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Heiratspläne trotz Zweifeln?

11. November 2019 um 17:43 Letzte Antwort: 13. November 2019 um 10:58

Mein Freund und ich sind Ende zwanzig, seit dem Sommer verlobt, nach vergleichsweise kurzer Beziehung (2,5 Jahre), er ist Referendar, ich fast fertig mit dem Studium, wir wissen, wo wir hinwollen. Ich mag ihn , aber ich dachte eigentlich, dass wir eher in Richtung Trennung unterwegs sind, weil wir häufig sehr unterschiedlicher Meinung sind. Trotzdem habe ich "Ja" gesagt, weil wir uns schon gut verstehen und ich mir an sich eine Zukunft mit ihm vorstellen kann. Außerdem bin ich so glücklich und dankbar, dass er mich trotz meiner ganzen Macken liebt und so viel ausgehalten hat. Wenn ich aber sehe, wie befreundete Paare miteinander umgehen oder auch einfach nur Freunde untereinander, oder daran denke, wie die Beziehung mit meinem Exfreund war, mit dem ich vorher schon so richtig gut befreundet war, dann habe ich so viel Angst, dass das auf lange Sicht nichts wird... Eine gute Freundschaft war eigentlich für mich immer eine Grundvoraussetzung, trotzdem bin ich mit meinem Freund zusammen, obwohl wir nicht mal den gleichen Humor haben und er mich bzw. meine Freunde/Bekannten anfangs so sehr verurteilt hat dafür, wie Männer und Frauen in der Clique miteinander umgehen, dass sie "gar nicht normal befreundet sein können", dass ich mich mittlerweile schlecht fühle, wenn mich ein Kumpel überhaupt berührt. Bei meinem Freund muss ich auf Dinge wie spontane Nackenmassagen, Umarmungen, Kitzeln & so weiter allerdings auch verzichten, das macht er einfach nicht gerne bzw. von sich aus. Wenn er mich anfasst, will er eigentlich immer gleich Sex (was noch ein anderes Thema ist, mit dem ich mich mittlerweile abgefunden habe), was mir aber fehlt, ist diese freundschaftliche Zärtlichkeit, die ich von früher kenne. Das ist nur ein Aspekt von einigen, bei denen wir unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie Beziehungen funktionieren und wie man miteinander umgeht. Deshalb habe ich mich im letzten Jahr mehrmals fast von ihm getrennt, es aber jedes Mal letztlich doch nicht übers Herz gebracht. Dann kam der Antrag und ich konnte nicht "Nein" sagen, aber wirklich wohl gefühlt habe ich mich mit dem "Ja" eben auch nicht. Ich weiß einfach nicht, ob das, was ich für ihn empfinde, wirklich Liebe ist.

Am Wochenende war ich nun mit einigen Freunden und Bekannten unterwegs, ohne meinen Freund, und es war wie früher: Wir haben gefeiert, getrunken, herumgealbert, es gab wenig Berührungsängste - auf eine freundschaftliche, herzliche Art, ich habe mich nie bedrängt gefühlt. Dort gab es auch einen Typen, den ich vorher gar nicht kannte, aber so, wie er mit mir und den anderen Mädels umgegangen ist, da habe ich gleich gedacht, shit, ich wünschte, mein Freund wäre auch so. So, wie mein Ex & auch mein bester Freund aus Schulzeiten. Dann habe ich auch noch von ihm geträumt und danach habe ich dann jedes Mal, wenn er mich berührt hat, Herzklopfen bekommen. Ich habe nicht ernsthaft Interesse an ihm, aber es war irgendwie ein kurzer Einblick in das, was sein könnte, mit einem anderem. Mit einem, den ich niemals kennenlernen werde, wenn ich im Mai tatsächlich meinen Freund heirate. Weil wir noch nicht einmal zusammen wohnen, habe ich für mich beschlossen, nicht gleich die Reißleine zu ziehen, sondern erstmal zu ihm zu ziehen und zu sehen, ob sich etwas verändert. In welche Richtung auch immer - ich kann mir ja auch nicht nicht vorstellen, ihn zu heiraten. Ich weiß es nur einfach nicht. Und jetzt ist mein WG-Zimmer gekündigt, schon eine Nachmieterin gefunden und ich denke schon daran, was ich mache, wenn ich bei ihm wieder ausziehen muss.

Hat jemand einen Rat oder Ähnliches erlebt? Ich möchte nicht mit Freunden darüber sprechen, die ihn kennen, aber ich muss einfach mal darüber reden und eine Einschätzung von außen hören.

Danke schonmal fürs Lesen :-*

Lolo

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11. November 2019 um 17:50
In Antwort auf lolo

Mein Freund und ich sind Ende zwanzig, seit dem Sommer verlobt, nach vergleichsweise kurzer Beziehung (2,5 Jahre), er ist Referendar, ich fast fertig mit dem Studium, wir wissen, wo wir hinwollen. Ich mag ihn , aber ich dachte eigentlich, dass wir eher in Richtung Trennung unterwegs sind, weil wir häufig sehr unterschiedlicher Meinung sind. Trotzdem habe ich "Ja" gesagt, weil wir uns schon gut verstehen und ich mir an sich eine Zukunft mit ihm vorstellen kann. Außerdem bin ich so glücklich und dankbar, dass er mich trotz meiner ganzen Macken liebt und so viel ausgehalten hat. Wenn ich aber sehe, wie befreundete Paare miteinander umgehen oder auch einfach nur Freunde untereinander, oder daran denke, wie die Beziehung mit meinem Exfreund war, mit dem ich vorher schon so richtig gut befreundet war, dann habe ich so viel Angst, dass das auf lange Sicht nichts wird... Eine gute Freundschaft war eigentlich für mich immer eine Grundvoraussetzung, trotzdem bin ich mit meinem Freund zusammen, obwohl wir nicht mal den gleichen Humor haben und er mich bzw. meine Freunde/Bekannten anfangs so sehr verurteilt hat dafür, wie Männer und Frauen in der Clique miteinander umgehen, dass sie "gar nicht normal befreundet sein können", dass ich mich mittlerweile schlecht fühle, wenn mich ein Kumpel überhaupt berührt. Bei meinem Freund muss ich auf Dinge wie spontane Nackenmassagen, Umarmungen, Kitzeln & so weiter allerdings auch verzichten, das macht er einfach nicht gerne bzw. von sich aus. Wenn er mich anfasst, will er eigentlich immer gleich Sex (was noch ein anderes Thema ist, mit dem ich mich mittlerweile abgefunden habe), was mir aber fehlt, ist diese freundschaftliche Zärtlichkeit, die ich von früher kenne. Das ist nur ein Aspekt von einigen, bei denen wir unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie Beziehungen funktionieren und wie man miteinander umgeht. Deshalb habe ich mich im letzten Jahr mehrmals fast von ihm getrennt, es aber jedes Mal letztlich doch nicht übers Herz gebracht. Dann kam der Antrag und ich konnte nicht "Nein" sagen, aber wirklich wohl gefühlt habe ich mich mit dem "Ja" eben auch nicht. Ich weiß einfach nicht, ob das, was ich für ihn empfinde, wirklich Liebe ist.

Am Wochenende war ich nun mit einigen Freunden und Bekannten unterwegs, ohne meinen Freund, und es war wie früher: Wir haben gefeiert, getrunken, herumgealbert, es gab wenig Berührungsängste - auf eine freundschaftliche, herzliche Art, ich habe mich nie bedrängt gefühlt. Dort gab es auch einen Typen, den ich vorher gar nicht kannte, aber so, wie er mit mir und den anderen Mädels umgegangen ist, da habe ich gleich gedacht, shit, ich wünschte, mein Freund wäre auch so. So, wie mein Ex & auch mein bester Freund aus Schulzeiten. Dann habe ich auch noch von ihm geträumt und danach habe ich dann jedes Mal, wenn er mich berührt hat, Herzklopfen bekommen. Ich habe nicht ernsthaft Interesse an ihm, aber es war irgendwie ein kurzer Einblick in das, was sein könnte, mit einem anderem. Mit einem, den ich niemals kennenlernen werde, wenn ich im Mai tatsächlich meinen Freund heirate. Weil wir noch nicht einmal zusammen wohnen, habe ich für mich beschlossen, nicht gleich die Reißleine zu ziehen, sondern erstmal zu ihm zu ziehen und zu sehen, ob sich etwas verändert. In welche Richtung auch immer - ich kann mir ja auch nicht nicht vorstellen, ihn zu heiraten. Ich weiß es nur einfach nicht. Und jetzt ist mein WG-Zimmer gekündigt, schon eine Nachmieterin gefunden und ich denke schon daran, was ich mache, wenn ich bei ihm wieder ausziehen muss.

Hat jemand einen Rat oder Ähnliches erlebt? Ich möchte nicht mit Freunden darüber sprechen, die ihn kennen, aber ich muss einfach mal darüber reden und eine Einschätzung von außen hören.

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Lolo

wer zweifel hat, sollte nicht heiraten. so einfach ist das!

und wer noch nicht mal ein paar monate zusammengewohnt hat, auch nicht (meine persönliche meinung)!

ihr habt doch noch alle zeit der welt. jetzt zieht halt erst mal zusammen, und schaut wie es läuft. zum heiraten ist immer noch zeit.

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11. November 2019 um 18:33
In Antwort auf lolo

Mein Freund und ich sind Ende zwanzig, seit dem Sommer verlobt, nach vergleichsweise kurzer Beziehung (2,5 Jahre), er ist Referendar, ich fast fertig mit dem Studium, wir wissen, wo wir hinwollen. Ich mag ihn , aber ich dachte eigentlich, dass wir eher in Richtung Trennung unterwegs sind, weil wir häufig sehr unterschiedlicher Meinung sind. Trotzdem habe ich "Ja" gesagt, weil wir uns schon gut verstehen und ich mir an sich eine Zukunft mit ihm vorstellen kann. Außerdem bin ich so glücklich und dankbar, dass er mich trotz meiner ganzen Macken liebt und so viel ausgehalten hat. Wenn ich aber sehe, wie befreundete Paare miteinander umgehen oder auch einfach nur Freunde untereinander, oder daran denke, wie die Beziehung mit meinem Exfreund war, mit dem ich vorher schon so richtig gut befreundet war, dann habe ich so viel Angst, dass das auf lange Sicht nichts wird... Eine gute Freundschaft war eigentlich für mich immer eine Grundvoraussetzung, trotzdem bin ich mit meinem Freund zusammen, obwohl wir nicht mal den gleichen Humor haben und er mich bzw. meine Freunde/Bekannten anfangs so sehr verurteilt hat dafür, wie Männer und Frauen in der Clique miteinander umgehen, dass sie "gar nicht normal befreundet sein können", dass ich mich mittlerweile schlecht fühle, wenn mich ein Kumpel überhaupt berührt. Bei meinem Freund muss ich auf Dinge wie spontane Nackenmassagen, Umarmungen, Kitzeln & so weiter allerdings auch verzichten, das macht er einfach nicht gerne bzw. von sich aus. Wenn er mich anfasst, will er eigentlich immer gleich Sex (was noch ein anderes Thema ist, mit dem ich mich mittlerweile abgefunden habe), was mir aber fehlt, ist diese freundschaftliche Zärtlichkeit, die ich von früher kenne. Das ist nur ein Aspekt von einigen, bei denen wir unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie Beziehungen funktionieren und wie man miteinander umgeht. Deshalb habe ich mich im letzten Jahr mehrmals fast von ihm getrennt, es aber jedes Mal letztlich doch nicht übers Herz gebracht. Dann kam der Antrag und ich konnte nicht "Nein" sagen, aber wirklich wohl gefühlt habe ich mich mit dem "Ja" eben auch nicht. Ich weiß einfach nicht, ob das, was ich für ihn empfinde, wirklich Liebe ist.

Am Wochenende war ich nun mit einigen Freunden und Bekannten unterwegs, ohne meinen Freund, und es war wie früher: Wir haben gefeiert, getrunken, herumgealbert, es gab wenig Berührungsängste - auf eine freundschaftliche, herzliche Art, ich habe mich nie bedrängt gefühlt. Dort gab es auch einen Typen, den ich vorher gar nicht kannte, aber so, wie er mit mir und den anderen Mädels umgegangen ist, da habe ich gleich gedacht, shit, ich wünschte, mein Freund wäre auch so. So, wie mein Ex & auch mein bester Freund aus Schulzeiten. Dann habe ich auch noch von ihm geträumt und danach habe ich dann jedes Mal, wenn er mich berührt hat, Herzklopfen bekommen. Ich habe nicht ernsthaft Interesse an ihm, aber es war irgendwie ein kurzer Einblick in das, was sein könnte, mit einem anderem. Mit einem, den ich niemals kennenlernen werde, wenn ich im Mai tatsächlich meinen Freund heirate. Weil wir noch nicht einmal zusammen wohnen, habe ich für mich beschlossen, nicht gleich die Reißleine zu ziehen, sondern erstmal zu ihm zu ziehen und zu sehen, ob sich etwas verändert. In welche Richtung auch immer - ich kann mir ja auch nicht nicht vorstellen, ihn zu heiraten. Ich weiß es nur einfach nicht. Und jetzt ist mein WG-Zimmer gekündigt, schon eine Nachmieterin gefunden und ich denke schon daran, was ich mache, wenn ich bei ihm wieder ausziehen muss.

Hat jemand einen Rat oder Ähnliches erlebt? Ich möchte nicht mit Freunden darüber sprechen, die ihn kennen, aber ich muss einfach mal darüber reden und eine Einschätzung von außen hören.

Danke schonmal fürs Lesen :-*

Lolo

Also ist die Beziehung für dich jetzt schon nicht das wahre... und ihr wohnt noch nicht mal zusammen, habt keinen gemeinsamen Alltag ...

wie kann man da überhaupt an heiraten denken??

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12. November 2019 um 23:04

Danke, ich musste das wohl mal von jemandem hören... Ich habe mir selber was vorgelogen, mir eingeredet, das würde schon passen, sobald wir erstmal zusammen wohnen. Aber eigentlich weiß ich schon, dass es nicht richtig ist.

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12. November 2019 um 23:22

Bloß nicht heiraten 

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12. November 2019 um 23:27

Nein. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht nur nicht heiraten sollten, sondern überhaupt keine Beziehung führen sollten. Ich kann gar nicht glauben, dass ich das so lange durchgehalten habe.

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13. November 2019 um 8:23
In Antwort auf lolo

Nein. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht nur nicht heiraten sollten, sondern überhaupt keine Beziehung führen sollten. Ich kann gar nicht glauben, dass ich das so lange durchgehalten habe.

Das ist wohl das beste. Besonders wenn du dir nicht mal sicher bist ihn zu lieben und schon häufig an Trennung gedacht hast. 

Ich habe das hinter mir... Das war nicht toll. Mir wurde es allerdings erst hinterher richtig klar, als due große Liebe vor mir stand  

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13. November 2019 um 8:25
In Antwort auf lolo

Nein. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass wir nicht nur nicht heiraten sollten, sondern überhaupt keine Beziehung führen sollten. Ich kann gar nicht glauben, dass ich das so lange durchgehalten habe.

Na siehst du-endlich deine Entscheidung getroffen. Noch rechtzeitig. Besser jetzt als wenn ihr geheiratet hättet obwohl ihr nicht zusammen passt.

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13. November 2019 um 9:08
In Antwort auf lolo

Mein Freund und ich sind Ende zwanzig, seit dem Sommer verlobt, nach vergleichsweise kurzer Beziehung (2,5 Jahre), er ist Referendar, ich fast fertig mit dem Studium, wir wissen, wo wir hinwollen. Ich mag ihn , aber ich dachte eigentlich, dass wir eher in Richtung Trennung unterwegs sind, weil wir häufig sehr unterschiedlicher Meinung sind. Trotzdem habe ich "Ja" gesagt, weil wir uns schon gut verstehen und ich mir an sich eine Zukunft mit ihm vorstellen kann. Außerdem bin ich so glücklich und dankbar, dass er mich trotz meiner ganzen Macken liebt und so viel ausgehalten hat. Wenn ich aber sehe, wie befreundete Paare miteinander umgehen oder auch einfach nur Freunde untereinander, oder daran denke, wie die Beziehung mit meinem Exfreund war, mit dem ich vorher schon so richtig gut befreundet war, dann habe ich so viel Angst, dass das auf lange Sicht nichts wird... Eine gute Freundschaft war eigentlich für mich immer eine Grundvoraussetzung, trotzdem bin ich mit meinem Freund zusammen, obwohl wir nicht mal den gleichen Humor haben und er mich bzw. meine Freunde/Bekannten anfangs so sehr verurteilt hat dafür, wie Männer und Frauen in der Clique miteinander umgehen, dass sie "gar nicht normal befreundet sein können", dass ich mich mittlerweile schlecht fühle, wenn mich ein Kumpel überhaupt berührt. Bei meinem Freund muss ich auf Dinge wie spontane Nackenmassagen, Umarmungen, Kitzeln & so weiter allerdings auch verzichten, das macht er einfach nicht gerne bzw. von sich aus. Wenn er mich anfasst, will er eigentlich immer gleich Sex (was noch ein anderes Thema ist, mit dem ich mich mittlerweile abgefunden habe), was mir aber fehlt, ist diese freundschaftliche Zärtlichkeit, die ich von früher kenne. Das ist nur ein Aspekt von einigen, bei denen wir unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie Beziehungen funktionieren und wie man miteinander umgeht. Deshalb habe ich mich im letzten Jahr mehrmals fast von ihm getrennt, es aber jedes Mal letztlich doch nicht übers Herz gebracht. Dann kam der Antrag und ich konnte nicht "Nein" sagen, aber wirklich wohl gefühlt habe ich mich mit dem "Ja" eben auch nicht. Ich weiß einfach nicht, ob das, was ich für ihn empfinde, wirklich Liebe ist.

Am Wochenende war ich nun mit einigen Freunden und Bekannten unterwegs, ohne meinen Freund, und es war wie früher: Wir haben gefeiert, getrunken, herumgealbert, es gab wenig Berührungsängste - auf eine freundschaftliche, herzliche Art, ich habe mich nie bedrängt gefühlt. Dort gab es auch einen Typen, den ich vorher gar nicht kannte, aber so, wie er mit mir und den anderen Mädels umgegangen ist, da habe ich gleich gedacht, shit, ich wünschte, mein Freund wäre auch so. So, wie mein Ex & auch mein bester Freund aus Schulzeiten. Dann habe ich auch noch von ihm geträumt und danach habe ich dann jedes Mal, wenn er mich berührt hat, Herzklopfen bekommen. Ich habe nicht ernsthaft Interesse an ihm, aber es war irgendwie ein kurzer Einblick in das, was sein könnte, mit einem anderem. Mit einem, den ich niemals kennenlernen werde, wenn ich im Mai tatsächlich meinen Freund heirate. Weil wir noch nicht einmal zusammen wohnen, habe ich für mich beschlossen, nicht gleich die Reißleine zu ziehen, sondern erstmal zu ihm zu ziehen und zu sehen, ob sich etwas verändert. In welche Richtung auch immer - ich kann mir ja auch nicht nicht vorstellen, ihn zu heiraten. Ich weiß es nur einfach nicht. Und jetzt ist mein WG-Zimmer gekündigt, schon eine Nachmieterin gefunden und ich denke schon daran, was ich mache, wenn ich bei ihm wieder ausziehen muss.

Hat jemand einen Rat oder Ähnliches erlebt? Ich möchte nicht mit Freunden darüber sprechen, die ihn kennen, aber ich muss einfach mal darüber reden und eine Einschätzung von außen hören.

Danke schonmal fürs Lesen :-*

Lolo

Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten sind aber 2 Paar Schuhe. Das man nicht immer einer Meinung ist duerfte wohl klar sein und ist auch gesund da ihr ja keine eineiigen Zwillinge seid. Wenn ihr dauernd streitet eher nicht. Humor waere fuer mich persoenlich auch sehr wichtig und waere definitiv ein Problem wenn das nicht der Gleiche waere.
Man darf sich nicht an anderen Paaren messen, was man selber fuer wichtig haelt in einer Beziehung aber schon. Weiss er denn das du gerne mehr Zaertlichkeiten im Alltag haettest oder ist das eine unausgesproche Forderung nach dem Motto "da sollte er ja von selbst drauf kommen"...
Mein Mann ist da ganz aehnlich, er ist nicht der Typ der mir dauernd Liebesbekundungen macht oder das gar oeffentlich macht vor Anderen. Fand ich anfangs auch seltsam aber da hast du 2 Moeglichkeiten: Entweder akzeptieren das es nicht so sein Ding ist oder ihn darauf hinweisen was du brauchst, er macht das ja sicherlich nicht mit Absicht. Ausserdem wollen Maenner klare Ansagen auch wenn das wenig romantisch ist, die Realitaet sieht halt immer anders aus.

Ich wuerde auch niemanden heiraten mit dem ich noch nie zusammengewohnt habe, Alltag ist ganz was Anderes. Auch kann ich dir eins sagen: Menschen aendern sich nicht, entweder es passt so auch oder halt nicht.

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13. November 2019 um 9:28
In Antwort auf prem_12352620

Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten sind aber 2 Paar Schuhe. Das man nicht immer einer Meinung ist duerfte wohl klar sein und ist auch gesund da ihr ja keine eineiigen Zwillinge seid. Wenn ihr dauernd streitet eher nicht. Humor waere fuer mich persoenlich auch sehr wichtig und waere definitiv ein Problem wenn das nicht der Gleiche waere.
Man darf sich nicht an anderen Paaren messen, was man selber fuer wichtig haelt in einer Beziehung aber schon. Weiss er denn das du gerne mehr Zaertlichkeiten im Alltag haettest oder ist das eine unausgesproche Forderung nach dem Motto "da sollte er ja von selbst drauf kommen"...
Mein Mann ist da ganz aehnlich, er ist nicht der Typ der mir dauernd Liebesbekundungen macht oder das gar oeffentlich macht vor Anderen. Fand ich anfangs auch seltsam aber da hast du 2 Moeglichkeiten: Entweder akzeptieren das es nicht so sein Ding ist oder ihn darauf hinweisen was du brauchst, er macht das ja sicherlich nicht mit Absicht. Ausserdem wollen Maenner klare Ansagen auch wenn das wenig romantisch ist, die Realitaet sieht halt immer anders aus.

Ich wuerde auch niemanden heiraten mit dem ich noch nie zusammengewohnt habe, Alltag ist ganz was Anderes. Auch kann ich dir eins sagen: Menschen aendern sich nicht, entweder es passt so auch oder halt nicht.

Stimmt, ich habe auch absichtlich nicht Streit geschrieben, weil wir uns normalerweise nicht anschreien. Aber es geht eben schon um Dinge, die mir wichtig sind oder Vorwürfe, die er mir macht, weil ich anders ticke als er. Er hat ein sehr klares Bild davon, welches Verhalten er für normal hält (in einer Beziehung, bei Männern, Frauen, Freundschaften - vielleicht ist "konservativ" das richtige Wort für seine Vorstellungen) und leider kommt es dann immer wieder dazu, dass er mir vorwirft, meine Meinung sei nicht der "Mainstream" und entsprechend nicht normal. Ich habe zwar meistens kein Problem damit, mich anzupassen, weil es oft auch keine "akuten" Dinge sind sondern nur theoretische Überlegungen ("was, wenn ich wieder so einen besten Freund hätte". Aber trotzdem sehne ich mich danach, nicht ständig als "un-normal" dargestellt zu werden, sondern in diesen Punkten mehr einer Meinung zu sein.
Die Zärtlichkeiten habe ich angesprochen. Das Gespräch lief nicht sehr glücklich (meine Schuld). Er ist zwar drauf eingegangen, aber wie ich ihn kenne, wird das nicht helfen. Es sind einfach Dinge, die ich nicht einfordern müssen will, denn das nimmt ihnen in meinen Augen den Zauber.

Ich bin zwar heute Morgen aufgewacht und war mir schon wieder nicht mehr sicher, ob ich das wirklich durchziehen soll, aber ganz objektiv betrachtet, weiß ich einfach, dass wir, oder zumindest ich, trotz all der Zukunftspläne, die wir haben und die genau dem entsprechen, was ich mir für meine Zukunft vorstelle, auf Dauer nicht glücklich werden, denn dazu müsste ich auf emotionaler Ebene auf so vieles verzichten... Die beiden Freundinnen, mit denen ich gestern Abend dann doch noch gesprochen habe, haben mich eigentlich auch nur bestätigt. Es wollte mich einfach nur niemand darauf ansprechen, weil ich ja so zufrieden und glücklich schien.

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13. November 2019 um 9:37
In Antwort auf lolo

Stimmt, ich habe auch absichtlich nicht Streit geschrieben, weil wir uns normalerweise nicht anschreien. Aber es geht eben schon um Dinge, die mir wichtig sind oder Vorwürfe, die er mir macht, weil ich anders ticke als er. Er hat ein sehr klares Bild davon, welches Verhalten er für normal hält (in einer Beziehung, bei Männern, Frauen, Freundschaften - vielleicht ist "konservativ" das richtige Wort für seine Vorstellungen) und leider kommt es dann immer wieder dazu, dass er mir vorwirft, meine Meinung sei nicht der "Mainstream" und entsprechend nicht normal. Ich habe zwar meistens kein Problem damit, mich anzupassen, weil es oft auch keine "akuten" Dinge sind sondern nur theoretische Überlegungen ("was, wenn ich wieder so einen besten Freund hätte". Aber trotzdem sehne ich mich danach, nicht ständig als "un-normal" dargestellt zu werden, sondern in diesen Punkten mehr einer Meinung zu sein.
Die Zärtlichkeiten habe ich angesprochen. Das Gespräch lief nicht sehr glücklich (meine Schuld). Er ist zwar drauf eingegangen, aber wie ich ihn kenne, wird das nicht helfen. Es sind einfach Dinge, die ich nicht einfordern müssen will, denn das nimmt ihnen in meinen Augen den Zauber.

Ich bin zwar heute Morgen aufgewacht und war mir schon wieder nicht mehr sicher, ob ich das wirklich durchziehen soll, aber ganz objektiv betrachtet, weiß ich einfach, dass wir, oder zumindest ich, trotz all der Zukunftspläne, die wir haben und die genau dem entsprechen, was ich mir für meine Zukunft vorstelle, auf Dauer nicht glücklich werden, denn dazu müsste ich auf emotionaler Ebene auf so vieles verzichten... Die beiden Freundinnen, mit denen ich gestern Abend dann doch noch gesprochen habe, haben mich eigentlich auch nur bestätigt. Es wollte mich einfach nur niemand darauf ansprechen, weil ich ja so zufrieden und glücklich schien.

und die freundinnen hätten dich heiraten lassen?  in dein unglück rennen lassen? 

wow was miese freundinnen

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13. November 2019 um 10:16
In Antwort auf lolo

Stimmt, ich habe auch absichtlich nicht Streit geschrieben, weil wir uns normalerweise nicht anschreien. Aber es geht eben schon um Dinge, die mir wichtig sind oder Vorwürfe, die er mir macht, weil ich anders ticke als er. Er hat ein sehr klares Bild davon, welches Verhalten er für normal hält (in einer Beziehung, bei Männern, Frauen, Freundschaften - vielleicht ist "konservativ" das richtige Wort für seine Vorstellungen) und leider kommt es dann immer wieder dazu, dass er mir vorwirft, meine Meinung sei nicht der "Mainstream" und entsprechend nicht normal. Ich habe zwar meistens kein Problem damit, mich anzupassen, weil es oft auch keine "akuten" Dinge sind sondern nur theoretische Überlegungen ("was, wenn ich wieder so einen besten Freund hätte". Aber trotzdem sehne ich mich danach, nicht ständig als "un-normal" dargestellt zu werden, sondern in diesen Punkten mehr einer Meinung zu sein.
Die Zärtlichkeiten habe ich angesprochen. Das Gespräch lief nicht sehr glücklich (meine Schuld). Er ist zwar drauf eingegangen, aber wie ich ihn kenne, wird das nicht helfen. Es sind einfach Dinge, die ich nicht einfordern müssen will, denn das nimmt ihnen in meinen Augen den Zauber.

Ich bin zwar heute Morgen aufgewacht und war mir schon wieder nicht mehr sicher, ob ich das wirklich durchziehen soll, aber ganz objektiv betrachtet, weiß ich einfach, dass wir, oder zumindest ich, trotz all der Zukunftspläne, die wir haben und die genau dem entsprechen, was ich mir für meine Zukunft vorstelle, auf Dauer nicht glücklich werden, denn dazu müsste ich auf emotionaler Ebene auf so vieles verzichten... Die beiden Freundinnen, mit denen ich gestern Abend dann doch noch gesprochen habe, haben mich eigentlich auch nur bestätigt. Es wollte mich einfach nur niemand darauf ansprechen, weil ich ja so zufrieden und glücklich schien.

Letztendlich musst du das selbst entscheiden und klar ist es toll wenn man jemanden hat mit dem man auf einer Wellenlaenge ist und die wichtigen Dinge des Lebens gemeinsam klar sind. Bei euch scheint das halt nicht der Fall zu sein, du wirst schon deine Konsequenzen ziehen.
Klar ist der "Zauber" schoen aber entspricht nicht der Realitaet, spaetestens im Alltag hast du andere Probleme und je laenger man zusammen ist desto mehr Arbeit muss man reinstecken. Wenn du es nicht einforderst wird niemand drauf kommen, Maenner sowieso nicht.

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13. November 2019 um 10:58
In Antwort auf carina2019

und die freundinnen hätten dich heiraten lassen?  in dein unglück rennen lassen? 

wow was miese freundinnen

Ich glaube ehrlich gesagt, dass ich ziemlich gut darin war, ihnen, mir, meinem Freund, meinen Eltern etwas vorzumachen. Sie waren zwar überrascht, als ich von der Hochzeit erzählt habe, aber ich habe ja nicht angedeutet, dass etwas nicht in Ordnung ist... woher sollen sie es wissen, wenn ich so tue, als wäre ich glücklich?

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