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Hilfe, ich bin soo verzweifelt...ich finde den "richtigen" Weg nicht

31. Oktober 2006 um 11:13

Hallo zusammen,

ich bin neu hier - was das schreiben anbelangt, aber gelesen habe ich schon sehr viel. Ich hoffe hier "Gehör" zu finden und "Reflexion" von Leuten, die ähnliche Erfahrungen machen und gemacht haben.

Also zu meiner aktuellen Situation: Ich bin seit 11 1/2 Jahren mit meinem Mann zusammen, bald 9 Jahre verheiratet, wir haben zwei Kinder 3 und 5 Jahre alt. Ich bin 30 und mein Mann 38. In unserer Ehe kriselt es eigentlich schon seit Jahren, aber wir haben "einfach immer weitergemacht". In diesem Frühjahr wurde es dann so schlimm, daß ich mir ernsthafte Gedanken zu unserer Beziehung gemacht habe und nicht mehr "einfach weitergemacht habe"...mir ist dann bewusst geworden, dass ich ihn nicht mehr liebe...ich hab' ihn noch gern, aber nicht als Liebespartner. Anfang Juni habe ich dann ein entsprechendes Gespräch mit ihm geführt (wiedermal)das ich Angst um die Zukunft unserer Beziehung habe und das sich viele Dinge ändern müssen, damit wir eine Zukunftschance haben, weil ich so nicht leben möchte. Geändert hat sich leider nichts, es gab kleine Ansätze was Unterstützung im Haushalt anbelangt ... aber sonst - Fehlanzeige! Ende Juli war es dann nach einer "besonderen Situation" soweit...ich habe mich "emotional" von ihm getrennt. Ich habe ihm gesagt, ich liebe Dich nicht mehr. Er ist aus allen wolken gefallen. Ich fühlte mich bestätigt, daß er mich jaherlang nicht wahrgenommen hat, hat er doch anscheinend vorher keines meiner "Gespräche" wahrgenommen. Eine räumliche Trennung ist für uns so schnell nicht möglich, wir bewohnen unser "eigenes" Reihenhäuschen und haben damit unseren finanziellen Rahmen ausgeschöpft. Aber ich habe ihm gleich gesagt, dass wir darauf hinanrbeiten müssen. Ich habe mich dann leider - oder glücklicherweise - auf einer Fahrt (ich wollte mit abstand vom alltag nochmal nachdenken...und habe dies auch sehr intensiv getan) in einen anderen sooo sehr verliebt. Ich war ausgehungert nach Liebe und habe sie bekommen ... ohne Sex. Er hat mich einfach nur im Arm gehalten, ohne mehr zu wollen...er war einfach da...für mich - alles das was ich jahrelang vermisst habe. Ich habe dann allerdings, obwohl ich meinem Mann nach meiner Rückkehr erzählt habe, dass ich mich so sehr verliebt habe, diese Beziehung beendet und wollte meiner Familie noch eine Chance geben. Mir zerreisst es mein Mutterherz, weil es meinen Kinder weh tun wird, wenn Mama und Papa nicht mehr miteinander leben können. Meine Kinder sind mein Leben und können eben halt dieses auch von mit haben. Ich kann mich und meine Wünsche, eben halt mein Leben, für meine Kinder "hintenanstellen", nur frage ich mich eben halt wieviel ich von mir aufgeben soll oder muss ohne ihnen damit zu schaden oder einen falschen Lebensweg aufzuzeigen. Naja der Versuch einer Chance hat damals nicht geklappt. Ich bin unter dem Druck gleich wieder die "liebende" Ehefrau sein zu müssen fast kaputt gegangen...und die neue Liebe zu verschliessen. Nach vier Tagen und einem Gespräch mit einem Therapeuten haben wir uns auf Trennung verständigt. Was dann passierte war der blanke Horror. Ich sag nur Terror, Psychoterror, Krieg.... Wenn ich da nicht die "Notbremse" gezogen hätte, dann hätte ein Richter über unsere Kinder entschieden.

Kurz dazu, was uns an diesen Punkt gebracht hat. Mein Mann hat mich allein gelassen, jahelang, mit den Kindern und aller Verantwortung...ach ja, arbeiten gehe ich auch noch. Er hat sich um nichts ausser um sich selbst und seinen PC gekümmert. Es sind soviele Sachen passiert...die kann ich nicht alle hier beschrieben. Nach jeder neuen Verletzung oder Enttäuschung habe ich oft im Keller an meiner Waschmaschine gesessen und geweint...meine Kinder sollten die Tränen nicht sehen und mein Mann wollte sie nicht sehen.

In der Phase der grossen Eskalation, hat mein Mann mir schriftlich mitgeteilt, dass die Kinder bei ihm bleiben in unserem Haus und das ich ja gehen kann. Ich werde niemals ohne meine Kinder gehen. Sicher ich könnte sie einfach nehmen und gehen...jedoch aufgrund seiner "Spionagemethoden" und verschiedener Drohungen kann ich das nicht. Ausserdem kann ich das auch meinen Kindern nicht antun...die zwei sind so klein und dann von heute auf morgen ein neues Zu Hause, das schadet ihnen bestimmt. Sie sollen wenn dann ihr neues Zu Hause "wachsen sehen". Also wieder "klein begegeben" und nun suchen wir wieder nach einem Weg für die Familie. Wir sind eine Paartherapie angefangen und hatten gestern die zweite Sitzung. Mein Mann beschwert sich nun, dass ich dort bestimmte Vorfälle angesprochen habe. Hallo!!! Wo denn, wenn nich da. Totschweigen, schlucken wie bisher...nein, das geht nicht. Ich breche unter diesem Druck bald zusammen. Soviele ungelöste Konflikte und Verletzungen...ich kann nicht mehr...wie lange dauert es noch, bis unsere Wege zusammen oder auseinander führen und nicht mehr nebeneinander her??? Die Frage ist...haben wir eine Chance oder nicht? Was ist richtig, was falsch. Darf ich als Mutter so egoistisch sein und "mein Leben" wiederhaben wollen...mit meinen Kindern? Darf ich dem Vater meiner Kinder so weh tun, dass er (selbst Scheidungskind) eventuell daran zerbricht? Soviele Fragen...

Ich bin übrigens ein absoluter Gefühlsmensch (habe oft beim schreiben dieses Textes geweint) und mein Mann ist sehr kalt. Er sperrt seine Gefühle ein. In dieser Ehe, Familie ist kein rechter Platz für Gefühl....

Der traurige Sonnenschein

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31. Oktober 2006 um 11:52

Zu faul und zu arrogant um den beitrag zu lesen,
aber reklame machen für dein eigenes forum. du bist doch echt nicht ganz sauber...

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31. Oktober 2006 um 14:13

Hallo kerzenschein,
ich meinte nicht dich. dazwischen stand noch 1andy1, dessen beitrag aber endlich entfernt wurde.

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31. Oktober 2006 um 18:38

Auch ich kenne das ...
habe auch die letzen drei Jahre unser 20-jährigen Beziehung einfach nur noch, der Kinder zu liebe und weil man sich ja doch noch irgendwie mag, duchgehalten. Das letzte Jahr so wie du auch verliebt in einen anderen. Ich war auch so ausgehungert und verletzt. Die neue Liebe tat so gut. Und ich habe anfänglich auch geglaubt, dass ich meine Ehe so vielleicht retten kann. Ich war auf einmal wieder gut drauf, hatte unendlich Energie, die mir und meiner Familie zu gute kam. Davor war ich einfach nur noch unglücklich.
Jedoch habe ich mich so verstrickt in Lügen und schlechtem Gewissen meinem Mann gegenüber, dass ich irgendwann nicht mehr konnte und es mir total schlecht ging. Ich bin dann alleine zu einer Familientherapeutin gegangen. Das hat mir sehr geholfen, den (meinen) richtigen Weg zu finden. Ich trenne mich gerade von meinem Mann. In 3 Wochen zieht er aus. Ich bleibe mit den Kindern im gemeinsamen Haus. Alles läuft jetzt relativ friedlich, aber es ist hart und sehr traurig. Mit meiner neuen Liebe habe ich eine Pause verabredet, bis ich den Kopf für ihn frei habe. Ich hoffe er wartet, wenn nicht dann nicht. Ich denke jetzt endlich mal nur an mich. Das war lange überfällig.
Vor drei Jahren wollte ich mich das erste mal trennen, da hat mein Mann auch total un kooperativ reagiert und die Augen vor der Realität verschlossen. Eigentlich waren wir da schonn am Ende. Aber er hat sehr viel mehr Zeit als ich gebraucht, dieses zu erkennen. Paartherapie war für ihn auch keine Alternative damals. Jetzt wollte er eine machen, aber jetzt ist es zu spät.
Ich glaube, unsere Situatuionen sind relativ ähnlich. Ich kann dir nur raten:
Denke an dich! Daran das es dir gut geht. Ich bin absolut der Meinung für seine Beziehung zu kämpfen und auch auszuhalten. Das hast du getan. Auch jetzt mit der Paartherapie wieder. Du kämpfst in dem du über alles redest, was ja auch nicht so leicht ist. Er ist sauer, weil du alles erzählst. Also tut mir leid, was so denn das?!
Und überlege dir mal, ob es den Kindern wirklich gut geht, mit Eltern die unglücklich sind. Seit dem wir in der Trennung sind, bin ich wie befreit. Klar weine ich auch, aber trotzdem geht es mir besser als in den 3 Jahren in den sich nichts bewegte und ich einfach nur noch unglücklich war.

Ich wünsche dir viel Kraft und die richtige Entscheidung!!!

Liebe Grüße


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3. November 2006 um 18:18

Hallo kerzenschein!

hallo kerzenschein!
schön mal wieder von dir zu lesen.

jetzt erst erkenne ich den wert einer therapie. man kann lernen miteinander zu reden!

somit werde ich es als tipp anfügen, wenn mal wieder bedarf herrscht.

ich bin nämlich absolut davon überzeugt, dass man über den weg der gelungenen kommunikation sehr viel lösen kann in der partnerschaft.

ich selbst hab mich ausbilden lassen (bezüglich kommunikation) und davon haben mein mann und ich sehr profitiert.

aber jeder kann das eben nicht.

und somit verstehe ich wie erwähnt den wert der therapie.

zu lernen miteinander zu sprechen.

ansonsten sonneschein, es gibt immer einen weg! und man kann ihn nur schritt für schritt gehen.

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3. November 2006 um 18:56

Finde raus,was für Dich und die Kinder am besten ist ...
leb und genieß Dein Leben,mit den Kindern !!! Mir gings ähnlich !!! Kind,Haus,Garten,Vollzeitjob(Schichtarbeit!!!),...-und er ??? Fing an rumzuzicken,...hab keine Gefühle mehr für Dich,bla,bla... !!! Letztendlich stellte sich raus,...eine andere im Soiel... !!!
Gut ,ist ne andere Sache,aber was ich damit sagen möchte,auch ich habe in letzter Zeit gemerkt,wie ausgehungert ich nach Liebe war !!! Nur mal so in den Arm nehmen,oder kuscheln,man hat mir das gefehlt !!! Hab alles jahrelang geduldet,dachte es muß halt so sein !!! Wie oft habe ich nachts im Bett gelegen und geheult,er wollte es anscheinend nicht hören !!! Er hat sich auch ständig nur um sich gekümmert,alles andere war zweitrangig !!! Und zu guter Letzt nur Vorwürfe von ihm !!! Letztendlich bin ich soooo froh,daß es so gekommen ist !!! Wäre verkümmert in meiner Ehe, weil ich halt immer nur an ihn und seine Bedürfnisse gedacht habe !!!
Also,denk jetzt an Dich und das,was Dir guttut !!! MIT Deinen KINDERN !!! Klar ist es schwer,für die kleinen Süßen,aber sie leiden mit und merken,wenns Dir nicht gut geht !!! Ich wünsch Dir ganz viel Kraft !!!

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3. November 2006 um 19:00

Eine lange antwort.. auf ein langes posting


liebe sonnenschein!

ich möchte dir antworten.
ich bin sehr selten in diesem forum.
und ich möchte dir nicht nur nettes schreiben.
ich möchte dir sehr direkt schreiben und dir auch ein wenig auf die füße treten.

angenehmer für dich wäre es sicher, ich wäre einfach 'nett' und hätte verständnis....

aber da wäre mir auch ein wenig 'leid um die zeit'.

ich möchte die kurze zeit, die ich hier bin nützen.

also:
****In unserer Ehe kriselt es eigentlich schon seit Jahren, aber wir haben "einfach immer weitergemacht".****

wenn du schreibst, es kriselte, heisst das für mich nur, es hätte etwas aufgearbeitet gehört. das habt ihr aber nicht gemacht, sondern habt 'weitergewurschtelt'. das geht dann wieder eine weile. erst wenn man es wirklich bearbeitet, ruht es.

****In diesem Frühjahr wurde es dann so schlimm, daß ich mir ernsthafte Gedanken zu unserer Beziehung gemacht habe und nicht mehr "einfach weitergemacht habe"...mir ist dann bewusst geworden, dass ich ihn nicht mehr liebe...ich hab' ihn noch gern, aber nicht als Liebespartner.****

es ist nett, dass DU dir ernsthaft gedanken gemacht hast (ist bestimmt auch ein erster wichtiger schritt), aber sich selbst ernsthaft gedanken machen UND diese auszusprechen dem partner gegenüber und somit die chance zur richtigen bearbeitung zu geben, ist ein großer unterschied.
und dass du dich blockiert fühlst, ihn als liebespartner anzunehmen, da nicht alles klar ist zwischen euch, ist nur verständlich. das heisst aber keinesfalls, dass er es nicht wieder werden kann.

ich finde es ganz toll, dass man irgendwann nicht mehr bereit ist, nicht wirklich sex zu haben, wenn man es gar nicht will. damit beginnt die große chance zu aufrichtiger, wunderschöner, ehrlicher partnerschaft.

****Anfang Juni habe ich dann ein entsprechendes Gespräch mit ihm geführt (wiedermal)das ich Angst um die Zukunft unserer Beziehung habe und das sich viele Dinge ändern müssen, damit wir eine Zukunftschance haben, weil ich so nicht leben möchte. Geändert hat sich leider nichts, es gab kleine Ansätze was Unterstützung im Haushalt anbelangt ... aber sonst - Fehlanzeige! Ende Juli war es dann nach einer "besonderen Situation" soweit...ich habe mich "emotional" von ihm getrennt. Ich habe ihm gesagt, ich liebe Dich nicht mehr. Er ist aus allen wolken gefallen. Ich fühlte mich bestätigt, daß er mich jaherlang nicht wahrgenommen hat, hat er doch anscheinend vorher keines meiner "Gespräche" wahrgenommen.****

ach, meine liebe, du ziehst schlüsse.. und schreibst daraus einen ganzen roman.

was ist so fürchterlich daran, dass er das anliegen deiner gespräche nicht wirklich wahrgenommen hat?

mir ging es auch ähnlich. ich wurde sensibler und sensibler. damit stieg auch meine wahrnehmung und mir wurde besonders bewusst, wie oft mein mann 'nicht da' war. es hatten sich gewohnheiten eingeschlichen wie: zeitung lesen, fern sehen, radio hören..... und zwischendrin irgendwo ich?? nö!! aber von einem tag auf den anderen eine änderung zu verlangen??!! das spielt es nunmal nicht. somit mache ich ihn inzwischen immer wieder darauf aufmerksam: "möchtest du jetzt zeitung lesen oder schenkst du mir deine aufmerksamkeit?" ..

du schreibst, dass er dich jahrelang nicht wahrgenommen hat. hmm.. zusätzlich nehme ich auch noch an, dass er sich selbst jahrelang nicht wahrgenommen hat.

grundsätzlich denke ich, dass sich im letzten jahr sehr viel in deinem!! hirnkastl abgespielt hat und dass du ihm tatsächlich zu wenig die chance gegeben hast, daran teilzunehmen.

ich kenne sie, all die einwände: "er hätte es doch merken müssen!" usw.

das was du mit dem anderen erlebt hast, zeigt mir, dass du beim anderen deine!!! liebe wieder zulassen konntest. du hattest keine angst DICH zu verlieren.
da du dich bei deinem mann um deine bedürfnisse betrogen fühlst, machst du bei ihm dicht.


****Er hat mich einfach nur im Arm gehalten, ohne mehr zu wollen...er war einfach da...für mich - alles das was ich jahrelang vermisst habe.****

nun weisst du ja, was du vermisst hast und kannst es in deine ehe integrieren. vor allem aber kannst du es dir selbst erfüllen.

****Ich habe dann allerdings, obwohl ich meinem Mann nach meiner Rückkehr erzählt habe, dass ich mich so sehr verliebt habe, diese Beziehung beendet und wollte meiner Familie noch eine Chance geben.****

ich wünsche dir sehr, dass dein mann die chance erkennt. ihr habt jetzt verletztung pur! ihr erkennt die absolutheit! die ehe ist nicht geschenkt. wir dürfen daran arbeiten!
und noch etwas habe ich aus meiner krise gelernt: mein mann und ich haben kein recht aufeinander!

wann immer man als paar versucht sich zu manipulieren, vom anderen etwas zu erwarten.. ist es nicht der weg der letztendlich glücklich macht.

****Mir zerreisst es mein Mutterherz, weil es meinen Kinder weh tun wird, wenn Mama und Papa nicht mehr miteinander leben können.****

ging mir auch so. ein satz meines sohnes reichte und ich erkannte "das kann ich nicht durchziehen!"
heute bin ich dankbar, denn aus dem gefühl "ich muss zurück in die hölle", durfte ich mich entwickeln.

ich darf von mir heute (nach 4 monaten) sagen: ich bin eine glückliche ehefrau! und es ist wirklich wunderschön.

und weisst du, wer sich in erster linie verändert hat?

ich!!!!! ich habe meinen selbstwert gestärkt. ich hatte auch einen liebhaber. alles was ich bei ihm erfüllt bekam, habe ich gelernt mir selbst zu erfüllen.

da ich am ende dieser liebe in ein tiefes loch fiel, war es ein schutzmechanismus meinerseits, dass es mir wichtig war, mich für die zukunft zu stärken. ich wollte mich nicht mehr verlieben.

jetzt kann ich diese liebe meinem mann schenken.

und wenn sich unsere männer geliebt fühlen (ohne manipulation, ohne forderungen), wandeln sie sich.

****Ich kann mich und meine Wünsche, eben halt mein Leben, für meine Kinder "hintenanstellen", nur frage ich mich eben halt wieviel ich von mir aufgeben soll oder muss ohne ihnen damit zu schaden oder einen falschen Lebensweg aufzuzeigen.****

du hast eine 'sackgassenvorstellung', wenn du meinst du müsstest dich opfern, damit deine ehe bestehen bleibt.

unsere lieben wollen keine opfer!!! davon bin ich überzeugt.
weder unsere kinder (lieber ein paar stunden mehr pro woche abwesend sein, um frau zu sein - fitnesscenter? weiterbildung? kaffeekränzchen? ein job?) und 'täter' sein.... als ihnen immer wieder unbewusst das gefühl zu geben, für sie eine opfergabe zu bringen. grauenhaft die vorstellung!

und unsere männer?
ich gestehe es war am anfang ungewohnt, als ich dates machte. mit wem? mit mir!! ich und ich gingen zu konzerten. zu vorträgen.
ich hatte regelrecht ein schlechtes gewissen als ich mich mit hübscher unterwäsche und outfit stylte.
inzwischen ist es 'normal'. auch für meinen mann. ich erkläre ihm immer, dass ich auch lieber bei ihm zuhause wäre, aber es müsse sein! weil es wichtig ist, dass ich auch frau bleibe.

****Also wieder "klein begegeben" und nun suchen wir wieder nach einem Weg für die Familie.****

hmm.. der absatz davor war heftig. und er war eine notsituation! ich würde es an deiner stelle nicht als 'normalen alltag' ansehen.

in diesem absatz hast du auch erwähnt, wie du die jahre davor gehandelt hast.
weisst du, ich frage mich oft, wenn ich von schicksalen diverser menschen höre,

wie muss man es anstellen, dass es einem so geht wie dieser person?????

daraus ergeben sich antworten, die aufzeigen, dass es sehr wohl in deiner hand liegt, wie dein alltag aussieht.

sicher vielleicht wäre es einfacher, du würdest neu beginnen. vielleicht hättest du glück und dein nächster partner wäre so liebevoll, so verständnisvoll usw. wie du es dir wünscht???!!
was aber wenn nicht? was wenn DU durch DEIN verhalten wieder ähnliche handlungen in deinem partner auslöst??!!

lerne also an dir zu arbeiten. mache dich stark. stärke deinen selbstwert.. und ich verspreche dir, dein weg wird sich zeigen (ich denke es ist HEUTE nicht wichtig zu wissen, ob du mit deinem mann verheiratet bleibst oder nicht)

****Wir sind eine Paartherapie angefangen und hatten gestern die zweite Sitzung. Mein Mann beschwert sich nun, dass ich dort bestimmte Vorfälle angesprochen habe.****

liebe sonnenschein! nimm ihn ernst.
er sagt, dass es für ihn unangenehm ist, dass du bestimmte vorfälle angesprochen hast?
frag ihn: "wie möchtest du denn in zukunft, das wir uns bei den therapiesitzungen verhalten? was ist so unangenehm für dich daran?"

erwarte dir auf die zweite frage keine 'aufrichtige' antwort. derzeit seid ihr euch nicht so nahe, dass dein mann dir auch seine ängste mitteilen wird.

aber wenn es irgendwann wieder sein darf... mhm.. schön! das ist dann wieder wirkliche nähe.

dabei fällt mir ein. DU könntest doch damit beginnen. erzähle ihm von DIR. mach ihm keine vorwürfe. sondern lass ihn wissen, wie es dir geht. einfach so. immer wieder mal.

****Totschweigen, schlucken wie bisher...nein, das geht nicht.****

das zeigt einfach, dass die kommunikation nicht fließen kann. ich wünsche euch sehr, dass die therapie 'das reden' hinkriegt. ähnlich wie es kerzenschein1 beschrieben hat. einfach, dass man mal lernt miteinander zu reden.

****Soviele ungelöste Konflikte und Verletzungen...****

ja, das glaube ich dir gerne.
da steht ein rieeeessenngroßer berg vor der. keine kraft und kein mut daraufzuklettern. zumal dir ja nicht klar ist, "wofür eigentlich".
wenn du wüsstest wie gut es mir jetzt mit meinem mann geht!! das ist den aufwand auf alle fälle wert.

liebe sonnenschein!
schnapp dir ein tagebuch.
zerpflücke den berg.
nimm immer nur eine konfliktsituation.
schreibe sie genauestens auf.
und zwar ganz wichtig auf handlungsebene.
was das heisst?

denk wieder an die formulierung von vorhin.
wäre ich an deiner stelle und stell dir vielleicht zusätzlich vor, ich wäre vom mars,

was genau müsste ICH machen, damit es mir so ginge wie dir in derselben situation.

beschreibe es ganz genau.

eine gebrauchsanleitung im unglücklichsein quasi.

und wenn du dir dann alles schriftlich gegeben hast:

dann mach dich auf die suche nach einer lösung.

an welcher stelle müsstest du anders reagieren, damit die situation eine wende nimmt.

****Die Frage ist...haben wir eine Chance oder nicht?****

kannst du es zulassen, dass ihr eine chance habt?

wenn du den satz aufschreibst

ich, sonnenschein, liebe meinen mann.
(und zwar 10x)..

dann notiere dir auf der gegenüberliegenden seite, die vielen, vielen gegenstimmen, die du in dir trägst.
saboteure, die ernst genommen werden wollen.

schau dir satz für satz an.
(die technik ginge noch weiter... ich belass es mal dabei)

****Was ist richtig, was falsch.****

ich hatte in diesem zeitraum so viele wahrheiten IN mir, dass ich wirklich selbst darüber erstaunt bin!
inzwischen lautet die antwort für mich:
es gibt kein richtig oder falsch.
es gibt nur die bewusste entscheidung: so will ich es sehen!

****Darf ich als Mutter so egoistisch sein und "mein Leben" wiederhaben wollen...****

solange du daran glaubst, irgendjemand kann dir dein leben 'wegnehmen', erkennst du noch nicht DEINEN handlungspielraum

du bist, was du zulässt.

wenn du es zulässt, dass du dich zum opfer machst, wirst du es auch bekommen.

****Ich bin übrigens ein absoluter Gefühlsmensch (habe oft beim schreiben dieses Textes geweint) und mein Mann ist sehr kalt. Er sperrt seine Gefühle ein.****

liebe sonnenschein! das zeigt eure chancen auf. ihr könnt viel voneinander profitieren.
und, dass dein mann jetzt dichtmacht??!! es ist eine notsituation, er kann sich jetzt nicht fallenlassen.
fallenlassen wird er sich irgendwann, wenn du ihm im arm hälst (so wie es dieser mann mit dir gemacht hat).. und ihn wissen lässt, dass du für ihn da bist.

****In dieser Ehe, Familie ist kein rechter Platz für Gefühl....****

ich editiere: in dieser ehe, familie ist NOCH kein rechter platz für gefühl...

****Der traurige Sonnenschein..****

ich finde es sehr schön, dass du den nick sonnenschein gewählt hast,
schließlich hätte es ja auch sonnenfinsternis sein können.

von herzen alles liebe für dich! h.

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