mehr, und das letzte was ich will ist , die Beziehung aufzugeben und die gemeinsame Wohnung zu verlassen ..

Kann mir vielleicht jemand einen Tip geben, der soetwas vielleicht schon durch hat ?

Verzweifelte Grüße

Hausdrahe wider Willen

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31. Januar 2013 um 13:58

Großer Gott, da wäre ich......

.......schon lange weg!

Die Klinik hat wohl nicht den erwarteten Nutzen gebracht. Stell ihn vor die Wahl: erneute Klinik -ne gute!!- oder du packst deine Koffer.

Nimmt er eigtl. die Medikamente?

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31. Januar 2013 um 15:31

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Wenn er Antidepressiva nimmt, muss das doch ein Arzt sicher regelmäßig kontrollieren? Vielleicht ist die Dosis nicht in Ordnung oder das Medikament zeigt nicht die gewünschte Wirkung und er sollte ein anderes bekommen? Es scheint, als habe er das mit der Depression noch lange nicht überwunden.

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31. Januar 2013 um 16:46

Ja er nimmt seine Medis und nein, leider ist er...
...nicht regelmäßig beim Arzt um die Dosis zu überwachen. Eigentlich garnicht. Der Therapeut hat da nix mit zu tun, ist ja kein Psychater und nur die verschreiben auch Medikamente. Ist halt n Psychotherapeut

Sein Rezept holt er immer in der Klinik wenn die DInger alle sind. Bin ja schon froh das er die Beruhigungsmittel abgesetzt hat - denn da hätte nurnoch das Sabbern gefehlt.

Ich will ihn nicht einfach verlassen, das hilft ihm auch nicht und ich würde ihn ja auch nich einfach verlassen wenn er plötzlich eine andere Krankheit bekommt - organischen Ursprungs.
Nur ist meine Geduld und mein Verständnis langsam am Ende .. und es muss vorran gehen ..
Ein weiterer Klinikaufenthalt oder eine Kur um wieder Struktur zu lernen oder oder würde ich sehr begrüßen, er nicht er will nicht von Zuhause weg.
Ich habe schon versucht ihm klar zu machen das er wenn er so weiter macht kein Zuhause mehr hat , zumindest nicht mit mir und den Tieren , dann ist er wieder allein und das will er ja auch nicht aber ihnm ein Ultimatum zu stellen hat bisher auch nichts gebracht, denn er muss es ja für sich selbst und von sich aus wollen


An eine Selbshilfegruppe für Betroffene von Depressionserkrankten Menschen hatte ich noch garnicht gedacht ! Vielen Dank für den Hinweis !

Und vllt sollte ich auch mal um einen Termin bei seinem Therapheuten bitten ..

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