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Hilfe bin 27 und Single - gibt es da noch jemanden?

12. August 2008 um 10:02 Letzte Antwort: 12. August 2008 um 20:10

Hallo alle zusammen,

ich hab einfach die totale Krise, war jetzt 6 Jahre mit einem Mann zusammen und es war beim besten Willen nicht immer leicht, im Endeffekt konnte er mir nicht sagen was los ist und nach einer Auszeit meinerseits war dann auch gleich Schluss - Auszug - Tränen das Übliche.
Wie sich später herausstellte, hat er sich schon in der Auszeit mit einer neuen getröstet und das fraß dann ganz anständig, dann kamen noch ein paar beleidigende E-Mails und das war es. Mein Ex-Freund hat einen Sohn zu dem ich so gut als möglich Kontakt halte da er mir einfach in den 6 Jahren sehr ans Herz gewachsen ist und das vereinfacht die Situation nicht wirkich.

Nun ist es aber so, dass ich nie viele Pläne für mein Leben hatte aber so einen groben Umriß wie mein Leben verlaufen soll. Mit 30 wollt ich mein ersten Kind und ein kleines Häuschen am Lande (war eigentlich auch alles so geplant mit meinem Ex-Freund und wir waren eigentlich auch beide dafür).
Tja und jetzt ist alles anders. Ich war 21 als ich meinen Ex-Freund kennen lernte und er war um 9 Jahre älter. Vielleicht war ich auch zu jung. Nur irgendwie ist meine Lebensplanung jetzt total im Ar**. Irgendwie wenn ich fort gehe seh ich nur junges Gemüse aber nix in meinem Alter das deprimiert schon sehr. Wann immer ich mit jemanden darüber rede bekomm ich Aussagen wie du spinnst ja aber was soll ich machen ich sehs im Moment einfach so.
Die Trennung ist halt auch erst 4 Wochen her und dadurch, dass ich ihn und seine Neue immer seh, hab ich halt immer auch im Hinterkopf, dass er schon wieder jemanden hat.

Gibt es irgendjemanden da draußen der mit 27 nochmals neu angefangen hat und mir vielleicht MUT machen kann, ich glaub für eine Frau ist das härter als wie für einen Mann!

Ich wär euch für jeden Beitrag dankbar.

LG und noch einen schönen TAG

Spidergirl

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12. August 2008 um 10:25

Das Leben ist kein Wunschkonzert...
Hi Spidergirl,

erst mal: Tut mir leid, dass es dir grade so schlecht geht. Eine Trennung nach 6 Jahren Beziehung ist nicht leicht.

Ich will dir ein paar Sachen dazu sagen, weil ich denke, dass du bei allem berechtigten Schmerz und dem ganz natürlichen "Meine-Welt-bricht-zusammen"-G efühl ein paar "Denkfehler" hast. Wenn du die angehst, dann wird es vielleicht ein bisschen leichter.

1. Punkt: Lebensplan. Ja, es tut weh, wenn der Partner geht und alles, was man sich gemeinsam mit ihm aufgebaut und geplant hat, in sich zusammenbricht. Das ist ein Schock, und dass es für dich aussieht, als sei dein Leben irgendwie zu Ende, ist bei Liebeskummer ganz normal. ABER: Ich glaube, du bist ein bisschen zu sehr auf deine bisherige Lebensplanung fixiert. Dein Leben ist kein Timeplaner, wo drinsteht: Montag: Partner finden. Dienstag: Kinder machen. Mittwoch: Kinder einschulen, Haus bauen. Donnerstag: Kinder auf die Uni bringen. Freitag... und so weiter.
Wenn ich lese: "Bis 30 wollte ich..., dann sollte iegentlich dies und das passieren..." - das funktioniert so nicht. Klar hat man Vorstellungen, wie das eigene Leben ablaufen soll. Aber es ist ja grade auch das Spannende an diesem leben, dass oft alles ganz anders kommt. Lös dich von dem Gedanken, dass du bis zu einem bestimmten Alter das oder jenes erreicht haben musst. Das Alter ist dafür überhaupt der ganz falsche Anhaltspunkt. Kinder solltest du nicht kriegen, bis du 30 bist, sondern mit dem richtigen Mann dazu. Stell dir mal ganz ehrlich und im absoluten Vertrauen zu dir selbst die Frage: Trauere ich eigentlich mehr um den verlorenen Partner und seine Liebe, oder mehr um meinen verlorenen Lebensplan?

2. Alter. Du bist 27. Das ist das Alter, in dem ich nach jahrelangem Singledasein meinen Mann kennengelernt habe. Davor lief außer ein paar kurzen unglücklichen Verliebtheiten und Bezeihungsversuchen so gut wie nichts. Es ist überhaupt nicht relevant, wie alt man ist. Klar, natürlich, viele Leute heiraten mit Mitte 20, bekommen Kinder, haben mit 35 ihr Haus gebaut, nen Baum gepflanzt und sind im Grunde "fertig" mit diesen großen Lebensprojekten. Das ist wunderbar. Das wünscht man sich. Ich gönne es den Leuten, denn ich sehe, wie glücklich viele damit sind.
Und? Bei mir hat das eben alles nicht so früh geklappt. Ich musste länger auf "meinen" Mann warten. Ich werde über 30 sein, wenn ich mein erstes Kind bekomme. Und da kann auch noch einiges dazwischenkommen, und sei es nur der jahrelange vergebliche Versuch. Das alles kann passieren. Man wünscht es sich nicht, aber es ist möglich. Auch das sehe ich nämlich bei vielen Paaren. Aber bin ich deshalb unglücklich, weil mein Leben nicht der "Norm" entspricht? Nein! Ich habe den Mann, der mich liebt. Ich habe ihn relativ spät gefunden, aber jetzt ist er da. Und dir wird es geradeso ergehen.

Lös dich von dieser Fixierung auf dein Alter. Du bist 27 - du bist jung! Auch mit 40 ist man jung, und viele sind es mit 60 oder 70 noch. Nimm dir unbedingt Zeit, diese vergangene Beziehung zu verarbeiten, die Trennung zu verarbeiten. Nimm dir Zeit zu trauern, nimm dir Zeit dafür, verletzt, traurig, wütend, desillusioniert zu sein. Damit schaffst du Platz in dir für was Neues. Stürzt dich bloß nicht überschnell in eine neue "Ersatzbeziehung" - das macht dich und andere unglücklich.

Ich wünsch dir alles Gute. Geh durch den Schmerz durch. Mach dir keinen zeitlichen Druck.

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12. August 2008 um 10:48
In Antwort auf britta_12100163

Das Leben ist kein Wunschkonzert...
Hi Spidergirl,

erst mal: Tut mir leid, dass es dir grade so schlecht geht. Eine Trennung nach 6 Jahren Beziehung ist nicht leicht.

Ich will dir ein paar Sachen dazu sagen, weil ich denke, dass du bei allem berechtigten Schmerz und dem ganz natürlichen "Meine-Welt-bricht-zusammen"-G efühl ein paar "Denkfehler" hast. Wenn du die angehst, dann wird es vielleicht ein bisschen leichter.

1. Punkt: Lebensplan. Ja, es tut weh, wenn der Partner geht und alles, was man sich gemeinsam mit ihm aufgebaut und geplant hat, in sich zusammenbricht. Das ist ein Schock, und dass es für dich aussieht, als sei dein Leben irgendwie zu Ende, ist bei Liebeskummer ganz normal. ABER: Ich glaube, du bist ein bisschen zu sehr auf deine bisherige Lebensplanung fixiert. Dein Leben ist kein Timeplaner, wo drinsteht: Montag: Partner finden. Dienstag: Kinder machen. Mittwoch: Kinder einschulen, Haus bauen. Donnerstag: Kinder auf die Uni bringen. Freitag... und so weiter.
Wenn ich lese: "Bis 30 wollte ich..., dann sollte iegentlich dies und das passieren..." - das funktioniert so nicht. Klar hat man Vorstellungen, wie das eigene Leben ablaufen soll. Aber es ist ja grade auch das Spannende an diesem leben, dass oft alles ganz anders kommt. Lös dich von dem Gedanken, dass du bis zu einem bestimmten Alter das oder jenes erreicht haben musst. Das Alter ist dafür überhaupt der ganz falsche Anhaltspunkt. Kinder solltest du nicht kriegen, bis du 30 bist, sondern mit dem richtigen Mann dazu. Stell dir mal ganz ehrlich und im absoluten Vertrauen zu dir selbst die Frage: Trauere ich eigentlich mehr um den verlorenen Partner und seine Liebe, oder mehr um meinen verlorenen Lebensplan?

2. Alter. Du bist 27. Das ist das Alter, in dem ich nach jahrelangem Singledasein meinen Mann kennengelernt habe. Davor lief außer ein paar kurzen unglücklichen Verliebtheiten und Bezeihungsversuchen so gut wie nichts. Es ist überhaupt nicht relevant, wie alt man ist. Klar, natürlich, viele Leute heiraten mit Mitte 20, bekommen Kinder, haben mit 35 ihr Haus gebaut, nen Baum gepflanzt und sind im Grunde "fertig" mit diesen großen Lebensprojekten. Das ist wunderbar. Das wünscht man sich. Ich gönne es den Leuten, denn ich sehe, wie glücklich viele damit sind.
Und? Bei mir hat das eben alles nicht so früh geklappt. Ich musste länger auf "meinen" Mann warten. Ich werde über 30 sein, wenn ich mein erstes Kind bekomme. Und da kann auch noch einiges dazwischenkommen, und sei es nur der jahrelange vergebliche Versuch. Das alles kann passieren. Man wünscht es sich nicht, aber es ist möglich. Auch das sehe ich nämlich bei vielen Paaren. Aber bin ich deshalb unglücklich, weil mein Leben nicht der "Norm" entspricht? Nein! Ich habe den Mann, der mich liebt. Ich habe ihn relativ spät gefunden, aber jetzt ist er da. Und dir wird es geradeso ergehen.

Lös dich von dieser Fixierung auf dein Alter. Du bist 27 - du bist jung! Auch mit 40 ist man jung, und viele sind es mit 60 oder 70 noch. Nimm dir unbedingt Zeit, diese vergangene Beziehung zu verarbeiten, die Trennung zu verarbeiten. Nimm dir Zeit zu trauern, nimm dir Zeit dafür, verletzt, traurig, wütend, desillusioniert zu sein. Damit schaffst du Platz in dir für was Neues. Stürzt dich bloß nicht überschnell in eine neue "Ersatzbeziehung" - das macht dich und andere unglücklich.

Ich wünsch dir alles Gute. Geh durch den Schmerz durch. Mach dir keinen zeitlichen Druck.

Danke..
Hi Nexgo,

danke für deine netten Worte. Darum liebe ich dieses Forum so hab wirklich nur lange Beiträge gelesen bis ich mich dazu entschlossen hab,selbst meine Geschichte zu erzählen.

Eigentlich ist es so, dass wenn ich mit anderen darüber rede ich mich immer seh positiv anhöre, da kommen dann immer Aussagen wie " Du machst das toll " und " Du hörst dich ja ganz gut an" aber ich weiß auch das gerade meine Freunde oder andere das auch irgendwie erwarten und bei jemanden den man nicht kennt kann man dann schon mal auch die andere Seite zeigen.

Du hast leider ein bißchen recht mit der Aussage ob ich um den verlorenenen Lebensplan oder die verlorene Liebe trauere. Es war leider nicht so, dass ich in der Beziehung immer glücklich war (und das hat mein Ex-Partner auch gemerkt) ich dachte schon manchmal "Ist das Alles" "Kommt da nichts mehr" es ist nich unbedingt leicht mit einem nicht eigenem Kind zurecht zu kommen (obwohl ich den Kleinen wirklich lieb hab) aber da gibt es immer noch eine Ex-Frau und ich hätte alles für die Beiden getan, damit unsere Zukunft funktioniert hätte aber heute frage ich mich manchmal ob ich das alles nicht nur deswegen auf mich genommen hätte - weil ich Angst vo dem Alleinsein und vorallem vor einem absoluten Neuanfang hatte. Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich vom Elternhaus zu meinem Ex-Freund gezogen bin und auch dazu ziemlich lange gebrauch hab, da ich eine sehr starke Bindung zum meinen Eltern hab.
Ich glaub ich hab einfach Angst davor (einer seiner letzten Sätze war auch ich soll endlich meine Ar** heben und mein Leben in den Griff bekommen). Tja solche Aussagen nagen dann noch mehr.

Am Anfang hab ich mir gedacht ich muss mir unbedingt ganz schnell einen Neuen suchen aber ich hab dann ziemlich schnell gemerkt, dass ich noch nicht bereit dazu bin, mir hat auch kein Mann gefallen weil ich im Unterbewußtsein einfach alle mit meinem Ex-Freund verglichen hab.

Jetzt hab ich meine Prioritäten anders gesetzt. Jetzt geh ich mal auf Wohnungssuche und freu mich auch schon drauf sie einzurichten und dann möcht ich mal eine Zeit lang alleine klar kommen (ich glaub wenn man krampfhaft sucht wirds auch nix). Zur Ablenkung mach ich jetzt auch einen " Abenteurerurlaub " was normalerweise nicht mein Ding ist bin eher der Badeurlaub-faulenz-Typ aber da hätte ich zuviel Zeit zum grübeln und eine nette Singelfreundin die sich auch gerade getrennt hat, hatte den Urlaub geplant und hat mich jetzt ganz spontan dazu animiert mit zukommen, dass lenkt schon ab.

Ich hoffe wirklich, dass das alles so wird, aber ich glaub da ist noch ganz viel "Kopfarbeit" notwendig.

Spidergirl

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12. August 2008 um 11:22
In Antwort auf an0N_1284503199z

Danke..
Hi Nexgo,

danke für deine netten Worte. Darum liebe ich dieses Forum so hab wirklich nur lange Beiträge gelesen bis ich mich dazu entschlossen hab,selbst meine Geschichte zu erzählen.

Eigentlich ist es so, dass wenn ich mit anderen darüber rede ich mich immer seh positiv anhöre, da kommen dann immer Aussagen wie " Du machst das toll " und " Du hörst dich ja ganz gut an" aber ich weiß auch das gerade meine Freunde oder andere das auch irgendwie erwarten und bei jemanden den man nicht kennt kann man dann schon mal auch die andere Seite zeigen.

Du hast leider ein bißchen recht mit der Aussage ob ich um den verlorenenen Lebensplan oder die verlorene Liebe trauere. Es war leider nicht so, dass ich in der Beziehung immer glücklich war (und das hat mein Ex-Partner auch gemerkt) ich dachte schon manchmal "Ist das Alles" "Kommt da nichts mehr" es ist nich unbedingt leicht mit einem nicht eigenem Kind zurecht zu kommen (obwohl ich den Kleinen wirklich lieb hab) aber da gibt es immer noch eine Ex-Frau und ich hätte alles für die Beiden getan, damit unsere Zukunft funktioniert hätte aber heute frage ich mich manchmal ob ich das alles nicht nur deswegen auf mich genommen hätte - weil ich Angst vo dem Alleinsein und vorallem vor einem absoluten Neuanfang hatte. Dazu muss ich sagen, dass ich eigentlich vom Elternhaus zu meinem Ex-Freund gezogen bin und auch dazu ziemlich lange gebrauch hab, da ich eine sehr starke Bindung zum meinen Eltern hab.
Ich glaub ich hab einfach Angst davor (einer seiner letzten Sätze war auch ich soll endlich meine Ar** heben und mein Leben in den Griff bekommen). Tja solche Aussagen nagen dann noch mehr.

Am Anfang hab ich mir gedacht ich muss mir unbedingt ganz schnell einen Neuen suchen aber ich hab dann ziemlich schnell gemerkt, dass ich noch nicht bereit dazu bin, mir hat auch kein Mann gefallen weil ich im Unterbewußtsein einfach alle mit meinem Ex-Freund verglichen hab.

Jetzt hab ich meine Prioritäten anders gesetzt. Jetzt geh ich mal auf Wohnungssuche und freu mich auch schon drauf sie einzurichten und dann möcht ich mal eine Zeit lang alleine klar kommen (ich glaub wenn man krampfhaft sucht wirds auch nix). Zur Ablenkung mach ich jetzt auch einen " Abenteurerurlaub " was normalerweise nicht mein Ding ist bin eher der Badeurlaub-faulenz-Typ aber da hätte ich zuviel Zeit zum grübeln und eine nette Singelfreundin die sich auch gerade getrennt hat, hatte den Urlaub geplant und hat mich jetzt ganz spontan dazu animiert mit zukommen, dass lenkt schon ab.

Ich hoffe wirklich, dass das alles so wird, aber ich glaub da ist noch ganz viel "Kopfarbeit" notwendig.

Spidergirl

Du bist auf dem richtigen Weg...
... viele der Dinge, die du beschreibst, hätte ich dir als nächstes ans Herz gelegt. Wohnung suchen - super! Nimm dir Zeit dafür, freu dich drauf, richte sie dir schön ein. Das ist was ganz tolles, und noch dazu ein toller Neuanfang.

Ich kann deine Situation ein bisschen nachempfinden, obwohl ich nie selber drin war. Bei mir war es eher umgekehrt. Ich war immer schon sehr selbstständig, trotz ebenfalls enger Bindung an die Eltern. Ich hab in einem kleinen Dorf ein FSJ gemacht, war in einer fremden Stadt zum Studium, war mehrmals monatelang im Ausland, bin nach dem Studium für einen Job ans andere Ende Deutschlands gezogen, war die meiste Zeit Single. Da entwickelt man einen ganz anderen Fokus - wobei ich bemerkt haben möchte, dass weder dein noch mein Lebenslauf "richtig" oder "falsch" sind. Sie sind nur verschieden, und man entwickelt sich dann einfach anders.

Deshalb kann ich mir gut vorstellen, in was für ein Loch man fällt, wenn man wie du nie wirklich mal alleine zurechtkommen musste. Das hat nichts mit Unfähigkeit deinerseits zu tun, sondern brachte dein Leben einfach mit sich. Das ist nicht schlimm. Du lernst es eben jetzt. Und du lernst es gut! Ich finde auch, nach allem was du so schreibst, dass du auf dem besten Wege in eine wieder glücklichere Phase deines Lebens bist.

Den Schmerz allerdings kann dir jetzt erst mal keiner nehmen. Aber wenn ich dich diesbezüglich beruhigen kann: Dieser Schmerz ist IMMER entsetzlich, egal, ob man ihn mit 18 oder mit 27 das erste Mal kennenlernt, ob man arm oder reich, lebenserfahren oder eher auf andere Menschen fixiert ist. Man leidet wie ein Hund, ob taffer Manager oder tüchtige Hausfrau. Jeden trifft Liebeskummer wie eine Keule mit nem ordentlichen Bums. Und die meisten stehen wieder gestärkt daraus auf. Es gibt nur ganz wenige Fälle, wo Leute sowas nicht verkraften. Und du gehörst garantiert nicht dazu.

Möglicherweise war diese Trennung das Beste, was dir passieren konnte. Deine Beziehung war wohl nicht SO glücklich. Und jetzt wirst du ins kalte Wasser geschmissen - aber du hättest sonst nie erfahren, dass du schwimmen kannst.

Ich sag dir was: Meine Liebeskummer-Erfahrungen, meine unglücklichen Lieben, meine Fehler der Vergangenheit waren die Schule für all das, was ich jetzt in meiner Beziehung zu meinem Mann richtig mache. Natürlich machen wir auch viel falsch - wer tut das nicht. Aber wesentliche Dinge, die Basis, das stimmt bei uns. Das muss man lernen. Und du hattest grade ne sehr bittere Lektion. Aber die ist am Ende auch für was gut, glaubs mir.

Du packst das. Ich hab da gar keinen Zweifel. Freu dich auf den Sonnenaufgang, auch wenn grade noch dunkle Nacht ist.

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12. August 2008 um 16:49

Hallo Spidergirl
Mit 27 ist das Leben doch noch nicht vorbei

Einige wertvolle Tips hast Du ja schon bekommen. Evlt. kann ich Dir noch ein paar eigene Erfahrungswerte mit auf den Weg geben, denn ich war damals mit fast 33 Jahren nach 10 Jahren Beziehung und davon 7 Jahren Ehe zumindest in einer ähnlichen Situation .....

Auch ich bin damals mit meinem Ex vom Elternhaus aus zusammengezogen (würde ich heute niemandem empfehlen!). Die Beziehung war im Nachhinein betrachtet nicht wirklich traumhaft aber hinterher ist man ja immer schlauer, gelle?
Jedenfalls .... 10 Jahre sind eine lange Zeit und da ich nie alleine gewohnt habe, befand ich mich neben - zumindest vorübergehend - Trennungsschmerz etc. in einer ungewohnten Situation:
Ich mußte mich plötzlich mehr oder weniger um alles selbst kümmern und das noch im Schichtdienst. Nicht, dass ich damals "nicht überlebensfähig" gewesen wäre aber es macht schon einen Unterschied, ob man sich all die Jahre bestimmte Aufgaben geteilt hat. Aber glaub mir, es ist sehr schnell lernbar und dann gar nicht mehr so ungewohnt.

Um die Beziehung besser verdauen zu können und ebenso, dass mein Lebensplan ja nun auch irgendwie gescheitert war, habe ich mir einfach einen neuen Plan gemacht.
Ich habe beschlossen mir einfach alles das zu gönnen was MICH glücklich macht und was ich mit dem Ex nicht konnte oder nur mit endlosen Diskussionen bla ...bla.. bla !
Ich rede hier jetzt nicht von ausgiebigen Shoppingtouren oder so.
Beispiel: Der Sänger meiner Lieblingsband brachte ein Soloalbum auf den Markt und ging auf Tour: Es war mir ein inneres Fest, dass ich mit meinem Kumpel auf so viele Konzerte gehen konnte, wie ich wollte ohne, dass mir einer reinredete oder die Sache madig machte! Ich geniesse das auch heute noch bei jeder Tour meiner Lieblingsband.
Ich wollte immer einen Wellensittichschwarm haben, mein Ex war aber dagegen ("die machen doch nur Dreck & Lärm!!!") Also nahm ich 2003 zwei zusätzliche Wellis auf (Voliere bekam ich geschenkt) und stockte im Spätsommer auf 6 Wellis auf.

Richte Dir die Wohnung schön ein und zwar nach Deinem eigenen Geschmack! Geniesse es, keiner redet Dir rein, DIR muss es gefallen und keinem Anderen

Ich könnte Dir noch tausend weitere Beispiele nennen aber jeder tickt anders. Versuche dem Ganzen einfach etwas positives abzugewinnen und dann klappt es irgendwann auch wieder mit einer Beziehung.

Den "Richtigen" habe ich auch noch nicht gefunden aber ganz ehrlich, mein Motto ist schon lange:
Lieber aus den richtigen Gründen alleine, als aus den falschen zu Zweit!
Und da komme ich prima mit zurecht.

Viele Grüße & alles Gute,
welli12

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12. August 2008 um 20:10

Aber bitte ....
Es gibt Singles von 16 Jahren bis ins unendliche .....
Die Zeit heilt Wunden ( aber dieses Sprichwort hat etwas )
Mit Ablenkung oder wenn ein lieblings Hobby hast , dann tue es , denn Spass gehört zum Leben , auch wenn es im moment sehr trüb aussieht .

Wünsche Dir viel Glück in deinem weiteren Leben


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