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Herz und Verstand... zwei Verschiedne Dinge

11. Januar 2008 um 21:20

Ich habe mich nach 18 Jahren Ehe von meinem Mann getrennt. Er war mein Traummann... ich wäre und bin für Ihn durch die Hölle gegangen. Alle meinen er sei ein A...loch , ich war auf meine Art glücklich mit ihm. Getrennt habe ich mich von ihm, weil er ständig eine Freundin nebenher hatte, Gespräche darüber abgelehnt wurden. Sei alles nur in meinem Kopf... hab Ihn aber mehrfach... auf...denselben erwischt. Hab versucht ich zu ändern, besser zu sein , mehr zu tun mich ganz einzubringen.
hab mich irgenwo verloren. Ich habe ihm nach langem (2 Jahre)inneren hin und her gesagt habe, dass ich in meine Heimat zurückkehre, und meine letzte Chance ergreifen will... habe nach einem Gespräch mit meinem früheren Arbeitgeber meine alte Stelle nach 13 Jahren Auslandsaufenthalt per Tel zugesagt bekommen !!! sagte er: ich glaube es ist das beste für Dich.
Ich glaube noch heute, dass er mich liebt- auf seine Art und Weise, und dass einfach dass wir uns einfach verloren hatten. Konnte das aber alleine auch nicht lösen.
Bin mit einem Koffer zurückgekehrt, im Alter von 46 Jahren erst mal bei meinen Eltern eingezogen... Mein Leben verläuft bestens. Ich stehe heute wieder und sehr stark undselbstbewusst auf den Beinen. Die ersten Monate dachte ich ich müsste zusammenbrechen, habs aber alles geschafft.
So.. das zur Vergangenheit- mein Problem ist nun die Gegenwart. Ich habe einen Mann kennengelernt... Diesmal nicht mit dem Herzen, aber mit dem Verstand. Ich habe Ihn gesehen, er war mir sofort sympathisch, und ich dacht... so was hättest Du verdient. So was hätte ich mir vor Jahren wählen müssen. Einen lieben Kerl, und keinen egoistischen Macho. Wir sind heute ein Paar... ich habe Sex in einer neuen Dimension kennengelrnt. Nicht als einseitige Befriedigung, sondern als Partnerschaft. Mein Freund ist einfühlsam, geduldig, er hat alle positiven Eigenschaften , die mir zu einem Mann einfallen. Ich verstehe mich prächtig mit seinen beiden Töchtern ( ist geschieden). Alles wäre perfekt, wenn da nicht mein Herz wäre.
IOch mache mir ständig und immer wieder Vorwürfe, meine Mann verlassen zu haben, es geht Ihm nicht gut, ich fühl mich schuld, oder mitschuld. Zurück will ich nicht... nicht nch mal. Ich bin oft launisch zu meinem Freund, und hab oft das gefühl, einfach davonlaufen zu müssen.
Jetzt hab ich doch endlich einen Mann gefunden, wie man ihn nicht kochen und backen könnte, und ich will ihm immer wieder davonlaufen. Mein Verstand sagt, bleibe, so einen einfühlsamen Menschen findest Du nie mehr. Mich stören fast in Phobistischer Weise unsinnige Ding an ihm, zum Beispiel wie er den Kaffe trinkt oder den Löffel hält, dass er manchmal unsicher ist, da denke ich immer, mein Mann wäre das nicht gewesen, oder wenn er sich morgens nicht rasiert, so Kleinigkeiten, Nichtigkeiten, die einen Menschen nun wirklich nicht ausmachen, aber in dem Moment erscheinen mir diese Dinge soooo groß.
Manchmal denke ich ich ätte einen Knall. Warum kann ich mit dem Herzen nicht recht loslassen und meinem Verstand folgen?

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11. Januar 2008 um 21:46

Manche können das Gute nicht wirklich annehmen,
ich glaube du solltest dir Hilfe suchen. Fehlt dir der Nervenkitzel des Betrogenwerdens. Du
warst mehr abhängig als du es siehst, das hat
mit Liebe nichts zu tun. Die Liebe kommt dir
wahrscheinlich manchmal schal vor gegenüber
dieser kranken abhängigen Beziehung. Und übrigens, man darf einem Menschen durchaus sagen, was man sich anders wünscht, wenn man es liebevoll tut. Der Ton macht die Musik.
Gruß Melike

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12. Januar 2008 um 9:38
In Antwort auf melike13

Manche können das Gute nicht wirklich annehmen,
ich glaube du solltest dir Hilfe suchen. Fehlt dir der Nervenkitzel des Betrogenwerdens. Du
warst mehr abhängig als du es siehst, das hat
mit Liebe nichts zu tun. Die Liebe kommt dir
wahrscheinlich manchmal schal vor gegenüber
dieser kranken abhängigen Beziehung. Und übrigens, man darf einem Menschen durchaus sagen, was man sich anders wünscht, wenn man es liebevoll tut. Der Ton macht die Musik.
Gruß Melike

Abhängig
Es stimmt, ich war von meinem Mann abhängig. Es war (ist) eine kranke Liebe. Ich habe das Buch 'Wenn Frauen zu sehr liebe' oder die heimliche Sucht gebraucht zu werden von Robin Norwood gelesen, und habe mich leider immer wieder darin gefunden.
Ich habe Jahre gebraucht, bis ich den Absprung von meinem alten Leben (Mann) geschafft habe, und das auch nur, weil ich am Schluß zusammengebrochen bin.
Aber ich hab nun den besten Mann der Welt für mich gefunden, und müsste doch zur Ruhe kommen können. Ich wollte schonmal zum Psychologen, aber dann hatte ich das Gefühl, ich übertreibe, andere haben schlimmere Probleme, und ich krieg das mit der Zeit in den Griff. Ich denk ich habe Glück, einen solchen mann kennengelernt zu haben, der versucht mit meinen Launen zurechtzukommen. Ich hoffe er hat so lange Geduld, bis ich es geschafft habe. Ich wage nicht ihm alle meine Gefühle zu offenbaren, denn er ist dsehr sensibel, und ich habe Angst ihn zu verletzen. Das hat er nicht verdient.
Manchmal möcht ich ihm weglaufen, aber ich möcht ihn nicht wirklich verlieren.
Schnackofaz

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12. Januar 2008 um 19:24

Ist wirklich eine schwierige Sache

Dir Vorwürfe zu machen,das Du Deinem Mann verlassen hast,das brauchst Du gar nicht.Denkst Du er macht sich Vorwürfe,das er dauernd andere Frauen hatte und Dir wehgetan hat? Ganz sicher nicht.Man macht sich diese Vorwürfe nach dem ersten Fehltritt dieser Art und dann stellt man das ab,wenn einem die eigene Beziehung wichtig ist.
Das er Dich noch liebt,eben auf seine Weise,das kann so sein,gibt es ziemlich oft.Aber der Gedanken sagt ja schon,das Du auf andere Weise liebst als er.Man kann doch nur glücklich sein und eine Beziehung als erfüllt und lebbar bezeichnen,wenn man ähnlich liebt.
Wie Du richtig beschreibst,hast Du Dich in Deiner Beziehung verloren,vielleicht hat Dir das mehr wehgetan als Dir bewusst ist,ich denke es ist so,sonst würdest Du das alles hinter Dir lassen können und Deinen jetzigen Freund "normal" lieben,ohne andere Gedanken.
Etwas stutzig machen mich allerdings die Dinge welche Dich an ihm stören(wie er den Kaffee trinkt etc....),Das legt mir eher nahe,das Du ihn wirklich nur Gründen der Vernunft liebst oder magst(ist vielleicht besser ausgedrückt)..das ist keine Liebe,zur Liebe gehören doch immer Herz und Verstand...in einer gesunden Mischung.
DasDu einen Knall hast,das muss Du nicht gleich denken,aber es kann auch sein,das doch in Dir viel kaputt gegangen ist.Zumindest kannst Du ja noch klar analysieren ,das Du den Mann nur mit dem Verstand liebst und nicht mit dem Herzen...das Herz ist bei Deinem Mann geblieben,ich denke nicht weil Du ihn noch liebst,sondern weil er eben in vielen Dingen so war,wie Du Dir einen Mann wünschst.
Was den Sex betrifft ist es sicher schön mal andere Erfahrungen zu machen,aber ob sie auf Dauer befriedigend ist,kannst ja nur Du wissen.Ich denke wenn ein Mann im Alltag sehr einfühlsam ist,dann ist er es auch sexuell,aber eigentlich ist das dann wiederum zu einseitig,jeder wünscht sich ja eine Mischung aus beiden,die macht doch den Reiz aus und erhält ihn
Das Du mit dem Mann dauerhaft glücklich wirst glaube ich aus den Fakten heraus nicht,aber wer ist denn schon dauerhaft glücklich.Jeder brauch in einer Beziehung ein anderes Level um zufrieden oder glücklich zu sein,die Entscheidung ob Du damit leben kannst wie Dein Freund ist,die kann Dir niemand abnehmen.

Jürgen

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14. Januar 2008 um 10:32
In Antwort auf blythe_12651697

Ist wirklich eine schwierige Sache

Dir Vorwürfe zu machen,das Du Deinem Mann verlassen hast,das brauchst Du gar nicht.Denkst Du er macht sich Vorwürfe,das er dauernd andere Frauen hatte und Dir wehgetan hat? Ganz sicher nicht.Man macht sich diese Vorwürfe nach dem ersten Fehltritt dieser Art und dann stellt man das ab,wenn einem die eigene Beziehung wichtig ist.
Das er Dich noch liebt,eben auf seine Weise,das kann so sein,gibt es ziemlich oft.Aber der Gedanken sagt ja schon,das Du auf andere Weise liebst als er.Man kann doch nur glücklich sein und eine Beziehung als erfüllt und lebbar bezeichnen,wenn man ähnlich liebt.
Wie Du richtig beschreibst,hast Du Dich in Deiner Beziehung verloren,vielleicht hat Dir das mehr wehgetan als Dir bewusst ist,ich denke es ist so,sonst würdest Du das alles hinter Dir lassen können und Deinen jetzigen Freund "normal" lieben,ohne andere Gedanken.
Etwas stutzig machen mich allerdings die Dinge welche Dich an ihm stören(wie er den Kaffee trinkt etc....),Das legt mir eher nahe,das Du ihn wirklich nur Gründen der Vernunft liebst oder magst(ist vielleicht besser ausgedrückt)..das ist keine Liebe,zur Liebe gehören doch immer Herz und Verstand...in einer gesunden Mischung.
DasDu einen Knall hast,das muss Du nicht gleich denken,aber es kann auch sein,das doch in Dir viel kaputt gegangen ist.Zumindest kannst Du ja noch klar analysieren ,das Du den Mann nur mit dem Verstand liebst und nicht mit dem Herzen...das Herz ist bei Deinem Mann geblieben,ich denke nicht weil Du ihn noch liebst,sondern weil er eben in vielen Dingen so war,wie Du Dir einen Mann wünschst.
Was den Sex betrifft ist es sicher schön mal andere Erfahrungen zu machen,aber ob sie auf Dauer befriedigend ist,kannst ja nur Du wissen.Ich denke wenn ein Mann im Alltag sehr einfühlsam ist,dann ist er es auch sexuell,aber eigentlich ist das dann wiederum zu einseitig,jeder wünscht sich ja eine Mischung aus beiden,die macht doch den Reiz aus und erhält ihn
Das Du mit dem Mann dauerhaft glücklich wirst glaube ich aus den Fakten heraus nicht,aber wer ist denn schon dauerhaft glücklich.Jeder brauch in einer Beziehung ein anderes Level um zufrieden oder glücklich zu sein,die Entscheidung ob Du damit leben kannst wie Dein Freund ist,die kann Dir niemand abnehmen.

Jürgen

Was ist Liebe
Ich denke Du hast schon irgendwo recht. Ich hab meinen Freund zuerst mit dem Verstand lieb. Wir passen einfach gut zusammen. Wir teilen die gleichen Hobbys, Ansichten, Sport, und mehr. Es passt einfach gut von vielen Seiten. Als ich Ihn kennengelernt habe, sagte ich Ihm wortwörtlich: Du passt nicht in mein Beutechema... Wir sind nun fast ein ganzes Jahr zusammen. Ich hoffe, mit der Zeit entstehen einfach so viele Gemeinsamkeiten, dass wirkliche Liebe wächst. Ich hab mich nicht einfach so mit Herzklopfen und so verliebt... er schon. Aber auch bei Sex ist er der einfühlsamste Mensch der WElt, und ich kann mir niemand vorstellen, der besser passen würde. So oft wie ich einen höhepunkt in 18 Jahren Ehe erreicht habe, erreiche ich ihn mit meinem Freund in vier Wochen.
Reichen Vertrautheit, Vertrauen und gutes Zusammenspiel nicht für eine Partnerschaft? Entwickelt sich die Liebe nicht daraus mit der Zeit? Ich weiss es nicht. Oder noch nicht. Bin halt auch nicht mehr so jung, und ich denke man kann in meinem Alter auch nicht mehr Roulette spielen und einen guten Partner in Hoffnung auf eine echte Verliebtheit aufgeben.

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