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Herz, Vernunft oder keins von beiden??

9. November 2013 um 9:56 Letzte Antwort: 10. November 2013 um 21:25

Hallo
ich mache das zum ersten Mal und hoffe, dass ich hier richtig bin. Ich bin gerade etwas ratlos und dachte vielleicht würden mich verschiedene Sichtweisen zu einer Entscheidung führen.

Bis vor 4 Monaten war ich mit meinem Verlobten schon 5 Jahre zusammen. Wir haben uns getrennt, weil wir uns ständig stritten. Ich machte ihm Vorwürfe und er machte mir Vorwürfe. Es war eigentlich furchtbar. Weder ich noch er haben es geschafft vernünftige Schritte zu gehen. Ich muss dazu sagen, dass es eine Fernbeziehung war und aufgrund dessen schon war es schwer. Aber wir haben uns geliebt. Auch wenn es für mich Themen gab die unüberwindbar waren, habe ich ihm verziehen und weitergemacht. Nach der Trennung war ich so erleichtert, dass ich nicht mehr über Lösungen oder die Zukunft nachdenken musste. Ich war diejenige die das Land wechseln wollte für uns. Es ist alles in allem sehr risikoreich gewesen, aber ich wollte es unbedingt. Nebenher studiere ich ein Fach, dass unglaublich zeitaufwendig und psychisch sehr belastend ist. Es war alles einfach zuviel. ich war überfordert. Daher die Erleichterung.
Und ich war auch erleichtert, weil er seit Jahren versucht etwas auf die Beine zu stellen. Er ist Musiker. Gleichzeitig will er auch auf festen Beinen stehen, so sagt er hat aber in der Vergangenheit nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Alles in allem ist er ein Chaot, der Anleitung oder Unterstützung braucht. DIe ich ihm aber nicht geben konnte, da ich selber chaotisch bin und besonders in dieser schweren Prüfungsphase brauchte ich ebenfalls Festigkeit und Unterstützung.

In der Zeit in der wir getrennt waren habe ich jemanden kennengelernt. Er ist unglaublich verlässlich. Mit allem schon fertig. Ist Buchhalter, hat ein Haus. Bildet sich auch noch weiter. Ist der perfekte Mann zum heiraten und Kinder kriegen. Alles einfach perfekt. Bis auf die Liebe die fehlt. Ich empfinde einfach keine Liebe. Wir treffen uns regelmäßig seit etwa 2 Monaten. Aber ich empfinde nicht das was ich für meinen Ex empfunden habe. Ich fühle mich einfach nicht zugehörig oder zuhause oder als seine Frau. Ich fühle einfach nichts. Es ist so traurig, weil ich genau diese Erwartungen an meinen Ex hatte und mit ihm ein langweiliges stabiles auf festen Säulen stehendes Leben gewünscht habe.

So und jetzt kommt noch dazu, dass mein Ex mich kontaktiert hat. Er liebe mich noch und wolle wieder mit mir reden und für alles was passiert ist noch mal versuchen eine Lösung zu finden und zusammen kommen.

Jetzt steh ich da und weiss nicht weiter. Ich liebe ihn noch. Für den anderen empfinde ich keine Liebe, aber er ist ein toller Mensch und verletzen will ich ihn auf keinen Fall.

Also habe ich die Wahl eine Entscheidung zu treffen, entweder meinem Herzen zu folgen oder meiner Vernunft.

Was soll man da bloß tun?

Mfg pipij

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9. November 2013 um 11:25

Nach...
... zwei Monaten ist es noch nicht möglich, Vergleiche anzustellen zwischen dem momentanen Freund und dem Ex. Ganz einfach, weil ihr in der kurzen Zeit noch nicht wirklich die Nähe hattet, die Du mit Deinem Ex in mehreren Jahren hattest.

Wenn Du Deinem Neuen tatsächlich eine Chance geben willst, dann blende Deinen Ex aus und vermeide Vergleiche! Lass Dich ohne Vorbehalte auf den Neuen ein. Das ist die Schwierigkeit - und dann kann es auch sein, dass Du über Zuneigung hinausgehende Gefühle entdeckst. So, wie es im Moment läuft, ist das unmöglich. Dazu lässt Du Deinen Ex zu sehr bestimmen, wie Liebesgefühle auszusehen haben.

Wenn Du Deinen Ex zurückhaben willst, dann solltest Du Dich damit anfreunden, dass er sich vielleicht ein Stück weit ändern kann und will, aber dass das nicht von heute auf morgen geht. Rückschläge sind vorprogrammiert und damit auch evtl. Frust und Vorwürfe. Hier müsstest Du lernen, loszulassen, locker zu sein. Nicht aus allem ein Drama zu machen und Dich vor allem nicht für ihn verantwortlich zu fühlen. Er muss sein Leben allein hinkriegen. Der Partner kann Unterstützung leisten, aber nur in einem gewissen Maße. Trost und Zuwendung und ein offenes Ohr. Den Rest muss man alleine machen. Und das ist auch gut so.

Egal, für wen Du Dich entscheidest, geh ehrlich mit beiden um. Nichts ist schlimmer, als wenn man wochen- oder monatelang hingehalten wird. Die Zeit ist gestohlen und kann nicht mehr zurückgegeben werden.

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10. November 2013 um 19:17

Danke für die schnellen Antworten.

Dass ich mich entscheiden muss ist gar keine Frage. Es hat sich alles unglaublich schnell entwickelt. Ich hatte neben dem lernen nicht soviel Zeit und Kraft darüber nachzudenken was denn nun werden soll mit dem "Neuen". Verwirrt hat mich dann mein Ex, vor zwei Tagen erst. :/

Ich frage mich auch, ob man sich überhaupt ändern kann. Kann man lernen zur Ruhe zu kommen oder rücksichtsvoll mit dem Partner umzugehen? Oder bleibt jeder so wie er ist? Ich versuche zB Eigenschaften, die mir oder anderen nicht gut tun zu hinterfragen und wenn möglich so gut es geht zu ändern.


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10. November 2013 um 21:25

Herz oder Verstand
beides

Ein Tipp: It's simple, when it's right...
Ich denke, dass stimmt.....Wenn eine Beziehung nur Stress macht, ist sie nicht richtig.

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