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Hilfe, Freund mit Kinderwunsch, was tun?

26. Mai um 23:30

Also...Das Thema wird sehr persönlich sein, das ich hier anspreche. Deshalb wird es sehr subjektiv sein und aus meiner Sichtweise erzählt werden. Es gibt viele Frauen, die anders über solche Themen nachdenken und das bestimmt nicht nachvollziehen können. Deshalb bitte ich Verständnis und Einfühlsamkeit zu zeigen.

Mein Fall ist eben der, dass ich mit jemanden schon Monate zusammen bin, der wirklich ein guter Partner ist. Verständnisvoll, verantwortungsbewusst, tolerant, liebenswürdig, witzig und intelligent. Das einzige Manko an der Beziehung ist jedoch, dass er um jeden Preis mindestens ein eigenes Kind haben möchte. Das stellt nun eine Art Konflikt zwischen uns dar, weil ich absolut dagegen bin, mich fortzupflanzen aus verschiedenen Gründen heraus, die ich gleich aufzeigen werde. Jedenfalls weicht er überhaupt nicht von seiner Position ab. Geht ja nichtmals drauf ein, wenn ich ihm als Kompromiss vorschlage, dass man doch ein älteres Kind aus dem Heim adoptieren könnte...Es ging ja schon so weit, dass er mal gemeint hat, ob ich denn "ihm zuliebe" ein eigenes Kind bekommen würde, was ich sehr schwierig finde. Man bekommt ja nicht einfach so ein Kind für den Partner wegen der "Regetting Motherhood-Geschichten" etc, wie ich mir so dabei denke. Man sollte jedenfalls nicht blauäugig Kinder bekommen wegen solchen Berichten. Besonders, wenn eher einen "Anti-Kinderwunsch" verspürt...

Nun mehr zu den Gründen, wieso ich mich bereits mit 21 Jahren(jetzt bin ich 23)gegen eigene Kinder entschieden habe:
1. Meine eigene schwere Kindheit mit einem unterkühlten Vater und abwesende Mutter
2. Meine eigenen psychischen Erkrankungen wegen meiner dunklen Vergangenheit, wie Borderline und Depression(diese Launenhaftigkeit will ich einfach keinem Kind antun)
3. Mangelndes Interesse und Empathie für Babies, Kleinkinder und Kinder generell(mit Teenagern komme ich wesentlich besser zurecht, deshalb dachte ich über mögliche Adoption eines älteren Kindes nach von 12,13,14)
4. Eigener Idealismus:
-viele unglückliche Kinder in Heimen; ältere Kinder werden meist nicht mehr adoptiert, weil alle nur jüngere wollen
-kein Bock ein Wesen zum empfindungsfähigen Leben zu verdammen und damit die Möglichkeit offenhalten, eine düstere Existenz zu fristen(quasi Gott spielen)
-eigener innerer Antrieb, was für Tierschutz und Menschenrechte, insbesondere Frauenrechte, zu machen
-mit der gesellschaftlichen Norm brechen, dass Frauen doch nur vollständig seien, wenn sie Mütter werden
-Klimawandel/Überbevölkerung eindämmen direkt im kleinen Rahmen
5. Wirtschaftliche Verhältnisse, da ich zwei Studiengänge angefangen und nicht abgeschlossen habe und erst mit 23 eine Ausbildung anfangen werde, dementsprechend habe ich nicht sonderlich viel Geld momentan zur Verfügung; Rente wird mieser aussehen, wenn ich aus dem Berufsleben aussteige für Kinder...
6. Beruflicher Ehrgeiz(wenn ich erst so spät arbeiten gehe mit frühestens 26, möchte ich ja auch was erreichen)
7. Andere, sehr weit entfernte Länder ansehen können von dem Geld, das man sich spart, wenn man kein Kind bekommt
8. Künstlerische Interessen besser verfolgen können, wie Zeichnen, Singen und Schreiben(in diesen Fächern bin ich wirklich sehr gut geworden und würde das nicht gern opfern, um meinen Partner glücklich zu machen)
9. Sportliche Aktivitäten und Erfolge, wie Marathon schaffen(gesundheitlich ist man halt schon vorbelastet, wenn man Kinder bekommen hat und kann nicht mehr 100% leisten)
10. Keine Lust auf einen Tagesrhythmus, bei dem man nur lebt, um zu arbeiten und fürs Kind da zu sein(moderne Sklaverei)
11. Keine finanziellen Einbußen haben(ich war schon mal sehr arm und will das nicht wieder sein)
12. Abhängigkeit vom Partner(er will nicht aussetzen mit der Arbeit, sondern ist karriereorientiert)
13. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind Fleischesser würden, obwohl ich Vegetarier bin
14. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind ihrerseits zu viele Kinder bekommen und damit die Umwelt massiv belasten oder auf der Tasche des Sozialstaats liegen könnten
15. Schlechtere Chancen bei möglicher weiterer Partnersuche, falls man schon Mutter geworden ist(traurig, aber wahr...)
16. Narzissmus von wegen "Meine Gene sind die besten...blablabla"
17. Burnout aufgrund angeborener Hochsensibilität, weil ich deshalb sehr anfällig auf Lärm, viele Menschen, Stress und Hektik reagiere(deshalb habe ich die beiden Studiengänge nicht geschafft...)
18. Die Möglichkeit, dass mir mein Kind irgendwann in der Pubertät immer die Schuld gibt und mein späteres Leben ruiniert
19. Die Möglichkeit, dass mein Kind meine psychischen Erkrankungen erben und somit ein eher mieses Leben führen könnte
20. Schmerzen bei der Geburt und die Nachfolgeprobleme mit dem Körper
21. Entfremdung im eigenen Körper spüren, wenn da was in einem wächst(kommt mir tatsächlich ein bisschen vor, wie aus Alien)

Die einzigen Gründe, die pro Kinder/Kind wären, wären für mich folgende:

1. Der Familienname wird weitergegeben
2. Meine Gene sterben nicht aus(bin Einzelkind)
3. Kind würde gebildeter sein, als die regulären, heutigen Kinder und dann ein Lichtblick für die Zukunft sein können

Da ich aber dagegen bin, meine Kinder dazu zu instrumentalisieren, eine bessere Zukunft zu erschaffen, fallen mir nicht viele Gründe für Kinder ein. Dementsprechend hege ich eher einen "Kinder-Nicht-Haben-Wollen-Wunsch". Das Argument mit der "Liebe" habe ich bereits für mich rausgestrichen, da ich schon keine Kinder aus meiner eigenen Familie richtig lieben kann. Ist ja mehr zufällig, das Ergebnis... "Richtige Liebe", finde ich, erfährt man fast nur über ausgesuchte Freunde, Partner und überaus dankbare Tiere oder Erwachsene, die wissen, was Dankbarkeit ist.

Das einzige Argument, was mein Freund für Kinder bisher gebracht hat, war folgendes:
"Wenn man ein Kind hat, besitzt man wirklich etwas auf der Welt..."
Dieses befand ich allerdings als sehr irrational, da man ja einen Menschen nicht wirklich besitzen kann und er damit sein Kind als Besitz ansieht, was eher ein Gegenargument gegen ein Kind wäre. Das hat er anscheinend dann nicht wirklich begriffen. xD

Momentan überlege ich die ganze Zeit, wie ich ihn vom Kinderwunsch abbringen könnte, da ich ihn wirklich sehr gern mag. Wenn er aber nicht davon abweichen sollte und mich in ein paar Jahren immer stärker damit nervt, würde ich die Beziehung irgendwann beenden wollen(mein Traummann will nämlich ebenfalls keine Kinder). Ich hoffe ja noch, dass er zur Besinnung kommt und das Ganze mal etwas rationaler sieht. Dass er einmal sieht, wie sehr Kinder ins eigene Leben eingreifen. Zum einen er bereits ziemlich streng mit den Kindern seiner Schwester umgeht. So würde er die imaginären Kinder in einem Zufalls-Szenario eher autoritär erziehen wollen, was ich wiederum wegen meines Idealismus nicht wollen würde. Ich würde wollen, dass meine imaginären Kinder mitfühlende, originale Personen sein sollen und keine passiv-aggressiven Befehlsempfänger.

Okay, das war jetzt sehr lang und sehr nüchtern beschrieben. xD Das ist eben meine Art Entscheidungen zu treffen.^^


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26. Mai um 23:48

Ich hab mir nicht alle deine Gründe durch gelesen, weil ich sie teilweise etwas abwegig fand und es ja auch völlig egal ist warum du keine Kinder bekommen willst. Fakt ist: du willst keine, er schon. Beides ist in Ordnung aber nicht miteinander vereinbar und egal wer von euch nachgibt, wird es eventuell eines Tages bitter bereuen. Also sucht euch, so weh das tut, partner, die mit euch in diesem wichtigen Punkt kompatibel sind. 

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27. Mai um 5:56

Mal davon abgesehen dass man mit Borderline und Depressionen, keine Kinder adoptieren kann und auch nicht sollte, da das allein schon für stabile, gesunde Menschen eine Herausforderung ist.

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27. Mai um 6:01
In Antwort auf user4180

Also...Das Thema wird sehr persönlich sein, das ich hier anspreche. Deshalb wird es sehr subjektiv sein und aus meiner Sichtweise erzählt werden. Es gibt viele Frauen, die anders über solche Themen nachdenken und das bestimmt nicht nachvollziehen können. Deshalb bitte ich Verständnis und Einfühlsamkeit zu zeigen.  

Mein Fall ist eben der, dass ich mit jemanden schon Monate zusammen bin, der wirklich ein guter Partner ist. Verständnisvoll, verantwortungsbewusst, tolerant, liebenswürdig, witzig und intelligent. Das einzige Manko an der Beziehung ist jedoch, dass er um jeden Preis mindestens ein eigenes Kind haben möchte. Das stellt nun eine Art Konflikt zwischen uns dar, weil ich absolut dagegen bin, mich fortzupflanzen aus verschiedenen Gründen heraus, die ich gleich aufzeigen werde. Jedenfalls weicht er überhaupt nicht von seiner Position ab. Geht ja nichtmals drauf ein, wenn ich ihm als Kompromiss vorschlage, dass man doch ein älteres Kind aus dem Heim adoptieren könnte...Es ging ja schon so weit, dass er mal gemeint hat, ob ich denn "ihm zuliebe" ein eigenes Kind bekommen würde, was ich sehr schwierig finde. Man bekommt ja nicht einfach so ein Kind für den Partner wegen der "Regetting Motherhood-Geschichten" etc, wie ich mir so dabei denke. Man sollte jedenfalls nicht blauäugig Kinder bekommen wegen solchen Berichten. Besonders, wenn eher einen "Anti-Kinderwunsch" verspürt...

Nun mehr zu den Gründen, wieso ich mich bereits mit 21 Jahren(jetzt bin ich 23)gegen eigene Kinder entschieden habe: 
1. Meine eigene schwere Kindheit mit einem unterkühlten Vater und abwesende Mutter
2. Meine eigenen psychischen Erkrankungen wegen meiner dunklen Vergangenheit, wie Borderline und Depression(diese Launenhaftigkeit will ich einfach keinem Kind antun)
3. Mangelndes Interesse und Empathie für Babies, Kleinkinder und Kinder generell(mit Teenagern komme ich wesentlich besser zurecht, deshalb dachte ich über mögliche Adoption eines älteren Kindes nach von 12,13,14)
4. Eigener Idealismus: 
-viele unglückliche Kinder in Heimen; ältere Kinder werden meist nicht mehr adoptiert, weil alle nur jüngere wollen
-kein Bock ein Wesen zum empfindungsfähigen Leben zu verdammen und damit die Möglichkeit offenhalten, eine düstere Existenz zu fristen(quasi Gott spielen)
-eigener innerer Antrieb, was für Tierschutz und Menschenrechte, insbesondere Frauenrechte, zu machen
-mit der gesellschaftlichen Norm brechen, dass Frauen doch nur vollständig seien, wenn sie Mütter werden
-Klimawandel/Überbevölkerung eindämmen direkt im kleinen Rahmen
5. Wirtschaftliche Verhältnisse, da ich zwei Studiengänge angefangen und nicht abgeschlossen habe und erst mit 23 eine Ausbildung anfangen werde, dementsprechend habe ich nicht sonderlich viel Geld momentan zur Verfügung; Rente wird mieser aussehen, wenn ich aus dem Berufsleben aussteige für Kinder...
6. Beruflicher Ehrgeiz(wenn ich erst so spät arbeiten gehe mit frühestens 26, möchte ich ja auch was erreichen)
7. Andere, sehr weit entfernte Länder ansehen können von dem Geld, das man sich spart, wenn man kein Kind bekommt
8. Künstlerische Interessen besser verfolgen können, wie Zeichnen, Singen und Schreiben(in diesen Fächern bin ich wirklich sehr gut geworden und würde das nicht gern opfern, um meinen Partner glücklich zu machen)
9. Sportliche Aktivitäten und Erfolge, wie Marathon schaffen(gesundheitlich ist man halt schon vorbelastet, wenn man Kinder bekommen hat und kann nicht mehr 100% leisten)
10. Keine Lust auf einen Tagesrhythmus, bei dem man nur lebt, um zu arbeiten und fürs Kind da zu sein(moderne Sklaverei)
11. Keine finanziellen Einbußen haben(ich war schon mal sehr arm und will das nicht wieder sein)
12. Abhängigkeit vom Partner(er will nicht aussetzen mit der Arbeit, sondern ist karriereorientiert)
13. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind Fleischesser würden, obwohl ich Vegetarier bin
14. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind ihrerseits zu viele Kinder bekommen und damit die Umwelt massiv belasten oder auf der Tasche des Sozialstaats liegen könnten
15. Schlechtere Chancen bei möglicher weiterer Partnersuche, falls man schon Mutter geworden ist(traurig, aber wahr...)
16. Narzissmus von wegen "Meine Gene sind die besten...blablabla"
17. Burnout aufgrund angeborener Hochsensibilität, weil ich deshalb sehr anfällig auf Lärm, viele Menschen, Stress und Hektik reagiere(deshalb habe ich die beiden Studiengänge nicht geschafft...)
18. Die Möglichkeit, dass mir mein Kind irgendwann in der Pubertät immer die Schuld gibt und mein späteres Leben ruiniert
19. Die Möglichkeit, dass mein Kind meine psychischen Erkrankungen erben und somit ein eher mieses Leben führen könnte
20. Schmerzen bei der Geburt und die Nachfolgeprobleme mit dem Körper
21. Entfremdung im eigenen Körper spüren, wenn da was in einem wächst(kommt mir tatsächlich ein bisschen vor, wie aus Alien) 

Die einzigen Gründe, die pro Kinder/Kind wären, wären für mich folgende:

1. Der Familienname wird weitergegeben
2. Meine Gene sterben nicht aus(bin Einzelkind)
3. Kind würde gebildeter sein, als die regulären, heutigen Kinder und dann ein Lichtblick für die Zukunft sein können

Da ich aber dagegen bin, meine Kinder dazu zu instrumentalisieren, eine bessere Zukunft zu erschaffen, fallen mir nicht viele Gründe für Kinder ein. Dementsprechend hege ich eher einen "Kinder-Nicht-Haben-Wollen-Wunsch". Das Argument mit der "Liebe" habe ich bereits für mich rausgestrichen, da ich schon keine Kinder aus meiner eigenen Familie richtig lieben kann. Ist ja mehr zufällig, das Ergebnis... "Richtige Liebe", finde ich, erfährt man fast nur über ausgesuchte Freunde, Partner und überaus dankbare Tiere oder Erwachsene, die wissen, was Dankbarkeit ist. 

Das einzige Argument, was mein Freund für Kinder bisher gebracht hat, war folgendes: 
"Wenn man ein Kind hat, besitzt man wirklich etwas auf der Welt..." 
Dieses befand ich allerdings als sehr irrational, da man ja einen Menschen nicht wirklich besitzen kann und er damit sein Kind als Besitz ansieht, was eher ein Gegenargument gegen ein Kind wäre. Das hat er anscheinend dann nicht wirklich begriffen. xD

Momentan überlege ich die ganze Zeit, wie ich ihn vom Kinderwunsch abbringen könnte, da ich ihn wirklich sehr gern mag. Wenn er aber nicht davon abweichen sollte und mich in ein paar Jahren immer stärker damit nervt, würde ich die Beziehung irgendwann beenden wollen(mein Traummann will nämlich ebenfalls keine Kinder). Ich hoffe ja noch, dass er zur Besinnung kommt und das Ganze mal etwas rationaler sieht. Dass er einmal sieht, wie sehr Kinder ins eigene Leben eingreifen. Zum einen er bereits ziemlich streng mit den Kindern seiner Schwester umgeht. So würde er die imaginären Kinder in einem Zufalls-Szenario eher autoritär erziehen wollen, was ich wiederum wegen meines Idealismus nicht wollen würde. Ich würde wollen, dass meine imaginären Kinder mitfühlende, originale Personen sein sollen und keine passiv-aggressiven Befehlsempfänger. 

Okay, das war jetzt sehr lang und sehr nüchtern beschrieben. xD Das ist eben meine Art Entscheidungen zu treffen.^^


 

Guten Morgen,

ich habe deinen Text nur grob überflogen, weil sich eben NIEMAND rechtfertigen muss, warum er oder sie Kinder will oder nicht.
Die Erklärungsversuche klingen irgendwie pseudointellektuell 🙈😅 Mutter/Vater werden ist keine Wissenschaft 😉
Ich wollte in deinem Alter auch nie Kinder... das kann sich alles noch ändern... oder auch nicht. Relevant für dich ist nur, er will ein Kind und du nicht. Das ist NICHT miteinander vereinbar. Bekomm um Himmelswillen kein Kind einem Mann zu Liebe! In der psychlogischen Praxis hat man häufig Frauen, die aus diesem Grund Depressionen haben. 

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27. Mai um 7:19

Du willst halt keine-er schon. Punkt. Da gibt es leider wenig Kompromissmöglichkeit.
Das ist ein klassischer Grund dass Beziehungen auseinander gehen.
Vielleicht ändert sich dein Wunsch auch mal, jetzt hörst du dich noch arg unreif an aber das ist nichts womit du jetzt Entscheidungen treffen kannst.

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27. Mai um 7:30
In Antwort auf user4180

Also...Das Thema wird sehr persönlich sein, das ich hier anspreche. Deshalb wird es sehr subjektiv sein und aus meiner Sichtweise erzählt werden. Es gibt viele Frauen, die anders über solche Themen nachdenken und das bestimmt nicht nachvollziehen können. Deshalb bitte ich Verständnis und Einfühlsamkeit zu zeigen.  

Mein Fall ist eben der, dass ich mit jemanden schon Monate zusammen bin, der wirklich ein guter Partner ist. Verständnisvoll, verantwortungsbewusst, tolerant, liebenswürdig, witzig und intelligent. Das einzige Manko an der Beziehung ist jedoch, dass er um jeden Preis mindestens ein eigenes Kind haben möchte. Das stellt nun eine Art Konflikt zwischen uns dar, weil ich absolut dagegen bin, mich fortzupflanzen aus verschiedenen Gründen heraus, die ich gleich aufzeigen werde. Jedenfalls weicht er überhaupt nicht von seiner Position ab. Geht ja nichtmals drauf ein, wenn ich ihm als Kompromiss vorschlage, dass man doch ein älteres Kind aus dem Heim adoptieren könnte...Es ging ja schon so weit, dass er mal gemeint hat, ob ich denn "ihm zuliebe" ein eigenes Kind bekommen würde, was ich sehr schwierig finde. Man bekommt ja nicht einfach so ein Kind für den Partner wegen der "Regetting Motherhood-Geschichten" etc, wie ich mir so dabei denke. Man sollte jedenfalls nicht blauäugig Kinder bekommen wegen solchen Berichten. Besonders, wenn eher einen "Anti-Kinderwunsch" verspürt...

Nun mehr zu den Gründen, wieso ich mich bereits mit 21 Jahren(jetzt bin ich 23)gegen eigene Kinder entschieden habe: 
1. Meine eigene schwere Kindheit mit einem unterkühlten Vater und abwesende Mutter
2. Meine eigenen psychischen Erkrankungen wegen meiner dunklen Vergangenheit, wie Borderline und Depression(diese Launenhaftigkeit will ich einfach keinem Kind antun)
3. Mangelndes Interesse und Empathie für Babies, Kleinkinder und Kinder generell(mit Teenagern komme ich wesentlich besser zurecht, deshalb dachte ich über mögliche Adoption eines älteren Kindes nach von 12,13,14)
4. Eigener Idealismus: 
-viele unglückliche Kinder in Heimen; ältere Kinder werden meist nicht mehr adoptiert, weil alle nur jüngere wollen
-kein Bock ein Wesen zum empfindungsfähigen Leben zu verdammen und damit die Möglichkeit offenhalten, eine düstere Existenz zu fristen(quasi Gott spielen)
-eigener innerer Antrieb, was für Tierschutz und Menschenrechte, insbesondere Frauenrechte, zu machen
-mit der gesellschaftlichen Norm brechen, dass Frauen doch nur vollständig seien, wenn sie Mütter werden
-Klimawandel/Überbevölkerung eindämmen direkt im kleinen Rahmen
5. Wirtschaftliche Verhältnisse, da ich zwei Studiengänge angefangen und nicht abgeschlossen habe und erst mit 23 eine Ausbildung anfangen werde, dementsprechend habe ich nicht sonderlich viel Geld momentan zur Verfügung; Rente wird mieser aussehen, wenn ich aus dem Berufsleben aussteige für Kinder...
6. Beruflicher Ehrgeiz(wenn ich erst so spät arbeiten gehe mit frühestens 26, möchte ich ja auch was erreichen)
7. Andere, sehr weit entfernte Länder ansehen können von dem Geld, das man sich spart, wenn man kein Kind bekommt
8. Künstlerische Interessen besser verfolgen können, wie Zeichnen, Singen und Schreiben(in diesen Fächern bin ich wirklich sehr gut geworden und würde das nicht gern opfern, um meinen Partner glücklich zu machen)
9. Sportliche Aktivitäten und Erfolge, wie Marathon schaffen(gesundheitlich ist man halt schon vorbelastet, wenn man Kinder bekommen hat und kann nicht mehr 100% leisten)
10. Keine Lust auf einen Tagesrhythmus, bei dem man nur lebt, um zu arbeiten und fürs Kind da zu sein(moderne Sklaverei)
11. Keine finanziellen Einbußen haben(ich war schon mal sehr arm und will das nicht wieder sein)
12. Abhängigkeit vom Partner(er will nicht aussetzen mit der Arbeit, sondern ist karriereorientiert)
13. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind Fleischesser würden, obwohl ich Vegetarier bin
14. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind ihrerseits zu viele Kinder bekommen und damit die Umwelt massiv belasten oder auf der Tasche des Sozialstaats liegen könnten
15. Schlechtere Chancen bei möglicher weiterer Partnersuche, falls man schon Mutter geworden ist(traurig, aber wahr...)
16. Narzissmus von wegen "Meine Gene sind die besten...blablabla"
17. Burnout aufgrund angeborener Hochsensibilität, weil ich deshalb sehr anfällig auf Lärm, viele Menschen, Stress und Hektik reagiere(deshalb habe ich die beiden Studiengänge nicht geschafft...)
18. Die Möglichkeit, dass mir mein Kind irgendwann in der Pubertät immer die Schuld gibt und mein späteres Leben ruiniert
19. Die Möglichkeit, dass mein Kind meine psychischen Erkrankungen erben und somit ein eher mieses Leben führen könnte
20. Schmerzen bei der Geburt und die Nachfolgeprobleme mit dem Körper
21. Entfremdung im eigenen Körper spüren, wenn da was in einem wächst(kommt mir tatsächlich ein bisschen vor, wie aus Alien) 

Die einzigen Gründe, die pro Kinder/Kind wären, wären für mich folgende:

1. Der Familienname wird weitergegeben
2. Meine Gene sterben nicht aus(bin Einzelkind)
3. Kind würde gebildeter sein, als die regulären, heutigen Kinder und dann ein Lichtblick für die Zukunft sein können

Da ich aber dagegen bin, meine Kinder dazu zu instrumentalisieren, eine bessere Zukunft zu erschaffen, fallen mir nicht viele Gründe für Kinder ein. Dementsprechend hege ich eher einen "Kinder-Nicht-Haben-Wollen-Wunsch". Das Argument mit der "Liebe" habe ich bereits für mich rausgestrichen, da ich schon keine Kinder aus meiner eigenen Familie richtig lieben kann. Ist ja mehr zufällig, das Ergebnis... "Richtige Liebe", finde ich, erfährt man fast nur über ausgesuchte Freunde, Partner und überaus dankbare Tiere oder Erwachsene, die wissen, was Dankbarkeit ist. 

Das einzige Argument, was mein Freund für Kinder bisher gebracht hat, war folgendes: 
"Wenn man ein Kind hat, besitzt man wirklich etwas auf der Welt..." 
Dieses befand ich allerdings als sehr irrational, da man ja einen Menschen nicht wirklich besitzen kann und er damit sein Kind als Besitz ansieht, was eher ein Gegenargument gegen ein Kind wäre. Das hat er anscheinend dann nicht wirklich begriffen. xD

Momentan überlege ich die ganze Zeit, wie ich ihn vom Kinderwunsch abbringen könnte, da ich ihn wirklich sehr gern mag. Wenn er aber nicht davon abweichen sollte und mich in ein paar Jahren immer stärker damit nervt, würde ich die Beziehung irgendwann beenden wollen(mein Traummann will nämlich ebenfalls keine Kinder). Ich hoffe ja noch, dass er zur Besinnung kommt und das Ganze mal etwas rationaler sieht. Dass er einmal sieht, wie sehr Kinder ins eigene Leben eingreifen. Zum einen er bereits ziemlich streng mit den Kindern seiner Schwester umgeht. So würde er die imaginären Kinder in einem Zufalls-Szenario eher autoritär erziehen wollen, was ich wiederum wegen meines Idealismus nicht wollen würde. Ich würde wollen, dass meine imaginären Kinder mitfühlende, originale Personen sein sollen und keine passiv-aggressiven Befehlsempfänger. 

Okay, das war jetzt sehr lang und sehr nüchtern beschrieben. xD Das ist eben meine Art Entscheidungen zu treffen.^^


 

"Momentan überlege ich die ganze Zeit, wie ich ihn vom Kinderwunsch abbringen könnte, da ich ihn wirklich sehr gern mag. "

Such dir lieber einen Partner, der zu dir und deinen Wünschen/Vorstellungen passt, statt deinem derzeitigen deinen eigen aufdrücken zu wollen.
Wenn du ihn wirklich so gern magst, dann erst recht und lass ihn sein Leben so leben, wie er es für sich wünscht. 
Du möchtest ja schliesslich auch deinen Weg, ohne Kinder, gehen.
wie wäre es für dich, wenn dein Partner auf dich einwirken wollte, dass du dich umentscheidest?

Ihr passt nicht zusammen, wenn ihr beim Kinderwunsche unterschiedlicher Meinung seid, da könnt ihr auch keinen Kompromiss schließen.


Ich selbst wollte auch keine Kinder haben und ein Mann mit Kinderwunsch, ist als Partner, für mich immer ausgeschlossen gewesen.


Und bitte bekomme kein Kind, einem anderen Menschen zuliebe, wenn du selbst nicht dahinter stehst! Den Fehler (für ihr eigenes Leben und/oder des Kindes) haben schon sehr viele Frauen begangen, reih dich bitte nicht in ihre Reihe ein.

 

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27. Mai um 7:40
In Antwort auf user4180

Also...Das Thema wird sehr persönlich sein, das ich hier anspreche. Deshalb wird es sehr subjektiv sein und aus meiner Sichtweise erzählt werden. Es gibt viele Frauen, die anders über solche Themen nachdenken und das bestimmt nicht nachvollziehen können. Deshalb bitte ich Verständnis und Einfühlsamkeit zu zeigen.  

Mein Fall ist eben der, dass ich mit jemanden schon Monate zusammen bin, der wirklich ein guter Partner ist. Verständnisvoll, verantwortungsbewusst, tolerant, liebenswürdig, witzig und intelligent. Das einzige Manko an der Beziehung ist jedoch, dass er um jeden Preis mindestens ein eigenes Kind haben möchte. Das stellt nun eine Art Konflikt zwischen uns dar, weil ich absolut dagegen bin, mich fortzupflanzen aus verschiedenen Gründen heraus, die ich gleich aufzeigen werde. Jedenfalls weicht er überhaupt nicht von seiner Position ab. Geht ja nichtmals drauf ein, wenn ich ihm als Kompromiss vorschlage, dass man doch ein älteres Kind aus dem Heim adoptieren könnte...Es ging ja schon so weit, dass er mal gemeint hat, ob ich denn "ihm zuliebe" ein eigenes Kind bekommen würde, was ich sehr schwierig finde. Man bekommt ja nicht einfach so ein Kind für den Partner wegen der "Regetting Motherhood-Geschichten" etc, wie ich mir so dabei denke. Man sollte jedenfalls nicht blauäugig Kinder bekommen wegen solchen Berichten. Besonders, wenn eher einen "Anti-Kinderwunsch" verspürt...

Nun mehr zu den Gründen, wieso ich mich bereits mit 21 Jahren(jetzt bin ich 23)gegen eigene Kinder entschieden habe: 
1. Meine eigene schwere Kindheit mit einem unterkühlten Vater und abwesende Mutter
2. Meine eigenen psychischen Erkrankungen wegen meiner dunklen Vergangenheit, wie Borderline und Depression(diese Launenhaftigkeit will ich einfach keinem Kind antun)
3. Mangelndes Interesse und Empathie für Babies, Kleinkinder und Kinder generell(mit Teenagern komme ich wesentlich besser zurecht, deshalb dachte ich über mögliche Adoption eines älteren Kindes nach von 12,13,14)
4. Eigener Idealismus: 
-viele unglückliche Kinder in Heimen; ältere Kinder werden meist nicht mehr adoptiert, weil alle nur jüngere wollen
-kein Bock ein Wesen zum empfindungsfähigen Leben zu verdammen und damit die Möglichkeit offenhalten, eine düstere Existenz zu fristen(quasi Gott spielen)
-eigener innerer Antrieb, was für Tierschutz und Menschenrechte, insbesondere Frauenrechte, zu machen
-mit der gesellschaftlichen Norm brechen, dass Frauen doch nur vollständig seien, wenn sie Mütter werden
-Klimawandel/Überbevölkerung eindämmen direkt im kleinen Rahmen
5. Wirtschaftliche Verhältnisse, da ich zwei Studiengänge angefangen und nicht abgeschlossen habe und erst mit 23 eine Ausbildung anfangen werde, dementsprechend habe ich nicht sonderlich viel Geld momentan zur Verfügung; Rente wird mieser aussehen, wenn ich aus dem Berufsleben aussteige für Kinder...
6. Beruflicher Ehrgeiz(wenn ich erst so spät arbeiten gehe mit frühestens 26, möchte ich ja auch was erreichen)
7. Andere, sehr weit entfernte Länder ansehen können von dem Geld, das man sich spart, wenn man kein Kind bekommt
8. Künstlerische Interessen besser verfolgen können, wie Zeichnen, Singen und Schreiben(in diesen Fächern bin ich wirklich sehr gut geworden und würde das nicht gern opfern, um meinen Partner glücklich zu machen)
9. Sportliche Aktivitäten und Erfolge, wie Marathon schaffen(gesundheitlich ist man halt schon vorbelastet, wenn man Kinder bekommen hat und kann nicht mehr 100% leisten)
10. Keine Lust auf einen Tagesrhythmus, bei dem man nur lebt, um zu arbeiten und fürs Kind da zu sein(moderne Sklaverei)
11. Keine finanziellen Einbußen haben(ich war schon mal sehr arm und will das nicht wieder sein)
12. Abhängigkeit vom Partner(er will nicht aussetzen mit der Arbeit, sondern ist karriereorientiert)
13. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind Fleischesser würden, obwohl ich Vegetarier bin
14. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind ihrerseits zu viele Kinder bekommen und damit die Umwelt massiv belasten oder auf der Tasche des Sozialstaats liegen könnten
15. Schlechtere Chancen bei möglicher weiterer Partnersuche, falls man schon Mutter geworden ist(traurig, aber wahr...)
16. Narzissmus von wegen "Meine Gene sind die besten...blablabla"
17. Burnout aufgrund angeborener Hochsensibilität, weil ich deshalb sehr anfällig auf Lärm, viele Menschen, Stress und Hektik reagiere(deshalb habe ich die beiden Studiengänge nicht geschafft...)
18. Die Möglichkeit, dass mir mein Kind irgendwann in der Pubertät immer die Schuld gibt und mein späteres Leben ruiniert
19. Die Möglichkeit, dass mein Kind meine psychischen Erkrankungen erben und somit ein eher mieses Leben führen könnte
20. Schmerzen bei der Geburt und die Nachfolgeprobleme mit dem Körper
21. Entfremdung im eigenen Körper spüren, wenn da was in einem wächst(kommt mir tatsächlich ein bisschen vor, wie aus Alien) 

Die einzigen Gründe, die pro Kinder/Kind wären, wären für mich folgende:

1. Der Familienname wird weitergegeben
2. Meine Gene sterben nicht aus(bin Einzelkind)
3. Kind würde gebildeter sein, als die regulären, heutigen Kinder und dann ein Lichtblick für die Zukunft sein können

Da ich aber dagegen bin, meine Kinder dazu zu instrumentalisieren, eine bessere Zukunft zu erschaffen, fallen mir nicht viele Gründe für Kinder ein. Dementsprechend hege ich eher einen "Kinder-Nicht-Haben-Wollen-Wunsch". Das Argument mit der "Liebe" habe ich bereits für mich rausgestrichen, da ich schon keine Kinder aus meiner eigenen Familie richtig lieben kann. Ist ja mehr zufällig, das Ergebnis... "Richtige Liebe", finde ich, erfährt man fast nur über ausgesuchte Freunde, Partner und überaus dankbare Tiere oder Erwachsene, die wissen, was Dankbarkeit ist. 

Das einzige Argument, was mein Freund für Kinder bisher gebracht hat, war folgendes: 
"Wenn man ein Kind hat, besitzt man wirklich etwas auf der Welt..." 
Dieses befand ich allerdings als sehr irrational, da man ja einen Menschen nicht wirklich besitzen kann und er damit sein Kind als Besitz ansieht, was eher ein Gegenargument gegen ein Kind wäre. Das hat er anscheinend dann nicht wirklich begriffen. xD

Momentan überlege ich die ganze Zeit, wie ich ihn vom Kinderwunsch abbringen könnte, da ich ihn wirklich sehr gern mag. Wenn er aber nicht davon abweichen sollte und mich in ein paar Jahren immer stärker damit nervt, würde ich die Beziehung irgendwann beenden wollen(mein Traummann will nämlich ebenfalls keine Kinder). Ich hoffe ja noch, dass er zur Besinnung kommt und das Ganze mal etwas rationaler sieht. Dass er einmal sieht, wie sehr Kinder ins eigene Leben eingreifen. Zum einen er bereits ziemlich streng mit den Kindern seiner Schwester umgeht. So würde er die imaginären Kinder in einem Zufalls-Szenario eher autoritär erziehen wollen, was ich wiederum wegen meines Idealismus nicht wollen würde. Ich würde wollen, dass meine imaginären Kinder mitfühlende, originale Personen sein sollen und keine passiv-aggressiven Befehlsempfänger. 

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Was auch immer deine Gruende sind, du willst keine Kinder und er schon. Das ist eine weitreichende Entscheidung und ihm zuliebe ein Kind bekommen ist der groesste Fehler den du in den naechsten Jahren machen kannst da du dich selbst ungluecklich machst. Es muss nicht jeder Mutter & Vater werden, man kann auch andere Inhalte im Leben finden. Da finde ich es besser wenn man sich selbst eingesteht das es fuer einen nichts ist anstatt ein Kind zu bekommen und dann "mal schauen".
Mein Mann & Ich haben ebenfalls keine Kinder, wir sind jetzt 10 Jahre verheiratet. Wir sind auch jung zusammen gekommen aber fuer mich war ebenfalls immer schon klar das ich nie Kinder will und das ist heute immer noch so. Mein Mann ist zum Glueck gleicher Meinung, ich habe das aber direkt am Anfang der Beziehung kund getan weil das bei mir das einzigste im Leben ist wo ich 100% nicht kompromissbereit bin und ich wollte nicht erst 5 Jahre in einer Beziehung sein und dann darueber sprechen, das waere beidseitig verschwendete Zeit.
Du wirst Schluss machen muessen da ich hier leider auch keinen Kompromiss sehe.



 

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27. Mai um 9:07
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Also...Das Thema wird sehr persönlich sein, das ich hier anspreche. Deshalb wird es sehr subjektiv sein und aus meiner Sichtweise erzählt werden. Es gibt viele Frauen, die anders über solche Themen nachdenken und das bestimmt nicht nachvollziehen können. Deshalb bitte ich Verständnis und Einfühlsamkeit zu zeigen.  

Mein Fall ist eben der, dass ich mit jemanden schon Monate zusammen bin, der wirklich ein guter Partner ist. Verständnisvoll, verantwortungsbewusst, tolerant, liebenswürdig, witzig und intelligent. Das einzige Manko an der Beziehung ist jedoch, dass er um jeden Preis mindestens ein eigenes Kind haben möchte. Das stellt nun eine Art Konflikt zwischen uns dar, weil ich absolut dagegen bin, mich fortzupflanzen aus verschiedenen Gründen heraus, die ich gleich aufzeigen werde. Jedenfalls weicht er überhaupt nicht von seiner Position ab. Geht ja nichtmals drauf ein, wenn ich ihm als Kompromiss vorschlage, dass man doch ein älteres Kind aus dem Heim adoptieren könnte...Es ging ja schon so weit, dass er mal gemeint hat, ob ich denn "ihm zuliebe" ein eigenes Kind bekommen würde, was ich sehr schwierig finde. Man bekommt ja nicht einfach so ein Kind für den Partner wegen der "Regetting Motherhood-Geschichten" etc, wie ich mir so dabei denke. Man sollte jedenfalls nicht blauäugig Kinder bekommen wegen solchen Berichten. Besonders, wenn eher einen "Anti-Kinderwunsch" verspürt...

Nun mehr zu den Gründen, wieso ich mich bereits mit 21 Jahren(jetzt bin ich 23)gegen eigene Kinder entschieden habe: 
1. Meine eigene schwere Kindheit mit einem unterkühlten Vater und abwesende Mutter
2. Meine eigenen psychischen Erkrankungen wegen meiner dunklen Vergangenheit, wie Borderline und Depression(diese Launenhaftigkeit will ich einfach keinem Kind antun)
3. Mangelndes Interesse und Empathie für Babies, Kleinkinder und Kinder generell(mit Teenagern komme ich wesentlich besser zurecht, deshalb dachte ich über mögliche Adoption eines älteren Kindes nach von 12,13,14)
4. Eigener Idealismus: 
-viele unglückliche Kinder in Heimen; ältere Kinder werden meist nicht mehr adoptiert, weil alle nur jüngere wollen
-kein Bock ein Wesen zum empfindungsfähigen Leben zu verdammen und damit die Möglichkeit offenhalten, eine düstere Existenz zu fristen(quasi Gott spielen)
-eigener innerer Antrieb, was für Tierschutz und Menschenrechte, insbesondere Frauenrechte, zu machen
-mit der gesellschaftlichen Norm brechen, dass Frauen doch nur vollständig seien, wenn sie Mütter werden
-Klimawandel/Überbevölkerung eindämmen direkt im kleinen Rahmen
5. Wirtschaftliche Verhältnisse, da ich zwei Studiengänge angefangen und nicht abgeschlossen habe und erst mit 23 eine Ausbildung anfangen werde, dementsprechend habe ich nicht sonderlich viel Geld momentan zur Verfügung; Rente wird mieser aussehen, wenn ich aus dem Berufsleben aussteige für Kinder...
6. Beruflicher Ehrgeiz(wenn ich erst so spät arbeiten gehe mit frühestens 26, möchte ich ja auch was erreichen)
7. Andere, sehr weit entfernte Länder ansehen können von dem Geld, das man sich spart, wenn man kein Kind bekommt
8. Künstlerische Interessen besser verfolgen können, wie Zeichnen, Singen und Schreiben(in diesen Fächern bin ich wirklich sehr gut geworden und würde das nicht gern opfern, um meinen Partner glücklich zu machen)
9. Sportliche Aktivitäten und Erfolge, wie Marathon schaffen(gesundheitlich ist man halt schon vorbelastet, wenn man Kinder bekommen hat und kann nicht mehr 100% leisten)
10. Keine Lust auf einen Tagesrhythmus, bei dem man nur lebt, um zu arbeiten und fürs Kind da zu sein(moderne Sklaverei)
11. Keine finanziellen Einbußen haben(ich war schon mal sehr arm und will das nicht wieder sein)
12. Abhängigkeit vom Partner(er will nicht aussetzen mit der Arbeit, sondern ist karriereorientiert)
13. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind Fleischesser würden, obwohl ich Vegetarier bin
14. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind ihrerseits zu viele Kinder bekommen und damit die Umwelt massiv belasten oder auf der Tasche des Sozialstaats liegen könnten
15. Schlechtere Chancen bei möglicher weiterer Partnersuche, falls man schon Mutter geworden ist(traurig, aber wahr...)
16. Narzissmus von wegen "Meine Gene sind die besten...blablabla"
17. Burnout aufgrund angeborener Hochsensibilität, weil ich deshalb sehr anfällig auf Lärm, viele Menschen, Stress und Hektik reagiere(deshalb habe ich die beiden Studiengänge nicht geschafft...)
18. Die Möglichkeit, dass mir mein Kind irgendwann in der Pubertät immer die Schuld gibt und mein späteres Leben ruiniert
19. Die Möglichkeit, dass mein Kind meine psychischen Erkrankungen erben und somit ein eher mieses Leben führen könnte
20. Schmerzen bei der Geburt und die Nachfolgeprobleme mit dem Körper
21. Entfremdung im eigenen Körper spüren, wenn da was in einem wächst(kommt mir tatsächlich ein bisschen vor, wie aus Alien) 

Die einzigen Gründe, die pro Kinder/Kind wären, wären für mich folgende:

1. Der Familienname wird weitergegeben
2. Meine Gene sterben nicht aus(bin Einzelkind)
3. Kind würde gebildeter sein, als die regulären, heutigen Kinder und dann ein Lichtblick für die Zukunft sein können

Da ich aber dagegen bin, meine Kinder dazu zu instrumentalisieren, eine bessere Zukunft zu erschaffen, fallen mir nicht viele Gründe für Kinder ein. Dementsprechend hege ich eher einen "Kinder-Nicht-Haben-Wollen-Wunsch". Das Argument mit der "Liebe" habe ich bereits für mich rausgestrichen, da ich schon keine Kinder aus meiner eigenen Familie richtig lieben kann. Ist ja mehr zufällig, das Ergebnis... "Richtige Liebe", finde ich, erfährt man fast nur über ausgesuchte Freunde, Partner und überaus dankbare Tiere oder Erwachsene, die wissen, was Dankbarkeit ist. 

Das einzige Argument, was mein Freund für Kinder bisher gebracht hat, war folgendes: 
"Wenn man ein Kind hat, besitzt man wirklich etwas auf der Welt..." 
Dieses befand ich allerdings als sehr irrational, da man ja einen Menschen nicht wirklich besitzen kann und er damit sein Kind als Besitz ansieht, was eher ein Gegenargument gegen ein Kind wäre. Das hat er anscheinend dann nicht wirklich begriffen. xD

Momentan überlege ich die ganze Zeit, wie ich ihn vom Kinderwunsch abbringen könnte, da ich ihn wirklich sehr gern mag. Wenn er aber nicht davon abweichen sollte und mich in ein paar Jahren immer stärker damit nervt, würde ich die Beziehung irgendwann beenden wollen(mein Traummann will nämlich ebenfalls keine Kinder). Ich hoffe ja noch, dass er zur Besinnung kommt und das Ganze mal etwas rationaler sieht. Dass er einmal sieht, wie sehr Kinder ins eigene Leben eingreifen. Zum einen er bereits ziemlich streng mit den Kindern seiner Schwester umgeht. So würde er die imaginären Kinder in einem Zufalls-Szenario eher autoritär erziehen wollen, was ich wiederum wegen meines Idealismus nicht wollen würde. Ich würde wollen, dass meine imaginären Kinder mitfühlende, originale Personen sein sollen und keine passiv-aggressiven Befehlsempfänger. 

Okay, das war jetzt sehr lang und sehr nüchtern beschrieben. xD Das ist eben meine Art Entscheidungen zu treffen.^^


 

Hallo, 

ich bin genauso alt wie du und auch ein sehr rationaler Mensch. Ich kann einige Gründe verstehen. Ich kann dir aber zu jedem einzelnen Grund auch ein realistisches Gegenargument liefern.

Der Unterschied zwischen uns ist einfach: Ich will unbedingt ein Kind haben. 

Du musst dich nicht dafür Rechtfertigen warum du keines haben möchtest, niemand schreibt es dir vor. Was du aber aufjedenfall vermeiden solltest, ist deine Meinung anderen aufzuzwingen. Genauso wie du kein Kind aufgezwungen haben willst, so will dein Partner kein kinderloses Leben von DIR aufgezwungen bekommen. 

Daher gibt es nur eine Lösung: Trennt euch. 

Ich suche einen Mann auch eher mit Kopf aus, als mit meinem Herzen und genau das fällt uns zur Last. Wir sind nicht bereit etwas für die Liebe zu Opfern, aber dafür können wir z.B. im Beruf mehr erreichen als viele andere. 
Jedoch hatte ich eine schöne Kindheit und ich will meinem Kind die gleiche Liebe schenken und weitergeben, die ich erfahren habe. 

Mein Rat: Denk nicht zu viel. Egal was für einen Standpunkt du vertrittst, mach dir nicht zu viele Sorgen. Du bist nicht dafür verantwortlich alles schlechte auf der Welt wieder gut zu machen. Das kannst du auch nicht. Tue das was in deiner Macht steht: Gehe Wählen, Spende meinetwegen Geld, Engagiere dich in sozialen Vereinen, Arbeite in Flüchtlingsheimen, trete einer Partei bei, lege einen großen Garten an, wo viele Vögel ein zuhause finden können, was auch immer...

Aber höre auf dir zu viele Gedanken und Sorgen zu machen. Das bringt dir nichts und ändert nichts an den Umständen. Weil genauso machst du dir über das Kinderkriegen Gedanken. Das ist nichts bei dem man sich eine Pro und Kontra Liste erstellt. Entweder man will es von Herz oder nicht. Und wenn du weißt, dass du keine Mutter sein willst, dann werde einfach keine. So easy ist das

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27. Mai um 9:25
In Antwort auf user4180

Also...Das Thema wird sehr persönlich sein, das ich hier anspreche. Deshalb wird es sehr subjektiv sein und aus meiner Sichtweise erzählt werden. Es gibt viele Frauen, die anders über solche Themen nachdenken und das bestimmt nicht nachvollziehen können. Deshalb bitte ich Verständnis und Einfühlsamkeit zu zeigen.  

Mein Fall ist eben der, dass ich mit jemanden schon Monate zusammen bin, der wirklich ein guter Partner ist. Verständnisvoll, verantwortungsbewusst, tolerant, liebenswürdig, witzig und intelligent. Das einzige Manko an der Beziehung ist jedoch, dass er um jeden Preis mindestens ein eigenes Kind haben möchte. Das stellt nun eine Art Konflikt zwischen uns dar, weil ich absolut dagegen bin, mich fortzupflanzen aus verschiedenen Gründen heraus, die ich gleich aufzeigen werde. Jedenfalls weicht er überhaupt nicht von seiner Position ab. Geht ja nichtmals drauf ein, wenn ich ihm als Kompromiss vorschlage, dass man doch ein älteres Kind aus dem Heim adoptieren könnte...Es ging ja schon so weit, dass er mal gemeint hat, ob ich denn "ihm zuliebe" ein eigenes Kind bekommen würde, was ich sehr schwierig finde. Man bekommt ja nicht einfach so ein Kind für den Partner wegen der "Regetting Motherhood-Geschichten" etc, wie ich mir so dabei denke. Man sollte jedenfalls nicht blauäugig Kinder bekommen wegen solchen Berichten. Besonders, wenn eher einen "Anti-Kinderwunsch" verspürt...

Nun mehr zu den Gründen, wieso ich mich bereits mit 21 Jahren(jetzt bin ich 23)gegen eigene Kinder entschieden habe: 
1. Meine eigene schwere Kindheit mit einem unterkühlten Vater und abwesende Mutter
2. Meine eigenen psychischen Erkrankungen wegen meiner dunklen Vergangenheit, wie Borderline und Depression(diese Launenhaftigkeit will ich einfach keinem Kind antun)
3. Mangelndes Interesse und Empathie für Babies, Kleinkinder und Kinder generell(mit Teenagern komme ich wesentlich besser zurecht, deshalb dachte ich über mögliche Adoption eines älteren Kindes nach von 12,13,14)
4. Eigener Idealismus: 
-viele unglückliche Kinder in Heimen; ältere Kinder werden meist nicht mehr adoptiert, weil alle nur jüngere wollen
-kein Bock ein Wesen zum empfindungsfähigen Leben zu verdammen und damit die Möglichkeit offenhalten, eine düstere Existenz zu fristen(quasi Gott spielen)
-eigener innerer Antrieb, was für Tierschutz und Menschenrechte, insbesondere Frauenrechte, zu machen
-mit der gesellschaftlichen Norm brechen, dass Frauen doch nur vollständig seien, wenn sie Mütter werden
-Klimawandel/Überbevölkerung eindämmen direkt im kleinen Rahmen
5. Wirtschaftliche Verhältnisse, da ich zwei Studiengänge angefangen und nicht abgeschlossen habe und erst mit 23 eine Ausbildung anfangen werde, dementsprechend habe ich nicht sonderlich viel Geld momentan zur Verfügung; Rente wird mieser aussehen, wenn ich aus dem Berufsleben aussteige für Kinder...
6. Beruflicher Ehrgeiz(wenn ich erst so spät arbeiten gehe mit frühestens 26, möchte ich ja auch was erreichen)
7. Andere, sehr weit entfernte Länder ansehen können von dem Geld, das man sich spart, wenn man kein Kind bekommt
8. Künstlerische Interessen besser verfolgen können, wie Zeichnen, Singen und Schreiben(in diesen Fächern bin ich wirklich sehr gut geworden und würde das nicht gern opfern, um meinen Partner glücklich zu machen)
9. Sportliche Aktivitäten und Erfolge, wie Marathon schaffen(gesundheitlich ist man halt schon vorbelastet, wenn man Kinder bekommen hat und kann nicht mehr 100% leisten)
10. Keine Lust auf einen Tagesrhythmus, bei dem man nur lebt, um zu arbeiten und fürs Kind da zu sein(moderne Sklaverei)
11. Keine finanziellen Einbußen haben(ich war schon mal sehr arm und will das nicht wieder sein)
12. Abhängigkeit vom Partner(er will nicht aussetzen mit der Arbeit, sondern ist karriereorientiert)
13. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind Fleischesser würden, obwohl ich Vegetarier bin
14. Die Möglichkeit, dass meine Kinder/Kind ihrerseits zu viele Kinder bekommen und damit die Umwelt massiv belasten oder auf der Tasche des Sozialstaats liegen könnten
15. Schlechtere Chancen bei möglicher weiterer Partnersuche, falls man schon Mutter geworden ist(traurig, aber wahr...)
16. Narzissmus von wegen "Meine Gene sind die besten...blablabla"
17. Burnout aufgrund angeborener Hochsensibilität, weil ich deshalb sehr anfällig auf Lärm, viele Menschen, Stress und Hektik reagiere(deshalb habe ich die beiden Studiengänge nicht geschafft...)
18. Die Möglichkeit, dass mir mein Kind irgendwann in der Pubertät immer die Schuld gibt und mein späteres Leben ruiniert
19. Die Möglichkeit, dass mein Kind meine psychischen Erkrankungen erben und somit ein eher mieses Leben führen könnte
20. Schmerzen bei der Geburt und die Nachfolgeprobleme mit dem Körper
21. Entfremdung im eigenen Körper spüren, wenn da was in einem wächst(kommt mir tatsächlich ein bisschen vor, wie aus Alien) 

Die einzigen Gründe, die pro Kinder/Kind wären, wären für mich folgende:

1. Der Familienname wird weitergegeben
2. Meine Gene sterben nicht aus(bin Einzelkind)
3. Kind würde gebildeter sein, als die regulären, heutigen Kinder und dann ein Lichtblick für die Zukunft sein können

Da ich aber dagegen bin, meine Kinder dazu zu instrumentalisieren, eine bessere Zukunft zu erschaffen, fallen mir nicht viele Gründe für Kinder ein. Dementsprechend hege ich eher einen "Kinder-Nicht-Haben-Wollen-Wunsch". Das Argument mit der "Liebe" habe ich bereits für mich rausgestrichen, da ich schon keine Kinder aus meiner eigenen Familie richtig lieben kann. Ist ja mehr zufällig, das Ergebnis... "Richtige Liebe", finde ich, erfährt man fast nur über ausgesuchte Freunde, Partner und überaus dankbare Tiere oder Erwachsene, die wissen, was Dankbarkeit ist. 

Das einzige Argument, was mein Freund für Kinder bisher gebracht hat, war folgendes: 
"Wenn man ein Kind hat, besitzt man wirklich etwas auf der Welt..." 
Dieses befand ich allerdings als sehr irrational, da man ja einen Menschen nicht wirklich besitzen kann und er damit sein Kind als Besitz ansieht, was eher ein Gegenargument gegen ein Kind wäre. Das hat er anscheinend dann nicht wirklich begriffen. xD

Momentan überlege ich die ganze Zeit, wie ich ihn vom Kinderwunsch abbringen könnte, da ich ihn wirklich sehr gern mag. Wenn er aber nicht davon abweichen sollte und mich in ein paar Jahren immer stärker damit nervt, würde ich die Beziehung irgendwann beenden wollen(mein Traummann will nämlich ebenfalls keine Kinder). Ich hoffe ja noch, dass er zur Besinnung kommt und das Ganze mal etwas rationaler sieht. Dass er einmal sieht, wie sehr Kinder ins eigene Leben eingreifen. Zum einen er bereits ziemlich streng mit den Kindern seiner Schwester umgeht. So würde er die imaginären Kinder in einem Zufalls-Szenario eher autoritär erziehen wollen, was ich wiederum wegen meines Idealismus nicht wollen würde. Ich würde wollen, dass meine imaginären Kinder mitfühlende, originale Personen sein sollen und keine passiv-aggressiven Befehlsempfänger. 

Okay, das war jetzt sehr lang und sehr nüchtern beschrieben. xD Das ist eben meine Art Entscheidungen zu treffen.^^


 

Leider fällt mir nur ein, was ich selber letztes Jahr durchgemacht habe.. Trennung.

Es gibt viele tolle Männer, die keine Kinder wollen, such dir einen von diesen. Spontan könnte ich dir da sogar meinen Ex empfehlen, er kann Kinder überhaupt nicht leiden und ich wollte unbedingt welche, irgendwann war da smit der Bezueihung nicht mehr vereinbar und hat zur Trennung geführt. Da hab ich lange kämpfen müssen, damit zu Recht zu kommen, weil er ein toller Partner war. Aber dan kam aus dem nichts ein neues Mann, mit dem ich jetzt zusammen und glücklich bin, der sich die gleiche Zukunft wünscht wie ich!

Versuche nicht, deinen Partner zu ändern oder dich selbst. Ihr werdet nur unglücklich

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27. Mai um 12:39

Dir geht es nicht darum eine Lösung für euch Beide zu finden sondern du willst ihm deine Ansicht aufdrücken und das ist wirklich unterste Schublade.

Das du keine Kinder willst ist dein Ding und in meinen Augen auch absolut legitim (ich will auch keine haben) aber er möchte nun mal welche und anstatt das ihr euch vernünftig damit auseinandersetzt, versucht ihr euch gegenseitig eure Wünsche aufzudrücken, so funktioniert aber keine Beziehung.

Eine Frage brennt mir aber unheimlich unter den Nägeln: Willst du aus tiefstem Inneren keine Kinder (also hast einfach kein Verlangen danach) oder aufgrund dieser rationalen Gründe?

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27. Mai um 15:14

Bei deinen Gründen die du aufzählst... und deinen psychischen Problemen (die sich in den Gründen auch widerspiegeln) wäre es das verantwortungsloseste was du machen kannst jetzt ein Kind in die Welt zu setzen!!!

du willst kein Kind!  >>sag es ihm!
und wenn er es nicht akzeptiert müsst ihr getrennte Wege gehen!

ihm zuliebe ein Kind zu bekommen ist ein absolutes No-Go

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28. Mai um 14:05

Ich finde die Gründe, die du gegen den Kinderwunsch aufzählst, interessant. Es ist nicht verkehrt, sich gründlich damit auseinanderzusetzen, warum man Kinder haben will oder nicht, auch wenn manche Leute hier meinen, das wäre unnötig. Ich finde es sehr wichtig sich darüber Gedanken zu machen und kann viele deiner Gründe teilen. Es scheint mir auch, als hättest du mehr über das Thema nachgedacht als er und bist zu einer Entscheidung gekommen, die sich vermutlich nicht einfach so umstimmen lässt. An sich ist das kein Problem, wenn du keine Kinder möchtest, solltest du dich auch nicht dazu zwingen bzw. überreden lassen. Nur wird es ebenso nichts bringen, deinen Freund überzeugen zu wollen, seine Sichtweise zu ändern. Er weiß, was er will, und offenbar sind ihm deine Gründe dagegen völlig egal (weil er sie ganz anders beurteilt als du). Daran wirst du nichts ändern können. Und wie meine Vorgänger schrieben, würde einer von euch beiden zurückstecken müssen und unglücklich werden. Dein Freund ist ja auch nicht bereit einen Kompromis einzugehen (so wie du es z.B. mit der Adoption wärst). Wie du schriebst, will er zwar unbedingt Kinder haben, aber Karriere machen statt auszusetzen. Das heißt, die Arbeit bleibt dann letztendlich ganz an dir hängen (was ich übrigens ziemlich mies finde, aber so ticken manche Typen leider).

Ihr beide habt also unterschiedliche Vorstellungen von euer Beziehung und von Familie, welche inkompatibel sind. Euch bleibt in dem Fall nur die Trennung.
Da du aber auch erwähntest, dass es einen Traummann in deinem Leben gäbe, der genau wie du keine Kinder möchte - was hat dich dann bis jetzt davon abgehalten, es einmal mit diesem Mann zu versuchen?
 

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