Forum / Liebe & Beziehung

Hilfe: Freund ü30 wohnt immer noch bei Mutti

Letzte Nachricht: 19:25
Y
yeneberg
Gestern um 0:05

Hallo. Ich bin mit meinem Freund seit mehreren Jahren zusammen und führen eine Fernbeziehung. Ich hatte zeitweise in seiner Heimat gelebt, bin aber arbeits- und familiärbedingt wieder in meine alte Heimat gezogen. Ich hatte in der Vergangenheit mehrfach das Thema zusammenleben andiskutiert, bin allerdings stets auf taube Ohren gestoßen. Ich hatte sogar einen Schlussstrich ausgesprochen und er weinte bitterlich und gelobte Besserung. Nichtsdestotrotz bin ich mir darüber im Klaren, dass Veränderungen nicht von heute auf morgen herbeigeführt werden. Was man noch dazu sagen muss, er lebt seit jeher bei seiner Mutter und gibt sich kaum Mühe an der Wohnsituation was zu ändern. Jede Gelegenheit ihn zu motivieren endet jedes Mal mit "Bitte hilf mir bei der Wohnungssuche". Er zeigt ein wenig Engagement, aber in meinen Augen fehlt der Wille und es kränkt mich derart und frage mich was noch tun soll. Ich selbst wohne seit meinem 19. Lebensjahr mal mehr oder weniger alleine, aber ich bin selbstständig. All das fehlt ihm. Kaum Selbstentwicklung, Abnabelung und die nötige Esprit das eigene Leben in die eigene Hand zu nehmen fehlt absolut und ich bin dermaßen mit meinem Latein am Ende. Gibt es für solche Typen überhaupt Hoffnung, geschweige kann so eine Beziehung überleben?

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D
det92
Gestern um 14:26

Dein Problem ist eher das jahrelange Festhalten an der Fernbeziehung. 😐 Weniger der Wohnsitz deines Freundes. Die Wohnungspolitik der Merkeljahre bedingt einfach, dass der Immobiliemarkt überhitzt ist. Da gibts manchmal solche Konstellationen...

 Wieviele km sinds denn ? Meiner Meinung nach machen Fernbeziehungen nur dann Sinn, wenn eine Perspektive da ist, dass die Konstellation nicht auf Dauer ist. Zum Beispiel ein Studium, welches noch ein halbes Jahr läuft. Oder die Rückkehr in die Heimat.

Über Jahre an getrennten Orten ist gar nicht gut. Wie soll eine Beziehung wachsen, bei so großer räumlicher Trennung ? Wie soll man bei einer Wochenendbeziehung wirklich die Stärken und Schwächen des Partners kennenlernen ?

Du willst nicht umziehen, bist wieder zurück gegangen. Er wird seine Heimatstadt nicht verlassen, wegen der Bindung zur Mutter. 

Einziger Ausweg wäre, dass du ihn nict ermunterst eine eigene Wohnung zu suchen, sondern das ihr zusammenzieht. An einen Ort in der Mitte. Das wird für dich die ersten Jahre eine schwere Pein werden, aber es könnte eure Beziehung auch wachsen lassen auf das nächste Level.

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Y
yeneberg
19:25
In Antwort auf det92

Dein Problem ist eher das jahrelange Festhalten an der Fernbeziehung. 😐 Weniger der Wohnsitz deines Freundes. Die Wohnungspolitik der Merkeljahre bedingt einfach, dass der Immobiliemarkt überhitzt ist. Da gibts manchmal solche Konstellationen...

 Wieviele km sinds denn ? Meiner Meinung nach machen Fernbeziehungen nur dann Sinn, wenn eine Perspektive da ist, dass die Konstellation nicht auf Dauer ist. Zum Beispiel ein Studium, welches noch ein halbes Jahr läuft. Oder die Rückkehr in die Heimat.

Über Jahre an getrennten Orten ist gar nicht gut. Wie soll eine Beziehung wachsen, bei so großer räumlicher Trennung ? Wie soll man bei einer Wochenendbeziehung wirklich die Stärken und Schwächen des Partners kennenlernen ?

Du willst nicht umziehen, bist wieder zurück gegangen. Er wird seine Heimatstadt nicht verlassen, wegen der Bindung zur Mutter. 

Einziger Ausweg wäre, dass du ihn nict ermunterst eine eigene Wohnung zu suchen, sondern das ihr zusammenzieht. An einen Ort in der Mitte. Das wird für dich die ersten Jahre eine schwere Pein werden, aber es könnte eure Beziehung auch wachsen lassen auf das nächste Level.

Hallo. Uns trennen ca. 700 km und mit der Fernbeziehung selbst haben wir kein Problem, weil wir das auch vorher hatten. Der damalige Umzug in seine Heimat und das Zusammenleben wurde leider überschattet durch die Mutter.. Ich dachte mit meinem Weggang würde ihm das Zusammenleben fehlen oder ihm wäre klar geworden, was wir für eine tolle gemeinsame Zeit wir als Paar erleben konnten - an meinem Ort zu sein.

Was mich jedoch am allermeisten ärgert ist, dass er nichts aus sich selbst macht, sich überhaupt nicht darum bemüht eine eigene Bleibe zu suchen, sich abzunabeln und einfach mal an sich selbst arbeitet oder über Zukunftspläne spricht. Ich hab das Gefühl, er hat das nie wertgeschätzt, dass ich damals meine Heimat für ihn aufgegeben habe für eine Ausbildung. Wäre ich damals nicht hingezeogen, wäre das weiterhin eine reine Fernbeziehung geblieben.

Ich bin mittlerweile an einem Punkt angelangt, in der ich einfach keine Kraft und allmählich keinen Sinn mehr sehe. Aus nach dem ausgesprochenen Schlussstrich sehe ich gar keine Verbesserungen, sondern höre weiterhin nur Ausreden. Ob er tatsächlich an sich arbeitet und was für sich tut kann ich nicht sehen, darum weiß ich einfach nicht was ich tun soll.

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