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Hilfe! Beziehung von heute auf morgen zerbrochen?

19. Februar um 21:13

Hallo Zusammen,

ich bin vollkommen verzweifelt... ich hatte gerade einen schrecklichen Streit mit meinem Partner und weiß überhaupt nicht weiter. Eigentlich dachte ich, die Welt sei in Ordnung. Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen - vor etwas mehr als einem Monat hat er mir einen Heiratsantrag gemacht.

Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden: Er ist religiös, ich hingegen bin überzeugte Atheistin. Er ist ein Familienmensch und ich bin eher eine Einzelgängerin. Die unterschiedliche Auffassung hinsichtlich Religion hat eigentlich nie wirklich zu Konflikten geführt - "Leben und leben lassen" war hier die Devise. Der Umgang mit der Familie und familiären Verpflichtungen hat in der Vergangenheit allerdings schon öfter zu Ärger geführt. 3 Jahre lang bin ich der Situation eigentlich grundsätzlich aus dem Weg gegangen und habe mich von seiner Familia abgekapselt in dem Wissen, dass ein reger Kontakt wichtig für ihn ist. Ich bin einfach anders aufgewachsen und messe dem nicht solch eine Bedeutung bei. Nichts desto trotz habe ich seine Bedürfnisse oft ignoriert und wir hatten deswegen auch immer wieder Streit.

Vor ungefähr vier Monaten haben wir noch einmal grundlegend über das Thema gesprochen und ich habe versprochen, mich mehr in die Familie zu integrieren. Ich habe mich (in meinen Augen) auch darum bemüht und bin in den letzten Monaten öfter zu familiären Anlässen mitgekommen und habe mich auch mal proaktiv gemeldet.

Am letzten Samstag hat er mich dann spontan gefragt ob wir am Sonntag bei seiner Familie brunchen können - mir war nicht danach, ich hatte keine Lust, was meinem Partner nicht gefallen hat. Das war dann auch der Auslöser für alles, was heute passiert ist. Ich bin Sonntag und gestern immer wieder auf ihn zugegangen um mit ihm darüber zu sprechen. Angangs habe ich vielleicht den falschen Weg gewählt und gesagt, dass er kein Recht hat sauer zu sein, nur weil ich einmal nicht springe, wenn er etwas vorschlägt. Als ich dann heute auf ihn zuging, ist alles vollkommen eskaliert.

Er hat mich nur beschimpft und mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein möchte. Ich musste hören, dass ich mich nie ernsthaft um seine Familie bemüht hätte und nichts geändert hätte oder dass das einfach nicht reichen würde. Ich habe die ganze Zeit versucht zu erklären, dass ich mich ehrlich und ernsthaft bemüht habe. Ich habe aufgehört mich aus allem rauszuziehen, bin mit zu Familientreffen gegangen und habe seine Schwester (der ich früher sehr reserviert gegenüber war) inzwischen ins Herz geschlossen. Irgendwie scheint das alles aber nicht zu zählen - angeblich war das nicht genug. Wenn ich versucht habe, mich zu verteidigen, wurde ich abgewürgt oder beschimpft - ein rationales und konstruktives Gespräch war gar nicht möglich. Ich habe immer wieder beteuert, dass ich es wirklich versuche aber er hat dann immer auf meine Verfehlungen der Vergangenheit oder den Sonntagsbrunch verwiesen zu dem ich nicht wollte. Meinen Argumenten gegenüber war er völlig verschlossen. Während ich versucht habe, das alles vernünftig zu besprechen, war er nur herablassend und gemein.

Zwischendurch fielen immer wieder Äußerungen wie “Halt die Fresse“ oder „Verpiss dich“. Er ist dabei geblieben, dass wir nicht zusammengehören. Angeblich steht die Familie an erster Stelle, dann käme ganz lange nichts und dann alles andere.

Ich habe immer wieder versucht, dass zu klären aber er war gar nicht bereit dazu - er hat Geschirr in der Küche zertrümmert - angeblich, damit ich endlich den Mund halte. Für mich war das schrecklich.

Trotzdem habe ich es weiter versucht - ich bin immer wieder zu ihm gegangen und habe ihn unter Tränen gebeten doch zur Vernunft zu kommen aber mir sind nur Gemeinheiten entgegengeschleudert worden. Immer wieder habe ich die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn gebeten, doch 3,5 Jahre nicht einfach so wegzuwerfen und er hat sie nur weggeschlagen und mich gefragt, wo denn mein Stolz sei.

Irgendwann hat er mich dann auch noch für meine atheistische Einstellung beschimpft, mir vorgeworfen, dass Bücher dazu in unserem Bücherregal stehen und mir gesagt, ich wolle ihn von seiner Religion wegbringen. Irgendwelche Vorstöße dahingehend habe ich nie unternommen und auch nie darüber nachgedacht - von mir aus kann er glauben, was er will.

Ich habe dann noch etliche Versuche unternommen das irgendwie zu klären, aber er hat immer wieder nur geschrien und geschimpft und mir gesagt, dass wir nicht zusammen passen.

Nach knapp 2,5 Stunden Streit und einer Vielzahl von Versuchen meinerseits alles irgendwie zu klären ist er gegangen. Ich habe schrecklich geweint und bin auch jetzt noch ganz durcheinander und verzweifelt. Ich weiß gerade nicht, was ich denken oder tun soll. Habe ich wirklich so viel falsch gemacht? Übersehe ich vielleicht irgendwas? Bin ich komplett im Unrecht?
Was soll ich denn jetzt bloß tun?

Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe...

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19. Februar um 21:18
In Antwort auf karissia

Hallo Zusammen,
 
ich bin vollkommen verzweifelt... ich hatte gerade einen schrecklichen Streit mit meinem Partner und weiß überhaupt nicht weiter. Eigentlich dachte ich, die Welt sei in Ordnung. Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen - vor etwas mehr als einem Monat hat er mir einen Heiratsantrag gemacht.
 
Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden: Er ist religiös, ich hingegen bin überzeugte Atheistin. Er ist ein Familienmensch und ich bin eher eine Einzelgängerin. Die unterschiedliche Auffassung hinsichtlich Religion hat eigentlich nie wirklich zu Konflikten geführt - "Leben und leben lassen" war hier die Devise. Der Umgang mit der Familie und familiären Verpflichtungen hat in der Vergangenheit allerdings schon öfter zu Ärger geführt. 3 Jahre lang bin ich der Situation eigentlich grundsätzlich aus dem Weg gegangen und habe mich von seiner Familia abgekapselt in dem Wissen, dass ein reger Kontakt wichtig für ihn ist. Ich bin einfach anders aufgewachsen und messe dem nicht solch eine Bedeutung bei. Nichts desto trotz habe ich seine Bedürfnisse oft ignoriert und wir hatten deswegen auch immer wieder Streit.
 
Vor ungefähr vier Monaten haben wir noch einmal grundlegend über das Thema gesprochen und ich habe versprochen, mich mehr in die Familie zu integrieren. Ich habe mich (in meinen Augen) auch darum bemüht und bin in den letzten Monaten öfter zu familiären Anlässen mitgekommen und habe mich auch mal proaktiv gemeldet.
 
Am letzten Samstag hat er mich dann spontan gefragt ob wir am Sonntag bei seiner Familie brunchen können – mir war nicht danach, ich hatte keine Lust, was meinem Partner nicht gefallen hat. Das war dann auch der Auslöser für alles, was heute passiert ist. Ich bin Sonntag und gestern immer wieder auf ihn zugegangen um mit ihm darüber zu sprechen. Angangs habe ich vielleicht den falschen Weg gewählt und gesagt, dass er kein Recht hat sauer zu sein, nur weil ich einmal nicht springe, wenn er etwas vorschlägt. Als ich dann heute auf ihn zuging, ist alles vollkommen eskaliert.
 
Er hat mich nur beschimpft und mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein möchte. Ich musste hören, dass ich mich nie ernsthaft um seine Familie bemüht hätte und nichts geändert hätte oder dass das einfach nicht reichen würde. Ich habe die ganze Zeit versucht zu erklären, dass ich mich ehrlich und ernsthaft bemüht habe. Ich habe aufgehört mich aus allem rauszuziehen, bin mit zu Familientreffen gegangen und habe seine Schwester (der ich früher sehr reserviert gegenüber war) inzwischen ins Herz geschlossen. Irgendwie scheint das alles aber nicht zu zählen – angeblich war das nicht genug. Wenn ich versucht habe, mich zu verteidigen, wurde ich abgewürgt oder beschimpft – ein rationales und konstruktives Gespräch war gar nicht möglich. Ich habe immer wieder beteuert, dass ich es wirklich versuche aber er hat dann immer auf meine Verfehlungen der Vergangenheit oder den Sonntagsbrunch verwiesen zu dem ich nicht wollte. Meinen Argumenten gegenüber war er völlig verschlossen. Während ich versucht habe, das alles vernünftig zu besprechen, war er nur herablassend und gemein.
 
Zwischendurch fielen immer wieder Äußerungen wie “Halt die Fresse“ oder „Verpiss dich“. Er ist dabei geblieben, dass wir nicht zusammengehören. Angeblich steht die Familie an erster Stelle, dann käme ganz lange nichts und dann alles andere.
 
Ich habe immer wieder versucht, dass zu klären aber er war gar nicht bereit dazu – er hat Geschirr in der Küche zertrümmert - angeblich, damit ich endlich den Mund halte. Für mich war das schrecklich.
 
Trotzdem habe ich es weiter versucht – ich bin immer wieder zu ihm gegangen und habe ihn unter Tränen gebeten doch zur Vernunft zu kommen aber mir sind nur Gemeinheiten entgegengeschleudert worden. Immer wieder habe ich die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn gebeten, doch 3,5 Jahre nicht einfach so wegzuwerfen und er hat sie nur weggeschlagen und mich gefragt, wo denn mein Stolz sei.
 
Irgendwann hat er mich dann auch noch für meine atheistische Einstellung beschimpft, mir vorgeworfen, dass Bücher dazu in unserem Bücherregal stehen und mir gesagt, ich wolle ihn von seiner Religion wegbringen. Irgendwelche Vorstöße dahingehend habe ich nie unternommen und auch nie darüber nachgedacht – von mir aus kann er glauben, was er will.
 
Ich habe dann noch etliche Versuche unternommen das irgendwie zu klären, aber er hat immer wieder nur geschrien und geschimpft und mir gesagt, dass wir nicht zusammen passen.
 
Nach knapp 2,5 Stunden Streit und einer Vielzahl von Versuchen meinerseits alles irgendwie zu klären ist er gegangen. Ich habe schrecklich geweint und bin auch jetzt noch ganz durcheinander und verzweifelt. Ich weiß gerade nicht, was ich denken oder tun soll. Habe ich wirklich so viel falsch gemacht? Übersehe ich vielleicht irgendwas? Bin ich komplett im Unrecht?
Was soll ich denn jetzt bloß tun?
 
Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe...
 

Ja du sagst es selbst 'ich habe mich inmer bemüht rauszuziehen weil ich keibe lust hazte und ws mir nicht wochtig ist'

ihm ist es wichtig. Besonders wenn man heiratet sollten Gemeinsamkeiten da sein. Bei euch stimmt die Basis nicht und er hat recht damit, sich zu trennen. 

Du magst seine Familie nicht. Seine Religion nicht. Es macht keinen Sinn. Ihr solltet beide andere Partner haben, die besser passen. 

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19. Februar um 21:22
In Antwort auf karissia

Hallo Zusammen,
 
ich bin vollkommen verzweifelt... ich hatte gerade einen schrecklichen Streit mit meinem Partner und weiß überhaupt nicht weiter. Eigentlich dachte ich, die Welt sei in Ordnung. Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen - vor etwas mehr als einem Monat hat er mir einen Heiratsantrag gemacht.
 
Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden: Er ist religiös, ich hingegen bin überzeugte Atheistin. Er ist ein Familienmensch und ich bin eher eine Einzelgängerin. Die unterschiedliche Auffassung hinsichtlich Religion hat eigentlich nie wirklich zu Konflikten geführt - "Leben und leben lassen" war hier die Devise. Der Umgang mit der Familie und familiären Verpflichtungen hat in der Vergangenheit allerdings schon öfter zu Ärger geführt. 3 Jahre lang bin ich der Situation eigentlich grundsätzlich aus dem Weg gegangen und habe mich von seiner Familia abgekapselt in dem Wissen, dass ein reger Kontakt wichtig für ihn ist. Ich bin einfach anders aufgewachsen und messe dem nicht solch eine Bedeutung bei. Nichts desto trotz habe ich seine Bedürfnisse oft ignoriert und wir hatten deswegen auch immer wieder Streit.
 
Vor ungefähr vier Monaten haben wir noch einmal grundlegend über das Thema gesprochen und ich habe versprochen, mich mehr in die Familie zu integrieren. Ich habe mich (in meinen Augen) auch darum bemüht und bin in den letzten Monaten öfter zu familiären Anlässen mitgekommen und habe mich auch mal proaktiv gemeldet.
 
Am letzten Samstag hat er mich dann spontan gefragt ob wir am Sonntag bei seiner Familie brunchen können – mir war nicht danach, ich hatte keine Lust, was meinem Partner nicht gefallen hat. Das war dann auch der Auslöser für alles, was heute passiert ist. Ich bin Sonntag und gestern immer wieder auf ihn zugegangen um mit ihm darüber zu sprechen. Angangs habe ich vielleicht den falschen Weg gewählt und gesagt, dass er kein Recht hat sauer zu sein, nur weil ich einmal nicht springe, wenn er etwas vorschlägt. Als ich dann heute auf ihn zuging, ist alles vollkommen eskaliert.
 
Er hat mich nur beschimpft und mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein möchte. Ich musste hören, dass ich mich nie ernsthaft um seine Familie bemüht hätte und nichts geändert hätte oder dass das einfach nicht reichen würde. Ich habe die ganze Zeit versucht zu erklären, dass ich mich ehrlich und ernsthaft bemüht habe. Ich habe aufgehört mich aus allem rauszuziehen, bin mit zu Familientreffen gegangen und habe seine Schwester (der ich früher sehr reserviert gegenüber war) inzwischen ins Herz geschlossen. Irgendwie scheint das alles aber nicht zu zählen – angeblich war das nicht genug. Wenn ich versucht habe, mich zu verteidigen, wurde ich abgewürgt oder beschimpft – ein rationales und konstruktives Gespräch war gar nicht möglich. Ich habe immer wieder beteuert, dass ich es wirklich versuche aber er hat dann immer auf meine Verfehlungen der Vergangenheit oder den Sonntagsbrunch verwiesen zu dem ich nicht wollte. Meinen Argumenten gegenüber war er völlig verschlossen. Während ich versucht habe, das alles vernünftig zu besprechen, war er nur herablassend und gemein.
 
Zwischendurch fielen immer wieder Äußerungen wie “Halt die Fresse“ oder „Verpiss dich“. Er ist dabei geblieben, dass wir nicht zusammengehören. Angeblich steht die Familie an erster Stelle, dann käme ganz lange nichts und dann alles andere.
 
Ich habe immer wieder versucht, dass zu klären aber er war gar nicht bereit dazu – er hat Geschirr in der Küche zertrümmert - angeblich, damit ich endlich den Mund halte. Für mich war das schrecklich.
 
Trotzdem habe ich es weiter versucht – ich bin immer wieder zu ihm gegangen und habe ihn unter Tränen gebeten doch zur Vernunft zu kommen aber mir sind nur Gemeinheiten entgegengeschleudert worden. Immer wieder habe ich die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn gebeten, doch 3,5 Jahre nicht einfach so wegzuwerfen und er hat sie nur weggeschlagen und mich gefragt, wo denn mein Stolz sei.
 
Irgendwann hat er mich dann auch noch für meine atheistische Einstellung beschimpft, mir vorgeworfen, dass Bücher dazu in unserem Bücherregal stehen und mir gesagt, ich wolle ihn von seiner Religion wegbringen. Irgendwelche Vorstöße dahingehend habe ich nie unternommen und auch nie darüber nachgedacht – von mir aus kann er glauben, was er will.
 
Ich habe dann noch etliche Versuche unternommen das irgendwie zu klären, aber er hat immer wieder nur geschrien und geschimpft und mir gesagt, dass wir nicht zusammen passen.
 
Nach knapp 2,5 Stunden Streit und einer Vielzahl von Versuchen meinerseits alles irgendwie zu klären ist er gegangen. Ich habe schrecklich geweint und bin auch jetzt noch ganz durcheinander und verzweifelt. Ich weiß gerade nicht, was ich denken oder tun soll. Habe ich wirklich so viel falsch gemacht? Übersehe ich vielleicht irgendwas? Bin ich komplett im Unrecht?
Was soll ich denn jetzt bloß tun?
 
Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe...
 

Er hat dich beschimpft ist vollkommen ausgerastet wegen so was ?
Sei mir nicht böse, aber lieber jetzt als wenn du verheiratet bist - oder ?

Das ist jetzt kein Trost für dich - dafür bist du noch viel zu sehr in das Geschehen involviert . Ich habe allerdings mehr das Gefühl, dass er dich zurecht biegen wollte . Wenn man jemand aufrichtig liebt, hat man kein Problem damit - wenn die Religion nicht zusammengeht - oder jemand keinen Glauben hat . 

Das mit seiner Familie sehe ich auch nicht so eng - man ist ja nicht verpflichtet an jedem Familientreffen dabei zu sein . 

Ja, meine Liebe - wo ist dein Stolz ?
Du bist noch auf ihn zugegangen - wo er dich so schlimm beschimpft hat und Gegenstände auf den Boden warf . Ich denke es brodelte schon länger in ihm !!

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19. Februar um 21:25
In Antwort auf fresh0089

Ja du sagst es selbst 'ich habe mich inmer bemüht rauszuziehen weil ich keibe lust hazte und ws mir nicht wochtig ist'

ihm ist es wichtig. Besonders wenn man heiratet sollten Gemeinsamkeiten da sein. Bei euch stimmt die Basis nicht und er hat recht damit, sich zu trennen. 

Du magst seine Familie nicht. Seine Religion nicht. Es macht keinen Sinn. Ihr solltet beide andere Partner haben, die besser passen. 

Nein, ganz so ist es nicht. Ich habe nichts gegen seine Familie - ich bin einfach nur nicht so der Familienmensch und eher ein Einzelgänger. Das hat nichts mit Antipathie zu tun.

Gegen seine Religion habe ich ebenfalls nichts, ich habe nur eine andere Überzeugung und stehe generell auf dem Standpunkt, dass man andere Sichtweisen tolerieren sollte und jeder so leben sollte, wie es ihm gefällt.

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19. Februar um 21:27
In Antwort auf beulah_12891185

Er hat dich beschimpft ist vollkommen ausgerastet wegen so was ?
Sei mir nicht böse, aber lieber jetzt als wenn du verheiratet bist - oder ?

Das ist jetzt kein Trost für dich - dafür bist du noch viel zu sehr in das Geschehen involviert . Ich habe allerdings mehr das Gefühl, dass er dich zurecht biegen wollte . Wenn man jemand aufrichtig liebt, hat man kein Problem damit - wenn die Religion nicht zusammengeht - oder jemand keinen Glauben hat . 

Das mit seiner Familie sehe ich auch nicht so eng - man ist ja nicht verpflichtet an jedem Familientreffen dabei zu sein . 

Ja, meine Liebe - wo ist dein Stolz ?
Du bist noch auf ihn zugegangen - wo er dich so schlimm beschimpft hat und Gegenstände auf den Boden warf . Ich denke es brodelte schon länger in ihm !!

Danke für die offenen Worte... ich versuche mir selbst die ganze Zeit zu sagen, dass es besser ist, wenn es jetzt knallt als später. Es hat mich nur völlig unvorbereitet getroffen - vor 3 Tagen dachte ich noch, die ganze Welt sein in Ordnung und auf einmal fällt sie zusammen wie ein Kartenhaus.
Irgendwie weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll...

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19. Februar um 21:27
In Antwort auf karissia

Nein, ganz so ist es nicht. Ich habe nichts gegen seine Familie - ich bin einfach nur nicht so der Familienmensch und eher ein Einzelgänger. Das hat nichts mit Antipathie zu tun.

Gegen seine Religion habe ich ebenfalls nichts, ich habe nur eine andere Überzeugung und stehe generell auf dem Standpunkt, dass man andere Sichtweisen tolerieren sollte und jeder so leben sollte, wie es ihm gefällt.

Ich verstehe dich schon aber ihm ist das sehr wichtig. Euch fehlt die gemeinsame Basis. 

ihm ist das sehr wichtig 

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19. Februar um 21:30
In Antwort auf karissia

Danke für die offenen Worte... ich versuche mir selbst die ganze Zeit zu sagen, dass es besser ist, wenn es jetzt knallt als später. Es hat mich nur völlig unvorbereitet getroffen - vor 3 Tagen dachte ich noch, die ganze Welt sein in Ordnung und auf einmal fällt sie zusammen wie ein Kartenhaus.
Irgendwie weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll...

Nun, ich sehe es bei solchen Dingen immer so - lieber ein Ende mit Schrecken - als ein Schrecken ohne Ende .

Im Grunde genommen ist er ja wegen "nicht viel" explodiert . Das hätte er auch anders machen müssen - offensichtlich konnte er nicht .
Darum glaube ich - dass ihn das massiv gestört hat .

Nicht jeder Mensch ist tolerant
Die kanns du suchen gehen !

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19. Februar um 22:05
In Antwort auf karissia

Hallo Zusammen,
 
ich bin vollkommen verzweifelt... ich hatte gerade einen schrecklichen Streit mit meinem Partner und weiß überhaupt nicht weiter. Eigentlich dachte ich, die Welt sei in Ordnung. Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen - vor etwas mehr als einem Monat hat er mir einen Heiratsantrag gemacht.
 
Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden: Er ist religiös, ich hingegen bin überzeugte Atheistin. Er ist ein Familienmensch und ich bin eher eine Einzelgängerin. Die unterschiedliche Auffassung hinsichtlich Religion hat eigentlich nie wirklich zu Konflikten geführt - "Leben und leben lassen" war hier die Devise. Der Umgang mit der Familie und familiären Verpflichtungen hat in der Vergangenheit allerdings schon öfter zu Ärger geführt. 3 Jahre lang bin ich der Situation eigentlich grundsätzlich aus dem Weg gegangen und habe mich von seiner Familia abgekapselt in dem Wissen, dass ein reger Kontakt wichtig für ihn ist. Ich bin einfach anders aufgewachsen und messe dem nicht solch eine Bedeutung bei. Nichts desto trotz habe ich seine Bedürfnisse oft ignoriert und wir hatten deswegen auch immer wieder Streit.
 
Vor ungefähr vier Monaten haben wir noch einmal grundlegend über das Thema gesprochen und ich habe versprochen, mich mehr in die Familie zu integrieren. Ich habe mich (in meinen Augen) auch darum bemüht und bin in den letzten Monaten öfter zu familiären Anlässen mitgekommen und habe mich auch mal proaktiv gemeldet.
 
Am letzten Samstag hat er mich dann spontan gefragt ob wir am Sonntag bei seiner Familie brunchen können – mir war nicht danach, ich hatte keine Lust, was meinem Partner nicht gefallen hat. Das war dann auch der Auslöser für alles, was heute passiert ist. Ich bin Sonntag und gestern immer wieder auf ihn zugegangen um mit ihm darüber zu sprechen. Angangs habe ich vielleicht den falschen Weg gewählt und gesagt, dass er kein Recht hat sauer zu sein, nur weil ich einmal nicht springe, wenn er etwas vorschlägt. Als ich dann heute auf ihn zuging, ist alles vollkommen eskaliert.
 
Er hat mich nur beschimpft und mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein möchte. Ich musste hören, dass ich mich nie ernsthaft um seine Familie bemüht hätte und nichts geändert hätte oder dass das einfach nicht reichen würde. Ich habe die ganze Zeit versucht zu erklären, dass ich mich ehrlich und ernsthaft bemüht habe. Ich habe aufgehört mich aus allem rauszuziehen, bin mit zu Familientreffen gegangen und habe seine Schwester (der ich früher sehr reserviert gegenüber war) inzwischen ins Herz geschlossen. Irgendwie scheint das alles aber nicht zu zählen – angeblich war das nicht genug. Wenn ich versucht habe, mich zu verteidigen, wurde ich abgewürgt oder beschimpft – ein rationales und konstruktives Gespräch war gar nicht möglich. Ich habe immer wieder beteuert, dass ich es wirklich versuche aber er hat dann immer auf meine Verfehlungen der Vergangenheit oder den Sonntagsbrunch verwiesen zu dem ich nicht wollte. Meinen Argumenten gegenüber war er völlig verschlossen. Während ich versucht habe, das alles vernünftig zu besprechen, war er nur herablassend und gemein.
 
Zwischendurch fielen immer wieder Äußerungen wie “Halt die Fresse“ oder „Verpiss dich“. Er ist dabei geblieben, dass wir nicht zusammengehören. Angeblich steht die Familie an erster Stelle, dann käme ganz lange nichts und dann alles andere.
 
Ich habe immer wieder versucht, dass zu klären aber er war gar nicht bereit dazu – er hat Geschirr in der Küche zertrümmert - angeblich, damit ich endlich den Mund halte. Für mich war das schrecklich.
 
Trotzdem habe ich es weiter versucht – ich bin immer wieder zu ihm gegangen und habe ihn unter Tränen gebeten doch zur Vernunft zu kommen aber mir sind nur Gemeinheiten entgegengeschleudert worden. Immer wieder habe ich die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn gebeten, doch 3,5 Jahre nicht einfach so wegzuwerfen und er hat sie nur weggeschlagen und mich gefragt, wo denn mein Stolz sei.
 
Irgendwann hat er mich dann auch noch für meine atheistische Einstellung beschimpft, mir vorgeworfen, dass Bücher dazu in unserem Bücherregal stehen und mir gesagt, ich wolle ihn von seiner Religion wegbringen. Irgendwelche Vorstöße dahingehend habe ich nie unternommen und auch nie darüber nachgedacht – von mir aus kann er glauben, was er will.
 
Ich habe dann noch etliche Versuche unternommen das irgendwie zu klären, aber er hat immer wieder nur geschrien und geschimpft und mir gesagt, dass wir nicht zusammen passen.
 
Nach knapp 2,5 Stunden Streit und einer Vielzahl von Versuchen meinerseits alles irgendwie zu klären ist er gegangen. Ich habe schrecklich geweint und bin auch jetzt noch ganz durcheinander und verzweifelt. Ich weiß gerade nicht, was ich denken oder tun soll. Habe ich wirklich so viel falsch gemacht? Übersehe ich vielleicht irgendwas? Bin ich komplett im Unrecht?
Was soll ich denn jetzt bloß tun?
 
Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe...
 

Ich finde das Verhalten deines Freundes unmöglich, aber eurer beider Standpunkte legitim und leider nicht kompatibel.

Wenn es stimmt, dass du in letzter Zeit der Familie gegenüber zugänglicher warst, dann verstehe ich das Verhalten deines Freundes als Unersättlichkeit, dann wollte, nachdem er gesehen hatte, dass du dich bemühst, noch mehr, hatte seine Chance gewittert, dich weiter und weiter in die gewünschte Richtung zu biegen (oder zu manipulieren). Als er merkte, dass das nicht ging, rastete er aus. Oder es reicht ihm immer noch nicht. Wie auch immer es sich verhält: Es passt einfach nicht. Dein Freund kann und will dich nicht so lassen, wie du bist. Daher ist es vielleicht wirklich besser, wenn ihr getrennter Wege geht.
 

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19. Februar um 23:25
In Antwort auf karissia

Hallo Zusammen,
 
ich bin vollkommen verzweifelt... ich hatte gerade einen schrecklichen Streit mit meinem Partner und weiß überhaupt nicht weiter. Eigentlich dachte ich, die Welt sei in Ordnung. Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen - vor etwas mehr als einem Monat hat er mir einen Heiratsantrag gemacht.
 
Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden: Er ist religiös, ich hingegen bin überzeugte Atheistin. Er ist ein Familienmensch und ich bin eher eine Einzelgängerin. Die unterschiedliche Auffassung hinsichtlich Religion hat eigentlich nie wirklich zu Konflikten geführt - "Leben und leben lassen" war hier die Devise. Der Umgang mit der Familie und familiären Verpflichtungen hat in der Vergangenheit allerdings schon öfter zu Ärger geführt. 3 Jahre lang bin ich der Situation eigentlich grundsätzlich aus dem Weg gegangen und habe mich von seiner Familia abgekapselt in dem Wissen, dass ein reger Kontakt wichtig für ihn ist. Ich bin einfach anders aufgewachsen und messe dem nicht solch eine Bedeutung bei. Nichts desto trotz habe ich seine Bedürfnisse oft ignoriert und wir hatten deswegen auch immer wieder Streit.
 
Vor ungefähr vier Monaten haben wir noch einmal grundlegend über das Thema gesprochen und ich habe versprochen, mich mehr in die Familie zu integrieren. Ich habe mich (in meinen Augen) auch darum bemüht und bin in den letzten Monaten öfter zu familiären Anlässen mitgekommen und habe mich auch mal proaktiv gemeldet.
 
Am letzten Samstag hat er mich dann spontan gefragt ob wir am Sonntag bei seiner Familie brunchen können – mir war nicht danach, ich hatte keine Lust, was meinem Partner nicht gefallen hat. Das war dann auch der Auslöser für alles, was heute passiert ist. Ich bin Sonntag und gestern immer wieder auf ihn zugegangen um mit ihm darüber zu sprechen. Angangs habe ich vielleicht den falschen Weg gewählt und gesagt, dass er kein Recht hat sauer zu sein, nur weil ich einmal nicht springe, wenn er etwas vorschlägt. Als ich dann heute auf ihn zuging, ist alles vollkommen eskaliert.
 
Er hat mich nur beschimpft und mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein möchte. Ich musste hören, dass ich mich nie ernsthaft um seine Familie bemüht hätte und nichts geändert hätte oder dass das einfach nicht reichen würde. Ich habe die ganze Zeit versucht zu erklären, dass ich mich ehrlich und ernsthaft bemüht habe. Ich habe aufgehört mich aus allem rauszuziehen, bin mit zu Familientreffen gegangen und habe seine Schwester (der ich früher sehr reserviert gegenüber war) inzwischen ins Herz geschlossen. Irgendwie scheint das alles aber nicht zu zählen – angeblich war das nicht genug. Wenn ich versucht habe, mich zu verteidigen, wurde ich abgewürgt oder beschimpft – ein rationales und konstruktives Gespräch war gar nicht möglich. Ich habe immer wieder beteuert, dass ich es wirklich versuche aber er hat dann immer auf meine Verfehlungen der Vergangenheit oder den Sonntagsbrunch verwiesen zu dem ich nicht wollte. Meinen Argumenten gegenüber war er völlig verschlossen. Während ich versucht habe, das alles vernünftig zu besprechen, war er nur herablassend und gemein.
 
Zwischendurch fielen immer wieder Äußerungen wie “Halt die Fresse“ oder „Verpiss dich“. Er ist dabei geblieben, dass wir nicht zusammengehören. Angeblich steht die Familie an erster Stelle, dann käme ganz lange nichts und dann alles andere.
 
Ich habe immer wieder versucht, dass zu klären aber er war gar nicht bereit dazu – er hat Geschirr in der Küche zertrümmert - angeblich, damit ich endlich den Mund halte. Für mich war das schrecklich.
 
Trotzdem habe ich es weiter versucht – ich bin immer wieder zu ihm gegangen und habe ihn unter Tränen gebeten doch zur Vernunft zu kommen aber mir sind nur Gemeinheiten entgegengeschleudert worden. Immer wieder habe ich die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn gebeten, doch 3,5 Jahre nicht einfach so wegzuwerfen und er hat sie nur weggeschlagen und mich gefragt, wo denn mein Stolz sei.
 
Irgendwann hat er mich dann auch noch für meine atheistische Einstellung beschimpft, mir vorgeworfen, dass Bücher dazu in unserem Bücherregal stehen und mir gesagt, ich wolle ihn von seiner Religion wegbringen. Irgendwelche Vorstöße dahingehend habe ich nie unternommen und auch nie darüber nachgedacht – von mir aus kann er glauben, was er will.
 
Ich habe dann noch etliche Versuche unternommen das irgendwie zu klären, aber er hat immer wieder nur geschrien und geschimpft und mir gesagt, dass wir nicht zusammen passen.
 
Nach knapp 2,5 Stunden Streit und einer Vielzahl von Versuchen meinerseits alles irgendwie zu klären ist er gegangen. Ich habe schrecklich geweint und bin auch jetzt noch ganz durcheinander und verzweifelt. Ich weiß gerade nicht, was ich denken oder tun soll. Habe ich wirklich so viel falsch gemacht? Übersehe ich vielleicht irgendwas? Bin ich komplett im Unrecht?
Was soll ich denn jetzt bloß tun?
 
Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe...
 

Hmmm ich würde sagen, genau das ist der Punkt, dass es scheiterte.. 

"Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden"

Nach eigenen Selbstversuchen finde ich, dass man möglichst viele Gemeinsamkeiten haben soll.. Vor allem in grossen Themen.

Wie du selbst fesrgestellt hast, ist es ansonsten immer mir viel "Arbeit" verbunden dafür zu sorgen, dass der andere einen versteht.

Er hat sich, so kurz vor der Hochzeit vermutlich nochmals gründlich Gedanken gemacht, ob du wirklich die Eine bist.. und ist sich nun entweder unsicher oder er ist definitiv zum Schluss gekommen, dass ihr zu verschieden seid.

Ich versteh dich und deine jetzige Trauer.. so von jetzt auf gleich jemand Geliebtes zu verlieren ist sehr hart. 

Leider, leider liegt die Entscheidung nicht in deiner Hand.

Frag dich mal, ob du auf Dauer wirklich glücklich geworden wärst.. Ich glaube, wenn du lange genug nachdenkst, fallen dir ganz viele Dinge ein, die nicht so ganz passten..

Hervorragend um sich besser zu fühlen ist Sport. Zerstampfe den inneren Schweinehund (wenn du denn einen hast), krieg deinen Popo hoch und geh dich auspowern.

Wie alt bist du denn?


 

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20. Februar um 0:37
In Antwort auf karissia

Hallo Zusammen,
 
ich bin vollkommen verzweifelt... ich hatte gerade einen schrecklichen Streit mit meinem Partner und weiß überhaupt nicht weiter. Eigentlich dachte ich, die Welt sei in Ordnung. Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen - vor etwas mehr als einem Monat hat er mir einen Heiratsantrag gemacht.
 
Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden: Er ist religiös, ich hingegen bin überzeugte Atheistin. Er ist ein Familienmensch und ich bin eher eine Einzelgängerin. Die unterschiedliche Auffassung hinsichtlich Religion hat eigentlich nie wirklich zu Konflikten geführt - "Leben und leben lassen" war hier die Devise. Der Umgang mit der Familie und familiären Verpflichtungen hat in der Vergangenheit allerdings schon öfter zu Ärger geführt. 3 Jahre lang bin ich der Situation eigentlich grundsätzlich aus dem Weg gegangen und habe mich von seiner Familia abgekapselt in dem Wissen, dass ein reger Kontakt wichtig für ihn ist. Ich bin einfach anders aufgewachsen und messe dem nicht solch eine Bedeutung bei. Nichts desto trotz habe ich seine Bedürfnisse oft ignoriert und wir hatten deswegen auch immer wieder Streit.
 
Vor ungefähr vier Monaten haben wir noch einmal grundlegend über das Thema gesprochen und ich habe versprochen, mich mehr in die Familie zu integrieren. Ich habe mich (in meinen Augen) auch darum bemüht und bin in den letzten Monaten öfter zu familiären Anlässen mitgekommen und habe mich auch mal proaktiv gemeldet.
 
Am letzten Samstag hat er mich dann spontan gefragt ob wir am Sonntag bei seiner Familie brunchen können – mir war nicht danach, ich hatte keine Lust, was meinem Partner nicht gefallen hat. Das war dann auch der Auslöser für alles, was heute passiert ist. Ich bin Sonntag und gestern immer wieder auf ihn zugegangen um mit ihm darüber zu sprechen. Angangs habe ich vielleicht den falschen Weg gewählt und gesagt, dass er kein Recht hat sauer zu sein, nur weil ich einmal nicht springe, wenn er etwas vorschlägt. Als ich dann heute auf ihn zuging, ist alles vollkommen eskaliert.
 
Er hat mich nur beschimpft und mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein möchte. Ich musste hören, dass ich mich nie ernsthaft um seine Familie bemüht hätte und nichts geändert hätte oder dass das einfach nicht reichen würde. Ich habe die ganze Zeit versucht zu erklären, dass ich mich ehrlich und ernsthaft bemüht habe. Ich habe aufgehört mich aus allem rauszuziehen, bin mit zu Familientreffen gegangen und habe seine Schwester (der ich früher sehr reserviert gegenüber war) inzwischen ins Herz geschlossen. Irgendwie scheint das alles aber nicht zu zählen – angeblich war das nicht genug. Wenn ich versucht habe, mich zu verteidigen, wurde ich abgewürgt oder beschimpft – ein rationales und konstruktives Gespräch war gar nicht möglich. Ich habe immer wieder beteuert, dass ich es wirklich versuche aber er hat dann immer auf meine Verfehlungen der Vergangenheit oder den Sonntagsbrunch verwiesen zu dem ich nicht wollte. Meinen Argumenten gegenüber war er völlig verschlossen. Während ich versucht habe, das alles vernünftig zu besprechen, war er nur herablassend und gemein.
 
Zwischendurch fielen immer wieder Äußerungen wie “Halt die Fresse“ oder „Verpiss dich“. Er ist dabei geblieben, dass wir nicht zusammengehören. Angeblich steht die Familie an erster Stelle, dann käme ganz lange nichts und dann alles andere.
 
Ich habe immer wieder versucht, dass zu klären aber er war gar nicht bereit dazu – er hat Geschirr in der Küche zertrümmert - angeblich, damit ich endlich den Mund halte. Für mich war das schrecklich.
 
Trotzdem habe ich es weiter versucht – ich bin immer wieder zu ihm gegangen und habe ihn unter Tränen gebeten doch zur Vernunft zu kommen aber mir sind nur Gemeinheiten entgegengeschleudert worden. Immer wieder habe ich die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn gebeten, doch 3,5 Jahre nicht einfach so wegzuwerfen und er hat sie nur weggeschlagen und mich gefragt, wo denn mein Stolz sei.
 
Irgendwann hat er mich dann auch noch für meine atheistische Einstellung beschimpft, mir vorgeworfen, dass Bücher dazu in unserem Bücherregal stehen und mir gesagt, ich wolle ihn von seiner Religion wegbringen. Irgendwelche Vorstöße dahingehend habe ich nie unternommen und auch nie darüber nachgedacht – von mir aus kann er glauben, was er will.
 
Ich habe dann noch etliche Versuche unternommen das irgendwie zu klären, aber er hat immer wieder nur geschrien und geschimpft und mir gesagt, dass wir nicht zusammen passen.
 
Nach knapp 2,5 Stunden Streit und einer Vielzahl von Versuchen meinerseits alles irgendwie zu klären ist er gegangen. Ich habe schrecklich geweint und bin auch jetzt noch ganz durcheinander und verzweifelt. Ich weiß gerade nicht, was ich denken oder tun soll. Habe ich wirklich so viel falsch gemacht? Übersehe ich vielleicht irgendwas? Bin ich komplett im Unrecht?
Was soll ich denn jetzt bloß tun?
 
Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe...
 

Zwischendurch fielen immer wieder Äußerungen wie “Halt die Fresse“ oder „Verpiss dich“. Er ist dabei geblieben, dass wir nicht zusammengehören. Angeblich steht die Familie an erster Stelle, dann käme ganz lange nichts und dann alles andere.

Es ist nichts falsches in der Familie oder in der Religion Halt zu finden. Noch besser wäre es, sich selber Halt zu sein. Und auf einen Mann, der sich verbal so dermassen vergisst, kannst du definitiv verzichten.  

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20. Februar um 6:20
In Antwort auf karissia

Hallo Zusammen,
 
ich bin vollkommen verzweifelt... ich hatte gerade einen schrecklichen Streit mit meinem Partner und weiß überhaupt nicht weiter. Eigentlich dachte ich, die Welt sei in Ordnung. Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen - vor etwas mehr als einem Monat hat er mir einen Heiratsantrag gemacht.
 
Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden: Er ist religiös, ich hingegen bin überzeugte Atheistin. Er ist ein Familienmensch und ich bin eher eine Einzelgängerin. Die unterschiedliche Auffassung hinsichtlich Religion hat eigentlich nie wirklich zu Konflikten geführt - "Leben und leben lassen" war hier die Devise. Der Umgang mit der Familie und familiären Verpflichtungen hat in der Vergangenheit allerdings schon öfter zu Ärger geführt. 3 Jahre lang bin ich der Situation eigentlich grundsätzlich aus dem Weg gegangen und habe mich von seiner Familia abgekapselt in dem Wissen, dass ein reger Kontakt wichtig für ihn ist. Ich bin einfach anders aufgewachsen und messe dem nicht solch eine Bedeutung bei. Nichts desto trotz habe ich seine Bedürfnisse oft ignoriert und wir hatten deswegen auch immer wieder Streit.
 
Vor ungefähr vier Monaten haben wir noch einmal grundlegend über das Thema gesprochen und ich habe versprochen, mich mehr in die Familie zu integrieren. Ich habe mich (in meinen Augen) auch darum bemüht und bin in den letzten Monaten öfter zu familiären Anlässen mitgekommen und habe mich auch mal proaktiv gemeldet.
 
Am letzten Samstag hat er mich dann spontan gefragt ob wir am Sonntag bei seiner Familie brunchen können – mir war nicht danach, ich hatte keine Lust, was meinem Partner nicht gefallen hat. Das war dann auch der Auslöser für alles, was heute passiert ist. Ich bin Sonntag und gestern immer wieder auf ihn zugegangen um mit ihm darüber zu sprechen. Angangs habe ich vielleicht den falschen Weg gewählt und gesagt, dass er kein Recht hat sauer zu sein, nur weil ich einmal nicht springe, wenn er etwas vorschlägt. Als ich dann heute auf ihn zuging, ist alles vollkommen eskaliert.
 
Er hat mich nur beschimpft und mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein möchte. Ich musste hören, dass ich mich nie ernsthaft um seine Familie bemüht hätte und nichts geändert hätte oder dass das einfach nicht reichen würde. Ich habe die ganze Zeit versucht zu erklären, dass ich mich ehrlich und ernsthaft bemüht habe. Ich habe aufgehört mich aus allem rauszuziehen, bin mit zu Familientreffen gegangen und habe seine Schwester (der ich früher sehr reserviert gegenüber war) inzwischen ins Herz geschlossen. Irgendwie scheint das alles aber nicht zu zählen – angeblich war das nicht genug. Wenn ich versucht habe, mich zu verteidigen, wurde ich abgewürgt oder beschimpft – ein rationales und konstruktives Gespräch war gar nicht möglich. Ich habe immer wieder beteuert, dass ich es wirklich versuche aber er hat dann immer auf meine Verfehlungen der Vergangenheit oder den Sonntagsbrunch verwiesen zu dem ich nicht wollte. Meinen Argumenten gegenüber war er völlig verschlossen. Während ich versucht habe, das alles vernünftig zu besprechen, war er nur herablassend und gemein.
 
Zwischendurch fielen immer wieder Äußerungen wie “Halt die Fresse“ oder „Verpiss dich“. Er ist dabei geblieben, dass wir nicht zusammengehören. Angeblich steht die Familie an erster Stelle, dann käme ganz lange nichts und dann alles andere.
 
Ich habe immer wieder versucht, dass zu klären aber er war gar nicht bereit dazu – er hat Geschirr in der Küche zertrümmert - angeblich, damit ich endlich den Mund halte. Für mich war das schrecklich.
 
Trotzdem habe ich es weiter versucht – ich bin immer wieder zu ihm gegangen und habe ihn unter Tränen gebeten doch zur Vernunft zu kommen aber mir sind nur Gemeinheiten entgegengeschleudert worden. Immer wieder habe ich die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn gebeten, doch 3,5 Jahre nicht einfach so wegzuwerfen und er hat sie nur weggeschlagen und mich gefragt, wo denn mein Stolz sei.
 
Irgendwann hat er mich dann auch noch für meine atheistische Einstellung beschimpft, mir vorgeworfen, dass Bücher dazu in unserem Bücherregal stehen und mir gesagt, ich wolle ihn von seiner Religion wegbringen. Irgendwelche Vorstöße dahingehend habe ich nie unternommen und auch nie darüber nachgedacht – von mir aus kann er glauben, was er will.
 
Ich habe dann noch etliche Versuche unternommen das irgendwie zu klären, aber er hat immer wieder nur geschrien und geschimpft und mir gesagt, dass wir nicht zusammen passen.
 
Nach knapp 2,5 Stunden Streit und einer Vielzahl von Versuchen meinerseits alles irgendwie zu klären ist er gegangen. Ich habe schrecklich geweint und bin auch jetzt noch ganz durcheinander und verzweifelt. Ich weiß gerade nicht, was ich denken oder tun soll. Habe ich wirklich so viel falsch gemacht? Übersehe ich vielleicht irgendwas? Bin ich komplett im Unrecht?
Was soll ich denn jetzt bloß tun?
 
Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe...
 

Übersehe ich vielleicht irgendwas?

Du hast vor 3,5 Jahren "übersehen", dass ihr nicht zusammen passt. Liebe kann nur eine kurze Zeit darüber hinweg täuschen, wenn man zu unterschiedliche Lebenseinstellungen- und ansichten hat.

Es tut mir sehr leid für Dich und Du hast diese Lektion jetzt auf die harte Tour (kurz vor der Hochzeit) lernen müssen.

Es ist gut, dass das alles jetzt passiert ist und nicht erst, wenn Du verheiratet bist und einige Kinder mit ihm hast. Die hättet ihr nämlich mit in den Abgrund gerissen.

Was soll ich denn jetzt bloß tun?

Die Trennung akzeptieren, Dich von dieser Beziehung erholen und daraus lernen, dass man als Paar mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze haben muss.
 

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20. Februar um 8:16
In Antwort auf dory_981615

Übersehe ich vielleicht irgendwas?

Du hast vor 3,5 Jahren "übersehen", dass ihr nicht zusammen passt. Liebe kann nur eine kurze Zeit darüber hinweg täuschen, wenn man zu unterschiedliche Lebenseinstellungen- und ansichten hat.

Es tut mir sehr leid für Dich und Du hast diese Lektion jetzt auf die harte Tour (kurz vor der Hochzeit) lernen müssen.

Es ist gut, dass das alles jetzt passiert ist und nicht erst, wenn Du verheiratet bist und einige Kinder mit ihm hast. Die hättet ihr nämlich mit in den Abgrund gerissen.

Was soll ich denn jetzt bloß tun?

Die Trennung akzeptieren, Dich von dieser Beziehung erholen und daraus lernen, dass man als Paar mehr Gemeinsamkeiten als Gegensätze haben muss.
 

Anfügung:
Jemand finden der Toleranz walten lässt zumindest in Religionsfragen !
Und sich dessen bedient, dass Liebe nur wachsen kann, wenn man im Stande ist den anderen im Grundgerüst sein zu lassen, wie er ist .

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20. Februar um 8:50

"Halt die Fresse" und "Verpiss dich" würde ein Partner zu mir genau ein einziges Mal sagen und dann wäre der so schnell aus dem Haus, so schnell könnte der/die gar nicht schauen und ich würde nie wieder ein ernsthaftes Wort mit ihm/ihr sprechen. Sowas geht ja mal überhaupt gar nicht. Das wäre für mich Trennung und zwar mit sofortiger Wirkung.

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20. Februar um 10:30
In Antwort auf lacaracol

Hmmm ich würde sagen, genau das ist der Punkt, dass es scheiterte.. 

"Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden"

Nach eigenen Selbstversuchen finde ich, dass man möglichst viele Gemeinsamkeiten haben soll.. Vor allem in grossen Themen.

Wie du selbst fesrgestellt hast, ist es ansonsten immer mir viel "Arbeit" verbunden dafür zu sorgen, dass der andere einen versteht.

Er hat sich, so kurz vor der Hochzeit vermutlich nochmals gründlich Gedanken gemacht, ob du wirklich die Eine bist.. und ist sich nun entweder unsicher oder er ist definitiv zum Schluss gekommen, dass ihr zu verschieden seid.

Ich versteh dich und deine jetzige Trauer.. so von jetzt auf gleich jemand Geliebtes zu verlieren ist sehr hart. 

Leider, leider liegt die Entscheidung nicht in deiner Hand.

Frag dich mal, ob du auf Dauer wirklich glücklich geworden wärst.. Ich glaube, wenn du lange genug nachdenkst, fallen dir ganz viele Dinge ein, die nicht so ganz passten..

Hervorragend um sich besser zu fühlen ist Sport. Zerstampfe den inneren Schweinehund (wenn du denn einen hast), krieg deinen Popo hoch und geh dich auspowern.

Wie alt bist du denn?


 

Hey,

vielen Dank für deinen Rat
Ich bin 35, eigentlich wollte ich nie heiraten und schon gar keine Familie gründen... jetzt habe ich mich doch darauf eingelassen und das ist das Ergebnis

Wahrscheinlich muss ich den Schock erst einmal verdauen... Ich weiß gerade gar nicht wie... Er ist gestern dann doch wieder nach Hause gekommen, geredet haben wir allerdings nicht. Ich bin mit der ganzen Situation immer noch total überfordert

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20. Februar um 10:37

Das ist ja der Witz... seine Religion lebt er eigentlich gar nicht aus... Theoretisch ist er Moslem aber praktisch isst er hin und wieder Schweinefleisch, er betet nicht, er fastet nicht - eigentlich macht er gar nichts in dieser Richtung. Das Thema der unterschiedlichen religiösen Einstellung hatten wir bisher nie - es war immer egal. Keine Ahnung wo das plötzlich herkam

Seine Familie ist nur zeitweise hier, sie pendeln zwischen Deutschland und ihrer Heimat. Wenn ich auf die letzten 3 Wochenenden gucke, war ich an zwei davon dort - einmal nachmittags zum Familienessen und das Wochenende danach war ich mit seiner Mutter und meiner Mutter brunchen.

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20. Februar um 10:54

vielleicht hat er auch druck von seiner familien bekommen, nachdem er ihnen gesagt hat, dass er dir einen antrag gemacht hat und die situation ist ihm über den kopf gewachsen, was natürlich sein verhalten nicht entschuldigen soll.
es sieht für mich so aus, als hätte es schon lange in ihm gearbeitet und jetzt kam der ausbruch.
auch wenn er sich jetzt entschuldigen sollte, würde ich eine hochzeit erstmal nicht planen.

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20. Februar um 11:01

Da hast du Recht... ich weiß auch gar nicht ob ich das noch will. Irgendwie ist mein Vertrauen tief erschüttert... sowohl die verbalen Attacken als auch die Tatsache, dass er alles einfach weggeworfen hat, haben mich ganz schön mitgenommen. Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll

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20. Februar um 11:38
In Antwort auf karissia

Da hast du Recht... ich weiß auch gar nicht ob ich das noch will. Irgendwie ist mein Vertrauen tief erschüttert... sowohl die verbalen Attacken als auch die Tatsache, dass er alles einfach weggeworfen hat, haben mich ganz schön mitgenommen. Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll

es wird sich sicherlich einiges relativieren.
aber das er dich so grundsätzlich in frage stellt, würde mich auch erschüttern.
 

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20. Februar um 11:49
In Antwort auf lexie_12061390

es wird sich sicherlich einiges relativieren.
aber das er dich so grundsätzlich in frage stellt, würde mich auch erschüttern.
 

Kann man solche Beleidigungen relativieren?

Es zeigt einfach mangelnden Respekt vor dem Partner und ist nicht mal eben so mit südländischem Temperament zu entschuldigen-

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20. Februar um 11:54
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Kann man solche Beleidigungen relativieren?

Es zeigt einfach mangelnden Respekt vor dem Partner und ist nicht mal eben so mit südländischem Temperament zu entschuldigen-

ich meinte nicht seine beleidigungen, die gesamtsituation.
 

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21. Februar um 11:01
In Antwort auf karissia

Das ist ja der Witz... seine Religion lebt er eigentlich gar nicht aus... Theoretisch ist er Moslem aber praktisch isst er hin und wieder Schweinefleisch, er betet nicht, er fastet nicht - eigentlich macht er gar nichts in dieser Richtung. Das Thema der unterschiedlichen religiösen Einstellung hatten wir bisher nie - es war immer egal. Keine Ahnung wo das plötzlich herkam

Seine Familie ist nur zeitweise hier, sie pendeln zwischen Deutschland und ihrer Heimat. Wenn ich auf die letzten 3 Wochenenden gucke, war ich an zwei davon dort - einmal nachmittags zum Familienessen und das Wochenende danach war ich mit seiner Mutter und meiner Mutter brunchen.

Herkunft prägt, das damit verbundene Wertegefüge sitzt tief. Dass es zu Beginn mit euch gut funktioniert hat, lag wohl daran, dass du mit deiner toleranten Weltsicht keinen Wiederstand botest. Je länger es nun dauert, je mehr Fragen nach der Zukunft auftauchen, geht es um klassische Lebensmuster und Rollenbilder. Und da wird ihm ausgerechnet deine joviale, unverbindliche Art zum Problem. Denn du bist auf deine Weise selbständiger und sicherer, weniger auf die Beurteilung von Aussen und die Integration in einer Familie angewiesen.
Sorry, ihr passt unglaublich schlecht zueinander. Ein Rudel-Männchen an der Seite eines Alphaweibchens wird über kurz oder lang zum hinterhältigen Wadenbeisser. 
Und noch was: Dieses Familie-zuerst-Geschwafel ist beliebt bei Menschen ohne Eigenständigkeit und Stärke. Ein Relikt aus Zeiten, wo auch zwischen Mittelmehr und Nordsee das Überleben alleinig durch die Sippe bestimmt und garantiert wurde. Damit verknüpft sind bis heute Instrumente der Unterdrückung, die gerne als Traditionen gepriesen werden. Als Frau wäre ich extrem vorsichtig. 
 

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21. Februar um 11:10
In Antwort auf lexie_12061390

vielleicht hat er auch druck von seiner familien bekommen, nachdem er ihnen gesagt hat, dass er dir einen antrag gemacht hat und die situation ist ihm über den kopf gewachsen, was natürlich sein verhalten nicht entschuldigen soll.
es sieht für mich so aus, als hätte es schon lange in ihm gearbeitet und jetzt kam der ausbruch.
auch wenn er sich jetzt entschuldigen sollte, würde ich eine hochzeit erstmal nicht planen.

Eine hübsche Erklärung die deutlicher nicht zeigen könnte, mit was für einem überforderten Kindskopf es Karissia zu tun hat. Ganz ehrlich, solche Männer sind der Horror, auch gesellschaftlich, gleich welcher Herkunft. Und die Erfahrung zeigt, sie bleiben es bis ins hohe Alter. 

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21. Februar um 11:25
In Antwort auf steinundwasser

Herkunft prägt, das damit verbundene Wertegefüge sitzt tief. Dass es zu Beginn mit euch gut funktioniert hat, lag wohl daran, dass du mit deiner toleranten Weltsicht keinen Wiederstand botest. Je länger es nun dauert, je mehr Fragen nach der Zukunft auftauchen, geht es um klassische Lebensmuster und Rollenbilder. Und da wird ihm ausgerechnet deine joviale, unverbindliche Art zum Problem. Denn du bist auf deine Weise selbständiger und sicherer, weniger auf die Beurteilung von Aussen und die Integration in einer Familie angewiesen.
Sorry, ihr passt unglaublich schlecht zueinander. Ein Rudel-Männchen an der Seite eines Alphaweibchens wird über kurz oder lang zum hinterhältigen Wadenbeisser. 
Und noch was: Dieses Familie-zuerst-Geschwafel ist beliebt bei Menschen ohne Eigenständigkeit und Stärke. Ein Relikt aus Zeiten, wo auch zwischen Mittelmehr und Nordsee das Überleben alleinig durch die Sippe bestimmt und garantiert wurde. Damit verknüpft sind bis heute Instrumente der Unterdrückung, die gerne als Traditionen gepriesen werden. Als Frau wäre ich extrem vorsichtig. 
 

Selten so einen guten, weitblickenden, analytischen und hilfreichen Kommentar gelesen.

Genau so ist ist!

Amen!

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2. März um 17:47

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für euren Beistand, eure Ratschläge und eure Anteilnahme. Inzwischen ist einige Zeit vergangen und mir geht es viel besser. Das habe ich vor allem euch zu verdanken. Ihr habt mich wirklich aus einem Tief geholt und mir gezeigt, dass das Ende einer Beziehung nicht das Ende der Welt ist.

Vielen Dank,
Karissia

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2. März um 17:58
In Antwort auf karissia

Hallo ihr Lieben,

vielen Dank für euren Beistand, eure Ratschläge und eure Anteilnahme. Inzwischen ist einige Zeit vergangen und mir geht es viel besser. Das habe ich vor allem euch zu verdanken. Ihr habt mich wirklich aus einem Tief geholt und mir gezeigt, dass das Ende einer Beziehung nicht das Ende der Welt ist.

Vielen Dank,
Karissia

Oh das freut mich dass es dir wieder besser geht. Endlich auch mal was erfreuliches hier zu lesen 

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2. März um 18:19
In Antwort auf karissia

Hallo Zusammen,
 
ich bin vollkommen verzweifelt... ich hatte gerade einen schrecklichen Streit mit meinem Partner und weiß überhaupt nicht weiter. Eigentlich dachte ich, die Welt sei in Ordnung. Wir sind seit 3,5 Jahren zusammen - vor etwas mehr als einem Monat hat er mir einen Heiratsantrag gemacht.
 
Grundsätzlich sind wir in einigen Dingen verschieden: Er ist religiös, ich hingegen bin überzeugte Atheistin. Er ist ein Familienmensch und ich bin eher eine Einzelgängerin. Die unterschiedliche Auffassung hinsichtlich Religion hat eigentlich nie wirklich zu Konflikten geführt - "Leben und leben lassen" war hier die Devise. Der Umgang mit der Familie und familiären Verpflichtungen hat in der Vergangenheit allerdings schon öfter zu Ärger geführt. 3 Jahre lang bin ich der Situation eigentlich grundsätzlich aus dem Weg gegangen und habe mich von seiner Familia abgekapselt in dem Wissen, dass ein reger Kontakt wichtig für ihn ist. Ich bin einfach anders aufgewachsen und messe dem nicht solch eine Bedeutung bei. Nichts desto trotz habe ich seine Bedürfnisse oft ignoriert und wir hatten deswegen auch immer wieder Streit.
 
Vor ungefähr vier Monaten haben wir noch einmal grundlegend über das Thema gesprochen und ich habe versprochen, mich mehr in die Familie zu integrieren. Ich habe mich (in meinen Augen) auch darum bemüht und bin in den letzten Monaten öfter zu familiären Anlässen mitgekommen und habe mich auch mal proaktiv gemeldet.
 
Am letzten Samstag hat er mich dann spontan gefragt ob wir am Sonntag bei seiner Familie brunchen können – mir war nicht danach, ich hatte keine Lust, was meinem Partner nicht gefallen hat. Das war dann auch der Auslöser für alles, was heute passiert ist. Ich bin Sonntag und gestern immer wieder auf ihn zugegangen um mit ihm darüber zu sprechen. Angangs habe ich vielleicht den falschen Weg gewählt und gesagt, dass er kein Recht hat sauer zu sein, nur weil ich einmal nicht springe, wenn er etwas vorschlägt. Als ich dann heute auf ihn zuging, ist alles vollkommen eskaliert.
 
Er hat mich nur beschimpft und mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir zusammen sein möchte. Ich musste hören, dass ich mich nie ernsthaft um seine Familie bemüht hätte und nichts geändert hätte oder dass das einfach nicht reichen würde. Ich habe die ganze Zeit versucht zu erklären, dass ich mich ehrlich und ernsthaft bemüht habe. Ich habe aufgehört mich aus allem rauszuziehen, bin mit zu Familientreffen gegangen und habe seine Schwester (der ich früher sehr reserviert gegenüber war) inzwischen ins Herz geschlossen. Irgendwie scheint das alles aber nicht zu zählen – angeblich war das nicht genug. Wenn ich versucht habe, mich zu verteidigen, wurde ich abgewürgt oder beschimpft – ein rationales und konstruktives Gespräch war gar nicht möglich. Ich habe immer wieder beteuert, dass ich es wirklich versuche aber er hat dann immer auf meine Verfehlungen der Vergangenheit oder den Sonntagsbrunch verwiesen zu dem ich nicht wollte. Meinen Argumenten gegenüber war er völlig verschlossen. Während ich versucht habe, das alles vernünftig zu besprechen, war er nur herablassend und gemein.
 
Zwischendurch fielen immer wieder Äußerungen wie “Halt die Fresse“ oder „Verpiss dich“. Er ist dabei geblieben, dass wir nicht zusammengehören. Angeblich steht die Familie an erster Stelle, dann käme ganz lange nichts und dann alles andere.
 
Ich habe immer wieder versucht, dass zu klären aber er war gar nicht bereit dazu – er hat Geschirr in der Küche zertrümmert - angeblich, damit ich endlich den Mund halte. Für mich war das schrecklich.
 
Trotzdem habe ich es weiter versucht – ich bin immer wieder zu ihm gegangen und habe ihn unter Tränen gebeten doch zur Vernunft zu kommen aber mir sind nur Gemeinheiten entgegengeschleudert worden. Immer wieder habe ich die Hand nach ihm ausgestreckt und ihn gebeten, doch 3,5 Jahre nicht einfach so wegzuwerfen und er hat sie nur weggeschlagen und mich gefragt, wo denn mein Stolz sei.
 
Irgendwann hat er mich dann auch noch für meine atheistische Einstellung beschimpft, mir vorgeworfen, dass Bücher dazu in unserem Bücherregal stehen und mir gesagt, ich wolle ihn von seiner Religion wegbringen. Irgendwelche Vorstöße dahingehend habe ich nie unternommen und auch nie darüber nachgedacht – von mir aus kann er glauben, was er will.
 
Ich habe dann noch etliche Versuche unternommen das irgendwie zu klären, aber er hat immer wieder nur geschrien und geschimpft und mir gesagt, dass wir nicht zusammen passen.
 
Nach knapp 2,5 Stunden Streit und einer Vielzahl von Versuchen meinerseits alles irgendwie zu klären ist er gegangen. Ich habe schrecklich geweint und bin auch jetzt noch ganz durcheinander und verzweifelt. Ich weiß gerade nicht, was ich denken oder tun soll. Habe ich wirklich so viel falsch gemacht? Übersehe ich vielleicht irgendwas? Bin ich komplett im Unrecht?
Was soll ich denn jetzt bloß tun?
 
Schon einmal vielen Dank für eure Hilfe...
 

Und warum verpisst du dich nicht? So etwas sagt kein Mann zu mir, ohne dass es Konsequenzen hätte! 

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2. März um 19:22
In Antwort auf userinhh

Und warum verpisst du dich nicht? So etwas sagt kein Mann zu mir, ohne dass es Konsequenzen hätte! 

sie hat doch die Beziehung beendet. was noch???

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